Du bist nicht untätig, ganz im Gegenteil. Du postest, du planst, du probierst aus. Vielleicht hast du schon Kurse zum Marketing gemacht, einen Redaktionsplan erstellt oder dir vorgenommen, endlich regelmäßiger sichtbar zu sein.
💡 Das Wichtigste in Kürze
Was ist die Hauptaussage? Gutes Marketing entsteht dann, wenn du anfängst, Entscheidungen zu treffen.
Warum ist das wichtig? Solange du keine aktiven Entscheidungen dein Marketing betreffend triffst, fließt deine Energie in diese „offenen Gestalten“ und du kannst nicht in die Umsetzung kommen.
Wie setzt man es um? Ehrlich hinschauen, wo du solchen Marketingentscheidungen aus dem Weg gehst und Schritt-für-Schritt Klarheit in deine Marketingstrategie bringen.
Und trotzdem bleibt dieses Gefühl: Irgendwas stimmt nicht. Du investierst Zeit und Energie, aber am Ende des Tages fragst du dich, ob das alles wirklich irgendwohin führt.
Wenn du das kennst, dann möchte ich dir gleich zu Beginn etwas sagen, das ich wirklich ernst meine:
Es liegt nicht an dir.
Es liegt nicht an dir – und auch nicht an deinem Wissen
Du weißt genug über Marketing. Wirklich. Du kennst die Kanäle, du hast von Zielgruppen gehört, du weißt, dass Regelmäßigkeit wichtig ist.
Das Problem ist nicht, dass du zu wenig weißt. Du brauchst auch keine weiteren Kurse oder Freebies, damit du Marketing verstehst. Das Problem liegt an einer anderen Stelle und genau darum geht es in diesem Artikel.
Denn die meisten Selbstständigen, die mir erzählen, dass ihr Marketing nicht funktioniert, sind keine Marketing-Anfängerinnen. Sie haben investiert, gelernt, ausprobiert. Und trotzdem drehen sie sich im Kreis.
Nicht weil sie etwas falsch machen. Sondern weil sie eine ganz bestimmte Art von Entscheidung noch nicht getroffen haben.
Warum Marketing sich so chaotisch anfühlt, obwohl du so viel machst
Zu viele Optionen, zu wenig Entscheidung – das ist das eigentliche Problem
Schau mal ehrlich hin: Wie viele Marketingmöglichkeiten gibt es für dich gerade? Newsletter, Blog, Instagram, LinkedIn, TikTok, Podcast, Reels, SEO, Webinare, Funnels. Die Liste ist schier endlos.
Und ständig kommt etwas Neues dazu. Jeden Tag neue Impulse, neue Strategien, neue Versprechen.
Das Ergebnis ist ein stiller, aber sehr wirksamer Erschöpfungszustand. Nicht weil du zu viel tust, sondern weil du ständig abwägst. Weil du dich fragst, ob du wirklich das Richtige tust. Weil du nie ganz sicher bist, ob du vielleicht doch diesen einen Kanal vergisst, der alles verändern würde.
Dieses innere Abwägen kostet enorm viel Energie. Mehr als das eigentliche Marketing selbst.
„Ich mache so viel Marketing und trotzdem weiß ich nie, ob ich wirklich das Richtige tue.“
Das höre ich so oft von meinen Kundinnen. Und aus ihren Worten höre ich die Verzweiflung. Ich spüre sie.
Mehr Wissen macht das Marketing-Chaos oft noch größer
Paradoxerweise macht mehr Wissen das Chaos manchmal sogar schlimmer. Je mehr du über Marketing lernst, desto mehr Möglichkeiten siehst du. Desto mehr Dinge fallen dir ein, die du eigentlich noch machen müsstest. Desto größer wird die innere Liste.
Ich kenne das selbst sehr gut. Ich habe früher auch geplant, optimiert, angepasst und mich ständig gefragt, welche Strategie mir noch fehlt oder welcher Kanal vielleicht zusätzlich sinnvoll wäre.
Das hat mich weitergebracht, ja. Aber es hat mich auch oft angespannt, getrieben und manchmal sogar blockiert.
Was mir damals fehlte, war nicht noch eine Strategie. Es war eine klare Entscheidung.
Marketing ist ein Entscheidungsproblem und kein Wissensproblem
Dass Marketing ein Entscheidungs- und kein Wissensproblem ist, das ist die eigentliche These dieses Artikels. Und ich glaube, sie ist wichtiger als jeder Tipp, den ich dir sonst geben könnte.
Du weißt oft genau, was du tun könntest. Aber du hast noch keine klare Entscheidung getroffen, was du wirklich tust und vor allem auch, was du nicht tust.
Solange diese Entscheidung aussteht, bleibt alles in der Schwebe. Und in der Schwebe lässt sich nicht gut arbeiten.
Meine eigene Geschichte: Als alles perfekt aussah und sich trotzdem falsch anfühlte
Vor einigen Jahren hatte ich eine Positionierung, die auf dem Papier wirklich gut war. Ich habe Pinterest-Marketing für Podcasterinnen gemacht – „Pin Your Podcast“. Klingt spitz, oder? Und das war es auch. Ich hatte einen Blog dazu, einen eigenen Podcast, eine klare Nische. Von außen betrachtet war das ziemlich rund.
Aber innerlich stimmte es schon lange nicht mehr.
Pinterest veränderte sich als Plattform in eine Richtung, die mir nicht gefiel. Meine Hauptargumente für Pinterest – dass es eine Suchmaschine ist, die echten Traffic auf die eigene Website bringt – begannen zu bröckeln, als Pinterest immer „instagrammiger“ wurde. Und ich merkte, dass ich nicht mehr mit voller Überzeugung hinter dem stand, was ich tat.
Aber ich habe die Entscheidung nicht getroffen.
Nicht weil ich sie nicht gesehen hätte. Sondern weil ich Angst hatte, das aufzugeben, was ich aufgebaut hatte. Den Namen, das Branding, den Podcast. Es schien so viel auf dem Spiel zu stehen.
Das Ergebnis war eine Art Lähmung. Ich habe weitergemacht, aber ohne wirkliche Energie. Ich habe sogar ein Programm gelaunt, das ich innerlich gar nicht verkaufen wollte und war im Nachhinein fast erleichtert, dass niemand gekauft hat.
Irgendwann, nach einer Menge Reflexion und einem Coaching für viel Geld (es war jeden Cent wert!), habe ich die Entscheidung getroffen. Pinterest war Vergangenheit. Und mit dieser Entscheidung kam eine Klarheit zurück, die ich lange vermisst hatte.
„Ich habe mich nicht selbständig gemacht, um unglücklich zu sein.“
Was passiert, wenn du eine Entscheidung nicht triffst
Diese Geschichte ist kein Einzelfall. Ich sehe dasselbe Muster immer wieder bei den Selbstständigen, die zu mir kommen.
Sie wissen eigentlich, was sie wollen. Oder zumindest, was sie nicht mehr wollen. Aber sie treffen die Entscheidung nicht. Weil sie Angst haben, etwas zu verpassen. Weil sie nicht sicher sind, ob sie sich irren. Weil sie das Gefühl haben, dass sie erst mehr wissen müssen, bevor sie entscheiden können.
Und so bleibt alles offen. Alles möglich, aber nichts wirklich entschieden.
Das Ergebnis kennst du vielleicht: Du machst viel, aber nichts fühlt sich wirklich stimmig an. Du bist aktiv, aber nicht wirklich sichtbar. Du investierst Zeit, aber du kommst nicht wirklich voran.
Nicht weil du falsch liegst. Sondern weil du noch nicht entschieden hast.
Der unsichtbare Energiefresser: die brachliegenden Kanäle
Angemeldet, aber nicht aktiv – und trotzdem belastet
Viele Selbstständige haben sich irgendwann bei einer ganzen Reihe von Plattformen angemeldet. Instagram, Facebook, LinkedIn, TikTok und oft auch Xing. Manchmal war das eine bewusste Entscheidung, manchmal einfach das Gefühl, dass man dort irgendwie präsent sein sollte.
Und dann passiert folgendes: Ein oder zwei Kanäle werden halbwegs bespielt. Die anderen liegen brach. Kein Post mehr, kein Update, kein Lebenszeichen.
Aber gelöscht? Nein.
Diese brachliegenden Profile erzeugen ein dauerhaftes, leises schlechtes Gewissen. Immer, wenn du daran denkst, kommt der Gedanke: „Eigentlich müsste ich da auch noch etwas tun.“
Dieser Gedanke kostet Energie. Jeden Tag ein kleines bisschen. Und über Monate und Jahre summiert sich das.
Das Xing-Beispiel: Warum ein bewusstes Nein mehr bewirkt als ein halbherziges Ja
Wenn ich mit Kundinnen arbeite und vorschlage, sich zum Beispiel aktiv von Xing abzumelden, weil die Zielgruppe dort schlicht nicht ist und ihnen dieser Kanal nicht einmal gefällt oder Spaß macht, dann erlebe ich fast jedes Mal dasselbe: eine spürbare Erleichterung.
Nicht weil Xing schlecht ist. Sondern weil die Entscheidung getroffen ist. Weil diese offene Baustelle endlich geschlossen wird.
„Ein bewusstes Nein ist kein Rückschritt. Es ist eine strategische Entscheidung.“
Was du nicht mehr tust, ist genauso strategisch wie das, was du tust
Das ist ein Gedanke, der vielen Selbstständigen zunächst ungewohnt vorkommt, der sich aber sehr schnell als befreiend erweist.
Deine Marketingstrategie besteht nicht nur aus dem, was du tust. Sie besteht genauso aus dem, was du bewusst nicht tust.
Welche Kanäle du nicht bespielst. Welche Formate du nicht produzierst. Welche Trends du nicht mitmachst. Das sind alles Entscheidungen.
Und wenn du sie nicht bewusst triffst, treffen sie sich trotzdem nur eben unbewusst, in Form von Chaos, Schuldgefühlen und Energieverlust.
Frag dich ehrlich: Wie viele Kanäle hast du gerade, die du nicht wirklich bespielst? Und wie viel Energie kostet dich allein der Gedanke daran?
Ich sehe das auch sehr oft beim Thema Content-Kanäle: Viele Kundinnen kommen zu mir mit dem Plan, gleichzeitig einen Blog zu starten, regelmäßig Newsletter zu schreiben, auf LinkedIn aktiver zu werden und vielleicht auch noch einen Podcast zu launchen. Alles auf einmal. Alles sofort.
Das Ergebnis ist fast immer dasselbe: Überall angefangen, nirgendwo wirklich aufgebaut. Nicht weil die Motivation fehlt, sondern weil die Konzentration auf wenige gute Kanäle fehlt. Und ohne diese Konzentration bleibt alles halb.
Weniger, aber bewusster. Das ist der Weg.
Die eine Frage, die dein Marketing verändert
Von „Was sollte ich tun?“ zu „Was passt wirklich zu mir?“
Irgendwann habe ich aufgehört, mich zu fragen: „Was funktioniert gerade?“ Und ich habe angefangen, mich zu fragen: „Was passt wirklich zu mir und meinem Business?“
Das klingt nach einer kleinen Verschiebung. Aber es ist eine fundamentale.
„Was funktioniert gerade?“ ist eine Frage, die dich immer nach außen schauen lässt. Sie macht dich abhängig von Algorithmen, Trends und dem, was andere gerade erfolgreich zu sein scheinen. Sie erzeugt Unruhe, weil sich die Antwort ständig verändert.
„Was passt wirklich zu mir?“ ist eine Frage, die dich nach innen schauen lässt. Sie fragt nach deinen Stärken, deinen Ressourcen, deinem Rhythmus. Sie gibt dir Orientierung, die unabhängig vom nächsten Trend bleibt.
Stell dir diese Frage einmal ganz konkret: Was wäre eine Form von Sichtbarkeit, die du dir vorstellen könntest, noch in drei Jahren genauso zu machen? Nicht weil du musst, sondern weil sie wirklich zu dir passt?
„Klarheit entsteht nicht durch mehr Struktur, sondern durch weniger inneres Ziehen in alle Richtungen.“
Marketing als Beziehung und nicht als Dauerleistung
Ein Bild, das mir in den letzten Jahren sehr geholfen hat, ist dieses: Marketing ist keine Dauerleistung, die ich irgendwie abspulen muss. Marketing ist eine Beziehung.
Eine Beziehung zu mir selbst und zu meinen Themen, meinen Werten, meiner Art zu arbeiten. Eine Beziehung zu den Menschen, die mir zuhören oder meine Texte lesen. Und eine Beziehung zu meinem Business, das wachsen und sich verändern darf.
Beziehungen brauchen Kontinuität, ja. Aber sie brauchen keine Perfektion. Sie brauchen keine tägliche Präsenz auf fünf Kanälen gleichzeitig. Sie brauchen Echtheit und Verlässlichkeit.
Wenn du Marketing so denkst, verändert sich auch, wie du darüber entscheidest. Du fragst dich nicht mehr: „Was müsste ich noch alles tun?“ Sondern: „Was möchte ich meinen Leserinnen, Zuhörerinnen, Wunschkundinnen geben – auf eine Weise, die zu mir passt?“
Das ist ein grundlegend anderer Ausgangspunkt.
Nicht jede gute Idee gehört in dein Marketing
Dieser Satz hat mein Marketing wirklich ruhiger gemacht. Denn vielleicht geht’s dir wie mir: Du siehst täglich gute Ideen. Andere Selbstständige machen etwas, das dich begeistert. Du liest einen Artikel, der dich inspiriert. Du hörst eine Podcast-Episode, die dich auf eine neue Möglichkeit aufmerksam macht.
Und sofort ist da dieser Impuls: Das will ich auch machen.
Aber eine gute Idee ist noch keine gute Idee für dich. Ideen umzusetzen kostet Zeit, Energie und Aufmerksamkeit. Und diese Ressourcen fehlen dann an anderer Stelle – an der Stelle, die vielleicht schon funktioniert und nur etwas mehr Kontinuität bräuchte.
Ein hilfreicher Filter lautet: Passt diese Idee zu dem, was wirklich zu mir passt? Passt sie zu meiner Zielgruppe, meinem Angebot, meinem Rhythmus? Wenn ja, wunderbar. Wenn nein, dann darf sie eine gute Idee für jemand anderen bleiben.
Vier Entscheidungen, die dein Marketing strukturieren
Zielgruppe, Angebot, Hauptkanal, Content – die vier Bausteine im Überblick
Wenn wir von Marketingstrategie sprechen, dann ist damit kein 47-seitiger Plan gemeint, der im Ordner verstaubt. Es geht um vier konkrete Entscheidungen, die alles andere strukturieren.
Zielgruppe: Für wen machst du Marketing wirklich? Nicht theoretisch, sondern ganz konkret. Welche Person sitzt vor dir, wenn du schreibst oder sprichst? Was beschäftigt sie? Was braucht sie gerade?
Angebot im Fokus: Was steht gerade im Vordergrund? Du hast vielleicht mehrere Angebote, aber welches soll in den nächsten Monaten Priorität haben? Wer überall wirbt, wirbt nirgendwo.
Hauptkanal: Auf welchem Kanal bist du wirklich aktiv und warum? Nicht weil man es muss, sondern weil er zu dir, deiner Zielgruppe und deiner Art zu arbeiten passt.
Content-Struktur: Was erstellst du, wann und wie oft? Nicht als starrer Plan, sondern als verlässlicher Rahmen, der auch in vollen Wochen funktioniert.
Diese vier Entscheidungen hängen zusammen. Wenn du sie getroffen hast, entsteht eine klare Linie und plötzlich wird vieles andere deutlich einfacher. Du musst nicht mehr jeden neuen Trend bewerten. Du weißt, was zu dir passt und was nicht.
„Weniger Optionen. Mehr Entscheidungen. Endlich ein klarer Weg.“
Du musst nicht alles auf einmal entscheiden. Aber du solltest unbedingt anfangen
Das ist vielleicht der wichtigste Satz in diesem Artikel.
Klarheit entsteht nicht durch perfekte Vorbereitung. Sie entsteht durch Entscheidungen und zwar auch dann, wenn sie noch nicht endgültig sind. Auch wenn du noch nicht alles weißt. Auch wenn du dir nicht hundertprozentig sicher bist.
Eine Entscheidung, die du heute triffst und morgen nachjustierst, ist immer besser als eine Entscheidung, die du nie triffst, weil du noch mehr wissen wolltest.
Fang an. Mit dem, was du jetzt weißt.
Dein nächster Schritt: Weniger, aber bewusster
Mini-Reflexion: Mach dir jetzt eine ehrliche Liste deiner Kanäle
Nimm dir nach diesem Artikel fünf Minuten und mach dir eine ehrliche Liste.
Schreib auf, bei welchen Plattformen und Kanälen du angemeldet bist oder präsent sein wolltest. Instagram, LinkedIn, Facebook, Xing, TikTok, Blog, Newsletter, Podcast – was auch immer auf dich zutrifft.
Und dann markiere, was du in den letzten drei Monaten wirklich regelmäßig bespielt hast.
Was übrig bleibt, also die Kanäle ohne Markierung, das sind deine offenen Baustellen. Deine stillen Energiefresser.
Für jeden dieser Kanäle darfst du jetzt eine Entscheidung treffen: Entweder du reaktivierst ihn bewusst und mit einem konkreten Plan. Oder du verabschiedest dich davon, und zwar ganz bewusst, aktiv und ohne schlechtes Gewissen.
Beides ist eine gute Entscheidung. Das Einzige, was keine gute Entscheidung ist, ist das Nichts-Entscheiden.
Was sich verändert, wenn du anfängst zu entscheiden
Ich erlebe es bei meinen Kundinnen immer wieder: In dem Moment, in dem eine klare Entscheidung getroffen ist, auch wenn es nur die Entscheidung ist, sich von Xing abzumelden, verändert sich etwas spürbar.
Der Kopf wird ruhiger. Das schlechte Gewissen hört auf. Die Energie, die vorher in diffuses Grübeln geflossen ist, steht plötzlich für die Dinge zur Verfügung, die wirklich wichtig sind.
Und langfristig passiert noch etwas Schöneres: Marketing fängt an, sich nicht mehr wie eine Dauerbaustelle anzufühlen. Es bekommt eine klare Linie. Es wird verlässlich. Es funktioniert – nicht weil man alles richtig gemacht hat, sondern weil man angefangen hat zu entscheiden.
