Der 16.04.2020: Ein ganz normaler Tag in meinem Leben

Der 16.04.2020: Ein ganz normaler Tag in meinem Leben

Das Thema der Woche 5 von Quarantexte (powered by Judith –Sympatexter– Peters): Dokumentiere einen Tag in deinem Leben!

Mein erster Gedanke: Who cares?

Mein zweiter Gedanke: „Mein Blog, meine Blogartikel“ oder auch „Meine Party, meine Mucke“. Hier kommt also der 16.04.2020 -ein ganz normaler Tag zu Zeiten von Corona (und vielleicht auch danach?!)- in Bildern:

Unabhängig vom gerade kursierenden Coronavirus bin ich jetzt schon seit einer ganzen Weile eine Frühaufsteherin: Im Normalfall beginnt mein Tag um 4:00 Uhr in der Früh. Dann „erledige“ ich meine Morgenroutine (welche das ist, kannst du hier nachlesen) und dann gehts ab an die Arbeit.

Erfreulicherweise gehören zu meinem Arbeitssetup (welches gleichzeitig das Zocker-Setup meines Mannes ist) zwei Bildschirme. Die hatte ich auch schon während meiner Arbeit beim Deutschen Patent- und Markenamt und ich finde sie so unglaublich praktisch. Auf dem einen (hier spiegelverkehrt) läuft Podcast und auf dem anderen die Arbeit. I like it!

Emma ist ein richtiger kleiner Wirbelwind – nach getaner Arbeit, also so gegen 14:00 Uhr sind wir ab in den Garten. Dort ist sie Laufrad gefahren, wir haben Ball gespielt, sie hat mit Wasser „gepluttert“, den Zaun mit Kreide bemalt, ihre eigenen Pflanzen gegossen und gefühlt 101292923 Fragen gestellt laughing

Es ist eine wunderschöne Jahreszeit – wie dankbar ich dafür bin, dass wir so viel Zeit draußen im Garten verbringen können! Ich halte dieses Jahr viel mehr Natur auf dem Handy fest, als in den vergangenen Jahren. Und auch gestern habe ich wieder Emmas Mandelbaum (ein Geschenk ihres Vaters zu ihrer Geburt) und unsere Kiwi fest. Mit dem blauen Himmel als Hintergrund macht sich das noch mal richtig gut!

Die Südtiroler gelten ja als gastfreundliches Völkchen. Bei uns gilt das tatsächlich nicht nur für menschliche Gäste, weshalb der Opa gestern sowohl das Vogelhäuschen erneuert als auch ein Schmetterlingshaus gebaut hat. Alles natürlich mit unserer -also vor allem Emmas- tatkräftiger Hilfe. Sind doch ganz schön geworden oder? Inzwischen haben wir auf dem Grundstück 4 Vogelhäuser, ein Insektenhotel und das Schmetterlingshaus. Herzlich Willkommen!

Hier hat bis gestern noch ein großer Wasserbehälter gestanden. Da wir den aber nicht mehr benötigen, haben wir endlich einen schönen Platz für einen *pssssssssst das ist eine Überraschung für Emma* Hasenstall!

So, es kann ja nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen sein *hihi* – deshalb wurde ich mit einem immer schlimmer werdenden Heuschnupfen „gesegnet“. Dieses Jahr hat es mich ganz besonders erwischt, ich reagiere extrem auf Birke und Haselnuss und hier blüht wirklich alles gerade gleichzeitig. Da ich versuche, mit möglichst wenig Medikamenten auszukommen, nutze ich die Kraft der Natur und inhaliere fleißig. Das hilft mir tatsächlich sehr gut. Außerdem noch Nasendusche und jeden Abend duschen gehen.

Viele Online-Veranstaltungen finden auch abends statt, so dass ich ein- bis zweimal die Woche abends noch im Zoom bin, um mich mit anderen Selbstständigen auszutauschen bzw. mich weiterzubilden. So auch gestern, wo ich zuerst an einem MeetUp vom ShePreneur Insider Club und danach noch an einem Q&A im Rahmen meiner Pinterest-Weiterbildung teilgenommen habe. Ich finde so etwas aber eigentlich immer recht gemütlich und wenn es nicht zu lange dauert, so wie gestern, dann kann ich Emma sogar noch selbst ins Bett bringen.

