Marie Kondo und ihr Prinzip, das allgemein als KonMari-Methode bekannt ist, ist dir wahrscheinlich ein Begriff. Es gibt ja kaum eine Möglichkeit, um die japanische Aufräumerin herumkommen. Eine meiner Kundin hat mal über mich gesagt, dass ich ihr persönliches Silkondo wäre, weil ich ihr zeige, wie sie in ihrem Business und Marketing aufräumen und sich auf die Dinge zu konzentrieren kann, die wirklich gerade wichtig sind.
Was ich unter Silkondo verstehe und wie du ganz einfach damit starten kannst, dein Online-Business und Online-Marketing ein bisschen zu auszumisten, aufzuräumen und neu zu ordnen, erfährst du hier.
Podcast-Episode #036: Silkondo – so räumst du dein Online-Marketing auf
Das Marie Kondo Prinzip
Wie funktioniert denn jetzt diese KonMari-Methode genau? Grundsätzlich gibt Marie Kondo mit diesem Prinzip ihren Anhängern ein Modell an die Hand, mit dem Ordnung und Aufräumen zu einer erfüllenden und sinnhaften Aufgabe werden soll. Grundlage hierfür sind traditionelle japanische Ideen wie das Wabi Sabi, ein japanisches ästhetisches Konzept.
Die KonMari-Methode funktioniert, in einfachen Worten erklärt, wie folgt:
Die Methode funktioniert nach 5 Regeln (manchmal werden auch 6 oder 7 genannt), welche möglichst genau befolgt werden sollten, um einen dauerhaften Weg zu einem besseren, aufgeräumten Leben zu gehen. Denn Ziele des Aufräumens sind vor allem auch Zustände der Inneren Ordnung und Zufriedenheit.
Es gibt dazu ein japanisches Sprichwort:
„Die Unordnung im Zimmer entspricht der Unordnung im Herzen.“
– Japanisches Sprichwort –
Der ganzheitliche Ansatz des Marie Kondo Prinzip umfasst vor allem folgende fünf Punkte, mit denen man es schaffen soll, langfristig zu einem ordentlichen und perfekt aufgeräumten Zuhause zu gelangen. Grundlage dafür ist das “sich von Dingen trennen”, also das Ausmisten, Aussortieren und Wegwerfen von Gegenständen, die keine Freude in einem auslösen. Das bedeutet eben auch, sich von überschüssigem Ballast zu befreien, Platz zu schaffen und jedem Gegenstand, der noch verbleibt, einen eigenen Platz zuzuweisen.
Die fünf Schritte im Einzelnen:
Es sollte alles auf einmal, in einem Zeitraum von maximal 6 Monaten, aufgeräumt werden
Die Dinge werden nach Kategorien auf einem Haufen gesammelt, und zwar nach folgender festgelegter Reihenfolge: Kleidung, Bücher, Dokumente, Komono (Verschiedenes): Küche, Bäder etc., Persönliches: Fotos, Erinnerungsstücke etc.
Bei jeder Sache ist zu entscheiden, ob sie behalten werden soll oder nicht, wobei es dabei um die Frage geht, ob dieser Gegenstand “mich glücklich macht”
Jeder Gegenstand, der bleiben darf, bekommt seinen eigenen Platz und wird nach Benutzung dorthin zurückgelegt
Wenn die Dinge an ihrem Platz richtig verstaut werden, also z.B. bei Kleidung nach Marie Kondos Falttechnik, muss man theoretisch nie wieder aufräumen
Du siehst, die KonMari-Methode ist eine relativ strikte, festgelegte Methode, was vielleicht auch wichtig ist, damit es funktionieren kann.
Silkondo – die Ähnlichkeiten zu Marie Kondo
Jetzt will ich nicht behaupten, dass das Ausmisten in deinem Online-Marketing der Anwendung der KonMari-Methode vollständig gleicht. Ich bin auch nicht ganz so streng, was die Schritte eines Ablaufes angeht. Aber ein Grundprinzip ist gleich zum Prinzip von Marie Kondo: Es geht darum, sich von Dingen zu befreien, die einen nicht glücklich machen.
Alles auf einmal aufräumen
Marie Kondo schlägt ja vor, dass man alles auf einmal oder zumindest in einem zusammenhängenden Zeitraum aufräumen soll.
Das ist sicherlich auch im Business bzw. im Marketing wichtig, damit man die grundlegenden Informationen nicht mehrere Male zusammentragen muss. Es geht ja vor allem darum, sich einen Überblick zu verschaffen über das eigene Business, über das eigene Marketing. Denn das Marketing aufräumen, loslassen, Priorität setzen geht eben nur dann, wenn man eine Gesamtübersicht hat.
Es ist also auch bei “Silkondo” sinnvoll, erst einmal alles zusammenzutragen, um das Marketing aufräumen zu können. Mit meinen Kundinnen mache ich das in der Regel so, dass wir das Marketing (ich nutze in der Folge diesen Begriff, weil das mein Hauptthema ist, auch wenn andere Bereiche des Business mit reinspielen) erst einmal auseinandernehmen, um es genau betrachten zu können.
Hierfür nutze ich sowohl in meinen Impulscoachings (sofern dies das Thema des Coachings ist) also auch im „Alles im Griff-Programm“ gerne eine Mindmap. Mit dieser können wir ganz hervorragend zusammentragen, was schon alles vorhanden ist an Marketing-Aktivitäten und Marketing-Kanälen.
Dazu gehört aber auch, dass meine Kundinnen äußern dürfen, welche Marketing-Aktivitäten noch auf ihrer To Do- oder Wunschliste stehen (und ja, das muss nicht immer das gleiche sein). Welche zusätzlichen Kanäle möchten sie gerne bespielen oder von welchen Aktivitäten denken sie, dass sie diese auch noch unternehmen sollten?
Wie eine solche Mindmap zum Marketing aufräumen aussehen könnte, siehst du hier:
Diese Mindmap wurde genutzt, um die Marketing-Aktivitäten der Kundin zu erfassen, das Marketing aufzuräumen, auszumisten und dann einen Fahrplan zu erstellen
Diese Mindmap habe ich zusammen mit meiner Kundin im Rahmen des „Alles im Griff-Programms“ in der ersten gemeinsamen Session erstellt. Sie war Ausgangsbasis für die Erarbeitung eines Marketing-Fahrplans
Marketing aufräumen durch Sammeln nach Kategorien
Beim Sammeln nach Kategorien hinkt der Vergleich vielleicht ein bisschen. Nach der KonMari-Methode ist es für den Erfolg des Aufräumens wichtig, dass alle Dinge aus einer Kategorie zusammengetragen werden, und zwar aus allen Räumen, um dann entscheiden zu können, was bleibt und was gehen muss.
Ich würde sagen, dass wir das bei Schritt 1 von “Silkondo” schon automatisch mitmachen. Aber falls nicht, dann fände ich es wichtig, dies an dieser Stelle nachzuholen.
Es macht nämlich aus meiner Sicht einen Unterschied, welche Arten von Online-Marketing du betreibst, also ob und welchen Longform- oder Basis-Content du erstellst, welche Social Media-Kanäle du bespielst, ob du Ads schaltest, ob du E-Mail-Marketing betreibst, usw. Hier geht es nämlich auch darum zu erkennen, ob deine Marketingaktivitäten ausgewogen sind und aufeinander aufbauen.
Mit einer Mindmap, die man z.B. mit Mindmeister oder Xmind erstellen kann, kann man sich den Stand der Dinge sichtbar machen. Und das führt bei meinen Kundinnen sehr oft zu “Aha-Erlebnissen”, zum einen weil sie sehen, wie viel sie tatsächlich in Sachen Marketing machen und zum anderen, weil sie merken, dass überhaupt kein Fokus vorhanden ist.
Im Rahmen des “Alles im Griff-Programms” würde ich an dieser Stelle auch schon eine Art Beliebtheitsskala ansprechen, um diese dann im nächsten Schritt weiter auszuführen.
Entscheidung: Behalten oder gehen lassen
Bei der Marie Kondo Formel darf sich die aufräumende Person beim Ausmisten immer wieder die Frage stellen “Does it spark joy?” oder “Macht mich dieser Gegenstand glücklich?”. Diese Frage soll man sich nach Marie Kondo bei jedem Gegenstand, der sich in der Wohnung befindet und den man zum Ausmisten und Aufräumen in die Hand nimmt, stellen.
Und dann heißt es, konsequent sein, denn all das, was keinen essentiellen Zweck erfüllt und keine Glücksgefühle in einem auslöst, kann und sollte wirklich aussortiert werden. All das, was hingegen Freude bereitet und ein (mehr oder weniger großes) Glücksgefühl auslöst, darf bleiben.
Ich habe das übrigens Anfang letzten Jahres mit meinem Kleiderschrank gemacht und dabei über 200 (!) Kleidungsstücke aussortiert. Und ich hätte nicht behauptet, dass ich ein Style- oder Klamotten Junkie wäre. Aber tatsächlich besitzt man so unglaublich viele Dinge, die “einfach da sind” und im schlimmsten Falle noch negative Gefühle in uns auslösen, weil man “sie eigentlich mal wieder anziehen” müsste. Ich habe übrigens damals mit dem Programm von Kristina von 1m² ausgemistet.
Ich habe – genau wie die KonMari-Methode es vorgibt – dazu alle meine Kleidungsstücke auf einen Platz geworfen, jedes einzelne Kleidungsstück in die Hand genommen und überlegt, wie es mir mit dieser Klamotte geht, ob sie etwas positives in mir auslöst. Bei mir hat das ganz hervorragend funktioniert und über die deutlich bereinigten Schubladen und Fächer im Kleidungsschrank freue ich mich noch immer.
Beim Aufräumen im Online-Marketing funktioniert es ein kleines bisschen pragmatischer. Hier kann vermutlich nicht ausschließlich das bleiben, was Freude in uns auslöst oder einen Zustand der Glückseligkeit.
Trotzdem fordere ich meine Kundinnen immer dazu auf, in sich hineinzuhören, mit welchem Content-Kanal, mit welcher Marketing-Aktivität sie sich wohlfühlen.
Stell dir also die Frage: Ist das hilfreich / sinnvoll für mein Marketing oder kann das weg?
Ich bin nämlich der festen Überzeugung, dass man Dinge vor allem dann dauerhaft schaffen und umsetzen kann, wenn man Freude daran hat. So schreibe ich inzwischen richtig gerne Blogartikel und Newsletter und nehme Podcast-Episoden auf. Social Media hingegen fällt mir schwer, es macht mir nicht richtig Freude, vor allem auch vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit und der Halbwertszeit von Posts z.B.. Das Dinge wie Administration im Business auch gemacht werden müssen, obwohl sie vielleicht nicht so viel Freude spenden, ist eh klar. Aber das wäre dann ein neues Thema, nämlich inwiefern man Dinge auslagern kann und sollte.
