Wie Online-Sichtbarkeit und Membership zusammengehen – Ein Interview mit Frank Katzer

Wie Online-Sichtbarkeit und Membership zusammengehen – Ein Interview mit Frank Katzer

In einer Welt, in der digitale Präsenz immer wichtiger wird, stellt sich für viele die Frage, wie man erfolgreich online sichtbar werden kann. Frank Katzer, bekannt als „der Technik-Mentor„, teilt in diesem exklusiven Interview wertvolle Einblicke in die Kunst der Online-Sichtbarkeit und verrät, wie er seinen erfolgreichen Mitgliederbereich aufgebaut hat.

Podcast-Episode #134: Sichtbar werden ohne Perfektionismus – Interview mit Technik-Mentor Frank Katzer über Tools, Technik und erste Schritte ins Online-Marketing

Vom Website-Entwickler zum Technik-Mentor: Frank Katzers Weg in die digitale Sichtbarkeit

Frank Katzer ist vielen als Experte für Online-Sichtbarkeit und Technik bekannt. Doch sein Weg begann ganz anders – mit einer Agentur für Website-Erstellung. Nach über 250 umgesetzten Projekten spürte er, dass er eine neue Herausforderung brauchte. „Irgendwann ist das Thema durch“, beschreibt Frank seine damalige Situation. Mit einem Mitarbeiter, einem Azubi und einem repräsentativen Büro hatte er sich zwar ein solides Geschäft aufgebaut, fühlte sich aber nicht mehr erfüllt.

Die Wende kam etwa nach der Geburt seines Sohnes im Jahr 2010, als er seine Agentur auflöste. Der Weg zu seiner heutigen Tätigkeit war allerdings alles andere als geradlinig. „Ich war danach ziemlich planlos, also völlig planlos eigentlich unterwegs“, gibt Frank offen zu. Rückblickend räumt er ein, dass er damals nicht alle Kundenprojekte so sauber abgeschlossen hat, wie es wünschenswert gewesen wäre – eine wertvolle Lektion für seinen weiteren Weg.

Was dann folgte, war ein organischer Entwicklungsprozess: Frank begann, in Facebook-Gruppen Fragen zu beantworten – ohne den typischen Hinweis „schreib mir eine PN für mehr Infos“. Dieses authentische Engagement wurde zu seinem wichtigsten Marketing-Instrument. „Das hat halt gut funktioniert“, erinnert er sich. Parallel dazu veröffentlichte er einige Tutorials auf YouTube, die gut ankamen. So baute er sich nach und nach einen Namen auf, ohne eine konkrete Strategie zu verfolgen.

Die Geburt der Online-Technik-Challenge und des Membership-Modells

Ein entscheidender Wendepunkt in Franks Karriere war die Einführung seiner Online-Technik-Challenge, die mittlerweile zum 13. Mal stattgefunden hat. Seit Ende 2018/Anfang 2019 führt er diese zwei- bis dreimal jährlich durch. Die Idee dazu kam nicht von ihm selbst: „Die Birgit Quirchmayr hat mal gesagt, mach doch mal so eine Challenge, fünf Tage irgendwas, Technik irgendwas. Und dann war das nächste Ding geboren.“

Das Konzept der Challenge ist einfach, aber effektiv: Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmer täglich eine oder mehrere Aufgaben, bei denen sie verschiedene Tools ausprobieren können. Die Hauptaktivität findet in einer Facebook-Gruppe statt, obwohl diese nicht zwingend notwendig ist. Der Clou: Die Teilnehmer werden „aus Versehen“ sichtbar, weil sie mit den Tools experimentieren und dabei Content veröffentlichen. „Das sind so Sachen, wo man die Leute so ein bisschen über Tool-Spielereien mal ein bisschen in die Sichtbarkeit schiebt“, erklärt Frank.

Besonders erfolgreich ist die Challenge zum Jahreswechsel, wenn viele Menschen neue Vorsätze fassen und etwas Neues ausprobieren möchten. Interessanterweise funktioniert sie aber auch gut, wenn sie zeitlich nah an Weihnachten liegt – entgegen allen Erwartungen. „Gar nicht mal so sehr auf Timing-Überlegungen hören“, rät Frank daher, „weil es manchmal wirklich sehr nah an Weihnachten und Leute machen trotzdem mit, weil es halt Spaß macht.“

Mittlerweile hat Frank die Challenge um Sprechstunden erweitert, bei denen Teilnehmer in einer Zoom-Sitzung ihre Fragen stellen können. Dies gibt ihnen einen Einblick in den Ablauf seiner Membership, wo Sprechstunden ein zentrales Element darstellen.

Ähnlich verhielt es sich mit seinem Membership-Modell. Auch hier brauchte es einen Anstoß von außen: „Die Marit Alke hat auch mal gesagt, jetzt mach mal, jetzt müssen wir einfach mal, du musst mal irgendwas umsetzen.“ Den Namen „Technik-Mentor“ verdankt er Silvia Chytil, die erkannte, dass es nicht nur um Technik, sondern auch um Begleitung geht – eine wichtige Erkenntnis für Franks Selbstverständnis.

Die wahre Herausforderung der Online-Sichtbarkeit

Entgegen der verbreiteten Meinung, dass technisches Know-how die größte Hürde bei der Online-Sichtbarkeit sei, sieht Frank das Problem woanders:

„Letztendlich geht es bei dem, was ich mache, nicht um Tools oder den ganzen Kram, sondern letztendlich geht es darum, dass du dich vor die Kamera traust.“

Er betont, dass wir eigentlich alles haben, was wir zum Starten brauchen. Alles andere sei „Pille-Palle“ und oft nur eine Ausrede, um nicht loszulegen. „Der Rest ist eigentlich Blödsinn, was man sich dann noch denkt machen zu müssen, sichtbar zu werden“, bringt er es auf den Punkt. Natürlich macht es trotzdem Spaß, mit verschiedenen Tools zu experimentieren und neue Möglichkeiten auszuprobieren – wie in seinen Challenges.

Was viele brauchen, ist jemand, der sie antreibt: „Du brauchst immer mal Leute, die dir in den Hintern treten und sagen, du brauchst das im Moment grad nicht, mach einfach das scheiß Video fertig und geh damit raus.“ Diese Rolle als Motivator und Begleiter hat Frank für seine Mitglieder übernommen. „Nichts anderes tue ich“, fasst er seine Arbeit zusammen – er hilft Menschen dabei, ihre Hemmungen zu überwinden und endlich in die Sichtbarkeit zu kommen.

Wie eine Membership erfolgreich wird – Franks Erfahrungen

Als Frank seine Membership startete, hatte er durchaus Bedenken: „Wenn ich jetzt starte und keiner interessiert, das ist doof. Wenn ich starte und ich habe jetzt 50 Buchungen und jeder fragt am Tag zehn Fragen, dann ist auch doof, weil dann schaffe ich das nicht.“ Ein Dilemma, das viele kennen, die über ein Membership-Modell nachdenken.

Dennoch wagte er den Schritt – und 41 „Verrückte“ ließen sich darauf ein. Dabei kostet seine Membership heute etwa viermal so viel wie zu Beginn – ein Zeichen für den gestiegenen Wert und die Etablierung seines Angebots. Heute weiß er: „Es ist leichter zu starten, als es dauerhaft gescheit am Laufen zu halten.“

Seine wichtigste Erkenntnis für angehende Membership-Anbieter: „Ich würde jedem empfehlen, so simpel wie möglich zu starten, dann überfordert man sich selber nicht und auch die Mitglieder nicht.“ Die Gefahr besteht darin, zu viele Formate und Inhalte anzubieten, die sowohl den Anbieter als auch die Mitglieder überfordern können.

Die größte Herausforderung sieht er darin, dass Mitglieder oft überfordert sind, wenn zu viele Formate oder Angebote vorhanden sind. „Du hast ja keinen Bock, dich jetzt als neues Mitglied erstmal in alle möglichen Formate oder Angebote einzuarbeiten“, erklärt Frank aus der Perspektive eines Mitglieds. Die häufigste Abbruchursache sei tatsächlich eine Überforderung, nicht mangelnder Nutzen.

Gleichzeitig gibt es Mitglieder, die von Anfang an dabei sind und die Gemeinschaft schätzen – ein Element, das Frank auch im Zeitalter der KI als entscheidenden Vorteil seines Angebots sieht.

Corona als Katalysator – Tägliche Sprechstunden als Erfolgskonzept

Während der Corona-Pandemie intensivierte Frank sein Angebot und führte tägliche Sprechstunden ein – nicht zuletzt, um selbst Struktur in seinen Tag zu bringen: „9 Uhr war die Sprechstunde, 10 Uhr war sie zu Ende. Sonst wäre das alles sehr undefiniert geblieben.“

Dieses Format hat sich als äußerst erfolgreich erwiesen und existiert bis heute, wenn auch in reduzierter Form: montags, mittwochs und freitags. Besonders clever ist die Art, wie Frank die Teilnahme gestaltet: Wer möchte, kann direkt in Zoom teilnehmen und Fragen stellen. Wer lieber passiv dabei sein möchte, kann den Livestream in der Facebook-Gruppe verfolgen und dort Kommentare hinterlassen.

Diese flexible Teilnahmemöglichkeit nimmt eine wichtige Hürde: „Manchmal ist man morgens 9 Uhr halt nicht parat, in Zoom jetzt hier Fragen stellen zu können“, weiß Frank aus eigener Erfahrung. Er erinnert sich noch gut an sein erstes Zoom-Erlebnis: „Irgendein Zoom-Link geklickt, aufgemacht und gesagt, Webcam, Mikrofon freigeben, nee, alles wieder zu, alles zumachen, alle Fenster zu, weg da.“ Diese Hemmschwelle berücksichtigt er bei seinem eigenen Angebot.

Mittlerweile können Mitglieder sogar feste Termine buchen, was die Planbarkeit erhöht: „9.40 Mittwoch bin ich dran. Alles klar, weiß ich, muss ich einschalten.“ Ein durchdachtes System, das die Bedürfnisse seiner Zielgruppe optimal berücksichtigt.

Membership – Die Königsklasse des Angebots?