Fazit: Klarheit im Marketing beginnt mit einer Entscheidung
Marketingstrategie bedeutet nicht, alles zu wissen. Sie bedeutet, zu entscheiden.
Zu entscheiden, für wen du sichtbar sein willst. Was du anbieten möchtest. Auf welchem Kanal du wirklich präsent bist. Und was du ganz bewusst nicht mehr tust.
Diese Entscheidungen machen dein Marketing nicht kleiner. Sie machen es klarer. Und Klarheit ist die Voraussetzung für alles andere: für Konstanz, für Sichtbarkeit, für Vertrauen und letztlich für Kundinnen, die wirklich zu dir passen.
Du brauchst dein Marketing nicht neu zu erfinden. Du darfst es neu ausrichten.
Wenn du Klarheit in dein Marketing bringen möchtest – lass uns reden
Wenn du beim Lesen dieses Artikels gemerkt hast, dass du dir diese Klarheit wünschst, aber nicht ganz weißt, wo du anfangen sollst, dann lade ich dich herzlich ein zu einem kostenfreien 20-minütigen Gespräch mit mir.
Kein Verkaufsgespräch. Kein Druck. Sondern ein ehrlicher Blick auf dein Marketing: wo du gerade stehst, was dir fehlt und welche Entscheidungen dein Marketing wieder in eine klare Richtung bringen würden.
Der Jahresanfang fühlt sich oft nach Neuanfang an, nach frischer Energie, neuen Möglichkeiten, einem inneren „Jetzt aber“. Und vielleicht spürst du genau das gerade auch. Gleichzeitig liegt da dieses leise Gefühl im Hintergrund: dass dieses Jahr endlich klarer, strukturierter, erfolgreicher laufen sollte. Vielleicht, weil du mit dem Vorjahr nicht so happy warst. Vielleicht aber auch nicht, weil du unzufrieden bist sondern weil du weißt, dass da mehr möglich wäre. Wenn sich Marketing nicht jedes Mal so schwer anfühlen würde.
Viele selbstständige Frauen starten mit guten Vorsätzen ins neue Jahr (ich übrigens auch) und merken nach wenigen Wochen, dass genau diese Vorsätze zusätzlichen Druck erzeugen. Nicht, weil sie zu wenig tun sondern weil sie versuchen, ihr Marketing zu planen, bevor klar ist, wie es sich überhaupt anfühlen soll.
Dieser Artikel ist keine Anleitung für einen perfekten Jahresstart. Er ist eine Einladung, dein Marketing für 2026 anders zu denken: ruhiger, bewusster – und so, dass es zu deinem Leben passt.
💡 Das Wichtigste in Kürze
In diesem Artikel geht es nicht darum, dein Marketing neu zu erfinden, sondern darum, es neu auszurichten.
Du liest hier, warum der Jahresanfang oft mehr Druck als Klarheit erzeugt. Warum das, was du bewusst nicht tust, ein starkes Markensignal sein kann. Und wie eine ruhige, tragfähige Struktur dir Sicherheit gibt – ohne dich anzutreiben.
Damit Marketing 2026 nicht lauter wird. Sondern stimmiger und authentischer.
Warum das neue Jahr neben Chancen auch Stolpersteine bietet
Der Jahresanfang hat immer eine besondere Energie, wie ein kollektiver Verstärker. Das kennst du vielleicht auch: Auf einmal fühlt es sich so an, als wäre alles möglich. Als könnte man komplett neu anfangen und Dinge ab jetzt „richtig“ machen. Neue Ziele, neue Routinen, neue Marketingpläne. So ähnlich wie zu Schulzeiten am Beginn eines neuen Schuljahres, wenn man mit frischen Heften und Stiften in die Schule gegangen und sich vorgenommen hat, dass man ab jetzt immer ganz ordentlich ist und schreibt. Und ich liebe diese Neuanfangsgedanken sehr, weil sie unheimlich viel Power und Energie mit sich bringen können.
Auf der anderen Seite bringt der Jahreswechsel oft etwas mit, was sich auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so deutlich zeigt, nämlich Druck. Der ist nicht immer laut und auch nicht immer offensichtlich. Das ist mehr so ein Ziehen im Hintergrund und diese innere Stimme, die sagt: „Dieses Jahr muss es aber besser laufen.“ oder „Dieses Jahr musst du es aber richtig machen.“ Da ist der Druck, diesmal strukturierter vorzugehen, sichtbarer zu werden, konstanter zu sein und natürlich unterm Strich erfolgreicher.
Und wenn wir ehrlich sind kommt dieser Druck selten nur von außen. Klar, da sind auf Social Media vor allem überall Posts, Podcastfolgen, Jahresplanungsworkshops und „So erreichst du deine Ziele“-Programme. Und vieles davon ist nicht einmal böse gemeint – jedenfalls nicht meine Podcast-Episoden und mein Jahresplanungsworkshop 😉
Das Problem ist aber eher, dass unser Kopf aus diesen vielen Impulsen schnell eine Art Pflichtprogramm macht. Als gäbe es eine richtige Art, ins neue Jahr zu starten und als müsse man sofort beweisen, dass und wie ernst man es meint. Und oft führt das dazu, dass aus dem positiven Gefühl des Jahresbeginns statt positiver Energie eher das Gefühl entsteht, dass man schon hinterherlaufen würde. Das liegt aber nicht daran, dass du zu wenig Motivation hast oder dir die Disziplin fehlt.
Es liegt daran, dass der Jahresanfang Erwartungen bündelt – oft unbewusst. Erwartungen daran, wie sichtbar man sein sollte, wie klar das eigene Business sein müsste und wie strukturiert man jetzt endlich arbeiten sollte.
Diese Erwartungen entstehen selten aus dem Nichts sondern sie speisen sich aus dem, was wir sehen: Da gibt es diejenigen, die scheinbar genau wissen, wohin sie wollen. Contentpläne, die längst fertiggestellt sind oder Marketingaktivitäten, die unabhängig von Feiertagen und Jahreswechsel weiterlaufen, als hätte es nie eine Pause gegeben und als müsste es auch nie eine geben. Und plötzlich ist da dieser innere Vergleich, der uns oft gar nicht aktiv auffällt. Es ist mehr so ein Gefühl oder eine leise Frage im Hintergrund: Bin ich schon weit genug? Mache ich es richtig? Müsste ich nicht eigentlich…?
Gerade im Marketing zeigt sich das besonders deutlich, denn Marketing ist sichtbar und alles, was sichtbar ist, lädt unweigerlich zum Vergleich ein. Viele starten deshalb mit einem starken Impuls ins neue Jahr, dass jetzt aufgeräumt wird, geplant und das Marketing endlich ernstgenommen wird. Und dann kippt der Jahresanfang oft in den Aktionismus, der sich am Anfang sogar gut anfühlt. Denn man tut etwas, kommt ins Handeln, hat das Gefühl, die Kontrolle zurückzugewinnen und eine Macherin zu sein.
Was aber, wenn Aktionismus ohne Klarheit stattfindet? Dann kann er höchstens für einen Moment wirken.
Denn wenn wir anfangen zu planen, ohne wirklich zu wissen, was zu unserem Leben, unserem Arbeitsalltag und unserer aktuellen Energie passt, entstehen Pläne, die von Anfang an unter Druck stehen. Sie sind oft zu voll, zu ambitioniert oder zu sehr an einem Ideal ausgerichtet, das im Alltag kaum Platz findet. Dann passiert etwas sehr Typisches: Der Plan ist durchdacht, vielleicht sogar richtig gut – aber er bleibt Theorie. Er liegt da, wird immer wieder angeschaut, vielleicht auch innerlich kommentiert, aber nicht wirklich gelebt.
Ein Plan, der nicht aus deinem Leben heraus entsteht, wird früher oder später zur Belastung.
Und mit jedem Tag, an dem er nicht umgesetzt wird, entsteht ein ungutes Gefühl. Kein lauter Frust, sondern eher dieses leise Ziehen im Hintergrund: schlechtes Gewissen, Zweifel, Selbstkritik. Nicht, weil der Plan an sich falsch wäre, sondern weil er nicht aus dem echten Leben heraus entstanden ist.
Viele Frauen, die zu mir kommen, beschreiben genau das. Sie wissen, was sie tun könnten. Sie haben Strategien verstanden, Kurse besucht, Inhalte konsumiert. Sie haben ausprobiert, angepasst, optimiert. Und trotzdem fühlt sich Marketing immer wieder schwer an. Das Problem ist dabei selten fehlendes Wissen. Viel häufiger fehlt die Verbindung zwischen Marketing und dem eigenen Alltag. Zwischen dem, was theoretisch sinnvoll wäre, und dem, was sich praktisch umsetzen lässt.
Der Jahresanfang verstärkt genau diese Lücke. Er suggeriert: Jetzt ist der richtige Moment, alles neu aufzusetzen. Was dabei oft zu kurz kommt, ist eine viel grundlegendere Frage: Passt das, was ich mir vornehme, wirklich zu mir – und zu meinem Leben?
Vielleicht ist genau das der Grund, warum so viele gute Vorsätze schon im Februar leiser werden. Nicht, weil sie falsch waren. Sondern weil sie auf einer Grundlage entstanden sind, die zu wenig mit der eigenen Realität zu tun hatte. Denn ein Jahr beginnt nicht mit einem Plan. Es beginnt mit einer inneren Ausrichtung. Solange diese Ausrichtung fehlt, wird jeder Plan früher oder später zur Belastung. Nicht, weil du ihn nicht einhältst, sondern weil er zu einem Maßstab wird, an dem du dich ständig misst.
Und genau hier liegt der entscheidende Perspektivwechsel: Marketing darf dich nicht permanent daran erinnern, was du noch alles tun solltest. Es darf dich unterstützen, dir Orientierung geben und dich durch dein Jahr begleiten. Dafür braucht es etwas anderes als neue To-do-Listen oder ambitionierte Vorsätze. Es braucht Klarheit. Nicht darüber, was du alles machen willst. Sondern darüber, wie du sichtbar sein willst – und was du bewusst nicht mehr zu deinem Marketing zählen möchtest.
Klarheit vor Planung
Nach dem Jahresanfang und all den Erwartungen, die damit einhergehen, entsteht oft der Wunsch nach einem Plan. Nach etwas Festem und nach einer Struktur, an der man sich orientieren kann. Das ist verständlich und grundsätzlich auch sinnvoll. Problematisch wird es erst dann, wenn Planung zu früh kommt. Denn ein Plan beantwortet viele organisatorische Fragen. Er sagt dir, wann du etwas tun willst, wie oft und vielleicht sogar auf welchem Kanal. Was er nicht beantworten kann, ist eine viel grundlegendere Frage: Warum genau das – und nicht etwas anderes?
Genau hier setzt Klarheit an.
Klarheit bedeutet nicht, alles schon zu wissen oder sich für immer festzulegen. Es geht nicht um eine endgültige Entscheidung für die nächsten zwölf Monate. Es geht darum, dir bewusst zu machen, wofür du sichtbar sein möchtest – und wofür nicht.
Diese Unterscheidung klingt einfach, ist aber erstaunlich wirkungsvoll. Viele Marketingentscheidungen fühlen sich schwer an, weil sie aus einem diffusen „Man müsste mal“ entstehen. Man müsste sichtbarer sein. Man müsste regelmäßiger posten. Man müsste dieses oder jenes ausprobieren. Solange dieses „müsste“ im Raum steht, bleibt alles unscharf. Und Unsicherheit kostet Energie.
Klarheit bringt Ruhe, weil sie Grenzen setzt. Nicht im Sinne von Einschränkung, sondern im Sinne von Orientierung. Wenn du weißt, wofür du sichtbar sein willst, wird vieles automatisch leichter. Du musst nicht mehr jede neue Idee prüfen. Du musst nicht mehr jeden Trend bewerten. Du musst nicht mehr alles in Betracht ziehen, nur weil es theoretisch funktionieren könnte. Gleichzeitig gehört zur Klarheit immer auch die andere Seite: das bewusste Nein. Wofür möchtest du nicht sichtbar sein? Welche Themen, Formate oder Erwartungen möchtest du 2026 nicht mehr bedienen?
Diese Fragen werden oft ausgelassen, weil sie unbequem sind. Ein Nein fühlt sich schnell wie ein Risiko an. Wie ein Verzicht. Wie eine vertane Chance. In Wahrheit ist ein klares Nein häufig die Voraussetzung dafür, dass dein Ja überhaupt Wirkung entfalten kann.
Klarheit bedeutet auch, dir ehrlich einzugestehen, was zu deinem Leben passt – und was nicht. Nicht zu einem idealisierten Business-Alltag, sondern zu dem, den du tatsächlich lebst. Vielleicht hast du wenig Lust auf tägliche Präsenz, vielleicht brauchst du Phasen von Rückzug, um gute Inhalte zu entwickeln oder vielleicht funktioniert dein Marketing besser, wenn es ruhiger, fokussierter und weniger häufig ist.
All das sind keine Schwächen. Es sind Rahmenbedingungen. Und genau diese Rahmenbedingungen dürfen Teil deiner Marketing-Entscheidungen sein. Ohne diese Klarheit entsteht Planung schnell aus einem äußeren Maßstab heraus: aus dem, was andere tun, empfehlen oder vormachen. Mit Klarheit entsteht Planung aus dir selbst heraus. Du merkst das ganz konkret im Alltag. Entscheidungen fühlen sich weniger zäh an. Du grübelst weniger. Du erklärst dich seltener. Und du hast schneller ein Gefühl dafür, ob etwas zu dir passt oder nicht.
Marketing darf sich leichter anfühlen. Nicht weniger professionell – sondern stimmiger.
Klarheit ist damit keine Vorstufe zur Planung, die man schnell abhakt. Sie ist das Fundament, auf dem alles Weitere aufbaut. Und sie ist nichts Abstraktes. Sie zeigt sich ganz praktisch in Fragen wie:
Möchte ich 2026 lieber weniger Formate, dafür mehr Tiefe?
Möchte ich mich zu bestimmten Themen klar positionieren – und andere bewusst außen vor lassen?
Möchte ich Marketing so gestalten, dass es mich auch in vollen Phasen trägt?
Wenn du diese Fragen für dich beantwortest, muss dein Marketing nicht jedes Mal neu erfunden werden. Es bekommt einen inneren Rahmen. Und dieser Rahmen gibt Sicherheit – nicht nur für dich, sondern auch für die Menschen, die dir folgen. Erst aus dieser Klarheit heraus macht es Sinn, weiterzudenken. Zu schauen, was bleiben darf. Und was gehen kann. Denn Klarheit führt ganz automatisch zum nächsten Schritt: zum bewussten Weglassen.
Wenn du die Inhalte dieses Blogartikels lieber anhören möchtest, findest du im Podcast ALLES IM GRIFF im Online-Marketing eine zusammenhängende Serie genau zu diesem Thema.
Podcast-Episode #172: Klarheit vor Planung
Weglassen als Markensignal
Wenn Klarheit da ist, passiert oft etwas sehr Spannendes und ganz Natürliches: Du beginnst, Dinge zu hinterfragen, die du bisher einfach mitgemacht hast. Nicht aus Trotz oder Ablehnung, sondern aus einem neuen Bewusstsein heraus. Plötzlich stellst du dir Fragen wie: Brauche ich das wirklich? Passt das noch zu mir? Oder mache ich das vor allem, weil man es so macht?
Genau an diesem Punkt kommt das Weglassen ins Spiel. Und obwohl Weglassen oft wie ein Rückschritt wirkt, ist es in Wahrheit eine sehr bewusste Entscheidung. Eine, die viel über dich und deine Marke aussagt. Denn Marketing besteht nicht nur aus dem, was du zeigst, teilst oder anbietest. Es besteht genauso aus dem, was du bewusst nicht tust. Welche Kanäle du nutzt – und welche nicht. Welche Themen du immer wieder aufgreifst – und welche du außen vor lässt. Welche Erwartungen du erfüllst – und welche du nicht mehr bedienst. Diese Entscheidungen sind kein Zufall, sie senden vielmehr ein Signal. Ein Signal an dich selbst, aber auch an die Menschen, die dir folgen. Sie zeigen, wofür du stehst. Und wofür eben nicht.
Viele selbstständige Frauen zögern beim Weglassen, weil sie Angst haben, etwas zu verlieren. Reichweite. Sichtbarkeit. Möglichkeiten. Vielleicht auch Anerkennung. Diese Sorge ist nachvollziehbar. Schließlich wird uns oft vermittelt, dass Marketing vor allem eines braucht: Präsenz. Doch Präsenz allein schafft noch keine Wirkung. Wirkung entsteht eher durch Klarheit und Wiedererkennbarkeit. Wenn alles möglich ist, wird nichts greifbar. Wenn du überall ein bisschen bist, bist du selten wirklich da.
Weglassen hilft dabei, diese Zerstreuung zu beenden. Es bündelt deine Energie. Und es macht dein Marketing verständlicher, und zwar für dich und für andere. Dabei geht es nicht darum, radikal alles zu streichen oder sich künstlich zu verknappen. Weglassen bedeutet nicht Verzicht um jeden Preis. Es bedeutet, ehrlich hinzuschauen: Was zahlt wirklich auf das ein, wofür ich sichtbar sein möchte?
Vielleicht stellst du fest, dass bestimmte Kanäle dich mehr stressen, als sie dir bringen. Vielleicht merkst du, dass manche Formate zwar gut funktionieren, sich aber nicht mehr nach dir anfühlen. Vielleicht erkennst du, dass du Themen bedienst, die Aufmerksamkeit bringen, aber nicht die richtigen Menschen anziehen. All das darf hinterfragt werden.
Weglassen ist in diesem Zusammenhang kein Zeichen von Unsicherheit, sondern von Reife. Es zeigt, dass du nicht jedem Impuls folgen musst. Dass du Entscheidungen triffst, die nicht nur kurzfristig sinnvoll erscheinen, sondern langfristig tragen. Und genau deshalb ist Weglassen ein Markensignal und es signalisiert: Ich kenne meine Schwerpunkte. Ich weiß, was mir wichtig ist. Und ich erlaube mir, nicht alles mitzumachen. Diese Haltung schafft Vertrauen. Denn sie wirkt ruhig. Klar. Verlässlich.