Gestern bin ich direkt mit Emma eingeschlafen – so kann es manchmal gehen. Ist aber nicht schlimm, so komme ich wenigstens zu ein bisschen Schlaf!

Jetzt hast du einen kleinen Einblick bekommen, wie ein Tag bei mir so aussehen kann. Ich freue mich, wenn du mir erzählst, wie sich ein Tag bei dir gestaltet – gerne auch bei einem gemütlichen Kaffee oder Tee im Zoom. Buche doch einfach ein unverbindliches Erstgespräch und wir schnacken eine Runde miteinander.

 

Bis dahin von Herzen alles Gute

 

Silke

Meine 6 persönlichen Lichtblicke während des Lockdowns: die guten Seiten von Corona

Meine 6 persönlichen Lichtblicke während des Lockdowns: die guten Seiten von Corona

Ich gebe zu, auf den ersten Blick kann man dieser Pandemie nicht viel Gutes abgewinnen: Wir haben seit fast fünf Wochen Ausgangssperre (was in der Zeit bei uns passiert ist, kannst du in meinem Monatsrückblick März 2020 nachlesen) und verlassen unser Grundstück nur in Ausnahmefällen. Dafür braucht es sogar eine Eigenerklärung, die man in solchen Fällen bei sich führen muss. Hier siehst du, wie so eine Eigenerklärung aussieht.

Corona hat aber durchaus auch positive Aspekte. Welche 6 Lichtblicke es jetzt zu Zeiten des Lockdowns für mich ergibt, erfährst du hier in meinem Blogartikel.

Lichtblick #1: Geregelte Arbeitszeiten

So kurios das klingt: Aber gerade in einem Bereich, wo jetzt viele ihre größten Organisationsprobleme haben, nämlich der Zeiten und Möglichkeiten konzentriert und fokussiert zu arbeiten, läuft es bei mir ausgesprochen gut. Mein Mann arbeitet auch daheim und wir haben am Anfang direkt ausgemacht, dass unsere Tochter vormittags bei Oma und Opa ist und wir bis 13:00 oder 14:00 Uhr in Ruhe arbeiten können. Absoluter Luxus – ich weiß!

Vor Corona habe ich die Kleine viel öfter bei mir gehabt und gemerkt, wie schwierig es ist, Business und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen – jedenfalls wenn man nicht ständig „Kindermädchen Peppa“ nutzen möchte.

Diese neue Situation und die klare Absprache, erleichtern mir das Arbeiten sehr. Dies ist auch etwas, was ich gerne für die „Zeit danach“ mitnehmen möchte.

Klare Absprachen, bei denen man nicht jeden Tag neu fragen muss, ob Oma und Opa die Kleine nehmen möchten. Es muss ja nicht jeden Tag sein – aber eine feste Absprache, nach der sich alle richten (können) ist schon super!

 

Lichtblick #2: Der Vorteil des Online-Business

Ich bin noch nicht allzu lange selbständig und natürlich hat man auch ab und zu Zweifel, ob man den richtigen Weg eingeschlagen hat und man das richtige für sich und seine Familie tut. Mir macht aber mein Business unglaublich viel Spaß und ich bemerke in dieser Krise auch eine tiefe Dankbarkeit dafür, dass ich mich für ein Online-Business und nicht für eine erneute Anstellung entschieden habe.

Die Tatsache, dass ich meine Arbeit komplett online ausführen kann, erleichtert unser Familienleben gerade in der jetzigen Zeit in zahlreichen Punkten, unter anderem bei Kinderbetreuung, Zeitmanagement und Flexibilität total. Außerdem arbeite ich mit Kundinnen zusammen, die ebenfalls mit Kund*innen online zusammenarbeiten, so dass sie auch in dieser Krise keine größeren Umsatzausfälle haben. Ich habe daher bisher noch keine finanziellen Einbußen durch die Krise. Wahrscheinlich wäre das bei einem normalen Angestelltenverhältnis anders.

Das gibt mir das Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben – ein gutes Gefühl, dass mich oft über (seltene aber doch manchmal vorhandene) Zweifel hinwegträgt.