Es geht also auch in diesem Zusammenhang darum, sich die einzelnen Marketing-Aktivitäten anzuschauen und gehen zu lassen, was
einem nicht gut tut
einem überhaupt keine Freude macht
nicht zu weiteren Kund*innen führt
nur Zeit kostet
Platz zuweisen
Jetzt kommt bei der – wie ich finde – spannendste Teil bei der KonMari-Methode, nämlich den Dingen den richtigen Platz in der Wohnung zuzuweisen. Das geht vielleicht mit Kleidungsstücken auch dank der KonMari-Falttechnik noch relativ einfach (T-Shirts aufzustellen, statt liegend aufeinander zu stapeln hat mein Leben revolutioniert! 😉), aber was ist mit dem ganzen Kleinkram? Denn auch wenn in einer idealen Ordnungssituation theoretisch jeder Gegenstand seinen festen Platz in der Wohnung hat, so stellt sich das im wahren Leben doch oftmals als schwieriger heraus, als gedacht.
Der Trick ist, so konsequent wie möglich zu sein: Alle Teller kommen an einen Platz, alle Gläser in einen Schrank, alle Handtücher an einen Ort usw. Natürlich gibt es immer noch so Dinge, die irgendwie nirgendwo hingehören – bei Marie Kondo heißen sie “Komono” – aber auch die befinden sich dann einfach gesammelt in der Mischmaschschublade (die hast du auch oder? 😄).
Auch bei “Silkondo” ist ein gewisses Maß von Konsequenz gefragt und auch von Selbstvertrauen, dass die Entscheidungen, die man im Schritt zuvor getroffen hat, gerade die besten sind, die man treffen konnte. Jetzt heißt es, nicht nach den Shiny Objects – also nach den schnellen Lösungen – am Wegesrand zu schauen, sondern konsequent die Kanäle zu bespielen, die da sind.
Wir dürfen uns fokussieren. Das hat doch auch etwas beruhigendes, oder? Wir dürfen die Dinge, die von außen auf uns einprasseln und von denen jeder behauptet, sie wären der „neueste Trend“ und man müsse unbedingt mitmachen, einfach ignorieren. Wer spricht heute noch über Clubhouse – niemand.
Wir weisen den Aufgaben in unserem Marketing einen Platz zu. Wir geben ihnen die Wichtigkeit, die sie verdient haben. Wir lassen uns nicht beirren, denn wir haben eine gute Entscheidung für uns und unser Business getroffen. Stand heute.
Alle Dinge richtig verstauen – Der perfekte Fahrplan
Dieser Punkt baut ein bisschen auf dem vorherigen auf: Nachdem du allen Dingen einen festen Platz zugewiesen hast, geht es eben auch darum, die Dinge richtig zu verstauen, damit sie alle zu jeder Zeit gesehen und damit auch genutzt werden können.
Du kennst vielleicht die Bilder, die oft mit Marie Kondo verbunden werden: Eine Schublade voller ordentlich zusammengelegter Kleidungsstücke, möglichst geordnet nach Farben, aufgestellt statt liegend. Diese Art und Weise des Faltens, also Marie Kondos Falttechnik, und das ordentliche Aufreihen von Kleidung ist ein Grundprinzip der KonMari-Methode, die es empfiehlt, jedes Kleidungsstück zu einem rechteckigen Päckchen zusammenzufalten. Und zwar unabhängig davon, welche Grundform das Kleidungsstück hat.
Da die Kleidungsstücke nun die gleiche Form haben, können sie ohne Probleme stehend aneinandergereiht ganz platzsparend aufbewahrt werden. Dies hat eben zur Folge, dass man nicht nur die obersten Stücke eines Kleiderstapels wahrnimmt und damit oftmals immer die gleichen Kleidungsstücke anzieht, während tiefer liegende Hosen, Pullover und Shirts in Vergessenheit geraten.
Auch bei “Silkondo” bringen wir die Ergebnisse der letzten Schritte in die richtige Reihenfolge.
Wir erstellen nämlich einen Fahrplan für die Marketing-Aktivitäten, die bleiben dürfen. Und dieser Fahrplan ist entscheidend geprägt auch von äußeren Umständen, weswegen die Betrachtung des gesamten Business wichtig ist, z.B.:
wieviele Stunden möchtest du pro Woche arbeiten
welche familiären Verpflichtungen gibt es
welche fixen Zeiten für die Arbeit mit Kund*innen ist einzuplanen
welche Bedingungen dürfen geschaffen werden, damit du Marketing machen kannst
wobei brauchst du Unterstützung
Und aus all diesen unterschiedlichen Parametern setzt sich dieser Fahrplan für die nächsten Wochen und Monate zusammen, damit du weißt, was deine Priorität ist und wann du welche Marketingaktivitäten in welchem Umfang machen möchtest.
Der Fahrplan ist aber auch “nur” eine aktuelle Aufnahme des Geschehens und sollte von Zeit zu Zeit nachjustiert werden. Denn natürlich können wir in unsere Überlegungen einbeziehen, dass du z.B. für die Erstellung eines Blogartikels Zeit X brauchst. Wenn du aber nun merkst, dass du immer Zeit X + 3h brauchst, dann fehlt diese Zeit natürlich an anderer Stelle.
Dann ist es wichtig, diese Zeit nicht von der Freizeit oder sonstigen persönlichen Unternehmungen abknapsen, sondern beim Marketing nachzusteuern. Schließlich wollen wir ja weniger Hustle-Modus und nicht mehr, oder?
Übrigens noch ein Tipp: Ich glaube übrigens nicht und sehe auch an mir selbst, dass das Ausmisten im eigenen Marketing alleine einfacher funktioniert. Nicht umsonst lasse ich mich bezüglich meines Business von Coaches beraten. Erwarte also nicht unbedingt, dass du es ganz alleine schaffst, dich in deinem Marketing von wenig sinnvollen Marketing-Kanälen zu trennen, auszumisten, dein Marketing aufzuräumen und dir einen (neuen) Fahrplan für deine Marketing-Aktivitäten zu erstellen.
Du darfst und solltest dich dabei unterstützen lassen – um nicht unnötig Zeit (und damit auch Geld) zu verplempern.
Fazit
Ich muss immer noch schmunzeln, wenn ich daran denke, wie meine Kundin sagt, du bist meine persönliche Silkondo. Aber irgendwie hat sie schon ein bisschen recht, oder?
Wenn du Lust hast, dein Marketing auch ein bisschen zu entrümpeln, um aus dem Hustle-Modus rauszukommen und dir einen für dich funktionierenden Fahrplan für deine Marketingaktivitäten zu erstellen, dann komm in mein Alles im Griff-Programm. Ich würde mich freuen, dich zu begleiten.
Du möchtest mich vorher noch ein bisschen besser kennenlernen? Dann ist vielleicht mein Angebot für 0,00 € eine gute Möglichkeit: Die 15-Punkte-Matrix
Es gibt viele verschiedene Suchmaschinen, die man im Online-Marketing nutzen kann, je nachdem, welche Ziele man verfolgt und welche Zielgruppe man ansprechen möchte. Sich also zunächst die eigenen Ziele zu vergegenwärtigen, ist ein wichtiger Punkt, den man nicht vernachlässigen sollte. Auch welche Zielgruppe du ansprechen möchtest und wo diese Menschen erreichbar sind, ist entscheidend dafür, wo du aktiv sein solltest.
In diesem Blogartikel möchte ich dir einige Ideen mitgeben, auf welche Suchmaschinen außer Google, Bing & Co. du setzen solltest, um dich und dein Business nachhaltig sichtbarer zu machen. Vielleicht sind sogar einige Plattformen dabei, mit denen du nicht gerechnet hättest.
Podcast-Episode #034: Suchmaschinen im Online-Marketing – hast du an die schon gedacht?
Die klassischen Suchmaschinen im Online-Marketing
Einige der wichtigsten Suchmaschinen, die man im Online-Marketing in Betracht ziehen sollte, sind zum Beispiel von den klassischen Suchmaschinen folgende:
Google
Google ist die weltweit größte und am häufigsten genutzte Suchmaschine. Mit einem Marktanteil von fast 92% ist es fast unmöglich, Online-Marketing zu betreiben, ohne Google zu berücksichtigen. Google bietet viele Tools und Ressourcen, die Unternehmen dabei helfen können, ihre Präsenz in den Suchergebnissen zu verbessern, darunter Google Ads (früher bekannt als Google AdWords), Google My Business und Google Analytics.
Bing
Bing ist die zweitgrößte Suchmaschine weltweit und wird hauptsächlich von Nutzern in den USA und in Großbritannien genutzt. Bing hat einen Marktanteil von ungefähr 2,5% und bietet ähnliche Tools und Ressourcen wie Google, einschließlich Bing Ads und Bing Places for Business.
Yahoo
Yahoo ist eine weitere beliebte Suchmaschine, die in den USA und in anderen Teilen der Welt genutzt wird. Obwohl es in den letzten Jahren einen Rückgang der Nutzung von Yahoo gegeben hat, ist es immer noch eine relevante Suchmaschine für Online-Marketing-Strategien. Yahoo hat einen Marktanteil von ungefähr 1,5%.
Baidu
Baidu ist die führende Suchmaschine in China und hat einen Marktanteil von fast 70%. Es ist für Unternehmen, die chinesische Kunden ansprechen wollen, unerlässlich Baidu in ihre Online-Marketing-Strategie einzubauen.
DuckDuckGo
DuckDuckGo ist eine Suchmaschine, die sich darauf spezialisiert hat, den Datenschutz der Nutzer zu schützen und keinerlei Tracking durchzuführen. Es ist also für Unternehmen von Interesse, die sich darauf spezialisiert haben, das Thema Datenschutz in den Vordergrund zu stellen.
Es gibt auch andere Suchmaschinen wie Ecosia, Qwant, Startpage, die sich durch ihre Nachhaltigkeit und Datenschutz auszeichnen.
Spezial-Suchmaschinen für dein Online-Marketing
Über diese “typischen Suchmaschinen” hinaus gibt es aber noch weitere, die du für dein Online-Marketing ins Auge fassen solltest.
YouTube
YouTube ist eine Video-Sharing-Plattform, auf der Benutzer Videos hochladen und anschauen können. Da YouTube eine integrierte Suchfunktion hat, mit der Benutzer nach Videos und Inhalten suchen können, die auf der Plattform verfügbar sind, handelt es sich ebenfalls um eine Suchmaschine.
