Warum passives Einkommen eine Lüge ist

Warum passives Einkommen eine Lüge ist

Das passives Einkommen ein für viele Menschen interessantes Thema ist, sieht man schon an den Google-Ergebnissen: Ca. 1.110.000 Ergebnisse zeigt Google an, wenn man nach “passives Einkommen” sucht. Viele Menschen scheinen sich dafür zu interessieren, möglichst im Schlaf oder während sie Cocktail schlürfend den Winter auf den Seychellen verbringen, das “bling” ihres Kontoweckers zu vernehmen. Doch ist das tatsächlich so einfach? 

Ich zeige dir, warum passives Einkommen eine Lüge ist, warum das mit dem “reich werden ohne viel dafür zu tun” nicht ganz so einfach funktioniert und welche Möglichkeiten es aber dennoch gibt, nicht dauerhaft aktiv für einen Umsatzzuwachs arbeiten zu müssen. 

Podcast-Episode: Passives Einkommen ist eine Lüge – weshalb du trotzdem darüber nachdenken solltest

Was ist passives Einkommen

Was bedeutet passives Einkommen eigentlich? Wikipedia schreibt hierzu: “Passives Einkommen ist Einkommen, das automatisch mit minimalen Arbeitsaufwand verdient oder erhalten werden kann. Es wird als progressives passives Einkommen bezeichnet, wenn der Verdiener wenig Aufwand aufwendet, um das Einkommen zu steigern.”

Einfach ausgedrückt bedeutet es, dass – im Gegensatz zu aktivem Einkommen – der Verdiener nicht seine Arbeitsleistung im direkten Gegensatz zum Erhalt von Einkommen einsetzt. Aktives Einkommen bedeutet also Arbeitseinsatz = Geldertrag. Bei passivem Einkommen gibt es auch Geldeinnahmen, ohne dass direkt ein Arbeitseinsatz gegengerechnet werden muss. 

Wie bei der Wikipedia-Definition aber schon deutlich wird, geht es auch hier nicht ohne Arbeitsaufwand. Der Unterschied ist lediglich die Stetigkeit des Arbeitsaufwandes.

Die Lüge vom passiven Einkommen und Geld verdienen im Schlaf

Ist also die Rede von passivem Einkommen, dann denken viele an “Geld verdienen im Schlaf” und das sie nichts dafür tun müssen, das Geld in ihre Kassen gespült wird. 

Dem ist aber nicht so, denn auch bei passiven Einkommensquellen muss zunächst eine aktive Arbeitsleistung erbracht werden. Es muss also ein gewisser Aufwand betrieben werden, damit das passive Einkommen entstehen kann. 

Vorteile von passivem Einkommen

Dennoch hat das Erschließen einer passiven Einkommensquelle mehrere Vorteile:

Unabhängigkeit

Beim passiven Einkommen findet ein solcher Austausch nicht unmittelbar statt. Passives Einkommen ist schon mit weniger zeitlichem Aufwand, der auch noch zeitlich unabhängig erbracht werden kann, erreichbar. Ein fester Arbeitsplatz oder festgelegte Zeiten sind hierfür nicht notwendig, so dass die Erschließung einer passiven Einkommensquelle theoretisch von überall und zu jeder Zeit stattfinden kann. 

Außerdem sind Höhe und Dauer der passiven Einkommensquelle im Gegensatz zu aktivem Einkommen nicht festgelegt.

Sicherheit

Der Aufbau einer zuverlässigen passiven Einkommensquelle als zusätzliches Umsatzstandbein bietet mehr Sicherheit. So kann ein zusätzliches Einkommen erwirtschaftet werden, was wiederum zur Erwirtschaftung einer soliden Altersvorsorge genutzt werden kann. Passives Einkommen eignet sich hervorragend zum Vermögensaufbau. 

Freiheit

Mehr Einkommen, für das keine direkte (zeitliche) Gegenleistung erbracht werden muss, bedeutet auch mehr Freiheit und Freizeit, die zum Beispiel mit der Familie verbracht oder für Hobbies genutzt werden kann. Auch die Freiheit dank passivem Einkommen selbstbestimmter arbeiten zu können, darf nicht unterschätzt werden.

Beispiele für passives Einkommen

Was sind denn nun gute Möglichkeiten, um passives Einkommen zu generieren?

Es gibt eine Menge Möglichkeiten, passives Einkommen zu erwirtschaften. Hier möchte ich nur die 3 interessantesten Möglichkeiten für Online-Unternehmer*innen nennen. Darüber hinaus gibt es aber auch weitere Arten von passivem Einkommen, denn mit den Jahren wachsen die Möglichkeiten, passives Einkommen zu generieren, stetig.

Affiliate-Marketing

Wenn du eine Website hast, einen Blog, YouTube-Kanal oder auch Social Media Kanäle wie z.B. Instagram betreibst, dann kann Affiliate-Marketing eine gute Möglichkeit für passives Einkommen sein. 

Beim Affiliate-Marketing machst du Werbung für das Produkt oder die Dienstleistung einer anderen Person. Du empfiehlst sie z.B. deinen Newsletter-Leser*innen, sprichst auf Instagram darüber oder verweist in deinem Blogartikel auf das Produkt des oder der anderen Unternehmer*in. 

Wenn nun jemand über deinen personalisierten Link kauft, dann bekommst du eine Provision in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes von Angebots- bzw. Produktverkaufspreis.

Wichtig ist, dass die von dir beworbenen Produkte zu dir und deinem Business passen, ohne das sie deine eigenen Einkommensquellen beschneiden. Du solltest nur Produkte empfehlen, die du kennst bzw. die du auch selbst nutzen würdest, um deine Glaubwürdigkeit zu erhalten. 

Wie du siehst, musst du aber auch hier aktiv werden, also das Produkt empfehlen, um passives Einkommen durch Affiliate-Marketing erzielen zu können. Dennoch ist dein Aufwand sehr viel kleiner als der des Angebotserstellers. 

Onlinekurse und digitale Produkte

Das ist wohl der Klassiker, wenn an passives Einkommen im Online-Business gedacht wird. Einmal einen tollen Onlinekurs oder ein E-Book erstellt, spült es dir im besten Falle ohne viel Zutun dauerhaft Geld in die Kasse. 

Auch hier ist aber nicht zu vergessen, dass ein Onlinekurs zunächst erstellt werden muss, d.h. er muss konzipiert und erstellt werden und danach muss er vermarktet werden. Im besten Falle führst du den Onlinekurs – bevor du ihn dann als passive Einkommensquelle automatisiert vertreibst – in der Beta-Version live durch, um ihn zu entwickeln und zu erproben. 

Bevor also ein eLearning-Produkt wie ein Onlinekurs, ein automatisiertes Webinar, eine Masterclass oder sonstige digitale Produkte passives Einkommen erzielen können, ist auch hier eine aktive Arbeitsleistung von teilweise nicht geringem Aufwand zu erbringen. Erst wenn das Produkt entsprechend erstellt und vermarktet wurde, kann eine tolle passive Einkommensquelle entstehen. 

Standardisierte Produkte

Wenn du Expert*in in einer bestimmten Nische bist und deine Produkte bisher nur aktiv angeboten hast, überprüfe mal, ob sich hier nicht auch passives Einkommen erzielen lässt. Beispielsweise kannst du 

  • als Fotograf*in deine Bilder auch auf Plattformen für Stockfotos anbieten
  • sonstige Bilder als Postkarten oder Plakate verkaufen
  • ein Buch schreiben und über Amazon vertreiben
  • Website-Themes oder Plugins erstellen
  • bezahlten Audio-Content, wie z.B. Meditationen erstellen usw.

Hier gilt es, über den Tellerrand zu schauen, welche Produkte du schon aktiv verkaufst und wie du eventuelle auch mit einmaligen Arbeitsaufwand ein passives Einkommen damit erzielen kannst. 

Zusatztipp

Die Altersvorsorge ist ein großes Thema. Natürlich und vor allem auch für uns Selbständige und Unternehmer*innen. Auch hier gibt es aber Möglichkeiten, durch z.B. Investitionen in Wertpapiere passives Einkommen zu erzielen. 

So kannst du durch Investition in Aktien, ETFs oder andere Wertpapiere Anteile an Unternehmen kaufen. Wenn diese dann gewinnbringend wirtschaften, entsteht ein passives Einkommen durch Dividende oder den Verkauf des Wertpapiers zu einem höheren Aktienkurs. 

Inzwischen sind bei ETFs auch Sparpläne möglich, so dass du kein Startkapital benötigst, um direkt in Aktien investieren zu können. Wichtig dabei (und Achtung, ich bin kein Aktienprofi!): Du solltest keine Konsumschulden haben, bevor du Geld in Aktien anlegst.

Außerdem sind gerade ETFs nicht auf kurzfristige Anlagestrategien ausgelegt. Sie können dir aber bei regelmäßiger Einzahlungen eine ordentliche Rendite bescheren und somit ein passives Einkommen bescheren, indem du dich nur einmal mit deiner Anlagestrategie und deinem Portfolio beschäftigst. Mehr Informationen rund um ETFs und ETF-Grundlagen für Einsteigerinnen bekommst du z.B. bei justETF.