Für viele entsteht hier eine große Erleichterung. Denn mit jedem bewussten Nein wird das Ja klarer. Entscheidungen werden einfacher. Marketing fühlt sich weniger nach Dauerbewertung an und mehr nach einem Rahmen, in dem du dich bewegen kannst. Weglassen schafft Platz. Platz für Tiefe statt Breite. Platz für Qualität statt Quantität. Platz für eine Sichtbarkeit, die sich nicht nach Anstrengung anfühlt. Und genau dieser Platz ist wichtig für den nächsten Schritt. Denn wenn klar ist, was bleibt und was gehen darf, stellt sich eine neue Frage: Wie halte ich das im Alltag?
Hier kommt Struktur ins Spiel. Nicht als starres System, sondern als etwas, das dich trägt.
Podcast-Episode #173: Fokussiert statt verzettelt Der Mut zum Weglassen
Struktur, die trägt
Wenn Klarheit da ist und du weißt, was du bewusst weglassen möchtest, entsteht oft ein neues Bedürfnis: nach Halt. Nicht nach Kontrolle, sondern nach etwas, das dir im Alltag Orientierung gibt. Genau hier kommt Struktur ins Spiel. Und genau hier wird sie oft missverstanden. Viele verbinden Struktur mit festen Plänen, vollen Kalendern oder detaillierten To-do-Listen. Mit etwas, das antreibt, überwacht oder ständig daran erinnert, was noch zu tun ist. Kein Wunder also, dass Struktur für viele eher Druck als Entlastung bedeutet.
Dabei kann Struktur auch etwas ganz anderes sein. Eine Struktur, die trägt, ist kein Plan zum Abarbeiten. Sie ist ein innerer Rahmen, der dir hilft, Entscheidungen zu treffen – auch dann, wenn dein Alltag voll ist oder deine Energie schwankt. Ein solcher Marketing-Fahrplan beantwortet nicht jede Detailfrage. Er sagt dir nicht, was du an welchem Tag posten musst. Aber er hilft dir, einzuordnen, ob etwas gerade zu dir passt oder nicht.
Vielleicht kennst du diese Momente, in denen eine neue Idee auftaucht oder vielleicht ein Impuls von außen. Ein Trend, über den gerade alle sprechen. Und sofort stellt sich die Frage: Sollte ich das auch machen? Ohne Struktur beginnt dann oft das Grübeln. Mit Struktur entsteht eine andere innere Bewegung. Du kannst prüfen: Passt das zu meiner Klarheit? Zu dem, was ich bleiben lassen möchte? Zu dem Rahmen, den ich mir gesetzt habe? Struktur wirkt in diesem Sinne wie ein Filter. Sie nimmt dir Entscheidungen nicht ab, aber sie macht sie leichter.
Wichtig ist dabei: Diese Struktur muss zu deinem Leben passen. Nicht zu einem idealisierten Arbeitsalltag, sondern zu deinem echten. Zu Tagen mit Terminen, zu Phasen mit wenig Raum, zu Momenten, in denen Marketing eher im Hintergrund läuft. Eine tragende Struktur darf deshalb flexibel sein. Sie darf sich anpassen und vor allem darf sie mitwachsen.
Sie erinnert dich nicht daran, was du alles noch nicht geschafft hast sondern daran, was dir wichtig ist und viele erleben an diesem Punkt eine große Erleichterung. Marketing fühlt sich nicht mehr wie ein Dauerprojekt an, das ständig Aufmerksamkeit fordert. Es wird zu etwas, das dich begleitet – ruhig, verlässlich, ohne ständigen Druck.
Das bedeutet nicht, dass es keine Verbindlichkeit mehr gibt. Im Gegenteil, denn die braucht es unbedingt. Aber gerade die Struktur schafft Verbindlichkeit, aber nicht über Zwang, sondern über Passung. Du bleibst eher dran, weil sich das, was du dir vornimmst, tragen lässt. Und genau hier liegt ein wichtiger Unterschied: Struktur, die antreibt, arbeitet gegen dich. Struktur, die trägt, arbeitet mit dir. Sie erlaubt dir, Pausen zu machen, ohne alles infrage zu stellen. Sie hilft dir, wieder einzusteigen, ohne von vorne anfangen zu müssen und sie sorgt dafür, dass Sichtbarkeit nicht jedes Mal neu aufgebaut werden muss.
Ein Marketing-Fahrplan in diesem Sinne ist kein starres Dokument. Er ist eher ein innerer Kompass. Etwas, das dir Orientierung gibt, auch wenn nicht alles klar ist. Und vielleicht ist genau das die Art von Struktur, die viele im Marketing suchen, ohne sie bisher so benannt zu haben.
Wenn du diese Art von Struktur für dich entwickelst, entsteht etwas Wichtiges: Sicherheit. Nicht die Sicherheit, alles im Griff zu haben. Sondern die Sicherheit, mit deinem Marketing umgehen zu können – auch dann, wenn es mal holpert. Damit ist der Rahmen gesetzt und genau aus diesem Rahmen heraus darf der Start ins Jahr leicht sein.
Podcast-Episode #174: Leichter entscheiden mit der richtigen Struktur
Ein sanfter 30-Tage-Start (ohne Checkliste)
Nach all den Gedanken zu Klarheit, Weglassen und Struktur stellt sich oft eine ganz praktische Frage: Und wie starte ich jetzt konkret ins Jahr, ohne direkt wieder in alte Muster zu fallen?
Die Antwort darauf ist vielleicht überraschend einfach: Nicht mit einem Plan für alles und auch nicht mit einer Liste von Dingen, die du „durchziehen“ willst. Ein sanfter Start ins Jahr bedeutet, dem Marketing Zeit zu geben, sich neu zu sortieren. Nicht durch Stillstand, sondern durch bewusste Aufmerksamkeit. Die ersten 30 Tage dürfen ein Übergang sein – kein Sprint.
Statt Wochenplänen oder Tageszielen können dir drei ruhige Impulse Orientierung geben.
Der erste Impuls ist Beobachtung. Nicht im Sinne von Analyse oder Bewertung, sondern als ehrliches Hinsehen. Wie fühlt sich dein Marketing gerade an? Wo fließt es leicht, wo stockt es? Welche Gedanken tauchen auf, wenn du an Sichtbarkeit denkst? Diese Beobachtungen müssen nicht sofort zu Konsequenzen führen. Es reicht, sie wahrzunehmen.
Der zweite Impuls ist Vereinfachung. In den ersten Wochen des Jahres darfst du bewusst weniger wollen. Weniger Themen, weniger Formate, weniger Erwartungen an dich selbst. Vereinfachung heißt nicht, dass du dich zurückziehst, sondern dass du dir erlaubst, den Fokus enger zu setzen. Was wäre eine Form von Sichtbarkeit, die sich im Moment gut halten lässt?
Der dritte Impuls ist Vertrauen. Vertrauen darauf, dass Marketing nicht sofort perfekt laufen muss, um wirksam zu sein. Dass Konstanz nicht in den ersten Wochen entsteht, sondern über Zeit. Und dass du nachjustieren darfst, ohne alles infrage zu stellen.
Diese drei Impulse sind keine Aufgaben. Sie sind eher eine Haltung für die ersten Wochen des Jahres. Sie helfen dir, im Kontakt mit deinem Marketing zu bleiben, ohne dich selbst unter Druck zu setzen. Vielleicht merkst du nach 30 Tagen, dass sich etwas verschoben hat. Dass Entscheidungen leichter fallen. Dass du klarer spürst, was bleiben darf und was nicht. Vielleicht hast du noch keine Antworten auf alles aber ein besseres Gefühl für deinen eigenen Rhythmus. Und genau darum geht es.
Klarheit ist kein Schritt vor der Planung. Sie ist die Grundlage dafür.
Ein guter Start ins Jahr zeigt sich nicht daran, wie viel du umsetzt. Sondern daran, ob das, was du tust, zu dir passt. Wenn Marketing sich nicht wie ein zusätzlicher Kraftakt anfühlt, sondern wie etwas, das dich begleitet, entsteht langfristig mehr Stabilität. Nicht durch Tempo, sondern durch Stimmigkeit.
Mir ist ganz wichtig, dass es bei diesem Artikel nicht darum geht, dein Marketing neu zu erfinden. Nicht darum, alles besser, schneller oder effizienter zu machen. Sondern darum, einen anderen Blick darauf zu entwickeln. Einen Blick, der Klarheit vor Planung stellt. Der Weglassen nicht als Verlust, sondern als Entscheidung versteht und der Struktur als etwas sieht, das trägt und nicht antreibt.
Wenn du mit diesem Gedanken ins Jahr 2026 startest, darf Marketing leiser werden. Nicht weniger wichtig, aber weniger fordernd. Es darf sich stärker an deinem Leben orientieren, an deinem Rhythmus, an dem, was für dich realistisch ist.
Vielleicht hast du beim Lesen gemerkt, dass du dir genau das wünschst:
mehr innere Sicherheit in deinen Marketing-Entscheidungen.
weniger Druck, alles „richtig“ zu machen.
und einen Rahmen, der dir hilft, sichtbar zu bleiben, ohne dich selbst dabei zu verlieren.
Dann nimm diesen Artikel gerne als Orientierung und als Einladung, dein Marketing Schritt für Schritt stimmiger zu gestalten.
Wenn du diese Gedanken weiter vertiefen möchtest, findest du im Podcast ALLES IM GRIFF im Online-Marketing die passenden Folgen zu diesem Thema. Dort spreche ich im Januar ausführlich über Klarheit, Weglassen, Struktur und Sichtbarkeit als zusammenhängende Serie, die dich durch diesen Prozess begleitet.
Und wenn du dir eine regelmäßige, ruhige Begleitung für dein Marketing wünschst, lade ich dich herzlich ein, meinen Newsletter zu abonnieren. Dort teile ich Gedanken, Einordnungen und Impulse rund um authentisches, alltagstaugliches Marketing – ohne Hektik, ohne Daueroptimierung.
Du kennst das bestimmt: Überall liest du, was du unbedingt tun musst, um online sichtbar zu sein. Instagram, Reels, Newsletter, SEO, Webinare – alles scheint wichtig. Und trotzdem bringt es nicht die gewünschten Ergebnisse. Statt Klarheit im Online-Marketing herrscht Chaos. Statt Kundinnen, die deine Angebote begeistert kaufen, herrscht Frust.
Gerade wenn du dein Online-Business mit Herzblut führst und gleichzeitig Familie, Haushalt und vielleicht noch einen Nebenjob jonglierst, kann sich Marketing schnell wie ein undurchdringlicher Dschungel anfühlen. Du hast das Gefühl, ständig „dran“ zu sein und doch nie wirklich anzukommen.
In diesem Artikel zeige ich dir, warum es im Online-Marketing nicht darum geht, mehr zu machen, sondern das Richtige. Und zwar ausgehend davon, was das Richtige für dich ist. Ich zeige dir meine bewährte 4-Schritte-Methode, mit der du wieder Überblick gewinnst, kluge Entscheidungen triffst und dein Marketing klar und entspannt aufstellst.
Denn Klarheit ist der erste Schritt zu Leichtigkeit und zu echten Ergebnissen, die dir mehr Interessentinnen und damit potenzielle Kundinnen und Umsatz bringen.
Warum so viele Marketingmaßnahmen nicht zu mehr Kunden führen
Vielleicht hast du es auch schon erlebt: Du probierst dies, testest das, folgst dem nächsten Tipp eines Marketing-Gurus – und am Ende bleibt der gewünschte Umsatz trotzdem aus. Du investierst Zeit und Energie, aber es zahlt sich nicht aus.
Der Grund ist einfach. Viele Selbständige reagieren im Marketing nur noch. Sie veröffentlichen, weil sie denken, dass sie es müssen. Sie posten auf Instagram, weil „man das eben so macht“. Es gibt keine klare Linie, kein Ziel, das wirklich zu ihrer eigenen Vision passt.
Marketing fühlt sich dann schnell wie ein weiteres To-do an. Doch statt mehr Sichtbarkeit und Kundschaft bringt es vor allem Erschöpfung. Und genau das führt in die falsche Richtung: weg von echtem Umsatzwachstum.
Denn Umsatz entsteht nicht durch Aktionismus. Er entsteht, wenn deine Maßnahmen strategisch ausgerichtet sind. Wenn du weißt, wen du erreichen willst. Wenn du gezielt die Menschen ansprichst, die deine Angebote wirklich brauchen. Und wenn du dich auf genau die Plattformen und Formate konzentrierst, die dir etwas bringen.
Marketing darf dir Spaß machen. Aber es muss in erster Linie dafür sorgen, dass du gebucht wirst.
Klarheit finden: Die 4-Schritte-Methode
Wenn du wissen willst, welche Marketingmaßnahmen sich für dich lohnen und welche du dir sparen kannst, brauchst du einen klaren Fahrplan. Keine allgemeingültige Anleitung, sondern eine Methode, die zu dir, deinem Angebot und deinem Alltag passt.
Im „Alles-im-Griff“-Programm habe ich genau dafür eine einfache 4-Schritte-Methode entwickelt. Sie hilft dir, gezielt herauszufinden, wo du gerade stehst, wo du hinwillst und wie du dein Marketing so aufstellst, dass es Umsatz bringt – ohne dich zu überfordern.
Die vier Schritte lauten:
Ehrliche Bestandsaufnahme
Dein Wunschbusiness definieren
Abgleich von Ist und Soll
Mut zur Priorisierung
Jeder Schritt bringt dich einen großen Schritt näher zu mehr Klarheit, mehr Struktur und vor allem zu einem Marketing, das wirkt. Und genau darum geht es: Du willst gebucht werden. Du willst regelmäßig Kunden gewinnen, die zu dir passen. Und du willst das auf eine Weise tun, die sich für dich gut anfühlt.
Diese Methode ist ein zentraler Bestandteil meines Programms „Alles im Griff“ – einer begleiteten 6-Monats-Reise, in der wir dein Business sortieren, dein Marketing fokussieren und gemeinsam Klarheit schaffen. Wenn du den Wunsch hast, nicht mehr alles allein stemmen zu müssen und dir eine strukturierte Umsetzung wünschst, findest du hier alle Infos zur Warteliste.
Im nächsten Abschnitt starten wir mit Schritt 1 – und schauen uns an, wie du mit einer ehrlichen Analyse deiner aktuellen Aktivitäten den Grundstein für ein wirkungsvolles Marketing legst.
Schritt 1: Ehrliche Bestandsaufnahme
Bevor du dein Marketing neu ausrichtest, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf das, was gerade da ist. Viele meiner Kundinnen sind überrascht, wie viel sie schon tun – und wie wenig davon tatsächlich wirkt.
Deshalb geht es im ersten Schritt darum, deine aktuellen Maßnahmen bewusst zu analysieren:
Was machst du im Moment alles in deinem Marketing?
Wieviel Zeit und Energie investierst du?
Was davon macht dir Freude?
Und ganz wichtig: Welche dieser Aktivitäten bringen dir wirklich Anfragen oder Buchungen?
Diese Fragen führen oft zu ernüchternden, aber klärenden Erkenntnissen. Vielleicht fällt dir auf, dass du jede Woche stundenlang Content für Instagram produzierst, aber keine einzige Kundin darüber kommt. Oder dass du einen Blog gestartet hast, den niemand liest, weil du ihn nie beworben hast.
Es geht hier nicht darum, dich zu kritisieren. Sondern darum, ein klares Bild zu bekommen. Denn Klarheit entsteht nicht aus dem Bauchgefühl, sondern aus Zahlen, Fakten und ehrlichen Beobachtungen.
Diese Bestandsaufnahme ist die Grundlage für alles Weitere. Sie zeigt dir, wo du unnötig Energie verlierst und wo echtes Potenzial schlummert. Nur wenn du weißt, was funktioniert und was nicht, kannst du gezielt entscheiden, was bleiben darf und was gehen kann.
Schritt 2: Das eigene Wunschbusiness definieren
Marketing kann erst dann wirklich funktionieren, wenn es zu deinem Leben passt. Deshalb ist der zweite Schritt der Blick nach vorn. Weg von dem, was „man“ tun sollte – hin zu dem, was du wirklich willst.
Stell dir dein Wunschbusiness in drei bis fünf Jahren vor. Wie sieht dein Alltag aus? Mit welchen Kundinnen arbeitest du? Wie viel Zeit möchtest du für Marketing aufwenden? Welche Formate machen dir Spaß? Welche Struktur unterstützt dich dabei, regelmäßig sichtbar zu sein?
Diese Fragen helfen dir, ein klares Bild zu entwickeln:
Möchtest du vor allem eins-zu-eins arbeiten oder lieber Gruppenangebote leiten?
Liebst du es zu schreiben, oder fühlst du dich in Videos wohler?
Willst du täglich auf Social Media aktiv sein – oder lieber einmal pro Woche einen durchdachten Newsletter verschicken?
Dein Business darf sich nach dir richten. Gerade wenn du viele Rollen in deinem Leben vereinst, ist es wichtig, dass dein Marketing dich unterstützt – statt dich zusätzlich zu stressen.
Auch die Frage nach deinen Wunschkundinnen spielt hier eine zentrale Rolle. Denn nur wenn du weißt, wen du ansprechen willst, kannst du die passenden Inhalte dafür entwickeln. Und das wiederum führt zu mehr Relevanz, mehr Resonanz – und mehr Umsatz.
Viele meiner Teilnehmerinnen haben in diesem Schritt zum ersten Mal ganz bewusst ihre berufliche Vision formuliert. Das hat nicht nur neue Klarheit gebracht, sondern auch Motivation. Denn wenn du weißt, wofür du das alles machst, fällt es leichter, dranzubleiben.
Schritt 3: Abgleich von Ist und Soll
Jetzt wird es konkret. Du hast dir angeschaut, was du aktuell machst – und du weißt, wie dein Wunschbusiness aussehen soll. Der nächste Schritt besteht darin, beides miteinander abzugleichen.
Welche deiner aktuellen Marketingaktivitäten bringen dich wirklich näher an dein Ziel? Und welche sind eher Gewohnheit, Pflichtgefühl oder die Folge von „Das muss man eben machen“?