YouTube ist nach Google sogar die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Das bedeutet, dass ein eigener, gut bespielter Kanal auf YouTube sich auch positiv auf die Suchmaschinenoptimierung auswirkt. YouTube gehört zu Google, weshalb die YouTube Videos oft direkt weit oben in den Suchergebnissen angezeigt werden.
Wenn du YouTube nutzen möchtest, um dein Business zu unterstützen, dann solltest du auf folgende Punkte achten:
Erstelle einen eigenen YouTube-Kanal, um deine Marke und deine Produkte oder Dienstleistungen zu präsentieren
Nutze Video-Marketing, indem du Werbevideos erstellst, um deine Produkte zu bewerben, oder informative Videos, um deinen Zuschauern zu helfen, ihre Probleme zu lösen
Optimiere deine Videos für die Suchmaschinen, indem du relevante Suchbegriffe bzw. Schlüsselwörter in den Titel, die Beschreibung und die Tags deiner Videos platzierst, um sicherzustellen, dass sie leicht gefunden werden können
Nutze die Möglichkeiten auf YouTube, mit deiner Zielgruppe zu interagieren, indem du auf Kommentare reagierst und Fragen beantwortest.
Verknüpfe deine YouTube-Videos mit anderen Marketing-Kanälen und stelle z.B. Videos auf deiner Website, um die Reichweite zu erhöhen und mehr Traffic auf deine Website zu lenken
Achte bei der Erstellung deiner Inhalte auf spannende, relevante und hochwertige Inhalte, um deine Zuschauer:innen bei Laune zu halten und sie dazu zu bringen, immer wieder zurückzukehren. Mache unbedingt auch auf die Möglichkeiten aufmerksam, deinen Kanal zu abonnieren und die Glocke zu aktivieren.
Pinterest
Pinterest ist eine visuelle Suchmaschine und eine Plattform für soziale Medien, die es Benutzern ermöglicht, Bilder und Videos auf ““Pinnwänden“ zu organisieren und zu teilen. Benutzer können Pinnwänden zu verschiedenen Themen folgen, wie zum Beispiel Mode, Reisen, Kunst und Kochrezepte, und können auch Inhalte von anderen Benutzern repinnen. Pinterest wurde 2010 gegründet und hat seinen Hauptsitz in San Francisco, Kalifornien. Es hat über 400 Millionen aktive Nutzer weltweit und es wird oft für Inspirationen und Einkaufsmöglichkeiten verwendet.
Und da, wo Menschen nach Inspirationen suchen, gibt es vielleicht auch für dich eine Möglichkeit, dich, dein Business und deine Angebote zu präsentieren.
Amazon ist ein E-Commerce-Unternehmen, das hauptsächlich Produkte verkauft, aber es hat auch eine eigene Suchfunktion auf seiner Website, mit der Benutzer nach Produkten suchen können. Diese Suchfunktion ist zwar in erster Linie dafür ausgelegt, Benutzern dabei zu helfen, Produkte auf der Amazon-Website zu finden und zu kaufen und nicht unbedingt als allgemeine Suchmaschine zu dienen.
Dennoch kannst du dir die Suchfunktion bei Amazon für dein Online-Marketing zu Nutze machen. So kannst du auf deinem Themengebiet nach Büchern etc. suchen und in den Kommentaren nach typischen Fragen zu deiner Expertise suchen. Diese Fragen und Anmerkungen kannst du wiederum für deinen Content nutzen und z.B. Blogartikel, Podcast-Episoden oder YouTube-Videos daraus erstellen.
Darüber hinaus solltest du auch die Suchfunktionen von sozialen Netzwerken wie Facebook, LinkedIn und Twitter nicht außer Acht lassen. In vielen Fällen wird bei der Recherche nach Kontakten, Mitarbeitern, Ressourcen, Austauschmöglichkeiten die Suche von B2B Netzwerken und sozialen Plattformen immer häufiger verwendet, als die klassischen Suchmaschinen.
Tipp: Dennoch würde ich bei der Optimierung von Inhalten immer mit den eigenen Plattformen, insbesondere der eigenen Website beginnen. Hierauf hast du den meisten Einfluss, während dir bei sozialen Netzwerken z.B. der Hausherr (z.B. ein Mark Zuckerberg) einen Strich durch die Rechnung machen kann.
Optimierung deiner Inhalte für die Suchmaschinen
Selbstverständlich solltest du deine Inhalte auf der Website, insbesondere für Google, optimieren. Einige der wichtigsten Faktoren, die Suchmaschinen bei der Bewerbung der Relevanz berücksichtigt, sind:
Keywords
Du solltest relevante Suchbegriffe in den Titeln, Überschriften und Texten auf deiner Website oder auf den entsprechenden Profilen nutzen. Stelle sicher, dass diese Keywords in einer natürlichen Menge und nicht zu häufig verwendet werden, da dies als “Keyword-Spamming” angesehen werden kann und ihre Website abgestraft werden kann.
Auf deiner Website gilt als Faustformel: Schreibe deine Texte für deine Leser:innen und nicht für Google – so kannst du dafür sorgen, dass die Texte nicht zu gekünstelt wirken. Außerdem kannst du dich, wenn du WordPress nutzt, von Plug-ins wie Rank Math oder Yoast SEO unterstützen lassen.
Inhalte
Achte darauf, dass die Inhalte auf deiner Website von hoher Qualität, relevant und aktuell sind. Google bevorzugt nämlich Websites, die regelmäßig neue und nützliche Inhalte bereitstellen. Deshalb lohnt es sich auch schon mal, einen schon bestehenden, gut laufenden Blogartikel zu überarbeiten oder z.B. durch Videos oder Podcasts zu ergänzen.
Onpage Optimierung
Du solltest die Meta-Tags wie Title und Description optimieren. Das sind die Bereiche, die bei der Google Suche in den Ergebnissen als erstes sichtbar sind. Diese sollten gut lesbar und beschreibend für die Inhalte sein. Verwende außerdem Alt-Attribute für Bilder, um diese beschreibend und informativ zu machen. Achte auf eine sprechende Bezeichnung deiner Bilder.
Verlinkung
Google mag qualitativ hochwertige Backlinks von anderen Websites. Du solltest diese unbedingt in deine Texte einbauen, weil es Google hilft zu verstehen, dass deine Website von anderen als nützlich und vertrauenswürdig angesehen wird.
Technical SEO
Du solltest eine Technologie für deine Website nutzen, die den technischen Anforderungen von Google entspricht. Dazu gehören z.B. auch die Optimierung der Ladezeiten und die mobile Optimierung deiner Website.
Nutzerverhalten
Google bewertet auch das Verhalten der Nutzer auf deiner Website. Nutzer, die länger auf deiner Website verweilen und mehrere Seiten besuchen, signalisieren Google, dass deine Inhalte relevant und nützlich sind. Achte also darauf, dass du eine sinnvolle Benutzerführung auf deiner Website hast.
Neben den klassischen Suchmaschinen ergibt es durchaus auch Sinn, auf Spezial-Suchmaschinen für das Online-Marketing zu setzen. Überlege dir also, für welche Plattformen du deine Inhalte optimieren möchtest.
Wenn du unsicher bist, auf welche Kanäle du setzen solltest, dann ist vielleicht mein 10-Wochen-Programm „Alles im Griff“ das Richtige für dich – dort schauen wir uns genau an, welche Marketingaktivitäten du bisher vorgenommen hast, welche faktisch und energetisch sinnvoll für dich sind und auf welche Marketingaktivitäten du deinen Fokus setzen solltest.
Ob ein Blog oder eher ein Podcast für dich, dein Marketing und dein Business die richtige Content-Art ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Wichtig ist aber zunächst, dass du Gemeinsamkeiten sowie Vor- und Nachteile der beiden Content-Arten verstehst und auf dein Marketing und dein Business übertragen kannst.
Podcast-Episode zum Blogartikel: Blog oder Podcast – Was ist die beste Content-Art für dich?
Gemeinsamkeiten zwischen Blog und Podcast
Zunächst denkt man vielleicht, dass Blog als schriftliche Content-Art und Podcast als auditive Content-Art nicht viel gemeinsam haben, aber dem ist gar nicht so:
Beide Content-Arten gehören zum Basis-Content und brauchen Zeit
Du weisst vielleicht inzwischen, wieviel Wert ich auf Content-Marketing lege.
Der Grundstock für das Content-Marketing ist der Basis-Content und sowohl Blogartikel als auch Podcast-Episoden gehören dazu.
Beide Content-Arten brauchen Zeit, bis sich die in sie investierte Arbeit auszahlt. Das Dranbleiben wird aber belohnt, denn das regelmäßige Produzieren des Content zahlt sich garantiert dank Google aus.
Noch ein riesiger Vorteil davon, überhaupt Basis-Content zu erstellen: Du brauchst dir keinen Gedanken zu machen, worüber du auf Social Media Kanälen sprichst und was du im Newsletter schreiben sollst.
Du hast den ganzen Content schon vor dir liegen, wenn du Blogartikel schreibst oder Podcast-Episoden produzierst. Content-Recycling ist das Schlagwort.
Mehrwert und Informationen bieten
Sowohl über den Blog als auch über den Podcast hast du die Möglichkeit, Mehrwert und Informationen zu transportieren.
Du hilfst den Leser*innen bzw. Hörer*innen dabei, mit deinem Content kleinere Probleme zu lösen und einfach an Tipps zu einem gewünschten Thema zu kommen.
Kostenloser Content zur Verfügung stellen
Sowohl Blogartikel als auch Podcast-Episoden sind Content Arten, die du grundsätzlich kostenlos zur Verfügung stellst. Zwar gibt es auch die Möglichkeit, diesen Content hinter Bezahlschranken zu verbergen, dies ist jedoch nicht der Regelfall.
Deine Zielgruppe soll die Möglichkeit haben, dein Wissen ohne Bezahlung konsumieren zu können. Dabei ist es aber dennoch sinnvoll, im Rahmen des kostenlosen Contents auf Bezahlangebote aufmerksam zu machen.
Jede Content-Art braucht Zeit
Natürlich brauchen beiden Content-Arten Zeit. Weder ein Blogartikel noch eine Podcast-Episode sind schnell erstellt. Plane dir also immer genügend Zeit für die Erstellung deines Basis-Contents ein.
Mein Tipp: Nutze einen Redaktionsplan, um deinen Basis-Content frühzeitig zu planen und die Übersicht zu behalten.
Und je öfter du Blogartikel schreibst oder Podcast-Episoden aufnimmst, desto schneller und einfacher geht es dir von der Hand.
Beide Content-Arten sind zu 80% Handwerk. Und das kann erlernt und trainiert werden.
Expertise zeigen und Vertrauen aufbauen
Sowohl der Blog als auch der Podcast bieten dir eine hervorragende Möglichkeit, deine Expertise zu zeigen und Vertrauen zu deiner Zielgruppe aufzubauen.