Obwohl Memberships oft als „Königsklasse“ des Online-Angebots bezeichnet werden, sieht Frank das differenzierter: „Muss nicht immer unbedingt die Königsklasse sein.“ Er betont die Flexibilität des Modells: „Du kannst dir das Modell so zurecht stricken, wie du es hinbekommst, wie du es haben möchtest.“

Eine Membership könne ganz unterschiedliche Formen annehmen – von monatlichen Tutorials mit Q&A-Sessions über WhatsApp-Gruppen bis hin zu einfachen Unterstützermodellen, wie man sie von YouTube-Kanälen kennt. Entscheidend sei, dass man als Anbieter eine gewisse „Meinungsführerschaft“ für ein bestimmtes Thema übernimmt und Vertrauen aufbaut.

Was den Umgang mit wiederkehrenden Fragen betrifft, hat Frank einen pragmatischen Ansatz: „Ich breche mir da auch keinen ab, wenn die Frage zum hundertsten Mal gestellt wird.“ Den Versuch, das gesammelte Wissen irgendwie auffindbar zu hinterlegen, hat er aufgegeben: „Das macht überhaupt keinen Sinn, weil es einfach so viel Veränderungen gibt und so viele kleine Fragen.“

Erste Schritte in die Online-Sichtbarkeit – Franks Empfehlungen

Für alle, die ihre Online-Präsenz stärken möchten, hat Frank klare Empfehlungen. Während er früher zum Bloggen geraten hätte, sieht er das heute anders: „Das ist mittlerweile nachgelagert, vorsichtig ausgedrückt. Auch wenn es nach wie vor wichtig wäre und wir hätten es gerne alle viel wichtiger, dass wir nicht so abhängig wären von Facebook und so weiter.“

Stattdessen schlägt er einen stufenweisen Einstieg in die Sichtbarkeit vor:

  1. Reagieren: „Das Einfachste wäre natürlich, mindestens ein Level wäre halt zu reagieren, wenn du einen Artikel siehst, den du gut findest, dass du da ein Like drunter drückst oder sowas.“
  2. Kommentieren: „Möglichst schlau auch kommentieren. Nicht nur sagen, toller Artikel oder schön hast du das geschrieben, sondern vielleicht noch einen Punkt dazuliefern oder sagen, nee, bei mir war das ganz anders.“ Gerade LinkedIn bietet hier gute Möglichkeiten zur inhaltlichen Diskussion.
  3. Selbst veröffentlichen: „Das muss nicht gleich ein Video sein, das kann auch mal ein Zweizeiler sein“, betont Frank. Er plädiert für Einfachheit statt Perfektion: „Es muss nicht immer das super schicke Canva Bildchen sein, wo man zwei Tage dran gesessen hat. Die Aussage ist wichtiger.“
  4. Persönlicher werden: „Nächster Level ist dann natürlich klar, Foto von sich selber oder Audio oder dann eben Video.“ Live-Videos bezeichnet er als den „höchsten Level“.

Interessanterweise sind es oft gerade die nicht perfekten Inhalte, die am besten ankommen:

„Das Beste passiert, wenn du ein bisschen Magenschmerzen hattest beim Veröffentlichen. Das sind die Sachen, die meistens am besten funktionieren.“

Er teilt eine persönliche Erfahrung: „Wo du dir ganz sicher bist, dass es toll ist und jedem gefällt und super durchgearbeitet, interessiert an niemanden. Und wo du mal sagst, das war mir jetzt mal super wichtig und ich habe das jetzt hier total und es verwackelt und man hört mich kaum, das sind die Sachen, die funktionieren, weil das ist echt.“

KI als Helfer für die Online-Sichtbarkeit – Chancen und Grenzen

Ein Thema, das auch im Bereich der Online-Sichtbarkeit immer wichtiger wird, ist Künstliche Intelligenz. Frank nutzt KI-Tools wie Claude AI und DeepSeek für verschiedene Aufgaben und sieht darin großes Potenzial: „Die Ausrede, nicht zu wissen, was man macht, die gibt’s nun definitiv nicht mehr. Die ist weg durch KI.“

Er experimentiert regelmäßig mit verschiedenen KI-Tools und teilt seine Erkenntnisse in seiner Membership: „Dienstagabends ist immer der Kienstag sozusagen bei uns. Da geht es immer um KI-Themen.“ Dabei zeigt er sowohl verspielten Anwendungen als auch praktische Nutzungsmöglichkeiten – wie beispielsweise das Klonen seiner eigenen Stimme, die für seine Mitglieder nicht vom Original zu unterscheiden war.

Grundsätzlich wechselt Frank zwischen verschiedenen KI-Tools je nach Anwendungsfall. Besonders angetan ist er von Claude AI: „Das Tool formuliert einfach schön, ist nicht so roboterhaft in den Antworten, labert aber auch nicht zu viel.“ Für besonders detaillierte Denkprozesse nutzt er DeepSeek: „Dem kannst du zumindest auf Englisch beim Denken zugucken.“

Gleichzeitig sieht er in der KI keine Konkurrenz für seinen Mitgliederbereich, denn: „Was uns gegenüber KI unterscheidet, ist die Gemeinschaft und das Einordnen, wie ich jemandem einen bestimmten Lösungsweg mitgebe. Du gehst nicht bei einer KI in eine Gemeinschaft.

Bei aller Begeisterung für KI zeigt sich Frank aber auch kritisch gegenüber bestimmten Anwendungen: „Was ich halt nicht mag, ist Dinge automatisieren oder sowas, die einem anderen vorgaukeln, dass das personalisiert ist.“ Er berichtet von automatisierten Nachrichten, die vorgeben, persönlich zu sein, aber offensichtlich KI-generiert wurden – ein Ansatz, den er ablehnt: „Sowas finde ich doof. Weil das ist ein blöder Anfang, wenn ich hier veräppelt werde mit was, was so pseudo-individuell umgesetzt ist.“

Tools und Technik – Was wirklich wichtig ist

Trotz seiner Rolle als „Technik-Mentor“ überrascht Frank mit einem eher minimalistischen Ansatz, wenn es um Tools geht. Auf die Frage nach seinen persönlichen Favoriten antwortet er: „Das sind ganz banale Sachen. Das ist ein Screenshot-Tool. Und das ist so was wie Loom oder so was, wo du schnell ein Video aufnimmst und das verschicken kannst.“

Er betont, dass es oft nicht um komplexe Anwendungen geht, sondern um grundlegende Hilfsmittel, die den Arbeitsalltag erleichtern. Selbst bei seinem Smartphone nutzt er hauptsächlich Basis-Funktionen: „Außer Video gucken auf YouTube und Facebook ein bisschen. Das Ding ist völlig unterfordert bei mir.“

Diese Einstellung passt zu seiner Philosophie, dass nicht das perfekte Tool entscheidend ist, sondern die Fähigkeit, mit dem Vorhandenen zu arbeiten und ins Tun zu kommen. „Letztendlich, wenn ich mir organisieren und ich tippe die Sachen in die Notiz-App rein und hab dann meine Liste stehen, dann reicht das meistens“, erklärt er.

Er warnt vor überkomplexen Systemen, die am Ende mehr Zeit für die Einrichtung als für die eigentliche Arbeit verschlingen: „Viel besser als irgendein Asana-Sonstwas-Tool mit allen möglichen tollen Sachen, die du dann nicht benutzt, weil es dich erschlägt von den Funktionen, weil du dann nur am Einrichten bist und das Eingerichtete dann überhaupt nicht verwendest.“

Fazit: Authentizität als Schlüssel zur erfolgreichen Online-Präsenz

Das wichtigste Fazit aus dem Gespräch mit Frank Katzer: Der Aufbau einer Online-Präsenz beginnt heute auf Social Media, nicht mehr mit einer Website. „Website ist erst mal völlig egal, würde ich mittlerweile sagen“, betont er – eine Kehrtwende zu früheren Empfehlungen.

Dabei ist es entscheidend, dass die eigene Persönlichkeit durchscheint:

„Letztendlich folgt man der Person und nicht dem Fachwissen – das Fachwissen ist austauschbar.“

Dies ist eine zentrale Erkenntnis für alle, die online sichtbarer werden möchten.

Um langfristig erfolgreich zu sein, empfiehlt er den Aufbau einer E-Mail-Liste von Menschen, die sich freiwillig für die Inhalte interessieren. Dies setze voraus, „dass du dich auch selber zeigst und dass sich die Leute darüber halt auch gut aussuchen können.“

Mit diesem Rat schließt Frank das Gespräch ab – ein Plädoyer für Authentizität in einer immer digitaler werdenden Welt. Sichtbarkeit beginnt demnach nicht mit perfekten Tools oder ausgefeilter Technik, sondern mit dem Mut, die eigene Persönlichkeit zu zeigen und mit der Bereitschaft, kleine, kontinuierliche Schritte in Richtung mehr Präsenz zu gehen.


Frank Katzer ist Online-Experte und bekannt für seine Online-Technik-Challenge. In seiner Mitgliedschaft hilft er Menschen dabei, die passenden Tools zu finden und ihre Online-Sichtbarkeit zu erhöhen. Die nächste Online-Technik-Challenge wird voraussichtlich im Mai/Juni 2025 stattfinden. Wer Interesse hat, kann sich auf der Warteliste eintragen.


This or That mit Frank Katzer

  • Kaffee oder Tee? Kaffee
  • Das Meer oder die Berge? Meer
  • Blog oder Podcast? Podcast (obwohl er aktuell keinen hat)
  • Instagram oder LinkedIn? LinkedIn („Instagram habe ich irgendwie keinen Griff dran“)
  • Apple oder Windows? Apple („Wobei Windows auch mittlerweile gut ist“)
  • Nutella mit oder ohne Butter? Mit Butter, unbedingt! (Obwohl er mittlerweile eine gesündere Alternative mit Schokoladenpulver, Cashewmus und Datteln herstellt)
SEO und Google Ads: Ein Experten-Gespräch mit Simone und Frank Sarodnick

SEO und Google Ads: Ein Experten-Gespräch mit Simone und Frank Sarodnick

Hallo und herzlich willkommen zur neuen Folge von „Alles im Griff im Online-Marketing“. Heute habe ich die besondere Freude, gleich zwei besondere Gäste bei mir im Podcast zu begrüßen: Simone und Frank Sarodnick. Beide sind absolute Profis auf dem Gebiet der organischen Suchmaschinenoptimierung sowie der Google Ads. Ich kenne die beiden von einem Barcamp und freue mich sehr, dass sie heute hier sind.