Lichtblick #3: So viel Zeit im Garten

Wir haben noch nie, nie, nie so viel Zeit im Garten verbracht und ihn so zu schätzen gewusst. Auch letzten Sommer haben wir dank Kleinkind und Mini-Pool viele Stunden draußen im Garten verbracht, aber jetzt sind wir tatsächlich jeden Tag ab Mittag unten vor dem Haus – oder wie man hier in Südtirol sagt „unterm Haus“.  

Ausreden zählen da nicht und werden auch überhaupt nicht oder zumindest viel seltener vorgetragen: Wir sind froh, die Möglichkeit zu haben, in den Garten zu gehen, Sonne zu tanken, uns zu bewegen. Keiner von uns kommt auf die Idee, ein „das passt mir gerade nicht“, „keine Lust“ oder „später“ einzuwerfen.

 Also verbringen wir den Nachmittag damit, im Sandkasten, Fußball oder „Fangulus“ (also Fangen) zu spielen und das tut auch uns Erwachsenen sehr gut. Mein Mann und mein Schwiegervater nutzen die Hanteln, ein bisschen zu trainieren und ich jage den halben Nachmittag hinter unserer Kleinen hinterher, die Laufrad fährt und gefangen werden möchte. Wir haben uns noch nie im März schon so viel Zeit im Garten gegönnt. Und heute wird das erste Mal der Grill angeworfen! Wir haben es gut hier!

Lichtblick #4: Mehr Me-Time

Wow…24/7 aufeinander hocken macht es nicht unbedingt einfacher… Gerade ich, die ich normalerweise morgens meinen Morning-Walk, einen ausgedehnten Spaziergang draußen, gemacht habe, tue mich schwer mit der Ausgangssperre.

Und jetzt sieht man Mann und Kind auch noch fast den ganzen Tag… naja nicht ganz, denn von morgens bis mittags sind die beiden ja auf anderen Etagen im Haus unterwegs. Und ich liebe meine Familie über alles – nicht, dass ihr das falsch versteht!

Dennoch brauche ich zum Ausgleich jetzt noch ein bisschen mehr Zeit für mich. Über meine Morgenroutine hatte ich schon mal berichtet, ich musste den Morning-Walk irgendwie ersetzen. Jetzt sieht meine Morgenroutine so aus:

  • 4:00 Uhr Aufstehen danach
  • 1 Glas warmes Wasser
  • Meditieren
  • Yoga/Stretching

Letzteres mache ich statt meines geliebten Morning-Walks. Und ich merke, das tut mir richtig gut, schon morgens in die körperliche Bewegung zu kommen – wenn auch auf der Stelle.

Danach fang ich an zu Arbeiten – so schaffe ich tatsächlich auch noch etwas, bevor Mann und Kind aus dem Federn steigen. Und wenn wir dann ab Mittag alle etwas zusammen machen, kann ich das auch richtig genießen.

Lichtblick #5: Mit weniger auskommen

In dieser Wohlstandsgesellschaft ist es ein eigenartiges Gefühl, wenn man nicht mehr einkaufen kann, wann man will. Meine Schwiegermutter, die im gleichen Haus wohnt wie wir, ist vorrätemäßig aber schon vor Corona so gut aufgestellt gewesen, dass sie eine 5-köpfige Familie locker hat 3 Wochen durchfüttern können. So mussten wir bei Beginn der Ausgangssperre tatsächlich erst nach zwei Wochen das erste Mal einkaufen gehen.

Wir kochen und essen in dieser Zeit immer zusammen. Family Time, die uns sehr guttut. Wir haben uns so organisiert, dass wir einmal in der Woche bei unserem Dorfladen den Einkauf vorbestellen und ich ihn dann nur abholen brauchen. So muss man zwar mit weniger auskommen, hat aber auch weniger Kontakt zu anderen.

Jetzt muss man halt öfter mal sagen, dass hätte ich gerne, wie haben es aber leider nicht da. Ist das ungewohnt? Ja! Ist es schlimm? Definitiv nein. Es ist einfach anders und wir sind es nicht gewöhnt, das ist alles.

Es führt aber auch dazu, dass wir wieder ein bisschen demütiger sind, uns darüber freuen, was wir haben und weniger darauf schauen, was uns „fehlt“.