Du setzt dich mit deinem Thema schriftlich bzw. in Audios auseinander und zeigst so, dass du weißt, worüber du sprichst.
Im besten Falle werden dein Blog oder dein Podcast insgesamt zu einer Fundstelle an Informationen für potenzielle Kund*innen von dir, so dass sie deine Website immer wieder besuchen.
Platz für deine Handlungsaufforderungen (CTA – Call to Action)
Sowohl Blogartikel als auch Podcast-Episoden bieten Platz für sogenannte Call to Action (CTA), also Handlungsaufforderungen für deine Leser*innen oder Zuhörer*innen.
Wichtig ist aber, dass du sie nicht mit CTAs zuwirfst, sondern du dir jeweils nur eine Handlung überlegst, die sie im Anschluss vornehmen sollen, z.B. den Eintrag in das Newsletter-Anmeldeformular oder die Buchung eines kostenlosen Gesprächs mit dir.
Unterschiede sowie Vor- und Nachteile der Content-Art Blog und der Content-Art Podcast
Wo es Gemeinsamkeiten gibt, da gibt es auch Unterschiede. Und die möchte ich dir im folgenden aufzeigen.
Aufgrund der Unterschiede kannst du nämlich auch feststellen, welche Content-Art sich für dich vielleicht besser eignet.
Auge vs. Ohr
Der wohl augenscheinlichste Unterschied ist der Sinn, mit dem der Content konsumiert wird. Während du beim Blogartikel die Leser*innen ansprichst, sind es bei Podcast-Episoden Menschen, die lieber Content anhören.
Ein Blogartikel kann relativ schnell konsumiert werden. Die meisten Menschen überfliegen Blogartikel sogar nur. Das macht die Content-Art Blog zu einer spannenden Möglichkeit, deinen Kund*innen schnelle Lösungen zu präsentieren.
Bei Google werden auch eher Blogartikel als Lösung auf eine Frage angezeigt, weil Google den Inhalt der Blogartikel liest und so die richtigen Lösungen relativ leicht zur Verfügung stellen kann.
Bei Podcast-Episoden geht es weniger um punktuelle Lösungen, weil diese sich im gesprochenen Wort schlechter auffinden lassen.
Deshalb ist es wichtig, dass du Podcast-Episoden relativ ausführliche Shownotes hinzufügst, um Google die Analyse deines Contents zu erleichtern.
Die Vor- und Nachteile vom Blog als Content-Art
Zunächst möchte ich dir die Vor- und Nachteile von einem Blog als Content-Art vorstellen.
Vorteile eines Blogs
Um einen guten Blogartikel zu schreiben, brauchst du lediglich ein Textprogramm, eine Website und ein bisschen technisches Verständnis, um den Text und die Bilder einzufügen.
Der Vorteil von Texten bzw. Blogartikeln ist also, dass es eine kleinere Hürde beim Erstellen gibt. Du brauchst nicht viel Technik und kannst quasi immer und überall deine Gedanken festhalten und daraus einen Artikel erstellen.
Es gibt einige Grundregeln, die du bezüglich Suchmaschinenoptimierung beachten solltest, aber ansonsten brauchst du weder besonders viel Kreativität noch spezielle andere Skills.
Ein Text bietet sich also in Bezug auf SEO an und ist -sofern er gut formatiert ist- schnell konsumierbar. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund wichtig, dass Menschen Scanner sind und schnell konsumieren möchten.
Außerdem bietet sich Text immer dann an, wenn du z.B. Schritt-für-Schritt-Anleitungen darstellen möchtest.
Nachteile eines Blogs
Nachteil des Medium Text ist sicher, dass die Menschen deinen Text in der Regel nur scannen, d.h. sie erfassen deinen Text nicht vollständig vom ersten bis zum letzten Wort.
Außerdem bedeutet Text auch immer Bildschirmzeit und dafür müssen die Kunden aktiv auf einen Bildschirm (PC, Laptop, Tablet oder Smartphone) schauen.
Text hat auch den Nachteil, dass er -wenn er nicht klar formuliert ist- missverstanden werden. Gutes Texten ist schwer und benötigt Übung und Feedback, das sollte man sicher nicht unterschätzen.
Die Vor- und Nachteile von Podcast als Content-Art
Auch der Podcast hat als Content-Art seine Vor- und Nachteile.
Vorteile eines Podcasts
Der große Vorteil von Podcast ist die Stimme. Mit einer Stimme kann man Informationen, Gefühle, Stimmungen transportieren und so den Zuhörer beeinflussen und mitnehmen. Mit der Stimme ist man also näher beim Kunden – deshalb sage ich auch immer, dass ein Podcast „Durch das Ohr in den Kopf und ins Herz“ geht.
Das erleichtert natürlich auch den Kontakt und die Beziehung zum Kunden und man zieht einen Menschen schneller „auf seine Seite“.
Ein weiterer großer Vorteil ist, dass es sich beim Podcast um ein passives Medium handelt, das heißt der Zuhörer muss nichts weiter tun, als den gewünschten Podcast einzuschalten und kann sich dann zurücklehnen und die Show genießen. Oder dabei Auto fahren, Sport treiben, die Wohnung putzen. Jedenfalls braucht es für den Konsum des Inhaltes keine direkte aktive Handlung.
Nachteile eines Podcasts
Ein Nachteil des Podcast ist die höhere Einstiegshürde gegenüber der Textform, also dem Blog.
Die meisten Menschen mögen ihre Stimme nicht, sie scheuen die Technik, die mit der Erstellung eines Podcast verbunden ist (aufnehmen, schneiden, verarbeiten) oder sie haben Angst, sich wegen des Equipments in Unkosten zu stürzen.
Bei der Erstellung von Podcast-Episoden brauchst du ein bisschen mehr technisches Verständnis, auch wenn es nicht so schwierig ist, wie man oft hört.
Du kannst deine Episoden mit einem kostenfreien Programm wie Audacity (für Windows) oder Garageband (für Mac) aufnehmen und auch damit schneiden. Letzteres solltest du dir vielleicht mal zeigen lassen.
Ansonsten brauchst du die Podcast-Episoden nur noch bei einem Hoster deiner Wahl wie z.B. Podigee hochladen, Shownotes verfassen und das wars.
Es ist also ein bisschen komplizierter als Blogartikel schreiben.
Ein weiterer Nachteil dürfte auch sein, dass man keinen direkten Call-To-Action integrieren kann, deshalb sind zusätzlich gute ShowNotes und etwaige Angebote für 0,00 € wichtig.
Podcast-Episode #101: Pro und Contra Podcast – ist Podcast das richtige Medium für dich?
So findest du heraus, ob ein Blog oder Podcast die richtige Content-Art für dich sind
Nachfolgend möchte ich dir noch ein paar Ideen mitgeben, wie du herausfindest, ob ein Blog oder Podcast die richtige Content-Art für dich ist
No. 1 Hast du eher Lust zu schreiben oder deinen Content einzusprechen?
Die Frage klingt vielleicht zu profan, um sie so zu stellen. Aber in erster Linie ist es natürlich wichtig, wozu du mehr Lust hast – schreiben oder reden.
Ich glaube, dass jeder Mensch eine Tendenz hat, ob er sich mit Sprache oder Schriftsprache wohler fühlt. Horche mal in dich hinein, was dich eher anspricht, womit du dich wohler fühlst.
No. 2 Welche Content-Art gefällt dir für dein Business besser?
Du kannst das – und zwar unabhängig von den technischen und planerischen Voraussetzungen, die zum Start eines Podcast zu erfüllen wären – herausfinden, in dem du dir selbst überlegst, ob du Lust hast, alle ein bis zwei Wochen über ein Thema, welches dir am Herzen liegt, zu sprechen. Reizt es dich, von dir und deinem Business zu erzählen?
Wenn du dich mit anderen Menschen triffst, hast du dann immer das Bedürfnis, zu erzählen, was du machst und was deine persönliche Mission ist?
Das sind schon hervorragende Anzeichen dafür, dass Podcast ein gutes Medium für dich und dein Business sein könnte.
Falls dem aber nicht so ist und du dich mit einem Schrift-Medium wohler fühlst, vielleicht auch das Gefühl hast, dass du dich schriftlich besser ausdrücken kannst, dann nutze Blogartikel, um deinen Content zur Verfügung zu stellen.
Beides ist vollkommen okay. Wichtig ist nämlich, dass du dich mit der von dir gewählten Content-Art wohlfühlst – und zwar unabhängig davon, was im Moment als “die Content-Art” schlechthin und der neueste Trend verkauft wird.
Wenn du noch mehr Fragen haben möchtest, die dir bei der Beantwortung der Frage, ob Podcast der richtige Content für dich ist, helfen könnten, dann hole dir doch meine kostenlose Checkliste.Dort findest du zahlreiche Tipps rund um die Erstellung (d)eines eigenen Podcast.
No. 3 Welche Content-Art mögen deine Wunschkunden?
Eine Liebe zu Blog oder Podcast bringt dir wenig, wenn deine potenziellen Kunden diese Content-Art nicht gerne konsumieren.
Du überlegst, einen Podcast zu erstellen? Dann ist Grundvoraussetzung, dass das Medium Podcast für dein Business überhaupt funktionieren kann.
Du weißt nicht, ob deine Kunden Podcast mögen oder lieber einen Blogartikel von dir lesen?
Frag sie! Nutze deine Facebook-Seite und mach eine Umfrage, ob sie lieber Podcast hören möchten oder Blogartikel lesen.
Oder schreibe einen Newsletter zu dieser Frage und lass dir mit den Gedanken deiner Abonnenten bei der Entscheidung helfen.
Und wenn du ganz mutig bist, das Ergebnis nicht eindeutig in Richtung Blog oder Podcast geht und du einfach Lust auf die eine oder anderen Content-Art hast, dann probiere es aus.
Das war mein Weg
Wenn mir jemand vor 3 Jahren gesagt hätte, dass ich mal gerne Blogartikel schreibe oder Podcast-Episoden aufnehme, ich hätte ihn lauthals ausgelacht.
Aber das ist tatsächlich der Fall.
Angefangen habe ich Ende 2019 mit Blogartikel zu Pinterest und einige persönliche Artikel. Und dann habe zeitweise jede Woche einen neuen Blogartikel veröffentlicht.
Im Mai 2021 habe ich dann meinen eigenen Podcast “Pin Your Podcast” gelaunched und gemerkt, dass mir das Sprechen über “mein Thema” sehr viel Spaß macht. Es fällt mir leicht, über Dinge zu sprechen, die mich interessieren. Diesen Podcast habe ich im Oktober 2021 eingestellt, weil ich mich thematisch in meinem Business umorientiert habe.