Podcast-Episode #130: Google Ads & SEO: Expertenwissen von Simone und Frank Sarodnick

Der Weg in das Online-Marketing

Frage: Wie seid ihr zum Thema Online-Marketing und Google gekommen?

Simone: „Unsere Reise begann Ende der 90er Jahre, als wir intensiv Google für Vertrieb und Marketing einsetzten. Google war nicht die Suchmaschine, wie wir sie heute kennen. Vieles hat sich entwickelt. 2015, als unsere Kinder aus dem Haus waren, habe ich mich auf SEO und SEA spezialisiert und erkannt, dass das mein Ding ist. Google ist für mich eine Akquise-Maschine.“

Frank: „Für mich ist Googles beständiges Mantra faszinierend: Das beste Resultat für den Suchenden bereitstellen. Trotz technischer Fortschritte ist das Ziel geblieben. Die ständige Innovation – sei es Audio oder KI – eröffnet immer wieder neue Möglichkeiten.“

Die Faszination für Google

Frage: Was ist es, das euch an Google fasziniert?

Simone: „Google ist der beste Mitarbeiter für die Akquise. Seine richtige Nutzung führt zu großer Sichtbarkeit.“

Frank: „Die Tatsache, dass es bei Google immer darum geht, den besten Inhalt für den Suchenden zu präsentieren. Die Technik entwickelt sich stetig weiter, was es sehr spannend macht.“

Dienstleistungen von Alsa Digital

Frage: Was bietet ihr mit Alsa Digital an?

Simone: „Unsere Dienstleistungen zielen darauf ab, Kunden über Google sichtbar zu machen. Der erste Schritt ist die Sichtbarkeit. Es folgt der Besuch der Webseite und die Zielerreichung, die sogenannte Conversion. Wir helfen Kunden, sich über Google zu positionieren und ihren Umsatz zu steigern.“

Silke: „Und was ist der erste Schritt?“

Simone: „Wir lernen den Kunden kennen, definieren die Zielgruppe, und beginnen dann mit der Keyword-Recherche. Der Rest ist Handwerk.“

Keyword-Recherche und ihre Bedeutung für Google

Frage: Warum sind Keywords so wichtig?

Simone: „Google basiert auf einem Suchschlitz, in den Nutzer Suchbegriffe eingeben. Suchvolumen und Relevanz sind entscheidend, um die richtige Zielgruppe zu erreichen. Wir achten sehr auf das Suchverhalten und die Suchintention der Nutzer.“

Frank: „Oft denken Unternehmen, ihre Fachbegriffe werden gesucht, aber die Realität sieht anders aus. Ein Lackierer wollte für ‚Heizkörper lackieren‘ ranken, aber gesucht wird ‚Heizung streichen‘.“

Optimierung und erste Schritte bei Google

Frage: Welche Schritte sind am wichtigsten für die Website-Optimierung?

Simone: „SEO beginnt bei der Website-Planung. Leider kommen oft Kunden mit fertigen Seiten, die nicht ranken. Der Nutzer sollte sofort erkennen können, wie die Seite hilft. Oft sind Webseiten zu ich-bezogen und verlieren den Kundenfokus.“

Zeit für Google Ads?

Frage: Wann sind Google Ads sinnvoll?

Frank: „Das hängt vom Unternehmen und den Produkten ab. Große Pläne können durch Google Ads forciert werden, besonders wenn Sichtbarkeit schnell erreicht werden muss. Bei Dienstleistungen ist es ebenso wertvoll. Wir bieten Erstgespräche an, um die Strategie zu erarbeiten.“

Silke: „Und im Online-Business?“

Simone: „Auch da, etwa beim Aufbau eines Funnels mit einem Freebie. Wir nutzen Ads auch zur Validierung von Geschäftsideen.“

Unterschiede zwischen Meta-Ads und Google Ads

Frage: Was sind die Unterschiede zwischen Meta- und Google-Ads?

Simone: „Bei Meta handelt es sich um Push-Marketing – der Nutzer wird ‚geschubst‘. Google ist Pull-Marketing – der Nutzer sucht gezielt. Google bietet auch Performance-Max-Kampagnen, die eine Mischung bieten.“

Was zeichnet eine gute Kampagne bei Google aus?

Frage: Was macht eine gute Google-Kampagne aus?

Simone: „Effizienz. Für jeden ausgegebenen Werbe-Euro sollte der Return of Advertising Spend (ROAS) über eins liegen. Wir arbeiten kontinuierlich an der Optimierung der Kampagnen.“

Frank: „Das technische Verständnis der Website ist entscheidend. Eine Landingpage muss schnell laden und optimal strukturiert sein.“

Technik und Kreativität bei Google Ads

Frage: Wie wichtig sind Technik und Kreativität bei Ads?

Simone: „Kreativität ist entscheidend, besonders bei den stark begrenzten Zeichen für Anzeigentitel. KI kann helfen, aber Technik bleibt essenziell.“

Braucht man einen Experten für Google Ads?

Frage: Ist es machbar, Google Ads alleine zu meistern?

Simone: „Es ist komplex. Google suggeriert, dass vieles selbst gemacht werden kann, aber ohne Experten geht oft Geld verloren.“

Frank: „Regelmäßige Anpassungen sind nötig. Ohne den Überblick kann man schnell den Anschluss verlieren.“

Trends und Ausblick

Frage: Wie entwickelt sich die Zukunft von SEO und Google Ads?

Simone: „Die organische Suche bleibt relevant, aber KI-Tools verändern den Markt. Alle Kanäle zahlen aufeinander ein. Google bleibt stark vorherrschend.“

Frank: „Die Veränderung einzelner Kanäle zu einem Puzzle aus vielen Teilen wird stärker. Unterschiedliche Inhalte tragen zur Gesamtstrategie bei.“

Abschließende Gedanken

Simone: „Optimiere stets für den Nutzer, nicht für Google. Google gibt nur die Tools dazu.“

This or That – Persönliches von Simone und Frank

Zum Abschluss eine kleine Runde „This or That“:

  • Kaffee oder Tee? Beide: Kaffee
  • Meer oder Berge? Frank: Meer, Simone: Meer
  • Blog oder Podcast? Beide: Podcast
  • Instagram oder LinkedIn? Beide: LinkedIn
  • Apple oder Windows? Beide: Apple
  • Nutella mit oder ohne Butter? Frank: Ohne, Simone: Das überrascht mich jetzt!

Danke an Simone und Frank für das tolle Gespräch!

Infos und Links

Website Alsa Digital

Podcast „SEO Häppchen

Blog von Alsa Digital

Überforderung im Online-Marketing? 5 Warnsignale und Lösungen für Selbständige in 2025

Überforderung im Online-Marketing? 5 Warnsignale und Lösungen für Selbständige in 2025

Kennst du das? Du sitzt am Schreibtisch, vor dir die nie enden wollende To-Do-Liste fürs Marketing: Instagram-Posts erstellen, Newsletter schreiben, Website optimieren, neue Reels produzieren – und das ist nur die Spitze des Eisbergs der Überforderung. Dein Kopf schwirrt, während du verzweifelt versuchst, all die Marketing-Aufgaben unter einen Hut zu bekommen. Dabei wolltest du eigentlich nur eines: dein Business erfolgreich führen und das tun, was du wirklich liebst.

Als selbstständige Unternehmerin in 2025 scheint es manchmal so, als müsstest du eine Marketing-Expertin, Content-Creatorin und Social-Media-Managerin in Personalunion sein. Die Digitalisierung schreitet voran, neue Plattformen entstehen, und die Anforderungen werden immer komplexer. Was gestern noch funktionierte, scheint heute schon überholt zu sein.

Aber lass mich dir eines versichern: Du bist nicht allein mit diesem Gefühl. Als Online-Business- und Content-Coach begegnen mir täglich erfolgreiche Unternehmerinnen, die trotz ihrer Expertise im Kerngeschäft beim Thema Online-Marketing an ihre Grenzen stoßen. Die gute Nachricht? Überforderung im Marketing ist kein Schicksal, dem du hilflos ausgeliefert bist. Es gibt klare Anzeichen, die dir früh genug signalisieren, wann es Zeit ist, etwas zu ändern.

In diesem Artikel zeige ich dir die 5 wichtigsten Warnsignale, die auf Marketing-Überforderung hinweisen – und vor allem, wie du sie in den Griff bekommst. Du erfährst, wie du dein Marketing so strukturierst, dass es sich nicht mehr wie ein Vollzeit-Job anfühlt, sondern zu einem kontrollierbaren und sogar freudvollen Teil deines Business-Alltags wird.

Lass uns gemeinsam einen Blick darauf werfen, wie du die Kontrolle über dein Marketing zurückgewinnst und dabei authentisch und erfolgreich bleibst – ohne dich zu verbiegen oder rund um die Uhr online sein zu müssen.

Du möchtest die Inhalte lieber als Podcast hören? Kein Problem:

Folge No. 124: Wenn dein Marketing dich stresst… – So erkennst (und vermeidest) du Überforderung in 2025

Warnsignal 1: Deine To-Do-Liste wächst ständig

Kennst du das Gefühl, wenn deine Marketing-To-Do-Liste wie ein lebendiges Wesen ist, das einfach nicht aufhören will zu wachsen? Kaum hast du eine Aufgabe abgehakt, kommen drei neue hinzu. Ein neuer Social-Media-Kanal hier, eine innovative Marketing-Strategie dort, und schon wieder eine neue Funktion bei Instagram, die du unbedingt testen solltest. Im Jahr 2025 scheinen die Marketing-Möglichkeiten geradezu zu explodieren – und mit ihnen deine To-Do-Liste.

Warum es passiert

Die Gründe für die sich ständig verlängernde To-Do-Liste sind vielfältig:

  • FOMO (Fear of Missing Out): Die Angst, wichtige Trends zu verpassen, treibt uns dazu, jede neue Marketing-Möglichkeit aufzugreifen. „Was, wenn die Konkurrenz schon auf TikTok ist und ich noch nicht?“
  • Perfektionismus: Als Unternehmerin willst du alles richtig machen. Jeder Post soll perfekt sein, jede E-Mail brilliant geschrieben und jede Story professionell produziert.
  • Fehlende Strategie: Ohne klaren Plan sagst du zu vielem „Ja“, ohne zu prüfen, ob es wirklich zu deinen Zielen passt.
  • Vergleich mit anderen: Du siehst, was andere Unternehmerinnen alles machen und denkst, du müsstest das auch tun. Dabei übersiehst du, dass viele von ihnen möglicherweise ein ganzes Team haben.