Lichtblick #6: Neues ausprobieren

Ja in Zeiten von Corona macht „Not erfinderisch“, also probiert man öfter auch etwas Neues aus:

  • Einkäufe per WhatsApp vorbestellen
  • Yoga oder Stretching statt MorningWalk
  • Immer gemeinsam essen
  • Osterhasen beim Bäcker bestellen und liefern lassen

Und es macht super viel Spaß, neue Dinge auszuprobieren. Ob aus der „Not geboren“ oder selbst ausgedacht… einfach mal über den Tellerrand schauen und auch die Komfortzone verlassen.

Auch wenn ich mich darauf freue, hoffentlich bald wieder selbst einkaufen gehen zu dürfen: Yoga bzw. Stretching werde ich auf jeden Fall beibehalten und auch die Mahlzeiten werden wir öfter gemeinsam mit den Schwiegereltern einnehmen. Und mal schauen, was wir noch Neues ausprobieren werden, solange diese besondere Situation anhält.

Gibt es etwas, dass sich für dich mit Corona geändert hat, machst du ganz neue Dinge? Erzähl mir gerne davon!

Von Herzen alles Gute für dich! Und bleib gesund!

Monatsrückblick März 2020: Viel los trotz Corona

Monatsrückblick März 2020: Viel los trotz Corona

Gefühlt bestand der ganze Monat März nur aus dem „großen C“ (entschuldige, aber ich mag den Ausdruck „Corona-Krise“ nicht), denn die Zeit, die wir jetzt bereits in Ausgangssperre sind, dehnt sich scheinbar endlos in die Vergangenheit aus. Dass dem aber nicht ganz so war, möchte ich euch gleich zeigen:

Judith „Sympatexter“ Peters hat uns, als sie das Thema „Rückblick März 2020“ im Rahmen der Challenge „Quarantexte“ auf Facebook vorgestellt hat, den Tipp mitgegeben, mal in unseren Bildern auf dem Smartphone nachzuschauen, was im März noch so los war.

Und tatsächlich habe ich das Smartphone neben mir liegen und mal geschaut, ob es nicht noch etwas anderes als das „große C“ gab…

Der letzte Spaziergang vor der Ausgangssperre

Den letzten Familienausflug außerhalb unseres Grundstücks haben wir am 11.03.2020 gemacht – Wahnsinn, das ist jetzt fast vier Wochen her. Seitdem verbringen wir unsere (Nachmit-)Tage ausschließlich im Garten auf unserem Grundstück.

Es war ein wunderschöner Frühlingstag im März, ein Mittwoch, wie ich erstaunt festgestellt habe. Wieso war mein Mann an einem Mittwoch daheim? Normalerweise ist er unter der Woche in Bozen, um zu arbeiten.

Und da fällt mir ein, dass es der erste Tag war, an dem er nicht mehr nach Bozen zur Arbeit gefahren, sondern von daheim gearbeitet hat. Und das geht jetzt schon vier Wochen so. Klappt aber besser, als ich vorher gedacht hätte. Wie das bei uns funktioniert, könnt ihr in meinem BlogartikelWie Corona mein Leben beeinflusst“ nachlesen.

Und jeden Tag geht die Sonne auf

Mit der Ausgangssperre hatte ich tatsächlich einige Tage sehr zu kämpfen. Ich habe darüber auch schon in diesem Blogartikel geschrieben.

Ein paar Tage habe ich morgens gegen 06:15 Uhr auf die beschneiten Bergspitzen geschaut, die die frühen Sonnenstrahlen in rotes Licht eintauchte und war von einer tiefen Traurigkeit eingenommen.

Kennst du das Gefühl, dass man hat, wenn ein ganz lieber Mensch gestorben ist? Das Gefühl, dass doch eigentlich die Welt stillstehen müsste. Der Gedanke „Wie kann sich denn die Welt einfach weiterdrehen“? Wie kann jeden Morgen die Sonne wunderschön über den Bergen aufgehen, ganz so, als wäre nichts?

