Content-Marketing für Solopreneurinnen zu Zeiten von KI: Wie dein Blog wieder für dich arbeitet

Ein Interview mit der Online-Marketing-Erfahrenen Birgit Schultz darüber, wie du mit klaren Themen, Vertrauen und smartem Content-Marketing auch im KI-Zeitalter sichtbar bleibst.

💡 Das Wichtigste in Kürze

  • Content-Marketing für Solopreneurinnen zu Zeiten von KI funktioniert am besten, wenn du deinen Blog als dein Content-Zuhause verstehst – nicht als Ablage für alles, was dir einfällt.
  • Mit klaren Kernthemen baust du eine erkennbare Topical Authority auf und machst es deinen Wunschkundinnen, Suchmaschinen und KI-Tools leichter, dich einzuordnen.
  • E‑E‑A‑T (Expertise, Erfahrung, Autorität, Vertrauenswürdigkeit) entsteht durch ehrliche Einblicke, eine starke Über-mich-Seite, eine Autorenbox und regelmäßigen, gut strukturierten Content.
  • Durch bewusste Conversion-Ziele und Einladungen (z.B. Newsletter, weiterführende Artikel, Angebote) arbeitet dein Content nicht nur für Reichweite, sondern auch für dein Business.
  • Social Media darf Bühne und Dialograum sein – aber dein Blog bleibt der Ort, an dem du langfristig sichtbar bist und deinen eigenen Marketing-Fahrplan in der Hand behältst.

Podcast-Episode #179: Interview mit Birgit Schultz

Wenn KI plötzlich zwischen dir und deinen Leserinnen stand

Vielleicht hast du es auch gemerkt: Auf einmal hat Google angefangen, Antworten direkt oben in einem kleinen Kasten anzuzeigen. Statt wie früher durch die ersten Suchergebnisse zu klicken, haben viele Menschen diese KI-Zusammenfassung gelesen und waren „fertig“. Gleichzeitig ist in den sozialen Netzwerken die organische Reichweite immer weiter zurückgegangen.

In meinem Interview mit Birgit Schultz haben wir uns genau darüber unterhalten: Was hat sich im Online-Marketing in den letzten Jahren verändert? Was bedeutet das für Content-Marketing für Solopreneurinnen zu Zeiten von KI? Und wie kann dein Blog trotzdem – oder gerade jetzt – wieder für dich arbeiten?

Birgit hat über 30 Jahre Marketing-Erfahrung, mehr als 20 Jahre Selbstständigkeit und mit Marketing Zauber seit 10 Jahren ein eigenes Online-Business aufgebaut. Sie hat die Entwicklung von den „goldenen Zeiten“ der organischen Reichweite bis hin zu KI-Suchmaschinen miterlebt. Und genau dieses Wissen hat sie in unserem Gespräch geteilt.

Birgit Schultz

Was sich im Online-Marketing in den letzten Jahren verändert hat

Als ich Birgit gefragt habe, was sich in den letzten drei bis fünf Jahren im Online-Marketing verändert hat, ist sie direkt tief eingestiegen. Sie hat beobachtet, dass zwei Entwicklungen besonders stark waren:

  1. Algorithmusbasierte Social-Media-Plattformen haben die Daumenschrauben immer enger angezogen. Die organische Sichtbarkeit ist Stück für Stück zurückgegangen. Was vor zehn Jahren noch traumhafte Reichweiten gebracht hat, erreicht heute oft nur einen Bruchteil der Followerinnen.
  2. Künstliche Intelligenz ist im Alltag der Nutzerinnen angekommen, und zwar sowohl bei der Content-Erstellung als auch beim Suchverhalten.

Auf einmal nutzen Menschen nicht mehr nur Google, sondern stellen ihre Fragen direkt an ChatGPT, Claude oder Perplexity. Und selbst Google hat mit KI nachgezogen:

  • Oben in den Suchergebnissen erscheinen sogenannte AI Overviews, also KI-generierte Zusammenfassungen.
  • In den USA ist zusätzlich ein KI-Modus („AI Mode“) ausgerollt worden, der wie die Oberfläche eines klassischen KI-Tools aussieht.