Lösung: Priorisierung und Fokussierung

Die gute Nachricht: Du musst nicht alles machen – und vor allem nicht alles gleichzeitig. Hier sind die effektivsten Strategien für mehr Kontrolle:

Die 80/20-Regel anwenden

  • Identifiziere die 20% deiner Marketing-Aktivitäten, die 80% deiner Ergebnisse bringen
  • Konzentriere dich zunächst auf diese Kernaktivitäten
  • Plane zusätzliche Aktivitäten erst ein, wenn die Basis stabil läuft

Strategische Auswahl treffen

  • Erstelle eine Liste aller aktuellen Marketing-Aktivitäten
  • Bewerte jede Aktivität nach zwei Kriterien:
    • Wie viel Zeit/Energie kostet sie?
    • Welchen konkreten Nutzen bringt sie deinem Business?
  • Streiche alles, was viel kostet aber wenig bringt

Realistische Zeitplanung

  • Plane für jede Aufgabe 30% mehr Zeit ein als du denkst
  • Blocke feste Marketing-Zeiten in deinem Kalender
  • Schaffe „störungsfreie“ Zonen für konzentriertes Arbeiten

Systematische Delegation

  • Identifiziere Aufgaben, die andere besser oder schneller erledigen können
  • Beginne mit kleinen, klar definierten Aufgaben
  • Investiere in Tools oder Virtuelle Assistenten, die dir Routineaufgaben abnehmen

Praxis-Tipp:
Nimm dir heute 30 Minuten Zeit und erstelle eine „Not-To-Do-Liste“. Ja, du hast richtig gelesen! Schreibe auf, welche Marketing-Aktivitäten du in den nächsten drei Monaten NICHT machen wirst. Diese bewusste Entscheidung gegen bestimmte Aktivitäten schafft Freiraum für das, was wirklich wichtig ist.

Denk dran: Eine kürzere, fokussierte To-Do-Liste, die du tatsächlich abarbeitest, bringt dir mehr als eine lange Liste mit halbherzigen Aktionen. Qualität schlägt Quantität – gerade im Marketing.

Warnsignal 2: Du fühlst dich von Social Media überfordert

„Hilfe, schon wieder ein neuer Algorithmus!“, „Reels oder doch lieber Carousel-Posts?“, „Und was ist jetzt eigentlich mit diesem neuen KI-Feature?“ – Kommt dir das bekannt vor? 2025 ist Social Media komplexer denn je, und viele Unternehmerinnen fühlen sich wie in einem nie endenden Hamsterrad gefangen. Während du versuchst, auf allen Plattformen präsent zu sein, merkst du, wie deine Energie schwindet und die Freude am Business langsam verloren geht.

Die Ursachen der Social-Media-Überforderung

Die Gründe für die zunehmende Social-Media-Überforderung sind vielschichtig:

  • Plattform-Überflutung: Instagram, LinkedIn, Facebook, TikTok, Pinterest, Threads und Co. – jede Plattform hat ihre eigenen Regeln, Formate und optimale Posting-Zeiten.
  • Ständiger Wandel: Was heute viral geht, kann morgen schon irrelevant sein. Die Algorithmen ändern sich gefühlt wöchentlich, und neue Features erfordern ständige Anpassungen.
  • Content-Druck: Der gefühlte Zwang, täglich neuen, kreativen Content zu produzieren, kann erdrückend sein – besonders wenn du alles alleine machst.
  • Interaktionsstress: Die Erwartung, ständig erreichbar zu sein, auf Kommentare zu reagieren und mit der Community zu interagieren, kann überwältigend werden.

Lösung: Kanalauswahl und Content-Strategie

Es ist Zeit, vom „Ich muss überall sein“-Mindset wegzukommen. Hier ist dein Aktionsplan für ein entspannteres Social-Media-Marketing:

Strategische Kanalauswahl

  • Analysiere, wo deine idealen Kundinnen wirklich aktiv sind
  • Konzentriere dich auf maximal 2-3 Hauptkanäle
  • Wähle Plattformen, die zu deiner Persönlichkeit und deinem Content-Stil passen
  • Archiviere oder pausiere inaktive Profile professionell

Smarte Content-Planung

  • Entwickle ein Content-Cluster-System:
    • Ein hochwertiger Hauptbeitrag (z.B. Blog oder Video)
    • Daraus abgeleitete Micro-Content-Stücke für verschiedene Plattformen
    • Wiederverwertung erfolgreicher Inhalte in neuem Gewand
  • Nutze moderne KI-Tools für Content-Ideenfindung und Inspiration

Effizienter Posting-Rhythmus

  • Definiere realistische Posting-Frequenzen
  • Plane feste Batch-Working-Tage für Content-Erstellung
  • Automatisiere das Posting mit Tools wie Later oder Buffer
  • Reserviere spezielle Zeitfenster für Community Management

Authentizitäts-Strategie

  • Bleib bei deinem authentischen Stil, statt jeden Trend mitzumachen
  • Teile auch Behind-the-Scenes und „imperfekte“ Momente
  • Entwickle eine eigene, wiedererkennbare Ästhetik
  • Kommuniziere offen mit deiner Community über deine Posting-Rhythmen

Praxis-Tipp:
Führe eine „Social Media Detox-Woche“ für dein Business durch. Plane eine Woche, in der du nur auf deinem Hauptkanal aktiv bist. Beobachte, wie sich das auf deine Energie und deine Ergebnisse auswirkt. Oft stellst du fest, dass weniger tatsächlich mehr ist.

Denk daran: Social Media sollte ein Werkzeug für dein Business sein, nicht dein Business dominieren. Es ist völlig in Ordnung, sich bewusst zu beschränken und dafür in den gewählten Kanälen wirklich präsent und authentisch zu sein.

Warnsignal 3: Dein Content-Plan ist chaotisch oder nicht existent

Montag morgen, 9 Uhr: Panik macht sich breit, weil dir einfällt, dass du heute eigentlich einen Newsletter verschicken wolltest. Gleichzeitig sollte ein Instagram-Post raus, und war da nicht noch dieser Blog-Artikel, den du schon seit Wochen vor dir herschiebst? Wenn dein Content-Marketing sich mehr nach Feuerwehreinsatz als nach strategischer Kommunikation anfühlt, dann ist das ein deutliches Warnsignal.

Die Folgen eines fehlenden Content-Plans

Ein chaotischer oder nicht vorhandener Content-Plan hat weitreichende Konsequenzen:

  • Qualitätsverlust: Unter Zeitdruck erstellte Inhalte erreichen selten das Niveau, das du eigentlich liefern möchtest.
  • Stress und Überforderung: Das ständige „Last-Minute-Marketing“ erhöht deinen Stresspegel und führt zu Burnout-Symptomen.
  • Inkonsistente Kommunikation: Ohne Plan verlierst du den roten Faden in deiner Kommunikation, was deine Zielgruppe verwirren kann.
  • Verpasste Chancen: Wichtige Termine, Ereignisse oder saisonale Themen werden übersehen oder zu spät aufgegriffen.

Lösung: Entwicklung eines strukturierten Redaktionsplans

Zeit, Ordnung in das Content-Chaos zu bringen. Hier ist dein Schritt-für-Schritt-Plan:

Content-Grundgerüst erstellen

  • Definiere deine Content-Säulen (3-5 Hauptthemen)
  • Plane quartalsweise deine wichtigsten Kampagnen
  • Erstelle einen Jahreskalender mit:
    • Branchenrelevanten Ereignissen
    • Saisonalen Höhepunkten (sofern relevant)
    • Deinen Launch-Terminen
    • Feiertagen und besonderen Anlässen

Praktische Umsetzung

  • Nutze ein digitales Planungstool (z.B. Trello, Asana oder ClickUp)
  • Erstelle Content-Vorlagen für wiederkehrende Formate
  • Führe ein Content-Repository für Ideen und Inspiration
  • Implementiere ein Kategorisierungssystem für deine Inhalte

Effiziente Content-Erstellung

  • Plane monatliche Content-Batching-Tage
  • Erstelle Content-Cluster:
    • Ein Hauptthema pro Monat
    • Aufteilen in Subthemen für verschiedene Kanäle
    • Verschiedene Perspektiven und Formate nutzen
  • Baue eine Content-Bibliothek mit Evergreen-Inhalten auf

Qualitätssicherung und Workflow

  • Entwickle eine Content-Checkliste:
    • SEO-Optimierung
    • Corporate Identity Check
    • Rechtschreibung und Grammatik
    • Call-to-Action Überprüfung
  • Etabliere einen Review-Prozess
  • Plane Pufferzeiten für unvorhergesehene Änderungen

Praxis-Tipp:
Reserviere dir diese Woche zwei Stunden für einen „Content-Reset“. Erstelle eine einfache Excel-Tabelle oder nutze eine kostenlose Vorlage in Trello. Trage zunächst nur die wichtigsten Termine für die nächsten vier Wochen ein. Plane pro Woche maximal einen größeren Content-Piece (wie einen Blog-Artikel) und zwei bis drei kleinere Inhalte (wie Social-Media-Posts). Selbst dieser simple Plan wird dir sofort mehr Struktur und Klarheit geben.

Power-Hack für 2025:
Nutze KI-gestützte Content-Planungs-Tools, die dir bei der Ideenfindung und Strukturierung helfen. Diese Tools können Vorschläge für Content-Themen machen, die zu deinen definierten Säulen passen, und sogar erste Outline-Entwürfe erstellen. Aber denk dran: Die KI ist dein Assistent, nicht dein Ersatz – deine persönliche Note macht den Content einzigartig.

Warnsignal 4: Du investierst viel Zeit, siehst aber keine Ergebnisse

Kennst du das? Du postest brav dreimal die Woche auf Instagram, weil „man das so macht“, obwohl es dich eigentlich total anstrengt. Deine LinkedIn-Posts fühlen sich nach Qual an, während dein wöchentlicher Newsletter dir nicht nur Freude bringt, sondern auch regelmäßig positive Resonanz bringen. Wenn Marketing sich wie eine energieraubende Pflichtübung anfühlt und trotzdem keine Früchte trägt, ist das ein deutliches Warnsignal.

