Ich habe eine ganze Weile darüber nachgedacht, ob ich einen Blogartikel mit dem Titel „Trau dich, Dinge in deinem Online-Business nicht (mehr) zu machen“ schreiben sollte. Wäre es nicht viel sinnvoller, dir zu erzählen, wie du mit dieser tollen Strategie im Nullkommanichts Kund*innen findest oder warum du unbedingt auf dieses oder jenes shiny object setzen solltest? Aber nein sagen ist wichtig, oder?
Naja das Ding ist: Ich bin nicht deine Muddi 😉 Und ich bin der festen Überzeugung, dass du auch ganz alleine sehr gut Entscheidungen treffen kannst. Naja vielleicht nicht ganz alleine. Warum das nämlich ein Problem sein kann und wozu es führt, davon möchte ich in diesem Artikel sprechen.
Podcast-Episode 027: Nein! Trau dich, Dinge in deinem Business NICHT MEHR zu machen!
Nein sagen zu „Immer mehr und mehr und mehr“
Ich sehe so viele Selbständige und Unternehmerinnen, die sich unglaublich viel Arbeit aufhalsen. Und zwar nicht für oder mit Kunden sondern rund um ihr Business. Sie schreiben fleißig Blogartikel und starten jetzt auch noch einen Podcast, sie posten auf Instagram, Facebook und Linkedin, vielleicht schreiben sie auch noch wöchentlich einen Newsletter.
Noch dazu muss alles perfekt sein und da braucht man noch den zweiten oder dritten Kurs zum Thema XY, damit man auch wirklich weiß, wie es funktioniert.
Das Problem ist: Das bringt in den seltensten Fällen Umsatz. Nicht mal wenn du dir einen Onlinekurs anschaust, in dem es um die Erstellung eines Online Kurses geht, bringt dir das direkt mehr Pinkepinke in die Geldbörse. Du bist in erster Linie abgelenkt von dem, was dir Geld bringen könnte.
That’s what I call “Power-Prokrastination”
Ich habe dieses Verhalten liebevoll Power-Prokrastination getauft. Du arbeitest unheimlich viel und bist immer super busy, aber unterm Strich kommt kein Euro dabei raus. Du prokrastinierst also hinsichtlich des Geldverdienens, indem du dich mit unwichtigen Tätigkeiten ganz doll ablenkst.
Versteh mich nicht falsch, dass wir mit jeder unserer Handlung als Selbständige Umsatz generieren ist utopisch. Aber viele verlieren den Fokus aus den Augen und verfallen in den Hustle-Modus an Stellen oder mit Tätigkeiten, die eben kein Geld in die Kasse spülen.
Da ist es sinnvoll, all das, was man so den ganzen Tag treibt, genauer unter die Lupe zu nehmen.
Womit verbringst du deinen Arbeitstag? Hast du mal kritisch überprüft, wofür du deine Zeit wirklich verwendest? Und wieviel Zeit pro Tag denkst du an das Verkaufen deiner Angebote?
Wenn ich nicht wirklich konzentriert darauf achte und mein neues “Lieblingstool” Prima:Time verwende, dann kann ich mich ganz toll in diesen Aufgaben verlieren:
CheckIn mit meinem Business-Buddy (wichtig, aber oft ausgedehnter als nötig)
Zero Inbox (ohne die 2 Minuten Regel zu beachten)
Facebook-Gruppen schauen (urrrrgh – das macht nicht mal richtig Spaß)
Canva-Bilder für Instagram oder LinkedIn erstellen (und dem Perfektionismus verfallen)
Social-Media-Planung (mindestens 5 mal wieder umplanen und viel zu viel vornehmen)
Onlinekurse anschauen (und “vergessen”, in die Umsetzung zu kommen)
Das ist nur ein kleiner Auszug dessen, womit ich mich gut ablenken kann. Geld bringt das alles nicht direkt. Und Sichtbarkeit auch nicht. Wenn du mehr darüber lesen willst, schau mal in meinen Blogartikel Deshalb wirst du mit deinem Online Business nicht einfach sichtbar
Deshalb dürfen die Aufgaben, die in meiner „Critical Now”-Liste in Trello stehen, auch gerne mal kritisch überprüft werden darauf, ob sie direkt oder wenigstens zeitnah zu mehr potenziellen Kund*innen führen. Ist es sinnvoller, diese Aufgabe zu erfüllen oder ist Nein sagen die bessere Entscheidung?