Eigenschaften von Produkten oder Dienstleistungen, die passives Einkommen erbringen

Die Eigenschaften von Produkten und Dienstleistungen, die sich für das Generieren von passivem Einkommen eignen, sind vor allem

  • vielfache oder unbegrenzte Verkäuflichkeit
  • geringer Aktualisierungsaufwand (v.a. bei digitalen Produkten)
  • geringe Konkurrenz
  • Vertrieb ist automatisierbar
  • Zeitlosigkeit des Produkts oder der Dienstleistung
  • es ist keine 1:1-Betreuung notwendig

Fazit

Passives Einkommen klingt vor allem dann nach einer Lüge, wenn nicht miterwähnt wird, dass dafür zunächst eine aktive Arbeitsleistung erforderlich ist. Diese kann unterschiedlich groß ausfallen, ist aber dennoch notwendig, um den Einkommensstrom aus passivem Einkommen starten zu können.

Passives Einkommen zu erzielen hat aber auch insbesondere den Vorteil, dass nicht mehr Zeit gegen Geld gerechnet werden muss und ein (zusätzlicher) Verdienst auch dann möglich ist, wenn du kein Zeitinvest einbringst. Aus diesem Grunde ist es eine gute Idee, zur richtigen Zeit auch die Möglichkeit passiven Einkommens ins Auge zu fassen und eine entsprechende Einkommensquelle zu erschließen.

Wenn du dir Unterstützung hierbei wünscht, dann sprich mich sehr gerne an oder komm in mein 6-Monats-Programm „Alles im Griff“, wo wir auch über diese Möglichkeit für dich sprechen.

Offene Gestalten und dein Online-Business – das haben sie gemeinsam

Offene Gestalten und dein Online-Business – das haben sie gemeinsam

Kennst du das: Das E-Mail-Postfach qillt über, die Buchhaltung müsste unbedingt erledigt werden (und zwar die vom vorletzten Jahr) und zahlreiche administrative und organisatorische Aufgaben wären abzuarbeiten. Außerdem müsstest du noch auf den Kanälen x, y und z posten, schließlich hast du dich dort ja mal angemeldet und es könnten sich dort potenzielle Kund*innen aufhalten. Aber aus irgendeinem Grunde kannst du dich nicht aufraffen, auch nur die kleinsten dieser Aufgaben endlich zu erledigen. Dabei ist es so wichtig, diese sogenannten offenen Gestalten zu schließen. Warum das so ist und was das bedeutet? Das erfährst du hier.

Dies ist mein Beitrag zur Blogparade „Psychische Gesundheit im Online-Business“, die noch bis 22. Mai 2022 läuft.

Podcast-Episode „Könnte das der Grund sein, warum du manche To Do’s nicht erledigt bekommst“ zum Blogartikel

Was sind offene Gestalten

Kennst du den Begriff der offenen Gestalt schon? Eventuell hast du jetzt gerade eine etwas irreführende Vorstellung davon, was mit dieser Begrifflichkeit gemeint sein könnte. 

Der Begriff der “Offenen Gestalt” kommt ursprünglich aus der Gestaltpsychologie und meint unerledigte Handlungen

Anja Oschmann schreibt dazu: “In der Gestalttherapie spricht man von offenen Gestalten, wenn Dinge unerledigt bleiben, Situationen ungeklärt sind oder sie nicht erfolgreich zum Abschluss gebracht wurden. Die Gestattherapie geht davon aus, dass der Mensch immer bestrebt ist, diese offenen Gestalten zu schließen. Als offene Gestalten werden Probleme bezeichnet, die den Menschen aufgrund von gemachten Erfahrungen und Erlebnissen im Hier und Jetzt beeinträchtigen. Dabei wird Energie gebunden, welche wieder frei zur Verfügung steht, wenn “die Gestalt” wieder geschlossen wird.” [Quelle: https://www.anja-oschmann.de/?s=offene+gestalten]

Ich selbst habe den Begriff der offenen Gestalt zum ersten Mal in einem Onlineprogramm von Christian Bischoff gehört. In seinem Programm “Veränderung JETZT!” handelt es sich um ein digitales Umsetzungscoaching, bei dem du eine von dir gewünschte Veränderung umsetzen lernst. Dort sprach Christian Bischoff über die offenen Gestalten als unerledigte Aufgaben, die -solange wir sie nicht erledigt haben- unseren Geist unbewusst vereinnahmen und uns belasten

Dies bezog sich in diesem Zusammenhang vor allem auf den privaten Bereich. Diese offenen Gestalten, also unerledigten Handlungen, können z.B. sein

  • der längst überfällige Anruf bei der Mutter oder dem Vater
  • eine unangenehme Aussprache
  • die Erledigung der Steuererklärung
  • das Ausmisten alter Zeitschriften 
  • endlich die Babykleidung abzugeben
  • einen längst überfälligen Arzttermin vereinbaren
  • den Keller aufzuräumen

und so weiter. Oftmals sind es auch Aufgaben, die man ganz schnell in kurzer Zeit erledigen könnte. Dennoch tun wir uns schwer damit, diese Aufgaben anzupacken und abzuhaken. 

Was ist das Problem mit den offenen Gestalten?

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei dem Begriff der offenen Gestalten um einen Begriff aus der Gestaltpsychologie. Da ich keine Psychologin bin und auch ansonsten keine erweiterten Kenntnisse auf den Gebieten der Psychologie oder Gestalttherapie habe, maße ich mir nicht an, diesen Begriff in diesem Kontext zu nutzen. 

Was ich aber dennoch nutzen möchte, sind die Erkenntnisse, die ich aus dem Vorliegen bzw. der Existenz der offenen Gestalten gewonnen habe. Mir ist nämlich einiges klar geworden, nachdem ich von dem Prinzip der offenen Gestalten erfahren habe.

Zunächst habe ich mir eine Liste gemacht mit meinen offenen Gestalten. Darauf stand u.a.

  • Spielsachen aussortieren
  • Schuhe aussortieren 
  • Kleidung von Emma aussortieren und zur Kleiderstube bringen
  • Buchhaltung aufräumen und anders organisieren
  • Adventskalender Inputs erstellen
  • Bücher aussortieren
  • Balkon aufräumen

Alle diese Aufgaben (und noch viel mehr) habe ich seit 01-2022 erledigt. Warum? Weil ich das Prinzip der offenen Gestalten erkannt habe und nachdem ich die erste Aufgabe erledigt hatte, nämlich die Spielsachen auszusortieren, habe ich eine sehr große Erleichterung verspürt. Ich habe mir für jeden Tag vorgenommen, eine offene Gestalt zu schließen, als eine Aufgabe zu erledigen. Und das wurde quasi zum Selbstläufer und ich bin immer mehr ins Tun gekommen.

Alles, was du beschließt zu tun, sind Verabredungen mit dir selbst. Beschließt du, deine Schuhe auszusortieren, dann ist das eine Verabredung, die du eingegangen bist. Solange du diese Aufgabe nicht erledigst oder sie aufgibst, indem du bewusst eine neue Entscheidung triffst, ist die Verabredung “offen”. Sie bindet deine Energie und deine Aufmerksamkeit. Sie läuft dir quasi nachts über die Bettdecke und ruft in dein Unbewusstsein, dass sie noch erledigt werden will.

Eine offene Gestalt zu schließen bedeutet also, diese Aufgabe abzuschließen und seinen Fokus, seine Energie und sein Unterbewusstsein auf etwas Neues ausrichten zu können. 

Wo können sich offene Gestalten im Business zeigen?

Die offenen Gestalten tummeln sich natürlich nicht nur im Privatleben herum sondern auch oder vor allem in unserem Business. Sie begegnen uns in Form von vielen unerledigten Aufgaben und in unserer täglichen Arbeit.

Im Online-Business sind es vor allem Aufgaben wie

  • Erledigung der Umsatzsteuervoranmeldung
  • Abgabe der Steuererklärung
  • Buchhaltung 
  • das Bespielen von Social Media Kanälen
  • das Erstellen von Content in Form von Blogartikeln oder Podcast-Episoden

Horch mal in dich hinein: solange diese Aufgaben unerledigt sind, beschäftigen sie nicht auch deine Gedanken, deine Wahrnehmung und hängen dir nach? 

Für dein Business bedeutet das, dass du bewusst oder unbewusst gedanklich um Themen und Aufgaben kreist und ständig das Gefühl des “eigentlich müsste ich…”, “eigentlich sollte ich…” und “oje, das muss ich auch noch…” vorhanden ist. 

Auch wenn ich keine Psychologin oder Therapeutin bin weiß ich, dass diese Belastung zu sehr viel mehr führen kann, als zu einem schlechten Gefühl. Sind es nicht gerade diese unerledigten Aufgaben, die uns an den Rande oder vielleicht bis in den Burnout führen können?

So kannst du offene Gestalten im Business schließen

Was also kannst du jetzt tun, um zunächst die offenen Gestalten zu ermitteln und sie dann zu schließen?

Aus meinen Augen ist es ein Dreiklang, der dich dabei unterstützen kann:

Ermittle deine offenen Gestalten

Zunächst einmal geht es darum, überhaupt zu erkennen, was deine offenen Gestalten sind. Du kannst sie auch unerledigte Aufgaben, offene Baustellen oder ToDo’s nennen. Darauf kommt es im Ergebnis nicht an. 