Ungefähr so habe ich mich ein paar Tage gefühlt. Vielleicht denkst du jetzt, dass ich ganz fürchterlich übertreibe, es ist ja nur eine Ausgangssperre…

 

 

Sicher hast du damit auch recht. Und inzwischen konnte ich diese traurigen und etwas verstörenden Gedanken auch  beiseite schieben. Mir ist klargeworden, dass sie in großem Maße mit meiner Morgenroutine zu tun hatten. Vor dem „großen C“ hat meine Morgenroutine nämlich wie folgt ausgesehen:

  • Aufstehen
  • großes Glas warmes Wasser trinken
  • Meditation
  • Anziehen und ca. 45 Minuten schnelles Spazierengehen inkl. Sonnenaufgang

Die drei ersten Punkte habe ich beibehalten und auf den letzten Punkt muss ich seit der Ausgangssperre verzichten. Ich hoffe, dass ich auch diese liebgewonnene Routine bald wieder aufnehmen kann.

In der Zwischenzeit erfreue ich mich einfach jeden Morgen per Ausblick aus dem Fenster an dem wunderschönen Naturschauspiel und daran, dass wir gesund sind und vielleicht auch die Welt ein kleines bisschen gesunden kann in dieser Zeit.

Kleine besondere Momente

Was für unzählige, wunderschöne, kleine und besondere Momente wir in den vier Wochen des März miteinander verbracht haben!

Meine Tochter und ich haben die gemeinsame Bastelleidenschaft (wieder) entdeckt und waren schon für Ostern ganz fleißig. Sie ist jetzt drei Jahre alt und hat eine unglaubliche Freude daran, erst die Ostereier aus- und dann durchzuschneiden. Und ich lerne, meinen „inneren Monk“ im Zaum zu halten und darüber zu lachen und zu genießen, welchen Spaß sie dabei hat.

Im Übrigen durfte ich feststellen, wie befreiend es auch für die Seele sein kann, nichts vorzuhaben. Einfach jeden Tag zu schauen, was meine Tochter machen möchte ohne, dass man Termine außer Haus wahrnehmen muss. Ich weiß das inzwischen sehr zu schätzen. Das entschleunigt uns sehr.

Große Momente

Arbeitsmäßig gab es tatsächlich große Momente im März. Ich habe zwei neue ganz wunderbare Frauen als Kundinnen für mein Angebot Pinterest-Marketing finden können.

Außerdem habe den Pinterest-Workshop am 14.04.2020 mit meiner Kollegin Daniela Kietzmann von Pinterest-Service.de vorbereitet.

Ich bin unglaublich stolz, dass wir schon einige Frauen überzeugen konnten, an diesem Workshop teilzunehmen und sie mit uns zusammen an ihrem Pinterest-Business-Account arbeiten wollen.

Das ist für mich ein Meilenstein und da die Vorbereitung schon so viel Freude gemacht hat, wird es hoffentlich nicht der letzte Workshop sein.

Vorschau April

Und der April? Hoffentlich wird er nicht gänzlich vom „großen C“ eingenommen. Und falls doch, können wir vielleicht weiterhin die Zeit so gut genießen, wie schon im März.

Themen im April:

  • der 3. Geburtstag unserer Tochter
  • der Pinterest-Workshop am 14.04.2020
  • Arbeit Arbeit Arbeit
Ich freue mich sehr, wenn du mir auch deinen persönlichen Monatsrückblick für März schilderst. Wie ist es dir ergangen, was hast du erlebt? Was hat dir gut getan und worauf möchtest du im April achten? Schreib mir doch gerne eine E-Mail oder hinterlass mir eine Nachricht in den sozialen Medien. Ich freue mich drauf!

Pass auf dich auf und bleib gesund!

Wie Corona mein Leben beeinflusst

Wie Corona mein Leben beeinflusst

Noch ein Blogartikel über Corona? Muss das sein?

Ja, denn hier möchte ich dir schreiben, wie es ganz konkret bei uns zuhause in Südtirol aussieht, welche Einschränkungen es durch die Pandemie gibt und wie wir mit dieser neuen Situation leben.