Zahlen lesen will gelernt sein
Weißt du, welche deiner Content- und Marketing-Aktivitäten tatsächlich Kund*innen zu dir bringen? Ich bin ganz ehrlich: Ich habe lange Zeit weder geschaut, welche Blogartikel gut laufen noch wie meine Posts und Aktivitäten auf Social Media ankamen, wie sich Follower- oder Impressionszahlen entwickelt haben. Lediglich die Zahlen auf Pinterest hatte ich -aus wohl nachvollziehbaren Gründen- halbwegs im Blick.
Die wenigsten der Selbständigen und Unternehmerinnen, mit denen ich mich austausche, tracken ihre Business-Zahlen regelmäßig und konsequent. Oder sie tracken sie, werten sie aber nicht aus. Dann kann man es eigentlich auch bleiben lassen.
Die Magie fängt ja da an, wo man Vergleiche anstellt. Wo man die Veränderungen der Kennzahlen zeitlich oder auf Kanäle bezogen miteinander vergleicht und umfassend betrachtet. Wo man sich die Mühe macht hinzuschauen, wie z.B. Interessent*innen auf die Website kommen und wo man viel Zeit und Mühe in einen Kanal steckt, bei dem aber überhaupt noch kein einziger zahlender Kunde rausgesprungen ist.
Woher kommen deine Kund*innen?
Dafür musst du sicher kein Zahlen-Crack sein. Es fängt nämlich im Grunde auch schon damit an, dass du dir notierst, über welche Kanäle deine Kund*innen zu dir gekommen sind. Hat sich jemand über einen Blogartikel ein Erstgespräch gebucht? Wurdest du auf ein Angebot im Newsletters angesprochen? Oder hat dich eine deiner Kund*innen weiterempfohlen? Ist jemand auf Instagram auf dich aufmerksam geworden und hat dir eine (sinnvolle!) Direktnachricht geschickt? Du weißt es nicht mehr genau? Dann frag sie doch.
Ich z.B. habe die meisten meiner Pinterest-Kund*innen durch Weiterempfehlungen und über das Netzwerken, auch z.B. auf Facebook, bekommen. Ich denke, das wird sich auch jetzt mit der Neuausrichtung in meinem Business nicht ändern. Übrigens haben Kundinnen, die mir Folgekunden gebracht haben, Striche in einer Liste bekommen. Je mehr Striche, desto wertvoller diese Kundin.
Das mag eigenartig klingen ist aber doch irgendwie logisch: Wenn ich ganz viel Instagram mache, aber nicht eine einzige zahlende Kundin über diesen Kanal generiert habe, dafür aber eine meiner Kundinnen mir eine oder mehrere weitere Kundinnen gebracht hat. Wo stecke ich wohl mehr Zeit rein?
Der Kunde hinter der nächsten Ecke
Du würdest gern weniger Zeit mit deinem Online-Marketing verbringen, traust dich aber nicht, weil du nicht weißt, hinter welcher digitalen Ecke gerade der nächste Kunde wartet?
Tipp von mir: Kunden lauern nicht hinter der nächsten Ecke. Potenzielle Kund*innen werden auf dich aufmerksam, weil du dich auf bestimmte Kanäle und Aktivitäten fokussiert hast und dort wirklich sichtbar geworden bist, über deinen Content und deine Angebote sprichst und sich dieser potenzielle Kunde davon angesprochen fühlt.
Auf Kanäle fokussieren heißt aber auch, nicht fünf verschiedene Dinge gleichzeitig und dann nur mit halber Kraft zu machen.
Du traust dich nicht, auf Kanälen nicht mehr aktiv zu sein? Dann lies mal weiter…
Entscheiderin in deinem Business bist du – Nein sagen lernen
Eine meiner Interviewpartnerinnen in der Vorbereitung zu meinem Programm “Alles im Griff” hatte einen ganz spannenden Satz gesagt, als ich sie fragte, womit sie in ihrem Business strugglen würde:
Ich habe ja nie gelernt, wie eine Selbständige oder Unternehmerin zu denken und zu handeln. Ich war immer angestellt.
Interviewpartnerin von „Alles im Griff – DAS Programm“
Dieser Satz enthält aus meiner Sicht ganz viel Wahres: Die meisten Frauen, die sich selbständig machen, waren zuvor in einem Angestellten- oder Beamtenverhältnis tätig. Dort ist man es gewöhnt, dass man oft nur – wenn überhaupt – begrenzte Entscheidungsbefugnis hat. Die wichtigen Entscheidungen treffen die Chefs und man ist nicht gezwungen, finanzielle, administrative oder marketingtechnische Entscheidungen zu treffen. Nein sagen muss man also erst lernen.