Inzwischen schreibe ich über die Themen Online-Marketing und Business und habe einen neuen Podcast “ALLES IM GRIFF im Online Marketing” seit Mai 2022. Ende offen.
Ich habe auch gemerkt, dass Blogartikel schreiben nichts mit dem zu tun hat, was ich mal im Deutschunterricht gelernt habe. Vielmehr handelt es sich um Handwerk und weniger um eine total-kreative Leistung.
Je öfter ich schreibe und auch Podcast-Episoden produziere, desto schneller geht es mir von der Hand.
Inzwischen veröffentliche ich alle 14 Tage einen Blogartikel und jede Woche eine neue Podcast-Episode.
Mir ist es wichtig, meinen Wunschkundinnen sowohl “schnell konsumierbaren” schriftlichen Content zur Verfügung zu stellen als auch sie einzuladen, sich den Content auf die Ohren zu holen und z.B. beim Putzen, Spazierengehen oder sonstigen Aktivitäten konsumieren zu können.
Fazit
Es gibt nicht das eine Medium, das besser ist als alle anderen!
Am allerbesten wäre es, wenn du eine Content- bzw. Mediummischung nutzen würdest, also sowohl die Leser als auch die Zuhörer und die Zuschauer ansprechen würdest.
Wenn du dich für eine solche Contentmischung entscheidest, dann starte aber nicht mit beiden Möglichkeiten gleichzeitig, sondern mit einem Medium und perfektioniere dieses.
Dann nimmst du dir das nächste Medium vor.
Wichtig ist aber vor allem, dass du dir genau anschaust, was zu dir und deinen Wunschkunden passt, mit welchem Medium du die meisten Leute „abholen“ kannst und auch, was dir einfach Spaß macht.
Denn nur, was dir auch Spaß macht, kannst du mit der notwendigen Regelmäßigkeit und Qualität anbieten – und das sollte Priorität haben!
Falls du zu diesem Blogartikel oder zu Podcast speziell noch Fragen hast, dann kontaktiere mich gerne. Das geht entweder über ein kostenloses Erstgespräch oder du nutzt einen der zahlreichen sozialen Kanäle, dich mit mir zu vernetzen. Ich freue mich drauf!
Ursprünglich wollte ich “mal eben” einen Blogartikel darüber schreiben, wie man Prioritäten richtig in seinem Business setzen kann. Doch dann wurde das Thema irgendwie immer größer und vor allem immer spiritueller. Und sicher kann man ein “Riesenfass” aufmachen, was das Thema Prioritäten richtig setzen im Business angeht. Das möchte ich aber an dieser Stelle nicht. Lieber möchte ich dir 3 handfeste Tipps geben, wie du es schaffst, bei deinen täglichen Aufgaben deine Prioritäten richtig im Business zu setzen. Ohne viel drumherum. Los geht’s!
Podcast-Episode zum Blogartikel: Prioritäten richtig setzen im Business – so geht’s
Prioritäten richtig setzen – was bedeutet das eigentlich?
Zunächst einmal muss der Monk in mir ein bisschen ausholen, denn korrekterweise dürfte es nicht lauten, dass man “Prioritäten” setzt. Warum nicht?
Priorität (lateinisch prior ‚der Vordere‘) bezeichnet im Allgemeinen den Vorrang einer Sache. Dabei kann der Rang sich aus der zeitlichen Reihenfolge von Ereignissen ergeben (Dringlichkeit) oder umgekehrt eine Reihenfolge aufgrund einer Bewertung (Priorisierung) festgelegt werden [Quelle: Wikipedia]
Und da der Vorrang eben nur einer Sache zugebilligt werden kann, gibt es auch nur eine Priorität und nicht mehrere Prioritäten. Aber ich möchte nicht so kleinlich sein und/oder nur noch von Rangliste oder Reihenfolge sprechen.
Deshalb werde ich in diesem Blogartikel einfach darüber berichten, wie es ganz leicht geht, dass du deine wichtigsten Prioritäten im Business setzt. Dafür braucht es nämlich nur ein paar Grundregeln, die du beachten darfst.
Prioritäten setzen bedeutet nämlich, dass du darüber entscheidest, was als nächstes in deinem Business zu tun ist. Nicht dein Partner, nicht deine Kinder, nicht die Umstände sondern du selbst. Natürlich sollst du jetzt deine Family und auch deine Freizeitaktivitäten nicht außer acht lassen. Aber die Entscheidung an sich, welche Prioritäten du setzt, die triffst du. Das ist ein Privileg, was wir als Selbständige und Unternehmerinnen haben.
Ich glaube, dass es einen großen Unterschied macht, wenn wir das Prioritäten richtig setzen im Business nicht (nur) als Belastung empfinden sondern als Chance, unser Business und unser Leben selbst zu gestalten.
So schaffst du es, die Prioritäten RICHTIG zu setzen
“Ich schaffe es einfach nicht, meine Prioritäten (richtig) zu setzen.”
Diesen Satz höre ich ganz häufig von meinen Kundinnen. Fast allen geht es so, dass sie aufgrund der Vielzahl der Aufgaben, die täglich zu erledigen wären, überfordert sind, Entscheidungen zu treffen.
Wie bekommst du es denn jetzt hin, dir jeden Morgen zu überlegen, was wichtig ist und was wirklich wirklich wirklich dringend erledigt werden sollte? Wie kannst du feststellen, warum die eine superwichtige Aufgabe den Vorzug vor der anderen superwichtigen Aufgabe bekommen sollte?
Hier findest du die drei Tipps, die dazu führen, dass du es schaffst, deine Prioritäten richtig zu setzen. Ohren und Stifte gespitzt!
Tipp 1: Du gehst vor – mache dich zur absoluten Priorität!
Bei dem Tipp denkst du dir jetzt vielleicht: Laaaaaaaangweilig. Oder du denkst: Hääh, was hat das jetzt mit Prioritäten setzen im Business zu tun?
Naja, wer ist die wichtigste Person in deinem Business? Du! Wenn es dir nicht gut geht, du nicht “funktionierst”, du nicht arbeiten kannst oder mit deinen Gedanken ganz woanders bist, dann wird es dir auch schwer fallen, die täglichen Aufgaben in deinem Business zu erledigen.
Das mag vielleicht ein bisschen nach Binsenweisheit klingen. Aber wenn du ganz ehrlich bist und in dich hineinhorchst: Wie oft schreibst du auf deine To Do-Liste “In Ruhe Kaffee trinken”, “Mittagsspaziergang” oder “10 Minuten ausruhen”? Genau… and here we are!
Mögliche Fallen: Haushalt & Freizeit
Eine mögliche Falle, in die ich leider auch ab und zu tappe ist, sich nicht genug Erholungszeit zu gönnen. Da wird in jeder Minute, in der man nicht arbeitet, etwas anderes “wichtiges” erledigt. Aufgeräumt, sauber gemacht, Wäsche gewaschen, ein möglichst toller Ausflug mit den Kindern geplant, etc.
Da spielt ganz viel Mindset mit rein und (zumindest kann ich das für mich behaupten): Glaubenssätze. Vielleicht kennst du ja auch so Sätze oder bist wie ich damit aufgewachsen:
“Erst die Arbeit, dann das Vergnügen”
“Ohne Fleiß kein Preis”
“Wenn es bei mir nicht ordentlich ist, dann habe ich mein Leben nicht im Griff”
Die Erholung hat dabei keine Priorität, sondern Dinge, von denen man meint, sie müssten jetzt erledigt werden. Horch da mal in dich rein – ist das wirklich so? Ist dir gerade wichtiger, dass auf dem Schrank keine Staubflocken liegen, als dass du mal 10 Minuten in Ruhe einen Kaffee auf der Couch trinken kannst?
Durchatmen. Auftanken.
Mindset-Shift: Humankapital
Einen Mindset-Shift in Sachen Prioritäten setzen im Business hat auch das Thema Humankapital bei mir bewirkt. Ich neige ja ein bisschen dazu, Themen aus anderen Wissensgebieten auf das Online-Business generell anzuwenden. Das konntest du auch im Blogartikel “Offene Gestalten und dein Online Business – das haben sie gemeinsam” feststellen, wo es um die Anwendung eines Prinzips aus der Gestaltpsychologie auf das Online-Business geht.
Aber was hat das jetzt mit Humankapital zu tun?
Nun, zum Humankapital gehört per Definition das in den Mitarbeitern verkörperte individuelle Humankapital: Hierunter sind die Fähigkeiten, Fertigkeiten, Wissen, Erfahrung, Motivation und Innovationsfähigkeit der Mitarbeiter zu fassen, aber auch die Gesundheit als Voraussetzung für körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.
Und gerade bezüglich des letzten Punktes “…die Gesundheit als Voraussetzung für körperliche und geistige Leistungsfähigkeit” sind wir wieder bei der Prioritätensetzung.
Wenn du dich als wichtigen oder sogar wichtigsten Punkt in deinem Business siehst, was vor allem der Fall sein wird, wenn du Solopreneurin bist, dann bist du das Humankapital. Und zwar mit all deinen Fähigkeiten, Fertigkeiten, Wissen, Erfahrung, Motivation und Innovationsfähigkeit. Und zwar in dem Rahmen, in dem es deine Gesundheit zulässt.
Prioritäten im Business setzen heißt also in erster Linie, auf dich und deine Gesundheit aufzupassen und für dich zu sorgen.
Tipp 2: Überblick behalten, um Prioritäten richtig setzen zu können
Der zweite Tipp ist nicht minder wichtig, denn ohne ihn funktioniert es nicht, die richtigen Prioritäten im Business setzen zu können.
Du musst dir einen Überblick über dein Business verschaffen und diesen Überblick auch behalten (können).
Überblick verschaffen
Zunächst ist es aber wichtig, dass du dir einen Überblick verschaffst. Nur wenn du weißt, was gerade der status quo in deinem Business ist, kannst du auch richtige Entscheidungen treffen.
Zum status quo zählen dabei alle wichtigen Säulen deines Business, z.B.:
Administration
Buchhaltung
Angebote
Marketing mit
Website
Content-Marketing
E-Mail-Marketing
Technik & Tools
Über all’ diese Punkte solltest du dir zunächst einen Überblick verschaffen und zu jeder Zeit genau wissen, was der nächste Schritt in deinem Business ist. Was möchtest du erreichen? Welches Ziel hast du im Visier?
Extra-Tipp: Alles im Griff?!
In “Alles im Griff – Das Programm” machen wir übrigens genau das: Wir verschaffen uns zunächst einen Überblick über den status quo in deinem Business und erarbeiten dann einen Fahrplan für deine Marketing-Aktivitäten. Schluss mit Marketing-Überforderung, die dir nichts bringt außer volle To Do-Listen. Falls dich das interessiert, kannst du dir hier alle Informationen zum „Alles im Griff-Programm“ ansehen.