Für Content-Marketing für Solopreneurinnen zu Zeiten von KI bedeutet das:

  • Viele Nutzerinnen geben sich mit der ersten, schnell gelieferten Antwort zufrieden.
  • Sie klicken weniger auf die klassischen „zehn blauen Links“.
  • Der Traffic auf vielen Webseiten ist zurückgegangen.

Google hat dazu sinngemäß gesagt: Ja, es wird weniger Traffic geben, aber der wird hochwertiger sein. Ob das wirklich so ist, steht aus unserer Sicht noch im Raum – die Zeit wird es zeigen. Sicher ist: Die Spielregeln haben sich spürbar verschoben.

Warum sich Bloggen trotzdem gelohnt hat

Trotz all dieser Veränderungen war Birgits Antwort auf meine Frage „Lohnt es sich überhaupt noch zu bloggen?“ sehr klar: Ja, unbedingt.

Für sie war Bloggen:

  • immer noch die nachhaltigste Form von Content-Marketing,
  • eine der wichtigsten Möglichkeiten, Expertise sichtbar zu machen,
  • und für kleine Unternehmen und Solopreneurinnen häufig alternativlos.

Denn:

  • Viele von uns haben nicht das Budget für große Kampagnen, Fernseh- oder Radiowerbung.
  • Auch Anzeigen in Social Media sind nicht für jede dauerhaft leistbar oder passend.

Ein Blog hat dagegen langfristig gearbeitet – oft über Jahre. Selbst wenn SEO nicht perfekt war, haben sich Leserinnen über Suchmaschinen oder Weiterempfehlungen den Weg gebahnt.

Birgit und ich waren uns einig: Für Content-Marketing für Solopreneurinnen zu Zeiten von KI ist ein Blog immer noch ein starkes Fundament. Vor allem dann, wenn du:

  • die SEO-Basics beachtest (z.B. saubere Überschriftenstruktur, lesbare Texte, klare Struktur),
  • und deine Inhalte so aufbereitest, dass sie nicht nur für Menschen, sondern auch für Maschinen verständlich sind.

Spannend war an dieser Stelle auch der Hinweis von Birgit: Strukturiert aufbereitete Inhalte helfen nicht nur Google, sondern auch den KI-Tools, die auf reale Inhalte zugreifen und sie zusammenfassen. Dein sauber strukturierter Blogartikel hat der KI also überhaupt erst die Chance gegeben, dich sinnvoll zu „zitieren“.

E‑E‑A‑T: Wie du Vertrauen und Expertise sichtbar gemacht hast

Im nächsten Schritt sind wir in ein Thema eingestiegen, das im Content-Marketing für Solopreneurinnen zu Zeiten von KI immer wichtiger geworden ist und wo die Begrifflichkeit den meisten vermutlich noch nicht klar ist: E‑E‑A‑T.

Birgit hat erklärt, wofür die Buchstaben stehen:

  • E – Expertise
  • E – Experience (Erfahrung)
  • A – Authoritativeness (Autorität)
  • T – Trustworthiness (Vertrauenswürdigkeit)

Oder, wie sie es zusammengefasst hat:

„Es geht darum, den Suchmaschinen klarzumachen, wer wir sind, was wir können, dass wir cool sind und dass der Content, den sie gefunden haben, wirklich von uns stammt.“ – Birgit Schultz

Für dich bedeutet das ganz konkret:

  • Du zeigst, wer du bist und woher deine Expertise kommt.
  • Du belegst deine Erfahrung (z.B. seit wann du im Business bist, mit wem du gearbeitet hast).
  • Du baust Autorität auf, vor allem durch Inhalte, die in die Tiefe gehen und anderen weiterhelfen.
  • Du sorgst für Vertrauen, indem du regelmäßig hochwertigen Content veröffentlichst.

Ein paar ganz praktische Hebel haben wir im Gespräch genannt:

  • Eine coole Über-mich-Seite, die nicht nur deinen Lebenslauf runterbetet, sondern deutlich macht, warum genau du zu deinem Thema etwas zu sagen hast.
  • Eine Autorenbox unter deinen Blogartikeln, die kurz erklärt, wer du bist und warum dieser Artikel von dir stammt.
  • Backlinks und Erwähnungen: Wenn andere dich verlinkt oder interviewt haben, zeigt das Suchmaschinen und KI-Tools, dass du als Quelle wahrgenommen wirst.