Hinzu kommen noch jede Menge Angestellten-Glaubenssätze, die man vielleicht in die Selbständigkeit mitgenommen hat:
“Ohne Fleiß kein Preis”
“Es darf sich nicht leicht anfühlen”
“Es muss schwierig sein”
Kennst du das vielleicht auch? Das ist nicht verwerflich und sehr verständlich. Denn tatsächlich haben wir in der Regel mit Beginn bzw. Eintritt in die Selbständigkeit kein Business-Bootcamp besucht, in dem unser Mindset auf unternehmerisches Denken gepolt wurde. Trotzdem sind die Glaubenssätze vor allem eins: Mangeldenken per excellence.
Trau dich, Dinge nicht (mehr) zu machen und nein zu sagen
Wenn du die Entscheiderin in deinem Business, in deinem Unternehmen, in deiner Selbständigkeit bist: Wer darf dann die Entscheidungen treffen?
DU. Niemand sonst. Es ist DEIN Business.
Du darfst, kannst und sollst die Entscheidungen treffen,
was du in deinem Business machst
welche Marketingaktivitäten du unternimmst
wieviel und welchen Content du erstellst
wie oft und mit wem du über deine Angebote sprichst usw.
wann ein nein zu anderen das ja zu dir selbst und damit die bessere Entscheidung ist
Wahrscheinlich hast du dich aus freien Stücken -wenn auch vielleicht durch besondere Umstände ausgelöst- dazu entschieden, selbständig zu sein. Eventuell auch aus dem Wunsch heraus, eigene Entscheidungen treffen zu dürfen. Ist es dann nicht kurios, davor zurückzuschrecken, Entscheidungen zu treffen?
Nun ist es an der Zeit.
Trau dich,
Zu bestimmten Maßnahmen und Aktivitäten „nein“ zu sagen, wenn du weißt, sie zahlen auf dein eigentliches Ziel nicht ein
Dich von irgendwelchem Experten-Sprech zu befreien, was du eigentlich unbedingt und ganz dringend tun solltest
Für dich und deine Business-Vision einzustehen
Dinge loszulassen und dich nicht von der Angst, wenn du das jetzt nicht mehr machst, könnte dir ein*e Kund*in durch die Lappen gehen, unterkriegen zu lassen.
Solltest du dir dabei Unterstützung wünschen, dann schau dir doch gerne mein „Alles im Griff – DAS Programm“ an. Dort unterstütze ich dich dabei, dein Business ganz genau unter die Lupe zu nehmen, eine Bestandsaufnahme zu machen und Dinge, die dir nicht tauglich sind, gehen zu lassen.
Fazit
Es bringt nichts, wenn du immer mehr und immer mehr auf Instagram, Facebook, deinem Blog, deinem Podcast, im Newsletter machst, wenn es dir keine zahlenden Kund*innen bringt. Traue dich, eine Entscheidung bezüglich sinnvoller Marketing-Kanäle und -Aktivitäten zu treffen, nein zu sagen und dich lieber auf wenige Dinge zu fokussieren. Trau dich, Dinge, die du ausprobiert und die dir nichts gebracht haben, gehen zu lassen. Du bist die Entscheiderin. Du darfst und sollst die Entscheidungen treffen, die dein Business betreffen und die zu Wachstum und mehr Umsatz führen können.
Ich wünsche dir viel Erfolg dabei!
Wenn du über deinen Wunsch, nein sagen zu lernen, sprechen möchtest, dann buche dir doch ein kostenfreies Kennenlerngespräch!
Wenn aus Interessenten keine Kunden werden, dann ist es wichtig für dich als Selbständige oder Unternehmerin zu hinterfragen, woran das liegen könnte. Neben der Enttäuschung, dass die Menschenmassen “bei dem super Angebot” nicht zugegriffen haben, spürst du hoffentlich auch ehrliches Interesse daran, herauszufinden, woran es denn gelegen haben könnte. Denn vermutlich hast du ganz viel Zeit und Energie in Website, Social Media Marketing und auch in dein Angebot gesteckt. Und trotz dieser Mühen kommt unterm Strich nicht viel dabei herum.
Heute verrate ich dir sieben Gründe, warum Menschen nicht bei dir kaufen – und was du tun kannst, um besser auf dich und dein richtiges (!) Angebot aufmerksam zu machen. Denn ich gehe davon aus, dass du in deinem Thema, also fachlich, richtig gut bist und weißt, was du tust. So habe ich auch die Interviewpartnerinnen wahrgenommen, mit denen ich mich im Rahmen der Entwicklung meines neuen Angebots unterhalten habe.
