Ob ein Blog oder eher ein Podcast für dich, dein Marketing und dein Business die richtige Content-Art ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Wichtig ist aber zunächst, dass du Gemeinsamkeiten sowie Vor- und Nachteile der beiden Content-Arten verstehst und auf dein Marketing und dein Business übertragen kannst. 

Podcast-Episode zum Blogartikel: Blog oder Podcast – Was ist die beste Content-Art für dich?

Gemeinsamkeiten zwischen Blog und Podcast

Zunächst denkt man vielleicht, dass Blog als schriftliche Content-Art und Podcast als auditive Content-Art nicht viel gemeinsam haben, aber dem ist gar nicht so:

Beide Content-Arten gehören zum Basis-Content und brauchen Zeit

Du weisst vielleicht inzwischen, wieviel Wert ich auf Content-Marketing lege. 

Der Grundstock für das Content-Marketing ist der Basis-Content und sowohl Blogartikel als auch Podcast-Episoden gehören dazu. 

Beide Content-Arten brauchen Zeit, bis sich die in sie investierte Arbeit auszahlt. Das Dranbleiben wird aber belohnt, denn das regelmäßige Produzieren des Content zahlt sich garantiert dank Google aus.

Noch ein riesiger Vorteil davon, überhaupt Basis-Content zu erstellen: Du brauchst dir keinen Gedanken zu machen, worüber du auf Social Media Kanälen sprichst und was du im Newsletter schreiben sollst.

Du hast den ganzen Content schon vor dir liegen, wenn du Blogartikel schreibst oder Podcast-Episoden produzierst. Content-Recycling ist das Schlagwort. 

Mehrwert und Informationen bieten

Sowohl über den Blog als auch über den Podcast hast du die Möglichkeit, Mehrwert und Informationen zu transportieren. 

Du hilfst den Leser*innen bzw. Hörer*innen dabei, mit deinem Content kleinere Probleme zu lösen und einfach an Tipps zu einem gewünschten Thema zu kommen.

Kostenloser Content zur Verfügung stellen

Sowohl Blogartikel als auch Podcast-Episoden sind Content Arten, die du grundsätzlich kostenlos zur Verfügung stellst. Zwar gibt es auch die Möglichkeit, diesen Content hinter Bezahlschranken zu verbergen, dies ist jedoch nicht der Regelfall.

Deine Zielgruppe soll die Möglichkeit haben, dein Wissen ohne Bezahlung konsumieren zu können. Dabei ist es aber dennoch sinnvoll, im Rahmen des kostenlosen Contents auf Bezahlangebote aufmerksam zu machen. 

Jede Content-Art braucht Zeit

Natürlich brauchen beiden Content-Arten Zeit. Weder ein Blogartikel noch eine Podcast-Episode sind schnell erstellt. Plane dir also immer genügend Zeit für die Erstellung deines Basis-Contents ein.

Mein Tipp: Nutze einen Redaktionsplan, um deinen Basis-Content frühzeitig zu planen und die Übersicht zu behalten.

Und je öfter du Blogartikel schreibst oder Podcast-Episoden aufnimmst, desto schneller und einfacher geht es dir von der Hand. 

Beide Content-Arten sind zu 80% Handwerk. Und das kann erlernt und trainiert werden. 

Expertise zeigen und Vertrauen aufbauen

Sowohl der Blog als auch der Podcast bieten dir eine hervorragende Möglichkeit, deine Expertise zu zeigen und Vertrauen zu deiner Zielgruppe aufzubauen. 

Du setzt dich mit deinem Thema schriftlich bzw. in Audios auseinander und zeigst so, dass du weißt, worüber du sprichst. 

Im besten Falle werden dein Blog oder dein Podcast insgesamt zu einer Fundstelle an Informationen für potenzielle Kund*innen von dir, so dass sie deine Website immer wieder besuchen. 

Platz für deine Handlungsaufforderungen (CTA – Call to Action)

Sowohl Blogartikel als auch Podcast-Episoden bieten Platz für sogenannte Call to Action (CTA), also Handlungsaufforderungen für deine Leser*innen oder Zuhörer*innen. 