In dieser Phase darfst du ehrlich und mutig sein. Wenn du zum Beispiel festgestellt hast, dass du jede Woche Zeit auf einer Plattform verbringst, die weder zu deinen Wunschkundinnen noch zu deinem Contentformat passt, ist es an der Zeit, etwas zu ändern.
Denn: Nur weil du irgendwo bist, heißt das nicht, dass du dort auch wirksam bist.
Das gilt auch für Formate, Tools oder Trends. Reels, Podcasts, Webinare – sie können funktionieren, müssen es aber nicht. Entscheidend ist, dass sie zu deinem Ziel passen. Dass sie dich dabei unterstützen, mit deinen Wunschkundinnen in Kontakt zu kommen und dein Angebot sichtbar zu machen.
Diese Phase ist oft ein Aha-Moment. Viele merken erst jetzt, wie viel Energie sie in Maßnahmen stecken, die keinen echten Beitrag zum Umsatz leisten. Und wie wenig Zeit für die Dinge bleibt, die wirklich Potenzial haben.
Je klarer du den Unterschied zwischen „beschäftigt sein“ und „wirklich vorankommen“ erkennst, desto besser kannst du dein Marketing neu ausrichten.
Schritt 4: Mut zur Priorisierung
Jetzt kommt der entscheidende Schritt. Du hast Klarheit darüber, was du gerade tust, was du willst und was wirklich funktioniert. Nun geht es darum, Prioritäten zu setzen.
Und das bedeutet: Weniger machen – dafür gezielter.
Viele meiner Kundinnen haben anfangs Sorge, etwas zu „verpassen“, wenn sie bestimmte Kanäle oder Maßnahmen streichen. Doch in Wahrheit ist das Gegenteil der Fall. Wer seine Energie bündelt, erzielt messbar bessere Ergebnisse. Denn Sichtbarkeit entsteht nicht durch Präsenz an allen Fronten, sondern durch Relevanz an den richtigen Stellen.
Ein Bild, das ich gerne verwende, ist das des Gartenschlauchs. Wenn du das Wasser breit verteilst, kommt kaum Druck an. Wenn du den Strahl fokussierst, kannst du mit wenig mehr erreichen.
Das heißt konkret: Du brauchst keine sieben Plattformen. Du brauchst einen gut durchdachten Content-Kanal, auf dem du deine Expertise zeigst, und ein bis zwei Wege, um ihn zu verbreiten. Zum Beispiel:
Ein Blog oder Podcast als Hauptkanal
Ein Newsletter, der deine Inhalte direkt zu deinen Wunschkundinnen bringt
Und ergänzend ein Social-Media-Kanal, der zu dir und deiner Zielgruppe passt
Wenn du dich traust, klare Entscheidungen zu treffen, spürst du sehr schnell die Wirkung: Du wirst schneller, zielgerichteter und wirkungsvoller. Und dein Marketing macht wieder Sinn – weil es dir nicht nur Sichtbarkeit bringt, sondern tatsächlich neue Kundinnen.
Klarheit bringt Ergebnisse – und auch Leichtigkeit
Viele selbständige Frauen, die mit mir gearbeitet haben, sagen im Rückblick: „Ich hätte nicht gedacht, dass weniger tun mehr bringt.“ Doch genau das ist die Erfahrung, die Klarheit im Online-Marketing ermöglicht.
Wenn du weißt, was du tust – und warum –, wird aus Marketing ein wirksames Werkzeug. Du kommunizierst gezielter. Du erreichst die richtigen Menschen. Du gewinnst Kundinnen, die wirklich zu dir passen. Und dein Umsatz wächst, weil dein Angebot sichtbar wird.
Die Leichtigkeit kommt dann ganz von allein. Nicht, weil plötzlich alles mühelos ist. Sondern weil du keine Energie mehr auf Dinge verschwendest, die ins Leere laufen. Weil du mit einem klaren Plan arbeitest, statt dich durch ein Wirrwarr an Möglichkeiten zu kämpfen.
Und weil du wieder Zeit und Raum für das hast, was dir wirklich wichtig ist – ob das kreative Arbeit ist, Familie, Ruhe oder Weiterentwicklung.
Klarheit schafft Fokus. Fokus bringt Wirkung. Und Wirkung zahlt sich aus.
Mini-Übung: Drei Fragen für sofortige Klarheit
Diese kleine Reflexion kann dir in wenigen Minuten zeigen, wo du gerade stehst – und was als Nächstes sinnvoll ist. Nimm dir einen ruhigen Moment und beantworte die folgenden Fragen schriftlich:
Welche Marketingmaßnahme hat mir in den letzten drei Monaten tatsächlich Kundinnen gebracht? Wenn dir keine einfällt, ist das ein wertvoller Hinweis.
Was in meinem Marketing mache ich nur, weil ich denke, dass ich es „muss“? Alles, was du nur tust, weil es andere tun oder weil es irgendwo empfohlen wurde, darf auf den Prüfstand.
Womit möchte ich in Zukunft regelmäßig sichtbar sein – weil es zu mir und meinem Wunschbusiness passt? Die Antwort auf diese Frage ist dein Kompass für die nächsten Schritte.
Diese Mini-Übung ersetzt keine umfassende Strategie. Aber sie bringt dich ins Nachdenken. Und oft auch ins Handeln. Denn Klarheit beginnt mit dem ersten ehrlichen Blick.
Fazit: Nicht mehr tun – sondern das Richtige
Online-Marketing darf dir Kunden bringen. Es darf dir helfen, sichtbar zu sein und Umsatz zu machen – auf eine Weise, die zu dir passt. Dafür brauchst du keine endlose Liste an To-dos, sondern einen klaren Fokus.
Und triff mutige Entscheidungen für das, was zählt.
Klarheit ist keine theoretische Idee, sondern eine ganz praktische Entscheidung. Sie verändert, wie du arbeitest. Wie du wahrgenommen wirst. Und wie du Ergebnisse erzielst.
Es geht nicht darum, perfekt zu sein oder alles zu machen. Es geht darum, das Richtige zu tun. Für dich. Für deine Kundinnen. Und für den Erfolg deines Business.
FAQ – Häufige Fragen zur Klarheit im Online-Marketing
Was ist, wenn ich „sichtbar sein“ trotzdem unangenehm finde? Dann ist es besonders wichtig, den richtigen Kanal und das passende Format für dich zu finden. Sichtbarkeit bedeutet nicht, dich zu verbiegen. Du darfst Marketing so gestalten, dass es sich stimmig anfühlt – zum Beispiel über Schreiben statt Video, über persönliche Empfehlungen statt tägliche Reels. Wichtig ist, dass du dich überhaupt zeigst – auf deine Weise.
Wie finde ich heraus, wo meine Wunschkundinnen wirklich sind? Beobachte, woher bisherige Kundinnen kamen. Frage aktiv nach, wie sie auf dich aufmerksam wurden. Teste gezielt Kanäle und analysiere die Rückmeldungen. Und: Sei offen für Veränderungen. Manchmal ist nicht der lauteste Kanal der wirkungsvollste, sondern der, der zu dir und deinen Wunschkundinnen am besten passt.
Kann ich mein Marketing auch alleine strukturieren? Ja, das ist möglich – vor allem mit einer klaren Methode wie der 4-Schritte-Analyse. Viele meiner Kundinnen setzen das Gelernte eigenständig um. Gleichzeitig kann es hilfreich sein, sich begleiten zu lassen, um blinde Flecken zu erkennen und Entscheidungen schneller zu treffen. Du musst es nicht alleine schaffen, darfst aber.
Stell dir vor, du hättest ein Werkzeug, das dir hilft, deine Gedanken zu ordnen, deine Aufgaben zu strukturieren und deine Ziele zu erreichen – alles in einem. Genau das ist ein Bullet Journal bzw. das Bullet Journaling. In diesem Artikel erfährst du, was Bullet Journaling eigentlich ist, wie es dir in deinem Business helfen kann und ich gebe dir einen 10-Schritte-Plan an die Hand, wie du mit deinem eigenen Bullet Journal starten kannst.
Podcast-Episode #094: Mit dem Bullet Journal zu mehr Produktivität und Erfolg – der 10-Schritte-Plan
Was ist Bullet Journaling?
Bullet Journaling ist eine revolutionäre und doch erstaunlich einfache Methode zur Selbstorganisation, die sich besonders für selbstständige Frauen und Unternehmerinnen eignet, die nach einer flexiblen und effektiven Art suchen, ihre vielfältigen Aufgaben zu verwalten. Entwickelt von Ryder Carroll, einem digitalen Produkt-Designer aus New York, vereint das Bullet Journaling verschiedene Elemente des klassischen Zeitmanagements in einem einzigen, anpassbaren System.
Mir ist es immer so ergangen, dass ich keinen kaufbaren Kalender gefunden habe, der zu 100 % meinen Wünschen und meinen Vorstellungen von einem flexiblen Kalender verbunden mit Reflexionsseiten entsprach. So bin ich zum Bullet Journaling gekommen.
Im Kern besteht das Bullet Journal aus
Aufgabenlisten
Terminkalender
Habit Trackern o.ä.
Notizteilen und
Tagebuchteilen.
Diese Elemente werden in einer strukturierten, aber flexiblen Art und Weise kombiniert, die es Benutzern ermöglicht, ihre eigene Ordnung zu schaffen und gleichzeitig die Freiheit zu haben, das Journal nach ihren spezifischen Bedürfnissen zu gestalten. Dies ist besonders vorteilhaft für Frauen im Geschäftsleben, die oft vielfältige und dynamische Aufgaben haben, die eine flexible Planungsmethode erfordern.
Das Bullet Journal basiert auf dem Prinzip der Rapid Logging Methode, bei der Informationen in kurzen, prägnanten Listen organisiert werden. Diese Listen können Aufgaben, Ereignisse oder Notizen beinhalten, die mithilfe von Symbolen kategorisiert werden. Das macht es leicht, auf einen Blick zu sehen, was zu tun ist, was geplant ist und welche Ideen festgehalten wurden.
Ein wesentlicher Vorteil des Bullet Journaling ist seine Anpassungsfähigkeit. Während ein traditioneller Planer oder Kalender oft eine starre Struktur hat, kann das Bullet Journal beliebig erweitert oder angepasst werden. Das bedeutet, dass es mit den sich ändernden Anforderungen deines Geschäfts und deines persönlichen Lebens wachsen kann. Du kannst Seiten für spezifische Projekte, Zielsetzungen, Tracking deiner Fortschritte oder sogar für persönliche Reflexionen hinzufügen. Dies ermöglicht eine umfassende und ganzheitliche Organisation, die sowohl deine beruflichen als auch privaten Bedürfnisse berücksichtigt.
Darüber hinaus fördert das Bullet Journaling Kreativität und Selbstausdruck. Viele Benutzer genießen den Prozess des Gestaltens und Personalisierens ihrer Journale mit Zeichnungen, Farbcodes und Aufklebern, was nicht nur Spaß macht, sondern auch die Bindung an das Journal und damit die regelmäßige Nutzung erhöht. Für Unternehmerinnen kann dieser kreative Aspekt eine willkommene Abwechslung, zu den oft strukturierten und analytischen Aufgaben des Geschäftslebens sein. Ich persönlich liebe es, mir an den Wochenenden und abends Zeit zu nehmen, mein Journal zu gestalten und die Planung der kommenden Woche zu machen.
Insgesamt ist Bullet Journaling eine Methode, die Ordnung in das Chaos des Alltags bringt, ohne dabei die persönliche Freiheit und Kreativität einzuschränken. Es ist ein leistungsfähiges Werkzeug, das hilft, Ziele zu setzen, Fortschritte zu verfolgen und letztlich eine größere Kontrolle über das eigene Leben und Geschäft zu erlangen.
Wer hat es erfunden?
Ryder Carroll, der kreative Kopf hinter dem Bullet Journal, ist eine inspirierende Persönlichkeit, deren eigene Herausforderungen zur Entwicklung dieser innovativen Methode führten. Carroll litt unter Lernschwierigkeiten, insbesondere unter Aufmerksamkeitsdefiziten, die es ihm schwer machten, Informationen auf herkömmliche Weise zu verarbeiten und zu organisieren. In seiner Suche nach einem effektiven Weg, um mit diesen Herausforderungen umzugehen, experimentierte er mit verschiedenen Techniken und entwickelte schließlich das Konzept des Bullet Journalings.
Die Methode, die Carroll erfand, ist mehr als nur eine organisatorische Technik; sie ist eine ganzheitliche Art, das Leben zu erfassen und zu planen. Indem er Struktur und Flexibilität in einer einzigartigen Weise kombinierte, schuf er ein System, das nicht nur ihm, sondern auch Millionen von Menschen weltweit, die mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind, half. Das Bullet Journal wurde schnell zu einem lebensverändernden Werkzeug für viele, die nach einem personalisierten Ansatz für Organisation und Zeitmanagement suchten.
Carrolls Ansatz unterscheidet sich von traditionellen Methoden durch seine Einfachheit und Anpassungsfähigkeit. Anstatt sich auf elektronische Geräte oder starre Planungssysteme zu verlassen, basiert das Bullet Journal auf einem analogen System, das die Benutzer ermutigt, ihre Gedanken und Aufgaben handschriftlich festzuhalten. Diese Methode fördert eine tiefere Verbindung mit den eigenen Zielen und Aufgaben und hilft, die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu lenken.
Die Popularität des Bullet Journals ist ein Zeugnis für Carrolls innovative Vision und seine Fähigkeit, eine einfache, aber tiefgreifende Lösung für ein allgemeines Problem zu bieten. Es ist mehr als ein Planungswerkzeug; es ist eine Bewegung, die Menschen befähigt, ihr Leben auf eine Art und Weise zu organisieren, die ihren individuellen Bedürfnissen entspricht.
Vorteile des Bullet Journaling
Mit einem Bullet Journal zu starten und regelmäßig Bullet Journaling zu betreiben, hat zahlreiche Vorteile. Hier sind die wichtigsten vier Vorteile für dich als Selbständige oder Unternehmerin:
Klarheit und Fokus
Das Bullet Journal ist ein hervorragendes Werkzeug, um Gedanken zu ordnen und Prioritäten zu setzen, was für selbstständige Frauen und Unternehmerinnen unerlässlich ist. In der hektischen Welt des Unternehmertums können Gedanken und Ideen leicht verloren gehen oder überwältigend wirken.
Das Bullet Journal bietet eine strukturierte Methode, diese Gedanken zu erfassen und zu organisieren. Durch das Aufschreiben von Aufgaben, Zielen und Notizen wird das Gedankenchaos geordnet, was zu klareren Entscheidungen und fokussiertem Handeln führt.
Dieser Prozess hilft nicht nur, wichtige Aufgaben und Ziele im Auge zu behalten, sondern reduziert auch das Gefühl der Überwältigung und steigert die Konzentrationsfähigkeit. So wird ein effizienter und zielgerichteter Arbeitsfluss ermöglicht.
Flexibilität
Ein wesentlicher Vorteil des Bullet Journalings ist seine unglaubliche Flexibilität. Anders als bei vielen vorgefertigten Planern, kann das Bullet Journal individuell gestaltet werden, um deinen spezifischen Anforderungen und Arbeitsstilen gerecht zu werden.
Ob du tägliche, wöchentliche oder monatliche Übersichten bevorzugst, ob du Raum für kreative Ideen oder detaillierte Projektplanungen benötigst – das Bullet Journal passt sich an.
Diese Anpassungsfähigkeit ist besonders wichtig für Unternehmerinnen, deren Bedürfnisse sich mit der Zeit und mit dem Wachstum ihres Unternehmens verändern können. Das Bullet Journal wächst und entwickelt sich mit dir und deinem Business, was es zu einem langfristig wertvollen Werkzeug macht.
Kreativität und Individualität
Das Bullet Journal ist nicht nur ein Organisationswerkzeug, sondern auch eine Leinwand für Kreativität und persönlichen Ausdruck. Es bietet die Freiheit, Seiten so zu gestalten, wie es am besten zu deiner Persönlichkeit und deinen Bedürfnissen passt.
Dies kann durch künstlerische Gestaltung, Farbcodes, Symbole oder sogar durch das Einfügen persönlicher Abschnitte wie Stimmungs-Tracker oder Inspirationssammlungen geschehen. Diese kreative Freiheit macht nicht nur Spaß, sondern fördert auch die Bindung zum Journal, was die regelmäßige Nutzung unterstützt.
Für selbstständige Frauen bietet dieses kreative Element eine willkommene Pause vom Alltag und eine Chance, ihre Individualität auszudrücken.
Verbesserte Produktivität
Die Verwendung eines Bullet Journals kann zu einer erheblichen Steigerung der Produktivität führen. Durch die klare Strukturierung von Aufgaben und Zielen hilft es, den Überblick über anstehende und erledigte Aktivitäten zu behalten.
Das Setzen von Deadlines und Prioritäten wird vereinfacht, und die Fortschritte bei Projekten können leicht nachverfolgt werden. Diese Organisation führt zu weniger Zeitverschwendung und effizienterem Arbeiten. Zudem ermöglicht die tägliche Reflexion im Bullet Journal, Zeitfresser zu identifizieren und die Arbeitsweise kontinuierlich zu optimieren.
Für Unternehmerinnen bedeutet dies, dass sie ihre Zeit und Ressourcen besser auf die Bereiche konzentrieren können, die den größten Einfluss auf ihr Geschäft haben.
Einsatzmöglichkeiten des Bullet Journals für das Business
Zielsetzung
Für selbstständige Frauen und Unternehmerinnen ist die klare Definition und Verfolgung von Geschäftszielen entscheidend. Das Bullet Journal dient als effektives Werkzeug, um sowohl kurzfristige als auch langfristige Ziele festzuhalten und regelmäßig zu überprüfen.
Durch das Aufschreiben deiner Ziele im Bullet Journal werden diese greifbarer und mental verankert. Du kannst Fortschritts-Tracker verwenden, um deine Annäherung an diese Ziele zu visualisieren, was wiederum die Motivation steigert. Die Möglichkeit, Ziele zu überarbeiten und anzupassen, sorgt für Flexibilität in deiner Planung und ermöglicht es dir, dich schnell an veränderte Umstände oder Prioritäten anzupassen.