Und dennoch unterlaufen ihnen und vielleicht auch dir Fehler, die dazu führen, dass die Interessent*innen sich von dir nicht abgeholt fühlen und deshalb nicht kaufen können oder wollen. Hier kommen die 7 häufigsten Gründe, warum Menschen nicht bei dir kaufen:
Podcast-Episode: / Gründe, warum die Menschen deine Angebote nicht kaufen (und was du dagegen tun kannst)
# 1 Du hast kein Angebot
Man soll es fast nicht glauben, dass es das überhaupt gibt, aber ich habe in den letzten Wochen so viele Websites gesehen, auf denen überhaupt kein Angebot zu finden ist. Da wird schlichtweg nicht kommuniziert, wie ich mit der Website-Inhaberin, der Unternehmerin, zusammenarbeiten kann.
Wenn du ein Online-Business hast und du möchtest damit Geld verdienen, dann musst du den Menschen zeigen und sagen, wie sie mit dir zusammenarbeiten können. Sind sie nämlich bereits auf deiner Website gelandet, bringen sie schon ein gewisses Grundinteresse mit. Vielleicht hast du sie über einen Social-Media-Kanal, über deinen Newsletter oder auch über Pinterest auf deine Website geschickt und dann finden sie keine Möglichkeit, dir ihr Geld zu geben.
Damit legst du die Hemmschwelle unnötig hoch. Im besten Fall kannst du mehrere Angebote anbieten. Wenigstens aber solltest du ein kostenloses Angebot bzw. ein Angebot für 0,00 € (Freebie) und ein weiteres Bezahlangebot offerieren.
Außer, du möchtest mit deinem Business kein Geld verdienen. Dann lässt du das Angebot einfach weg. Aber dann bitte auch nicht wundern 😉
# 2 Dein Angebot ist unklar
Vielleicht können deine potentiellen Kunden aber auch nicht erkennen, welchen Mehrwert du mit deinem Angebot bietest. Ihnen fehlen schlichtweg alle notwendigen Informationen über die Transformation, die sie erreichen können, wenn sie mit dir zusammenarbeiten. Du vermittelst in deinem Angebot nicht das Ergebnis, welches sie durch die Zusammenarbeit mit dir erzielen können.
Sobald ein Angebot unklar formuliert oder dargestellt ist, werden unbewusst Zweifel beim potenziellen Käufer gesät. Brauche ich das wirklich? Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich mit dem Angebot erreiche, was ich mir wünsche? Führt dieses Angebot wirklich zum Ziel oder ist es rausgeschmissenes Geld? Ist es besser, wenn ich das nicht kaufe?
Beschreibe dein Angebot glasklar und versuche auch, spannende und super kreative Namen für dein Angebot zu vermeiden – auch die führen nicht zu mehr Klarheit beim Interessenten, ganz im Gegenteil.
# 3 Du zeigst dich nicht
Würdest du einer unbekannten Person dein Geld geben und hoffen, dass es schon so passen wird? Wohl eher nicht. Wenn du dein Geld für etwas ausgiebst, dann möchtest du -vor allem bei höherpreisigen Ausgaben- doch wissen, von wem du etwas kaufst, ob die Person dir sympathisch ist und ob du dir wirklich vorstellen kannst, mit genau diesem Menschen zusammenzuarbeiten.
Viele Selbständige oder Unternehmerinnen zeigen sich aber auf ihrer Website überhaupt nicht. Es gibt keine Über mich Seite (Extratipp: Auf der “Über mich Seite” geht es nicht um dich!), es gibt keine Fotos oder Videos von der Website-Inhaberin und auch sonst keinerlei Hinweise darauf, wie die Person gestrickt ist, der die Website gehört.
Sprich über dich und zeige dich. Trau dich, auf deiner eigenen Website ganz präsent zu sein. Mit Fotos, mit Videos wenn du magst, sprich über deine Werte, sei authentisch. Jemand, der Interesse an einer Zusammenarbeit mit dir hat, wird sich freuen, wenn er dich ein bisschen besser kennenlernen kann – und sei es auch nur virtuell. Und er kauft auch eher, weil er Vertrauen zu dir aufbauen konnte.
# 4 Die Menschen fühlen sich nicht angesprochen
Dein Angebot ist eigentlich für alle Menschen interessant und du tust dich total schwer, dich auf eine bestimmte Personengruppe zu beschränken? Ist das wirklich so?
