Kennst du das Gefühl, dass dein Business sich wie ein Lückentext oder eine Ansammlung zusammenhangloser Bausteine anfühlt? Du fühlst, du hast ganz viele thematische einzelne Bausteine oder Inseln in deinem Business, die aber keine Verbindung miteinander haben. Du merkst, dass du deshalb ganz viel Sichtbarkeits- und Umsatzpotenzial vergibst, weil die Zusammenhänge fehlen. Hier erfährst du, wie du dir einen Überblick verschaffen und mehr Struktur in dein Business bringen kannst.

Die Podcast-Episode zum Blogartikel

Du hörst lieber Podcast als Blogartikel zu lesen? Dann höre gerne in diese Podcast-Episode „Fehlende Struktur im Business – das kannst du direkt tun“ rein:

Woran du erkennst, dass dir die Struktur im Business fehlt

Wie schon vorab erwähnt: Wenn du bereits das Gefühl hast, dass sich dein Business wie ein Lückentext anfühlt, dann wird da wahrscheinlich etwas dran sein. Du merkst, dass du einzelne wichtige Bausteine wie Website, Social Media Marketing, Email-Marketing etc. zwar begonnen, aber nie so richtig miteinander verknüpft hast. So greifen die einzelnen Bausteine nicht ineinander, sie haben keine Verbindung. Und -was noch schlimmer ist- sie haben auch keine Verbindung zu deinem eigentlichen Business. 

Fehlende-Struktur-im-Business -So-bekommst-du-einen-Ueberblick

Vielleicht hast du mit Website, Social Media Kanälen, deinem Freebie (ich werde es in diesem Artikel weiterhin so nennen, ggfls. sollte es “Angebot für 0.00 €” heißen), Blogartikeln etc. ganz viele Bausteine, die auch einzeln und für sich gesehen recht gut funktionieren. Allerdings hast du es bisher nicht geschafft, eine Connection zwischen diesen Einzelteilen zu schaffen. Dir fehlt insgesamt der Überblick, was schon gut läuft und was nicht.

Wie du dir einen ersten Überblick verschaffen kannst, wenn die Struktur im Business fehlt

Was kannst du tun, wenn du das Gefühl hast, es läuft noch nicht so richtig gut, weil die Bausteine nicht verbunden sind?

In Panik verfallen oder gar in Lethargie, weil “du das sowieso nicht auf die Reihe bekommst” hilft jedenfalls nicht weiter. Oft sehe ich auch, dass Selbstständige oder Unternehmerinnen in eine, wie ich das gerne nenne, „Power-Prokrastination“ verfallen, d.h. sie sind ganz unheimlich fleißig mit irgendetwas beschäftigt – drücken aber die Augen zu vor den halbfertigen Baustellen in ihrem Business. Dadurch vergeben sie sehr viel Potenzial, denn es ist ja schon ganz viel da – es muss nur besser ausgenutzt werden.

Ich gebe dir deshalb hier ein paar Tipps mit, welche ersten Schritte dir helfen können, um eine Übersicht über deine Baustellen zu gewinnen:

Sammeln der einzelnen Marketing-Bausteine

First things first: Schreibe auf, welche einzelnen Bausteine du hast und benote von 1-5, wie gut diese Bausteine schon funktionieren. Mit Funktionieren ist dabei gemeint, dass sie direkt oder indirekt auf die Promotion bzw. den Verkauf deiner kostenfreie und kostenpflichtigen Produkte und Dienstleistungen abzielen. 

Denk dabei an Website, einzelne Social Media Marketing Kanäle wie Instagram, Facebook, LinkedIn, sonstige Kanäle wie YouTube oder Pinterest, dein Freebie, deinen Newsletter usw. Schreib einfach alles auf, egal wie oft und wie lange du schon auf dem jeweiligen Kanal aktiv bist. Wichtig ist einfach, dass du zunächst eine Bestandsaufnahme machst. 