Gründe für mangelnde Effizienz im Marketing

Gegen die eigene Energie arbeiten:

  • Marketing-Aktivitäten, die dir keinen Spaß machen
  • Formate, die sich unnatürlich und gezwungen anfühlen
  • Kanäle, die nicht zu deiner Persönlichkeit passen

Blinder Aktionismus:

  • Marketing nach „Lehrbuch“ statt nach Intuition
  • Nachahmung von Strategien anderer ohne Authentizität
  • Vernachlässigung der eigenen Stärken

Verzettelung und Energieverlust:

  • Zu viele verschiedene Aktivitäten gleichzeitig
  • Fokus auf energieraubende Kanäle
  • Ignorieren der eigenen Erfolgsmomente

Lösung: Energie-aligntes Marketing und bewusste Optimierung

Führe einen Energie-Check durch

  • Erstelle eine Liste deiner Marketing-Aktivitäten
  • Bewerte sie nach:
    • Wie viel Freude macht es dir?
    • Wie leicht fällt es dir?
    • Welche Resonanz erhältst du?
  • Identifiziere deine „Energy Gains“ und „Energy Drains“

Folge deiner natürlichen Stärke

  • Bist du eine geborene Geschichtenerzählerin? → Setze auf Blog-Artikel oder Podcasts
  • Sprühst du vor Energie vor der Kamera? → Nutze mehr Video-Content
  • Liebst du den direkten Austausch? → Fokussiere auf Community Building
  • Schreibst du gerne? → Konzentriere dich auf Newsletter und LinkedIn

Optimiere mit Leichtigkeit

  • Verstärke, was mühelos funktioniert
  • Transformiere energieraubende Aktivitäten:
    • Wandle geschriebene Blog-Artikel in Audio-Content um
    • Lass Video-Interviews transkribieren für schriftlichen Content
    • Nutze spontane Voice-Messages statt durchgestylter Posts

Entwickle deinen authentischen Marketing-Flow

  • Plane Marketing-Aktivitäten entsprechend deiner Energiekurve
  • Schaffe Synergie-Effekte zwischen verschiedenen Kanälen
  • Höre auf dein Bauchgefühl bei der Kanalauswahl

Praxis-Tipp:
Führe eine Woche lang ein „Marketing-Energie-Tagebuch“. Notiere nach jeder Marketing-Aktivität:

  • Wie hat sich die Umsetzung angefühlt?
  • Wie war dein Energielevel danach?
  • Welche Resonanz hast du erhalten?

Die Aktivitäten, die dich energetisch aufladen UND positive Resonanz erzeugen, sind dein „Marketing Sweet Spot“. Hier solltest du mehr Zeit investieren.

Erinnerung für 2025:
In Zeiten von KI und Automatisierung ist deine authentische, menschliche Energie dein größtes Unterscheidungsmerkmal. Nutze Technologie, um die administrativen Aspekte zu vereinfachen, aber lass deine Persönlichkeit und natürliche Energie im Marketing durchscheinen.

Warnsignal 5: Marketing fühlt sich wie ein notwendiges Übel an

Wenn du beim Wort „Marketing“ innerlich die Augen verdrehst und es sich anfühlt wie ein lästiges Übel, das du gezwungenermaßen mitmachen musst, dann ist das ein deutliches Warnsignal. Besonders als Unternehmerin, die ihre Dienste oder Produkte von Herzen anbietet, sollte Marketing keine Qual sein, sondern eine natürliche Verlängerung deiner Mission.

Warum eine negative Einstellung zum Marketing problematisch ist

Diese innere Ablehnung hat oft tiefere Ursachen:

  • Limiting Beliefs rund ums Marketing:
    • „Marketing ist manipulativ“
    • „Selbstvermarktung ist peinlich“
    • „Ich will niemanden belästigen“
    • „Echte Qualität verkauft sich von selbst“
  • Auswirkungen dieser Blockaden:
    • Du kommunizierst zurückhaltend und unsicher
    • Deine Angebote werden unter Wert verkauft
    • Potenzielle Kundinnen spüren dein Unbehagen
    • Deine wertvollen Lösungen erreichen nicht die Menschen, die sie brauchen
  • Energetische Folgen:
    • Marketing wird zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung
    • Du versteckst dich und deine Expertise
    • Die Freude an deinem Business leidet
    • Du erreichst nicht die Impact-Größe, die eigentlich möglich wäre

Lösung: Authentisches Marketing und Mindset-Arbeit

Entwickle ein neues Marketing-Mindset

  • Marketing ist Service:
    • Du hilfst Menschen, deine Lösungen zu finden
    • Du machst wertvolles Wissen zugänglich
    • Du ermöglichst informierte Entscheidungen
  • Reframe deine Marketing-Geschichte:
    • Von „Verkaufen müssen“ zu „Teilen dürfen“
    • Von „Aufdringlich sein“ zu „Sichtbar werden“
    • Von „Manipulation“ zu „authentischer Kommunikation“

Finde deinen authentischen Marketing-Stil

  • Stelle dir diese Fragen:
    • Wie würdest du einer guten Freundin von deinem Angebot erzählen?
    • Was macht dich in deinem Business wirklich glücklich?
    • Welche Erfolgsgeschichten deiner Kundinnen berühren dich am meisten?
  • Übersetze diese natürliche Begeisterung in dein Marketing

Verbinde dich mit deiner Mission

  • Erinnere dich an dein „Warum“:
    • Welches Problem löst du für deine Kundinnen?
    • Wie verändert sich ihr Leben durch deine Arbeit?
    • Was treibt dich wirklich an?
  • Mache diese Mission zum Herzstück deiner Kommunikation

Implementiere herzbasiertes Marketing

  • Kreiere Content aus Verbundenheit:
    • Teile echte Geschichten und Erfahrungen
    • Zeige auch verletzliche Momente
    • Feiere die Erfolge deiner Kundinnen
  • Baue echte Beziehungen auf:
    • Führe bedeutungsvolle Gespräche
    • Höre aktiv zu
    • Schaffe Mehrwert ohne Erwartung

Praxis-Tipp:
Schreibe einen „Liebesbrief an dein Business“. Was liebst du an deiner Arbeit? Welchen Unterschied machst du im Leben deiner Kundinnen? Lies dir diesen Brief vor deinen wichtigsten Marketing-Aktivitäten durch, um dich mit deiner wahren Mission zu verbinden.

Mindset-Boost für 2025:
„Marketing ist die Kunst, die richtigen Menschen zu finden und ihnen zu zeigen, wie du ihr Leben bereichern kannst. Es ist deine Verantwortung, sichtbar zu sein, damit die Menschen, die dich suchen, dich auch finden können.“

Erlaube dir, Marketing als das zu sehen, was es wirklich ist: Eine Brücke zwischen dir und den Menschen, denen du helfen kannst.

Der Weg aus der Überforderung: Dein individueller Marketing-Fahrplan

Nach all den Warnsignalen und Lösungsansätzen ist es nun Zeit, deinen persönlichen Weg zu einem entspannten und erfolgreichen Marketing zu entwickeln. Denn eines ist klar: Es gibt nicht die EINE richtige Marketing-Strategie für alle. Was du brauchst, ist ein maßgeschneiderter Ansatz, der zu dir, deinem Business und deinem Leben passt.

Wie du deinen persönlichen Plan entwickelst

Hier findest du einige Ideen, wie du deinen persönlichen Marketing-Plan entwickeln kannst:

Standortbestimmung und Vision

  • Wo stehst du jetzt?
    • Was funktioniert bereits gut?
    • Was kostet zu viel Energie?
    • Welche Ressourcen hast du?
  • Wo möchtest du hin?
    • Wie sieht dein idealer Marketing-Alltag aus?
    • Welche Ergebnisse strebst du an?
    • Was würde sich leicht und mühelos anfühlen?

Dein individueller Marketing-Mix

  • Wähle deine Kernkanäle:
    • Ein Hauptkanal für tiefgehenden Content
    • Ein bis zwei Support-Kanäle für regelmäßige Präsenz
    • Ein persönlicher Kontaktpunkt (z.B. Newsletter)

Realistische Zeitplanung

  • Erstelle deinen Rhythmus:
    • Wöchentliche Marketing-Routinen
    • Monatliche Content-Planung
    • Quarterly Review und Anpassung
  • Berücksichtige dabei:
    • Deine Energie-Peaks
    • Private Verpflichtungen
    • Saisonale Business-Zyklen

Unterstützungssysteme aufbauen

  • Identifiziere Bereiche für:
    • Delegation
    • Automatisierung
    • Vereinfachung
  • Plane Budget für:
    • Tools und Software
    • Support-Team
    • Weiterbildung

Das „Alles im Griff“ Programm

Wenn du merkst, dass mehrere der beschriebenen Warnsignale auf dich zutreffen, dann habe ich eine noch bessere Lösung für dich: Das „Alles im Griff“ Programm, das am 03.02.2025 startet.

In diesem 6-monatigen intensiven 1:1-Programm entwickelst du deinen individuellen Marketing-Fahrplan, der zu dir und deinem Business passt. Dabei arbeiten wir eng zusammen an:

  • Deiner persönlichen Marketing-Vision und -Strategie
  • Der Auswahl der für dich richtigen Marketing-Kanäle
  • Der Entwicklung einer authentischen Content-Strategie
  • Einem realistischen Zeitplan für die Umsetzung

Das Besondere am Programm:

  • Intensive 1:1 Betreuung über 6 Monate
  • 10 Module mit über 50 Videoeinheiten für flexibles Lernen
  • Regelmäßige Coaching-Calls für individuelles Feedback
  • Kontinuierliche Unterstützung via Slack
  • Zugang zur „Marketing-Zeit“ für gemeinsames Coworking

Es gibt zwei Programmvarianten:

  1. Basic (1.497 €)
    • Alle Grundmodule und Videoeinheiten
    • 1:1 Kickoff-Call (90 Min)
    • 6 Coaching-Calls (je 30 Min)
    • 6 Monate Slack-Support
    • 6 Monate „Marketing-Zeit“ Zugang
  2. VIP (1.797 €)
    • Alles aus dem Basic-Paket
    • 2 zusätzliche 1:1 Calls (je 60 Min)
    • 12 Monate „Marketing-Zeit“ Zugang
    • Verlängerter Slack-Support

👉🏻 Early Bird Bonus bis 08.01.2025: 10% Rabatt auf beide Varianten!