Nimm dir die Zeit und schreibe alles auf, was du erledigen willst oder was du schon lange erledigen wolltest. Das wird vermutlich eine richtig lange Liste mit Dingen wie PC aufräumen, Buchhaltung machen, einen Beitrag auf LinkedIn erstellen usw. Schreib alles ungefiltert auf einen Zettel nieder. 

Du kannst hierfür auch hervorragend ein Tool wie z.B. Mindmeister nutzen. Das mache ich mit meinen Kundinnen in meinem 10-Wochen-Programm “Alles im Griff”. Dort setzen wir uns zusammen hin und machen eine Bestandsaufnahme in Form einer Mindmap. Die offenen Gestalten aka unerledigten Aufgaben tauchen dabei wie von selbst auf. 

Triff eine Entscheidung bezüglich der offenen Gestalten

Dann geht es darum, eine Entscheidung zu treffen. Das ist übrigens der Punkt, der meinen Kundinnen mit am schwersten fällt. Es geht nämlich darum, die offenen Gestalten in zwei Kategorien einzuteilen:

  1. Offene Gestalten, die du schließen möchtest
  2. Unerledigte Aufgaben, die du bewusst aufgibst

Letzteres ist aus meiner Sicht der Dreh- und Angelpunkt. Bei jeder meiner Kundin konnte ich in den 1:1 Meetings mindestens einen Social-Media-Kanal ausmachen, bei dem sie mal ein Profil angelegt und diesen Kanal dann nie wieder bespielt haben. Auch dies ist eine offene Gestalt. Etwas, was einen unterbewusst beschäftigt. Etwas, was man “eigentlich erledigen müsste…”. 

Triff eine Entscheidung. Und das kann auch bedeuten, das man etwas bewusst nicht mehr machen will. Das man sich dagegen entscheidet, diesen Kanal nicht (mehr) zu bespielen. 

In meinem Blogartikel “Trau dich, Dinge in deinem Online-Business NICHT zu tun” kannst du dazu noch mehr lesen, wenn du magst.

Fange an, die offenen Gestalten zu schließen

Und dann geht’s an die Arbeit. Die offenen Gestalten, die noch auf deiner Liste stehen, wirst du jetzt abarbeiten. Eine nach der anderen. Sie werden zu deiner To Do Liste. Schritt für Schritt nimmst du dir eine unerledigte Aufgabe nach der anderen vor und arbeitest sie ab. Eine pro Tag. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Klingt unsexy, ich weiß. 

Ich weiß aber auch, wie gut es sich anfühlt, offene Gestalten zu schließen. Dinge zu erledigen, die man schon lange vor sich herschiebt. Vielleicht merkst du auch während der Erledigung, dass vieles viel schneller abläuft und du den Haken dahintersetzen kannst, als du dachtest. Denn wenn es einfach nur noch ums Abarbeiten geht, dann spielt dir der Kopf vielleicht auch nicht mehr so große Streiche, was Perfektionismus & Co. angeht. 

Deinen chaotischen und überfüllten Schreibtisch aufzuräumen oder endlich die Buchhaltung zu erledigen führt auch dazu, dass du stolz darauf bist, etwas erledigt zu haben. Es wirkt sich also auch positiv auf deine Psyche aus. 

Also, worauf wartest du noch? Schließe die offenen Gestalten und verschaffe dir das Gefühl, endlich in deinem Business wieder durchatmen zu können. 

Du musst die offenen Gestalten nur finden, kategorisieren und abarbeiten. Viel Erfolg dabei!


Mehr Leichtigkeit im Online-Business – die 9 besten Tipps

Mehr Leichtigkeit im Online-Business – die 9 besten Tipps

Leichtigkeit im Online-Business, das wünscht sich wahrscheinlich jede Selbständige oder Unternehmerin, wenn sie an ihr Business denkt. Leider ist von dieser viel gepriesenen Leichtigkeit oft nichts zu spüren, denn die Tage im Business sind geprägt von Aufgaben und To Do’s, von ganz viel Arbeit und noch mehr Social Media Kanälen, die bespielt werden wollen. 

Wie soll das denn jetzt funktionieren mit dieser berühmten “Leichtigkeit im Online-Business”? Das Business fühlt sich nämlich ziemlich anstrengend und ganz und gar nicht leicht an. Hier habe ich dir 9 Tipps für mehr Leichtigkeit im Online-Business mitgebracht. Vielleicht sind Anregungen für dich dabei, wo du beginnen kannst, auch dein Online-Business ein bisschen leichter und entspannter zu gestalten.

Hier geht’s zur Podcast-Episode „Mehr Leichtigkeit im Online Business – Die besten Tipps“

Organisiere dich und gib deinem Arbeitstag Struktur

Ich habe es probiert, einfach in den Tag hineinzuleben und zu arbeiten. Also bei mir funktioniert es nicht. Ohne eine gewissen Monats-, Wochen- und Tagesplanung schaffe ich weitaus weniger, als wenn ich mir diese Zeit nehme und meine Aufgaben strukturiere. Aus diesem Grunde rate ich auch dir von Herzen: Organisiere dich und gib deinem Arbeitstag Struktur. 

Leichtigkeit im Online-Business

Du brauchst auch keine Angst zu haben, dass dir mit Organisation und Struktur deine Leichtigkeit im Online-Business verloren gehen könnte. Ganz im Gegenteil. Du wirst merken, dass du sehr viel Zeit einsparst, wenn du dir einmal Gedanken über deine Aufgaben und ToDo’s machst und sie dann einfach abarbeiten kannst, als wenn du jedes Mal neu überlegst, was jetzt ansteht. 

Welche Tools du dafür verwendest, bleibt natürlich ganz dir überlassen. Ich habe – auch dank Claudia Kauscheder – die besten Erfahrungen mit Trello gemacht. Ich liebe dieses Tool und die 1-Minute-ToDo Liste nach Linnenberger. Wenn du mehr dazu erfahren möchtest, kannst du gerne bei Claudia im auf https://abenteuerhomeoffice.at nachschauen. Dort findest du auch den “Selbstmanagement mit Trello”-Kurs.

Natürlich kannst du dir auch eine einfache To Do Liste auf Papier erstellen oder Zeitblöcke in deinen Kalender eintragen. Wichtig ist eben nur, dass du dir einmal Gedanken machst und nicht jedes Mal wieder überlegen musst, wie du deine nächste Priorität setzen solltest.

Konzentriere dich auf weniger aber guten Content

Ich sehe so viele Selbständige, die sich komplett an der Contenterstellung aufreiben. Noch mehr Blogartikel schreiben, noch zusätzlich einen Podcast erstellen und YouTube-Videos aufnehmen, täglich mehrmals auf Social Media aktiv sein. 

Ich verstehe das sehr gut, schließlich ist Content King. Andererseits schwingt bei vielen vielleicht auch und gerade hinsichtlich Aktivitäten auf Social Media Kanälen das Gefühl mit, dass wenn sie irgendetwas davon weglassen würden, vielleicht der Kunde hinter genau dieser Ecke hätte gelauert haben könnte. 

An diese Theorie glaube ich persönlich nicht und kann dich nur darin bestärken: Suche dir lieber weniger Content-Teile und Social Media Kanäle heraus und bespiele diese mit einer ordentlichen und regelmäßigen Frequenz. Du erreichst mehr, wenn du regelmäßig Blogartikel erstellst, als wenn du mal bloggst, mal einen Podcast aufnimmst und dann mal wieder ein Video oder zwischenzeitlich mehrere Wochen Pause einlegst, weil du es einfach nicht mehr schaffst. 

Es ist schier nicht möglich, sich aufzuteilen. Auch da ist Fokus und Prioritäten setzen angesagt.

Verknüpfe das miteinander, was du schon hast

Du hast sicher schon ganz viel auf deiner Website gemacht, hoffentlich Angebote eingestellt und Content erstellt. Außerdem hast du vielleicht ein E-Mail-Marketing und bist auf einem oder mehreren Social Media Kanälen aktiv. 

Gibt es denn auf deinen Kanälen eine Verbindung untereinander? Gibt es die Möglichkeit in deinem Blogartikel, Teil deines Newsletter-Verteilers zu werden? Erzählst du von deinen Angeboten nicht nur auf der Angebotsseite? 

Sorge dafür, dass du die einzelnen Bausteine, die es in deinem Business schon gibt, gut miteinander zu verbinden, um deinen Außenauftritt zu stärken und deine Aktivitäten möglichst effizient auszunutzen. Auch das führt zu mehr Leichtigkeit in deinem Online-Business, da du alle Aktivitäten bestmöglich ausnutzt und weniger machen musst.

Weiche shiny objects gekonnt aus

Kennst du diese gemeinen “shiny objects”, die man ganz häufig am Wegesrand findet? Ein super ansprechendes kostenfreies Angebot hier, ein toller Onlinekurs, der scheinbar alle Probleme löst, dort. Ich will ehrlich sein: Ich bin davor auch nicht gefeit. 

Meist springe ich aber schneller auf diese sogenannten “shiny objects” an, wenn mir selbst die klare Linie in meinem Business fehlt. Wenn ich keinen Fahrplan habe, in dem ich meine Prioritäten für die nächsten Tag und Wochen festgehalten habe. Dann lasse ich mich ganz schnell ablenken und erhoffe mir eine leichtere Lösung für meine aktuellen Aufgaben irgendwo da draußen.