Schreibe dir zusätzlich weitere Projekte, Angebote oder sonstigen Bausteine auf, die du zwar angefangen aber nie abgeschlossen hast. Das können angefangene Ideen für Projekte wie das Schreiben eines Buches, die Erstellung einer Membership oder ähnliches sein. Auch die Angebote, die du schon halb entwickelt hast oder sonstige Baustellen passen in diese Kategorie. 

Gib jedem dieser Bereiche eine Note zwischen 1 (läuft perfekt, ist mit anderen Bereichen verbunden, Verlinkungen vorhanden) und 5 (läuft überhaupt nicht, keine Verbindung zu anderen Marketing-Bereichen). 

Mit dieser ersten Einschätzung schaffst du dir Klarheit über alle deine Baustellen und die Lücken in deinem Business.

Vorgehensweise bei der Bearbeitung der Marketing- und Content-Bausteine

Der nächste Punkt, den du dir genau anschaust, ist deine Vorgehensweise bei der Bearbeitung einzelner Bausteine. Wie gehst du vor, wenn du an deiner Website arbeitest, wie wenn du ein neues Freebie entwickelst oder einen Blogartikel schreibst. Nutzt du Checklisten? Hast du eine Vorgehensweise, die du immer wieder nutzt und hast dir vielleicht schon eine Routine entwickelt? Hast du eine Struktur entwickelt, die dir dabei hilft, eine Aufgabe zu beenden?

Wirf auch hier einen kritischen Blick, wie deine Vorgehensweise ist und wie du dich damit fühlst. Wenn du magst, vergib hier gerne die Noten von 1-5, je nachdem, wie gut es schon bei dir läuft und wie strukturiert du bei der Bearbeitung deiner Business-Bausteine vorgehst.

Baustellen erkannt, Gefahr gebannt?

Jetzt hast du dir eine Übersicht geschaffen, welche einzelnen Business-Bausteine es bei dir gibt. Das wird vermutlich eine ziemlich lange Liste sein und das ist auch ganz normal. Neben dem Kern- oder Hauptbusiness haben wir als Unternehmerinnen noch eine ganze Menge anderer Dinge zu erledigen, von denen jedes eigene einen Baustein für unser Business darstellt. 

Bei mir sieht diese Übersicht (nur bezogen auf meine Kanäle) ungefähr so aus: 

  • Website
    • Landingpage 1
    • Landingpage 2
    • Blogartikel
  • Social Media Kanäle
    • LinkedIn
    • Instagram
    • Facebook
  • Sonstige Kanäle (Suchmaschinen)
    • YouTube
    • Pinterest
  • Email-Marketing
    • Newsletter

Puuuuh, ich habe ganz schön viele Baustellen offen. Das liegt aber bei mir gerade hauptsächlich an der Umpositionierung, d.h. ich darf jetzt viele Kanäle erst wieder anpassen und ans Laufen bringen.

Evaluiere deine Marketing-Baustellen

Jetzt heißt es noch ein bisschen genauer hinzuschauen: 

Überlege mal, was und wieviel du schon bei deinen einzelnen Baustellen gemacht hast. Wieviel Zeit und ggfls. Geld du investiert hast und was unter dem Strich dabei rausgekommen ist. Verbringst du z.B. ganz viel Zeit auf Facebook, postest dort, treibst dich in Gruppen herum, hast aber noch keine*n einzige*n Kund*in über Facebook gewonnen? Dann solltest du dir das unbedingt notieren, denn das darf auch in deine Bewertung und dann in die Priorisierung mit einfließen. 

Schreibst du schon regelmäßig Blogartikel oder veröffentlichst Podcast-Episoden? Hast du eine Struktur für die Produktion deines Contents, gehst du strategisch an die Erstellung deiner Content-Teile und sprechen dich Menschen auf deinen Content an? Schaust du in Google Analytics, um deine Zahlen zu überprüfen?

Welche Kanäle hast du auf deiner Liste stehen, die du aber noch nicht in Angriff genommen hast? Warum ist das so?