Das Programm ist für dich richtig, wenn:

  • du endlich Struktur in dein Marketing bringen möchtest
  • du einen authentischen Weg suchst, der zu dir passt
  • du bereit bist, aktiv an deinem Marketing-Erfolg zu arbeiten
  • du Unterstützung bei der konkreten Umsetzung suchst

Alles im Griff Ablauf neu

Mit der richtigen Strategie zur Marketing-Meisterin

Marketing muss sich nicht wie ein endloser Kampf anfühlen. Die fünf Warnsignale, die wir in diesem Artikel besprochen haben, sind keine Schwächen – sie sind wertvolle Hinweise darauf, dass es Zeit für Veränderung ist. Zeit, dein Marketing neu zu denken und einen Weg zu finden, der zu dir passt.

Erinnere dich: Du musst nicht auf allen Kanälen präsent sein, nicht jeden Trend mitmachen und schon gar nicht rund um die Uhr erreichbar sein. Was du brauchst, ist ein klarer, strukturierter Ansatz, der:

  • zu deiner Persönlichkeit passt
  • sich in deinen Arbeitsalltag integrieren lässt
  • nachhaltige Ergebnisse bringt
  • sich authentisch und gut anfühlt

Der wichtigste Schritt ist, anzuerkennen, wo du jetzt stehst. Vielleicht erkennst du dich in einem oder mehreren der Warnsignale wieder – das ist völlig in Ordnung. Es bedeutet einfach, dass du bereit bist für den nächsten Schritt in deiner Marketing-Entwicklung.

Ob du dies nun in Eigenregie angehst, dir Unterstützung im „Alles im Griff“ Programm holst oder einen ganz anderen Weg wählst: Das Wichtigste ist, dass du anfängst. Denn jeder noch so kleine Schritt in Richtung strukturiertes, authentisches Marketing bringt dich deinen Business-Zielen näher.

Denk daran: Marketing ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Es geht nicht darum, alles sofort perfekt zu machen, sondern darum, einen nachhaltigen Weg zu finden, der dir und deinem Business gut tut. Mit der richtigen Strategie, authentischer Kommunikation und einem klaren Plan kannst du dein Marketing nicht nur in den Griff bekommen – du kannst es zu deinem wertvollsten Business-Tool machen.

Der erste Schritt ist getan: Du hast die Warnsignale erkannt und weißt jetzt, welche Lösungen es gibt. Jetzt liegt es an dir, ins Handeln zu kommen und dein Marketing-Potenzial voll zu entfalten.

Tipps zur Website-Erstellung von Technikelfe Sara Menzel-Berger

Tipps zur Website-Erstellung von Technikelfe Sara Menzel-Berger

Einleitung

Sara Menzel-Berger, bekannt als die „Technikelfe“, ist zu Gast im Podcast „ALLES IM GRIFF im Online-Marketing“. Ich stelle sie als hervorragende Erklärerin vor, die komplexe technische Sachverhalte im Zusammenhang mit WordPress, Thrive, Divi, Plugins und Co. so erklären kann, dass auch nicht so technikaffine Menschen das gut begreifen können.

Dies ist die Zusammenfassung meines Interviews mit Sara, welches du als Episode 108 in meinem Podcast ALLES IM GRIFF im Online-Marketing anhören kannst.

Podcast-Episode #108: Technikelfe Sara Menzel-Berger – Darauf solltest du bei deiner Website achten

Saras Werdegang

Silke: Sara, du warst ja nicht immer die Technikelfe. Was hast du vorher gemacht und wie bist du zur Technik gekommen?

Sara: Ursprünglich bin ich Kindergartenpädagogin. Ich habe mit 0-3-Jährigen in der Krippe gearbeitet. Mit 14 stand ich vor der Entscheidung zwischen Technik und Kindergartenpädagogik. Meine Mutter meinte damals, ich solle in die Kindergartenpädagogik gehen, um meine soziale Ader nicht zu verlieren.

Diese Ausbildung war eine supergute Grundlage, um Dinge zu erklären und Menschen zu verstehen. Das war besonders hilfreich, da ich in das Autistenspektrum falle und manches Verhalten von Menschen für mich unverständlich ist.

In der Krippe haben wir oft physikalische Prozesse für die Jüngsten aufgedröselt, aufgezeichnet und gebastelt. Diese Fähigkeit, Prozesse zu zerlegen, hilft mir jetzt immens in der Technik.

Später fühlte ich mich unterfordert und startete nebenher ein Business im Kreativbereich. Ich gab Kreativkurse für Erwachsene mit Themen wie Buchbinden, Betonschalen gießen und Schmuck herstellen. Das präsentierte ich online auf einer Website und wollte irgendwann auch einen Online-Kurs anbieten. So kam ich zur Webseiten-Erstellung.

Das Problem war nur, ich habe mir einfach nicht vor die Tür getraut mit einem Produkt.

Irgendwann hatte ich einen Mitgliederbereich mit ungefähr 7000 Leuten. Das Problem war, ich traute mich damals nicht, mich zu verkaufen. Als ich es dann versuchte, kassierte ich einen Shitstorm. Mein E-Mail-Postfach war voll mit negativen Meldungen.

Interview auf YouTube anschauen

Der Weg zur Technikelfe

Sara: Einige Leute kamen auf mich zu und sagten, sie wollten auch so eine coole Website wie ich. Obwohl ich keine formale Ausbildung hatte, waren sie hartnäckig. So bin ich in die Webseiten-Erstellung reingerutscht. Nach und nach hatte ich durch Weiterempfehlungen immer mehr Kunden.

Mittlerweile habe ich ein Team und biete auch eine Fortbildung an, wo Leute das lernen können, was ich in den letzten Jahren an Wissen angesammelt habe. Mein Team baut jetzt auch Websites und stellt Verkaufsprozesse auf die Füße, mit Digistore24, Copecard, Mitgliederbereiche und so weiter.

Silke: In welchem Zeitraum hat sich das so entwickelt?

Sara: Das Ganze begann 2012 mit meinem ersten Kreativkurs und meiner ersten Website. Ab 2016 startete ich im Online-Business und 2018 ging ich als Technikelfe an den Start.

Die Entstehung des Technikelfen-Tribes

Sara: 2021 wollte ich einen Online-Kurs launchen, aber die Verkäufe waren nicht wie erhofft. Die Leute in der Challenge fragten, warum ich nicht etwas anbiete, wo ich einfach Fragen beantworte. So entstand der Technikelfen-Tribe als Betaprogramm.

Es hat sich seitdem immer weiterentwickelt. Wir haben zum Beispiel eine offene Technikstunde eingeführt, wo wir wirklich an den Websites arbeiten, nicht nur Fragen in einem Channel oder einer Facebook-Gruppe beantworten.

Häufige technische Herausforderungen im Online-Business

Silke: Womit tun sich die Menschen, mit denen du zusammenarbeitest, denn schwer? Was sind so die Hauptthemen, auf die du immer wieder triffst?

Sara: Ein Hauptpunkt ist, Prozesse und Abläufe zu verstehen. Zum Beispiel wenn Leute einen Zahlungsanbieter anknüpfen oder die E-Mail-Liste mit der Website verknüpfen wollen. Da ist oft das Problem, den Prozess zu verstehen und alles in der richtigen Reihenfolge zu schalten, damit am Schluss die Leute wirklich dort ankommen, wo sie sollen – auf der richtigen Liste, mit dem richtigen Tag oder im richtigen Mitgliederbereich.

Ein zweites Thema ist, dass manchmal Know-how fehlt. Die Leute wissen nicht, welche technischen Möglichkeiten sie überhaupt haben. Oft kommen sie mit zwei Tools und fragen, welches besser ist. Ich frage dann immer zurück: „Was möchtest du denn damit tun?“

Der dritte Punkt sind tatsächliche Fehler, die auftreten. Zum Beispiel wenn Tools nicht funktionieren oder nach einem Update etwas spinnt. Da gehen wir dann in die Fehleranalyse und schauen, welche Schritte wir gemeinsam gehen können.

Tipps für den Aufbau einer Website

Silke: Was würdest du sagen, wenn ich jetzt sage, ich möchte gerne entweder meine erste Website haben oder eine neue Website haben, was ist wirklich wichtig, worauf ich achten sollte oder wie sollte ich am besten vorgehen?

Sara: Was ich sehr wichtig finde, ist, dass du dich in die Rolle deiner Interessenten versetzt.

Es passiert nämlich ganz häufig, dass Websites aus Expertensicht geschrieben und gebaut werden.

Man begrüßt dann mit einem „Herzlich Willkommen“ und verschenkt da unglaublich viel Potenzial. Oft wird man dann über Google für Schlagwörter gefunden, über die sich die Mitbewerber freuen, weil man so coole Erklärungsmodelle hat, aber in Fachsprache schreibt.

Ich würde empfehlen, wirklich Zielgruppenrecherche zu machen und zu schauen, was die Leute brauchen und wollen. Dann auf jeden Fall mit der Zielgruppe die Website ein bisschen zu entwickeln, nämlich Feedback zu fragen. Nicht nur Family, Friends oder die Mastermind-Partner fragen, sondern wirklich die Zielgruppe.

Auch wichtig ist, dass die Website nicht nur schön, sondern auch funktional ist. Man sollte sich überlegen, in welcher Art und Weise man mit den Kunden in Kontakt kommen möchte und vor allem, welches Ziel die Website hat. Geht es darum, Leads zu sammeln oder möglichst viele Erstgespräche zu generieren? Je nachdem sollte der Aufbau der Website dazu passen.

Sara’s Ansatz zur Tool-Auswahl und -Bewertung

Sara: Ich habe eine innere Checkliste entwickelt. Das Erste, was ich mache, ist in den Handbüchern mehr oder weniger Volltextsuche zu machen. Ich schaue in die Hilfedateien und Bibliotheken der Tools. Wenn ich ein bestimmtes Schlagwort dort nicht finde, ist das schon ein Hinweis.

Wenn ich es dort nicht finde, dann teste ich den Support. Ich achte auf drei Merkmale: Antwortet der Support überhaupt? Wenn ja, in welcher Zeit? In welcher Sprache? Und kriege ich eine hilfreiche Antwort? Das ist für mich ein Qualitätsmerkmal eines Tools.