Birgit hat auch betont, wie wichtig es ist, dass du dich nicht nur auf ein einziges Format verlässt:

  • Blogartikel
  • Podcast-Folgen
  • YouTube-Videos

All das kann zusammenwirken und deine E‑E‑A‑T stärken, denn je mehr hochwertige Inhalte es von dir zu einem Thema gibt, desto klarer wirst du als verlässliche Stimme wahrgenommen.

Sie hat an dieser Stelle schon die Brücke geschlagen zu einem Thema, das später noch einmal kam: Content Repurposing und Content Recycling. Inhalte nicht nur einmal zu erstellen und dann in der Schublade verschwinden zu lassen, sondern sie in unterschiedlichen Formaten zu nutzen.

Topical Authority: Wofür du wirklich stehen wolltest

Ein weiterer zentraler Begriff in unserem Gespräch war Topical Authority, also deine Themenautorität. Die Frage dahinter: Für welches Thema willst du wirklich stehen?

Birgit hat dafür ein sehr persönliches Beispiel geteilt. Als sie vor zehn Jahren mit ihrem Blog „Marketing Zauber“ gestartet ist, hat sie über ganz viele verschiedene Marketingthemen gebloggt, weil sie zeigen wollte, dass sie kein „One-Trick-Pony“ ist.

Sie hat über Social Media, Content-Marketing, Wissensmanagement, Facebook Ads und vieles mehr geschrieben. Alles Themen aus dem Marketing-Kosmos, aber sehr breit gestreut.

Ihre Erkenntnis:

„Das ist zwar ganz nett, aber es ist keine Topical Authority.“ – Birgit Schultz

Für dich als Solopreneurin ist das eine wichtige Einladung:

  • Statt „alles“ abzudecken, wird es immer wichtiger, dich auf 2–3 Kernthemen zu fokussieren.
  • Das bedeutet nicht, dass du all dein Wissen verleugnen musst. Aber nach außen darf klar erkennbar sein, wofür du in erster Linie stehst.

Sehr bildhaft fand ich den Vergleich, den Birgit genutzt hat:

  • Ein Blog mit klarem Fokus ist wie ein Romanprojekt mit rotem Faden.
  • Ein Blog mit „von allem etwas“ ist eher wie eine Anthologie aus vielen Kurzgeschichten. Auch spannend, aber weniger einprägsam.

„Wir schreiben lieber ein Romanprojekt auf unserem Blog als eine Anthologie.“ – Birgit Schultz

Ich habe im Gespräch geteilt, dass ich selbst meinen Blog einmal ordentlich „ausgemistet“ habe. Viele Artikel waren thematisch zwar irgendwo bei mir angesiedelt, haben aber nicht mehr auf meine aktuellen Schwerpunkte wie authentisches Marketing und nachhaltige Sichtbarkeit eingezahlt.

Spannend war:

  • Das Ausmisten hat mir innerlich mehr Klarheit geschenkt.
  • Ich musste mich nicht jedes Mal wieder völlig neu in Themen einarbeiten.
  • Ich konnte Schritt für Schritt in ein großes Themenbecken eintauchen und dort in die Tiefe gehen.

Meine innere Kritikerin hat zwar kurz „Laaaaaangweilig, immer über das gleiche Thema schreiben!“ gerufen. In der Praxis habe ich aber gemerkt: Je tiefer ich in mein Kernthema eingestiegen bin, desto spannender und klarer ist es geworden, und war sowohl für mich und für meine Leserinnen.

Bestehenden Content ausmisten – mit und ohne KI

Ein wichtiger, sehr praktischer Teil unseres Gesprächs drehte sich darum, was du mit deinem bestehenden Content machen kannst. Also all den Blogartikeln, die schon auf deiner Website liegen.