Es ist eine alte Marketing-Weisheit, mit der ich jetzt um die Ecke komme, aber sie ist so wahr, dass ich sie tatsächlich auspacken muss:
Wenn du dich an alle richtest, dann erreichst du letztlich niemand. Und wenn du alle ansprechen willst, dann fühlt sich niemand angesprochen.
Glaubste nicht? Wenn du nicht gerade etwas verkaufst, was wirklich (!) jeder benötigt, wie z.B. Zahnpasta oder Toilettenpapier, dann solltest du dir den Satz jetzt doch noch mal durchlesen. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Er ist wahr.
Es ist wichtig, dass du dir genau überlegst, mit wem du zusammenarbeiten und wem du dein Angebot unterbreiten möchtest. Dabei ist auch wichtig, dass du nicht nur auf demografische Angaben wie Geschlecht, Alter, Wohnort etc. achtest sondern auch darüber nachdenkst, was das für Menschen sind und wie sie ticken. Was haben sie für Werte, was ist ihnen wirklich wichtig im Leben, welches Hobbies haben sie und wovon träumen sie?
Nur wenn du das herausgearbeitet hast, kannst du ein Angebot kreieren, von dem Menschen sich angesprochen fühlen und das sie gerne kaufen möchten.
# 5 Du zeigst dein Angebot nicht
Die Variante ist fast so wenig nice wie #1 oder vielleicht sogar noch schlimmer? Du hast ein Angebot ermittelt und zeigst es nicht. Du sprichst einfach nicht darüber. Fast so, als sollte niemand davon erfahren, was du dir da tolles ausgedacht hast. Könnte ja jemand kaufen wollen!
Warum schreibst du nicht im Newsletter davon, dass du ein neues Angebot erstellst oder erstellt hast? Aus welchem Grund können Menschen sich nicht in die Warteliste eintragen, wenn sie sich für ein Angebot wie z.B. einen Online Kurs oder ein Programm von dir interessieren? Weshalb sprichst du auf Social Media nicht über den Prozess, wenn du ein Angebot erstellst oder es launchst.
Dafür gibt es aus meiner Sicht nur zwei mögliche Gründe:
Du findest das Angebot nicht gut
Du willst kein Geld verdienen
Punkt 1 sollte schon deshalb nicht eintreten, weil du hoffentlich dein Angebot mithilfe von potenziellen Kund*innen entwickelt und dir jede Menge Gedanken gemacht hast. Und wenn Punkt 2 stimmt, dann bist du in der Selbständigkeit vielleicht nicht ganz richtig aufgehoben oder solltest dir zumindest einen Money Mindset Coach gönnen.
Also bitte sprich über dein Angebot. Gib den Menschen die Möglichkeit, Interesse zu zeigen und dein Angebot anzunehmen. Ansonsten möchte ich dich nochmal auf meine Aussage aus dem letzten Blogartikel “Dein optimaler Marketing-Mix – das solltest du beachten” aufmerksam machen:
Wenn du nicht ausreichend auf dein tolles Angebot aufmerksam machst, könnte das als unterlassene Hilfeleistung ausgelegt werden!
# 6 Du hast keinen angemessenen Preis für dein Angebot
Uuuuuh Preise. Ein ganz heikles Thema. Meiner Erfahrung nach hat fast jede Selbständige ein Money Mindset Thema. Das ist auch nicht wirklich verwunderlich, wir haben da “von Hause aus” eine Menge mitgegeben bekommen. Bei mir waren es z.B. so Glaubenssätze wie
Ich muss hart arbeiten, um Geld zu verdienen
Ich muss viel leisten für mein Geld
Über Geld spricht man nicht oder
Ich kann nicht gut mit Geld umgehen
Ist natürlich alles Bull**** aber an seinem Money Mindset kann man arbeiten 😉. Und ohne dass ich jetzt zu tief in das Thema einsteigen möchte (vielleicht gibt es dazu noch mal einen eigenen Blogartikel):
Dein Money Mindset bestimmt auch den Preis für dein Angebot. Meist fällt dieser nämlich entweder deutlich zu hoch noch häufiger deutlich zu niedrig aus. In den seltensten Fällen wird auch bei der Preisgestaltung an den Mehrwert gedacht, der mit dem Angebot geliefert wird.