Bei der Auswahl eines Tools, besonders bei wichtiger Infrastruktur wie E-Mail-Tools, rate ich zu Vorsicht bei ganz neuen Anbietern, besonders wenn man schon ein etabliertes Business hat. Es kommt auch darauf an, in welchem Business-Zustand man sich befindet. Wenn man am Anfang ist und die ersten 100 Newsletter-Abonnenten hat, tut man sich leichter, die Liste umzuziehen und ein Formular auf der Website auszutauschen.

Wichtigkeit von Datensicherungen

Sara: Auf alle Fälle würde ich immer empfehlen, von E-Mail-Listen Sicherungen zu machen. Regelmäßig bedeutet nicht einmal im Jahr. Gewöhnt euch an, das wöchentlich zu machen.

Die Daten in eurem Online-Business sind euer Handwerkszeug.

Es bringt euch nichts, eine E-Mail-Liste aufzubauen, die dann vielleicht vom E-Mail-Tool gesperrt wird. Oder wenn jemand anderes E-Mails für euch verschickt und plötzlich ist die Liste nicht mehr da. Solche Sachen können passieren, sind meistens Unfälle, aber man sollte sich gegen Datenverlust auf alle Fälle mit Backups absichern.

Der Webseiten-Sprint

Silke: Ich habe gesehen, dass du Ende des Monats ein kostenfreies Angebot hast. Magst du kurz was dazu erzählen?

Sara: Ja, der Webseiten-Sprint ist eine meiner Challenge-Wochen, die für 0 Euro angeboten werden. Leute können mich kennenlernen und bekommen täglich kleine Häppchen, die sie auf der Website umsetzen können. Es gibt fünf To-Dos, die man am Ende der Woche erledigt hat, und dazwischen zwei Fragestunden, wo man wirklich Technikprobleme lösen kann.

Hier kannst du dich für Saras Webseiten-Sprint anmelden: Zum Webseiten-Sprint

This and That

Zum Abschluss des Interviews spiele ich mit Sara ein kurzes „This and That“-Spiel. Hier sind Saras spontane Antworten:

  1. Kaffee oder Tee? – Tee
  2. Meer oder Berge? – Meer (aber es war eine schwere Entscheidung)
  3. Blog oder Podcast? – Blog
  4. Instagram oder LinkedIn? – Instagram
  5. Apple oder Windows? – Windows (eigentlich Linux, aber wenn sie zwischen den beiden wählen muss, dann Windows)
  6. Nutella-Brot mit oder ohne Butter? – Immer mit Butter. „Butter ist ein Geschmacksträger, Leute.“

Saras abschließender Kommentar: „Wenn schon, alles inklusive.“

Danke an Sara Menzel-Berger für das interessante Gespräch! Ich kann allen, die Unterstützung bei ihrer Website brauchen, empfehlen, sich an Sara und ihr Team zu wenden.

11 kuriose Gründe, warum Menschen sofort deine Website verlassen

11 kuriose Gründe, warum Menschen sofort deine Website verlassen

Du hast eine großartige Website erstellt, aber die Besucher verschwinden so schnell, dass es sich anfühlt, als würden sie vor etwas flüchten. Wie eine Katze vor einem laufenden Staubsauger. Keine Sorge, ich habe 11 amüsante Gründe dafür gefunden, warum das passieren könnte. Kennst du diese Website-Fehler auch?

Podcast-Episode #068: Die Menschen flüchten von deiner Website – die 11 häufigsten Gründe

1. Deine Website lädt langsamer als ein Faultier im Schneckentempo

Kennst du den Film “Zoomania”? Mit der Szene, als der kleine Sheriff Judy Hopps eine Auskunft zu einem Autokennzeichen benötigt und der entsprechende Sachbearbeiter Flash ein Faultier ist? Großartig!

Wenn aber deine Website länger lädt als ein Faultier braucht, um einen Marathon zu laufen, dann ist das ein Grund zur Sorge. Besucher haben keine Geduld, um auf eine langsame Website zu warten. 

Mach sie schneller, und du wirst sehen, wie die Besucher stehen bleiben – vielleicht sogar schneller als das Faultier rennen könnte!

2. Sofort ploppt ein nerviges Pop-up-Fenster auf, als ob es eine Überraschungsparty gibt

Bäm! Tröröööö! Nein, eher nicht. 

Pop-up-Fenster sind wie ungebetene Partygäste. 

Niemand mag es, wenn sie plötzlich auftauchen und mit Konfetti um sich werfen. 

Lass deine Besucher in Ruhe stöbern, bevor du die Konfetti-Kanone abfeuerst.

3. Dein Angebot ist verwirrender als eine Kiste voller Puzzle-Teile ohne Anleitung

Hast du schon mal versucht, ein Puzzle ohne das fertige Bild zu lösen? Das geht vielleicht bei 16-Teile-Puzzlen, aber ab dann wird es lustig. 

Wenn es länger als ein Augenzwinkern dauert, um zu verstehen, was du auf deiner Website anbietest, dann verschwinden die Besucher schneller, als du „Rätsel gelöst!“ sagen kannst.

Vermeide diesen Website-Fehler und halte es einfach und verständlich.

Website-Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest, wenn dich interessiert, was deine Besucher denken

4. Deine Navigation ist so kompliziert, dass es an Schatzsuche erinnert

Wo finde ich was? Wo war noch? Wie komme ich jetzt zu dem, was ich suche?

Deine Website sollte keine Schatzsuche sein, bei der die Besucher nach dem X auf der Karte suchen müssen. 

Überlege auch mal, ob du bei der Navigation lieber nicht von deinen spannenden Kurs- und Angebotsnamen ausgehst (die deine potenziellen Kunden ja nicht unbedingt kennen) sondern vom Bedürfnis, Schmerz oder der Wunschlösung.

Mach die Navigation einfach, damit sie nicht im virtuellen Dschungel verloren gehen.

5. Alle Texte sind vollgepackt mit Fachbegriffen, als ob du ein Geheimagent wärst

Fachbegriffe sind wie Geheimsprachen, die nur du verstehst. Gibt es einen Grund, warum du eine Geheimsprache verwendest? Falls nicht, dann tu es auch nicht.

Verwende klare und einfache Sprache, damit deine Besucher nicht das Gefühl haben, dass sie Mitglied einer geheimen Gesellschaft werden müssen.

6. Du schreibst Sätze, die länger sind als die Schlange vor dem Kuchentresen 

Ich liebe Käsekuchen. Mit oder ohne Rosinen. Dafür stelle ich mich auch gerne mal an einer Kuchentheke an. Das ergibt aber nur für Käsekuchen Sinn, nicht bei der Länge von Sätzen.

Lange, verschachtelte Sätze sind wie endlose Warteschlangen. 

Halte deine Sätze kurz und knackig – so wie die Wartezeit auf den Kuchen!

7. Unruhiges, unübersichtliches Design, als ob ein Tornado durch dein Büro gewütet wäre 

Auch wenn Menschen immer wieder behaupten, dass hinter Chaos ein Genie steckt. Ich glaube da nicht richtig dran. 

Wenn deine Website aussieht, als hätte ein Tornado darin gewütet, dann fühlen sich Besucher wie in einem Wirbelsturm gefangen. 

Und auch, wenn ich noch nie in einem Wirbelsturm gefangen war – ich stelle es mir nicht sonderlich angenehm vor. Also weg da. 

Ein übersichtliches Design ist der Schlüssel – lass es nicht aussehen wie Chaos im Chaos.

8. Deine Website klingt mehr wie eine Geisterbahn mit schaurigen Soundeffekten

Ich weiß nicht, ob du das auch so verwirrend findest wie ich. Soundeffekte auf Website, deren URL nicht YouTube heißen, finde ich eher ungewöhnlich. 

Schrille oder gruselige Soundeffekte auf deiner Website können Besucher abschrecken. 

Sie wollen keine Geisterbahn erleben, sondern einfach Informationen finden.

9. Du benutzt so viele Popkultur-Referenzen, dass es den Eindruck erweckt, deine Website sei aus der Zukunft gereist

Es ist großartig, Popkultur zu lieben, aber wenn deine Website so viele Referenzen enthält, dass sie Besucher in der Zeit zurückreisen lässt, dann solltest du etwas aufräumen.

Es ist wie mit Bewertungen von 1996. Hältst du die für aussagekräftig? Ich glaube nicht. 

10. Deine Website ist so bunt wie ein Regenbogen nach einem Konfetti-Unfall

Konfetti ist eine super Sache. Auf Kindergeburtstagen. Und solange es nicht nass wird. 

Ein Farbenrausch auf deiner Website kann Besucher blenden. 

Halte das Farbschema einfach und ansprechend, damit sie nicht das Gefühl haben, auf einem Regenbogen zu landen.

Und beachte: Was dir gefällt, muss nicht automatisch zu dir passen und deine Selbständigkeit bzw. dein Unternehmen repräsentieren. Just saying. 

11. Dein Website-Text ist voller Schreibfehler und wirkt, als ob ihn ein Papagei getippt hätte

Schreibfehler können lustig sein, aber nicht, wenn sie deine Seriosität in Frage stellen.

Korrekturlesen ist der Schlüssel, um zu verhindern, dass deine Website aussieht, als hätte ein Papagei sie getippt.

Und übrigens: In Zeiten von Online-Tools, die während des Schreibens von Texten schon die Autokorrektur anwerfen, brauchen keine vor Fehler triefenden Texte mehr das Licht der Welt erblicken. 

Extra-Tipp:

In meinem ‚Alles im Griff‘ Programm zeige ich dir, wie du deine Website optimieren kannst, um Besucher anzulocken, anstatt sie zu vergraulen. 

Gleichzeitig helfe ich dir, Marketing-Strategien zu entwickeln, die deine Zielgruppe ansprechen. 

Denn das Ziel ist es, eine Website zu haben, die Besucher nicht schneller verlassen als eine Katze vor einem Staubsauger. 

Mehr Informationen findest du hier auf meiner Website – ohne Konfetti und Pop-up-Party, versprochen!

Fazit

Lustig sein und gleichzeitig eine großartige Website haben ist möglich. Vermeide diese kuriosen Fehler, und du wirst sehen, wie deine Besucher bleiben und sich nicht vor deiner Website fürchten. Und vergiss nicht, dein Espresso sollte schneller sein als deine Website! 🚀✨“

Online-Adventskalender für Selbständige und Unternehmerinnen – Erfolgspfad zur festlichen Online-Präsenz oder sinnfrei?

