Klarheit vor Planung

Klarheit vor Planung

Marketing darf sich leichter anfühlen

Der Jahresanfang fühlt sich oft nach Neuanfang an, nach frischer Energie, neuen Möglichkeiten, einem inneren „Jetzt aber“. Und vielleicht spürst du genau das gerade auch. Gleichzeitig liegt da dieses leise Gefühl im Hintergrund: dass dieses Jahr endlich klarer, strukturierter, erfolgreicher laufen sollte. Vielleicht, weil du mit dem Vorjahr nicht so happy warst. Vielleicht aber auch nicht, weil du unzufrieden bist sondern weil du weißt, dass da mehr möglich wäre. Wenn sich Marketing nicht jedes Mal so schwer anfühlen würde.

Viele selbstständige Frauen starten mit guten Vorsätzen ins neue Jahr (ich übrigens auch) und merken nach wenigen Wochen, dass genau diese Vorsätze zusätzlichen Druck erzeugen. Nicht, weil sie zu wenig tun sondern weil sie versuchen, ihr Marketing zu planen, bevor klar ist, wie es sich überhaupt anfühlen soll.

Dieser Artikel ist keine Anleitung für einen perfekten Jahresstart. Er ist eine Einladung, dein Marketing für 2026 anders zu denken: ruhiger, bewusster – und so, dass es zu deinem Leben passt.

💡 Das Wichtigste in Kürze

In diesem Artikel geht es nicht darum, dein Marketing neu zu erfinden, sondern darum, es neu auszurichten.

Du liest hier, warum der Jahresanfang oft mehr Druck als Klarheit erzeugt. Warum das, was du bewusst nicht tust, ein starkes Markensignal sein kann. Und wie eine ruhige, tragfähige Struktur dir Sicherheit gibt – ohne dich anzutreiben.

Damit Marketing 2026 nicht lauter wird. Sondern stimmiger und authentischer.

Warum das neue Jahr neben Chancen auch Stolpersteine bietet

Der Jahresanfang hat immer eine besondere Energie, wie ein kollektiver Verstärker. Das kennst du vielleicht auch: Auf einmal fühlt es sich so an, als wäre alles möglich. Als könnte man komplett neu anfangen und Dinge ab jetzt „richtig“ machen. Neue Ziele, neue Routinen, neue Marketingpläne. So ähnlich wie zu Schulzeiten am Beginn eines neuen Schuljahres, wenn man mit frischen Heften und Stiften in die Schule gegangen und sich vorgenommen hat, dass man ab jetzt immer ganz ordentlich ist und schreibt. Und ich liebe diese Neuanfangsgedanken sehr, weil sie unheimlich viel Power und Energie mit sich bringen können.

Auf der anderen Seite bringt der Jahreswechsel oft etwas mit, was sich auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so deutlich zeigt, nämlich Druck. Der ist nicht immer laut und auch nicht immer offensichtlich. Das ist mehr so ein Ziehen im Hintergrund und diese innere Stimme, die sagt: „Dieses Jahr muss es aber besser laufen.“ oder „Dieses Jahr musst du es aber richtig machen.“ Da ist der Druck, diesmal strukturierter vorzugehen, sichtbarer zu werden, konstanter zu sein und natürlich unterm Strich erfolgreicher.

Und wenn wir ehrlich sind kommt dieser Druck selten nur von außen. Klar, da sind auf Social Media vor allem überall Posts, Podcastfolgen, Jahresplanungsworkshops und „So erreichst du deine Ziele“-Programme. Und vieles davon ist nicht einmal böse gemeint – jedenfalls nicht meine Podcast-Episoden und mein Jahresplanungsworkshop 😉

Das Problem ist aber eher, dass unser Kopf aus diesen vielen Impulsen schnell eine Art Pflichtprogramm macht. Als gäbe es eine richtige Art, ins neue Jahr zu starten und als müsse man sofort beweisen, dass und wie ernst man es meint. Und oft führt das dazu, dass aus dem positiven Gefühl des Jahresbeginns statt positiver Energie eher das Gefühl entsteht, dass man schon hinterherlaufen würde. Das liegt aber nicht daran, dass du zu wenig Motivation hast oder dir die Disziplin fehlt.

Es liegt daran, dass der Jahresanfang Erwartungen bündelt – oft unbewusst. Erwartungen daran, wie sichtbar man sein sollte, wie klar das eigene Business sein müsste und wie strukturiert man jetzt endlich arbeiten sollte.

Diese Erwartungen entstehen selten aus dem Nichts sondern sie speisen sich aus dem, was wir sehen: Da gibt es diejenigen, die scheinbar genau wissen, wohin sie wollen. Contentpläne, die längst fertiggestellt sind oder Marketingaktivitäten, die unabhängig von Feiertagen und Jahreswechsel weiterlaufen, als hätte es nie eine Pause gegeben und als müsste es auch nie eine geben. Und plötzlich ist da dieser innere Vergleich, der uns oft gar nicht aktiv auffällt. Es ist mehr so ein Gefühl oder eine leise Frage im Hintergrund: Bin ich schon weit genug? Mache ich es richtig? Müsste ich nicht eigentlich…?

Gerade im Marketing zeigt sich das besonders deutlich, denn Marketing ist sichtbar und alles, was sichtbar ist, lädt unweigerlich zum Vergleich ein. Viele starten deshalb mit einem starken Impuls ins neue Jahr, dass jetzt aufgeräumt wird, geplant und das Marketing endlich ernstgenommen wird. Und dann kippt der Jahresanfang oft in den Aktionismus, der sich am Anfang sogar gut anfühlt. Denn man tut etwas, kommt ins Handeln, hat das Gefühl, die Kontrolle zurückzugewinnen und eine Macherin zu sein.

Was aber, wenn Aktionismus ohne Klarheit stattfindet? Dann kann er höchstens für einen Moment wirken.

Denn wenn wir anfangen zu planen, ohne wirklich zu wissen, was zu unserem Leben, unserem Arbeitsalltag und unserer aktuellen Energie passt, entstehen Pläne, die von Anfang an unter Druck stehen. Sie sind oft zu voll, zu ambitioniert oder zu sehr an einem Ideal ausgerichtet, das im Alltag kaum Platz findet. Dann passiert etwas sehr Typisches: Der Plan ist durchdacht, vielleicht sogar richtig gut – aber er bleibt Theorie. Er liegt da, wird immer wieder angeschaut, vielleicht auch innerlich kommentiert, aber nicht wirklich gelebt.

Ein Plan, der nicht aus deinem Leben heraus entsteht, wird früher oder später zur Belastung.

Und mit jedem Tag, an dem er nicht umgesetzt wird, entsteht ein ungutes Gefühl. Kein lauter Frust, sondern eher dieses leise Ziehen im Hintergrund: schlechtes Gewissen, Zweifel, Selbstkritik. Nicht, weil der Plan an sich falsch wäre, sondern weil er nicht aus dem echten Leben heraus entstanden ist.

Viele Frauen, die zu mir kommen, beschreiben genau das. Sie wissen, was sie tun könnten. Sie haben Strategien verstanden, Kurse besucht, Inhalte konsumiert. Sie haben ausprobiert, angepasst, optimiert. Und trotzdem fühlt sich Marketing immer wieder schwer an. Das Problem ist dabei selten fehlendes Wissen. Viel häufiger fehlt die Verbindung zwischen Marketing und dem eigenen Alltag. Zwischen dem, was theoretisch sinnvoll wäre, und dem, was sich praktisch umsetzen lässt.

Der Jahresanfang verstärkt genau diese Lücke. Er suggeriert: Jetzt ist der richtige Moment, alles neu aufzusetzen. Was dabei oft zu kurz kommt, ist eine viel grundlegendere Frage: Passt das, was ich mir vornehme, wirklich zu mir – und zu meinem Leben?

Vielleicht ist genau das der Grund, warum so viele gute Vorsätze schon im Februar leiser werden. Nicht, weil sie falsch waren. Sondern weil sie auf einer Grundlage entstanden sind, die zu wenig mit der eigenen Realität zu tun hatte. Denn ein Jahr beginnt nicht mit einem Plan. Es beginnt mit einer inneren Ausrichtung. Solange diese Ausrichtung fehlt, wird jeder Plan früher oder später zur Belastung. Nicht, weil du ihn nicht einhältst, sondern weil er zu einem Maßstab wird, an dem du dich ständig misst.

Und genau hier liegt der entscheidende Perspektivwechsel:
Marketing darf dich nicht permanent daran erinnern, was du noch alles tun solltest. Es darf dich unterstützen, dir Orientierung geben und dich durch dein Jahr begleiten. Dafür braucht es etwas anderes als neue To-do-Listen oder ambitionierte Vorsätze. Es braucht Klarheit. Nicht darüber, was du alles machen willst. Sondern darüber, wie du sichtbar sein willst – und was du bewusst nicht mehr zu deinem Marketing zählen möchtest.

Klarheit vor Planung

Nach dem Jahresanfang und all den Erwartungen, die damit einhergehen, entsteht oft der Wunsch nach einem Plan. Nach etwas Festem und nach einer Struktur, an der man sich orientieren kann. Das ist verständlich und grundsätzlich auch sinnvoll. Problematisch wird es erst dann, wenn Planung zu früh kommt. Denn ein Plan beantwortet viele organisatorische Fragen. Er sagt dir, wann du etwas tun willst, wie oft und vielleicht sogar auf welchem Kanal. Was er nicht beantworten kann, ist eine viel grundlegendere Frage: Warum genau das – und nicht etwas anderes?

Genau hier setzt Klarheit an.

Klarheit bedeutet nicht, alles schon zu wissen oder sich für immer festzulegen. Es geht nicht um eine endgültige Entscheidung für die nächsten zwölf Monate. Es geht darum, dir bewusst zu machen, wofür du sichtbar sein möchtest – und wofür nicht.

Diese Unterscheidung klingt einfach, ist aber erstaunlich wirkungsvoll. Viele Marketingentscheidungen fühlen sich schwer an, weil sie aus einem diffusen „Man müsste mal“ entstehen. Man müsste sichtbarer sein. Man müsste regelmäßiger posten. Man müsste dieses oder jenes ausprobieren. Solange dieses „müsste“ im Raum steht, bleibt alles unscharf. Und Unsicherheit kostet Energie.

Klarheit bringt Ruhe, weil sie Grenzen setzt. Nicht im Sinne von Einschränkung, sondern im Sinne von Orientierung. Wenn du weißt, wofür du sichtbar sein willst, wird vieles automatisch leichter. Du musst nicht mehr jede neue Idee prüfen. Du musst nicht mehr jeden Trend bewerten. Du musst nicht mehr alles in Betracht ziehen, nur weil es theoretisch funktionieren könnte. Gleichzeitig gehört zur Klarheit immer auch die andere Seite: das bewusste Nein. Wofür möchtest du nicht sichtbar sein? Welche Themen, Formate oder Erwartungen möchtest du 2026 nicht mehr bedienen?

Diese Fragen werden oft ausgelassen, weil sie unbequem sind. Ein Nein fühlt sich schnell wie ein Risiko an. Wie ein Verzicht. Wie eine vertane Chance. In Wahrheit ist ein klares Nein häufig die Voraussetzung dafür, dass dein Ja überhaupt Wirkung entfalten kann.

Klarheit bedeutet auch, dir ehrlich einzugestehen, was zu deinem Leben passt – und was nicht. Nicht zu einem idealisierten Business-Alltag, sondern zu dem, den du tatsächlich lebst. Vielleicht hast du wenig Lust auf tägliche Präsenz, vielleicht brauchst du Phasen von Rückzug, um gute Inhalte zu entwickeln oder vielleicht funktioniert dein Marketing besser, wenn es ruhiger, fokussierter und weniger häufig ist.

All das sind keine Schwächen. Es sind Rahmenbedingungen. Und genau diese Rahmenbedingungen dürfen Teil deiner Marketing-Entscheidungen sein. Ohne diese Klarheit entsteht Planung schnell aus einem äußeren Maßstab heraus: aus dem, was andere tun, empfehlen oder vormachen. Mit Klarheit entsteht Planung aus dir selbst heraus. Du merkst das ganz konkret im Alltag. Entscheidungen fühlen sich weniger zäh an. Du grübelst weniger. Du erklärst dich seltener. Und du hast schneller ein Gefühl dafür, ob etwas zu dir passt oder nicht.

Marketing darf sich leichter anfühlen.
Nicht weniger professionell – sondern stimmiger.

Klarheit ist damit keine Vorstufe zur Planung, die man schnell abhakt. Sie ist das Fundament, auf dem alles Weitere aufbaut. Und sie ist nichts Abstraktes. Sie zeigt sich ganz praktisch in Fragen wie:

  • Möchte ich 2026 lieber weniger Formate, dafür mehr Tiefe?
  • Möchte ich mich zu bestimmten Themen klar positionieren – und andere bewusst außen vor lassen?
  • Möchte ich Marketing so gestalten, dass es mich auch in vollen Phasen trägt?

Wenn du diese Fragen für dich beantwortest, muss dein Marketing nicht jedes Mal neu erfunden werden. Es bekommt einen inneren Rahmen. Und dieser Rahmen gibt Sicherheit – nicht nur für dich, sondern auch für die Menschen, die dir folgen. Erst aus dieser Klarheit heraus macht es Sinn, weiterzudenken. Zu schauen, was bleiben darf. Und was gehen kann. Denn Klarheit führt ganz automatisch zum nächsten Schritt: zum bewussten Weglassen.

Wenn du die Inhalte dieses Blogartikels lieber anhören möchtest, findest du im Podcast ALLES IM GRIFF im Online-Marketing eine zusammenhängende Serie genau zu diesem Thema.

Podcast-Episode #172: Klarheit vor Planung

Weglassen als Markensignal

Wenn Klarheit da ist, passiert oft etwas sehr Spannendes und ganz Natürliches: Du beginnst, Dinge zu hinterfragen, die du bisher einfach mitgemacht hast. Nicht aus Trotz oder Ablehnung, sondern aus einem neuen Bewusstsein heraus. Plötzlich stellst du dir Fragen wie: Brauche ich das wirklich? Passt das noch zu mir? Oder mache ich das vor allem, weil man es so macht?

Genau an diesem Punkt kommt das Weglassen ins Spiel. Und obwohl Weglassen oft wie ein Rückschritt wirkt, ist es in Wahrheit eine sehr bewusste Entscheidung. Eine, die viel über dich und deine Marke aussagt. Denn Marketing besteht nicht nur aus dem, was du zeigst, teilst oder anbietest. Es besteht genauso aus dem, was du bewusst nicht tust. Welche Kanäle du nutzt – und welche nicht. Welche Themen du immer wieder aufgreifst – und welche du außen vor lässt. Welche Erwartungen du erfüllst – und welche du nicht mehr bedienst. Diese Entscheidungen sind kein Zufall, sie senden vielmehr ein Signal. Ein Signal an dich selbst, aber auch an die Menschen, die dir folgen. Sie zeigen, wofür du stehst. Und wofür eben nicht.

Viele selbstständige Frauen zögern beim Weglassen, weil sie Angst haben, etwas zu verlieren. Reichweite. Sichtbarkeit. Möglichkeiten. Vielleicht auch Anerkennung. Diese Sorge ist nachvollziehbar. Schließlich wird uns oft vermittelt, dass Marketing vor allem eines braucht: Präsenz. Doch Präsenz allein schafft noch keine Wirkung. Wirkung entsteht eher durch Klarheit und Wiedererkennbarkeit. Wenn alles möglich ist, wird nichts greifbar. Wenn du überall ein bisschen bist, bist du selten wirklich da.

Weglassen hilft dabei, diese Zerstreuung zu beenden. Es bündelt deine Energie. Und es macht dein Marketing verständlicher, und zwar für dich und für andere. Dabei geht es nicht darum, radikal alles zu streichen oder sich künstlich zu verknappen. Weglassen bedeutet nicht Verzicht um jeden Preis. Es bedeutet, ehrlich hinzuschauen: Was zahlt wirklich auf das ein, wofür ich sichtbar sein möchte?

Vielleicht stellst du fest, dass bestimmte Kanäle dich mehr stressen, als sie dir bringen. Vielleicht merkst du, dass manche Formate zwar gut funktionieren, sich aber nicht mehr nach dir anfühlen. Vielleicht erkennst du, dass du Themen bedienst, die Aufmerksamkeit bringen, aber nicht die richtigen Menschen anziehen. All das darf hinterfragt werden.

Weglassen ist in diesem Zusammenhang kein Zeichen von Unsicherheit, sondern von Reife. Es zeigt, dass du nicht jedem Impuls folgen musst. Dass du Entscheidungen triffst, die nicht nur kurzfristig sinnvoll erscheinen, sondern langfristig tragen. Und genau deshalb ist Weglassen ein Markensignal und es signalisiert: Ich kenne meine Schwerpunkte. Ich weiß, was mir wichtig ist. Und ich erlaube mir, nicht alles mitzumachen. Diese Haltung schafft Vertrauen. Denn sie wirkt ruhig. Klar. Verlässlich.