Sicher fühlst du es auch. Dieses ganz besondere Gefühl der Anspannung und Ungewissheit. Es ist ein komplett neues Gefühl, oder? Es ist eine ganz besondere Situation, in der wir uns momentan befinden und sicher ist diese Situation für viele Menschen aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht einfach. Das komplette gesellschaftliche Leben ist hier bereits seit einer Woche auf das Minimum reduziert. Wir, d.h. mein Mann, unsere Tochter und die Schwiegereltern, verlassen quasi überhaupt nicht mehr unser Grundstück. Ich gebe zu, in den ersten Tagen hat mir diese Quarantäne psychisch zu schaffen gemacht – es ist eben doch ein Unterschied, ob man nicht raus geht, weil man keinen Bock hat oder ob man nicht rausgehen darf…

Ich habe mich dann aber auf meine Morgenroutine besonnen, die aus Meditation, Journaling und einem Morning-Walk besteht. Seitdem geht es mir wieder viel besser!

Es gibt überhaupt keinen Grund, an Routinen etwas zu verändern, die gut funktionieren und die trotz Corona unbedenklich durchzuführen sind. Ich stehe sowieso zwischen 4:00 und 4:30 Uhr auf und mache den Morning-Walk halt so früh, dass ich niemanden begegne. Das also schon als ersten Tipp: Behalte bewährte Dinge und Routinen bei, damit du gut durch diese schwierige Zeit kommst. Achte aber auch darauf, dass sie „corono-konform“ sind.

Alle unter einem Dach

 

Oft bin ich gefragt worden, ob es denn eine gute Idee war, zu meinem Mann in das Haus zu ziehen, in dem auch die Schwiegereltern wohnen. In dieser Gegend ist es durchaus nicht unüblich, dass mehrere Generationen unter einem Dach leben. Ich kenne das aus Deutschland, wo ich aufgewachsen bin, überhaupt nicht.

Wir leben hier als Familie nun schon seit drei Jahren unter einem Dach und auch schon bevor diese ganz besondere Situation eingetreten ist, konnte ich die Frage nur von ganzem Herzen bejahen. Ich habe aber auch tolle Schwiegereltern, sonst hätte ich das nicht gemacht.

Wir haben ein großes Haus mit drei Etagen und jede Etage hat eine eigene, abschließbare Tür. Wenn wir es darauf anlegen würden, dann könnten wir komplett aneinander vorbeileben. Aber auch wegen meiner kleinen Tochter finde ich es unheimlich schön, wenn wir ein- oder zweimal am Tag alle in der großen Küche zusammensitzen und uns austauschen. Ich selbst habe als kleines Kind, also bevor ich in den Kindergarten gegangen bin, viel Zeit bei meinem Opa verbracht, weil meine Mutter wieder arbeiten gehen musste. Ich habe nur die allerbesten Erinnerungen an diese Zeit und auch deshalb finde ich es so schön, dass meine Tochter ganz eng mit Oma und Opa aufwachsen kann – das erleichtert natürlich oft und auch gerade jetzt das Leben sehr.

 

Homeoffice für alle

 

Mein Mann arbeitet normalerweise bei der Landesverwaltung Südtirol in Bozen. Jetzt darf er beruhigender- und erfreulicherweise Homeoffice machen. Das bedeutet aber natürlich, dass wir zur Zeit 24h am Tag in einem Haus „hocken“ und das erfordert einfach, dass man Kompromisse eingeht und immer auch im Hinterkopf hat, dass auch der andere Teil arbeiten muss und seine Dinge zu erledigen hat. Auch mit dieser Situation müssen wir lernen, umzugehen. Vor der Ausgangssperre war mein Mann unter der Woche ganztägig nicht da, auch das bedeutet also eine Umstellung auf unbestimmte Zeit.

Wir haben es jetzt so vereinbart, dass Oma und Opa morgens auf unsere Tochter aufpassen und sich mit ihr beschäftigen dürfen – denn auch die beiden haben ein bisschen Langeweile, weil sie das Grundstück wie alle anderen nicht verlassen sollen. Mein Mann und ich arbeiten bis zum frühen Nachmittag und dann verbringen wir bei schönem Wetter ein paar Stunden im Garten und genießen die Zeit zusammen. Wenn ich ehrlich bin: Ich genieße das trotz der Einschränkungen der Bewegungsfreiheit sehr. Wir haben uns sonst bisher viel zu selten die Zeit genommen, so viel miteinander zu spielen und das Beisammensein zu genießen. Ich hoffe, das können wir für uns als Familie aus dieser Krise mitnehmen.