Wichtig ist aber, dass du sie nicht mit CTAs zuwirfst, sondern du dir jeweils nur eine Handlung überlegst, die sie im Anschluss vornehmen sollen, z.B. den Eintrag in das Newsletter-Anmeldeformular oder die Buchung eines kostenlosen Gesprächs mit dir.

Unterschiede sowie Vor- und Nachteile der Content-Art Blog und der Content-Art Podcast

Wo es Gemeinsamkeiten gibt, da gibt es auch Unterschiede. Und die möchte ich dir im folgenden aufzeigen. 

Aufgrund der Unterschiede kannst du nämlich auch feststellen, welche Content-Art sich für dich vielleicht besser eignet. 

Auge vs. Ohr

Der wohl augenscheinlichste Unterschied ist der Sinn, mit dem der Content konsumiert wird. Während du beim Blogartikel die Leser*innen ansprichst, sind es bei Podcast-Episoden Menschen, die lieber Content anhören. 

Ein Blogartikel kann relativ schnell konsumiert werden. Die meisten Menschen überfliegen Blogartikel sogar nur. Das macht die Content-Art Blog zu einer spannenden Möglichkeit, deinen Kund*innen schnelle Lösungen zu präsentieren. 

Bei Google werden auch eher Blogartikel als Lösung auf eine Frage angezeigt, weil Google den Inhalt der Blogartikel liest und so die richtigen Lösungen relativ leicht zur Verfügung stellen kann. 

Bei Podcast-Episoden geht es weniger um punktuelle Lösungen, weil diese sich im gesprochenen Wort schlechter auffinden lassen. 

Deshalb ist es wichtig, dass du Podcast-Episoden relativ ausführliche Shownotes hinzufügst, um Google die Analyse deines Contents zu erleichtern. 

Die Vor- und Nachteile vom Blog als Content-Art

Zunächst möchte ich dir die Vor- und Nachteile von einem Blog als Content-Art vorstellen.

Vorteile eines Blogs

Um einen guten Blogartikel zu schreiben, brauchst du lediglich ein Textprogramm, eine Website und ein bisschen technisches Verständnis, um den Text und die Bilder einzufügen. 

Der Vorteil von Texten bzw. Blogartikeln ist also, dass es eine kleinere Hürde beim Erstellen gibt. Du brauchst nicht viel Technik und kannst quasi immer und überall deine Gedanken festhalten und daraus einen Artikel erstellen. 

Es gibt einige Grundregeln, die du bezüglich Suchmaschinenoptimierung beachten solltest, aber ansonsten brauchst du weder besonders viel Kreativität noch spezielle andere Skills.

Ein Text bietet sich also in Bezug auf SEO an und ist -sofern er gut formatiert ist- schnell konsumierbar. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund wichtig, dass Menschen Scanner sind und schnell konsumieren möchten. 

Außerdem bietet sich Text immer dann an, wenn du z.B. Schritt-für-Schritt-Anleitungen darstellen möchtest.

Nachteile eines Blogs

Nachteil des Medium Text ist sicher, dass die Menschen deinen Text in der Regel nur scannen, d.h. sie erfassen deinen Text nicht vollständig vom ersten bis zum letzten Wort.

Außerdem bedeutet Text auch immer Bildschirmzeit und dafür müssen die Kunden aktiv auf einen Bildschirm (PC, Laptop, Tablet oder Smartphone) schauen. 

Text hat auch den Nachteil, dass er -wenn er nicht klar formuliert ist- missverstanden werden. Gutes Texten ist schwer und benötigt Übung und Feedback, das sollte man sicher nicht unterschätzen.

Die Vor- und Nachteile von Podcast als Content-Art

Auch der Podcast hat als Content-Art seine Vor- und Nachteile. 

Vorteile eines Podcasts

Der große Vorteil von Podcast ist die Stimme. Mit einer Stimme kann man Informationen, Gefühle, Stimmungen transportieren und so den Zuhörer beeinflussen und mitnehmen. Mit der Stimme ist man also näher beim Kunden – deshalb sage ich auch immer, dass ein Podcast „Durch das Ohr in den Kopf und ins Herz“ geht. 