Für viele entsteht hier eine große Erleichterung. Denn mit jedem bewussten Nein wird das Ja klarer. Entscheidungen werden einfacher. Marketing fühlt sich weniger nach Dauerbewertung an und mehr nach einem Rahmen, in dem du dich bewegen kannst. Weglassen schafft Platz. Platz für Tiefe statt Breite. Platz für Qualität statt Quantität. Platz für eine Sichtbarkeit, die sich nicht nach Anstrengung anfühlt. Und genau dieser Platz ist wichtig für den nächsten Schritt. Denn wenn klar ist, was bleibt und was gehen darf, stellt sich eine neue Frage: Wie halte ich das im Alltag?

Hier kommt Struktur ins Spiel. Nicht als starres System, sondern als etwas, das dich trägt.

Podcast-Episode #173: Fokussiert statt verzettelt Der Mut zum Weglassen

Struktur, die trägt

Wenn Klarheit da ist und du weißt, was du bewusst weglassen möchtest, entsteht oft ein neues Bedürfnis: nach Halt. Nicht nach Kontrolle, sondern nach etwas, das dir im Alltag Orientierung gibt. Genau hier kommt Struktur ins Spiel. Und genau hier wird sie oft missverstanden. Viele verbinden Struktur mit festen Plänen, vollen Kalendern oder detaillierten To-do-Listen. Mit etwas, das antreibt, überwacht oder ständig daran erinnert, was noch zu tun ist. Kein Wunder also, dass Struktur für viele eher Druck als Entlastung bedeutet.

Dabei kann Struktur auch etwas ganz anderes sein. Eine Struktur, die trägt, ist kein Plan zum Abarbeiten. Sie ist ein innerer Rahmen, der dir hilft, Entscheidungen zu treffen – auch dann, wenn dein Alltag voll ist oder deine Energie schwankt. Ein solcher Marketing-Fahrplan beantwortet nicht jede Detailfrage. Er sagt dir nicht, was du an welchem Tag posten musst. Aber er hilft dir, einzuordnen, ob etwas gerade zu dir passt oder nicht.

Vielleicht kennst du diese Momente, in denen eine neue Idee auftaucht oder vielleicht ein Impuls von außen. Ein Trend, über den gerade alle sprechen. Und sofort stellt sich die Frage: Sollte ich das auch machen? Ohne Struktur beginnt dann oft das Grübeln. Mit Struktur entsteht eine andere innere Bewegung. Du kannst prüfen: Passt das zu meiner Klarheit? Zu dem, was ich bleiben lassen möchte? Zu dem Rahmen, den ich mir gesetzt habe? Struktur wirkt in diesem Sinne wie ein Filter. Sie nimmt dir Entscheidungen nicht ab, aber sie macht sie leichter.

Wichtig ist dabei: Diese Struktur muss zu deinem Leben passen. Nicht zu einem idealisierten Arbeitsalltag, sondern zu deinem echten. Zu Tagen mit Terminen, zu Phasen mit wenig Raum, zu Momenten, in denen Marketing eher im Hintergrund läuft. Eine tragende Struktur darf deshalb flexibel sein. Sie darf sich anpassen und vor allem darf sie mitwachsen.

Sie erinnert dich nicht daran, was du alles noch nicht geschafft hast sondern daran, was dir wichtig ist und viele erleben an diesem Punkt eine große Erleichterung. Marketing fühlt sich nicht mehr wie ein Dauerprojekt an, das ständig Aufmerksamkeit fordert. Es wird zu etwas, das dich begleitet – ruhig, verlässlich, ohne ständigen Druck.

Das bedeutet nicht, dass es keine Verbindlichkeit mehr gibt. Im Gegenteil, denn die braucht es unbedingt. Aber gerade die Struktur schafft Verbindlichkeit, aber nicht über Zwang, sondern über Passung. Du bleibst eher dran, weil sich das, was du dir vornimmst, tragen lässt. Und genau hier liegt ein wichtiger Unterschied: Struktur, die antreibt, arbeitet gegen dich. Struktur, die trägt, arbeitet mit dir. Sie erlaubt dir, Pausen zu machen, ohne alles infrage zu stellen. Sie hilft dir, wieder einzusteigen, ohne von vorne anfangen zu müssen und sie sorgt dafür, dass Sichtbarkeit nicht jedes Mal neu aufgebaut werden muss.

Ein Marketing-Fahrplan in diesem Sinne ist kein starres Dokument. Er ist eher ein innerer Kompass. Etwas, das dir Orientierung gibt, auch wenn nicht alles klar ist. Und vielleicht ist genau das die Art von Struktur, die viele im Marketing suchen, ohne sie bisher so benannt zu haben.

Wenn du diese Art von Struktur für dich entwickelst, entsteht etwas Wichtiges: Sicherheit. Nicht die Sicherheit, alles im Griff zu haben. Sondern die Sicherheit, mit deinem Marketing umgehen zu können – auch dann, wenn es mal holpert. Damit ist der Rahmen gesetzt und genau aus diesem Rahmen heraus darf der Start ins Jahr leicht sein.

Podcast-Episode #174: Leichter entscheiden mit der richtigen Struktur

Ein sanfter 30-Tage-Start (ohne Checkliste)

Nach all den Gedanken zu Klarheit, Weglassen und Struktur stellt sich oft eine ganz praktische Frage: Und wie starte ich jetzt konkret ins Jahr, ohne direkt wieder in alte Muster zu fallen?

Die Antwort darauf ist vielleicht überraschend einfach: Nicht mit einem Plan für alles und auch nicht mit einer Liste von Dingen, die du „durchziehen“ willst. Ein sanfter Start ins Jahr bedeutet, dem Marketing Zeit zu geben, sich neu zu sortieren. Nicht durch Stillstand, sondern durch bewusste Aufmerksamkeit. Die ersten 30 Tage dürfen ein Übergang sein – kein Sprint.

Statt Wochenplänen oder Tageszielen können dir drei ruhige Impulse Orientierung geben.

Der erste Impuls ist Beobachtung.
Nicht im Sinne von Analyse oder Bewertung, sondern als ehrliches Hinsehen. Wie fühlt sich dein Marketing gerade an? Wo fließt es leicht, wo stockt es? Welche Gedanken tauchen auf, wenn du an Sichtbarkeit denkst? Diese Beobachtungen müssen nicht sofort zu Konsequenzen führen. Es reicht, sie wahrzunehmen.

Der zweite Impuls ist Vereinfachung.
In den ersten Wochen des Jahres darfst du bewusst weniger wollen. Weniger Themen, weniger Formate, weniger Erwartungen an dich selbst. Vereinfachung heißt nicht, dass du dich zurückziehst, sondern dass du dir erlaubst, den Fokus enger zu setzen. Was wäre eine Form von Sichtbarkeit, die sich im Moment gut halten lässt?

Der dritte Impuls ist Vertrauen.
Vertrauen darauf, dass Marketing nicht sofort perfekt laufen muss, um wirksam zu sein. Dass Konstanz nicht in den ersten Wochen entsteht, sondern über Zeit. Und dass du nachjustieren darfst, ohne alles infrage zu stellen.

Diese drei Impulse sind keine Aufgaben. Sie sind eher eine Haltung für die ersten Wochen des Jahres. Sie helfen dir, im Kontakt mit deinem Marketing zu bleiben, ohne dich selbst unter Druck zu setzen. Vielleicht merkst du nach 30 Tagen, dass sich etwas verschoben hat. Dass Entscheidungen leichter fallen. Dass du klarer spürst, was bleiben darf und was nicht. Vielleicht hast du noch keine Antworten auf alles aber ein besseres Gefühl für deinen eigenen Rhythmus. Und genau darum geht es.

Klarheit ist kein Schritt vor der Planung. Sie ist die Grundlage dafür.

Ein guter Start ins Jahr zeigt sich nicht daran, wie viel du umsetzt. Sondern daran, ob das, was du tust, zu dir passt. Wenn Marketing sich nicht wie ein zusätzlicher Kraftakt anfühlt, sondern wie etwas, das dich begleitet, entsteht langfristig mehr Stabilität. Nicht durch Tempo, sondern durch Stimmigkeit.

Wenn du mehr zum Thema authentisches Marketing lesen möchtest, empfehle ich dir diesen Artikel: Authentizität im Marketing – was sie wirklich bedeutet

Abschluss & Einladung

Mir ist ganz wichtig, dass es bei diesem Artikel nicht darum geht, dein Marketing neu zu erfinden. Nicht darum, alles besser, schneller oder effizienter zu machen. Sondern darum, einen anderen Blick darauf zu entwickeln. Einen Blick, der Klarheit vor Planung stellt. Der Weglassen nicht als Verlust, sondern als Entscheidung versteht und der Struktur als etwas sieht, das trägt und nicht antreibt.

Wenn du mit diesem Gedanken ins Jahr 2026 startest, darf Marketing leiser werden. Nicht weniger wichtig, aber weniger fordernd. Es darf sich stärker an deinem Leben orientieren, an deinem Rhythmus, an dem, was für dich realistisch ist.

Vielleicht hast du beim Lesen gemerkt, dass du dir genau das wünschst:

  • mehr innere Sicherheit in deinen Marketing-Entscheidungen.
  • weniger Druck, alles „richtig“ zu machen.
  • und einen Rahmen, der dir hilft, sichtbar zu bleiben, ohne dich selbst dabei zu verlieren.

Dann nimm diesen Artikel gerne als Orientierung und als Einladung, dein Marketing Schritt für Schritt stimmiger zu gestalten.

Wenn du diese Gedanken weiter vertiefen möchtest, findest du im Podcast ALLES IM GRIFF im Online-Marketing die passenden Folgen zu diesem Thema. Dort spreche ich im Januar ausführlich über Klarheit, Weglassen, Struktur und Sichtbarkeit als zusammenhängende Serie, die dich durch diesen Prozess begleitet.

Und wenn du dir eine regelmäßige, ruhige Begleitung für dein Marketing wünschst, lade ich dich herzlich ein, meinen Newsletter zu abonnieren. Dort teile ich Gedanken, Einordnungen und Impulse rund um authentisches, alltagstaugliches Marketing – ohne Hektik, ohne Daueroptimierung.

52x das beste Business Zitat bzw. Reminder für dein Business Mindset – 2026er-Edition

52x das beste Business Zitat bzw. Reminder für dein Business Mindset – 2026er-Edition

Die vorherigen Ausgaben dieses Artikels sind aus einem klaren Bedürfnis entstanden: Orientierung, Ermutigung und innere Stärkung im Business-Alltag. Viele der Zitate und Gedanken waren Begleiter in Phasen des Aufbaus, des Dranbleibens und des bewussten Vorangehens.

2026 fühlt sich für viele selbstständige Frauen anders an. Nicht zwingend leichter aber vielleicht reifer.

Mit wachsender Erfahrung verändert sich oft auch das, was wirklich trägt. Business-Mindset bedeutet dann nicht mehr, sich immer wieder neu zu motivieren oder schneller zu werden. Sondern klarer zu wählen. Eigene Grenzen ernst zu nehmen. Und Marketing so zu gestalten, dass es langfristig zum Leben passt.

Die 2026er-Edition versteht sich deshalb als inhaltliche Weiterentwicklung, nicht als Neuanfang. Sie ist ruhiger, fokussierter und weniger auf Antrieb ausgerichtet. Statt Durchhalten steht Selbstführung im Vordergrund. Statt Lautstärke innere Sicherheit. Statt ständiger Optimierung eine klare, stimmige Ausrichtung.

Die 52 Zitate und Reminder für 2026 sind gedacht als wöchentliche Impulse – zum Erinnern, Sortieren und Nachjustieren. Nicht als To-do-Liste, sondern als stiller Begleiter durch das Jahr.

Wenn du also magst, dann speichere dir die Seite zum Blogartikel und schaue immer wieder rein, wenn du ein bisschen Ermunterung und Zuspruch brauchst. Oder du abonnierst meinen Newsletter, die MarketingPost, in der ich jede Woche einen Reminder oder ein Zitat ziehe und mit dir teile.

  • Reminder: Du musst nicht lauter werden, um klarer wahrgenommen zu werden.
  • “Simplicity is the ultimate sophistication.” – Leonardo da Vinci
  • Reminder: Nicht jede Idee braucht sofort eine Umsetzung.
  • „Wer seinen eigenen Weg geht, wird nicht überholt.“ – unbekannt
  • Reminder: Dein Tempo ist kein Problem, sondern Teil deiner Positionierung.
  • “You don’t have to see the whole staircase, just take the first step.” – Martin Luther King Jr.
  • Reminder: Struktur darf dich entlasten – nicht antreiben.
  • „In der Ruhe liegt die Kraft.“ – deutsches Sprichwort
  • Reminder: Nicht alles, was möglich ist, ist auch sinnvoll für dich.
  • “Clarity precedes success.” – Robin Sharma
  • Reminder: Marketing darf sich deinem Leben anpassen – nicht umgekehrt.
  • „Einfachheit ist oft schwerer als Komplexität.“ – Steve Jobs
  • Reminder: Weniger Entscheidungen schaffen mehr Fokus.
  • “What you focus on grows.” – Tony Robbins
  • Reminder: Du darfst Dinge weglassen, auch wenn sie „gut funktionieren“.
  • „Nicht der Beginn wird belohnt, sondern das Dranbleiben.“ – unbekannt
  • Reminder: Klarheit entsteht oft im Tun – nicht im Grübeln.
  • “Progress, not perfection.” – Leitsatz
  • Reminder: Nicht jede Reaktion ist ein Maßstab für Qualität.
  • „Geduld ist auch eine Form von Handlung.“ – unbekannt
  • Reminder: Du musst nicht alles erklären, um verstanden zu werden.
  • “Confidence comes from keeping promises to yourself.” – Ed Latimore
  • Reminder: Dein Business darf sich sicher anfühlen.
  • „Alles Wesentliche ist einfach, aber nicht leicht.“ – Friedrich Nietzsche
  • Reminder: Wirkung zeigt sich oft zeitversetzt.
  • “Consistency beats intensity.” – unbekannt
  • Reminder: Du darfst deinen Rhythmus wichtiger nehmen als Algorithmen.
  • „Nicht alles, was zählt, ist messbar.“ – sinngemäß nach Albert Einstein
  • Reminder: Klarheit beginnt häufig mit einem Nein.
  • “Direction is more important than speed.” – unbekannt
  • Reminder: Du darfst heute anders arbeiten als früher.
  • „Wer ständig rennt, verpasst oft den richtigen Weg.“ – unbekannt
  • Reminder: Sichtbarkeit ohne Substanz ist laut – Substanz ohne Eile trägt.
  • “Do less, but do it better.” – Jason Fried
  • Reminder: Marketing ist kein Beweis deiner Leistungsfähigkeit.
  • „Beständigkeit schlägt Begeisterung.“ – unbekannt
  • Reminder: Du darfst dich wiederholen, wenn es für dich wichtig ist.
  • “Slow is smooth. Smooth is fast.” – Redewendung
  • Reminder: Nicht jeder Wachstumsschritt muss sichtbar sein.
  • „Qualität braucht Aufmerksamkeit, nicht Druck.“ – unbekannt
  • Reminder: Du musst nicht überall präsent sein, um verlässlich zu wirken.
  • “The work you do while no one is watching matters most.” – unbekannt
  • Reminder: Innere Sicherheit ist eine Business-Kompetenz.
  • „Wachstum braucht Raum.“ – unbekannt
  • Reminder: Du darfst Marketing einfacher machen als andere.
  • “Make it sustainable or don’t make it at all.” – unbekannt
  • Reminder: Dein Angebot darf mit dir reifen.
  • „Nicht mehr tun, sondern stimmiger handeln.“ – unbekannt
  • Reminder: Erfolg darf sich ruhig anfühlen.
  • “Build something you don’t need to recover from.” – Brianna Wiest
  • Reminder: Du bist nicht zu langsam – du bist gründlich.
  • „Man muss nicht alles tun, um erfolgreich zu sein.“ – unbekannt

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Vorwort zu den Vorversionen

Du brauchst nur das richtige Mindset, dann klappt das mit dem Online-Business wie geschmiert. Ähm… nein. Das Mindset alleine macht wohl noch kein erfolgreiches Business. Und jetzt kommt das große ABER: Wenn dein Mindset nicht stimmt, dann kannst du ziemlich sicher sein, dass es schwierig wird mit dem Erfolg. 

Es ist aber auch klar, dass wir nicht jeden Tag mit einem Lächeln und einem Berg von Motivation in uns aufwachen. Was können wir also tun, um uns selbst zu unterstützen und unseren Kopf und Geist positiv auf die Herausforderungen des Tages einzustimmen?