Mir ist durchaus bewusst, dass sich die Einschränkung der Bewegungsfreiheit bzw. eine Ausgangssperre einfacher aushalten lässt, wenn man einen Garten hat, also auch mal rausgehen kann und nicht in einer Mietwohnung lebt. Dennoch: Sucht euch Orte, wo es nicht so voll ist. Reißt die Fenster auf. Macht aus der Wohnung einen Abenteuerspielplatz. Seid kreativ oder googled nach Ideen. Das Internet ist jetzt voll von Vorschlägen, was man als Familie auch auf kleinem Raum veranstalten kann, damit sich die Einschränkungen nicht zu sehr auswirken.

Es wird auch über Facebook unheimlich viel angeboten: Schaut doch mal bei der tollen Lena Busch in der Gruppe Familienleicht vorbei. Sie bietet z.B. virtuelles Coworking und CoPlay an.

 

Zu viele Angebote?

Was mir in den letzten Tagen gerade auf Instagram aufgefallen ist, ist das unglaublich große Angebot an Kursen, Workshops, bezahlten und unbezahlten Angeboten der Kolleginnen und Kollegen. Sind das zuviele Angebote? Ist es nicht irgendwie auch schmählich, jetzt die Angebote rauszuhauen, wo die Leute doch auch mit sich selbst und ihrer Situation rund um Corona zu tun haben? Das kann man natürlich so sehen und den Anbietern vorwerfen, dass sie die Pandemie ausnutzen, um damit Geld zu machen.

Ich persönlich denke aber nicht, dass das für die meisten Anbieter gilt. Mein Eindruck ist tatsächlich, dass es zwar sehr viele Angebote gibt im Moment. Ich glaube und weiß auch, dass viele Kolleginnen und Kollegen ihr Angebot früher auf den Markt bringen, als sie es vielleicht geplant hatten. Aber ich denke tatsächlich nicht, dass sie das tun, um damit reich zu werden. Viel mehr scheint es mir so, dass ein Gefühl des Aktionismus vorherrscht, des Wunsches, jetzt Angebote anzubieten um etwas beizutragen zu der Situation.

Und ganz ehrlich: Wir sind alle 3×7. Jeder von uns kann selbst entscheiden, was er gerade machen möchte und was für ihn Sinn ergibt. Niemand entmündigt euch. Also entscheidet einfach selbst, ob ihr auf eines der viele Angebote einsteigen möchtet oder nicht.

Weitermachen wie bisher?

Was das Business angeht und so komisch es vielleicht klingt: Ja, ich werde weitermachen wie bisher. Ich habe vor knapp drei Monaten mein Online-Business gestartet und ich bin zum einen unglaublich dankbar für die Tatsache, dass ich von zuhause aus arbeiten kann. Zum anderen arbeite ich auch ausschließlich mit Frauen zusammen, die auch ein Online-Business haben. Insofern bleibe ich, bleiben wir (noch) weitestgehend verschont. Ich sehe daher keinen Grund, jetzt die Hände in den Schoss zu legen und abzuwarten. Liebe engagiere ich mich noch ein bisschen mehr und biete Hilfe an, wo ich helfen kann.

Womit man aber zur Zeit nicht weitermachen sollte und darf wie bisher, ist die persönliche Freizeitgestaltung.

 

Sehr fragwürdige Kommentare zum Thema Corona

Heute morgen habe ich wieder den Fehler gemacht, zuerst in die Social Media Kanäle zu schauen. Nicht gut. Danach habe ich mich so aufgeregt und war so aufgewühlt, dass ich die nächsten zwei Stunden etwas davon hatte. Es ist mir ein Rätsel, wie Menschen so gänzlich ignorieren können, was gerade passiert.

Hier sind meine „Highlights“ der fragwürdigsten Kommentare zum Thema Coronavirus:

  1. Das ist ja nur in Italien so schlimm. Hier wird es nicht so ausarten.
  2. Ich bin jung, ich bekomme kein Corona
  3. Corona ist auch nicht schlimmer als ’ne Grippe

Ich möchte diese Aussagen mal so stehen lassen – als Zeichen für die unglaubliche Ignoranz und Uninformiertheit mancher Menschen.