Weiche diesen shiny objects gekonnt aus und fokussiere dich auf dich. Mit diesem Fokus merkst du auch die Leichtigkeit, die du dir für dein Business wünscht. Noch mehr Challenges, Freebies, Onlinekurse werden dir kaum Erleichterung bringen. 

Better done than perfect für mehr Leichtigkeit im Online-Business

Perfektionismus kann einem das Leben unglaublich schwer machen. Kennst du das auch? Da werden Blogartikel nicht veröffentlicht, weil man nicht zufrieden ist. Stundenlang an Grafiken für Instagram-, Facebook- und LinkedIn-Posts herumgeschraubt, bis man sie selbst zur Veröffentlichung freigibt. Mit dem Podcast wird nicht gestartet, weil man sich nicht entscheiden kann, wie das Cover aussehen soll oder wie man den Podcast nennen soll. 

Dieser Perfektionismus oder auch Entscheidungsmüdigkeit kann einen lähmen und belasten. Befreie dich von (deinem) Perfektionismus. Niemand weiß, wie deiner Meinung nach der Blogartikel noch hätte besser sein können. Keiner ahnt, was du an der Grafik noch verändern wollen würdest. Und niemand denkt über ein Podcast-Cover länger nach, schließlich zählt im Endeffekt der Inhalt (okay und Podcast-SEO 😉). 

Denk immer daran: Deine Vorstellung von etwas kennt die Welt da draußen nicht. Im Zweifelsfalle ist also das, was du “etwas weniger perfekt” veröffentlichst absolut perfekt für die Welt da draußen. 

Positives Mindset – was läuft gut

Der Mensch ist leider darauf ausgelegt, den Fokus auf das zu richten, was nicht so gut läuft. Vielleicht hast du weniger Content erstellt, als du ursprünglich wolltest. Oder du hast weniger Plätze in deinem neuen Programm verkauft, als du eigentlich vor hattest.

Letzteres kenne ich gut: Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, meine Premiere von “Alles im Griff – DAS Programm” mit 8 Teilnehmerinnen zu durchlaufen. Nicht etwa, weil 8 Teilnehmerinnen eine ganz wichtige Zahl sind, die wesentlich besser wäre als 6 oder 7 Teilnehmerinnen. Nein, einfach weil ich mir eingebildet habe, es sollten 8 Teilnehmerinnen sein. 

Jetzt starte ich nächste Woche das Programm mit 7 Teilnehmerinnen. Bin ich jetzt traurig, dass es 1 weniger ist, als ich mir ausgedacht hatte? Nein, überhaupt nicht. Ich feiere jede der 7 Teilnehmerinnen, die mit mir diesen Weg gehen, um auch für sich mehr Leichtigkeit in ihr Online-Business zu bringen. Ich freue mich so sehr darüber, dass sie mir ihr Vertrauen schenken, bin gespannt auf ihre konstruktive Kritik in der Premieren-Runde und kann die gemeinsame Reise kaum erwarten. 

Richte deinen Fokus auf das, was gut läuft. Und zwar ganz explizit. Das kannst du z.B. mit einem Erfolgstagebuch machen. Ich z.B. nutze mein Bullet Journal täglich, um meine positiven Erlebnisse, und zwar sowohl berufliche als auch private, niederzuschreiben.

Bring’ Ruhe in dein Business

Ich schreibe seit Neustem nicht mehr „selbstständig“ sondern „selbständig“. Warum? Weil mich das Wort “selbstständig” immer an “selbst und ständig” erinnert hat und das ist so negativ koniert für mich, dass ich es ändern wollte. 

Was hat das jetzt mit Ruhe im Business zu tun? Selbständige trauen sich meiner Erfahrungen seltener zu, einfach mal 5e gerade sein zu lassen, sich eine Auszeit zu nehmen und zu genießen, dass sie ihre Tage eigentlich selbst gestalten können. Sie stecken tiefer im Hustle-Modus, als wenn sie noch im Angestelltenverhältnis tätig wären. 

Genieße die Möglichkeit, Ruhe in dein Business zu bringen. Sei nicht ständig erreichbar und schaue z.B. nur 2 Mal am Tag in deine Emails, morgens und am Nachmittag. Überlege, ob du tatsächlich telefonisch erreichbar sein muss oder ob du nicht lieber Email als das präferierte Kommunikationsmedium nutzen möchtest. Starte deinen Tag mit einer schönen Morgenroutine, um dich auf deinen eigenen schönen Arbeitstag in deinem Business einzustimmen. Und mache über den Tag ausreichend Pausen, damit du in deiner Energie bleiben kannst. 

Grenzen setzen und „nein“ sagen

Auch das ist ein Punkt, bei dem gedanklich noch viele in der Angestellten-Denkweise bzw. im Mangel-Mindset hängengeblieben sind. Ich kann doch jetzt nicht “nein” sagen, dann vergraule ich mir einen potenziellen Kunden und der geht zu einem anderen Dienstleister.

Doch, kannst du. Und solltest du auch. Du hast dir hoffentlich Gedanken darüber gemacht, wie und mit wem du in deinem Business zusammenarbeiten möchtest und wie du dir einen perfekten Arbeitstag für dich vorstellst. Falls nicht, dann hol das unbedingt nach, denn so lernst du, Grenzen zu setzen, wenn jemand etwas von dir verlangt oder einfordert, was du nicht leisten möchtest. 

“Kannst du mal eben…?” Nein, das kannst du nicht „mal eben“ erledigen. Diese Aufgabe kostet Zeit und gehört vergütet. 

Gerade am Anfang meiner Selbständigkeit war ich in einem ständigen “overdelivering-Modus”, was im Endeffekt zu einem sehr sehr schlechten Stundensatz geführt hat. Aber ziemlich schnell habe ich gemerkt, dass es Menschen gibt, die -wenn auch unbewusst- ihre To Do’s oder Aufgaben auf einen rüberschieben und das man gut daran tut, sich hier klar abzugrenzen. 

Je mehr Dinge du dir von außen aufladen lässt, desto weniger schaffst du effektiv – auch für dich und dein eigenes Business. Oder du brennst energetisch aus. Sei achtsam mit dir und deinen persönlichen Grenzen und verteidige sie.

Hol dir Hilfe!

Gerade am Anfang einer Selbständigkeit fällt es schwer, Dinge z.B. an eine virtuelle Assistenz auszulagern. 

Ich verstehe das sehr gut, denn ich gehöre auch zu der Fraktion “Das schaffe ich schon irgendwie alles selbst”. Aber weißt du was: Das musst du nicht! Im Grunde ist es ein reines Rechenexempel, denn das, wofür du lange brauchst, weil dir die Aufgabe nicht liegt, du dich erst reinarbeiten musst oder dich einfach nicht gut auskennst, das machen andere mit “links”. 

Wenn du dir jetzt deinen Stundenansatz anschaust und was du in der Zeit mit deinem Kernbusiness verdienen könntest, in der du

  • an deiner Website rumschraubst
  • Social Media Grafiken erstellst
  • dein Pinterest-Marketing erledigst
  • eine ActiveCampaign Automation aufsetzt
  • deine neue Landingpage baust

obwohl das nicht Themen sind, die mit deinem Kernbusiness zu tun haben, dann kostet dich das vermutlich ein Vielfaches dessen, was du jemand anderem für die Erledigung der Aufgabe zahlen müsstest.

Versteh mich nicht falsch: Es ist gut zu wissen, wie Dinge funktionieren. Auch und vor allem wenn man sie auslagern möchte. Denn nur so kannst du den Preis für das Auslagern einer Tätigkeit oder eines Aufgabenbereichs auch nachvollziehen. 

Trau dich, auch schon auf kleiner Ebene Aufgaben abzugeben. Such dir z.B. eine vertrauensvolle virtuelle Assistenz, die dich ein bisschen unterstützt. Wichtig nur an dieser Stelle: Achte auf einen fairen Stundensatz. Das ist mir ein Herzensanliegen. Eine VA für 25,00 € klingt zwar verlockend, hat aber mit einem realistischen Stundensatz für eine selbständige Person nichts zu tun und führt im Zweifelsfalle auch zu keinen guten Arbeitsergebnissen.

Fazit zu mehr Leichtigkeit im Online-Business

Es gibt zahlreiche Stellschrauben, mit denen du dir mehr Leichtigkeit im Online-Business verschaffen kannst. Wichtig ist vor allem, dass du achtsam mit dir bist und darauf achtest, was dir in deinem Business wichtig ist. 

Eine erfüllende Selbständigkeit darf sich leicht anfühlen. Du als Selbständige hast die Möglichkeit, dir deinen Arbeitsalltag und deine Business-Bedingungen so zu setzen, wie du es dir wünscht.

 

Nein sagen – Trau dich, Dinge in deinem Online-Business NICHT zu tun

Nein sagen – Trau dich, Dinge in deinem Online-Business NICHT zu tun

Ich habe eine ganze Weile darüber nachgedacht, ob ich einen Blogartikel mit dem Titel „Trau dich, Dinge in deinem Online-Business nicht (mehr) zu machen“ schreiben sollte. Wäre es nicht viel sinnvoller, dir zu erzählen, wie du mit dieser tollen Strategie im Nullkommanichts Kund*innen findest oder warum du unbedingt auf dieses oder jenes shiny object setzen solltest? Aber nein sagen ist wichtig, oder?