In diesem Zusammenhang bin ich auf die Idee gekommen, für jede meiner Arbeitswochen ein Business Zitat herzunehmen. Das habe ich für 2023 gemacht (findest du weiter unten), 2024 und noch mehr tolle Mindset-Zitate gibt es auch für 2025. Außerdem habe ich für 2025 Reminder hinzugefügt, um das ganze ein bisschen abwechslungsreicher zu gestalten. Denn manchmal braucht es nur eine kleine Erinnerung… 😉

Ich persönlich verbinde mit positivem Mindset auch ganz häufig tolle und inspirierende Zitate von Menschen, die (vermutlich) deutlich mehr Business-Erfahrung haben als du oder ich. 

Bisher habe ich solche Zitate sehr gerne auf Instagram genutzt, um meinen Account ein bisschen aufzuhübschen und weil ich gute Quotes einfach mag. Da ich jetzt aber nicht mehr auf Instagram aktiv bin, packe ich die besten Business-Zitate für dein Mindset jetzt zusammengefasst für dich in diesen Blogartikel. 

Positiv denken und motiviert bleiben

Was mir auch im Laufe meiner Selbständigkeit aufgefallen ist: Mache ich meine normale Morgenroutine mit Meditation und Journaling, dann spüre ich, dass ich diese Tage mit einer anderen Einstellung beginne. Denn oft nutze ich auch Zitate mehr oder weniger berühmter Menschen, um mich auf den Tag einzunorden und dem Tag ein Motto zu geben. Dabei gehe ich ganz intuitiv vor. Ich lass mich quasi von dem Zitat „ansprechen“.

Lasse ich jedoch meine Wochenplanung, Morgenroutine und vor allem mein Journaling mal aus, dann fehlt mir etwas an dem Tag. Na ja, vielleicht nicht am ersten Tag, aber am zweiten oder dritten Tag komme ich sogar fast ins straucheln.  

Wir als Einzelunternehmerinnen tragen eine Menge Verantwortung – jeden Tag positiv zu denken und hoch motiviert zu sein, ist vermutlich keine realistische Idee. Genau deshalb wünsche ich mir, dass du die folgenden 52 Zitate nutzt, um die Wochen des kommenden Jahres unter einen jeweiligen „Zitate-Stern“ zu stellen und sie für dich und deinen persönlichen Motivationsschub zu nutzen.

So nutzt du die Zitate für dich

Ich persönlich habe mir vorgenommen, jeweils ein Business Zitate am Montag oder Sonntag bei der Wochenplanung zu ziehen und meine folgende Woche ein bisschen in dem Licht des Zitates zu betrachten. 

Falls du Lust hast, dabei mitzumachen, dann kopiere dir die unten stehende Liste und starte sofort mit einem motivierenden Business Zitat oder Reminder in die jeweils neue Woche. 

Wichtig: Lesen alleine bringt es natürlich nicht. Arbeite mit dem Business Zitat, wiederhole die Message immer wieder im Laufe der Woche. Vielleicht auch im Rahmen des Journalings, falls du dieses Tool verwendest. 

Und noch ein Hinweis: Es handelt sich bei vielen der Zitate nicht um reine Business Zitate. Denn wenn ich etwas gelernt habe, dann, dass Selbständigkeit eine der größten Herausforderungen im Rahmen der Persönlichkeitsentwicklung ist. 

Entwickelt sich deine Persönlichkeit, entwickelt sich auch dein Business.

Übrigens findest du jeweils ein Mindset-Zitat bzw. einen Reminder in meiner wöchentlichen MarketingPost, zusammen mit tollen Ideen und Tipps zur Contenterstellung und zum Online-Marketing. Hier kannst du dich für meinen Newsletter anmelden: MarketingPost

Die 52 besten Mindset-Zitate und Reminder – für jede Woche eins (2025er-Edition)

  • „Denke immer daran, dass es nur eine wichtige Zeit gibt: Heute. Hier. Jetzt.“ – Leo Tolstoi
  • Reminder: Das kalte Wasser wird nicht wärmer, wenn du später springst.
  • „Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg“ – Laozi
  • Reminder: Du bist wichtig! Achte auf dich und deine Bedürfnisse.
  • „Ziel des Lebens ist es nicht, ein erfolgreicher Mensch zu sein, sondern ein wertvoller“ – Albert Einstein
  • Reminder: Feiere dich selbst und schenke dir ein Lächeln.
  • „Der Sinn des Lebens besteht darin, deine Gabe zu finden. Der Zweck des Lebens ist es, sie zu verschenken.“ – Pablo Picasso
  • Reminder: Fühle dich nicht schuldig, weil du dich priorisierst. Du bist das wichtigste Asset in deinem Leben.
  • „Es sind nicht die Jahre deines Lebens, die zählen. Was zählst, ist das Leben innerhalb dieser Jahre.“ – Abraham Lincoln
  • Reminder: jeder Erfolg fängt mit der Entscheidung an, es zu versuchen.
  • „Das Leben besteht nicht daraus, gute Karten zu haben, sondern mit denen, die du hast, gut zu spielen.“ – Josh Billings
  • Reminder: Du musst dich nicht verändern, um anderen zu gefallen.
  • „Jede schwierige Situation, die du jetzt meisterst, bleibt dir in der Zukunft erspart.“ – Dalai Lama
  • Reminder: Dinge ändern sich. Menschen ändern sich. Gefühle ändern sich. Und das ist vollkommen okay.
  • „Das Leben ist ein Spiel. Man macht keine größeren Gewinne, wenn man nicht einen Verlust riskiert.“ – Christina von Schweden
  • Reminder: Morgen kannst du neu beginnen.
  • „Zu langes Nachdenken über eine Sache macht sie oft unmöglich.“ – Eva Young
  • Reminder: Die Art und Weise, wie du mit dir umgehst, ist wichtig und sagt eine Menge über dich aus.
  • „Wenn wir nicht ganz wir selbst sind, wahrhaft im gegenwärtigen Augenblick, verpassen wir alles.“ – Thich Nhat Hanh
  • Reminder: Du verdienst nur das Beste.
  • „Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen. Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge.“ – Wilhelm Busch
  • Reminder: Du hast großes Potenzial. Wie willst du es nutzen?
  • „Someone is sitting in the shade today because someone planted a tree a long time ago.“ – Warren Buffet
  • Reminder: Es ist okay, nicht alles im sofort zu erledigen.
  • „Es gibt nur zwei Tage in deinem Leben, an denen du nichts ändern kannst: Der eine ist gestern und der andere ist morgen.“ – Dalai Lama
  • Reminder: Pause machen ist auch ein wichtiger Job.
  • „Wünsche dir nicht, dass es einfacher wäre. Wünsche dir, dass du besser darin wirst.“ – Jim Rohn
  • Reminder: Du darfst selbst entscheiden, wozu du „Ja“ oder „Nein“ sagst.
  • „Alles, was man über das Leben lernen kann, ist in drei Worte zu fassen: Es geht weiter.“ – Friedrich Schiller
  • Reminder: Hindernisse sind eine Chance, zu wachsen.
  • „Ideas are easy. Implementation is hard.“ – Guy Kawasaki
  • Reminder: Take a deep breath.
  • „Success is walking from failure to failure with no loss of enthusiasm.“ – Winston Churchill
  • Reminder: Der kleine Schritt heute bringt dich ein Stück weiter.
  • „Tu, was du willst, aber nicht, weil du musst.“ – Buddha
  • Reminder: Kleine Schritte sind viel besser, als keine Schritte zu gehen.
  • „Die Zeit, die wir uns nehmen, ist die Zeit, die uns etwas gibt.“ – Ernst Ferstl
  • Reminder: Es ist schön, dass es dich gibt. Du bist wertvoll und einzigartig.
  • „Success isn’t overnight. It’s when every day you get a little better than before. It adds up.“ – Dwayne Johnson
  • Reminder: Habe Geduld mit dir selbst.
  • „Der beste Weg, einen Freund zu haben, ist der, selbst einer zu sein.“ – Ralph Waldo Emerson
  • Reminder: Du bist schon so weit gekommen!
  • „Es gibt keinen Misserfolg. Entweder du hast Erfolg oder du lernst.“ – Kevin Kruse
  • Reminder: Es ist nicht wichtig, wie groß der erste Schritt ist, sondern in welche Richtung er geht.
  • „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“ – Johann Wolfgang v. Goethe
  • Reminder: Nicht alles braucht eine Reaktion.
  • „Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.“ – Marie von Ebner-Eschenbach
  • Reminder: Fühle dich zu keinem Zeitpunkt verpflichtet, Dinge zu tun, die du nicht tun möchtest.
  • „Es ist egal, woher du kommst oder wer du warst; wichtig ist allein, wohin du willst und wer du sein willst.“ – Alexandra Maria Huber
  • Reminder: Du musst dich niemanden beweisen.
  • „Glück haben – ein Geschenk des Zufalls, glücklich sein – eine Gabe des Herzens.“ – Dr. Carl Peter Fröhling
  • Reminder: Nur weil du gerade kämpfen musst, heißt das nicht, dass du scheitern wirst.

Podcast-Episode #072: 52 tolle Mindset-Zitate für dein Business (2024er-Edition)

Die 52 besten Mindset-Zitate – für jede Woche eins (2024er-Edition)

Hier findest du die Möglichkeit, die Mindset-Zitate herunterzuladen und dir auszudrucken. Vielleicht möchtest du in 2024 auch jede Woche ein Zitat ziehen, um deine Woche unter ein bestimmtes Motto oder Thema zu stellen:

  • Denken müssen wir ja sowieso. Warum dann nicht gleich positiv? (Albert Einstein)
  • Wenn man die Augen schließt, hört man besser zu (Sheldon Cooper)
  • There is no limit to what we as women can accomplish (Michelle Obama)
  • Ich habe mich entschieden und sage vielleicht (Carène Ponte)
  • Wann immer du sagst, „Das hätte ich auch geschafft“, denke daran, sie haben es getan (unbekannt)
  • Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins (Marie von Ebner-Eschenbach)
  • Die Tragödie des Lebens liegt nicht im Nichterreichen seines Ziels. Die Tragödie des Lebens liegt darin keine Ziele zu haben, die man erreichen kann (Benjamin Mays)
  • Wer schön sein will, muss lachen! (unbekannt)
  • Du siehst die Welt nicht so, wie sie ist. Du siehst die Welt so, wie Du bist (Mooji)
  • Ich hatte mein ganzes Leben viele Probleme und Sorgen. Die meisten von ihnen sind aber niemals eingetreten (Mark Twain)
  • Am Anfang braucht man Mut, um am Ende glücklich zu sein! (Demokrit)
  • Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren? (Vincent van Gogh)
  • Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen (Anton Bruckner)
  • Das Problem ist nicht das Problem. Das Problem ist deine Einstellung zu dem Problem (Fluch der Karibik)
  • Veränderung entsteht dadurch das gewöhnliche Leute ungewöhnliche Dinge tun (Barack Obama)
  • Wer alles mit einem Lächeln beginnt, dem wird Vieles gelingen! (Dalai Lama)
  • Der Grund Nummer eins, warum Menschen im Leben scheitern, ist weil sie auf ihre Freunde, Familie oder Nachbarn gehört haben (Napoleon Hill)
  • Money is not the only answer, but it makes a difference (Barack Obama)
  • Probleme sind die Chancen, dem Leben zu zeigen, was man kann (unbekannt)
  • Niemand weiß, was er kann, bis er es probiert hat (Publius Syrus)
  • Enjoy the little things! (unbekannt)
  • Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und handelt (Dante Alighieri)
  • Müde macht uns die Arbeit, die wir liegenlassen – nicht die, die wir tun (Marie von Ebner-Eschenbach)
  • Alle Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben ihnen zu folgen (Walt Disney)
  • Du bist mutiger als du glaubst, stärker als du scheinst und intelligenter als du denkst (A.A. Milne)
  • Sei realistisch: Plane ein Wunder! (Osho)
  • Surround yourself with only people who are going to lift you higher (Oprah Winfrey)
  • Die drei wichtigsten Dinge, um alles zu erreichen, was sich lohnt, sind: Harte Arbeit, Durchhaltevermögen und gesunder Menschenverstand. (Thomas Alva Edison)
  • Nichts ist besonders schwer, wenn du es in kleine Aufgaben teilst (Henry Ford)
  • Sei die beste Version von dir selbst! (unbekannt)
  • Wenn du dich immer auf das konzentrierst, was du zurückgelassen hast, wirst du niemals sehen, was vor dir liegt (Ratatouille)
  • Das Leben ist schön. Von einfach war nie die Rede (unbekannt)
  • Egal was um Dich herum passiert, nimm es nicht persönlich…Nichts, was andere Leute tun, passiert wegen Dir, sondern wegen ihnen selbst (Miguel Ruiz)
  • Das größte Vergnügen im Leben besteht darin, Dinge zu tun, die man nach Meinung anderer Leute nicht fertig bringt! (Marcel Aymé)
  • Be yourself; everyone else is already taken (Oscar Wilde)
  • Wer etwas will, sucht Wege. Wer etwas nicht will, sucht Gründe (Edward Gibbon)
  • Das Vergnügen, andere mit Lob zu überschütten, sollten wir uns viel öfter gönnen (Ernst Ferstl)
  • Je härter ich arbeite, desto mehr Glück scheine ich zu haben (Thomas Jefferson)
  • Wege entstehen dadurch, dass man sie geht (Franz Kafka)
  • Jeder Mensch bekommt seine Chance. Es kommt nur darauf an, sie zu verwerten (Peter Weck)
  • Jetzt! Ist die richtige Zeit, neue Wege zu gehen! (unbekannt)
  • Heutiges Tagesziel: So gut gelaunt sein, dass negative Menschen keine Lust mehr haben, in meiner Nähe zu sein (unbekannt)
  • Es gibt Berge, über die man hinüber muss, sonst geht der Weg nicht weiter (Ludwig Thoma)
  • Scheitern ist ein Umweg, keine Sackgasse (Zig Ziglar)
  • Das Glück deines Lebens wird bestimmt von der Beschaffenheit deiner Gedanken (Marc Aurel)
  • Man muss ins Gelingen verliebt sein, nicht ins Scheitern (Ernst Bloch)
  • Chancen sind wie Sonnenaufgänge. Wer wartet, verpasst sie (unbekannt)
  • Never, never, never give up! (Winston Churchill)
  • Jeder Tag ist eine neue Chance, das zu tun, was du möchtest (Friedrich von Schiller)
  • No matter who you are, no matter where you come from, YOU are beautiful (Michelle Obama)
  • Manchmal ist der richtige Weg nicht der einfachste Weg (Pocahontas)
  • Positives Denken und der Glaube an sich selbst sind der Weg zum Erfolg (Josef Dlask)


Podcast-Episode #031: 52 tolle Zitate für dein Business-Mindset (2023er-Edition)

Business Zitat für dein besten Business Jahr

Falls du Lust hast, dabei mitzumachen, dann kopiere dir die unten stehende Liste oder hole dir hier sehr gerne das [thrive_2step id=’8861′]PDF zum Ausdrucken[/thrive_2step] und starte sofort mit einem motivierenden Business Zitat in die jeweils neue Woche. 