Birgit hat erzählt, dass sie selbst einen sehr umfangreichen Blog mit rund 180–200 Beiträgen hatte und dass sie angefangen hat, radikal auszumisten:

  • Artikel, die nicht mehr zu ihren Kernthemen gepasst haben, hat sie auf Entwurf gestellt oder gelöscht.
  • Beiträge, die thematisch noch gut passten, aber zu dünn waren, hat sie ausgebaut.
  • Sehr lange Artikel mit 8.000–9.000 Wörtern wollte sie neu strukturieren, weil einige KI-Tools mit so langen Texten Schwierigkeiten hatten.

Ihr Ansatz:

„Der effizienteste Weg ist, erstmal das alte Zeug aufzubereiten, bevor ich neue Inhalte produziere.“ – Birgit Schultz

Ich habe an dieser Stelle ergänzt, dass KI-Tools beim Sortieren und Bewerten deiner Inhalte sehr hilfreich sein können – im Sinne von:

  • Artikel nach Themenclustern sortieren lassen
  • Vorschläge bekommen, welche Beiträge du behalten, überarbeiten oder löschen könntest
  • Ampelmodelle nutzen („behalten“, „überarbeiten“, „weg“)

Wichtig war uns beiden dabei:

  • KI kann dir helfen, einen Überblick zu bekommen.
  • Die entscheidende Bewertung triffst du aber selbst.
  • Deine persönliche Erfahrung, deine Geschichten und deine Haltung kann und soll dir keine KI abnehmen.

Birgit hat außerdem empfohlen, nicht nur mit einem einzigen Tool zu arbeiten:

„Verlass dich nicht auf dein Leib-und-Magen-KI-Tool. Stell dieselbe Aufgabe verschiedenen Tools und vergleiche die Ergebnisse.“ – Birgit Schultz

So bleibst du kritisch, nutzt die Stärken der Tools, ohne deine eigene Verantwortung für deinen Content abzugeben.

CRO: Wie dein Content wirklich für dich gearbeitet hat

Ein weiterer großer Block in unserem Gespräch war CRO – Conversion Rate Optimierung. Klingt technisch, ist aber im Kern eine sehr einfache Frage:

„Was soll dieser eine Content-Teil für dich tun?“

Birgit hat erzählt, dass viele Jahre lang das Motto im Content-Marketing war: „Teile dein Wissen großzügig.“ Daran ist auch nichts falsch. Aber in Zeiten von KI hat sich etwas verschoben:

  • Wissen ist noch verfügbarer geworden, z.B. durch Bücher, Blogs, Onlinekurse und eben auch KI.
  • Wenn dein Content nur aus Wissenshäppchen besteht, ist er austauschbar.

Deshalb war es wichtig, bei jedem Blogartikel (oder jeder Podcastfolge, jedem Video) bewusst zu entscheiden:

  • Soll dieser Beitrag vor allem Leserinnen binden?
    • z.B. durch Kommentare, Austausch und Gespräche
  • Soll er Newsletter-Abonnentinnen gewinnen?
    • z.B. durch eine gezielte Einladung in deine E-Mail-Community
  • Soll er auf ein konkretes Angebot hinführen oder direkt verkaufen?
    • z.B. durch einen Artikel, der ein Programm oder einen Kurs ausführlich erklärt

Birgit hat das mit der klassischen Funnel-Struktur verknüpft:

  • Top of the Funnel (ToFu):
    • Reine Wissensartikel – „Wie du …“-Beiträge, die eine erste Frage beantworten.
  • Middle of the Funnel (MoFu):
    • Inhalte, die bei einer Kaufentscheidung helfen – z.B. „Worauf du achten solltest, wenn du dir einen Online-Yoga-Kurs kaufst.“
  • Bottom of the Funnel (BoFu):
    • Beiträge, die ein konkretes Angebot vorstellen, für Menschen, die quasi schon mit dem Portemonnaie in der Hand dastehen.

Ein Punkt war uns beiden besonders wichtig: CRO bedeutet nicht, in jeden Beitrag fünf aggressive Kaufaufforderungen zu packen. Stattdessen kannst du dir bei jedem Stück Content überlegen:

  • Was ist der nächste sinnvolle Schritt für meine Leserin?
  • Wie kann ich sie freundlich dazu einladen?