Diese Methode fördert nicht nur ein zielgerichtetes Handeln, sondern hilft auch dabei, den Fokus zu bewahren und sich nicht in Nebensächlichkeiten zu verlieren.
Zeitmanagement
Effizientes Zeitmanagement ist für das Gelingen jedes Business unerlässlich. Das Bullet Journal ermöglicht eine detaillierte Planung deines Tages, deiner Woche oder deines Monats.
Durch die Erstellung von Daily Logs kannst du tägliche Aufgaben planen, während Weekly Logs oder Monthly Logs dir helfen, einen Überblick über längere Zeiträume zu behalten. Diese Strukturierung ermöglicht es dir, Meetings, Deadlines und andere wichtige Ereignisse im Auge zu behalten und sicherzustellen, dass du deine Zeit effektiv nutzt.
Das Bullet Journal fördert zudem das Prinzip der bewussten Zeitnutzung, indem es dich ermutigt, Aufgaben nach ihrer Wichtigkeit und Dringlichkeit zu priorisieren, was zu einer produktiveren und fokussierten Arbeitsweise führt.
Projektplanung
Das Bullet Journal ist ein ideales Werkzeug für die Projektplanung, besonders wenn du mehrere Projekte gleichzeitig managst. Es ermöglicht dir, für jedes Projekt einen eigenen Abschnitt zu erstellen, in dem du Ziele, Meilensteine, Deadlines und spezifische Aufgaben festhalten kannst. Mit dem Bullet Journal kannst du den Fortschritt jedes Projekts verfolgen und gleichzeitig sicherstellen, dass du keinen wichtigen Aspekt übersiehst.
Diese zentrale Übersicht erleichtert es, den Überblick zu behalten und Ressourcen effektiv zu verteilen. Die Möglichkeit, Notizen und Änderungen direkt im Journal vorzunehmen, macht es zu einem lebendigen Dokument, das sich ständig weiterentwickelt und anpasst.
Brainstorming
Für kreative Prozesse und die Entwicklung neuer Geschäftsideen bietet das Bullet Journal einen idealen Rahmen. Es bietet Raum, um spontane Ideen festzuhalten, Gedanken zu entwickeln und Konzepte zu skizzieren.
Durch die Verwendung von Mindmaps, Brainstorming-Listen oder Skizzen kannst du kreative Prozesse systematisch erfassen und weiterentwickeln. Diese Flexibilität ist besonders wertvoll, wenn es darum geht, innovative Lösungen für geschäftliche Herausforderungen zu finden oder neue Produkte und Dienstleistungen zu konzipieren.
Die Möglichkeit, jederzeit Ideen hinzuzufügen und zu erweitern, macht das Bullet Journal zu einem ständigen Begleiter im kreativen Prozess und hilft dir, deine Gedanken zu ordnen und zu strukturieren.
10-Schritte-Anleitung zum Starten mit deinem Bullet Journal
Schritt 1: Wähle ein Notizbuch
Das Notizbuch ist das Herzstück deines Bullet Journals. Es muss nicht teuer oder ausgefallen sein; ein einfaches Notizbuch reicht völlig aus.
Wichtig ist, dass es zu deinen Bedürfnissen passt. Überlege, ob du ein gepunktetes, liniertes oder blanko Notizbuch bevorzugst.
Die Größe des Notizbuchs sollte so gewählt sein, dass es sowohl praktisch für den täglichen Gebrauch ist als auch genug Platz für deine Einträge bietet.
Einige bevorzugen ein Hardcover für Langlebigkeit, während andere die Flexibilität eines Softcover-Buchs schätzen.
Schließlich ist die Papierqualität wichtig, besonders wenn du planst, verschiedene Stifte oder Farben zu verwenden.
Ich selbst nutze sehr gerne die Hardcover Bücher von Leuchtturm 1917, und zwar in DIN A5 mit der Lineatur dotted: Leuchtturm 1917
Schritt 2: Verstehe die Grundlagen
Bevor du beginnst, ist es wichtig, die grundlegenden Elemente des Bullet Journaling zu verstehen: Index, Future Log, Monthly Log und Daily Log.
Der Index dient als Inhaltsverzeichnis, um Einträge schnell finden zu können.
Das Future Log ist für langfristige Planung gedacht, wo du Ereignisse und Ziele für die kommenden Monate notierst. Ich nutze es auch, um mir Geburtstage zu notieren.
Der Monthly Log gibt eine Übersicht über den aktuellen Monat, einschließlich wichtiger Termine und Ziele.
Schließlich ist das Daily Log dein täglicher Begleiter, in dem du Aufgaben, Termine und Notizen festhältst.
Diese Elemente bilden das Gerüst deines Bullet Journals und helfen dir, organisiert zu bleiben.
Schritt 3: Setze dir Ziele
Überlege dir, was du mit deinem Bullet Journal erreichen möchtest. Möchtest du deine Produktivität steigern, besser organisiert sein oder deine persönlichen Ziele verfolgen?
Deine Ziele bestimmen, wie du dein Journal gestaltest und nutzt. Setze dir klare und erreichbare Ziele und überlege dir, wie das Bullet Journal dir dabei helfen kann, diese zu erreichen. Ziele können von der Verbesserung des Zeitmanagements bis hin zur Steigerung der Kreativität reichen.
Das Festlegen von Zielen hilft dir, deinen Fokus zu behalten und macht die Nutzung deines Bullet Journals zielgerichteter und effektiver.
Schritt 4: Gestalte dein Layout
Das Schöne am Bullet Journaling ist, dass du dein Layout individuell gestalten kannst. Experimentiere mit verschiedenen Layouts, um herauszufinden, was für dich am besten funktioniert. Manche Menschen bevorzugen einfache und minimalistische Layouts, während andere kreative und farbenfrohe Designs mögen.
Berücksichtige beim Gestalten deines Layouts, wie viel Platz du für tägliche Einträge, wöchentliche Übersichten und monatliche Planungen benötigst. Du kannst auch Bereiche für spezielle Listen oder Tracker hinzufügen.
Dein Layout sollte deine Arbeitsweise und deine persönlichen Vorlieben widerspiegeln und kann im Laufe der Zeit angepasst werden.
Das Layout meines Bullet Journals hat sich im Laufe der letzten 4 Jahre immer wieder verändert und ich habe es für mich so angepasst, dass ich mich mit meinem persönlichen Bullet Journal wohlfühle.
Schritt 5: Nutze das Future Log
Das Future Log ist für langfristige Planungen und Ziele gedacht. Hier kannst du Ereignisse, Ziele und Aufgaben notieren, die in den kommenden Monaten anstehen.
Dieses Log hilft dir, einen Überblick über deine langfristigen Pläne zu behalten und sicherzustellen, dass du auf deine Ziele hinarbeitest. Es ist auch ein nützliches Werkzeug, um sicherzustellen, dass du wichtige Deadlines nicht verpasst und deine Zeit effektiv planst.
Ich trage hier wichtige Eckpunkte meiner Jahresplanung ein, damit ich diese nicht aus den Augen verliere und immer wieder überprüfen kann, ob ich noch auf dem richtigen Weg bin.
Schritt 6: Integriere das Monthly Log
Das Monthly Log gibt dir eine Monatsübersicht auf einen Blick. Es hilft dir, langfristig zu planen und sicherzustellen, dass du wichtige Termine und Ereignisse nicht verpasst.
Nutze das Monthly Log, um Monatsziele zu setzen, wichtige Termine festzuhalten und eine Übersicht über bevorstehende Projekte zu haben.
Du kannst auch einen Monatsrückblick hinzufügen, um deine Fortschritte und Erfolge zu reflektieren. Dies hilft dir, deine Planung und Ziele regelmäßig zu überprüfen und anzupassen.
Schritt 7: Wichtigster Baustein: Das Daily Log
Das Daily Log ist das Herzstück deines Bullet Journals. Hier notierst du tägliche Aufgaben, Termine und wichtige Notizen.
Beginne jeden Tag mit einem frischen Log, oder plane ein paar Tage im Voraus, je nach deiner Vorliebe.
Verwende Symbole, um Aufgaben, Ereignisse und Notizen zu kennzeichnen. Dies erleichtert das schnelle Erfassen deines Tages und hilft dir, organisiert zu bleiben.
Das Daily Log ist auch ein großartiger Ort, um deine Fortschritte zu verfolgen und sicherzustellen, dass du auf Kurs bleibst, um deine Ziele zu erreichen.
Schritt 8: Personalisiere dein Journal
Dein Bullet Journal sollte ein Spiegel deiner Persönlichkeit und deiner Bedürfnisse sein. Personalisiere es, indem du Listen, Tracker oder Skizzen hinzufügst, die für dich relevant sind.
Du könntest zum Beispiel Tracker für Gewohnheiten, Stimmungen, Schlaf oder Fitness hinzufügen. Listen können alles Mögliche umfassen, von Büchern, die du lesen möchtest, bis hin zu Geschäftsideen, die du erforschen möchtest.
Skizzen und Zeichnungen können deinem Journal eine persönliche Note verleihen und den Prozess des Journalings angenehmer machen.
Schritt 9: Überprüfe und passe an
Ein Bullet Journal ist ein lebendiges Dokument, das sich mit dir entwickelt. Nimm dir regelmäßig Zeit, um dein Journal zu überprüfen und anzupassen.
Was funktioniert gut? Was könnte verbessert werden?
Diese Reflexion hilft dir, dein Journal effektiver zu gestalten und sicherzustellen, dass es deine aktuellen Bedürfnisse und Ziele widerspiegelt.
Sei nicht zögerlich, das Layout oder die Struktur zu ändern, wenn du das Gefühl hast, dass eine Anpassung nötig ist.
Schritt 10: Sei geduldig mit dir selbst
Zuletzt, sei geduldig mit dir selbst. Perfektion ist nicht das Ziel; es geht um Fortschritt und persönliche Entwicklung.
Es kann eine Weile dauern, bis du das System findest, das am besten für dich funktioniert.
Mach dir keine Sorgen, wenn dein Journal nicht so aussieht wie diejenigen, die du online siehst. Jedes Bullet Journal ist einzigartig und sollte deine persönliche Reise widerspiegeln. Genieße den Prozess und sei stolz auf deine Fortschritte.
Jeder dieser Schritte ist darauf ausgerichtet, dir zu helfen, ein Bullet Journal zu starten und zu pflegen, das nicht nur funktional, sondern auch persönlich und anpassbar ist.
Fazit
Bullet Journaling ist mehr als nur eine Methode zur Organisation. Es ist ein Weg, um Klarheit zu schaffen, Ziele zu erreichen und letztlich mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu haben. Für selbständige Frauen und Unternehmerinnen wie dich kann es ein entscheidendes Werkzeug sein, um die Überforderung beim Online-Marketing zu überwinden und effizienter zu arbeiten.
Probiere es aus und lass dich von der Kreativität und Produktivität, die es freisetzt, inspirieren!
Eine Strategie ist etwas, was sich jede Selbständige oder Unternehmerin für ihr Business wünscht, damit es sich geplanter, zuverlässiger und sinnvoller anfühlt, als ohne Strategie loszugehen. Das gilt natürlich oder erst recht für die Online-Marketing-Strategie.
Denn anstatt wie wild auf allen möglichen Plattformen und Kanälen aktiv zu sein und zu hoffen, dass die Kunden einen schon irgendwie finden werden, ergibt es Sinn, das ganze strategisch, eben mit einer Online-Marketing-Strategie anzugehen.
Online-Marketing kann aber eben auch nur professionell, effektiv und effizient betrieben werden, wenn eine Online-Marketing-Strategie verfolgt wird, die sich an den Zielen, den Angeboten, den Wunschkunden und den richtigen Kanälen orientiert.
Was eine Online-Marketing-Strategie ist, warum es sinnvoll ist eine zu haben und wie du dir deine eigene sinnvolle und umsetzbare Online-Marketing-Strategie erstellst, das erfährst du hier.
Einführung in das Thema Online-Marketing-Strategie
Was ist eine Online-Marketing-Strategie genau und was umfasst sie?
Die Online-Marketing-Strategie ist ein strategischer und damit zielgerichteter Ansatz, der von Selbständigen und Unternehmen entwickelt wird, um ihre Online Präsenz zu optimieren und ihre Marketingziele zu erreichen.
Aha! Geht’s genauer? Na klar!
Dabei umfasst die Online-Marketing-Strategie eine Reihe von Aktivitäten und Taktiken, die darauf abzielen,
Potenzielle Kunden anzusprechen,
Den Traffic auf den aus meiner Sicht wichtigsten Kanal, nämlich deine Website, zu lenken,
Die Markenbekanntheit zu erhöhen
Und damit letztendlich den Umsatz zu steigern.
Um die Online-Marketing-Strategie noch genauer erklären zu können, kann das Modell des Marketing-Mix mit den 4P herangezogen werden.
Bei den 4P handelt es sich um Product, Price, Placement und Promotion. In aller Kürze bedeutet es, dass zu einem Produkt (product) ein Preis (price) festgelegt wird, ein Verkaufskanal bzw. Distributionskanal (placement) gefunden und entsprechend Werbung (promotion) über digitale Kanäle erfolgt. Die Kenntnis des Marketing-Mix ist also hilfreich, um eine Online-Marketing-Strategie zu entwickeln. Mehr zum Marketing-Mix kannst du hier nachlesen: Dein optimaler Marketing-Mix – das solltest du beachten
Podcast-Episode #052: Online-Marketing-Strategie – die ultimative Anleitung Teil 1
Bedeutung einer gut durchdachten Strategie für den Online-Erfolg
Eine gut durchdachte Online-Marketing-Strategie ist also etwas, was dich zum Online Erfolg und zu mehr Umsatz führen kann. Vor allem aber kann sie dafür sorgen, dass weniger Zeit verbummelt wird und du sinnvollere Marketingaktivitäten vornimmst.
Sie schützt dich also vor allem auch davor, einfach “irgendetwas zu machen” in der Hoffnung, dass sich schon jemand angesprochen fühlt und sein Geld bei dir ausgibt.
Klingt sinnvoll, findest du nicht auch?
Unterschied zur Digitalen Marketing Strategie
Aber da gibt’s ja noch dieses Digitale Marketing?
Ja genau!
Damit du die Wichtigkeit und Bedeutung der Online-Marketing-Strategie noch besser erkennst, sollten wir zunächst auf die Digitale Marketing Strategie zu sprechen kommen und die Unterschiede zwischen diesen Begrifflichkeiten klären.
Online-Marketing-Strategie
Die Online-Marketing-Strategie konzentriert sich speziell auf die Vermarktung und Promotion von Produkten, Dienstleistungen oder Marken im Internet.
Sie umfasst alle Marketingaktivitäten, die über digitale Kanäle wie Websites, Suchmaschinen, E-Mail-Marketing, Social Media und Online-Werbung durchgeführt werden.
Eine Online-Marketing-Strategie zielt darauf ab, die Online-Präsenz und Sichtbarkeit zu verbessern, Traffic zu generieren, Leads zu generieren und Conversions zu steigern.
So weit. So gut.
Digitale Marketing-Strategie
Eine Digitale Marketing-Strategie hingegen bezieht sich auf eine umfassendere Herangehensweise an das Marketing, bei der digitale Kanäle, Technologien und Medien als integraler Bestandteil der gesamten Marketing-Strategie betrachtet werden.
Sie umfasst sowohl Online- als auch Offline-Marketingmaßnahmen und berücksichtigt alle Aspekte des digitalen Marketings, einschließlich mobiler Apps, digitale Außenwerbung, digitale PR, Influencer-Marketing und andere digitale Technologien und Tools.
Eine Digitale Marketing-Strategie zielt also darauf ab, eine nahtlose und integrierte Kundenerfahrung über verschiedene Kanäle hinweg zu schaffen und die Kundenbindung sowie die Markenbekanntheit zu verbessern.
Bezüglich des Unterschieds zwischen Online-Marketing-Strategie und Digitaler Marketing-Strategie kann man also sagen, dass, dass eine Online-Marketing-Strategie sich auf spezifische Online-Kanäle und -Maßnahmen konzentriert, während eine Digitale Marketing-Strategie einen breiteren Ansatz verfolgt und sowohl Online- als auch Offline-Marketing Aspekte berücksichtigt, um eine ganzheitliche Kundenerfahrung zu schaffen.
Die Wahl zwischen einer Online-Marketing-Strategie und einer Digitalen Marketing-Strategie hängt von den Zielen, der Zielgruppe und den verfügbaren Ressourcen ab.
Und weil wir uns gerade mehr für spezifische Online-Kanäle und -Maßnahmen interessieren, beschäftigen wir uns hier in der Folge mit der Online-Marketing-Strategie und schauen uns an, was die Grundlagen, die Bedeutung und die Schritte zur Online-Marketing-Strategie Entwicklung im Detail sind.
Grundlagen des Online-Marketings
Für die Entwicklung einer Online-Marketing-Strategie ist es also zunächst wichtig, sich das Online-Marketing an sich genauer anzuschauen.
Was ist das Online-Marketing.
Welche Online-Marketing-Kanäle und -Instrumente gibt es im Online-Marketing.
Was sind die Unterschiede zum traditionellen Marketing.
Definition von Online-Marketing
Definitionsgemäß ist Online-Marketing eine Strategie zur Förderung von Produkten, Dienstleistungen oder Marken über das Internet.
Übersetzt heißt das:
Wenn du deine Produkte online verkaufen möchtest, dann kommst du um das Online-Marketing nicht herum.
Das Online-Marketing beschert dir die Sichtbarkeit in der Online-Welt, die du brauchst, damit Menschen auf dich und deine Dienstleistungen aufmerksam werden können.
Wichtige Kanäle und Instrumente im Online-Marketing
Das Online-Marketing nutzt dabei digitale Kanäle, um gezielte Zielgruppen anzusprechen, die Markenbekanntheit zu steigern, Kunden zu gewinnen und den Umsatz zu steigern.
Die wichtigsten Kanäle und Instrumente im Online-Marketing umfassen:
Das Suchmaschinenmarketing bezieht sich auf alle Marketingaktivitäten, die darauf abzielen, die Sichtbarkeit deiner Website in den Suchmaschinenergebnissen zu verbessern. Es ist ein Überbegriff, der sowohl Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization, SEO), als auch Suchmaschinenwerbung (Search Engine Advertising, SEA) umfasst.