Das erleichtert natürlich auch den Kontakt und die Beziehung zum Kunden und man zieht einen Menschen schneller „auf seine Seite“. 

Ein weiterer großer Vorteil ist, dass es sich beim Podcast um ein passives Medium handelt, das heißt der Zuhörer muss nichts weiter tun, als den gewünschten Podcast einzuschalten und kann sich dann zurücklehnen und die Show genießen. Oder dabei Auto fahren, Sport treiben, die Wohnung putzen. Jedenfalls braucht es für den Konsum des Inhaltes keine direkte aktive Handlung.

Nachteile eines Podcasts

Ein Nachteil des Podcast ist die höhere Einstiegshürde gegenüber der Textform, also dem Blog. 

Die meisten Menschen mögen ihre Stimme nicht, sie scheuen die Technik, die mit der Erstellung eines Podcast verbunden ist (aufnehmen, schneiden, verarbeiten) oder sie haben Angst, sich wegen des Equipments in Unkosten zu stürzen. 

Bei der Erstellung von Podcast-Episoden brauchst du ein bisschen mehr technisches Verständnis, auch wenn es nicht so schwierig ist, wie man oft hört. 

Du kannst deine Episoden mit einem kostenfreien Programm wie Audacity (für Windows) oder Garageband (für Mac) aufnehmen und auch damit schneiden. Letzteres solltest du dir vielleicht mal zeigen lassen. 

Ansonsten brauchst du die Podcast-Episoden nur noch bei einem Hoster deiner Wahl wie z.B. Podigee hochladen, Shownotes verfassen und das wars. 

Es ist also ein bisschen komplizierter als Blogartikel schreiben. 

Ein weiterer Nachteil dürfte auch sein, dass man keinen direkten Call-To-Action integrieren kann, deshalb sind zusätzlich gute ShowNotes und etwaige Angebote für 0,00 € wichtig.

So findest du heraus, ob ein Blog oder Podcast die richtige Content-Art für dich sind

Nachfolgend möchte ich dir noch ein paar Ideen mitgeben, wie du herausfindest, ob ein Blog oder Podcast die richtige Content-Art für dich ist

No. 1 Hast du eher Lust zu schreiben oder deinen Content einzusprechen?

Die Frage klingt vielleicht zu profan, um sie so zu stellen. Aber in erster Linie ist es natürlich wichtig, wozu du mehr Lust hast – schreiben oder reden. 

Ich glaube, dass jeder Mensch eine Tendenz hat, ob er sich mit Sprache oder Schriftsprache wohler fühlt. Horche mal in dich hinein, was dich eher anspricht, womit du dich wohler fühlst. 

No. 2 Welche Content-Art gefällt dir für dein Business besser?

Du kannst das – und zwar unabhängig von den technischen und planerischen Voraussetzungen, die zum Start eines Podcast zu erfüllen wären – herausfinden, in dem du dir selbst überlegst, ob du Lust hast, alle ein bis zwei Wochen über ein Thema, welches dir am Herzen liegt, zu sprechen. Reizt es dich, von dir und deinem Business zu erzählen? 

Wenn du dich mit anderen Menschen triffst, hast du dann immer das Bedürfnis, zu erzählen, was du machst und was deine persönliche Mission ist?

Das sind schon hervorragende Anzeichen dafür, dass Podcast ein gutes Medium für dich und dein Business sein könnte. 

Falls dem aber nicht so ist und du dich mit einem Schrift-Medium wohler fühlst, vielleicht auch das Gefühl hast, dass du dich schriftlich besser ausdrücken kannst, dann nutze Blogartikel, um deinen Content zur Verfügung zu stellen. 

Beides ist vollkommen okay. Wichtig ist nämlich, dass du dich mit der von dir gewählten Content-Art wohlfühlst – und zwar unabhängig davon, was im Moment als “die Content-Art” schlechthin und der neueste Trend verkauft wird. 

Wenn du noch mehr Fragen haben möchtest, die dir bei der Beantwortung der Frage, ob Podcast der richtige Content für dich ist, helfen könnten, dann hole dir doch meine kostenlose Checkliste. Dort findest du zahlreiche Tipps rund um die Erstellung (d)eines eigenen Podcast. 