Niemand mag Einschränkungen, aber…

Wir alle sind gefordert, uns in unserem Leben und in unserer persönlichen Entfaltung einzuschränken, um die Folgen dieser Pandemie so gut es geht einzudämmen. Das wird eine Mammutaufgabe und sicher kein Sprint sondern eher ein Marathon. Gestern wurde bereits von der Landesregierung Südtirol verkündet, dass die Schulen (weit) über den 3. April 2020 hinaus geschlossen sein werden. So richtig das auch aus meiner Sicht ist, es erleichtert die Situation gerade für Familien natürlich nicht. Ich muss aber auch sagen, dass ich gerade überhaupt nicht auf die Idee kommen würde, meine Tochter in eine Betreuungseinrichtung zu geben, wo noch mindestens 10 andere Kinder sind, deren Eltern zumindest zum Teil noch arbeiten gehen und Kontakt zu potenziell infizierten Menschen haben. Versteht mich nicht falsch: Meine Angst gilt nicht einer Ansteckung – auch wenn ich darauf sicher nicht scharf bin. Aber wieso sollte ich riskieren, eine Verbreitung des Virus zu unterstützen, dadurch das meine Tochter eine Infektion aus der Betreuung mitbringt? Das ergibt für mich als sozial denkender Mensch überhaupt keinen Sinn. Schwierig ist die Situation allemal, ich möchte das nicht beschönigen, aber wir machen es nicht besser dadurch, dass wir unsere Bedürfnisse über die der Allgemeinheit stellen.

Wie müssen denn die Einschränkungen überhaupt aussehen? Ist es nicht okay, wenn man noch mit Freunden im Café sitzt und die Sonne und den Frühling genießt? Ich habe dazu eine ganz klare Meinung: #staythefuckhome! Es ist so wichtig in dieser Phase, dass wir unser bestmöglichstes tun, um die Pandemie in Schach zu halten (sofern das überhaupt möglich ist), und dazu zählt:

  • Bleibt so gut es geht daheim, geht nur für notwendige Besorgungen raus – und zwar alleine!
  • Haltet Abstand voneinander (mind. 1m)
  • Wascht euch regelmäßig und gut die Hände, mindestens 30 sek (das ist 2x das Lied „Alle meine Entchen“ hintereinander – es darf aber auch die Hymne eures Lieblingsfußballvereins sein)
  • Wenn ihr spazieren geht, dann macht das alleine oder nur mit Menschen, die in eurem Haushalt wohnen
  • Haltet Abstand zu anderen Menschen (noch mal!) – auch im Supermarkt!
  • Zu den notwendigen Dingen, die man gerade machen sollte gehören nicht: Kaffee trinken gehen mit Freunden, Partys mit möglichst vielen Menschen feiern, zum Friseur gehen (da muss mir sowieso mal jemand erklären, wie das mit dem Abstand gehen soll…

Also:

#staythefuckhome

#flattenthecurve

 

Alles wird gut!

Ich bin der festen Überzeugung, dass alles gut wird. Ich bin ein sehr positiv denkender Menschen. Aber machen wir uns nichts vor: Das wird sehr lange dauern, bis wir uns von dieser Pandemie erholt haben – wirtschaftlich und persönlich. Und es wird anders sein, als vor der Coronakrise. Aber -und das soll wirklich kein platter Spruch sein – es kann auch eine Chance für uns sein.

Sorge auch in dieser Zeit für dich, denn es handelt sich jetzt nicht um ein paar Tage, die wir uns einschränken müssen, sondern um Wochen oder Monate. Pass gut auf dich auf!

 

Wie geht es dir?

Wenn du magst, dann erzähle doch mal, wie es dir im Moment geht? Wie musstest du dein Leben bisher einschränken? Ich freue mich über deinen Kommentar oder lass uns gerne vernetzten – meine Social-Media-Kanäle findest du weiter unten!

 

Von Herzen alles Gute für dich!

Und wenn du magst, dann schau doch noch in meine anderen Blogartikel rund um die Themen

Pinterest, Podcast und meine Person rein!