Die Suchmaschinenoptimierung ist der Prozess der Verbesserung einer Website, um deren organische (nicht bezahlte) Platzierung in den Suchmaschinenergebnissen zu erhöhen. Das Hauptziel von SEO besteht deshalb darin, den Traffic auf einer Website zu steigern, indem sie für bestimmte Suchbegriffe oder Keywords besser gerankt wird. Dies wird unter anderem dadurch erreicht, indem die Website-Struktur verbessert, qualitativ hochwertiger Inhalt bereitgestellt und relevante Backlinks aufgebaut werden.
Die Suchmaschinenwerbung hingegeben bezieht sich auf bezahlte Anzeigen, die in den Suchmaschinenergebnissen angezeigt werden. Das kennst du schon, wenn du dir deine Google-Suchergebnisse genauer anschaust.
Im Gegensatz zur organischen Platzierung bei der Suchmaschinenoptimierung werden diese Anzeigen nämlich oberhalb oder neben den organischen Ergebnissen platziert und mit dem Hinweis „Anzeige“ oder „Gesponsert“ gekennzeichnet.
Die Platzierung und Relevanz der Anzeigen werden normalerweise durch eine Auktionsmethode bestimmt, bei der Werbetreibende bieten, um ihre Anzeigen für bestimmte Keywords anzuzeigen.
Beide Methoden, also sowohl SEO als auch SEA, zielen darauf ab, den Traffic auf der Website zu erhöhen. Suchmaschinenmarketing kombiniert die beiden Ansätze der Optimierung von Inhalten und Verbesserung der Website-Struktur sowie der Suchmaschinenwerbung durch bezahlte Anzeigen miteinander. Dies soll zur Maximierung der Sichtbarkeit einer Website und somit mehr Erfolg im Online-Marketing führen.
Content-Marketing
Content-Marketing ist ein wesentlicher Bestandteil des Online-Marketings, der darauf abzielt, wertvolle, relevante und nachhaltige Inhalte zu erstellen, um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu gewinnen, sie zu informieren und zu unterhalten sowie eine langfristige Beziehung aufzubauen.
Dies geschieht durch Erstellung, Veröffentlichung und Verbreitung von sogenanntem Langform-Content wie Blogartikel, Videos, Podcast-Episoden und E-Books,
Besonderes Augenmerk beim Content-Marketing liegt im Mehrwert der Zielgruppe. Content-Marketing ermöglicht es, nützliche und relevante Inhalte bereitzustellen, die den Bedürfnissen und Interessen der Zielgruppe entsprechen. Guter Content kann das Vertrauen der Kunden stärken und zur Markenbildung beitragen.
Durch die Erstellung qualitativ hochwertiger Inhalte können Selbstständige und Unternehmer ihre Sichtbarkeit in Suchmaschinen erhöhen, denn durch optimierten relevanten Content können diese Inhalte in den Suchmaschinen höher ranken und zu mehr Traffic auf der Website führen.
Durch das Teilen der Inhalte auf Social Media Kanälen, im Newsletter oder auf sonstigen Kanälen kann zudem die Reichweite erhöht und neue potenzielle Kunden erreicht werden.
Gutes Content-Marketing führt darüber hinaus zu Kundenbindung, Markenloyalität und zur Positionierung als Expertin in deinem Bereich. Wenn du mehr über das Content-Marketing erfahren möchtest, kannst du hier weiterlesen: Was ist Content Marketing einfach erklärt
Social-Media-Marketing
Ein weiterer wichtiger Online-Marketing-Bereich ist das Social-Media-Marketing, da es Selbständigen und Unternehmen die Möglichkeit bietet, eine direkte Verbindung zu ihrer Zielgruppe herzustellen und ihre Bekanntheit zu steigern.
Das Social-Media-Marketing nutzt Plattformen wie Facebook, Instagram oder LinkedIn, um mit der Zielgruppe in Kontakt zu treten und somit potenzielle Kunden anzusprechen.
Wichtige Punkte bei der Nutzung des Social-Media-Marketings sind, dass du auch hier eine klare Strategie haben und Ziele festlegen musst. Nur mit einer durchdachten Strategie schaffst du es, deine Ressourcen effizient einzusetzen und deine Erfolge auf Social-Media wahrnehmen zu können.
Social-Media-Marketing lebt von hochwertigen und relevanten Inhalten, die die Zielgruppe ansprechen. Dabei sind mehr als beim Content-Marketing Kreativität und Originalität gefragt, um aus der Masse herauszustechen und die Aufmerksamkeit der Nutzer gewinnen zu können.
Die jeweilige Social-Media-Plattform genau zu kennen, um den Algorithmus bestmöglich ausnutzen zu können, ist essenziell für den Erfolg auf dem jeweiligen Kanal. Ansonsten verpuffen die Anstrengungen im Nirwana.
E-Mail-Marketing
Auch das E-Mail-Marketing kann eine äußerst effektive Methode im Online-Marketing darstellen, um mit Kunden in Kontakt zu treten und die für das eigene Marketing gesetzten Ziele zu erreichen.
Das E-Mail-Marketing bietet eine direkte und persönliche Kommunikation mit potenziellen Kunden und ermöglicht es, individuelle Botschaft gezielt auch an eine spezifische Zielgruppe zu senden.
Einer der größten Vorteile des E-Mail-Marketings ist die Reichweite, denn nahezu jeder Internetnutzer besitzt eine E-Mail-Adresse und die meisten Menschen überprüfen ihre E-Mails regelmäßig. Die Nutzung von E-Mail als Kommunikationsmedium ist durchgehend anerkannt und hat den Postweg nahezu abgelöst.
Außerdem stellt das E-Mail-Marketing eine kostengünstige Methode des Online-Marketings, gerade im Vergleich zu Printwerbung und Direktmailings dar. Durch die personalisierte und individualisierte Bereitstellung von Inhalten und die Anpassung der Inhalte durch Segmentierung wird die Verkaufsrate signifikant erhöht.
Darüber hinaus kann das E-Mail-Marketing automatisiert genutzt werden, sodass E-Mail-Kampagnen geplant, vorbereitet und automatisch versendet werden kann. Das ist zeit- und ressourcensparend.
Weitere Kanäle und Instrumente des Online-Marketings
Weitere Kanäle und Möglichkeiten des Online-Marketings sind das Affiliate-Marketing, bei dem Unternehmen mit Partnern zusammenarbeiten, die ihre Produkte oder Dienstleistungen bewerben und dafür eine Provision erhalten.
Zudem gibt es das Influencer-Marketing, welches meistens von Instagram bekannt ist. Das Influencer-Marketing nutzt die Reichweite und Glaubwürdigkeit einflussreicher Personen in bestimmten Nischen, um Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben.
Beim Video-Marketing werden Videos erstellt und geteilt, um Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben. Dies geschieht meist über Plattformen wie YouTube und Vimeo.
Die Display-Werbung umfasst Banner-Anzeigen, Pop-Ups und andere grafische Anzeigen, die auf Websites, mobilen Apps oder sozialen Medien geschaltet und gezielt auf bestimmte Zielgruppen ausgerichtet werden. All diese Kanäle und Instrumente im Online-Marketing bieten Unternehmen eine Vielzahl von Möglichkeiten, ihre Zielgruppe zu erreichen und mit ihnen zu interagieren. Eine erfolgreiche Online-Marketing-Strategie erfordert eine sorgfältige Planung, kontinuierliche Analyse und Optimierung, um die gewünschten Ziele zu erreichen.
Unterschiede zum traditionellen Marketing
Der Hauptunterschied zwischen Online-Marketing und traditionellem Marketing liegt in den Kanälen und Techniken, die zur Erreichung der Zielgruppe verwendet werden.
Während beim traditionellen Marketing vor allem auf Printmedien, Fernsehen, Radio und Direktwerbung gesetzt wird, nutzt das Online-Marketing digitale Kanäle wie Websites, soziale Medien, Suchmaschinen und E-Mail-Marketing.
Online-Marketing ermöglicht dabei eine gezieltere Ansprache, Aktivitäten können besser getrackt und gemessen werden und es ist eine direktere Interaktion mit dem Publikum im Vergleich zum traditionellen Marketing möglich.
Traditionelles Marketing ist also eher oldschool, oder?
Die Bedeutung einer Online-Marketing-Strategie
Die Online-Marketing-Strategie ist wichtig, wenn du im Online Business erfolgreich sein willst. Dazu sollten dir sowohl die Bedeutung der Strategie als auch die Vorteile einer gut geplanten Strategie bewusst sein.
Warum eine Strategie für den Online-Erfolg entscheidend ist
Eine Strategie ist für den Online-Erfolg so entscheidend, weil sie dabei hilft, die Ziele effektiv zu erreichen und das Potenzial der Aktivitäten auszuschöpfen.
Zielsetzung und Fokus
Eine klare Strategie ermöglicht es dir als Selbstständige oder Unternehmerin, deine Ziele zu definieren und deinen Fokus auf das zu legen, was dir für dein Online-Marketing wirklich wichtig ist. Es hilft dabei, eine klare Richtung für das Online-Business zu haben und die erforderlichen Schritte zu identifizieren, um genau diese Ziele zu erreichen.
Zielgruppenanalyse
Eine Strategie erfordert eine gründliche Analyse der Zielgruppe bzw. den Kundenavatars. Und diese strategische Analyse ist wichtig, damit du als Selbstständige oder Unternehmerin deine Online-Marketingaktivitäten direkt auf die spezifische Zielgruppe ausrichten kannst.
Durch das Verständnis der Bedürfnisse, Wünsche und Verhaltensweisen deiner Wunschkunden kannst du maßgeschneiderte Inhalte erstellen und deine Botschaften effektiver kommunizieren.
Wettbewerbsvorteil
Eine Strategie hilft dir außerdem dabei, den Wettbewerbsvorteil einer selbständigen Frau oder Unternehmerin zu identifizieren und auszunutzen.
Durch eine differenzierte Positionierung und die Betonung deines USP (unique selling point) bzw. deiner Stärken, kannst du dich von anderen abheben und eine starke individuelle Online-Präsenz aufbauen. Eine kluge Strategie ermöglicht es dir also, in einem überfüllten Markt erfolgreich zu sein.
Messbare Ergebnisse
Eine Strategie legt außerdem klare Ziele und Messgrößen fest, um den Erfolg der Online-Aktivitäten zu beurteilen.
Durch regelmäßige Überwachung und Auswertung der Leistung kannst du deine Strategie anpassen und optimieren, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Die Möglichkeit, den Fortschritt zu messen, trägt zur Motivation und zum langfristigen Erfolg bei.
Kontinuierliche Weiterentwicklung
Eine Strategie ermutigt zu kontinuierlicher Weiterentwicklung und Anpassung an sich verändernde Online-Trends und Kundenbedürfnisse.
Indem du deine Strategie regelmäßig überprüfst und aktualisierst, also eine Bestandsaufnahme machst, bleibst du als selbständige Frau und Unternehmerin relevant und wettbewerbsfähig. Eine flexible Strategie ermöglicht es dir, Chancen zu nutzen und sich den Herausforderungen anzupassen.
Vorteile einer gut geplanten Strategie im Vergleich zu ad hoc Maßnahmen
Der aus meiner Sicht größte Vorteil einer gut geplanten Online-Marketing-Strategie im Vergleich zu ad hoc Maßnahmen ist das effektive Ressourcenmanagement.
Eine Strategie hilft dir nämlich dabei, Ressourcen wie Zeit, Geld und Personal effektiv einzusetzen.
Als selbständige Frau und Unternehmerin kannst (und musst) du deine begrenzten Ressourcen auf diejenigen Online-Marketing Kanäle und -aktivitäten konzentrieren, die den größten Einfluss auf deinen Erfolg im Online-Business haben.
Durch eine strategische Planung kannst du Kosten minimieren und den Return on Investment maximieren.
Zusammenfassend ist eine Strategie für den Online-Erfolg entscheidend, da sie dir hilft, klare Ziele zu setzen, deine Zielgruppe besser zu verstehen, deinen Wettbewerbsvorteil zu nutzen, Ressourcen effektiv einzusetzen, messbare Ergebnisse zu erzielen und dich kontinuierliche weiterzuentwickeln.
Eine strategische Herangehensweise ist dabei der Schlüssel, um im heutigen digitalen Zeitalter erfolgreich zu sein, langfristig Wachstum zu erzielen, und zwar ohne auszubrennen.
Podcast-Episode #054: Online-Marketing-Strategie – die ultimative Anleitung Teil 2
Schritte zur Entwicklung einer Online-Marketing-Strategie
Die Entwicklung einer Online-Marketing-Strategie enthält verschiedene Schritte, die zu beachten sind.
Die strategische Planung des Online-Marketings umfasst unter anderem die Auswahl der richtigen Online-Marketing-Kanäle und -instrumente, die zur Erreichung der definierten Ziele eingesetzt werden. Dazu gehören, wie schon zuvor genannt, Suchmaschinenoptimierung (SEO), Suchmaschinenmarketing (SEM), Content-Marketing, E-Mail-Marketing, Social-Media-Marketing und vieles mehr. Jeder Kanal erfordert spezifische Strategien und Maßnahmen, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil einer Online-Marketing-Strategie ist die kontinuierliche Überwachung und Messung der Ergebnisse. Dies ermöglicht es, den Erfolg von Kampagnen zu bewerten, Anpassungen vorzunehmen und die Strategie zu optimieren. Analysetools liefern wichtige Informationen über den Website-Traffic, die Conversion-Raten, das Nutzerverhalten und andere relevante Metriken, die zur Verbesserung der Kampagnenleistung genutzt werden können.
Darüber hinaus umfasst eine ganzheitliche Online-Marketing-Strategie auch Aspekte wie das Branding, die Erstellung hochwertiger Inhalte, die Interaktion mit der Zielgruppe auf verschiedenen Plattformen und die Schaffung einer positiven Online-Reputation.
Der erste Schritt zur Entwicklung einer Online-Marketing-Strategie ist aber die Zielsetzung, d.h. du musst dein Ziel für dein Online-Marketing klar definieren. Und dieses Online-Marketing-Ziel ergibt sich wiederum aus deinen Unternehmenszielen, deiner Vision und deinen individuellen Werten, die in dein Online-Marketing einfließen.
Zielsetzung
Bei der Zielsetzung für dein Online-Marketing überlegst du dir also zunächst, was du perspektivisch mit deinem Online-Business erreichen und wo du z.B. in zwei, fünf oder zehn Jahren mit deinem Business stehen möchtest.
Daraus ergibt sich, welche nächsten Schritte du in deinem Online-Marketing gehen darfst, um diese größeren Ziele zu erreichen. Versuche, smarte Ziele zu definieren, d.h. deine Ziele sollten spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und zeitgebunden sein.
Es bringt wenig, wenn du sagst, du möchtest “mehr Kunden gewinnen” oder “mehr Umsatz machen” – natürlich willst du das. Aber das ist weder spezifisch noch messbar.
Beispiele für Online-Marketing Ziele
Besser ist es, dir kleine Online-Marketing Ziele zu setzen, die wirklich SMART sind, also z.B.
500 Newsletter-Abonnenten bis zum 31.12. gewinnen
2 Kundinnen für das Alles im Griff-Programm bis Ende Juli 2023 gewinnen
Erhöhung der Rate von Website-Besucher um 10% innerhalb der nächsten 6 Monate
20% mehr Social-Media-Follower auf Instagram in den nächsten vier Monaten
Selbstverständlich müssen diese Ziele dann noch einmal in Unterziele und To Do’s heruntergebrochen werden. Aber sobald du sinnvolle SMARTE Ziele für dein Online-Marketing ermittelt hast, kannst du deine Strategie entwickeln.
Ausgangspunkt der Strategie-Entwicklung
Du als Selbständige bzw. Unternehmerin hast eine bestimmte Expertise mit einem Angebot oder einer Dienstleistung, mit der du Menschen unterstützen, ihnen helfen oder ihren Schmerz bzw. unangenehme Gefühle mindern kannst.
Das ist dein Angebot bzw. daraus entwickelt sich dein Produkt.
Damit du aber genau weißt, was die Menschen da draußen in der Welt brauchen und wie ein passendes Angebot für sie aussehen könnte, musst du zunächst eine Zielgruppenanalyse oder Wunschkundenanalyse durchführen.
Zielgruppenanalyse
Die Zielgruppenanalyse ist ein wesentlicher Bestand des Online-Marketing, denn sie unterstützt dich dabei, deine Zielgruppe besser zu verstehen.
Bei der Zielgruppenanalyse werden grundsätzlich demografische, sozioökonomische und psychografische Merkmale der potenziellen Kunden untersucht, um ein genaues Profil der Zielgruppe zu erstellen.
Die Analyse ermöglicht es dir, gezielte Marketingstrategien zu entwickeln und effektiver zu kommunizieren. Indem du die Bedürfnisse, Interessen und Verhaltensweisen der Zielgruppe kennst, kannst du personalisierte Inhalte und maßgeschneiderte Angebote für die Zielgruppe erstellen.
Außerdem findest du über die Zielgruppenanalyse die richtigen Kanäle für die Verbreitung deiner Marketingbotschaften, so dass du deine Marketingaktivitäten effizienter gestalten kannst.
Identifikation der Zielgruppe(n)
Es ist durchaus möglich, dass du während der Zielgruppenanalyse bemerkst, dass du nicht nur eine Zielgruppe identifizieren kannst, sondern mehrere. Das ist vollkommen okay und kann von dir so übernommen werden.
Wichtig ist nur, dass du die Zielgruppen klar voneinander trennst, um dir die Kommunikation zu erleichtern.
Erstellung von Personas
Bezüglich der Erstellung von Personas, also Kundenavataren, scheiden sich ein bisschen die Geister. Während die einen davon ausgehen, dass man keine Persona benötigt, bin ich eine große Freundin davon, mindestens einen Kundenavatar zu erstellen.
Ich sehe dies vor allem vor dem Hintergrund der effizienten Kommunikation für notwendig an. Sobald du eine bestimmte Person vor Augen hast, die du mit deinem Marketing und deinen Marketingaktivitäten ansprichst, wird deine Kommunikation sofort klarer und genauer.