No. 3 Welche Content-Art mögen deine Wunschkunden?

Eine Liebe zu Blog oder Podcast bringt dir wenig, wenn deine potenziellen Kunden diese Content-Art nicht gerne konsumieren. 

Du überlegst, einen Podcast zu erstellen? Dann ist Grundvoraussetzung, dass das Medium Podcast für dein Business überhaupt funktionieren kann.

Du weißt nicht, ob deine Kunden Podcast mögen oder lieber einen Blogartikel von dir lesen? 

Frag sie! Nutze deine Facebook-Seite und mach eine Umfrage, ob sie lieber Podcast hören möchten oder Blogartikel lesen. 

Oder schreibe einen Newsletter zu dieser Frage und lass dir mit den Gedanken deiner Abonnenten bei der Entscheidung helfen. 

Und wenn du ganz mutig bist, das Ergebnis nicht eindeutig in Richtung Blog oder Podcast geht und du einfach Lust auf die eine oder anderen Content-Art hast, dann probiere es aus.

Das war mein Weg

Wenn mir jemand vor 3 Jahren gesagt hätte, dass ich mal gerne Blogartikel schreibe oder Podcast-Episoden aufnehme, ich hätte ihn lauthals ausgelacht. 

Aber das ist tatsächlich der Fall.

Angefangen habe ich Ende 2019 mit Blogartikel zu Pinterest und einige persönliche Artikel. Und dann habe zeitweise jede Woche einen neuen Blogartikel veröffentlicht. 

Im Mai 2021 habe ich dann meinen eigenen Podcast “Pin Your Podcast” gelaunched und gemerkt, dass mir das Sprechen über “mein Thema” sehr viel Spaß macht. Es fällt mir leicht, über Dinge zu sprechen, die mich interessieren. Diesen Podcast habe ich im Oktober 2021 eingestellt, weil ich mich thematisch in meinem Business umorientiert habe. 

Inzwischen schreibe ich über die Themen Online-Marketing und Business und habe einen neuen Podcast “ALLES IM GRIFF im Online Marketing” seit Mai 2022. Ende offen. 

Ich habe auch gemerkt, dass Blogartikel schreiben nichts mit dem zu tun hat, was ich mal im Deutschunterricht gelernt habe. Vielmehr handelt es sich um Handwerk und weniger um eine total-kreative Leistung. 

Je öfter ich schreibe und auch Podcast-Episoden produziere, desto schneller geht es mir von der Hand. 

Inzwischen veröffentliche ich alle 14 Tage einen Blogartikel und jede Woche eine neue Podcast-Episode. 

Mir ist es wichtig, meinen Wunschkundinnen sowohl “schnell konsumierbaren” schriftlichen Content zur Verfügung zu stellen als auch sie einzuladen, sich den Content auf die Ohren zu holen und z.B. beim Putzen, Spazierengehen oder sonstigen Aktivitäten konsumieren zu können. 

Fazit

Es gibt nicht das eine Medium, das besser ist als alle anderen!

Am allerbesten wäre es, wenn du eine Content- bzw. Mediummischung nutzen würdest, also sowohl die Leser als auch die Zuhörer und die Zuschauer ansprechen würdest. 

Wenn du dich für eine solche Contentmischung entscheidest, dann starte aber nicht mit beiden Möglichkeiten gleichzeitig, sondern mit einem Medium und perfektioniere dieses. 

Dann nimmst du dir das nächste Medium vor.

Wichtig ist aber vor allem, dass du dir genau anschaust, was zu dir und deinen Wunschkunden passt, mit welchem Medium du die meisten Leute „abholen“ kannst und auch, was dir einfach Spaß macht.

Denn nur, was dir auch Spaß macht, kannst du mit der notwendigen Regelmäßigkeit und Qualität anbieten – und das sollte Priorität haben!

Falls du zu diesem Blogartikel oder zu Podcast speziell noch Fragen hast, dann kontaktiere mich gerne. Das geht entweder über ein kostenloses Erstgespräch oder du nutzt einen der zahlreichen sozialen Kanäle, dich mit mir zu vernetzen. Ich freue mich drauf!