Naja das Ding ist: Ich bin nicht deine Muddi 😉 Und ich bin der festen Überzeugung, dass du auch ganz alleine sehr gut Entscheidungen treffen kannst. Naja vielleicht nicht ganz alleine. Warum das nämlich ein Problem sein kann und wozu es führt, davon möchte ich in diesem Artikel sprechen. 

Podcast-Episode 027: Nein! Trau dich, Dinge in deinem Business NICHT MEHR zu machen!

Nein sagen zu „Immer mehr und mehr und mehr“

Ich sehe so viele Selbständige und Unternehmerinnen, die sich unglaublich viel Arbeit aufhalsen. Und zwar nicht für oder mit Kunden sondern rund um ihr Business. Sie schreiben fleißig Blogartikel und starten jetzt auch noch einen Podcast, sie posten auf Instagram, Facebook und Linkedin, vielleicht schreiben sie auch noch wöchentlich einen Newsletter.

Noch dazu muss alles perfekt sein und da braucht man noch den zweiten oder dritten Kurs zum Thema XY, damit man auch wirklich weiß, wie es funktioniert. 

Deshalb ist "Nein sagen" so wichtig, wenn du nicht alles tun möchtest in deinem Online-Business

Das Problem ist: Das bringt in den seltensten Fällen Umsatz. Nicht mal wenn du dir einen Onlinekurs anschaust, in dem es um die Erstellung eines Online Kurses geht, bringt dir das direkt mehr Pinkepinke in die Geldbörse. Du bist in erster Linie abgelenkt von dem, was dir Geld bringen könnte. 

That’s what I call “Power-Prokrastination”

Ich habe dieses Verhalten liebevoll Power-Prokrastination getauft. Du arbeitest unheimlich viel und bist immer super busy, aber unterm Strich kommt kein Euro dabei raus. Du prokrastinierst also hinsichtlich des Geldverdienens, indem du dich mit unwichtigen Tätigkeiten ganz doll ablenkst.  

Versteh mich nicht falsch, dass wir mit jeder unserer Handlung als Selbständige Umsatz generieren ist utopisch. Aber viele verlieren den Fokus aus den Augen und verfallen in den Hustle-Modus an Stellen oder mit Tätigkeiten, die eben kein Geld in die Kasse spülen. 

Da ist es sinnvoll, all das, was man so den ganzen Tag treibt, genauer unter die Lupe zu nehmen. 

Vielleicht ist aber auch ein Problem, dass dir die Klarheit in deinem Business fehlt. Das führt nämlich auch häufig zur Prokrastination. Hier kannst du mehr darüber lesen: Das bedeutet Klarheit im Business und dafür brauchst du sie

Was machst du denn so den ganzen Tag?

Womit verbringst du deinen Arbeitstag? Hast du mal kritisch überprüft, wofür du deine Zeit wirklich verwendest? Und wieviel Zeit pro Tag denkst du an das Verkaufen deiner Angebote?

Wenn ich nicht wirklich konzentriert darauf achte und mein neues “Lieblingstool” Prima:Time verwende, dann kann ich mich ganz toll in diesen Aufgaben verlieren:

  • CheckIn mit meinem Business-Buddy (wichtig, aber oft ausgedehnter als nötig)
  • Zero Inbox (ohne die 2 Minuten Regel zu beachten)
  • Facebook-Gruppen schauen (urrrrgh – das macht nicht mal richtig Spaß)
  • Canva-Bilder für Instagram oder LinkedIn erstellen (und dem Perfektionismus verfallen)
  • Social-Media-Planung (mindestens 5 mal wieder umplanen und viel zu viel vornehmen)
  • Onlinekurse anschauen (und “vergessen”, in die Umsetzung zu kommen)

Das ist nur ein kleiner Auszug dessen, womit ich mich gut ablenken kann. Geld bringt das alles nicht direkt. Und Sichtbarkeit auch nicht. Wenn du mehr darüber lesen willst, schau mal in meinen Blogartikel Deshalb wirst du mit deinem Online Business nicht einfach sichtbar

Deshalb dürfen die Aufgaben, die in meiner „Critical Now”-Liste in Trello stehen, auch gerne mal kritisch überprüft werden darauf, ob sie direkt oder wenigstens zeitnah zu mehr potenziellen Kund*innen führen. Ist es sinnvoller, diese Aufgabe zu erfüllen oder ist Nein sagen die bessere Entscheidung?

Zahlen lesen will gelernt sein

Weißt du, welche deiner Content- und Marketing-Aktivitäten tatsächlich Kund*innen zu dir bringen? Ich bin ganz ehrlich: Ich habe lange Zeit weder geschaut, welche Blogartikel gut laufen noch wie meine Posts und Aktivitäten auf Social Media ankamen, wie sich Follower- oder Impressionszahlen entwickelt haben. Lediglich die Zahlen auf Pinterest hatte ich -aus wohl nachvollziehbaren Gründen- halbwegs im Blick. 

Die wenigsten der Selbständigen und Unternehmerinnen, mit denen ich mich austausche, tracken ihre Business-Zahlen regelmäßig und konsequent. Oder sie tracken sie, werten sie aber nicht aus. Dann kann man es eigentlich auch bleiben lassen. 

Die Magie fängt ja da an, wo man Vergleiche anstellt. Wo man die Veränderungen der Kennzahlen zeitlich oder auf Kanäle bezogen miteinander vergleicht und umfassend betrachtet. Wo man sich die Mühe macht hinzuschauen, wie z.B. Interessent*innen auf die Website kommen und wo man viel Zeit und Mühe in einen Kanal steckt, bei dem aber überhaupt noch kein einziger zahlender Kunde rausgesprungen ist.

Woher kommen deine Kund*innen?

Dafür musst du sicher kein Zahlen-Crack sein. Es fängt nämlich im Grunde auch schon damit an, dass du dir notierst, über welche Kanäle deine Kund*innen zu dir gekommen sind. Hat sich jemand über einen Blogartikel ein Erstgespräch gebucht? Wurdest du auf ein Angebot im Newsletters angesprochen? Oder hat dich eine deiner Kund*innen weiterempfohlen? Ist jemand auf Instagram auf dich aufmerksam geworden und hat dir eine (sinnvolle!) Direktnachricht geschickt? Du weißt es nicht mehr genau? Dann frag sie doch. 

Ich z.B. habe die meisten meiner Pinterest-Kund*innen durch Weiterempfehlungen und über das Netzwerken, auch z.B. auf Facebook, bekommen. Ich denke, das wird sich auch jetzt mit der Neuausrichtung in meinem Business nicht ändern. Übrigens haben Kundinnen, die mir Folgekunden gebracht haben, Striche in einer Liste bekommen. Je mehr Striche, desto wertvoller diese Kundin. 

Das mag eigenartig klingen ist aber doch irgendwie logisch: Wenn ich ganz viel Instagram mache, aber nicht eine einzige zahlende Kundin über diesen Kanal generiert habe, dafür aber eine meiner Kundinnen mir eine oder mehrere weitere Kundinnen gebracht hat. Wo stecke ich wohl mehr Zeit rein?

Der Kunde hinter der nächsten Ecke

Du würdest gern weniger Zeit mit deinem Online-Marketing verbringen, traust dich aber nicht, weil du nicht weißt, hinter welcher digitalen Ecke gerade der nächste Kunde wartet? 

Tipp von mir: Kunden lauern nicht hinter der nächsten Ecke. Potenzielle Kund*innen werden auf dich aufmerksam, weil du dich auf bestimmte Kanäle und Aktivitäten fokussiert hast und dort wirklich sichtbar geworden bist, über deinen Content und deine Angebote sprichst und sich dieser potenzielle Kunde davon angesprochen fühlt. 

Auf Kanäle fokussieren heißt aber auch, nicht fünf verschiedene Dinge gleichzeitig und dann nur mit halber Kraft zu machen.

Du traust dich nicht, auf Kanälen nicht mehr aktiv zu sein? Dann lies mal weiter…

Entscheiderin in deinem Business bist du – Nein sagen lernen

Eine meiner Interviewpartnerinnen in der Vorbereitung zu meinem Programm “Alles im Griff” hatte einen ganz spannenden Satz gesagt, als ich sie fragte, womit sie in ihrem Business strugglen würde: 

Ich habe ja nie gelernt, wie eine Selbständige oder Unternehmerin zu denken und zu handeln. Ich war immer angestellt.

Interviewpartnerin von „Alles im Griff – DAS Programm“

Dieser Satz enthält aus meiner Sicht ganz viel Wahres: Die meisten Frauen, die sich selbständig machen, waren zuvor in einem Angestellten- oder Beamtenverhältnis tätig. Dort ist man es gewöhnt, dass man oft nur – wenn überhaupt – begrenzte Entscheidungsbefugnis hat. Die wichtigen Entscheidungen treffen die Chefs und man ist nicht gezwungen, finanzielle, administrative oder marketingtechnische Entscheidungen zu treffen. Nein sagen muss man also erst lernen. 