Ich habe es so zusammengefasst:

„Es geht nicht darum, dass du Druck machst, sondern dass du Menschen, die schon auf deiner Website sind, nicht im luftleeren Raum stehen lässt.“

Statt gar keine Call-to-Actions zu nutzen, kannst du z.B.:

  • am Ende eines Wissensartikels auf einen vertiefenden Beitrag verlinken,
  • in der Mitte eines Blogposts sanft auf deinen Newsletter hinweisen,
  • bei sehr themennahen Artikeln auf ein passendes Angebot aufmerksam machen.

Birgit hat an der Stelle noch ergänzt, dass viele KIs bei Call-to-Actions sehr altmodische Formulierungen vorschlagen („Kaufe jetzt!“, „Sichere dir…“). Sie hat betont, wie wichtig es ist, auch hier deine eigene Tonalität zu wahren:

„Wenn du es dir wie eine Einladung an eine gute Freundin vorstellst, klingt es automatisch weniger nach Befehl.“ – frei nach Birgit Schultz

Social Media vs. Blog: Wo dein Content zu Hause war

Gegen Ende des Interviews sind wir noch einmal auf ein Thema eingegangen, das viele Solopreneurinnen stark beschäftigt: Social Media.

Denn vielleicht kommt dir das folgenden Szenario irgendwie bekannt vor:

  • Du brauchst ewig, um ein Reel, einen Post oder ein Karussell zu erstellen.
  • Du klickst auf „Veröffentlichen“ und nach ein paar Stunden ist der Beitrag in der Versenkung verschwunden.

Birgit hat es sehr klar formuliert:

  • Die Halbwertszeit von Social-Media-Content ist oft extrem kurz.
  • Das steht in keinem Verhältnis zu der Zeit, die viele in die Erstellung stecken.

Für sie ist Social Media deshalb vor allem eins, nämlich ein Kommunikationsraum, in dem du mit Menschen in Kontakt kommst und kein Ort, an dem dein wichtigster, tiefster Content dauerhaft leben sollte.

Ein spannendes Beispiel von ihr ist, dass ein ein einziger Kommentar von ihr auf LinkedIn eine fünfstellige Reichweite hatte, während sie sonst bei eigenen Posts im Schnitt nur eine dreistellige Reichweite erreicht.

Daraus kannst du für dein Content-Marketing für Solopreneurinnen zu Zeiten von KI einiges mitnehmen:

  • Dein Blog (oder Podcast/YouTube) ist dein Content-Zuhause, dein Content-Hub.
  • Social Media ist die Bühne, auf der du Ausschnitte zeigst und Gespräche anstößt.
  • Kommentare können oft sichtbarer und nachhaltiger sein als noch ein eigener Post.

Ich habe im Gespräch betont, dass es wichtig ist, deine eigene Energie im Blick zu behalten:

„Wir haben alle begrenzte Zeit, begrenzte Energie und begrenzte Lust auf bestimmte Kanäle. Es lohnt sich genau hinzuschauen, was wirklich zu dir passt.“

Wenn du Social Media also nutzen möchtest, kannst du es dir leicht machen, zum Beispiel so (und vielleicht sehen wir uns bei der Gelegenheit mal auf LinkedIn 🤗):

  • Dir morgens mit deinem Kaffee 10–15 Minuten nehmen.
  • Durch deinen Feed scrollen und gezielt kommentieren, wo du wirklich etwas beizutragen hast.
  • Nicht den Anspruch haben, überall präsent zu sein.

Gleichzeitig darfst du Prioritäten setzen und dich fragen, was dir langfristig mehr Sichtbarkeit und Tiefgang bringt und wo du deine Expertise wirklich zeigen kannst.

In unserem Gespräch war die Antwort klar: Dein Blog und dein Longform-Content sind der Ort, an dem du als Expertin erkennbar und auffindbar geblieben bist, auch in einer Welt, in der KI immer mehr Antworten ausspuckt.