Hast du den Überblick und den Fahrplan für dein Business, dann kannst du auch Prioritäten setzen!
Tipp 3: Jeden Tag entscheiden, was wirklich wichtig ist
Wenn du versuchst, mit einer klassischen To Do-Liste Prioritäten zu setzen, dann wirst du vermutlich scheitern. Eine klassische To Do-Liste ist ja eine Ansammlung aller Aufgaben, die du aktuell in deinem Business zu erledigen hast bzw. zu erledigen hättest.
Diese To Do-Liste ist unendlich. Wenn du eine Aufgabe erledigst, kommen direkt drei neue dazu. Deshalb brauchst du eine Möglichkeit, wie du deine täglichen Aufgaben priorisieren kannst.
Wenn du Prioritäten im Business setzen willst, dann musst du das jeden Tag auf’s neue tun. Dabei solltest du immer von dem großen Ganzen ins Kleine denken.
Vom Großen ins Kleine denken – so geht’s
Was ich meine: Welches große Projekt hast du gerade oder welches Angebot willst du verkaufen? Was musst du erledigen, um das Projekt voranzutreiben oder das Angebot zu verkaufen. Ein Beispiel, vereinfacht dargestellt:
Ich möchte mein Angebot “Alles im Griff – Das Programm” verkaufen.
Dafür sollte ich
die Website vorbereiten mit Landingpages & Co.
regelmäßig passende Blogartikel schreiben
ein Angebot für 0,00 € entwickeln, was zu „Alles im Griff“ passt
in Social Media Posts für das Thema sensibilisieren
regelmäßig Newsletter schreiben usw.
Für die Content-Teile habe ich einen festen Zeitplan, d.h. immer Donnerstags bekommen meine Newsletter-Abonnent*innen meine Strukturpost. Alle zwei Wochen donnerstags veröffentliche ich einen neuen Blogartikel.
Außerdem gibt es ein passendes Angebot für 0,00 € zu meinem Angebot “Alles im Griff – Das Programm”, die Ziele-Liste. Für diese Ziele-Liste habe ich bereits die entsprechenden Webseiten wie Landingpage, Fast-Fertig- und Dankeseite sowie eine Automation erstellt, mit dem ich die Ziele-Liste ausliefere und mit der Begleit-E-Mails versendet werden.
Nun möchte ich zunächst dieses kostenlose Angebot„Ziele-Liste“ vermarkten, damit sich mehr Menschen in meine Newsletter-Liste eintragen und ich dann ab Herbst auf mein Angebot, nämlich das 10-Wochen-Programm “Alles im Griff” aufmerksam machen kann.
Das große Ganze ist also die Promotion von Alles im Griff. Einen Teil der Unteraufgaben dazu habe ich schon erledigt, weil sie für mich Priorität hatten. Nun ist es wichtig, dass ich Blogartikel schreibe, dort auf mein Angebot für 0,00 €, also die Ziele-Liste, aufmerksam mache und regelmäßig Newsletter versende.
Dauer – Prioritäten im Business
Die Rangfolge meiner To Do’s sehen deshalb so aus:
Thematisch passende Blogartikel schreiben (mit Unteraufgaben Text erstellen, Grafiken erstellen, Text einpflegen, Veröffentlichung, Content-Recycling für Social Media)
Podcast-Episoden erstellen (mit Hinweis auf die Ziele-Liste)
Newsletter schreiben, in denen ich wertvolle Tipps zum Blogartikel-Thema und zum Online-Marketing generell gebe
Von diesen “Marketing-Grundaufgaben” rund um das Angebot “Alles im Griff” fließen jeden Tag Teilaufgaben auf meine Ziele-Liste bzw. in meine 1-Minute-To-Do-Liste in Trello.
Tägliche Prioritäten hinzufügen
Außerdem gibt es jeden Tag noch weitere kleine Aufgaben, die wichtig sind, z.B.
Kunden-Sachen (keine Termine! Die gehören in den Kalender)
Social Media-Aktivitäten (kommentieren und posten)
Administrative Aufgaben
Überarbeitung weiterer Angebote, die gerade keine Priorität haben
Der Trick ist, dass du jeden Tag neu entscheidest, was heute wichtig ist – und zwar ohne dass du das große Ganze aus den Augen verlierst. Vom Großen zum Kleinen deine Aufgaben in machbare Häppchen unterteilen. Das ist deine (Haupt-) Aufgabe in deiner Selbständigkeit und in deinem Business. Und auch zu entscheiden, bestimmte Dinge nicht zu tun.
So fallen bei mir als erstes die Social Media Aktivitäten raus, wenn es sich zeitlich nicht ausgeht. Das deshalb, weil ich eine große Freundin von Suchmaschinen und nachhaltigem Content bin. Ein Beitrag auf Social Media verschwindet innerhalb kürzester Zeit. Ein Blogartikel gewinnt mit der Zeit an Fahrt. Deshalb setze ich meine Priorität immer (!) auf suchmaschinenrelevanten Content.
Die Ziele-Liste
Ich habe dir ja schon angedeutet, dass ich die Ziele-Liste für das beste Tool halte, um deine täglichen To Do’s zu priorisieren. Wenn du magst, dann kannst du sie dir hier für 0,00 € sichern und ausprobieren, ob sie für dich einen ähnlichen Game-Changer darstellt, wie für mich.
Ich bin mir ziemlich sicher: So schaffst du es, in deinem Business Prioritäten zu setzen.
Die Zielgruppe festlegen? Den Wunschkunden definieren? Sowas brauche ich nicht. Und außerdem will ich mich nicht einschränken lassen. Ich kann mit meinem Angebot jedem helfen! Arrrrgh da rollen sich mir ein kleines bisschen die Zehennägel auf. Stimmt das wirklich, dass du mit deinem Angebot JEDEM helfen kannst und ist es überhaupt sinnvoll, das auch zu wollen? Warum also überhaupt einen Wunschkunden definieren?
Versteh mich nicht falsch, ich habe am Anfang genau so gedacht – oder fast. Ich bin als Virtuelle Assistentin für Podcast Service, Pinterest Marketing und Backoffice gestartet. Ungefähr einen Monat lang. Dann war mir schon klar, dass die Dinge wenig miteinander zu tun haben und ich wahrscheinlich auch ganz unterschiedliche Menschen ansprechen will und sollte, nämlich
den coolen Podcaster, der seine Episoden geschnitten haben will,
die Selbständige, die Pinterest nutzen will, um Traffic auf ihre Website zu bringen und
gefühlt alle anderen, denn Backoffice „fällt ja bei jedem an“.
Das hat sich ca. einen Monat angefühlt wie eine sichere Bank. Denn ist es taktisch klug, sich bei der Zielgruppe oder dem Wunschkunden einzuschränken? Muss das überhaupt sein? Und was genau ist der Unterschied zwischen einer Zielgruppe und einem Wunschkunden. Wie definiert man den Wunschkunden richtig? Das alles erfährst du in dieser Anleitung.
Hinweis: Auch wenn ich viel davon halte, in meinen Texten grundsätzlich zu gendern, habe ich mich für diesen Artikel entschieden, von „dem Wunschkunden“ zu sprechen.
Podcast-Episode zum Blogartikel: Wunschkunden definieren leicht gemacht
Du möchtest dir lieber eine Podcast-Episode zum Thema anhören? Dann bitte hier lang:
Kenne deinen Wunschkunden
Wofür ist es denn überhaupt wichtig, seine Zielgruppe oder seinen Wunschkunden zu kennen und worin bestehen die Unterschiede zwischen Zielgruppe und Wunschkunde?
Wenn du dir überhaupt keine Vorstellung über deine Zielgruppe oder deinen Wunschkunden machst, dann führt das dazu, dass du mit großer Wahrscheinlichkeit mit deinem Marketing eine Bruchlandung hinlegst.
Die Chancen, dass du dann
entweder nur von deinen Wünschen und Vorlieben ausgehst (statt denen deiner Kunden) oder
einfach alles und jeden ansprechen willst, weil das könnten ja alles potentielle Kunden sein
sind einfach zu groß.
Dein Marketing ist ungenau, du benutzt nicht die Worte und Ausdrücke, die deine Kund*innen nutzen würden und dein hart erarbeiteter Content verpufft einfach so und deine Angebote werden nicht wahrgenommen.
Wenn du wissen möchtest, wie du Angebote richtig erstellen kannst im Online-Business und warum kein Angebot auch keine Lösung ist, dann schau gerne in diesen Blogbeitrag. Dort erläutere ich dir genau, worauf du bei der Erstellung von Angeboten achten solltest.
Zielgruppe oder Wunschkunde – was ist der Unterschied?
Was ist denn aber eigentlich der genaue Unterschied zwischen einer Zielgruppe und einem Wunschkunden und wie wirkt sich das auf deine Kommunikation aus?
Per Definition ist eine Zielgruppe die “Gesamtheit aller effektiven oder potenziellen Personen, die mit einer bestimmten Marketingaktivität angesprochen werden sollen.” [Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon]. Zielgruppen sind also z.B. Frauen oder Männer, Nutzer bestimmter Medien, Veganer oder Vegetarier, Mütter, Väter, Selbständige, Unternehmer, Angestellte.
Und ein Wunschkunde? Ein Wunschkunde, auch Kundenavatar oder Persona genannt, ist eine tatsächliche oder fiktive Person, die als Vorbild bzw. stellvertretend für eine ganze Zielgruppe für unser Marketing steht und genauer definiert wird hinsichtlich demographischer, soziographischer und weiterer Merkmale.
Kurz gesagt pickst du dir beim Wunschkunden eine Person aus deiner Zielgruppe heraus, definierst sie genauer und nutzt sie als “Ansprechpartner” für dein Marketing.
Warum ein Wunschkunde einer Zielgruppe vorzuziehen ist
Du merkst vielleicht selbst, eine Zielgruppe kann eine sehr große Anzahl von Menschen enthalten und sehr ungenau sein. Diese Zielgruppendefinition beschränkt sich nämlich klassischerweise auf folgende Kriterien:
Geografisch: Land, Region, Stadt, etc.
Demografisch: Alter, Geschlecht, Familienstand, etc.
Soziografisch: Einkommen, Bildungsstand, Berufstätigkeit, etc.
Selbst die Lieblingsantwort vieler meiner Kundinnen “Meine Zielgruppe sind selbständige Frauen zwischen 30 und 50, die [hier kommt ihr jeweiliges Thema rein] brauchen” macht es nicht sehr viel besser.