Dies liegt vor allem daran, dass du nicht versuchst, mit deinen Worten eine Vielzahl von Menschen, also eine Zielgruppe, zu erreichen, sondern nur “eine” Person. Natürlich fühlt sich von deinen Worten dann nicht nur eine Person angesprochen, sondern viele Personen.
Mit der Definition deiner Zielgruppe bzgl. deines Kundenavatars weißt du ganz genau Bescheid über die Alter, Geschlecht, Wohnort, Interessen, Beruf, Bildungsstand, Einkommen, Bedürfnisse, Ängste usw. der Menschen, die du mit deiner Expertise erreichen möchtest.
Hierbei ist neben den demografischen und sozioökonomischen Informationen eben auch wichtig zu wissen, wie der Mensch “tickt”. Worüber macht er sich Sorgen, was interessiert ihn, wie möchte er leben und worauf achtet sie in ihrem direkten Umfeld?
Außerdem geht es darum, das Kaufverhalten der jeweiligen Personengruppe anzuschauen und festzustellen, welche Faktoren entscheidend sind für eine Kaufentscheidung, ob die Person überhaupt selbst entscheiden kann oder eine stellvertretende Position einnimmt, welche Kaufeinwände sie gegebenenfalls geltend macht usw.
Eine Wettbewerbsanalyse im Online-Marketing ist grundsätzlich wichtig, um einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen. Auch wenn ich keine große Freundin davon bin, auf andere zu schielen, sondern mehr davon halte, “sein eigenes Ding” zu machen, schadet es nicht zu schauen, womit sich die Konkurrenz am Markt abhebt.
Die Wettbewerbsanalyse ermöglicht es, die Strategien, Taktiken und Stärken der Konkurrenz zu verstehen, um eigene Maßnahmen anzupassen und zu verbessern. Durch die Identifizierung von Chancen und Risiken im Marktumfeld können effektivere Marketingstrategien entwickelt werden.
Zudem hilft sie, Zielgruppen besser zu verstehen und deine eigene Positionierung zu optimieren. Eine Wettbewerbsanalyse ermöglicht es, Trends frühzeitig zu erkennen und sich an Veränderungen im Markt anzupassen, um langfristigen Erfolg sicherzustellen.
Analyse der Konkurrenz im Online Bereich
Um ehrlich zu sein: Ich mag das Wort Konkurrenz nicht. Das hat immer einen so negativen Beigeschmack. Mir gefällt es viel besser, die Konkurrenz als “Mitbewerber” zu benennen, denn als solche sehe ich sie auch an.
Es gilt also, die Mitbewerber im Online-Bereich zu analysieren, um Stärken und Schwächen der Mitbewerber zu identifizieren, Chancen und Risiken zu erkennen und daraus die Schlüsse für die eigene Positionierung herauszuarbeiten
Eine Wettbewerbsanalyse kann durch folgende Schritte erfolgen:
Identifikation von Mitbewerbern – schreib dir auf, wer aus deiner Online-Bubble das “gleiche” macht wie du
Sammeln von Daten über ihre Online-Aktivitäten – schau dir ihre Website, Social-Media-Accounts, Anzeigen usw. an
Analyse ihrer Zielgruppen, Marketingstrategien und Angebote – mit wem arbeiten deine Mitbewerber zusammen, für wen erstellen sie ihre Angebote, wen genau sprechen sie an
Vergleich der eigenen Stärken und Schwächen mit denen der Mitbewerber – was kannst du vielleicht besser, wo liegen ihre Stärken im Vergleich zu dir
Identifizierung von Chancen und Risiken im Marktumfeld – fallen dir Aspekte ein, die sie in ihren Angeboten und in ihrer Darstellung nicht aufgenommen haben, identifiziere Chancen
Ableiten von Strategien und Taktiken zur Verbesserung der eigenen Positionierung – wo siehst du Möglichkeiten, dich von deinen Mitbewerbern abzugrenzen und auf deinen USP aufmerksam zu machen
Kanalauswahl und -strategie
Sobald du dich genauer mit deiner Zielgruppe und auch ein bisschen mit deinen Mitbewerbern beschäftigt hast, kannst du die für dich richtigen Kanäle und die Kanalstrategie festlegen.
Überblick über verschiedene Online-Marketing Kanäle (z. B. Social Media, SEO, SEA, E-Mail-Marketing)
Wie bereits oben beschrieben gibt es jede Menge Online-Marketing-Kanäle, die du für dein Online-Marketing nutzen kannst:
SEO
SEA
Content-Marketing
Social-Media
E-Mail-Marketing
Affiliate-Marketing
usw.
Auswahl der Kanäle, die zur Zielgruppe und den Zielen passen
Wichtig ist, dass du die Online-Marketing-Kanäle auswählst, die zu deiner Zielgruppe, zu deinen Zielen und auch zu deinen Ressourcen passen.
Es bringt nichts, wenn du dir jetzt überlegst, auf mehreren Kanälen gleichzeitig zu starten, weil deine Zielgruppe potenziell auf all diesen Kanälen vertreten sein könnte oder ist. Das ist keine ressourcenschonende Vorgehensweise.
Such dir lieber einen Kanal aus, mit dem du dein eines Online-Marketing-Ziel erreichen kannst und welches auch bezüglich deiner zeitlichen und energetischen Ressourcen machbar ist.
Hierbei rate ich dazu, zunächst einen Kanal für Longform-Content auszuwählen, also z.B. Blog, Video oder Podcast. Dann suchst du dir einen Social-Media-Kanal aus, also z.B. Instagram, Facebook oder LinkedIn.
Achte darauf, dass du zunächst diesen einen bzw. diese beiden Kanäle ordentlich und effizient bespielst, bevor du deine Marketing-Aktivitäten ausweitest.
Strategie für jeden ausgewählten Kanal entwickeln
Sobald du dich für deine richtigen Kanäle entschieden hast -denk dran: weniger ist mehr!- kannst du die für jeden der Kanäle richtige Strategie entwickeln.
Dafür ist notwendig, dass du die Eigenarten eines jeden Kanals kennst und z.B. weißt, was auf Instagram, LinkedIn & Co. gut funktioniert und was no-gos sind.
Außerdem solltest du wissen, wie Veröffentlichungsraten für Blog, Podcast oder Videos bestmöglich anzusetzen sind.
In Anlehnung an deine zeitliche und energetische Verfügbarkeit kannst du daraus dann eine Strategie für jeden ausgewählten Kanal entwickeln.
Content-Strategie
Wie schon angedeutet, ist es sehr wichtig, eine Content-Strategie zu haben.
Warum?
Weil du nicht ewig Zeit übrig hast.
Warum noch?
Weil Content King ist und du darüber deine Wunschkunden direkt und zielgerichtet auf dich, deine Marke aufmerksam machen und so mehr Sichtbarkeit und Reichweite erlangen kannst.
Bedeutung von hochwertigem Content im Online-Marketing
Hochwertiger Content ist im Online-Marketing aus verschiedenen Gründen äußerst wichtig.
Hier sind drei konkrete und überzeugende Beispiele, warum es unerlässlich ist, wirklich guten Content zu erstellen:
Aufbau von Glaubwürdigkeit und Vertrauen:
Hochwertiger Content ermöglicht es dir als Selbständige oder Unternehmerin, dich als kompetente und vertrauenswürdige Quelle in deiner Branche zu etablieren.
Durch die Bereitstellung von relevanten und wertvollen Informationen kannst du das Vertrauen deiner Zielgruppe gewinnen und eine langfristige und nachhaltige Beziehung aufbauen.
Wenn du hochwertigen Content lieferst, demonstrierst du deine Expertise und förderst deine Glaubwürdigkeit, was wiederum das Vertrauen der Kunden in dich stärkt.
Beispiel: Du bist Finanzberater mit Schwerpunkt ETFs. Du kannst regelmäßig hochwertige Blogartikel veröffentlichen, die Grundlagen und fundierte Ratschläge zur Anlagestrategie in ETFs beinhalten. Dadurch gewinnst du das Vertrauen potenzieller Kunden, die auf der Suche nach verlässlichen Informationen sind.
Steigerung der Sichtbarkeit in Suchmaschinen:
Suchmaschinen wie Google bevorzugen hochwertigen und relevanten Content. Na logo, sie wollen ja bei Suchanfragen das bestmögliche Ergebnis für den Suchenden ausspielen können.
Durch die Erstellung von hochwertigem Content verbesserst du deine Chancen, in den Suchmaschinenergebnissen höher platziert zu werden. Gut optimierter und ansprechender Content kann zu einer besseren Sichtbarkeit führen und mehr organischen Traffic auf die Website lenken.
Beispiel: Du hast einen Online-Shop und erstellst hochwertige Produktbeschreibungen und Ratgeberartikel zur Nutzung der bei dir erhältlichen Produkte. Dadurch erhöhst du die Wahrscheinlichkeit, dass deine Website in den Suchergebnissen angezeigt wird, wenn potenzielle Kunden nach deinen Produkten oder Anwendungsmöglichkeiten suchen.
Engagement und virale Verbreitung:
Hochwertiger Content hat das Potenzial, Nutzer zu engagieren und zu begeistern. Wenn der Content informativ, unterhaltsam oder inspirierend ist, werden Nutzer eher dazu neigen, ihn mit anderen zu teilen, was zu einer viralen Verbreitung führen kann.
Viraler Content kann eine enorme Reichweite erzielen und es dir ermöglichen, deine Botschaft effektiv zu verbreiten.
Beispiel: Ein kleines Unternehmen, das selbstgemachte Outdoor-Spielgeräte verkauft, erstellt ein hochwertiges Video von einem fantastischen Outdoor-Spieletag mit Kindern. Das Video wird von Eltern geteilt und verbreitet sich schnell in sozialen Medien, was zu einem Anstieg der Wahrnehmung des kleinen Unternehmens führt.
Insgesamt spielt hochwertiger Content eine entscheidende Rolle im Online-Marketing, da er dabei hilft, Vertrauen aufzubauen, die Sichtbarkeit zu verbessern, Engagement zu fördern und Kundenbindung zu stärken.
Durch die zeitliche und gegebenenfalls auch finanzielle Investition in qualitativ hochwertigen Content kannst du langfristige Erfolge erzielen und deine Online-Präsenz optimieren.
Erstellung einer Content-Strategie (Themen, Formate, Veröffentlichungsplan)
Damit du bei der Erstellung von Content strategisch vorgehst und nicht ausbrennst vor lauter Aktionismus, solltest du dir eine gute Content-Strategie entwickeln.
Das bedeutet, dass du deinen Content thematisch planst, in die verschiedenen Formate überträgst und Veröffentlichungsdaten festlegst.
In diesem Video vermittle ich dir meine strategische Vorgehensweise bei der Contentplanung bzw. bei der Erstellung eines Redaktionsplans als Teil meiner Online-Marketing-Strategie:
Budgetplanung und Ressourcenallokation
Zu einer funktionierenden Online-Marketing-Strategie gehört auch, dass man sich mit Budgetplanung und Ressourcenallokation beschäftigt.
Relativ schnell wirst du als Selbständige oder Solopreneurin merken, dass du zeitlich an deine Grenzen stößt. Dann ist es sinnvoll, einen Teil der Aufgaben im Rahmen der Online-Marketing-Strategie auszulagern.
Auf der anderen Seite kannst du auch durch gezielte Festlegung des Marketingbudgets bestimmen, wo du welche Schwerpunkte im Online-Marketing setzen möchtest.
Festlegung des Marketingbudgets für Online Aktivitäten
Die Festlegung des Marketingbudgets für Online Aktivitäten ist also von entscheidender Bedeutung, da es die finanziellen Ressourcen bestimmt, die dir zur Verfügung stehen, um deine Marketingziele zu erreichen.
Auf diese Punkte solltest du bei der Festlegung des Marketingbudgets für Online Aktivitäten unbedingt achten:
Zielsetzung und Strategie: Bevor du das Budget festlegt, musst du klare Ziele und deine Online-Marketing-Strategie im grob definieren. Möchtest du beispielsweise deine Markenbekanntheit steigern, den Umsatz steigern oder neue Kunden gewinnen? Die sogenannte Budgetallokation hängt von diesen Zielen ab. Eine detaillierte Strategie hilft dabei, das Budget effektiv einzusetzen und sicherzustellen, dass es den gewünschten ROI (return on investment) erzielt.
Branchen- und Wettbewerbsanalyse: Es ist wichtig, die Online-Marketing-Aktivitäten der Konkurrenz und die Branchenstandards zu analysieren. Dies ermöglicht eine realistische Einschätzung der erforderlichen finanziellen Mittel. Wenn die Konkurrenz starke Online-Präsenz und hohe Marketingausgaben hat, muss man möglicherweise ebenfalls investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Messung und Optimierung: Die Überwachung und Messung der Leistung ist ein wesentlicher Bestandteil eines Online-Marketingbudgets. Durch die Verwendung von Analysetools kannst du den Erfolg der verschiedenen Marketingkanäle verfolgen und Rückschlüsse auf die Rentabilität ziehen.
Dabei musst du es mit der Analyse nicht übertreiben. Aber du wirst relativ schnell merken, ob sich ein Kanal für dich rentiert oder nicht.
Basierend auf diesen Erkenntnissen kann man das Budget über die Zeit hinweg anpassen und die Mittel in die am besten performenden Kanäle und Kampagnen umleiten. Die kontinuierliche Optimierung des Budgets verbessert die Effizienz und Effektivität der Online-Marketing-Aktivitäten.
Verteilung der Ressourcen auf die verschiedenen Kanäle und Maßnahmen
Die Festlegung des Marketingbudgets für Online-Aktivitäten ist entscheidend, um sicherzustellen, dass die finanziellen Ressourcen effektiv eingesetzt werden.
Auch hier gilt wieder: Weniger ist mehr.
Denn ob du dein Marketingbudget gleich wie dein zeitliches Budget auf einem oder auf 5 Kanälen ausgibst, macht einen gehörigen Unterschied. Überlege dir also, wie du die Ressourcen auf die verschiedenen Kanäle und Maßnahmen aufteilen möchtest.
Messung und Analyse
Nicht gerade eines meiner Lieblingsthemen, aber dennoch soll es nicht unter den Tisch fallen: Auch die Messung und Analyse ist Teil einer funktionierenden Online-Marketing-Strategie.
Dafür ist zunächst wichtig, dass du die relevanten KPIs festlegst. KPIs sind key performance indicators, also messbare Metriken, die verwendet werden, um den Erfolg einer Website oder Online-Marketing-Aktivität zu bewerten.
Im Endeffekt handelt es sich um die Betrachtung des Fortschritts, der Effektivität und Effizienz einer Marketing-Aktivität, um entscheiden zu können, ob diese sinnvoll ist oder nicht.
Die Auswahl der KPIs hängt auch wieder von deinen spezifischen Zielen und dem Fokus im Rahmen deiner Online-Marketing-Strategie ab. Hier sind einige der wichtigsten und meistgenutzten KPIs im Online-Marketing:
Conversion Rate: Die Conversion Rate misst den Prozentsatz der Website-Besucher, die eine gewünschte Aktion ausführen, wie beispielsweise einen Kauf, eine Registrierung oder das Ausfüllen eines Formulars. Sie ist eine wichtige Kennzahl, um die Effektivität Ihrer Marketingkampagnen zu beurteilen.
Return on Investment (ROI): Der ROI zeigt das Verhältnis zwischen dem Gewinn und den Kosten deiner Marketing-Aktivitäten. Er hilft dabei zu beurteilen, ob die Investition rentabel ist und ob du deine Ressourcen effektiv einsetzt.
Traffic Sources: Diese KPIs zeigt dir, woher dein Website-Traffic stammt. Du kannst beispielsweise den Anteil des organischen Suchverkehrs (sprich derjenigen, die über Google & Co. kommen), den Anteil der bezahlten Anzeigen (Google Ads) oder den Anteil der Social-Media-Besuche messen. Dies gibt dir Einblicke in die Wirksamkeit deiner Marketingkanäle und hilft dir, deine Ressourcen auf die effektivsten Kanäle zu konzentrieren.
Bounce Rate: Die Bounce Rate misst den Prozentsatz der Website-Besucher, die nach dem Betrachten einer einzelnen Seite die Website verlassen, ohne weitere Aktionen auszuführen. Eine hohe Bounce Rate kann darauf hinweisen, dass deine Website-Inhalte oder die Customer Journey verbessert werden müssen.
Einsatz von Analysetools zur Erfolgsmessung
Um deine Erfolge auf Social-Media zu messen, kannst du in der Regel die dortigen Analysemöglichkeiten bzw. die Facebook Insights nutzen. Hier bekommst du detaillierte Einblicke in das Publikum, die Reichweite von Beiträgen, das Engagement und andere Parameter, um den Erfolg deiner Marketing-Aktivitäten zu messen.
Für die Webanalyse ist Google Analytics eines der beliebtesten und bekanntesten Tools. Es bietet detaillierte Einblicke in den Website-Traffic, die Conversion-Rate, das Nutzerverhalten und vieles mehr. Außerdem hast du die Möglichkeit, Ziele einzurichten und KPIs zu tracken. Hier findest du mehr Informationen über Google Analytics als Analysetool für deine Online-Marketing-Strategie
Piwik, jetzt bekannt als Matomo, ist eine Open-Source-Webanalyseplattform. Es bietet ähnliche Funktionen wie Google Analytics, aber mit dem Vorteil, dass die Daten auf Ihren eigenen Servern gehostet werden können, was die Datenschutzaspekte verbessert.
Regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Strategie basierend auf den Ergebnissen
Solche Analysetool taugen natürlich nur etwas, wenn man sie regelmäßig nutzt und die vorher festgelegten Zahlen konsequent trackt.
Nur dann kann und sollte die Online-Marketing-Strategie auf die Erkenntnisse aus diesen Zahlen hin angepasst werden.
Herausforderungen und Lösungen
Die Online-Marketing-Strategie stellt für Selbständige und Unternehmer*innen eine große Herausforderung dar, die individuellen Lösungen bedarf.
Denn wenn es um Online-Marketing-Strategien für Selbstständige geht, könnte man meine, dass die größte Herausforderung darin besteht, die passende Tastatur zu finden oder den teuersten Onlinekurs zu kaufen.