Es ist völlig okay, wenn du anfangs bei der Preisgestaltung unsicher bist. Wir machen das hier alle meist zum ersten Mal. Aber achte mal darauf, was dir zu deinen Preisen zurückgespiegelt wird. Wie sind die Reaktionen der Wunschkund*innen, wenn du über dein Angebot und den Preis sprichst. Und vor allem: Wie fühlst du dich selbst dabei, wenn du über deine Angebote und Preise sprichst. Fühlt sich das gut an? Weißt du, dass du ein gutes Preis-Leistungsverhältnis anbieten kannst. Und spüre auch dich in dich hinein, was es mit dir macht, wenn du deinen Preis zu niedrig angesetzt hast. Wie fühlt sich das für dich an?
Test deine Preise, bis sie zu dir, deinem Angebot und deinen Wunschkunden passen. Und je selbstsicherer du dann deine Preise kommunizierst, desto weniger werden sie hinterfragt.
Achja, die customer journey aka Kundenreise…mein Lieblingsthema. Sagt dir nichts? Oder nicht so richtig?
Customer Journey (ugs. zu dt.: Die Reise des Kunden) ist ein Begriff aus dem Marketing und bezeichnet den Weg, bzw. die einzelnen Zyklen, die ein potenzieller Kunde durchläuft, bevor er sich für den Kauf eines Produktes entscheidet. Aus Sicht des Marketing bezeichnet die Customer Journey alle Berührungspunkte (Touchpoints) – sowohl online, als auch offline – eines Konsumenten mit einer Marke, einem Produkt oder einer Dienstleistung. Hierzu zählen nicht nur die direkten Interaktionspunkte zwischen Kunden und Unternehmen (Anzeige, Werbespot, Webseite usw.), sondern auch die indirekten Kontaktpunkte, an denen die Meinung Dritter über eine Marke, ein Produkt oder eine Serviceleistung eingeholt wird (Bewertungsportale, Userforum, Blog usw.). Kunden informieren sich zunehmend über diese indirekten Kontaktpunkte, welche von den Unternehmen nicht unmittelbar beeinflusst werden können. Ein tiefgehendes Verständnis der gesamten Customer Journey (inkl. direkter und indirekter Kontaktpunkte) ist Grundvoraussetzung für eine kundenorientierte Marketing- und Vertriebsausrichtung [wikipedia.de]
Kurz gesagt: Die Kundenreise führt dazu, dass der Kunde über viele Berührungspunkte immer wieder die Möglichkeit hat, von deinen Angeboten Kenntnis zu nehmen, um sich dann schlussendlich zum Kauf des Angebots entscheiden zu können.
Leider gibt es auf vielen Websites keine oder eine unvollständige Kundenreise. Und eins ist wichtig zu verstehen: Wenn du die Interessent*innen schon auf deiner Website hast, wie z.B. über Social Media, Pinterest, Google whatever, dann hast du schon mehr als die halbe Miete! Sie sind in deiner Homebase. Hier hast du zu 100% in der Hand, wie es für den potentiellen Kunden weitergeht. Lass ihn nicht im Regen stehen.
Zeig dem Interessenten z.B., wie er
ein kostenfreies Angebot von dir findet
sich in den Newsletter eintragen kann
ein Angebot von dir kaufen kann
den nächsten spannenden Blogartikel findet
mehr über dich erfahren kann usw.
Nur wenn du dem potentiellen Kunden eine funktionierende Kundenreise bieten kannst, kann er die Schritte bis zu einem möglichen Kauf auch durchlaufen. Fühlt er sich bei dir nicht aufgehoben, dann ist er weg, bevor du bis 3 zählen kannst.
Fehlende Sichtbarkeit im Online-Business und die Frage, warum werde ich denn mit meinem Online Business nicht einfach sichtbar, treiben viele Selbständige und Unternehmerinnen um?
Ich gebe mir so viel Mühe mit meiner Arbeit und bin total fleißig, aber ich habe das Gefühl, mich nimmt einfach niemand wahr.
Ich arbeite ja sogar am Wochenende, bin ständig aktiv, aber mit der Sichtbarkeit in meinem Online Business klappt es dennoch nicht richtig.
Diese fehlende Sichtbarkeit im Business ist so anstrengend.
Diese Fragen und Aussagen habe ich ganz oft in den letzten Tagen gehört, als ich Interviews mit meiner Zielgruppe geführt habe. Ich habe sie nämlich gefragt,
Womit sie in ihrem Online Business am meisten struggeln,
Welche Fragen sie sich deshalb stellen und
Was sie sich am meisten für ihr Business wünschen würden.