Die 52 besten Business Zitate – für jede Woche eins (2023er-Edition)

  • Es ist Zeit, alles zu sein, was du wirklich bist (Laura Malina Seiler)
  • Es gibt nie die perfekten Umstände. Aber es gibt den richtigen Zeitpunkt für Veränderung. Und der ist genau jetzt! (Melina Royer von Vanilla Mind)
  • Alles ist möglich. Wenn du genug Mumm hast (J.K. Rowling)
  • Wenn du dein Mindset im Griff hast, dann hast du dein Leben im Griff (Christian Bischoff)
  • Der unheimlichste Moment ist immer kurz bevor du anfängst (Stephen King)
  • Es ist egal, wie langsam du gehst, solange du nicht stehen bleibst (Konfuzius)
  • Mit jedem neuen Tag kommen neue Stärke und neue Gedanken (Eleanor Roosevelt)
  • Wer immer nur auf seine Mitmenschen hört, wird irgendwann taub für sein innere Stimme (Ernst Fernstl)
  • Habe den Mut, unperfekt zu sein (Brene Brown)
  • Ein Schiff ist sicherer, wenn es im Hafen liegt. Aber dafür werden Schiffe nicht gebaut (Paulo Coelho)
  • Sell the problem you solve, not the product you have (unknown)
  • Gib das, was dir wichtig ist, nicht auf, nur weil es nicht einfach ist (Albert Einstein)
  • Wenn Sie nur Dinge machen, von denen Sie im Voraus wissen, wie sie laufen, wird Ihr Unternehmen untergehen. (Jeff Bezos)
  • Suche nicht nach Fehlern, suche nach Lösungen (Henry Ford)
  • Es passiert wegen dem Gesetz der Anziehung. Weil ich wusste, was ich wollte (Nokuphiwo Jada)
  • Es ist nicht deine Aufgabe mich zu lieben, es ist meine (Byron Katie)
  • In diesem Leben ist jeder mutig, der nicht aufgibt (Paul McCartney)
  • Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt (Mahatma Gandhi)
  • Du hast das Recht dazu, genau die Person zu sein, die du wirklich sein willst (Michelle Obama)
  • Alles Große in der Welt geschieht nur, weil einer mehr tut, als er muss. (Albert Einstein)
  • Wenn Bewusstsein in dir ist, brauchst du nicht mehr jeden Gedanken zu glaube, den du denkst (Eckhart Tolle)
  • The key to success is to start before you are ready (Marie Forleo)
  • Die Kunst ist, einmal mehr wieder aufzustehen, als man umgeworfen wird (Winston Churchill)
  • Der erste Mensch, den du um Rat fragen solltest, bist du selbst (Laura Malina Seiler)
  • Ich bin nicht gescheitert – ich habe 10.000 Wege entdeckt, die nicht funkioniert haben (Thomas Alva Edison)
  • Der ideale Tag wird nie kommen. Er ist heute, wenn wir ihn dazu machen (Horaz)
  • Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich verdienen (Robert Lemke)
  • Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das was er schon ist (Henry Ford)
  • Alles ist schwer, bevor es leicht wird (Goethe)
  • Die Entfernung ist unwichtig. Nur der erste Schritt ist wichtig (Marquise du Deffand)
  • Deine unzufriedensten Kunden sind deine größte Lernquelle (Bill Gates)
  • Suche ständig nach Kritik. Eine gut durchdachte Kritik dessen, was du tust, ist so wertvoll wie Gold (Elon Musk)
  • Timing, Ausdauer und zehn Jahre des Bemühens werden dich schließlich wie einen Erfolg über Nacht aussehen lassen (Biz Stone)
  • Sorgen sind genauso sinnvoll, wie sich ein Pflaster aufzukleben, bevor man sich geschnitten hat (Karin Kuschik)
  • Wenn du glaubst, andere Menschen seien daran Schuld, dass dein Leben so ist, wie es gerade ist, dann wirst du viel leiden (Peter Beer)
  • Fang nie an aufzuhören, hör nie auf anzufangen (Marcus Tullius Cicero)
  • Manchmal zeigt sich der Weg erst, wenn man anfängt, ihn zu gehen (Paulo Coelho)
  • Tue was du willst, aber nicht weil du musst (Buddha)
  • In einem Jahr wirst du dir wünschen, du hättest heute angefangen (Karen Lamb)
  • Erfolg ist eine Treppe, keine Tür (Dottie Walters)
  • Manchmal gewinnt man, manchmal lernt man (John C. Maxwell)
  • Wenn du den Erfolg so sehr willst, wie die Luft zum Atmen, dann wirst du Erfolg haben (Eric Thomas)
  • Wer kein Ziel hat, kann auch keines erreichen (Laotse)
  • Es gibt nur zwei Tage in deinem Leben, an denen du nichts ändern kannst: Der ist gestern und der andere morgen (Dalai Lama)
  • Der einzige Weg, großartige Arbeit zu leisten, ist zu lieben, was man tut (Steve Jobs)
  • Zuerst ignorieren sie dich. Dann lachen sie über dich. Dann bekämpfen sie dich. Dann gewinnst du (Mahatma Gandhi)
  • Wer etwas will, findet einen Weg. Wer etwas nicht will, findet einen Grund (Jim Rohn)
  • Ich habe nie vom Erfolg geträumt – ich habe dafür gearbeitet (Estee Lauder)
  • Erfolg ist die Summe der kleinen Anstrengungen, die sich Tag für Tag wiederholen (Robert Collier)
  • Wenn man genau hinsieht, haben die meisten Erfolge über Nacht sehr lange gedauert (Steve Jobs)
  • Versuche nicht, ein erfolgreicher, sondern ein wertvoller Mensch zu werden (Albert Einstein)
  • Einfach machen (Alexander Pavel)

Fazit zu den Business Zitaten

Wenn du mit mir das Jahr gemeinsam verbringen möchtest, dann kannst du wie schon beschrieben jede Woche einen Zettel ziehen und dich damit auf deine nächste Business-Woche einstimmen. 

Du hast hier auch die Möglichkeit, dich für den Newsletter anzumelden: Dort werde ich jede Woche mein Wochen-Zitat veröffentlichen und dann können wir miteinander in die neue Woche gehen. 

Mit mehr Motivation und mehr positiven Gefühlen durch das Jahr 2024 – bist du dabei?

Grünes SEO: Der nachhaltige Weg zur Sichtbarkeit – Interview mit Laura Filz

Grünes SEO: Der nachhaltige Weg zur Sichtbarkeit – Interview mit Laura Filz

💡 Das Wichtigste in Kürze

  • Das ist die Hauptaussage: Grünes SEO verbindet Sichtbarkeit mit ethischem, datensparsamem Marketing und passt deine Positionierung an deine Werte an.
  • Warum ist das wichtig: Du ziehst passende Kundinnen an, ohne Druck, Tracking-Wahn und Social-Media-Hamsterrad.
  • So kommst du direkt in die Umsetzung: Website nutzerfreundlich machen, klare Keywords wählen, nachhaltige Tools nutzen, authentische Texte schreiben, auf SEO, Gastbeiträge und Podcasts statt Dauer-Posting setzen.

In der neuesten Episode meines Podcasts „ALLES IM GRIFF im Online-Marketing“ hatte ich das Vergnügen, Laura Filz zu begrüßen. Nach langer Planung hat es endlich geklappt, und wir konnten uns ausführlich zum Thema grünes SEO und ethisches Marketing unterhalten.

Laura ist seit 2020 als grüne SEO-Texterin und Beraterin selbstständig. Sie unterstützt Selbstständige und kleine Unternehmen dabei, mit ihren sinnvollen Angeboten sichtbar zu werden – und zwar auf eine Art und Weise, die sowohl effektiv als auch ethisch vertretbar ist. Dafür schreibt sie Website-Texte und Blogbeiträge, die von Suchmaschinen gefunden werden, und erklärt praxisnah, wie SEO funktioniert.

In unserem Gespräch haben wir uns damit beschäftigt, was grünes Marketing und grünes SEO überhaupt bedeutet, warum diese Ausrichtung für Laura den entscheidenden Unterschied macht und wie du selbst nachhaltiger im Online-Marketing agieren kannst. Dabei geht es nicht nur um Umweltaspekte, sondern auch um ethische Fragen und einen bewussteren Umgang mit Daten und Kommunikation.

Was ich besonders spannend fand: Laura zeigt, dass Sichtbarkeit im Internet auch ohne manipulative Taktiken und ohne übermäßiges Tracking möglich ist – ein Aspekt, der mir mit meinem Fokus auf Authentizität im Marketing sehr am Herzen liegt.

Podcast-Episode #166: Interview mit Laura Filz

Ist dir das Konzept des grünen SEOs neu? Dann bist du hier genau richtig. Tauche mit mir ein in dieses faszinierende Gespräch, das vielleicht auch deine Sicht auf Online-Marketing verändern wird.

Was bedeutet „Grünes SEO“ überhaupt?

Gleich zu Beginn unseres Gesprächs habe ich Laura gefragt, was genau hinter dem Begriff „grünes SEO“ steckt – ein Konzept, mit dem viele meiner Hörerinnen vermutlich noch nicht vertraut sind. Laura erklärte, dass sie diesen Begriff selbst geprägt hat: „Ich würde sagen, das ist mein Begriff. Ich nenne das einfach so, weil für mich in diesem Begriff ‚grün‘ einfach so viele verschiedene Nuancen drin sind.“

Diese Nuancen umfassen mehrere wichtige Aspekte:

Verzicht auf umfangreiches Datentracking

Laura verzichtet bewusst auf Tools wie Google Analytics: „Ich meine mit grünem SEO, dass ich Suchmaschinenoptimierung mache und dabei kein Datentracking nutze, also auf gut Deutsch, kein Google Analytics bewusst nutze und mich da gegen diese Auswertung und Statistiken entscheide.“

Stattdessen setzt sie auf datenschutzfreundlichere Alternativen wie Koko Analytics – ein WordPress-Plugin, das deutlich abgespeckte, aber dennoch nützliche Daten liefert, ohne dabei personenbezogene Informationen zu sammeln.

Ethische Textgestaltung

„Mit grünem SEO mache ich eben auch Texte sichtbar, die ethisch sind“, erläutert Laura. „Das heißt, die möglichst auf konventionelles Marketing verzichten.“ Sie bezieht sich dabei auf Marketingstrategien, mit denen sie sich nicht wohlgefühlt hat und hinter denen sie nicht stehen kann – wie künstliche Verknappung oder das Schüren von Ängsten.

Fokus auf sinnvolle Angebote

Ein weiterer wichtiger Aspekt: „Mit meiner Arbeit als SEO-Expertin will ich Angebote sichtbar machen, die hilfreich sind, die sinnvoll sind, nachhaltig sind in einem Sinn.“

Laura unterstützt also bewusst Unternehmen und Selbstständige, deren Angebote einen positiven Beitrag leisten. Das können nachhaltige Produkte sein, aber auch Dienstleistungen, die Menschen wirklich helfen und die auf ethischen Grundsätzen basieren.

Nachhaltiges eigenes Business

„Ich nenne mich grüne SEO-Beraterin und SEO-Texterin, weil ich in meinem eigenen Business auch versuche, möglichst nachhaltige Tools zu nutzen, die entweder datenschutzfreundlich sind oder mit Ökostrom arbeiten“, erklärt Laura weiter.

Sie lebt also das, was sie predigt – ein durchgängiges Konzept, das sowohl ihre Dienstleistungen als auch ihre eigene Arbeitsweise umfasst. Für Laura ist „grün“ ein vielseitiger Begriff, der Nachhaltigkeit im ökologischen Sinne, aber auch Ethik und Authentizität in der Kommunikation umschließt.

Was besonders deutlich wird: Grünes SEO ist kein starres Konzept mit festen Regeln, sondern ein flexibler Ansatz, der verschiedene Aspekte vereint und sich kontinuierlich weiterentwickeln kann. Lauras Definition zeigt, dass es bei nachhaltigem Marketing nicht nur um Umweltaspekte geht, sondern auch um einen respektvollen Umgang mit Kundinnen und deren Daten.

Darstellung wie ein Baum gepflanzt wird mit der Aufschrift "Grünes SEO verbindet Sichtbarkeit mit ethischem Marketing"

Die Vorteile des Verzichts auf Google Analytics

Ein zentraler Punkt in unserem Gespräch war die bewusste Entscheidung, auf umfangreiche Tracking-Tools wie Google Analytics zu verzichten. Dieses Thema trifft bei mir auf offene Ohren, da ich selbst die Erfahrung gemacht habe, dass solche Tools oft mehr Komplexität als Klarheit bringen.

Weniger ist manchmal mehr

Laura nutzt stattdessen Koko Analytics, ein deutlich abgespecktes Tool: „Das ist auch ein Plugin für WordPress. Nur das ist natürlich viel, viel abgespeckter. Die ganzen personenbezogenen Daten, wie bei Google Analytics, werden nicht erhoben.“

Ich konnte ihre Erfahrung bestätigen: „Ich habe mich mit dem Thema Google Analytics und Tracking mal näher beschäftigt. Und ich kenne es von mir selbst – und ich bin ja sehr toolaffin – mich hat es völlig überfordert.“ Ich bin deshalb auf Matomo umgestiegen und ermittle die wichtigstens 10 Daten jeden Monat. Denn die Überforderung mit einem Tool wie Google Analytics ist ein Problem, das viele Selbstständige kennen: Man sammelt Unmengen von Daten, kann sie aber nicht sinnvoll interpretieren oder für Entscheidungen nutzen.

Konkrete Vorteile der Vereinfachung

Im Gespräch kristallisierten sich mehrere Vorteile heraus, die ein Verzicht auf umfangreiches Tracking mit sich bringt:

1. Schnellere Webseiten

Laura betont: „Die Website wird natürlich auch schneller, wenn du Google Analytics rauswirfst.“ Eine schnellere Ladezeit verbessert nicht nur die Nutzererfahrung, sondern ist auch ein wichtiger Faktor für das Ranking in Suchmaschinen. Jedes Script, jeder externe Dienst, den eine Website lädt, verlangsamt sie – oft ohne entsprechenden Mehrwert zu bieten.

2. Datenschutz und Vertrauen

„Es ist aus Datenschutzsicht fragwürdig, was mit diesen Daten passiert, was Google damit macht“, gibt Laura zu bedenken. In Zeiten wachsenden Datenschutzbewusstseins kann ein verantwortungsvoller Umgang mit Nutzerdaten das Vertrauen in die eigene Marke stärken.

3. Fokus auf relevante Kennzahlen

Laura und ich sind uns einig, dass für die meisten Selbstständigen nur eine Handvoll Kennzahlen wirklich relevant sind. „Wenn man zum Beispiel einmal im Monat seine Zahlen tracken will, dass man dann auch ein Tool hat, wo man einfach ganz schnell erkennen kann, was für einen selbst relevant ist“, erkläre ich im Podcast.

Laura ergänzt treffend: „Also Zeit einmal, wenn ich mich da dann eben reinfixen will, die kann ich mir sparen und auch die Nerven, die da dran hängen und draufgehen. Dass ich es dann einfach übersichtlicher habe und mit wenig Zahlen dann auch verstehe: Läuft es gut, läuft es nicht gut? Und dann die Zeit für andere Dinge nutzen kann.“

Die Realität vieler Website-Betreiber

Ein interessanter Punkt, den Laura anspricht: Viele installieren Google Analytics nur, weil es „alle machen“, nutzen es aber dann kaum:

„Ich kriege auch bei meinen Kunden und Kundinnen oft mit, dass viele sich da Google Analytics installieren, weil sie es irgendwie so hören. Das machen irgendwie alle. Entweder nutzen sie es gar nicht, weil sie auch von den ganzen Zahlen oft überfordert sind.“

Diese Beobachtung deckt sich mit meinen eigenen Erfahrungen. Viele Selbstständige haben das Gefühl, sie müssten bestimmte Tools nutzen, um „professionell“ zu wirken – ohne zu hinterfragen, ob diese Tools ihnen wirklich helfen oder ob sie nicht sogar kontraproduktiv sein können.

Der Wert der gewonnenen Zeit

Was wir beide besonders betonen: Die eingesparte Zeit und mentale Energie kann in andere, wichtigere Aspekte des Businesses investiert werden. Anstatt sich in komplexen Statistiken zu verlieren, können wir uns auf das Wesentliche konzentrieren: Inhalte erstellen, Kunden betreuen und die eigene Expertise ausbauen.

Dieser Ansatz spiegelt ein größeres Thema wider, das sich durch unser gesamtes Gespräch zieht: Die Fokussierung auf das Wesentliche und der Mut, vermeintliche „Must-haves“ zu hinterfragen – ein Kernaspekt sowohl des grünen SEOs als auch eines authentischen Marketings.

Der Weg zum grünen Marketing

Ein besonders interessanter Teil unseres Gesprächs war Lauras persönliche Reise zum grünen Marketing. Ihre Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, die eigene Positionierung regelmäßig zu überprüfen und den Mut zu haben, Werte aus dem privaten Leben auch ins Business zu integrieren.

Vom Schreiben zum SEO

Lauras Weg begann mit ihrer Leidenschaft fürs Schreiben: „Ich wusste damals, ich will mich selbstständig machen als Texterin, einfach weil ich sehr gerne schreibe.“ Der SEO-Aspekt kam dann als Schwerpunkt hinzu, als sie merkte, wie wichtig dieser Bereich ist: „Das kam dann als Schwerpunkt dazu, weil ich dann selbst gemerkt habe, ich brauche das einfach, um dafür zu sorgen, dass mich die richtigen Menschen finden.“

Sie brachte bereits Erfahrungen mit SEO aus einem früheren Job mit und bildete sich in diesem Bereich weiter. Doch der entscheidende Schritt zur „grünen“ Positionierung kam durch externe Unterstützung:

Die Rolle von Unterstützung und Community

„Zum Start meiner Selbstständigkeit war ich damals zum Glück in einem Mastermind, und die hat mich dann dazu ermutigt, weil Nachhaltigkeit einfach in meinem privaten Leben eine große Rolle gespielt hat, das da mit reinzupacken“, erzählt Laura.

Sie gibt offen zu: „Ich glaube, sonst hätte ich mich das beim Start auf keinen Fall getraut. Weiß ich nicht, wie es dann sich entwickelt hätte, keine Ahnung. Aber durch die habe ich dann zum Glück von Anfang an gesagt, okay, ich mache das direkt als meine Zielgruppe, als meine Positionierung, dieses grüne Nachhaltige.“

Diese Erfahrung unterstreicht, wie wertvoll Mentoring und der Austausch mit Gleichgesinnten sein kann, um den Mut zu finden, authentisch zu sein und eigene Werte ins Business zu integrieren.