Aber hey, wir leben im digitalen Zeitalter, also sollten wir uns von solchen Kleinigkeiten nicht aufhalten lassen.
Oder?
Stattdessen gibt es andere Hindernisse, die Selbständige bei der Entwicklung ihrer Online-Marketing-Strategie oft ausbremsen.
Typische Herausforderungen bei der Umsetzung einer Online-Marketing-Strategie
Zunächst hätten wir da den guten alten Zeitmangel. Selbständige sind wie Superhelden, die versuchen, die Welt zu retten, während sie gleichzeitig ihr Unternehmen aufbauen. Da bleibt kaum Zeit, um sich mit den Feinheiten des Online-Marketings auseinanderzusetzen.
Wer hat schon Zeit für einen gescheiten Blogartikel, wenn man gleichzeitig das nächste große Ding erfinden muss?
Dann haben wir noch das Problem der fehlenden Expertise. Selbständige sind Experten auf ihrem Gebiet, sei es das Reparieren von Fahrrädern oder das Backen von leckeren Kuchen.
Aber wenn es darum geht, die Tiefen des digitalen Marketings zu verstehen, fühlen sie sich manchmal wie ein Goldfisch im Meer – verloren und überfordert.
Suchmaschinenoptimierung, Konversionsraten, Leadgenerierung – das sind Fremdwörter, die nicht gerade dazu beitragen, dass man ruhig schlafen kann.
Zu guter Letzt haben wir ein Budget Problem. Online-Marketing kann teuer sein, vor allem für Selbstständige, die möglicherweise nicht über die finanziellen Ressourcen großer Unternehmen verfügen.
Und wenn man sein Budget für Anzeigen ausgegeben hat, bleibt einem nur noch übrig, im Internet nach kostenlosen Marketing-Tipps zu suchen und zu hoffen, dass sie nicht von einem Hobby-Blogger stammen, der eigentlich keine Ahnung hat.
Also, woran scheitern Selbstständige bei der Entwicklung ihrer Online-Marketing-Strategie? Zeitmangel, fehlende Expertise und ein knappes Budget sind die Schurken, die ihnen das Leben schwer machen. Aber hey, das heißt nicht, dass sie aufgeben sollten.
Lösungsansätze und Tipps zur Überwindung dieser Herausforderungen
Mit ein wenig Durchhaltevermögen, einer Prise Kreativität und einer Tasse Kaffee (oder zehn) kannst du als Selbstständige oder Unternehmerin diese Hindernisse überwinden.
Oder du nimmst dir folgende Tipps zu Herzen:
Zeitmanagement ist der Schlüssel: Selbstständige müssen ihre Zeit effektiv planen und Prioritäten setzen. Stelle sicher, dass du regelmäßig Zeit für das Online-Marketing einplanst und nutze Tools zur Automatisierung und Planung, um dir deine Arbeit zu erleichtern.
Bilde dich weiter: Als Selbstständiger solltest du dich mit den Grundlagen des Online-Marketings vertraut machen und dich fortbilden. Es gibt zahlreiche Online-Kurse, Webinare und Ressourcen, die dabei helfen, die Expertise in diesem Bereich aufzubauen.
Tipp: Bitte kaufe nicht einfach irgendeinen Online-Kurs, der dir eine Online-Marketing-Strategie verkaufen will. Ohne Feedback und ohne einen Sparringspartner wird das ziemlich sicher nicht funktionieren.
Wenn du tatsächlich dein Online-Marketing von Grund auf auf sichere Beine stellen willst, dann entwickle mit mir zusammen deinen Online-Marketing-Fahrplan, bei dem ich dich Schritt-für-Schritt unterstütze und solange an deiner Seite bin, bis du einen funktionierenden Fahrplan für dich gefunden und etabliert hast. Mehr Infos dazu findest du hier: Alles im Griff Marketing Mentoring
Outsourcing in Betracht ziehen: Wenn es an Zeit oder Expertise mangelt, kannst und solltest du als Selbstständige bestimmte Aufgaben des Online-Marketings an externe Dienstleister oder Freelancer auslagern. So kannst du dich auf dein eigentliches Business konzentrieren und dennoch eine effektive Marketingstrategie verfolgen.
Kreativität nutzen: Als Selbstständige kannst und solltest du kreativ sein und alternative Wege finden, um deine Botschaft zu verbreiten. Nutze kostenlose Marketing Kanäle wie Social Media, Blogging oder E-Mail-Marketing, um deine Zielgruppe zu erreichen, ohne das Budget zu sprengen.
Netzwerken und Kooperationen: Zusammenarbeit mit anderen Selbständigen oder Unternehmen kann eine Win-Win-Situation sein. Du kannst dein Publikum erweitern, indem du gemeinsame Marketingaktionen durchführen oder Gastbeiträge auf anderen Websites veröffentlichen.
Ein kleiner Schritt in diese Richtung sind übrigens Coworkings: Auch dort hast du die Möglichkeit, dein Netzwerk zu vergrößern und dich auszutauschen. Absolute Empfehlung von mir!
Nicht aufgeben: Das Wichtigste ist, dran zu bleiben und nicht aufzugeben.
Online-Marketing erfordert Zeit und Geduld.
Es kann einige Versuche dauern, bis du die richtige Strategie für dein Unternehmen gefunden hast. Bleibe am Ball und passe deine Strategie kontinuierlich an.
Lass dich dabei unbedingt unterstützen!
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Fazit
Eine gute Online-Marketing-Strategie wird dir dein Leben als Selbstständige oder Unternehmerin deutlich erleichtern. Du weißt dann, wann und wo du welche Marketing-Aktivitäten für deine Wunschkunden erstellen solltest, was deiner Vorgehensweise eine Menge Effektivität und Effizienz verschafft.
Lasse dich bei der Ermittlung deiner Online-Marketing-Strategie unbedingt unterstützen und begleiten. So sparst du dir unter dem Strich eine Menge Zeit und Geld, die du sonst auf unnützen Kanälen mit unnützen Marketing-Aktivitäten verballerst.
Fragst du dich auch, auf wie vielen Hochzeiten du tanzen bzw. wie viele Online Marketing Kanäle du parallel bespielen musst, damit du endlich sichtbar wirst? Die Online Marketing Welt bietet zahlreiche Möglichkeiten, online auf sich sichtbar zu machen. Da ist es wichtig, gut hinzuschauen, was die richtigen Online Marketing Kanäle für dein Business sind und wieviele du tatsächlich bespielen solltest.
Podcast-Episode #042: Online Marketing Kanäle – so viele brauchst du, um sichtbar zu werden
Was ist ein Online Marketing Kanal?
Unter einem Marketingkanal versteht man grundsätzlich die Verbindung zwischen Kunde und Unternehmerin, d.h. die Art und Weise, wie die Unternehmerin nach außen auftritt bzw. die Plattform, auf der die Unternehmerin auftritt, um andere Personen auf sich aufmerksam zu machen.
In der Offline-Welt entspricht das dem klassischen Ladengeschäft, wo durch eine ansprechende Auslage vorbeiziehende Kund*innen dazu animiert werden, das Geschäft zu betreten und so zu potenziellen Kund*innen zu werden.
Ein Online Marketing Kanal stellt im Gegensatz dazu eben einen Kanal dar, mit dessen Hilfe man im Online Marketing auf sich aufmerksam machen und sichtbar werden kann.
Nachfolgend stelle ich die aus meiner Sicht wichtigsten Online Marketing Kanäle dar und gebe meine persönliche Einschätzung dazu, wie viele von diesen Online Marketing Kanälen du tatsächlich benutzen solltest und warum.
Die wichtigsten Online Marketing Kanäle
Die Aussage darüber, was als Online Marketing Kanal angesehen werden kann, geht ziemlich auseinander. Ich persönlich meine damit alle Marketingaktivitäten bzw. -plattformen, über die du Sichtbarkeit für dein Online-Business erreichen kannst.
Deine Website
Aus meiner Sicht ist der wichtigste Online Marketing Kanal deine Website. Hierbei handelt es sich um eine Plattform, die ganz alleine dir gehört (jetzt mal abgesehen vom Hosting, aber da gibt es ja wirklich zuverlässige Anbieter, wie z.B. allinkl.com).
Auf dieser Plattform kannst du zu 100% die Inhalte selbst bestimmen und hast es daher auch in der Hand, deine Unternehmenswebsite, deinen Blog oder deinen Shop, ganz nach deinen Wünschen und deinen Business-Zielen zu gestalten.
Ein weiterer Online Marketing Kanal ist das Content-Marketing, bei dem es sich genau genommen um eine strategische Ausrichtung handelt.
Mit Content-Marketing ist die Erstellung kostenfreier Inhalte gemeint, also z.B. Blogartikel, Podcast-Episoden oder YouTube-Videos. Diese Inhalte werden für Suchmaschinen wie z.B. Google bereitgestellt. Es dauert eine Weile, bis die Suchmaschinen die Inhalte dann für potentielle Konsumenten dieser Inhalte ausspielen.
Jedenfalls handelt es sich beim Content-Marketing immer um suchmaschinenrelevanten Content, der auf langfristiges und nachhaltiges Marketing ausgelegt ist.
Allerdings beinhaltet Content Marketing mehr als nur Blogartikel, Videos und Podcast-Episoden. Was genau Content Marketing bedeutet, welche Vorteile das Content Marketing und eine Content Marketing Strategie für dein Business haben, damit habe ich mich in diesem Blogartikel ausführlich beschäftigt.
Suchmaschinenoptimierung (SEO) als Teil des Suchmaschinenmarketings (SEM)
Damit dein Content auch wirklich gefunden wird, solltest du Suchmaschinenoptimierung (SEO) betreiben, d.h. du optimierst deinen Content für Suchmaschinen, so dass deine Inhalte besser und öfter gefunden werden können.
Suchmaschinenoptimierung (SEO für search engine optimization) bedeutet dabei die Platzierung einer Webpräsenz zwischen unbezahlten Suchergebnissen. Darüber hinaus bietet das Suchmaschinenmarketing (search engine marketing) auch noch die Platzierung einer Webpräsenz im Rahmen von bezahlten Anzeigen (SEA für search engine advertising).
Insofern könnte man die Suchmaschinenoptimierung auch mit dem Content-Marketing zusammenfassen. Der Übersichtlichkeit halber habe ich aber einen gesonderten Punkt daraus gemacht. Suchmaschinenoptimierung ist wichtig, kostet aber auch Zeit.
E-Mail-Marketing
E-Mail-Marketing wird oft mit Newsletter verwechselt. Tatsächlich bedeutet E-Mail-Marketing aber den Versand von E-Mails mittels durchdachter Funnel an den E-Mail Verteiler. In der Regel beginnt das E-Mail-Marketing (EMM) aber durchaus mit dem Versand des Newsletters.
Mithilfe eines auf deine Zielgruppe abgestimmten Lead Magneten, d.h. eines Angebots für 0,00 € (sog. Freebies) kannst du deinen E-Mail Verteiler konsequent aufbauen und durch regelmäßig versandte Newsletter mit den Menschen im Verteiler kommunizieren.
Der E-Mail Verteiler wird oftmals als die wertvollste Ansammlung von Menschen in deiner Online Marketing Bubble genannt, weil die Menschen an dir und deinen Produkten bereits interessiert sind und durch die Anmeldung zum Newsletter in deine Sphäre gelangt sind.
Eine weitere große Ansammlung von Online Marketing Kanälen findet sich im Rahmen des Social Media Marketings. Ob man das Social Media Marketing jetzt als einen Online Marketing Kanal bezeichnet oder jede einzelne Plattform als einen der Online Marketing Kanäle sei dahingestellt.
Jedenfalls bieten Instagram, Facebook, LinkedIn, TikTok & Co. Möglichkeiten für dich, online sichtbarer zu werden und Markenbekanntheit aufzubauen.
Gerade wenn man aktuelle Formate auf den Plattformen nutzt, wie z.B. Reels auf Instagram, kann man sich schnell eine gewisse Sichtbarkeit aufbauen.
Affiliate-Marketing
Das Affiliate-Marketing ist eine Marketing-Methode, bei der Unternehmer*inne und Selbständige Werbung für andere Unternehmen oder Einzelpersonen machen, um Kunden zum Kauf der Angebote, Dienstleistungen und Produkte zu bewegen.
Diese Werbung kann entweder mit Hilfe von Bannern o.ä. geschaltet oder aber auch im Rahmen des E-Mail-Marketings verbreitet werden. Kauft nun jemand über den sogenannten Affiliate-Link, dann bekommt die werbende Person eine Provision. Es entstehen für den Werbetreibenden also erst beim tatsächlichen Verkauf direkte Werbekosten, weil seine Einnahmen um den Anteil der Affiliate-Provision geschmälert werden.
Online-Werbung (Ads)
Auch die bezahlte Online-Werbung kann als einer der Online Marketing Kanäle genannt werden. Hiermit sind sogenannte Ads, also Anzeigen gemeint, die bei Facebook, Instagram, auf LinkedIn oder bei Google geschaltet werden.
Ads bieten die Möglichkeit, bestimmten Personengruppen gesponsorte Werbeanzeigen anzeigen zu lassen, so dass man potenzielle Nutzer*innen erreichen, Käufer*innen gewinnen und seine Reichweite deutlich erhöhen kann.
Wie viele Online Marketing Kanäle brauchst du wirklich
Bei der Beantwortung dieser Frage gehe ich davon aus, dass du Soloselbständige oder Unternehmerin bist. Je größer dein Unternehmen ist, desto mehr Kanäle kannst du natürlich potentiell bespielen. Aber in diesem Fall gehen wir mal davon aus, dass du alleine oder nur mit wenig Unterstützung online sichtbar werden möchtest.
So wenig wie möglich, so viel wie nötig
Wenn du wissen möchtest, wie viele Online Marketing Kanäle du bespielen sollst, dann wäre dies meine Antwort:
So wenig wie möglich, so viel wie nötig.
Damit meine ich: Stell dir einen Kuchen vor (yummie). Jeder Online Marketing Kanal ist ein Kuchenstück. Wenn du dir jetzt z.B. 8 Online Marketing Kanäle aussuchst, sagen wir
Website
SEM
E-Mail-Marketing
Blog
Podcast
Facebook
Instagram
LinkedIn
dann musst du deinen schönen Kuchen auf 8 Stücke aufteilen. Du hast also schon rein rechnerisch für jeden Online Marketing Kanal nur 12,5% Zeit und Energie.
Wenn du deinen Kuchen aber nur in 4 Teile aufteilen würdest, dann hast du schon für jeden der Marketing Kanäle 25% Zeit und Energie.
So sieht die rechnerische und pragmatische Antwort aus.
Bei deiner Entscheidung, wie viele Online Marketing Kanäle du bespielen solltest, kommt es aber auch darauf an, wie lange du auf den jeweiligen Kanälen schon unterwegs bist.
Ist z.B. deine Website aufgesetzt und läuft grundsätzlich, so dass du sie “nur” an aktuelle Aktionen und Veränderungen, wie z.B. Webinare oder neue Angebote anpassen musst, dann ist der Aufwand überschaubar und wird keine 25% deiner Zeit und Energie benötigen.
Hast du einmal einen Blogartikel-Workflow gefunden, dann wirst du auch nicht mehr so viel Zeit für die Erstellung deines Contents benötigen, wie am Anfang. Sind es z.B. zu Beginn deiner Blogger-Karriere noch 8-10 Stunden pro Blogartikel, werden es mit etwas Übung vielleicht nur noch 4-6 Stunden sein.
Auch bei der Suchmaschinenoptimierung kannst du schon mit kleinen Verbesserungen gute Erfolge erzielen, d.h. du musst theoretisch nicht 25% in SEO investieren.
Eins nach dem anderen und immer wieder evaluieren
Mein Tipp ist also: Fange mit möglichst wenigen Online Marketing Kanälen an.
Und solltest du schon eine Weile unterwegs sein im Online Business und merken, dass du dich mit deinen vielen Kanälen zu sehr auf splittest, dann schau mal nach, auf welche 3 oder 4 Kanäle du dich jetzt gerade konzentrieren kannst.
Wenn diese Online Marketing Kanäle dann funktionieren, die Abläufe klar sind und du wieder zeitliche Kapazitäten in Sachen Online Marketing hast, dann kannst du einen weiteren Kanal dazu nehmen und ihn bespielen.
Wichtig immer: Überfordere dich nicht mit der Anzahl der Kanäle. Bespiele lieber zunächst weniger Kanäle, dafür aber die richtigen Online Marketing Kanäle regelmäßig. Bemerkst du z.B., dass immer wieder Blogartikel ausfallen müssen, damit du auf Instagram posten kannst, dann funktioniert deine Blogartikel-Routine nicht.
Diese Online Marketing Kanäle solltest du bespielen
Das ist eine höchst individuelle Frage und nicht allgemein zu beantworten. Falls du dir bei der Beantwortung der Frage persönliche Unterstützung von mir wünscht, kannst du dir gerne ein Impulscoaching bei mir buchen und wir schauen uns deine Online Marketing Kanäle genauer an.
Grundsätzlich würde ich dir aber raten, auf folgende Kanäle nicht zu verzichten:
Eine eigene (Unternehmens-)Website
Einen Longform-Content-Kanal (also Blogartikel, Podcast oder Videos)
Suchmaschinenoptimierung und
E-Mail-Marketing
Der Schritt vom Longform-Content zu Snippets für Social Media ist zwar nicht soooo weit. Hier gibt es viele Tricks, wie man zeitsparend Content auch auf Instagram, LinkedIn & Co. teilen kann. Fehlt dir aber bereits der Longform-Content, dann ist die ganze Zeit, die du für Captions auf Social Media verbringst, aus meiner Sicht in den falschen Kanal investiert.
Hinterlass mir deinen Kommentar, auf welchen Online Marketing Kanälen man dich findet!
Ich bin Silke, Online-Marketing- und Content-Coach für selbstständige Frauen, die gestressten Marketing-Muffeln hilft, ihr Online-Marketing mit Leichtigkeit und Authentizität zu meistern, indem ich mit ihnen maßgeschneiderte Strategien entwickle, die nicht nur effektiv sind, sondern auch Spaß machen und perfekt zu ihrer Persönlichkeit passen."