Das gilt im Übrigen nicht nur für Business Starterinnen, sondern auch für Frauen, die schon eine ganze Weile oder sogar mehrere Jahre online tätig sind.
Die Podcast-Episode „Fehlende Sichtbarkeit im Online-Business – daran liegt’s“ zum Blogartikel
Du hörst lieber Podcast, als Blogartikel zu lesen? Dann höre gerne in diese Podcast-Episode „Fehlende Sichtbarkeit im Online-Business – daran liegt’s“ rein:
Auch sie fragen sich, warum Menschen nicht „einfach“ auf sie aufmerksam werden und warum sich das Online Business so wenig nach Leichtigkeit anfühlt.
In diesem Blogartikel erfährst du, was genau Sichtbarkeit im Online-Business bedeutet, was eigentlich dahintersteckt und was tatsächlich zu mehr Sichtbarkeit im Online-Business führt (und was nicht).
Sichtbarkeit im Business – was ist das?
Sichtbarkeit im Business lässt sich auch mit Reichweite im Business umschreiben. Mit Sichtbarkeit ist also gemeint, dass du mit deinem Business von der Außenwelt wahrgenommen wirst, dass Menschen auf dich aufmerksam werden, du mehr Menschen mit deinem Thema erreichst. Je größer deine Sichtbarkeit und deine Reichweite, desto mehr Menschen bekommen mit, was du so tust, welche Angebote und Dienstleistungen du hast und wie man mit dir zusammenarbeiten kann.
Die Sichtbarkeit mit deinem Online Business geht also über die tatsächliche visuelle Wahrnehmung über das Auge weit hinaus – denn Sichtbarkeit bedeutet nicht zwangsläufig, dass man dich „sehen“ muss, sondern es geht um Wahrnehmung. Und das geschieht eben auch durch Texte oder Audio und nicht notwendigerweise, indem man dich visuell wahrnehmen kann.
Warum du mit deinem Online Business sichtbar werden musst
Keine Sichtbarkeit = keine Kunden = kein Umsatz. Punkt.
Das klingt natürlich hart und man hört das vielleicht nicht so gerne. Aber bei ausnahmslos allen Selbständigen und Unternehmerinnen führt fehlende Sichtbarkeit zu wenig(er) KundInnen und damit auch wenig(er) Umsatz.
Sichtbarkeit in deinem Online Business führt nämlich dazu, dass du von interessierten Menschen für dein Thema, deine Angebote, deinen Expertenstatus, deine Produkte und Dienstleistungen wahrgenommen wird. Und nur mit dieser Wahrnehmung kannst du verkaufen. Wirst du nicht gesehen, verkaufst du nichts.
Oftmals fehlt es eben an dieser Sichtbarkeit. Da wird ganz viel gearbeitet und gewerkelt, aber auf Tätigkeiten und Aufgaben, die nicht auf die Sichtbarkeit einzahlen, mehr Priorität gesetzt als solchen, die zur Wahrnehmung im Außen führen.
Und was steckt wirklich hinter der fehlenden Sichtbarkeit im Online-Business?
Aber was steckt denn wirklich hinter der Frage „Warum werde ich nicht einfach sichtbar mit meinem Online Business“?
Eine solche Frage stellen Menschen, die (noch) nicht so erfolgreich mit ihrem Business sind, wie sie es gerne wären. Ist ja eine gute Frage, mit der Möglichkeit und dem Potenzial, etwas zu verbessern. Und außerdem sind es Menschen, die ganz viel in ihrem Business arbeiten, gefühlt nie mit ihren Aufgaben fertig werden und wo eine lange To-do-Liste die nächste jagt. Das könnte also ein Thema mangelnder Struktur und Prioritätensetzung sein.
Denn die (mehr oder weniger verzweifelte) Frage nach dem „Warum“ ist oft darin begründet, dass der unternehmerische Erfolg ausbleibt. Und weniger Erfolg im Business wird eben mit weniger KundInnen und weniger Umsatz gleichgesetzt. Außer natürlich, du betreibst kein Business, sondern ein Hobby.
Business analysieren – was führt denn wirklich zur Sichtbarkeit?
Was mir bei den Interviews auch aufgefallen ist: Die Frauen, mit denen ich gesprochen habe, machen ganz viel in ihrem Business. Sie haben eine Website, sie sind auf Social Media Kanälen wie Facebook, Instagram und LinkedIn unterwegs und die meisten schreiben auch schon Newsletter.
Das sollte doch eigentlich „reichen“, um genügend Sichtbarkeit und Reichweite zu erzeugen, oder?