Von „vegan“ zu „grün“ – Die Entwicklung der Positionierung

Besonders spannend fand ich, dass Lauras Positionierung nicht statisch geblieben ist, sondern sich weiterentwickelt hat: „Am Anfang, also als ich gestartet bin, war ich sogar erst vegane SEO-Texterin und Beraterin, weil ich vegan liebe. Und dann habe ich auch gemerkt, ich glaube nach so einem halben Jahr, ja, boah, das ist sehr scharf, sozusagen sehr spitz.“

Diese Erkenntnis führte zu einer bewussten „Entschärfung“ ihrer Positionierung: „Und ich wollte halt auch keinen ausschließen. Also es war so, es hat sehr ausschließend auch geklungen. Und dieses Grün, da fühle ich mich auch einfach viel wohler mit, weil diese ganzen Aspekte irgendwie drin sind. Und es klingt viel einladender, luftiger.“

Parallelen zu meiner eigenen Reise

Ich konnte mich in Lauras Erfahrungen wiederfinden und teilte meine eigenen Erkenntnisse: „Das ist ja auch so, und das sage ich meinen Kunden auch immer wieder, dass wenn du mit einer bestimmten Positionierung losgehst, wird es wahrscheinlich in 2 oder 3 Jahren wird sich eine Menge geändert haben, weil man natürlich auch selber durch die Arbeit mit Kunden irgendwie erfährt, was einem Spaß macht, was einem wichtig ist, in welche Richtung man gehen möchte.“

Ich erzählte von meiner eigenen Erfahrung, mich in sechs Jahren Selbstständigkeit mehrfach neu zu positionieren: „Ich habe mich ja schon 2 bis dreimal neu positioniert oder meine Positionierung geschärft und dann wieder entschärft, müsste man eigentlich sagen.“ So bin ich ja selbst als Pinterest-Beraterin gestartet, habe dann sogar Pinterest für Podcaster gemacht, um dann schließlich die spitze Positionierung wieder aufzuheben, weil sie sich für mich zu eng angefühlt hat und mir eine nachhaltige und umfassender Sichtweise auf das Online-Marketing wichtiger wurde.

Die Bedeutung von Wohlbefinden in der Positionierung

Was sowohl in Lauras als auch in meiner Geschichte deutlich wird: Die Positionierung muss sich für uns selbst stimmig anfühlen. Laura bringt es auf den Punkt: „Ich soll mich damit wohlfühlen, es soll mir auch Spaß machen.“

Sie ergänzt mit einem anschaulichen Beispiel: „Wenn ich mir vorgestellt habe, okay, jetzt schreibe ich Texte für irgendwie den x-ten Plastikkugelschreiber, da hätte ich gar keinen Bock drauf, sondern ich will ja für Angebote, für Menschen arbeiten, die irgendwie auf meiner Wellenlänge sind und einfach Spaß dran haben.“

Die Lehre: Positionierung als Prozess

Dieser Abschnitt unseres Gesprächs verdeutlicht einen wichtigen Punkt für alle Selbstständigen: Positionierung ist kein einmaliger Akt, sondern ein fortlaufender Prozess. Es geht darum, die Balance zu finden zwischen Differenzierung und Offenheit, zwischen klarer Fokussierung und genügend Spielraum für Entwicklung.

Laura und ich sind uns einig: Das Schöne an der Selbstständigkeit ist genau diese Freiheit, immer wieder zu prüfen, ob die aktuelle Ausrichtung noch passt, und sie anzupassen, wenn sich Prioritäten oder Erkenntnisse ändern. Authentisch zu sein bedeutet auch, die eigene Entwicklung zuzulassen und den Mut zu haben, diese nach außen zu kommunizieren.

Ethisches Marketing ohne Druck

Ein Kernaspekt des grünen Marketings, den Laura vertritt, ist der bewusste Verzicht auf manipulative Taktiken. Dieses Thema liegt mir persönlich auch sehr am Herzen, da ich selbst zunehmend auf authentische Kommunikation setze und mich von klassischen „Verkaufstricks“ distanziere. So versuche ich bereits jetzt, keine Deadlines mehr für Angebote zu setzen oder auf manipulative Kommunikation in meinen E-Mails zu verzichten.

Von konventionellen Methoden zu ethischem Marketing

Laura beschreibt ihren eigenen Weg vom konventionellen zum ethischen Marketing offen: „Beim Marketing da war ich erst total auf der konventionellen Schiene unterwegs, so wie ich es gelernt habe, und habe dann auch einfach gemerkt, boah, das fühlt sich einfach nicht, das passt nicht, ich fühle mich damit nicht wohl.“

Interessanterweise kam die erste Berührung mit konventionellen Methoden ausgerechnet durch das Mastermind, das sie bei ihrer Positionierung unterstützt hatte: „Die Mastermind hat mich damals beim Start ja auch total positiv unterstützt, wie zum Beispiel mit meiner Positionierung. Gleichzeitig war da das klassische Marketing, und diese klassischen Sachen wie, das und das schreibst du auf deine Seite, nur bis x buchbar, nur x Plätze und so, das habe ich dann alles so erstmal mitgenommen und übernommen.“

Konkrete Beispiele manipulativer Taktiken

In unserem Gespräch benennen wir konkret, welche Praktiken aus ethischer Sicht problematisch sein können:

  • Künstliche Verknappung: Das unbegründete Limitieren von Angeboten, um Druck aufzubauen
  • Countdowns und Deadlines: Künstlich erzeugte Fristen, die Dringlichkeit suggerieren
  • Angstszenarien: Das Schüren von Ängsten, um Kaufentscheidungen zu forcieren
  • Extreme Versprechen: Unrealistische Erfolgsversprechen, die Hoffnungen wecken

Laura betont den Unterschied zwischen natürlicher und künstlicher Verknappung: „Manchmal gibt es die ja, einfach weil es wirklich, keine Ahnung, du sagst, du willst nur 10 Menschen betreuen, weil es sonst zu viel ist. Das ist ja total okay. Nur dieses eben künstlich erzeugte, die Countdowns, die Frühbucherpreise oder auch diese krassen Angstszenarien in den Texten, dieses krasse Druck machen, Angst machen, dass ich da von Stück für Stück weggekommen bin.“

Die Frage nach dem Umsatz

Eine häufige Frage, mit der Laura konfrontiert wird: Wie wirkt sich der Verzicht auf manipulative Taktiken auf die Verkaufszahlen aus? Ihre Antwort ist bemerkenswert ehrlich:

„Ich werde da manchmal gefragt, wie sind denn dann die Zahlen, wie hat sich das ausgewirkt auf den Verkauf, auf den Umsatz? Zum einen kann ich es gar nicht genau sagen, weil es war ja so ein schleichender Prozess, es war ja nicht ab Tag X habe ich das alte nicht mehr gemacht und auf das neue umgestellt.“

Noch wichtiger ist aber ihre Haltung zu dieser Frage:

„Gleichzeitig stelle ich mir diese Frage auch nicht, weil so fühlt es sich für mich richtig an, oder ich fühle mich so wohl, der Outcome passt, und genau diese Frage stelle ich mir so gar nicht. Vielleicht ja, vielleicht würde ich anders, keine Ahnung, X Prozent mehr verkaufen, nur das will ich halt gar nicht auf die Art.“

Bild von Schreibtisch und Pflanze im Hintergrund mit Aufschrift "In Zeiten von KI sind authentische Texte wichtiger denn je" zum Thema grünes SEO

Meine eigene Erfahrung mit ethischem Marketing

Ich konnte an dieser Stelle eigene Erfahrungen teilen: „Das ist ein ganz guter Punkt, weil ich das ja in meinem Business oder in meinem Marketing auch immer mehr so mache, dass ich ganz von dieser Verknappung weggekommen bin oder halt von diesem Druck.“

Stattdessen bin ich „dazu übergegangen, dass ich ganz viele meiner Angebote einfach öfter erwähne, einfach weil ich denke, es ist wichtig, dass die Menschen erfahren, dass es dieses Angebot gibt und dass sie die Möglichkeit haben, das wahrzunehmen.“

Ich kontrastiere diesen Ansatz mit übertriebenen Verkaufstaktiken: „Aber ohne dass ich sage, du musst jetzt irgendwie bis morgen Abend die und die Uhrzeit, sonst weiß ich nicht, geht dein ganzes Marketing den Bach runter und du wirst nie wieder Geld verdienen.“

Obwohl ich betone, dass ich hier überspitze, stimmt Laura zu: „So überspitzt ist das gar nicht. Also ganz schlimm teilweise.“

Die Qualität der Kundenbeziehungen

Ein Aspekt, den Laura anspricht und der oft übersehen wird: Die Art, wie wir Kunden gewinnen, beeinflusst die gesamte Kundenbeziehung:

„Welche Menschen würde ich vielleicht auch dadurch, sag ich mal, gewinnen als Kunden? Will ich mit denen überhaupt arbeiten? Ja, wie fühlen die sich vielleicht auch mit diesem Druck dann? Aus diesem Druck heraus zu kaufen, zu buchen. Und das hat ja auch eine Auswirkung auf die ganze Zusammenarbeit.“

Dieser Gedanke ist zentral: Kunden, die durch Druck gewonnen wurden, bringen diesen Druck oft in die Zusammenarbeit mit. Wer hingegen aus freien Stücken und in seinem eigenen Tempo bucht, tritt meist auch anders in die Geschäftsbeziehung ein.

Kundenfeedback und gesellschaftliche Verantwortung

Zum Abschluss dieses Themas sprechen wir darüber, dass Kunden selbst aktiv werden können, indem sie manipulativen Marketing-Praktiken Feedback geben. Ich schlage vor: „Dass wir das gegebenenfalls eben den Anbietern auch zurückspiegeln und sagen: Ich fühle mich als Kunde überhaupt nicht wohl, wenn du mich so unter Druck setzt. Also dein Angebot ist super interessant für mich, aber ich möchte gerne die Möglichkeit haben, es dann anzunehmen, wenn es sich für mich richtig anfühlt, und nicht, wenn die Deadline abläuft.“

Laura stimmt zu und ergänzt: „Ich habe auch schon Angebote dann eben ja nicht gebucht aus solchen Gründen, weil ich dann gemerkt habe, das passt irgendwie nicht, ich fühle mich da nicht wohl. Nur du hast recht, dann vielleicht auch den Schritt zu gehen und das auch so zu kommunizieren.“

Wir beide teilen die Vision: „Was wäre das für eine entspanntere Welt, wenn alle irgendwie einfach immer nur sagen würden, pass mal auf, ich habe hier dieses Angebot. Wenn es jetzt gerade das Richtige für dich ist, dann bist du herzlich eingeladen zuzugreifen und das für dich anzunehmen, und wenn es gerade nicht passt, bin ich da auch völlig fein mit.“

Diese Vision eines ethischeren, respektvolleren Marketings ist ein zentraler Baustein des grünen Marketings, wie Laura es versteht und praktiziert – und sie deckt sich perfekt mit meinem eigenen Streben nach mehr Authentizität in der Kommunikation mit meinen Kundinnen.

SEO zu Zeiten von KI und ChatGPT

In einer Zeit, in der künstliche Intelligenz und Tools wie ChatGPT immer präsenter werden, stellt sich für viele Selbstständige die berechtigte Frage: Lohnt sich die Investition in SEO überhaupt noch? Diese Frage habe ich Laura gestellt, und ihre Antwort war nicht nur klar, sondern auch fundiert und überzeugend.

Eine klare Position: SEO bleibt relevant

Laura bezieht sofort eindeutig Stellung: „Ja, genau, werde ich oft gefragt und höre ich auch immer, SEO ist tot und keine Ahnung. Meine Meinung ist da klar, nein, SEO lohnt sich immer noch oder vielleicht sogar gerade jetzt.“

Sie begründet diese Überzeugung mit mehreren Argumenten, die den aktuellen Stand der Online-Suche und die Entwicklung der KI-Nutzung realistisch einschätzen.

KI erzeugt mehr Content – Authentizität wird wichtiger

Ein zentrales Argument, das Laura vorbringt: „Zum einen gibt es durch diese ganzen KI-Modelle wie ChatGPT immer mehr Texte, also es ist ja angeblich viel leichter, hochwertige Texte zu erstellen, also es gibt noch mehr Texte, Content da draußen im Internet.“

Diese Zunahme an (oft generischem) Content führt paradoxerweise dazu, dass echte, authentische Inhalte wertvoller werden:

„Umso wichtiger, dafür zu sorgen, dass ich mit authentischen Texten, die sich wirklich nach mir anhören, sichtbar bin zu meinem Thema, für meine spezifische Zielgruppe.“

In einer Welt, in der jeder innerhalb von Sekunden KI-generierte Texte erstellen kann, wird die menschliche, individuelle Stimme zum Unterscheidungsmerkmal – ein Punkt, der mich persönlich in meinem Fokus auf Authentizität bestärkt.

Die Zahlen sprechen für sich

Laura untermauert ihre Position mit konkreten Nutzungszahlen: „Wenn wir uns dann auch mal Zahlen anschauen, also Google ist immer noch mit weitem Vorlauf Anlaufstelle für Menschen, die etwas suchen im Internet. Ich habe jetzt gar nicht die genauen Zahlen im Kopf, aber es sind Milliarden Suchanfragen pro Tag. Bei ChatGPT sind es Millionen. Das ist immer noch ein sehr großer Unterschied.“

Sie fügt einen überraschenden Vergleich hinzu: „Zahlmäßig liegt sogar DuckDuckGo vor ChatGPT.“ Diese Tatsache relativiert die manchmal übertriebene Vorstellung von der aktuellen Bedeutung von ChatGPT als Suchkanal erheblich.

Hinweis: Während Google täglich rund 14 Milliarden Suchanfragen verarbeitet, erreicht ChatGPT dagegen lediglich etwa 37,5 Millionen bis 1 Milliarde. Die Zahlen schwanken sehr.

Quelle: https://www.ecobono.com/taegliche-suchanfragen-nach-plattform-chatgpt-vs-google/

SEO und KI: Ergänzung statt Konkurrenz

Ein besonders wichtiger Punkt in Lauras Argumentation: SEO und KI stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern können sich gegenseitig verstärken:

„Und umso sichtbarer ich ja auch in Suchmaschinen bin, umso mehr habe ich überhaupt, oder ich habe dann erst überhaupt eine Chance, auch in ChatGPT sichtbar zu sein, weil dieses KI-Tool oder auch andere können mich dort natürlich auch als Experten, Expertin oder als Quelle nennen, nur dafür brauche ich meine Sichtbarkeit im Internet, also durch Suchmaschinenoptimierung.“

Sie fasst es treffend zusammen:

„Also das eine befruchtet, sage ich mal, das andere und deshalb glaube ich, ist es jetzt noch wichtiger, eben, sage ich mal, die SEO-Hausaufgaben zu machen.“

Qualität statt Quantität bei Klicks

Laura spricht einen wichtigen Trend an, den sie beobachtet: „Es gibt natürlich weniger Klicks auf Websites. Das merkt man schon, weil viele Fragen entweder auch ja bei Google oben direkt beantwortet werden oder eben in KI-Tools generell.“ Doch sie relativiert diese Beobachtung sofort: „Nur, wenn Menschen sich dann tiefer damit beschäftigen wollen, gibt es ja immer noch die Möglichkeit, also sich dann wirklich auf einer Webseite weiter zu informieren.“

Zudem betont sie einen wichtigen Aspekt: „Weniger Klicks gilt ja für alle. Das heißt, alle Webseiten merken das, oder Websitebetreiber, Betreiberinnen. Trotzdem ist aber weiterhin dieser erste Platz oder die ersten Plätze in den Suchergebnissen, also die relevantesten, also die, die immer noch mehr Sichtbarkeit oder am meisten Sichtbarkeit bringen. Und dafür ist SEO einfach nach wie vor wichtig.“

Anpassungen in der SEO-Strategie

Auf meine Nachfrage, ob sich SEO durch KI verändert und ob man bestimmte Dinge anders machen sollte, antwortet Laura:

„Ja, ich würde schon sagen, dass es spezifischer wird, ja, also dass ich mir nochmal auch spezifischere, längere Keywords besonders anschaue.“ Sie betont, dass der Fokus noch stärker auf Einzigartigkeit und persönliche Perspektive gelegt werden sollte: „…einfach nochmal mehr gucke, ist da irgendwie meine Haltung drin, meine Persönlichkeit, meine Arbeitsweise, die sich unterscheidet, was auch immer.“

Ein wichtiger Aspekt sei auch die Integration von Erfahrungsberichten: „Vielleicht auch Erfahrungsberichte schon mit einstreuen von Kunden, weil die Klicks, die es dann gibt auf meine Seite, auf meine Texte, die sind auch wirklich, sag ich mal, qualitativ. Also die können wirklich zu Kunden, Kunden oder einfach auch Kontakten werden.“

Zwischenfazit: SEO bleibt ein unverzichtbarer Baustein

Zusammenfassend macht Laura deutlich, dass SEO trotz – oder gerade wegen – der KI-Entwicklung ein wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen Online-Strategie bleibt. Die Bedeutung hochwertiger, authentischer und spezifischer Inhalte nimmt sogar zu, während die technischen Grundlagen des SEO weiterhin das Fundament für die Sichtbarkeit bilden.