Birgit Schultz

Wenn du mehr zu und über Birgit erfahren möchtest, dann findest du die wichtigsten Links hier:

Birgit Schultz – Marketing-Zauber Website

Erstgespräch mit Birgit Schultz

FAQ zu Content-Marketing für Solopreneurinnen zu Zeiten von KI

Brauche ich für erfolgreiches Content-Marketing als Solopreneurin zwingend einen Blog?
Du brauchst nicht zwingend einen Blog, aber ein eigenes „Content-Zuhause“ ist extrem hilfreich – gerade, wenn KI und Social-Media-Algorithmen sich ständig verändern. Im Gespräch mit Birgit ist deutlich geworden: Ein Blog ist für viele Solopreneurinnen die nachhaltigste und realistischste Möglichkeit, eigene Inhalte aufzubauen, die nicht nach ein paar Stunden verschwinden und über die du langfristig gefunden wirst. Podcast und YouTube können dieses Zuhause ergänzen, ersetzen es aber selten komplett, weil Texte für Suchmaschinen und KI-Tools besonders gut auswertbar sind.


Wie viele Themen darf ich im Blog abdecken, ohne meine Topical Authority zu verwässern?
Birgit hat empfohlen, dich nach außen auf 2–3 Kernthemen zu fokussieren. Das heißt nicht, dass du all dein übriges Wissen „wegschmeißen“ musst. Aber für Leserinnen, Suchmaschinen und KI-Tools sollte erkennbar sein, wofür du in erster Linie stehst. Je klarer dein thematischer Fokus, desto eher baust du eine echte Topical Authority auf – also Themenautorität, die dich als Expertin sichtbar macht.


Was mache ich mit alten Blogartikeln, die nicht mehr zu meinem Fokus passen?
Du musst nicht alles sofort löschen (puuuuuh!). Du hast mehrere Möglichkeiten:

  • Beiträge, die gar nicht mehr zu deinem Fokus passen, kannst du auf Entwurf stellen oder entfernen.
  • Artikel, die thematisch passen, aber veraltet oder zu dünn sind, kannst du aktualisieren und ausbauen.
  • Inhalte, die zwar nicht mehr auf deine Kernthemen einzahlen, dir aber wichtig sind, kannst du z.B. in ein E-Book, ein Buch oder Gastartikel verwandeln.

Wichtig ist, dass du deinen Blog Stück für Stück so sortierst, dass er wie ein „Roman mit rotem Faden“ wirkt und nicht wie eine zufällige Sammlung irgendwie interessanter Themen wirkt.


Wie kann ich KI nutzen, ohne dass meine Texte austauschbar werden?
KI eignet sich sehr gut als Unterstützung beim Sortieren, Strukturieren und Analysieren deines vorhandenen Contents. Du kannst dir z.B. helfen lassen beim Clustern deiner Artikel zu Themenblöcken, beim Bewerten, welche Beiträge du überarbeiten oder löschen könntest und auch beim Auffinden von Lücken in deiner Themenabdeckung.

Die eigentlichen Texte – vor allem deine Erfahrungen, Beispiele und Geschichten solltest du aber weiterhin selbst schreiben oder zumindest stark überarbeiten. Genau diese persönliche Ebene unterscheidet deine Inhalte von generischen KI-Texten. Birgit hat außerdem empfohlen, mehrere KI-Tools zu vergleichen und ihre Vorschläge kritisch zu prüfen.


Reicht es nicht, wenn ich einfach Social Media mache und mir das Bloggen spare?
Eine oft gestellte Frage… Social Media kann sichtbar machen, was du tust, aber die Inhalte dort haben meist eine sehr kurze Lebensdauer. Ein aufwendiges Reel oder ein Karussell kann nach wenigen Stunden schon wieder verschwunden sein. Dein Blog dagegen kann über Jahre hinweg gefunden werden – von Menschen, von Suchmaschinen und von KI-Tools. Im Gespräch mit Birgit wurde deutlich: Social Media ist ideal als Dialog- und Netzwerkraum, aber dein langfristig wertvollster Content gehört auf eine Plattform, die dir gehört – in den meisten Fällen: deine Website und dein Blog.

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2 Kommentare

  1. Als Blogger betrachte ich dieses Thema genau wie du. KI kann vieles beschleunigen: Recherche, Struktur, erste Entwürfe. Aber die eigentliche Qualität entsteht erst durch Erfahrung, Meinung und Persönlichkeit. Genau das schafft Vertrauen bei den Lesern. Danke für diesen Beitrag!

    Antworten
    • Hallo Eddy,
      vielen Dank für deine liebe Rückmeldung!
      Silke

      Antworten

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