Beispiel
Um das Problem deutlicher zu machen, gibt’s hier ein kleines Beispiel zweier selbständiger Frauen zwischen 30 und 50:
Annika Perlbach, wohnhaft in Wipperfürth, Angestellte in Elternzeit und nebenberuflich selbständig, 35 Jahre alt, verheiratet, Mutter, Jahreseinkommen ca. 40.000 €. Annika ist naturverbunden und tierlieb. Sie geht in ihrer Mutterrolle komplett auf und bemüht sich jetzt in der Elternzeit auch noch ihr nebenberufliches Business zu wuppen. Sie will Mütter dabei unterstützen, gelassener im Mamaalltag zu bleiben. In ihrer Freizeit verbringt sie viel Zeit mit ihren zwei Kindern. Für Hobbies fehlt ihr tatsächlich die Zeit. Ihren Urlaub verbringt sie am liebsten in Deutschland an der Ostsee auf dem Campingplatz. Ihren Mann kennt Annika seit der Schulzeit. Sie sind seit 12 Jahren verheiratet und verbringen viel Zeit miteinander.
oder
Natascha Trunk, wohnhaft in München, Selbständige und Unternehmerin, 45 Jahre alt, verheiratet, Jahreseinkommen ca. 120.000 €. Natascha ist eine echte Macherin und mag es überhaupt nicht, wenn ihr Dinge nicht gelingen. In ihrer Freizeit reist sie gerne, spielt Tennis und trifft sich mit Freundinnen. Sie liebt es, mehrmals im Jahr auf Workations zu sein und ganz in ihrem Business aufzugehen. Da ihre Kinder inzwischen erwachsen sind, unternehmen sie und ihr zweiter Ehemann viele Reisen auch gerne in ferner Länder.
Das Problem der Zielgruppe
Du merkst vielleicht schon: Die Zielgruppe an sich kann also nicht wirklich gut dazu dienen, den richtigen Content und die perfekten Angebote zu erstellen, denn schon diese beiden fiktiven Personen sind trotz der geografischen, demografischen und soziografischen Vorgaben so unterschiedlich, dass man sie nicht zusammen in einen Topf werfen kann.
Da ist die Möglichkeit, sich einen Wunschkunden zu erstellen, schon sehr viel besser. Denn hier kommen noch weitere Merkmale außer der vorgenannten Kriterien hinzu, mit denen du deinen Wunschkunden definieren kannst, und zwar genauer als bei der Zielgruppe.
Solche Merkmale können sein
Interessen
Hobbies
Werte
Wünsche
Träume
Ängste
Lebensführung
Probleme und Fragen (hinsichtlich deines Angebots)
Wunschkunden definieren Schritt für Schritt
Jetzt geht es ins Eingemachte. Deinen Wunschkunden definieren, also der Person, mit der dir das Arbeiten richtig Spaß macht, Leben einzuhauchen, auch das sollte dir Spaß bereiten. Nimm dir Zeit dafür und mache es dennoch nicht zu schwierig. Wenn du bestimmte Merkmale nicht benennen kannst, ist das vollkommen okay.
Vielleicht hast du ja das große Glück und hast schon mit Personen gearbeitet, die deinem Wunschkunden ziemlich nah kommen. Dann notiere dir mal bestimmte Merkmale, die bei all diesen Personen aufgetreten sind. Auch das kann dir helfen, deinen Wunschkunden zu definieren. Solche Hinweis können z.B. sein:
wie war die Zusammenarbeit
wie haben sie auf Angebote reagiert
wie hat die Kommunikation funktioniert
was hast du als besonders angenehmen in der Zusammenarbeit empfunden
mit welchen Fragen sind sie auf dich zugekommen
welche Hoffnungen und Wünsche hatten sie
Und jetzt geht es darum, genau eine Person mit folgenden Merkmalen zu erstellen. Wichtig ist: Die Merkmale sollen dir als Hinweise dienen. Häng dich nicht zu sehr an einzelnen Punkten auf. Versuche aber dennoch, eine “konkrete Person” zu erschaffen.
Schnapp dir also gerne ein Blatt Papier und mach dir Notizen. Ersatzweise kannst du dir auch hier eine Vorlage für die Definition deines Wunschkunden herunterladen (bitte ausdrucken und handschriftlich ausfüllen – ich glaube an die Magie der Handschrift).
Name, Alter, Geschlecht, Familienstand
Zunächst fangen wir mit den “hard facts” an. Was ist das für eine Person, mit der du zusammenarbeiten möchtest? Gib ihr gerne einen Namen. Wie alt ist sie (keine Altersspanne), möchtest du lieber mit Frauen oder Männern zusammenarbeiten, ist dein Wunschkunde weiblich oder männlich (oder divers). Außerdem solltest du Informationen hinzufügen, welchen Familienstand die Person hat und ob sie Kinder hat (ggfs. in welchem Alter).
Wohnsituation, Finanzen, Beruf
Dann kümmern wir uns um Wohnort, Wohnsituation, die Finanzen und den Beruf. Schreib alles auf, was dir die Person näher bringt: Wie lebt dein Wunschkunde? Ist sie ein Stadtmensch oder lebt sie auf dem Land. Wie schaut ihre finanzielle Situation aus und welchen Beruf übt sie aus. Wie erfolgreich ist sie darin?
Interessen, Hobbies, Werte
Wir verlassen nun die klassische Zielgruppendefinition und kommen zu richtig spannenden Kriterien. Jetzt geht es ans Wunschkunden definieren anhand der kommenden Kriterien, z.B. welche Interessen, Hobbies und Werte dein Wunschkunde hat.
Achte hier insbesondere darauf, dass du keine Kopie von dir selbst niederschreibst (außer natürlich, du möchtest mit Menschen zusammenarbeiten, die 1:1 genauso sind, wie du selbst). Insbesondere bei den Werten können sich da ganz andere Dinge ergeben. Horch da in dich rein, was ihr wichtig sein sollte, damit sie dein Wunschkunde sein kann oder ob es auch Punkte oder Eigenschaften bzw. Werte gibt, die für dich ein “no-go” wären.
Wünsche, Träume, Ängste
Auch ein spannendes Thema beim Wunschkunden definieren, welches insbesondere auch bei der Erstellung deiner Angebote relevant wird: Welche Wünsche, Träume und Ängste hat dein Wunschkunde? Was treibt sie um. Wovon hätte sie gerne mehr, wovon weniger?
Welches konkrete Problem hat dein Wunschkunde?
Nun geht es darum, welches konkrete Problem die Person hat. Was könnte es für ein Thema sein, mit dem diese Person zu dir kommt. Bleib dabei nicht an der Oberfläche. Wenn dir dein Wunschkunde z.B. sagt, sie wünscht sich mehr Kund*innen, dann ist damit gemeint: Ich will mehr Umsatz machen. Schau also genau hin, ob die Person sich mehr von etwas wünscht (also z.B. Umsatz) oder weniger von etwas haben möchte (z.B. Gewicht verlieren).
Deinen Wunschkunden definieren bedeutet auch, konkret zu werden!
Warum bist du die richtige Person, um das Problem zu lösen?
Jetzt heißt es “Butter bei die Fische”: Dein Kundenavatar ist quasi fertig. Aber jetzt kommt die Frage aller Fragen: Warum bist du die richtige Person, um das Problem zu lösen? Warum soll oder kann dein Wunschkunde nicht zu jemand anderen gehen? Was ist dein sogenannter USP (unique selling point), also was macht dich besonders im Vergleich zu anderen Anbieterinnen. Schreib alles auf, was dir einfällt, warum du genau die richtige für den Job bist.
Unklar? Sprich mit den Menschen
Du kommst nicht so richtig weiter bei der Erstellung deines Wunschkunden? Ja das kann passieren, vor allem dann, wenn du noch nicht mit so vielen tollen Kund*innen zusammengearbeitet hast. Aber dafür gibt’s ja Möglichkeiten, sich umzuhören. Jedenfalls solltest du nicht raten, was die Menschen für Probleme haben.
Sprich mit den Menschen, nutze Umfragen (z.B. in deinem Newsletter) oder Interviews (diese Möglichkeit habe ich z.B. genutzt, um mein Angebot „Alles im Griff – Das Programm” zu erstellen). Geh in den Austausch und schreib dir alles auf, was die Menschen dir sagen. Das sind wertvolle Worte, die du dann z.B. auch bei der Contenterstellung oder bei der Angebotserstellung wiederverwenden kannst
Wichtiger Tipp bei der Definition deines Wunschkunden
Es gibt auch Stimmen die sagen, dass es nichts bringt, sich seinen Wunschkunden zu definieren, denn damit würde man sich quasi eine*n Kund*in backen, die es so nicht gibt.
Das ist isoliert betrachtet ein guter Einwand. Deshalb möchte ich dir zum Abschluss der Definition deines Wunschkunden noch einen Tipp mitgeben:
Dein Wunschkunde ist nicht in Stein gemeißelt und nur weil es jetzt diese Person gibt, heißt das nicht, dass du andere Personen, die von dieser Person abweichen, ausschließt. Dein Kundenavatar soll dir nur eine konkrete Vorstellung von deinen Wünschen vermitteln und dir insbesondere die Erstellung von Angeboten und Content erleichtern.
Aus eigener Erfahrung weiß ich nämlich, dass wenn du deinen Wunschkunden definiert hast und du z.B. Content in Form eines Blogartikels produzierst und dir dabei vorstellst, du würdest ihn für diese Person schreiben, du dich wahrscheinlich um einiges leichter tust, die richtigen Worte zu finden. Außerdem gibt es ja noch folgende Marketing-Weisheit:
Wer alle ansprechen will, spricht niemanden an!
Meine Wunschkundin ist Marie. Ich habe noch nie mit einer Marie zusammengearbeitet oder mit einer Person, die ganz genau Maries Merkmalen entspricht. Aber ich habe schon mit ganz vielen tollen Frauen zusammengearbeitet, mit denen ich jederzeit wieder zusammenarbeiten würde. Und all diese tollen Frauen machen Marie zu meiner Wunschkundin, denn ich überarbeite meinen Kundenavatar auch immer mal wieder. Und das solltest du auch tun.
Dadurch, dass ich meine Marie habe, fällt es mir viel leichter, Blogartikel wie diesen zu schreiben, also Content zu erstellen. Dazu zählen auch Posts auf Social Media oder mein wöchentlicher Newsletter. Ich stelle mir beim Schreiben diese eine fabelhafte Person vor, der ich mit meinem Content weiterhelfen will und kann. Deshalb ergibt es für mich schon Sinn, einen Wunschkunden zu definieren.