Hinzu kommen noch jede Menge Angestellten-Glaubenssätze, die man vielleicht in die Selbständigkeit mitgenommen hat:

  • “Ohne Fleiß kein Preis”
  • “Es darf sich nicht leicht anfühlen”
  • “Es muss schwierig sein”

Kennst du das vielleicht auch? Das ist nicht verwerflich und sehr verständlich. Denn tatsächlich haben wir in der Regel mit Beginn bzw. Eintritt in die Selbständigkeit kein Business-Bootcamp besucht, in dem unser Mindset auf unternehmerisches Denken gepolt wurde. Trotzdem sind die Glaubenssätze vor allem eins: Mangeldenken per excellence. 

Trau dich, Dinge nicht (mehr) zu  machen und nein zu sagen

Wenn du die Entscheiderin in deinem Business, in deinem Unternehmen, in deiner Selbständigkeit bist: Wer darf dann die Entscheidungen treffen?

DU. Niemand sonst. Es ist DEIN Business.

Du darfst, kannst und sollst die Entscheidungen treffen, 

  • was du in deinem Business machst
  • welche Marketingaktivitäten du unternimmst
  • wieviel und welchen Content du erstellst
  • wie oft und mit wem du über deine Angebote sprichst usw.
  • wann ein nein zu anderen das ja zu dir selbst und damit die bessere Entscheidung ist

Wahrscheinlich hast du dich aus freien Stücken -wenn auch vielleicht durch besondere Umstände ausgelöst- dazu entschieden, selbständig zu sein. Eventuell auch aus dem Wunsch heraus, eigene Entscheidungen treffen zu dürfen. Ist es dann nicht kurios, davor zurückzuschrecken, Entscheidungen zu treffen?

Nun ist es an der Zeit.

Trau dich,

  • Zu bestimmten Maßnahmen und Aktivitäten „nein“ zu sagen, wenn du weißt, sie zahlen auf dein eigentliches Ziel nicht ein
  • Dich von irgendwelchem Experten-Sprech zu befreien, was du eigentlich unbedingt und ganz dringend tun solltest
  • Für dich und deine Business-Vision einzustehen
  • Dinge loszulassen und dich nicht von der Angst, wenn du das jetzt nicht mehr machst, könnte dir ein*e Kund*in durch die Lappen gehen, unterkriegen zu lassen

Solltest du dir dabei Unterstützung wünschen, dann schau dir doch gerne mein „Alles im Griff – DAS Programm“ an. Dort unterstütze ich dich dabei, dein Business ganz genau unter die Lupe zu nehmen, eine Bestandsaufnahme zu machen und Dinge, die dir nicht tauglich sind, gehen zu lassen.

Fazit

Es bringt nichts, wenn du immer mehr und immer mehr auf Instagram, Facebook, deinem Blog, deinem Podcast, im Newsletter machst, wenn es dir keine zahlenden Kund*innen bringt. Traue dich, eine Entscheidung bezüglich sinnvoller Marketing-Kanäle und -Aktivitäten zu treffen, nein zu sagen und dich lieber auf wenige Dinge zu fokussieren. Trau dich, Dinge, die du ausprobiert und die dir nichts gebracht haben, gehen zu lassen. Du bist die Entscheiderin. Du darfst und sollst die Entscheidungen treffen, die dein Business betreffen und die zu Wachstum und mehr Umsatz führen können.

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei!

Wenn du über deinen Wunsch, nein sagen zu lernen, sprechen möchtest, dann buche dir doch ein kostenfreies Kennenlerngespräch!

Angebote im Online-Business: 7 Gründe, warum die Menschen bei dir nicht kaufen

Angebote im Online-Business: 7 Gründe, warum die Menschen bei dir nicht kaufen

Wenn aus Interessenten keine Kunden werden, dann ist es wichtig für dich als Selbständige oder Unternehmerin zu hinterfragen, woran das liegen könnte. Neben der Enttäuschung, dass die Menschenmassen “bei dem super Angebot” nicht zugegriffen haben, spürst du hoffentlich auch ehrliches Interesse daran, herauszufinden, woran es denn gelegen haben könnte. Denn vermutlich hast du ganz viel Zeit und Energie in Website, Social Media Marketing und auch in dein Angebot gesteckt. Und trotz dieser Mühen kommt unterm Strich nicht viel dabei herum.

Heute verrate ich dir sieben Gründe, warum Menschen nicht bei dir kaufen – und was du tun kannst, um besser auf dich und dein richtiges (!) Angebot aufmerksam zu machen. Denn ich gehe davon aus, dass du in deinem Thema, also fachlich, richtig gut bist und weißt, was du tust. So habe ich auch die Interviewpartnerinnen wahrgenommen, mit denen ich mich im Rahmen der Entwicklung meines neuen Angebots unterhalten habe. 

Und dennoch unterlaufen ihnen und vielleicht auch dir Fehler, die dazu führen, dass die Interessent*innen sich von dir nicht abgeholt fühlen und deshalb nicht kaufen können oder wollen. Hier kommen die 7 häufigsten Gründe, warum Menschen nicht bei dir kaufen:

Podcast-Episode: / Gründe, warum die Menschen deine Angebote nicht kaufen (und was du dagegen tun kannst)

# 1 Du hast kein Angebot

Man soll es fast nicht glauben, dass es das überhaupt gibt, aber ich habe in den letzten Wochen so viele Websites gesehen, auf denen überhaupt kein Angebot zu finden ist. Da wird schlichtweg nicht kommuniziert, wie ich mit der Website-Inhaberin, der Unternehmerin, zusammenarbeiten kann. 

Wenn du ein Online-Business hast und du möchtest damit Geld verdienen, dann musst du den Menschen zeigen und sagen, wie sie mit dir zusammenarbeiten können. Sind sie nämlich bereits auf deiner Website gelandet, bringen sie schon ein gewisses Grundinteresse mit. Vielleicht hast du sie über einen Social-Media-Kanal, über deinen Newsletter oder auch über Pinterest auf deine Website geschickt und dann finden sie keine Möglichkeit, dir ihr Geld zu geben. 

Weshalb Menschen bei dir nicht kaufen - die wichtigsten Gründe

Damit legst du die Hemmschwelle unnötig hoch. Im besten Fall kannst du mehrere Angebote anbieten. Wenigstens aber solltest du ein kostenloses Angebot bzw. ein Angebot für 0,00 € (Freebie) und ein weiteres Bezahlangebot offerieren. 

Außer, du möchtest mit deinem Business kein Geld verdienen. Dann lässt du das Angebot einfach weg. Aber dann bitte auch nicht wundern 😉

# 2 Dein Angebot ist unklar

Vielleicht können deine potentiellen Kunden aber auch nicht erkennen, welchen Mehrwert du mit deinem Angebot bietest. Ihnen fehlen schlichtweg alle notwendigen Informationen über die Transformation, die sie erreichen können, wenn sie mit dir zusammenarbeiten. Du vermittelst in deinem Angebot nicht das Ergebnis, welches sie durch die Zusammenarbeit mit dir erzielen können. 

Sobald ein Angebot unklar formuliert oder dargestellt ist, werden unbewusst Zweifel beim potenziellen Käufer gesät. Brauche ich das wirklich? Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich mit dem Angebot erreiche, was ich mir wünsche? Führt dieses Angebot wirklich zum Ziel oder ist es rausgeschmissenes Geld? Ist es besser, wenn ich das nicht kaufe?

Beschreibe dein Angebot glasklar und versuche auch, spannende und super kreative Namen für dein Angebot zu vermeiden – auch die führen nicht zu mehr Klarheit beim Interessenten, ganz im Gegenteil.

# 3 Du zeigst dich nicht

Würdest du einer unbekannten Person dein Geld geben und hoffen, dass es schon so passen wird? Wohl eher nicht. Wenn du dein Geld für etwas ausgiebst, dann möchtest du -vor allem bei höherpreisigen Ausgaben- doch wissen, von wem du etwas kaufst, ob die Person dir sympathisch ist und ob du dir wirklich vorstellen kannst, mit genau diesem Menschen zusammenzuarbeiten. 

Viele Selbständige oder Unternehmerinnen zeigen sich aber auf ihrer Website überhaupt nicht. Es gibt keine Über mich Seite (Extratipp: Auf der “Über mich Seite” geht es nicht um dich!), es gibt keine Fotos oder Videos von der Website-Inhaberin und auch sonst keinerlei Hinweise darauf, wie die Person gestrickt ist, der die Website gehört. 

Sprich über dich und zeige dich. Trau dich, auf deiner eigenen Website ganz präsent zu sein. Mit Fotos, mit Videos wenn du magst, sprich über deine Werte, sei authentisch. Jemand, der Interesse an einer Zusammenarbeit mit dir hat, wird sich freuen, wenn er dich ein bisschen besser kennenlernen kann – und sei es auch nur virtuell. Und er kauft auch eher, weil er Vertrauen zu dir aufbauen konnte. 

# 4 Die Menschen fühlen sich nicht angesprochen

Dein Angebot ist eigentlich für alle Menschen interessant und du tust dich total schwer, dich auf eine bestimmte Personengruppe zu beschränken? Ist das wirklich so?

Es ist eine alte Marketing-Weisheit, mit der ich jetzt um die Ecke komme, aber sie ist so wahr, dass ich sie tatsächlich auspacken muss:

Wenn du dich an alle richtest, dann erreichst du letztlich niemand. Und wenn du alle ansprechen willst, dann fühlt sich niemand angesprochen. 