Das kann es, wenn du tatsächlich dein Online Business analysierst und feststellst, welche dieser Aktivitäten dich wirklich weiterbringt. Was führt in deinem Falle wirklich zur Sichtbarkeit?
Pflegst du deine Website?
Sind deine Angebote aktuell?
Ist von außen erkennbar, was genau du anbietest und wie man mit dir zusammenarbeiten kann?
Ist deine Website suchmaschinenoptimiert (SEO)?
Erstellst du regelmäßig wertvollen Content in Form von Blogartikel, Podcast-Episoden oder Videos?
Bist du regelmäßig auf Social Media aktiv?
Welche Kanäle nutzt du?
Hast du ein Freebie | Angebot für 0,00 €?
Schreibst du einen Newsletter?
Wächst deine Community (Newsletter)?
Stimmt die Kundenreise?
u.v.m.
Dies sind nur einige Fragen, die du dir stellen kannst, um deine Sichtbarkeit und Reichweite zu überprüfen und zu analysieren. Nutze dafür auch gerne entsprechende Tools wie Google Analytics oder Insights deines E-Mail-Anbieters oder deiner Social-Media-Kanäle.
Deshalb funktioniert das mit der Sichtbarkeit nicht
Weshalb funktioniert das also bei all den Aktivitäten mit der Sichtbarkeit trotzdem nicht?
Du hast keine Struktur und du setzt nicht die richtigen Prioritäten. Solange du dein Business nicht genau analysierst und schaust,
welche Aktivitäten du genau betreibst
wie gut diese Business-Bausteine in deinem (Arbeits-)Alltag funktionieren und umgesetzt werden
wie viel dir diese Aktivitäten tatsächlich an Sichtbarkeit bringen
kannst du deine Energie und deine Aktivitäten nicht fokussieren.
Und deshalb funktioniert es nicht. Weil du auf 1000 Hochzeiten tanzt, vieles davon nicht optimierst, die einzelnen Bausteine keine Verbindung haben und du nur reagierst, aber nicht agierst.
Übrigens: Sichtbarkeit ist nicht gleich Social Media
Viele Menschen denken bei dem Thema Sichtbarkeit im Online Business zunächst und vor allem an Social-Media-Marketing.
Bilder von dir posten, Storys machen, in Reels oder bei TikTok tanzen. Dich ständig und immer wieder zeigen. Und wenn du das nicht oft genug und regelmäßig machst, kommt unter dem Strich nichts dabei raus.
Social Media ist nicht jedermanns Sache. Meine übrigens auch nicht oder jedenfalls nicht immer. Und bei meinen Interviewpartnerinnen gab es eigentlich nur zwei Gruppen:
Einige der selbständigen Frauen hatten einen oder mehrere Social-Media-Kanäle, die sie versucht haben, zu betreuen. Meist fällt das Thema aber wegen der vielen anderen Aufgaben hintenüber. Deshalb sind sie größtenteils nur unregelmäßig auf den Kanälen aktiv, was wiederum zu wenig Outcome führt und das führt eben nicht zu einem Wachstum der Reichweite.
Die andere Gruppe von Frauen mag kein Social-Media-Marketing und versucht, ohne dieses Marketing-Tool sichtbarer zu werden.
Analysiert hat die eigenen Zahlen niemand. Es war mehr so ein Gefühl, ob man mit Social-Media-Marketing sichtbarer wird oder nicht.
Ich möchte an dieser Stelle nur mitgeben:
Sichtbarkeit ist nicht gleich Social Media und Social Media ist nicht gleich Sichtbarkeit
Du kannst Social-Media-Marketing nutzen, wenn es dir Spaß macht und unterm Strich mehr KundInnen und Umsatz dabei herauskommen. Dafür solltest du deine Zahlen analysieren. Und wenn dir Social-Media-Marketing kein Spaß macht. Dann lass es doch. Es geht auch ohne.
Hast du Lust, deine Marketing-Aktivitäten unter die Lupe zu nehmen? Dann schau dir mein Programm „Alles im Griff“ genauer an!
Ich bin Silke, Online-Marketing- und Content-Coach für selbstständige Frauen, die gestressten Marketing-Muffeln hilft, ihr Online-Marketing mit Leichtigkeit und Authentizität zu meistern, indem ich mit ihnen maßgeschneiderte Strategien entwickle, die nicht nur effektiv sind, sondern auch Spaß machen und perfekt zu ihrer Persönlichkeit passen."