Nutze also deinen Kundenavatar als Möglichkeit, dir die Arbeit zu erleichtern, indem du mit diesem Kundenavatar eine klare Vorstellung kreierst. Lass dich nicht begrenzen sondern begreife die Definition deines Wunschkunden als Chance, den richtigen Content und die richtigen Angebote für genau die richtige Person zu erstellen.
Sobald man seine Unternehmensziele festgelegt hat, stellt sich auch die Frage, wie man denn diese Ziele und Wünsche für das eigene Business verwirklichen kann. Und welche Bestandteile es im Marketing dafür benötigt, welche konkrete Maßnahmen man also ergreifen muss, um die Unternehmensziele zu erreichen. Vielleicht struggelst du damit, wie du deine Ziele als Selbständige oder Unternehmerin verwirklichen kannst. Deshalb gebe ich dir heute einen Einblick in das Thema Marketing-Mix, die 4P des Marketing-Mix und erkläre dir, wie du deinen optimalen Marketing-Mix für dich finden kannst.
Falls du deine Unternehmensziele noch gar nicht festgelegt hast, schau gerne in den Blogartikel “Klarheit im Business”. Dort findest du hilfreiche Tipps dazu, welche Fragen du dir bezüglich deines Business und deiner Business-Ziele stellen solltest.
Der Blogartikel als Podcast-Episode: Die 4P des Marketing-Mix
Was versteht man unter einem Marketing-Mix?
Mit dem Marketing-Mix werden Marketingstrategien in konkrete Aktionen umgesetzt. Es handelt sich also um die konkreten Maßnahmen, mit denen du deine Unternehmensstrategie umsetzt. Diese Maßnahmen bilden den sogenannten Marketing-Mix, der sich klassischerweise aus den 4 Ps zusammensetzt.
Diese 4 Ps stehen für Marketinginstrumente, wie sie sich im Marketing durchgesetzt haben, und zwar product (Produktpolitik), price (Preispolitik), place (Distributionspolitik) und promotion (Kommunikationspolitik).
Ergänzt werden die 4 p von den “vier C”, englisch für Commodity (Waren), Cost (Kosten), Communication (Kommunikation) und Channel (Kanal) im 7Cs Compass Model. Diese Einteilung geht zurück auf Jerome McCarthy und wurde erstmals 1960 vorgeschlagen [Quelle: wikipedia].
Besonders für das Dienstleistungsmarketing werden von manchen Autoren weiter “Ps” wie z.B. people/personal, processes oder physical facilities hinzugefügt.
Hier soll es jedoch um die Grundbausteine, also um die „vier P“ (4P) gehen. Im Folgenden möchte ich dir die 4 Ps des Marketing-Mix genauer vorstellen und du bekommst eine Idee davon, wie du deinen optimalen Marketing-Mix findest.
Der Marketing-Mix setzt sich also aus den 4P des Marketings zusammen, Produktpolitik, Preispolitik, Distributionspolitik und Kommunikationspolitik. Die schauen wir uns jetzt mal genauer an:
product (Produktpolitik)
Bei dem product geht es um die Bedürfniserfüllung der Zielgruppe. Je besser deine Produkte oder Dienstleistungen sind, desto besser können die Bedürfnisse deiner Zielgruppe erfüllt werden.
Deine Aufgabe ist es also zunächst, das richtige Angebot für deine Zielgruppe zu finden. Das kannst du machen, in dem du deine Wunschkunden und Zielgruppe z.B. in Interviews befragst, welche Bedürfnisse sie haben und wie du ihnen am besten weiterhelfen kannst.
Entwickle dann ein perfekt auf deine Zielgruppe zugeschnittenes Angebot, welches ihre Bedürfnisse erfüllt und welches genau „den Nerv“ trifft, also ein Bedürfnis erfüllt oder einen Schmerz lindert.
price (Preispolitik)
Wenn du das passende Angebot entwickelt hast, solltest du es zu angemessenen Konditionen anbieten. Das ist mit Preispolitik gemeint. Mit der Preispolitik werden also die Verkaufspreise so festgelegt, dass möglichst hohe Gewinne erzielt werden können.
Das bedeutet, dass sowohl ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis angestrebt als auch eine möglichst hohe Gewinnmarge angestrebt werden sollte.
Das Ziel deiner Preispolitik sollte es also sein, für dein Business optimale Preise bezogen auf die Unternehmensziele festzulegen. Überlege dir deshalb genau, welchen Preis du für welches Angebot geltend machen möchtest.
Wichtig: Die finanziellen Möglichkeiten deiner Zielkunden sind nicht dein Problem!
place (Distributionspolitik)
Nachdem du Angebot, also Produkt oder Dienstleistung, und Preis festgelegt hast, geht es um den Vertrieb deines Angebotes. Mit dem Marketinginstrument place sind also die Aktivitäten gemeint, die nötig sind, damit das Produkt vom Produzenten zum Abnehmer gelangt.
Hierbei wird zwischen direktem Vertrieb, also persönlicher Direktverkauf oder E-Commerce, und indirektem Vertrieb mit ein oder mehreren Zwischenstufen unterschieden.
Wenn du Online-Unternehmerin bist, wird es sich bei dir in der Regel um direkten Vertrieb handeln, da du deine Angebote über persönlichen Direktverkauf bzw. Onlinehandel vertreiben wirst.
An dieser Stelle solltest du dir also überlegen, wie du deine*r Wunschkund*in deine Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung stellen kannst. Bei Onlinekursen kannst du z.B. Fremd-Plattformen nutzen wie Elopage oder Digistore oder auch einen eigenen Kursbereich auf deiner Website erstellen. Überlege, wie du es deine*m Wunschkund*in am leichtesten machst, auf dein Angebot zuzugreifen.
promotion (Kommunikationspolitik)
Jetzt wird es richtig spannend: Mit der promotion stellst du sicher, dass deine Zielgruppe weißt, dass dein Angebot existiert und deiner Zielgruppe ein Bedürfnis erfüllt bzw. einen Mehrwert liefert.
Mit der Kommunikationspolitik wird also Aufmerksamkeit für deine Angebote erzeugt, was auch online auf verschiedenen Wegen passieren kann:
Online-Marketing (Marketing-Maßnahmen, die online ausgeführt werden), wie z.B.
Websiteauftritt
E-Mail-Marketing
Suchmaschinenmarketing
Online-Werbung (Ads)
Affiliate-Marketing
Social-Media-Marketing oder Content-Marketing.
Je besser deine Kommunikationspolitik und damit die Promotion für deine Angebote, Produkte und Dienstleistungen ist, desto besser ist die Basis für das Kundenvertrauen und die Kundenzufriedenheit.
Ziel des Marketing-Mixes ist es also, den Kunden langfristig an dich zu binden. Das funktioniert vor allem dann gut, wenn die einzelnen Marketing-Kanäle gut untereinander vernetzt sind, die Kommunikationspolitik also optimiert wurde.
Meine Einschätzung zu den 4P des Marketing-Mix
Vermutlich wird dir ein Zielkundencoach sagen, dass das wichtigste die Zielgruppe ist und ein Produktcoach wird dir sagen, dass dein Angebot das A & O deines Businesserfolges darstellt. Nach der Logik müsste ich dir also sagen, dass wenn deine Promotion, also deine Kommunikationspolitik, nicht optimal ist, du keinen Erfolg in deinem Business haben kannst. Das ist aber nur die halbe Wahrheit.
Tatsächlich denke ich, dass das Zusammenspiel der verschiedenen Punkte, nämlich
die Erstellung eines fantastischen Produkts oder einer Dienstleistung
die Ermittlung des richtigen Preises für das Angebot
der Vertrieb bzw. Verkauf des Angebotes und
die Kommunikationspolitik für dieses Angebot
nicht ohne die jeweils anderen Punkte funktionieren können.
Dennoch sehe ich ganz oft, dass die Promotion der Angebote unter den Tisch fällt. Das heißt, die einzelnen Kommunikationskanäle, über die auf das Angebot aufmerksam gemacht werden soll, werden nicht bestmöglich ausgenutzt.
Da muss man schon mal auf der Website nach der Möglichkeit suchen, mit jemanden zusammenzuarbeiten, weil es keine Kontaktmöglichkeiten gibt. Oder ich habe nicht die Möglichkeit, mir ein Content- oder Wissenshäppchen z.B. in Form eines kostenlosen Angebots bzw. Angebot für 0,00 € abzuholen. Oft kann man sich nicht mal einfach in den Newsletter eintragen.
So gewinnt die oder der potenzielle Kund*in schnell das Gefühl, da wolle jemand überhaupt nicht weiterhelfen und seine Produkte oder Dienstleistungen zur Verfügung stellen. Vielleicht steht diejenige gar nicht zu 100 % hinter dem, was sie tut.
Es ist also das Zusammenspiel aus allen vier Bestandteilen des Marketing-Mix, der funktioniert. Es sind also nicht zwei oder drei Grundbausteine, die wichtig sind, sondern alle vier. Das gilt es, zu beachten.
Dein optimaler Marketing-Mix, um die Unternehmensziele deines Business zu erreichen
Um nun deinen optimalen Marketing-Mix zu ermitteln, solltest du dich durch die 4P durcharbeiten, also zunächst
ein ansprechendes Produkt entwickeln, das einen konkreten Kundennutzen und Mehrwert liefert
dann den angemessenen Preis unter Berücksichtigung von Preis-Leistung und Gewinnmarge ermitteln (und denk dran: dein Business ist kein Hobby und Umsatz machen keine Schande!)
dir überlegen, wo und wie du dein Produkt anbieten möchtest,
den potenziellen Kunden immer und immer wieder auf dein tolles Produkt bzw. Angebot aufmerksam machen.
Denk dran (nicht ganz ernst nehmen bitte):
Wenn du nicht ausreichend auf dein tolles Angebot aufmerksam machst, könnte das als unterlassene Hilfeleistung ausgelegt werden!
Dennoch: Menschen sind froh, wenn ihnen Hilfe angeboten wird, mit denen sie ihre eigenen Probleme lösen können. Das nicht zu tun, macht weder ihr noch dein Leben oder Business leichter.
Unternimmst du schon ganz viel in Sachen Kommunikationspolitik und Online-Marketing? Aber so richtig passen da die Bausteine nicht zusammen? Hole dir die [thrive_2step id=’8924′]15-Punkte-Matrix[/thrive_2step] für 0,00 € und finde heraus, wo deine Business-Bausteine Verbesserungspotential haben
Ich bin Silke, Online-Marketing- und Content-Coach für selbstständige Frauen, die gestressten Marketing-Muffeln hilft, ihr Online-Marketing mit Leichtigkeit und Authentizität zu meistern, indem ich mit ihnen maßgeschneiderte Strategien entwickle, die nicht nur effektiv sind, sondern auch Spaß machen und perfekt zu ihrer Persönlichkeit passen."