Glaubste nicht? Wenn du nicht gerade etwas verkaufst, was wirklich (!) jeder benötigt, wie z.B. Zahnpasta oder Toilettenpapier, dann solltest du dir den Satz jetzt doch noch mal durchlesen. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Er ist wahr. 

Es ist wichtig, dass du dir genau überlegst, mit wem du zusammenarbeiten und wem du dein Angebot unterbreiten möchtest. Dabei ist auch wichtig, dass du nicht nur auf demografische Angaben wie Geschlecht, Alter, Wohnort etc. achtest sondern auch darüber nachdenkst, was das für Menschen sind und wie sie ticken. Was haben sie für Werte, was ist ihnen wirklich wichtig im Leben, welches Hobbies haben sie und wovon träumen sie?

Nur wenn du das herausgearbeitet hast, kannst du ein Angebot kreieren, von dem Menschen sich angesprochen fühlen und das sie gerne kaufen möchten. 

# 5 Du zeigst dein Angebot nicht

Die Variante ist fast so wenig nice wie #1 oder vielleicht sogar noch schlimmer? Du hast ein Angebot ermittelt und zeigst es nicht. Du sprichst einfach nicht darüber. Fast so, als sollte niemand davon erfahren, was du dir da tolles ausgedacht hast. Könnte ja jemand kaufen wollen!

Warum schreibst du nicht im Newsletter davon, dass du ein neues Angebot erstellst oder erstellt hast? Aus welchem Grund können Menschen sich nicht in die Warteliste eintragen, wenn sie sich für ein Angebot wie z.B. einen Online Kurs oder ein Programm von dir interessieren? Weshalb sprichst du auf Social Media nicht über den Prozess, wenn du ein Angebot erstellst oder es launchst. 

Dafür gibt es aus meiner Sicht nur zwei mögliche Gründe:

  1. Du findest das Angebot nicht gut
  2. Du willst kein Geld verdienen

Punkt 1 sollte schon deshalb nicht eintreten, weil du hoffentlich dein Angebot mithilfe von potenziellen Kund*innen entwickelt und dir jede Menge Gedanken gemacht hast. Und wenn Punkt 2 stimmt, dann bist du in der Selbständigkeit vielleicht nicht ganz richtig aufgehoben oder solltest dir zumindest einen Money Mindset Coach gönnen. 

Also bitte sprich über dein Angebot. Gib den Menschen die Möglichkeit, Interesse zu zeigen und dein Angebot anzunehmen. Ansonsten möchte ich dich nochmal auf meine Aussage aus dem letzten Blogartikel “Dein optimaler Marketing-Mix – das solltest du beachten” aufmerksam machen: 

Wenn du nicht ausreichend auf dein tolles Angebot aufmerksam machst, könnte das als unterlassene Hilfeleistung ausgelegt werden!

# 6 Du hast keinen angemessenen Preis für dein Angebot

Uuuuuh Preise. Ein ganz heikles Thema. Meiner Erfahrung nach hat fast jede Selbständige ein Money Mindset Thema. Das ist auch nicht wirklich verwunderlich, wir haben da “von Hause aus” eine Menge mitgegeben bekommen. Bei mir waren es z.B. so Glaubenssätze wie 

  • Ich muss hart arbeiten, um Geld zu verdienen
  • Ich muss viel leisten für mein Geld
  • Über Geld spricht man nicht oder
  • Ich kann nicht gut mit Geld umgehen

Ist natürlich alles Bull**** aber an seinem Money Mindset kann man arbeiten 😉. Und ohne dass ich jetzt zu tief in das Thema einsteigen möchte (vielleicht gibt es dazu noch mal einen eigenen Blogartikel): 

Dein Money Mindset bestimmt auch den Preis für dein Angebot. Meist fällt dieser nämlich entweder deutlich zu hoch noch häufiger deutlich zu niedrig aus. In den seltensten Fällen wird auch bei der Preisgestaltung an den Mehrwert gedacht, der mit dem Angebot geliefert wird.

Es ist völlig okay, wenn du anfangs bei der Preisgestaltung unsicher bist. Wir machen das hier alle meist zum ersten Mal. Aber achte mal darauf, was dir zu deinen Preisen zurückgespiegelt wird. Wie sind die Reaktionen der Wunschkund*innen, wenn du über dein Angebot und den Preis sprichst. Und vor allem: Wie fühlst du dich selbst dabei, wenn du über deine Angebote und Preise sprichst. Fühlt sich das gut an? Weißt du, dass du ein gutes Preis-Leistungsverhältnis anbieten kannst. Und spüre auch dich in dich hinein, was es mit dir macht, wenn du deinen Preis zu niedrig angesetzt hast. Wie fühlt sich das für dich an?

Test deine Preise, bis sie zu dir, deinem Angebot und deinen Wunschkunden passen. Und je selbstsicherer du dann deine Preise kommunizierst, desto weniger werden sie hinterfragt.

Du möchtest wissen, wie du Angebote richtig für dein Online Business erstellst? Dann schau in diesen Blogartikel mit Podcast-Episode: „Angebote richtig erstellen für dein Online-Business: Kein Angebot ist auch keine Lösung

# 7 Du hast keine Kundenreise

Achja, die customer journey aka Kundenreise…mein Lieblingsthema. Sagt dir nichts? Oder nicht so richtig? 

Customer Journey (ugs. zu dt.: Die Reise des Kunden) ist ein Begriff aus dem Marketing und bezeichnet den Weg, bzw. die einzelnen Zyklen, die ein potenzieller Kunde durchläuft, bevor er sich für den Kauf eines Produktes entscheidet. Aus Sicht des Marketing bezeichnet die Customer Journey alle Berührungspunkte (Touchpoints) – sowohl online, als auch offline – eines Konsumenten mit einer Marke, einem Produkt oder einer Dienstleistung. Hierzu zählen nicht nur die direkten Interaktionspunkte zwischen Kunden und Unternehmen (Anzeige, Werbespot, Webseite usw.), sondern auch die indirekten Kontaktpunkte, an denen die Meinung Dritter über eine Marke, ein Produkt oder eine Serviceleistung eingeholt wird (Bewertungsportale, Userforum, Blog usw.). Kunden informieren sich zunehmend über diese indirekten Kontaktpunkte, welche von den Unternehmen nicht unmittelbar beeinflusst werden können. Ein tiefgehendes Verständnis der gesamten Customer Journey (inkl. direkter und indirekter Kontaktpunkte) ist Grundvoraussetzung für eine kundenorientierte Marketing- und Vertriebsausrichtung [wikipedia.de]

Kurz gesagt: Die Kundenreise führt dazu, dass der Kunde über viele Berührungspunkte immer wieder die Möglichkeit hat, von deinen Angeboten Kenntnis zu nehmen, um sich dann schlussendlich zum Kauf des Angebots entscheiden zu können. 

Leider gibt es auf vielen Websites keine oder eine unvollständige Kundenreise. Und eins ist wichtig zu verstehen: Wenn du die Interessent*innen schon auf deiner Website hast, wie z.B. über Social Media, Pinterest, Google whatever, dann hast du schon mehr als die halbe Miete! Sie sind in deiner Homebase. Hier hast du zu 100% in der Hand, wie es für den potentiellen Kunden weitergeht. Lass ihn nicht im Regen stehen. 

Zeig dem Interessenten z.B., wie er

  • ein kostenfreies Angebot von dir findet
  • sich in den Newsletter eintragen kann
  • ein Angebot von dir kaufen kann
  • den nächsten spannenden Blogartikel findet
  • mehr über dich erfahren kann usw.

Nur wenn du dem potentiellen Kunden eine funktionierende Kundenreise bieten kannst, kann er die Schritte bis zu einem möglichen Kauf auch durchlaufen. Fühlt er sich bei dir nicht aufgehoben, dann ist er weg, bevor du bis 3 zählen kannst. 

Du möchtest mehr Infos zur Kundenreise? Dann schau doch mal in den Blogartikel mit Podcast-Episode: „Eine gute Kundenreise ist kein Hexenwerk!

Warum Interessenten bei dir nicht kaufen

Damit mehr Menschen von dir und deinen Angeboten profitieren können, beachte diese sieben Schritte in deinem Online-Business

  • Erstelle ein tolles Angebot
  • Formuliere dein Angebot klar und unmissverständlich
  • Zeige dich
  • Sprich die Menschen an
  • Zeige dein Angebot
  • Ermittle einen angemessenen Preis
  • Sorge für eine grandiose customer journey

Wenn du diese Punkte beachtest, musst du dich nie wieder fragen, warum Menschen bei dir nicht kaufen.

Fehlende Sichtbarkeit im Online-Business – daran liegt’s

Fehlende Sichtbarkeit im Online-Business – daran liegt’s

Fehlende Sichtbarkeit im Online-Business und die Frage, warum werde ich denn mit meinem Online Business nicht einfach sichtbar, treiben viele Selbständige und Unternehmerinnen um?

Ich gebe mir so viel Mühe mit meiner Arbeit und bin total fleißig, aber ich habe das Gefühl, mich nimmt einfach niemand wahr.

Ich arbeite ja sogar am Wochenende, bin ständig aktiv, aber mit der Sichtbarkeit in meinem Online Business klappt es dennoch nicht richtig. 

Diese fehlende Sichtbarkeit im Business ist so anstrengend.