Ich habe z.B. YouTube auf der Liste. Würde ich total gerne machen, weil es eine Suchmaschine ist und ich kein Problem damit habe, in eine Kamera zu sprechen. Ich habe mir aber bisher noch nie die Zeit genommen, mich in diesen Kanal reinzuarbeiten. Und bevor ich diese Zeit nicht habe bzw. mir nicht eingeräumt habe, gehe ich diesen neuen Kanal nicht an.

Schaue unbedingt auch noch einmal, ob die Verknüpfungen deiner Kanäle untereinander funktioniert. Verweist du z.B. von Instagram auf deinen Website-Content? Hast du in Blogartikeln einen CTA eingebaut? Sollen die Menschen von YouTube auf deine Website kommen? Funktionieren deine Funnel richtig? 

Extratipp: Deine Energie

Achte bei der Betrachtung deiner Marketingkanäle auch unbedingt auf deine Energie. Für mich fühlt sich z.B. Blog und Podcast leicht an – das mache ich gerne und es strengt mich nicht übermäßig an, zu schreiben oder gar eine Podcast-Episode einzusprechen. Außerdem macht es mir Spaß, den Blog mit Bildern “aufzuhübschen” und meinen Podcast (noch) selbst zu schneiden. 

Soll ich allerdings 5 Tage die Woche soundsooft auf Instagram aktiv sein, um aus dem Kanal das Beste rauszuholen, dann merke ich, wie schon beim Gedanken daran meine Energie schwindet. Ich bin nicht mal ungern auf Instagram. Aber der Zwang dahinter fühlt sich für mich nicht gut an. 

Schau also auch gerne bei all dem, was du schon oben zusammengetragen hast auch darauf, wie du dich beim Bespielen der einzelnen Kanäle fühlst. Vielleicht machst du eine zweite Spalte auf, wo du ebenfalls Punkte von 1 (fühlt sich super leicht an) bis 5 (das strengt mich so sehr an) vergibst.

Diese Punkte solltest du bei der Evaluierung also unbedingt auch mit einfließen lassen. 

Streichen und Priorisieren

Jetzt schau dir deine Liste ganz genau an und streiche munter durch, was JETZT gerade nicht so wichtig ist. Ja ich weiß – irgendwie ist alles wichtig. Und jeder Experte für XY sagt dir, dass du GENAU DAS jetzt unbedingt machen solltest, weil es SUPER WICHTIG ist, um endlich erfolgreich zu sein. Bis Dezember hätte ich dir ja auch noch erzählt, dass du unbedingt auf Pinterest setzen solltest und welche Vorteile es für dich hat (ist auch nicht ganz falsch, aber es kommt eben auf die Prioritäten an!). 

Also, was bringt dich gerade wirklich weiter?

Streiche alles bis auf 3 Aufgaben zusammen. Ja, nur 3. Und die ordnest du in eine sinnvolle Reihenfolge. Welches diese 3 Aufgaben sind kann ich dir leider in diesem Blogartikel nicht beantworten, denn das ist höchst individuell. 

Bei mir z.B. sehen die Prioritäten so aus:

  • Blogartikel
  • Newsletter
  • LinkedIn

Und ich würde so gerne mit meinem YouTube Kanal durchstarten und noch lieber würde ich jetzt sofort meinen neuen Podcast an den Start bringen. Aber wäre das sinnvoll, jetzt direkt in diesem Moment neue große Fässer aufzumachen? Wohl eher nicht…

Also: Streichen und Priorisieren!

Fazit

Ich hoffe sehr, dass du dank dieses Blogartikels eine erste Einschätzung zu deinen Baustellen und eine Priorisierung vornehmen konntest.

Es kann aber auch sein, dass dich all das, was ich geschrieben habe, irgendwie noch mehr verwirrt hat und du einen objektiven Blick von außen gebrauchen kannst, um dir Klarheit zu verschaffen, was deine nächsten Schritte sein sollten. 

Dann hilft dir das hier sicher schon ein Stückchen weiter:

Hier findest du weitere Informationen zum Webinar: Struktur im Business – ein Ding der Unmöglichkeit?