Für mich persönlich ist diese Erkenntnis wertvoll, da sie bestätigt, dass mein Fokus auf authentische Inhalte und klare Kommunikation nicht nur aus ethischer, sondern auch aus strategischer Sicht der richtige Weg ist. Die Kombination aus Authentizität und technischem SEO-Wissen schafft eine robuste Grundlage für langfristige Sichtbarkeit – unabhängig davon, wie sich KI-Tools weiterentwickeln.

Praktische SEO-Tipps für Selbstständige

Nach den grundlegenden Überlegungen zur Bedeutung von SEO in Zeiten der KI wollte ich von Laura konkrete, praktische Tipps für meine Hörerinnen erhalten. Was können Selbstständige und kleine Unternehmen tun, um ihre Sichtbarkeit bei Google zu verbessern?

Fokus auf Nutzerfreundlichkeit als SEO-Grundlage

Laura betont zunächst einen grundlegenden Aspekt, der oft übersehen wird: „SEO hat ja auch ganz viel damit zu tun, dass unsere Website, ich sage gerne so eine Wohlfühloase ist für alle Menschen, die dort landen. Das heißt, ich verstehe schnell, worum es geht, bin ich hier richtig und wo finde ich was.“

Diese Perspektive ist wichtig, denn sie zeigt: SEO ist nicht nur eine technische Disziplin, sondern hat viel mit der Benutzererfahrung zu tun. Suchmaschinen wie Google bewerten Websites auch danach, wie gut sie die Bedürfnisse der Nutzer erfüllen.

Die Macht der Schrift: Ein oft unterschätzter Faktor

Lauras erster konkreter Tipp betrifft die Textdarstellung auf Websites: „Was da in 2 Minuten umgesetzt ist, aber echt große Wirkung hat, ist die Schrift. Weil ich sehe immer noch auf Websites, wo die Schrift entweder super klein ist oder verschnörkelt oder sehr blass im Kontrast.“

Sie gibt klare Richtlinien zur Verbesserung:

  • „Die Schrift sollte ungefähr mindestens 16 Pixel groß sein“
  • „Sie sollte keine Serifen haben, also eine Serifenlose Schrift“
  • „Der Kontrast sollte einfach stimmig sein“

Laura fasst zusammen: „Da hast du schon mal viel für die Nutzerfreundlichkeit und damit auch Sichtbarkeit getan.“ Diese einfache Maßnahme kann tatsächlich innerhalb weniger Minuten umgesetzt werden und verbessert sowohl die Lesbarkeit als auch die Verweildauer auf der Website – beides Faktoren, die sich positiv auf das SEO-Ranking auswirken.

Navigation optimieren: Klar und übersichtlich

Der nächste Tipp betrifft die Navigation: „Dann ist auch noch so ein Punkt, der einfach wichtig ist, sich auf deiner Website zurechtzufinden, das Menü. Also dass da wirklich klare Namen sind, also über mich, Blog, dass es wirklich klar ist, was finde ich da, dass ich nicht erst irgendwie kreativ werden muss, überlegen muss, was meint sie oder er jetzt damit.“

Laura rät zu einer überschaubaren Menüstruktur: „Es sollten so ungefähr, wenn es geht, nicht mehr als 7 Menüpunkte sein, weil es einfach auch sonst unübersichtlich wird.“

Diese Empfehlung deckt sich mit dem Prinzip der „kognitiven Belastung“ – je mehr Auswahlmöglichkeiten Menschen haben, desto schwieriger fällt ihnen die Entscheidung. Ein klares, übersichtliches Menü hilft Besuchern, sich schnell zu orientieren, und senkt die Absprungrate.

Keyword-Recherche: Der Schlüssel zur Sichtbarkeit

Als dritten und grundlegendsten Punkt nennt Laura die Keyword-Recherche: „Und dann ist natürlich die Basis, sichtbar zu werden, vor allem für die Menschen, denen ich weiterhelfen kann, mit denen ich arbeiten möchte, die Keywords.“

Sie räumt gleich ein: „Das ist natürlich ein Prozess, die Keyword-Recherche, die passiert jetzt nicht mal eben so nebenbei.“ Doch sie bietet einen zugänglichen Einstieg:

„So der allererste Schritt, brainstormen, erst mal gucken, mit welchen Begriffen suchen die Menschen nach meinem Thema.“ Dafür hat sie einen besonders cleveren Tipp: „Was ich finde, was da ein schöner Weg ist oder ein Weg, den Erstkontakt sich mal anzuschauen. Also wenn die Menschen zum allerersten Mal geschrieben haben, sei es per Mail oder weiß ich nicht, auf Instagram oder was auch immer, weil es dann so deren unverfälschter U-Ton ist. Also so welche Frage haben die mir dargestellt, welche Begriffe genutzt, mit welchem Thema kommen sie, mit welchen Problemen.“

Diese Methode ist brillant in ihrer Einfachheit: Statt theoretische Keyword-Recherche-Tools zu nutzen, schlägt Laura vor, sich an der tatsächlichen Sprache der Zielgruppe zu orientieren. Wer die exakten Formulierungen kennt, mit denen potenzielle Kunden ihre Probleme beschreiben, hat einen enormen Vorteil bei der SEO-Optimierung.

Grüne SEO-Texterin Laura Filz

Mein Ergänzungstipp: Google-Autovervollständigung nutzen

Ich konnte an dieser Stelle einen eigenen Tipp beisteuern, der sich in meiner Praxis bewährt hat: „Ich liebe es ja auch total, bei Google irgendwas einzugeben und dann gibt es ja immer dieses Dropdown, wo dann so Auto-Vervollständigungs-Vorschläge sind. Das finde ich auch immer ganz cool. Das habe ich damals auch für Pinterest ganz viel genutzt.“

Diese Methode ist ein einfacher Weg, um zu sehen, wonach Menschen tatsächlich suchen, wenn sie einen bestimmten Begriff eingeben. Die Vorschläge basieren auf häufigen Suchanfragen und geben wertvolle Einblicke in die Denkweise und Sprache der Zielgruppe.

Den kritischen Blick von außen einbeziehen

Ein weiterer Aspekt, den ich anspreche, ist die Bedeutung einer externen Perspektive: „Man ist ja so ein bisschen in seiner eigenen Blase gefangen oder man nimmt sich jemand zur Seite, der nicht genau vom Thema ist und lässt eben denjenigen mal über die Website gucken und fragt ihn, erkennst du überhaupt, was ich mache, oder könnte ich das irgendwie klarer darstellen?“

Dieser Tipp ergänzt Lauras Empfehlungen perfekt: Manchmal sind wir so tief in unserem eigenen Fachgebiet verwurzelt, dass wir nicht mehr erkennen können, ob unsere Kommunikation für Außenstehende verständlich ist. Ein unbefangener Blick kann wertvolle Hinweise geben, wie die Website nutzerfreundlicher und damit auch SEO-optimierter gestaltet werden kann.

Der rote Faden: Verständlichkeit und Nutzerzentrierung

Was alle Tipps von Laura verbindet: Sie zielen darauf ab, die Website für Besucher verständlicher, zugänglicher und nützlicher zu machen. Dies deckt sich mit der Philosophie moderner Suchmaschinen, die Websites bevorzugen, die ihren Nutzern einen echten Mehrwert bieten.

Besonders wertvoll an Lauras Tipps ist, dass sie ohne technisches Spezialwissen umgesetzt werden können und dennoch eine spürbare Wirkung erzielen. Sie beweisen, dass effektives SEO nicht kompliziert sein muss – es beginnt mit dem Fokus auf die Bedürfnisse der Zielgruppe und einer klaren, zugänglichen Kommunikation.

Nachhaltige Tools für dein Business

Nach den konkreten SEO-Tipps wollte ich von Laura mehr über die praktische Umsetzung des grünen Marketings erfahren. Welche Tools und Maßnahmen kann man als Selbstständige oder kleines Unternehmen nutzen, um nachhaltiger zu arbeiten? Ihre Antworten bieten wertvolle Einblicke und praktische Alternativen zu gängigen Lösungen.

Webhosting: Die oft übersehene ökologische Komponente

Ein erster wichtiger Aspekt, den Laura anspricht, ist das Webhosting: „Du kannst zum Beispiel immer schauen, welchen Webhost-Anbieter du hast. Da werden ja oft so diese Ami-Anbieter genannt. Da gibt es halt auch echt einige, also die dann, wenn es geht, Standort zum Beispiel in Deutschland haben, mit Ökostrom arbeiten.“

Diese Überlegung überrascht viele, da Webhosting oft als rein technische Entscheidung betrachtet wird. Dabei hat die Wahl des Hosters durchaus ökologische Relevanz – Rechenzentren verbrauchen enorme Mengen an Strom, und je nach Energiequelle kann der CO2-Fußabdruck erheblich variieren.

Ich konnte an dieser Stelle einen eigenen Erfahrungswert beisteuern: „All-Inkl ist zum Beispiel so jemand, ist in Deutschland und hat, arbeitet mit Ökostrom. Habe ich nämlich extra noch nachgeschaut, weil ich bei All-Inkl bin und wollte dann eben wissen, wie die quasi hosten, und sie sind, also setzen zu 100 Prozent auf Ökostrom.“

Laura ergänzt mit ihrer eigenen Wahl: „Das wusste ich gar nicht. Ich habe Biohost, das ist ein relativ kleiner auch. Und da mag ich es halt zum Beispiel auch, ich bin da keine Zahl. Also wenn ich irgendwas habe, wird mir auch schnell geholfen, und ich bin da irgendwie noch ein Mensch.“

Dieser Punkt verdeutlicht einen zusätzlichen Vorteil kleinerer, lokaler Anbieter: Oft bieten sie einen persönlicheren Service, was gerade für Selbstständige, die nicht über eine eigene IT-Abteilung verfügen, sehr wertvoll sein kann.

Newsletter-Tools: Datenschutzfreundliche Alternativen

Ein weiterer Bereich, den Laura anspricht, sind Newsletter-Tools: „Newsletter-Tool ist auch so was, auch nicht so ein Ami-Tool, einfach aus Datenschutz-Sicht, das dann auch schon fragwürdig ist.“

Sie weist darauf hin, dass es durchaus Alternativen gibt: „Es gibt auch E-Mail-Tools aus Deutschland, es gibt welche aus Europa. Da habe ich einen, genau, immerhin aus Europa.“

Diese Überlegung ist besonders relevant im Kontext der DSGVO und des Datenschutzes allgemein. Newsletter-Tools aus dem EU-Raum bieten oft bessere Garantien hinsichtlich des Umgangs mit Kundendaten und der Einhaltung europäischer Datenschutzstandards.

Videokonferenzen: Jenseits von Zoom

Ein drittes Beispiel, das Laura nennt, betrifft Videokonferenzlösungen: „Zoom ist natürlich auch so der Klassiker. Da gibt es auch mittlerweile die, die irgendwie einen Standort in Deutschland haben oder Europa, die keine Daten erheben, die mit Ökostrom arbeiten. FairMeeting ist zum Beispiel eine Variante. Die nutze ich für meine, zumindest für meine 1 zu 1 Gespräche.“

Sie räumt ein, dass es bei alternativen Anbietern manchmal Einschränkungen geben kann: „In größeren Gruppen ist dann von der Qualität manchmal so eine Sache, aber es gibt auch noch andere.“

Ein Umstieg auf nachhaltigere Alternativen kann also manchmal auch kleine Kompromisse erfordern. Dennoch lohnt es sich, die Möglichkeiten zu prüfen und zumindest für bestimmte Anwendungsbereiche umweltfreundlichere Lösungen zu nutzen.

Der Schlüssel: Bewusstsein und schrittweise Umsetzung

Laura fasst ihren Ansatz zusammen: „Bei dem Tool hat man eigentlich Alternativen, auf die gängigen, die immer so als erstes genannt werden, zurückzugreifen.“

Ich ergänze diesen Gedanken: „Ich glaube, das haben wir ja auch eben schon gesagt, es geht einfach darum, dass man so seine Antennen ein bisschen ausfährt, was das Thema angeht und eben schaut, was kann ich so vielleicht Schritt für Schritt in meinem eigenen Business verändern.“

Dabei betone ich die Wahlfreiheit und den individuellen Ansatz: „Und wenn ich die Wahl habe zwischen unterschiedlichen Tools, nehme ich vielleicht doch lieber eins, was irgendwie lokaler ist und nicht unbedingt ein amerikanisches Tool oder wie auch immer. Aber das darf jeder für sich selber entscheiden und nach eigenem Gusto.“

Die Bedeutung des Prozesses

Was in diesem Teil unseres Gesprächs besonders deutlich wird: Der Weg zu einem nachhaltigeren Online-Business ist ein Prozess, kein sofortiger kompletter Umstieg. Laura bestätigt dies in ihrer Erzählung über ihre eigene Entwicklung:

„Da bin ich auch immer noch im Prozess einfach, wie ich mich da verändere.“ Sie erwähnt, dass es „immer noch Drehschrauben“ gibt und Bereiche, „wo es auch noch so zwischendrin ist, sag ich mal, wo ich auch noch gucke, okay, löse ich mich davon jetzt ganz? Mach ich es vielleicht doch noch mal oder nicht.“

Diese ehrliche Darstellung ist ermutigend für alle, die sich vielleicht von der Vorstellung überfordert fühlen, ihr gesamtes Business auf einmal umzustellen. Es geht nicht um Perfektion, sondern um bewusste Entscheidungen und kontinuierliche Verbesserung.

Praktische Anwendung: Wo anfangen?

Für Selbstständige, die ihre Online-Präsenz nachhaltiger gestalten möchten, ergibt sich aus unserem Gespräch ein praktischer Ansatz:

  1. Bestandsaufnahme machen: Welche Tools und Dienste nutze ich aktuell?
  2. Prioritäten setzen: Wo habe ich den größten „ökologischen Fußabdruck“? (z.B. Hosting)
  3. Recherche betreiben: Welche Alternativen gibt es für die wichtigsten Tools?
  4. Schrittweise umstellen: Mit einem Bereich beginnen und dann nach und nach weitere Umstellungen vornehmen
  5. Kompromisse akzeptieren: Manchmal ist die nachhaltigste Lösung (noch) nicht die praktikabelste – hier pragmatisch bleiben

Dieser Prozess spiegelt wider, was Laura selbst durchlaufen hat und was sie ihren Kunden empfiehlt: Eine bewusste, schrittweise Transformation, die sowohl ökologische als auch ethische Aspekte berücksichtigt und dabei praktikabel bleibt.

Die Diskussion über nachhaltige Tools zeigt, dass grünes Marketing nicht nur eine Frage der Kommunikation ist, sondern auch der eigenen Unternehmenspraxis. Authentizität bedeutet in diesem Kontext auch, dass die eigenen Werte sich in der täglichen Arbeit und den genutzten Tools widerspiegeln – ein Aspekt, der bei Kunden zunehmend Resonanz findet und Vertrauen schafft.

Social Media und Sichtbarkeit jenseits der Plattformen

Ein überraschender und besonders interessanter Aspekt unseres Gesprächs kam zum Vorschein, als Laura im spielerischen „This or That“-Teil zwischen Instagram und LinkedIn wählen sollte. Ihre Antwort: „Keins.“ Diese Antwort führte zu einem aufschlussreichen Austausch über alternative Wege zur Sichtbarkeit jenseits von Social Media – ein Thema, das für viele überlastete Selbstständige besonders relevant ist.

Lauras Weg weg von Social Media

Auf meine Nachfrage hin teilt Laura ihre persönliche Reise mit Social Media: „Ich habe mich nur bei Instagram angemeldet am Anfang, habe da dann auch gepostet, gepostet immer schon relativ wenig, so zweimal die Woche war meine Regel, weil ich direkt auch gemerkt habe, das laugt mich sonst aus.“

Sie beschreibt ihre Entwicklung: „Und jetzt habe ich seit letztem Sommer, also jetzt schon über ein Jahr, gar nicht mehr gepostet. Weil ich einfach gemerkt habe, es raubt mir mehr Energie. Also es gab schon immer Teile, die haben mir auch noch Spaß gemacht, aber im Ganzen war es mir einfach zu viel.“

Alternative Wege zur Sichtbarkeit

Laura erklärt, wie sie trotz des Social-Media-Verzichts sichtbar bleibt: „Ich habe zwar noch mein Profil, bei LinkedIn habe ich auch ein Profil, aber ich habe da noch nie gepostet und neuerdings denke ich mir jetzt auch, ich mache das, meine Sichtbarkeit, über SEO, über Podcast-Interviews zum Beispiel auch oder Gastartikel, und so soll das funktionieren.“

Laura betont, warum dieser Ansatz für sie besser passt: „Weil so fühlt es sich gut an, macht Spaß, und da ist SEO natürlich auch ein schöner Weg ohne diese Abhängigkeit von Social Media.“

Ein breiterer Kontext: Multiple Sichtbarkeitskanäle

Im Zusammenhang mit unserem früheren Gespräch über SEO ergibt Lauras Strategie besonders viel Sinn: Sie fokussiert sich auf langfristig wirksame Inhalte wie Blogbeiträge, die über Suchmaschinen gefunden werden, anstatt kurzlebige Social-Media-Posts zu produzieren, die nach kurzer Zeit im Feed verschwinden.