Diese Fragen und Aussagen habe ich ganz oft in den letzten Tagen gehört, als ich Interviews mit meiner Zielgruppe geführt habe. Ich habe sie nämlich gefragt,

  • Womit sie in ihrem Online Business am meisten struggeln,
  • Welche Fragen sie sich deshalb stellen und
  • Was sie sich am meisten für ihr Business wünschen würden. 

Das gilt im Übrigen nicht nur für Business Starterinnen, sondern auch für Frauen, die schon eine ganze Weile oder sogar mehrere Jahre online tätig sind.

Die Podcast-Episode „Fehlende Sichtbarkeit im Online-Business – daran liegt’s“ zum Blogartikel

Du hörst lieber Podcast, als Blogartikel zu lesen? Dann höre gerne in diese Podcast-Episode „Fehlende Sichtbarkeit im Online-Business – daran liegt’s“ rein:

Auch sie fragen sich, warum Menschen nicht „einfach“ auf sie aufmerksam werden und warum sich das Online Business so wenig nach Leichtigkeit anfühlt.

In diesem Blogartikel erfährst du, was genau Sichtbarkeit im Online-Business bedeutet, was eigentlich dahintersteckt und was tatsächlich zu mehr Sichtbarkeit im Online-Business führt (und was nicht). 

Sichtbarkeit im Business – was ist das?

Sichtbarkeit im Business lässt sich auch mit Reichweite im Business umschreiben. Mit Sichtbarkeit ist also gemeint, dass du mit deinem Business von der Außenwelt wahrgenommen wirst, dass Menschen auf dich aufmerksam werden, du mehr Menschen mit deinem Thema erreichst. Je größer deine Sichtbarkeit und deine Reichweite, desto mehr Menschen bekommen mit, was du so tust, welche Angebote und Dienstleistungen du hast und wie man mit dir zusammenarbeiten kann.

Fehlende Sichtbarkeit im Online-Business - daran liegt's

Die Sichtbarkeit mit deinem Online Business geht also über die tatsächliche visuelle Wahrnehmung über das Auge weit hinaus – denn Sichtbarkeit bedeutet nicht zwangsläufig, dass man dich „sehen“ muss, sondern es geht um Wahrnehmung. Und das geschieht eben auch durch Texte oder Audio und nicht notwendigerweise, indem man dich visuell wahrnehmen kann. 

Warum du mit deinem Online Business sichtbar werden musst

Keine Sichtbarkeit = keine Kunden = kein Umsatz. Punkt.

Das klingt natürlich hart und man hört das vielleicht nicht so gerne. Aber bei ausnahmslos allen Selbständigen und Unternehmerinnen führt fehlende Sichtbarkeit zu wenig(er) KundInnen und damit auch wenig(er) Umsatz

Sichtbarkeit in deinem Online Business führt nämlich dazu, dass du von interessierten Menschen für dein Thema, deine Angebote, deinen Expertenstatus, deine Produkte und Dienstleistungen wahrgenommen wird. Und nur mit dieser Wahrnehmung kannst du verkaufen. Wirst du nicht gesehen, verkaufst du nichts.

Oftmals fehlt es eben an dieser Sichtbarkeit. Da wird ganz viel gearbeitet und gewerkelt, aber auf Tätigkeiten und Aufgaben, die nicht auf die Sichtbarkeit einzahlen, mehr Priorität gesetzt als solchen, die zur Wahrnehmung im Außen führen. 

Und was steckt wirklich hinter der fehlenden Sichtbarkeit im Online-Business?

Aber was steckt denn wirklich hinter der Frage „Warum werde ich nicht einfach sichtbar mit meinem Online Business“?

Eine solche Frage stellen Menschen, die (noch) nicht so erfolgreich mit ihrem Business sind, wie sie es gerne wären. Ist ja eine gute Frage, mit der Möglichkeit und dem Potenzial, etwas zu verbessern. Und außerdem sind es Menschen, die ganz viel in ihrem Business arbeiten, gefühlt nie mit ihren Aufgaben fertig werden und wo eine lange To-do-Liste die nächste jagt. Das könnte also ein Thema mangelnder Struktur und Prioritätensetzung sein.  

Denn die (mehr oder weniger verzweifelte) Frage nach dem „Warum“ ist oft darin begründet, dass der unternehmerische Erfolg ausbleibt. Und weniger Erfolg im Business wird eben mit weniger KundInnen und weniger Umsatz gleichgesetzt. Außer natürlich, du betreibst kein Business, sondern ein Hobby.

Business analysieren – was führt denn wirklich zur Sichtbarkeit?

Was mir bei den Interviews auch aufgefallen ist: Die Frauen, mit denen ich gesprochen habe, machen ganz viel in ihrem Business. Sie haben eine Website, sie sind auf Social Media Kanälen wie Facebook, Instagram und LinkedIn unterwegs und die meisten schreiben auch schon Newsletter. 

Das sollte doch eigentlich „reichen“, um genügend Sichtbarkeit und Reichweite zu erzeugen, oder?

Das kann es, wenn du tatsächlich dein Online Business analysierst und feststellst, welche dieser Aktivitäten dich wirklich weiterbringt. Was führt in deinem Falle wirklich zur Sichtbarkeit? 

  • Pflegst du deine Website?
  • Sind deine Angebote aktuell?
  • Ist von außen erkennbar, was genau du anbietest und wie man mit dir zusammenarbeiten kann?
  • Ist deine Website suchmaschinenoptimiert (SEO)?
  • Erstellst du regelmäßig wertvollen Content in Form von Blogartikel, Podcast-Episoden oder Videos?
  • Bist du regelmäßig auf Social Media aktiv?
  • Welche Kanäle nutzt du?
  • Hast du ein Freebie | Angebot für 0,00 €?
  • Schreibst du einen Newsletter?
  • Wächst deine Community (Newsletter)?
  • Stimmt die Kundenreise?
  • u.v.m.

Dies sind nur einige Fragen, die du dir stellen kannst, um deine Sichtbarkeit und Reichweite zu überprüfen und zu analysieren. Nutze dafür auch gerne entsprechende Tools wie Google Analytics oder Insights deines E-Mail-Anbieters oder deiner Social-Media-Kanäle. 

Mehr Informationen dazu bekommst du auch in meinem Blogartikel „Fehlende Struktur im Business – das kannst du direkt tun„.

Deshalb funktioniert das mit der Sichtbarkeit nicht

Weshalb funktioniert das also bei all den Aktivitäten mit der Sichtbarkeit trotzdem nicht?

Du hast keine Struktur und du setzt nicht die richtigen Prioritäten. Solange du dein Business nicht genau analysierst und schaust,

  • welche Aktivitäten du genau betreibst
  • wie gut diese Business-Bausteine in deinem (Arbeits-)Alltag funktionieren und umgesetzt werden
  • wie viel dir diese Aktivitäten tatsächlich an Sichtbarkeit bringen

kannst du deine Energie und deine Aktivitäten nicht fokussieren. 

Und deshalb funktioniert es nicht. Weil du auf 1000 Hochzeiten tanzt, vieles davon nicht optimierst, die einzelnen Bausteine keine Verbindung haben und du nur reagierst, aber nicht agierst.

Übrigens: Sichtbarkeit ist nicht gleich Social Media

Viele Menschen denken bei dem Thema Sichtbarkeit im Online Business zunächst und vor allem an Social-Media-Marketing. 

Bilder von dir posten, Storys machen, in Reels oder bei TikTok tanzen. Dich ständig und immer wieder zeigen. Und wenn du das nicht oft genug und regelmäßig machst, kommt unter dem Strich nichts dabei raus. 

Social Media ist nicht jedermanns Sache. Meine übrigens auch nicht oder jedenfalls nicht immer. Und bei meinen Interviewpartnerinnen gab es eigentlich nur zwei Gruppen:

Einige der selbständigen Frauen hatten einen oder mehrere Social-Media-Kanäle, die sie versucht haben, zu betreuen. Meist fällt das Thema aber wegen der vielen anderen Aufgaben hintenüber. Deshalb sind sie größtenteils nur unregelmäßig auf den Kanälen aktiv, was wiederum zu wenig Outcome führt und das führt eben nicht zu einem Wachstum der Reichweite. 

Die andere Gruppe von Frauen mag kein Social-Media-Marketing und versucht, ohne dieses Marketing-Tool sichtbarer zu werden. 

Analysiert hat die eigenen Zahlen niemand. Es war mehr so ein Gefühl, ob man mit Social-Media-Marketing sichtbarer wird oder nicht. 

Ich möchte an dieser Stelle nur mitgeben:

Sichtbarkeit ist nicht gleich Social Media und Social Media ist nicht gleich Sichtbarkeit

Du kannst Social-Media-Marketing nutzen, wenn es dir Spaß macht und unterm Strich mehr KundInnen und Umsatz dabei herauskommen. Dafür solltest du deine Zahlen analysieren. Und wenn dir Social-Media-Marketing kein Spaß macht. Dann lass es doch. Es geht auch ohne. 

Hast du Lust, deine Marketing-Aktivitäten unter die Lupe zu nehmen? Dann schau dir mein Programm „Alles im Griff“ genauer an!

Oder wir sprechen über die ersten Möglichkeiten für mehr Sichtbarkeit im Online-Business in einem unverbindlichen Kennenlerngespräch!

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