Online-Adventskalender für Selbständige und Unternehmerinnen – Erfolgspfad zur festlichen Online-Präsenz oder sinnfrei?

Die Vorweihnachtszeit steht vor der Tür, und das bedeutet nicht nur gemütliche Abende mit heißem Kakao, sondern auch einen gefühlten Überfluss an Online-Adventskalendern, die wie Weihnachtsbäume aus dem Boden schießen. Wie sieht es denn eigentlich aus? Sind Online-Adventskalender tatsächlich eine großartige Gelegenheit, deine Online-Präsenz aufzupeppen oder sind sie nur viel Arbeit und ansonsten sinnfrei?

In diesem Artikel werde ich dir alles Wichtige über Online-Adventskalender für Selbständige und Unternehmerinnen erklären. Wir werden uns die Vor- und Nachteile ansehen, überlegen, ob du ihn kostenlos oder als Bezahlangebot anbieten solltest, und ich werde dir meine persönlichen Gründe für die Erstellung meines eigenen Online-Marketing-Adventskalenders mitteilen.

Podcast-Episode #065: Deshalb biete ich einen Online-Adventskalender an

Was ist ein Online-Adventskalender?

Bevor wir in die Details eintauchen, lass uns klären, was ein Online-Adventskalender eigentlich ist. Stell ihn dir wie einen traditionellen Adventskalender vor, nur digital. An jedem Tag im Dezember öffnet sich ein Türchen, hinter dem sich für deine Zielgruppe wertvolle Inhalte verbergen. Das können Tipps, Angebote, Gutscheine oder informative Videos sein.

Der Adventskalender ist theoretisch zu allen Themen möglich, kann kostenfrei oder als Bezahlangebot angeboten werden und wird oftmals als sogenannter Lead-Magnet (ähnlich wie ein Freebie bzw. anderes kostenloses Angebot) genutzt. 

Adventskalender 24 Online-Marketing-Tipps Silke Schönweger

Vor- und Nachteile eines Online-Adventskalenders

Wie bei den meisten Dingen im Leben hat auch ein Online-Adventskalender seine Vor- und Nachteile. Lass uns einen kurzen Blick darauf werfen:

Vorteile eines Online-Adventskalenders

Du hast 24 Möglichkeiten, deine Expertise zu zeigen. Du hast mit einem Online-Adventskalender die Möglichkeit, mit vielen kleinen Ausschnitten deines Könnens und deines Wissens aufzuwarten und deine Expertise zu zeigen. 

Es gibt 24 Möglichkeiten für Überraschungen und Interaktion. Deine Kunden werden tagtäglich auf deine Website oder deine Social-Media-Profile kommen, um das nächste Türchen zu öffnen und sich ihre Überraschung abzuholen. 

Der Online-Adventskalender bietet 24 Möglichkeiten zur Kundengewinnung und -bindung, denn du kannst neue Kunden gewinnen und bestehende Kunden enger an dich binden. 

Außerdem kannst du mit den 24 Türchen und gezielten Angeboten in deinem Kalender deine Umsätze steigern.  

Nachteile eines Online-Adventskalenders

Ein Nachteil des Online-Adventskalenders ist der Zeitaufwand, denn die Planung und Umsetzung des Kalenders erfordert zusätzliche Zeit und Ressourcen. 

Außerdem musst du den Adventskalender natürlich rechtzeitig bewerben, damit die Menschen sich dafür anmelden können bzw. auf dein Angebot überhaupt aufmerksam werden. Dies kann, vor allem wenn du ein bisschen spät dran bist, schwierig sein, denn in der Vorweihnachtszeit gibt es viele Online-Adventskalender und du musst dich irgendwie abheben. 

Gegebenenfalls brauchst du zusätzliche finanzielle Ressourcen, wenn du z.B. Unterstützung bei der technischen Umsetzung brauchst oder du über deinen Adventskalender weitere kostenfrei Angebote oder Rabatte auf bestehende Produkte und Angebote anbieten möchtest. Diese Budgetbelastung solltest du im Auge behalten. 

Kostenlos oder kostenpflichtig?

Eine Frage, die sich rund um den Online-Adventskalender auch immer stellt, ist die, ob du deinen Adventskalender kostenfrei anbieten oder als Bezahlangebot vermarkten solltest?

Die kostenfreie Variante fungiert quasi wie ein Freebie, also ein normales Angebot für 0,00 € und ist in der Regel ein toller Lead-Magnet. Wer möchte sich nicht für 0,00 € so viele Tipps, Tricks und Impulse sichern. 

Je nach Kundenstamm und potenziellen Interessenten kann es aber auch eine gute Möglichkeit sein, dein Angebot nicht kostenfrei, sondern als kostenpflichtige Variante anzubieten, z.B. für 19,90 € oder 24,90 €. So kannst du ein zusätzliches Tiny Offer, also günstiges Angebot, auf den Markt bringen. 

Die Antwort hängt von deinen Zielen und Ressourcen ab. Wenn du neue Kunden gewinnen möchtest, könnte ein kostenloser Kalender eine gute Option sein. Aber wenn du bereits eine treue Fangemeinde hast und zusätzliche Einnahmen generieren möchtest, könnte die kostenpflichtige Variante attraktiver sein.

Die technische Umsetzung

Für die technische Umsetzung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Entscheidung für die jeweilige Möglichkeit ist zum einen abhängig von deinen technischen Fähigkeiten und natürlich auch von deinem gewünschten zeitlichen Einsatz. 

Die einfachste Möglichkeit ist es, einen Adventskalender auf Social Media Kanälen, z.B. Instagram, zu teilen. Hierfür machst du einfach 24 vorweihnachtliche Grafiken und teilst den Inhalt der Türchen in der Caption, also im Post selber. Der Vorteil ist die einfache Umsetzung, der Nachteil, dass du so keine E-Mail-Adresse einsammeln kannst und die Menschen auf einer Fremdplattform bleiben. 

Eine weitere Möglichkeit ist es, über deinen E-Mail-Anbieter jeden Tag eine E-Mail mit einem Tipp, Trick oder Impuls an deine E-Mail-Community zu versenden. Hier fungieren die einzelnen E-Mails als Türchen und du kannst diese Nachrichten entsprechend für die Vorweihnachtstage vorbereiten und einplanen. Diese Variante ist ebenfalls leicht umsetzbar, wenn auch vielleicht nicht ganz so charmant oder aufregend. 

Die dritte Möglichkeit ist, ein WordPress-Plugin für deinen Adventskalender zu nutzen. Hier bieten sich verschiedene Plugins an, ich selbst nutze in diesem Jahr „SantaPress“, welches mir die Technikelfe Sara Menzel-Berger empfohlen hat. Dieses Plugin ist nicht kostenfrei erhältlich, dafür nimmt es mir jede Menge Arbeit ab, da schon alle Türchen voreingestellt sind als Beiträge, die ich einfach nur noch ausfüllen brauche. Ich kann aus acht verschiedenen Designs auswählen und es ist intuitiv nutzbar. Den Zugang zur Adventskalender-Seite gibt es per E-Mail, d.h. die Menschen müssen sich ganz normal via OptIn für den Adventskalender anmelden. 

Es gibt acht verschiedene Möglichkeiten, den Online-Adventskalender optisch zu gestalten
Layout-Möglichkeiten für den Online-Adventskalender beim WordPress-Plugin „SantaPress“

Theoretisch kannst du in der vierten Möglichkeit den Adventskalender auch in Form eines zusätzlichen Blogs auf deiner Website abbilden. Diese Variante habe ich im letzten Jahr für meine Kundin Online Hundetrainerin Claudia Pauliks umgesetzt. Dabei haben wir die Türchen in Form von Blogbeiträgen erstellt und den Blog selbst passwortgeschützt. So konnten nur Personen, die sich zum Online-Hunde-Adventskalender angemeldet habe, auf die einzelnen Türchen zugreifen.

Zuletzt gibt es noch die Profi-Variante: Hier bildest du deinen Online-Adventskalender auf einer Kursplattform, z.B. mit Thrive Apprentice ab. Das erfordert schon mehr technisches Können oder jedenfalls Hilfe bei der Umsetzung. Der Online-Adventskalender ist dann wie ein Onlinekurs gestaltet und du kannst z.B. per drip-in-Funktion jeden Tag automatisiert ein Türchen freischalten. Diese Variante habe ich vor drei Jahren für meinen Pinterest-Adventskalender genutzt, in diesem Jahr war sie mir zu aufwendig und ich wollte etwas Neues ausprobieren. 

Meine persönlichen Gründe für einen Online-Adventskalender

Warum habe ich meinen eigenen Online-Marketing-Adventskalender erstellt?

Ganz einfach: Es ist eine großartige Möglichkeit, meine Expertise zu teilen, neue Kontakte zu knüpfen und meine Dienstleistungen zu bewerben.

Außerdem liebe ich die festliche Stimmung in der Vorweihnachtszeit und wollte sie mit meiner Community teilen.

Und nicht zuletzt war auch die liebe Sara Menzel-Berger schuld, denn für ihr Angebot „1, 2, 3 – wir elfen unseren Adventskalender herbei“ durfte ich einen Bonus beisteuern, wie man seinen Adventskalender bestmöglich vermarkten kann. 

Wie bereits erwähnt, nutze ich in diesem Jahr ein WordPress-Plugin für meinen Adventskalender und ich freue mich sehr darauf, 24 tolle und hilfreiche Tipps, Tricks und Impulse rund um das Online-Marketing teilen zu dürfen. Kostenfrei. Jedenfalls in diesem Jahr noch 🙂

Fazit

Die Erstellung eines Online-Adventskalenders kann eine clevere Strategie für Selbständige und Unternehmerinnen sein.

Überlege dir aber zunächst, ob es (gerade) zu deinem Business passt und welche Ziele du damit verfolgst.

Zudem solltest du kritisch betrachten, ob du gerade die zeitlichen Kapazitäten hast, einen Online-Adventskalender inklusive Inhalten, zusätzlichen Angeboten und Vermarktung auf die Beine zu stellen.

Wenn du dich dafür entscheidest, dann solltest du aber – egal, ob kostenlos oder kostenpflichtig – alles daran setzen, deine Zielgruppe zu begeistern und in festlicher Stimmung zu versetzen. Die Vorweihnachtszeit ist die perfekte Zeit, um deine Marke zu stärken und deine Kunden glücklich zu machen.

Inspiriere und begeistere!

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