Ihre Strategie umfasst:

  1. SEO-optimierte eigene Website: Als Basis für langfristige Sichtbarkeit
  2. Podcast-Interviews: Als Gästin in thematisch passenden Podcasts (wie unserem Gespräch)
  3. Gastartikel: Beiträge für andere Websites und Blogs in ihrer Nische
  4. SEO-Coworking: Ein Format, das sowohl der Netzwerkbildung als auch dem Wissensaustausch dient

Diese Kombination schafft nachhaltige Sichtbarkeit ohne den ständigen Druck, auf Social-Media-Plattformen aktiv sein zu müssen.

Zusammenfassung: Sichtbarkeit nach den eigenen Regeln

Lauras Ansatz zur Online-Sichtbarkeit verkörpert perfekt den Kern des grünen Marketings: Es geht nicht darum, allen vermeintlichen „Regeln“ zu folgen, sondern bewusste Entscheidungen zu treffen, die sowohl effektiv als auch mit den eigenen Werten und der eigenen Energie im Einklang stehen.

This or That: Die persönliche Seite von Laura

Zum Abschluss des Interviews führte ich mit Laura die in meinem Podcast übliche „This or That“-Runde durch, bei der Gäste spontan zwischen zwei Optionen wählen müssen.

  • Kaffee oder Tee? „Kaffee.“
  • Das Meer oder die Berge? „Berge mittlerweile.“ (Obwohl sie erst einmal in den Bergen war, haben sie sie beeindruckt.)
  • Blog oder Podcast? „Podcast. Ich habe keinen eigenen, aber privat höre ich dann auch selbst einen Podcast.“
  • Instagram oder LinkedIn? „Keins.“ (Das führte zu unserer vorherigen Diskussion über Social Media.)
  • Apple oder Windows? „Ich habe einen Apple Laptop.“
  • Buch oder Film? „Buch.“
  • Nutella mit oder ohne Butter? „Also wenn dann mit.“

Gemeinsame Vision für ein authentisches Marketing

Im Laufe unseres gesamten Gesprächs wurde deutlich, dass Laura und ich eine gemeinsame Vision teilen: Ein Marketing, das auf Authentizität, Ethik und Nachhaltigkeit basiert. Wir sind beide überzeugt, dass Marketing auch ohne Druck und manipulative Taktiken funktionieren kann und dass es wichtig ist, nur solche Methoden einzusetzen, die sich für einen selbst stimmig anfühlen.

Laura zeigt mit ihrem Ansatz des grünen SEO einen Weg, wie Online-Sichtbarkeit auch nachhaltig und ethisch umgesetzt werden kann – von der Toolauswahl über die Kommunikation bis hin zur Entscheidung, welche Plattformen man nutzen möchte.

Unser Gespräch bot praktische Tipps für SEO und nachhaltigeres Marketing, aber auch Denkanstöße zur grundsätzlichen Herangehensweise an die Online-Präsenz. Es ging nicht nur um die Frage, wie man etwas tun sollte, sondern auch darum, ob man bestimmte Dinge überhaupt tun muss oder ob es Alternativen gibt, die besser zu den eigenen Werten und der eigenen Arbeitsweise passen.

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Farben im Business – Wie du mit der richtigen Farbwahl deine Marke sichtbar machst

Farben im Business – Wie du mit der richtigen Farbwahl deine Marke sichtbar machst

Farben wirken – immer. Sie entscheiden mit, ob jemand deiner Marke vertraut, ob sie einladend, professionell oder sympathisch wahrgenommen wird. Und das passiert oft in Sekundenbruchteilen.

In der Business-Welt sind Farben also mehr als nur Dekoration. Sie sind ein kraftvolles Kommunikationsmittel, das Werte, Haltung und Positionierung sichtbar macht – lange bevor jemand deine Texte liest oder mit dir spricht.

Und vielleicht kennst du auch das Gefühl, vor der Entscheidung zu stehen, welche Farben du für dein Business verwenden sollst? Vielleicht tendierst du zu deinen Lieblingsfarben oder folgst spontanen Eingebungen.

In der neuesten Folge meines Podcasts „ALLES IM GRIFF im Online-Marketing“ habe ich die Designerin und Expertin für visuelle Kommunikation Silke Jacobi zu Gast. Silke liebt es, stimmige Konzepte zu entwickeln, die einen echten Wow-Effekt auslösen. Gemeinsam tauchen wir tief in die Bedeutung von Farben im Marketing ein – und warum du deine Lieblingsfarbe besser nicht für dein Branding verwenden solltest. Sie ist übrigens der Grund, warum meine Call-to-Action-Buttons heute orange sind und nicht mehr altrosa.

Podcast-Episode #162: Die Macht der Farben im Branding – Interview mit Designerin Silke Jacobi zu Branding und Farben im Business

Warum deine Lieblingsfarbe nicht ins Branding gehört

„Nimm bloß nicht deine Lieblingsfarbe. Bitte, bitte, bitte, bitte!“, betont Silke gleich zu Beginn unseres Gesprächs. Der Grund dafür ist einleuchtend: Bei deinem Branding geht es nicht um dich, sondern um deine Kunden.

Silke erklärt es mit einem treffenden Sprichwort: „Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.“ Wir sollten nicht von unseren persönlichen Vorlieben ausgehen, sondern die Bedürfnisse und Erwartungen unserer Zielgruppe verstehen.

Sie bringt ein anschauliches Beispiel: Eine Pflegerin, die mit Senioren arbeitet, braucht ein anderes Farbkonzept als jemand, der eine Kita betreibt. Beide könnten dieselbe Lieblingsfarbe haben – aber diese würde nicht gleichermaßen zu beiden Zielgruppen passen.

Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Bei meiner Gründung habe ich Farben gewählt, die mir gefielen, ohne über deren Wirkung nachzudenken. Das Ergebnis? Ich fühlte mich mit meinem Branding unwohl, und es weckte bei meiner Zielgruppe nicht die gewünschten Assoziationen.

Du wirst mit deiner Farbe gesehen – und sie hat immer eine Wirkung!

Die richtige Zeit für ein professionelles Branding

Wichtig ist auch Silkes klare Aussage: „Ich sage tatsächlich jedem Solopreneur, der startet: Du brauchst am Anfang kein Logo.“

Statt in Design zu investieren, empfiehlt sie Neugründern, ihr Angebot zu testen und ihre Zielgruppe besser kennenzulernen. „Gehe raus und teste deine Dienstleistung, sammle Erfahrungen mit deinen Kunden“, rät Silke. Denn gerade im ersten Jahr oder in den ersten anderthalb Jahren verändert sich oft noch viel bei der Dienstleistung und der Zielgruppe.

Ich musste schmunzeln, als ich überlegte, wann ich selbst zur Designerin gegangen bin – es war ziemlich genau nach anderthalb Jahren. Damals hatte ich mich auf Podcaster spezialisiert und wollte ein Branding, das diese Positionierung unterstützt. Und genau das bekam ich auch.

Wenn du nach einem Designer suchst, gibt Silke einen wertvollen Tipp: „Ein Designer ist dann gut, wenn er mehr zuhört als redet in eurem Erstgespräch.“ Eine gute Designerin sollte tief in dein Business eintauchen, Informationen sammeln und verstehen, worum es dir wirklich geht.

„Wenn du überzeugt bist davon, dass du den Unterschied machst, dann ist es deine Aufgabe rauszugehen und dich zu zeigen.“ (Silke Jacobi)

Wie Farben die Zielgruppenansprache beeinflussen

Jede Farbe transportiert Gefühle und löst etwas in uns aus – das ist Farbpsychologie. Silke erklärt, dass Banken oft Blau verwenden, weil diese Farbe für Vertrauen und Sicherheit steht.

Aber was passiert, wenn alle in deiner Branche dieselbe Farbe nutzen? „Dann bist du nur eine von vielen“, erklärt Silke. Ein brillantes Beispiel für Differenzierung durch Farbe ist die Telekom mit ihrem markanten Magenta. In einem Markt, wo niemand Pink verwendete, traute sich die Telekom, anders zu sein. Das Ergebnis: Jedes pinke T wird sofort mit der Telekom in Verbindung gebracht.

Silke klärt auch die Begriffe Brand und Branding: „Eine Brand, die Marke, ist das Bild, das dein Kunde von dir in seinem Kopf hat. Branding ist das, was dein Kunde da draußen von dir sieht und wahrnimmt.“

Die Farbwahl kann auch von natürlichen Assoziationen beeinflusst werden. Silke würde beispielsweise einer Bäckerei mit ökologischen Lebensmitteln nie empfehlen, Gelb zu verwenden – denn in der Natur ist Gelb eine Warnfarbe für Gift, wie bei Wespen oder auf Warnschildern für Chemikalien. Auch Blau verbinden wir nicht mit gesunden Lebensmitteln.

Die Wirkung einzelner Farben im Überblick

Farben sprechen eine eigene Sprache – und zwar überall dort, wo Menschen visuell kommunizieren. Silke Jacobi macht deutlich: Jede Farbe trägt eine bestimmte Bedeutung in sich. Wer Farben gezielt einsetzt, kann damit gezielt Assoziationen und Emotionen auslösen.

Dies sind typische Wirkungen von Farben:

  • Blau: strahlt Ruhe, Klarheit und Seriosität aus. Häufig genutzt in Bereichen, die Vertrauen aufbauen wollen – zum Beispiel in der Finanz- oder Coachingbranche.
  • Grün: steht für Natürlichkeit, Wachstum und Nachhaltigkeit. Ideal für alle, die mit Lebendigkeit oder Veränderung arbeiten.
  • Rot: wirkt aktivierend, energisch und präsent. Rot fällt auf – aber kann auch schnell als aggressiv empfunden werden.
  • Gelb: wird mit Frische, Optimismus und Kreativität verbunden. In Kombination mit Grau kann es sehr edel wirken.
  • Pink: hat eine große Bandbreite – von verspielt bis selbstbewusst. Je nach Nuance kann es Stärke, Sichtbarkeit oder auch Leichtigkeit transportieren.
  • Schwarz: vermittelt Eleganz, Tiefe und Kontrast. In Kombination mit Weiß wirkt es besonders markant.
  • Braun- und Beigetöne: erzeugen Wärme, Bodenständigkeit und Authentizität. Gerade in Coaching- oder Handmade-Businesses beliebt.

Silke betont: Es gibt keine „richtigen“ oder „falschen“ Farben – aber es gibt Farben, die zu deiner Haltung und Positionierung passen oder eben nicht. Wichtig ist, bewusst zu wählen und sich über die Wirkung im Klaren zu sein.

Der Einfluss von Branding auf Preisakzeptanz

Ein überzeugendes Branding beeinflusst nicht nur, wie andere dich wahrnehmen, sondern auch, wie du dich selbst siehst. Silke spricht vom „Halo-Effekt“: Wir schließen vom äußeren Erscheinungsbild auf die Expertise.

Sie erzählt von einer Kundin, die nach ihrem Branding-Prozess sagte: „Das bin ich? Das sieht ja echt professionell aus.“ Silkes Antwort: „Du bist professionell.“ Dieses Beispiel zeigt, wie ein professionelles Branding das eigene Selbstbild stärken kann.

Ein weiteres eindrucksvolles Beispiel: Silke arbeitete mit einer bekannten Astrologin zusammen und gestaltete deren Ausbildungsmaterialien neu. Mit diesem Rebranding erhöhte die Kundin den Preis ihrer Ausbildung um ein Drittel – und hatte selbst das Gefühl, dass es diesen Mehrwert jetzt auch wirklich wert sei.

Das Erstaunliche daran: Die Inhalte selbst hatten sich nicht verändert, aber die Wertigkeit wurde nun auch nach außen transportiert. Gleichzeitig stärkte das neue Branding das Selbstbewusstsein der Anbieterin.

Sichtbarkeit als Selbstständige

Was ist mit Unternehmerinnen, die zögern, sich selbst in den Vordergrund zu stellen? Silke kann das gut nachvollziehen: „Ich war selbst 20 Jahre lang unsichtbar, habe mich immer hinter meinem Rechner versteckt.“

Sie appelliert: „Mit der Entscheidung, Unternehmerin zu werden, haben wir schon einen Schritt getan. In dem Moment, wo wir uns für eine Selbstständigkeit entschieden haben, haben wir auch gesagt: Ich bin es selbst und ich nehme das jetzt wirklich in die Hand.“

Silke vergleicht es mit einer wertvollen Medizin: „Wenn du ein Mittel gegen Krebs hättest, wo nach kurzer Einnahme der Patient geheilt wäre – würdest du damit hinterm Berg halten? Das würde keiner machen. Genauso ist es mit deiner Dienstleistung. Wenn du überzeugt bist, dass du den Unterschied machst, dann ist es deine Aufgabe, rauszugehen und dich zu zeigen.“

Ein wichtiger Bestandteil des Brandings sind für Silke professionelle Fotos. Sie empfiehlt, ein Bildkonzept zu erstellen, das genau festlegt, wie die Fotos wirken sollen – nah oder distanziert, farbig oder entsättigt. Mit diesem Konzept kann man dann zum Fotografen gehen, was beiden Seiten Sicherheit gibt.

Branding weiterentwickeln, nicht neu erfinden

Ein gutes Branding kann und sollte sich weiterentwickeln. Silke ist ein Fan von Weiterentwicklung, aber kein Befürworter kompletter Neustarts: „Neue Besen kehren gut – und dann wird mal komplett ein Relaunch gemacht, wo die Wiedererkennung überhaupt nicht da ist.“

Sie empfiehlt, wie Nivea vorzugehen: Das Branding wurde über die Jahre angepasst, aber der Wiedererkennungswert blieb erhalten. „Das Bild im Kopf der Kunden wird nicht irritiert.“

Als ich meine Ausrichtung von Pin Your Podcast änderte, behielt ich das Blau bei und entwickelte den Rest weiter. Und lustigerweise kam durch Silke das Orange als Call-to-Action-Farbe dazu, weil sie meinte, wir bräuchten eine „coolere“ Farbe als das bisherige Altrosa. Eine Entscheidung, die ich bis heute liebe!

Die drei wichtigsten Tipps für Starter

Zum Abschluss teilt Silke drei wertvolle Tipps für alle, die gerade starten:

  1. Minimalprinzip oder Experimentieren: Wenn du Spaß am Design hast, tobe dich aus. Falls nicht, halte es einfach: „Nimm deinen Namen und geh raus, kein Logo. Mach und hilf den Menschen mit deiner Dienstleistung.“
  2. Fokus auf die wichtigsten Treiber: „Frage dich, welche drei Dinge bringen mein Business jetzt tatsächlich weiter?“ Das schützt vor Prokrastination und Ablenkung. Silke hat Frauen erlebt, die tagelang nur mit Farben beschäftigt waren und nicht vorankamen.
  3. Erstelle ein Mood Board: Sammle spielerisch Ideen, Farbkarten, Fotografien oder Naturfarben. „Du siehst Veränderungen, aber auch eine bestimmte Entwicklung, wo es hingeht.“

Fazit

Mein Gespräch mit Silke hat mir erneut bestätigt, wie wichtig ein durchdachtes Branding ist – nicht als oberflächliche Verschönerung, sondern als tiefgreifende Auseinandersetzung mit der eigenen Marke und Zielgruppe.

Die Wahl der richtigen Farben ist dabei nur ein Teil des Ganzen, aber ein sehr mächtiger. Farben sprechen direkt zu unseren Emotionen und können Vertrauen schaffen oder auch Skepsis auslösen.

Wichtig ist vor allem: Verliere dich nicht in endlosen Design-Entscheidungen, wenn du am Anfang stehst. Konzentriere dich auf deine Kunden und dein Angebot. Das professionelle Branding wird zum richtigen Zeitpunkt kommen – und dann kannst du es voll auskosten und dich von ihm tragen lassen.

Möchtest du mehr von Silke erfahren? In der vollständigen Podcast-Episode teilt sie noch viele weitere wertvolle Tipps zur Bedeutung von Farben im Marketing. Und falls du Fragen hast, kannst du Silke auch direkt kontaktieren – selbst wenn du noch nicht bereit für ein komplettes Branding bist, beantwortet sie gerne deine Fragen.

Hier kannst du Silke kontaktieren:

Silke Jacobi Website

Erstgespräch mit Silke Jacobi


Emotionale Intelligenz im Marketing: So erreichst du deine Kunden wirklich

Emotionale Intelligenz im Marketing: So erreichst du deine Kunden wirklich

💡 Das Wichtigste in Kürze

  • Was ist die Hauptaussage? Emotionale Intelligenz ist Haltung, nicht Taktik. Verstehe dich und deine Kundinnen so gut wie möglich und handle empathisch.
  • Warum ist das wichtig? Du baust Verbindung und Vertrauen auf, gewinnst treue Kundinnen, kannst authentischeres Marketing machen und verkaufst leichter.
  • Wie setzt man es um? Kläre deine Mission und den Nutzen. Höre zu. Spiegle die Sprache deiner WunschkundInnen, erzähle Geschichten und hole dir Feedback.

„Emotionale Intelligenz ist keine Marketing-Taktik. Sie ist Haltung.“

Du hast Content erstellt, der inhaltlich auf den Punkt ist – doch statt Resonanz bleibt es still. Kein Feedback, keine Interaktion, kein Verkauf. Fachlich stimmt alles, trotzdem entsteht keine Verbindung.

In vielen Marketing-Strategien liegt der Fokus auf Zahlen, Daten, Funktionen. Was dabei oft fehlt? Das Gefühl, gesehen und verstanden zu werden. Genau hier kommt emotionale Intelligenz ins Spiel.

Wenn du beginnst, nicht nur über dein Angebot zu sprechen, sondern die Emotionen deiner Zielgruppe wirklich wahrzunehmen und anzusprechen, verändert sich vieles. Plötzlich entsteht Nähe. Vertrauen. Wirkung.

In diesem Artikel zeige ich dir:

  • was emotionale Intelligenz im Marketing bedeutet,
  • wie du damit echtes Interesse und Vertrauen aufbaust
  • und wie du Schritt für Schritt empathischer, klarer und erfolgreicher kommunizierst.

Was bedeutet emotionale Intelligenz – und warum ist sie im Marketing so entscheidend?

Emotionale Intelligenz bedeutet, dass du nicht nur deine eigenen Gefühle verstehst, sondern auch die Emotionen anderer Menschen erkennst und angemessen darauf reagierst. Es geht um Selbstwahrnehmung, Empathie, Selbstregulierung und soziale Fähigkeiten. Und ja – genau das spielt auch im Marketing eine zentrale Rolle.

Denn Kaufentscheidungen werden selten rational getroffen – selbst wenn wir es gern glauben möchten. Studien zeigen: Bis zu 95 % unserer Entscheidungen passieren unbewusst, emotional. Erst im Nachhinein suchen wir nach logischen Argumenten, um unsere Wahl zu rechtfertigen.

Das bedeutet für dein Marketing:

  • Es reicht nicht, die Vorteile deines Angebots sachlich aufzuzählen.
  • Du musst spürbar machen, was sich für deine Kundin verändert, wenn sie mit dir arbeitet.
  • Du musst zeigen, dass du verstehst, was sie wirklich bewegt.

Emotionale Intelligenz hilft dir, genau diese Verbindung aufzubauen. Und das wirkt sich direkt auf deinen Erfolg aus:

  • Du erreichst mehr Menschen auf einer tieferen Ebene.
  • Du wirst als empathische, echte Expertin wahrgenommen.
  • Du stärkst die Kundenbindung, bekommst mehr Weiterempfehlungen und verkaufst leichter.

Denn wer sich verstanden fühlt, bleibt. Und empfiehlt dich weiter.

Praxisbeispiel: Wie emotionale Intelligenz Buchungen verdoppelt

Maria ist Hochzeitsfotografin. Technisch ist sie top, ihre Bilder sind gestochen scharf, perfekt bearbeitet – und trotzdem blieben die Buchungen hinter ihren Erwartungen zurück.

Der Wendepunkt kam, als sie erkannte: Es geht ihren Kunden nicht nur um schöne Fotos. Es geht um Emotionen. Um das Herzklopfen vor dem Ja-Wort. Um den Tränenmoment bei der Rede des Vaters. Um das ungestellte Lächeln beim ersten Tanz.

Maria hat ihre Kommunikation daraufhin komplett verändert:

  • Auf ihrer Website spricht sie nicht mehr über Objektive und Bearbeitungszeiten, sondern über die Magie des Moments.
  • In Vorgesprächen fragt sie gezielt, welche Stimmung ihre Kund*innen auf den Bildern sehen wollen – nicht nur, wie viele Gruppenfotos sie brauchen.
  • Auf Social Media teilt sie echte Geschichten ihrer Paare – samt Aufregung, Freude und Lieblingsmomenten.

Die Wirkung? Ihre Buchungsrate hat sich innerhalb weniger Wochen verdoppelt. Aber nicht nur das: Ihre Kund*innen empfehlen sie heute aktiv weiter – weil sie sich nicht nur fotografiert, sondern wahrgenommen und verstanden fühlen.

Dieses Beispiel zeigt: Emotionale Intelligenz im Marketing ist kein nettes Extra. Sie ist oft der entscheidende Hebel, um aus Interesse echte Kaufentscheidungen zu machen.

Emotionale Intelligenz entwickeln – 5 konkrete Schritte

Du musst keine geborene Empathin sein, um emotionale Intelligenz in deinem Marketing zu nutzen. Diese Fähigkeit lässt sich lernen – Schritt für Schritt. Hier sind fünf Ansätze, mit denen du sofort starten kannst:

1. Deine Zielgruppe wirklich verstehen – zwischen den Zeilen lesen

Viele definieren ihre Zielgruppe nach Alter, Beruf oder Familienstand. Doch das reicht nicht. Wenn du wirklich berühren willst, musst du tiefer blicken.

Frage dich:

  • Was frustriert sie aktuell am meisten?
  • Welche Gedanken halten sie nachts wach?
  • Wonach sehnen sie sich – emotional?

Sprich mit deinen Wunschkund*innen. Führe Interviews, starte Umfragen, höre in Facebook-Gruppen zu. Und achte besonders auf das, was zwischen den Zeilen mitschwingt – denn genau dort liegen oft die wahren Beweggründe.

2. Empathie üben – und ehrlich meinen

Versetze dich in deine potenzielle Kundin hinein: Wo steht sie gerade? Was erlebt sie, wenn sie über ihr Marketing nachdenkt? Was wünscht sie sich insgeheim?

Empathie bedeutet, nicht über sie zu sprechen, sondern aus ihrer Perspektive zu kommunizieren. Nicht: „Du brauchst diesen Kurs, um XY zu erreichen.“ Sondern: „Ich sehe, dass du gerade feststeckst – und ich weiß, wie sich das anfühlt.“

Empathie im Marketing schafft Verbindung – ohne Druck.

„Ich sehe dich. Ich verstehe, wo du stehst. Und ich habe eine Lösung.“

3. Deine eigenen Emotionen wahrnehmen – und nutzen

Emotionale Intelligenz beginnt bei dir selbst. Wenn du frustriert bist, weil dein Marketing nicht funktioniert, schau genau hin: Woran liegt es wirklich?

Vielleicht passt die Strategie nicht zu dir. Vielleicht sprichst du mit einem Ton, der sich nicht echt anfühlt. Oder du bist müde vom ständigen Content-Hamsterrad.

Diese Selbsterkenntnis ist Gold wert. Denn erst, wenn du dich selbst ehrlich reflektierst, kannst du authentisch kommunizieren – und wirklich berühren.

Und wenn du hierbei Unterstützung brauchst, dann ist vielleicht das 1:1 Marketing Mentoring das Richtige für dich.

4. Die Sprache der Emotionen nutzen

Worte wirken – vor allem, wenn sie Bilder im Kopf erzeugen. Statt:
„Du wirst mit diesem Kurs effizienter“,
lieber:
„Stell dir vor, wie es sich anfühlt, endlich Zeit für das zu haben, was dir wirklich wichtig ist.“

Streiche Floskeln und Fachbegriffe. Sprich klar, bildhaft und menschlich. So entsteht Nähe – und Vertrauen.

5. Storytelling einsetzen – gezielt und echt

Geschichten verbinden. Vor allem, wenn sich deine Zielgruppe darin wiederfindet. Du brauchst keine Märchen zu erfinden – erzähle echte Geschichten:

  • Von dir und deinem Weg
  • Von deinen Kund*innen (mit Erlaubnis)
  • Von typischen Situationen, die deine Zielgruppe erlebt

Gute Geschichten brauchen:

  • eine Hauptfigur (mit der sich deine Leser*innen identifizieren können)
  • eine Herausforderung (die das Problem widerspiegelt)
  • eine Lösung (die du anbietest)

So machst du klar: Ich sehe dich. Ich kenne dein Problem. Und ich kann dir helfen.

So bringst du emotionale Intelligenz in deinen Content

Emotionale Intelligenz zeigt sich nicht nur in Gesprächen, sondern auch in deinem geschriebenen und visuellen Content. Wenn du es schaffst, Gefühle bewusst anzusprechen, stärkst du die Verbindung zu deinen Leser*innen – und machst dein Marketing wirkungsvoller.

Hier sind vier konkrete Wege, wie du das umsetzen kannst:

1. Emotionen gezielt im Text ansprechen

Bevor du einen Text schreibst – egal ob Social-Media-Post, E-Mail oder Blogartikel – überlege dir: Welche Emotion möchte ich auslösen?

Typische emotionale Einstiegspunkte sind:

  • Überforderung („Du hast alles versucht, aber es fühlt sich an, als würdest du auf der Stelle treten?“)
  • Sehnsucht („Du wünschst dir mehr Struktur und Leichtigkeit in deinem Marketing?“)
  • Erleichterung („Endlich ein Plan, der funktioniert – ohne dich zu überfordern.“)

Wähle eine Hauptemotion pro Text und bleibe klar in der Ansprache. So entsteht ein roter Faden – und echte Wirkung.

2. Mit visuellen Elementen Gefühle verstärken

Worte wirken – Bilder aber oft noch schneller. Achte darauf, dass deine visuelle Gestaltung zur Botschaft passt.

Beispiele:

  • Wenn du Ruhe vermitteln möchtest, nutze sanfte Farben, klare Strukturen, harmonische Bilder.
  • Willst du Begeisterung wecken, dürfen Farben kraftvoll und lebendig sein.

Vermeide Widersprüche. Ein hektisch gestalteter Instagram-Post über Achtsamkeit erzeugt Verwirrung – und senkt die Glaubwürdigkeit.

3. Persönlich kommunizieren – auch wenn’s länger dauert

Automatisierung ist bequem. Aber nichts ersetzt den Effekt einer persönlichen Nachricht. Eine Antwort per DM, ein Kommentar mit echtem Bezug oder eine individuelle E-Mail zeigen: Ich sehe dich. Du bist nicht nur eine Nummer in meinem Funnel.

Gerade in einem Markt, in dem vieles standardisiert ist, machst du mit ehrlicher, persönlicher Kommunikation den Unterschied.

Frau liegt auf dem Boden, schreibend, denkt über persönliche Kommunikation mit ihren potentiellen Kundinnen nach

4. Feedback aktiv suchen – und wertschätzend reagieren

Auch das ist emotionale Intelligenz: Kritik nicht als Angriff, sondern als Geschenk zu sehen.

Frage deine Kund*innen regelmäßig, was ihnen gefallen hat – und was nicht. Und wenn mal etwas kritisch zurückkommt: Hinhören statt verteidigen.

„Danke für deine Rückmeldung – das nehme ich mit.“ kann eine Beziehung stärken. Vorausgesetzt, es ist ehrlich gemeint.

Häufige Fehler im Umgang mit Emotionen im Marketing

Emotionale Intelligenz im Marketing ist kraftvoll – aber nur, wenn sie authentisch angewendet wird. Sonst entsteht schnell der gegenteilige Effekt: Misstrauen statt Verbindung. Damit dir das nicht passiert, zeige ich dir hier die drei häufigsten Stolperfallen – und wie du sie vermeidest.

1. Emotionen nur oberflächlich einsetzen

Ein paar gefühlige Phrasen reichen nicht aus, um Vertrauen zu schaffen. Menschen spüren, ob du es ernst meinst – oder ob du nur versuchst, durch emotionales Framing mehr zu verkaufen.

Typisches Beispiel: Eine Landingpage, die mit dem Wort „Herz“ um sich wirft, aber keinerlei echtes Verständnis für die Probleme der Zielgruppe zeigt.

Was stattdessen hilft:
Sprich nicht nur über Emotionen – sondern zeige, dass du wirklich verstehst, wie sich deine Zielgruppe fühlt. Das braucht echtes Zuhören, echtes Mitfühlen – und den Mut, auch unangenehme Themen anzusprechen.

„Authentizität lässt sich nicht faken. Sie wird gespürt – oder eben nicht.“

2. Zu viele Emotionen auf einmal

Wenn du versuchst, alle Gefühle gleichzeitig anzusprechen – von Angst über Hoffnung bis zu Freude und Dankbarkeit – wirkt dein Content schnell überladen und diffus.

Was stattdessen hilft:
Fokussiere dich auf eine zentrale Emotion pro Inhalt. Frag dich: Was soll bei meiner Leserin ankommen? Was soll sie fühlen – und warum?

So entsteht Klarheit. Und die braucht es, damit eine echte Verbindung entstehen kann.

3. Die falschen Emotionen ansprechen

Nicht jede Emotion passt zu jedem Angebot. Eine Anzeige für Steuerberatung mit einem Witz über Chaos im Büro mag kreativ wirken – aber sie verfehlt womöglich die Zielgruppe, die sich gerade nach Klarheit und Sicherheit sehnt.

Was stattdessen hilft:
Überlege dir bewusst, welche Emotionen zu deinem Angebot und deiner Zielgruppe passen. Bei einem Mentoring für überforderte Selbständige könnte das zum Beispiel sein:

  • Wunsch nach Leichtigkeit
  • Frust über fehlende Struktur
  • Sehnsucht nach Kontrolle und Klarheit

Bleib bei den Gefühlen, die dein Angebot wirklich anspricht – und nicht bei denen, die gerade in der Werbewelt „gut funktionieren“.

Fazit: Emotionales Marketing ist kein Trick – sondern echte Verbindung

Emotionale Intelligenz im Marketing bedeutet nicht, geschickter zu verkaufen. Es bedeutet, echter zu kommunizieren. Zu verstehen, was deine Kund*innen bewegt. Und so zu sprechen, dass sie sich gesehen, gehört und gemeint fühlen.

Es geht nicht um Manipulation. Sondern um Empathie. Um den Wunsch, wirklich zu helfen. Um die Bereitschaft, hinter Zahlen, Funnels und Algorithmen wieder den Menschen zu sehen.

Wenn du beginnst, Emotionen nicht nur als Werkzeug, sondern als Verbindungspunkt zu begreifen, ändert sich vieles:

  • Deine Texte treffen.
  • Deine Angebote berühren.
  • Deine Kommunikation wirkt – auf echte Weise.

Du musst dafür nicht lauter oder aufdringlicher werden. Sondern bewusster. Und klarer.

Denn Menschen kaufen nicht wegen Features. Sie entscheiden sich für ein Gefühl.

Silke Schönweger

FAQ: Emotionale Intelligenz im Marketing

Was ist der Unterschied zwischen emotionalem Marketing und Manipulation?

Emotionale Intelligenz im Marketing basiert auf Empathie und Echtheit, nicht auf psychologischen Tricks. Es geht darum, deine Zielgruppe wirklich zu verstehen – nicht darum, sie zu überreden. Manipulation täuscht, emotionale Intelligenz verbindet.

Muss ich dafür sehr persönlich werden?

Nein. Du musst nicht dein ganzes Leben teilen, um emotional zu kommunizieren. Es reicht, wenn du echte Themen ansprichst, die deine Kund*innen beschäftigen – und klar machst: Ich sehe dich. Ich verstehe, wo du stehst.

Welche Emotionen passen zu meinem Business?

Das hängt von deinem Angebot und deiner Zielgruppe ab. Typische Emotionen im Bereich Online-Business sind z. B.:

  • Frustration über Technik oder fehlende Struktur
  • Sehnsucht nach Leichtigkeit, Klarheit, Kontrolle
  • Freude über mehr Zeit, Selbstwirksamkeit, Erfolge

Überlege dir, welches Gefühl du mit deinem Angebot auslösen möchtest – und sprich genau das an.

Kann ich emotionale Intelligenz lernen?

Ja – auf jeden Fall. Du brauchst kein psychologisches Studium. Was du brauchst, ist die Bereitschaft zuzuhören, hinzuschauen und deine eigene Sprache zu reflektieren. Mit Übung wirst du klarer, empathischer – und erfolgreicher kommunizieren.

Podcast-Episode #159: Emotionale Intelligenz im Online-Marketing – Der Weg zu authentischen Kundenbeziehungen

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