5 nützliche Ideen, wie du garantiert in die Umsetzung kommst (und dranbleibst)

5 nützliche Ideen, wie du garantiert in die Umsetzung kommst (und dranbleibst)

Kennst du das? Du hast diese unsichtbare Mauer vor dir stehen, die dich daran hindert, bei deinem Marketingaufgaben in die Umsetzung zu kommen? Du weißt überhaupt nicht richtig, wo du anfangen sollst und dann lässt du es lieber bleiben und schickst den Wunsch nach Umsetzung für dein Online-Marketing zum Teufel.

Damit das nicht passiert, habe ich dir 5 nützliche Ideen mitgebracht, wie du garantiert in die Umsetzung kommst – und im besten Falle auch dran bleibst.

Podcast-Episode #038: Endlich in die Umsetzung kommen mit dem Online-Marketing

Das Problem mit der Umsetzung

Es gibt Menschen, die können das einfach richtig gut mit der Umsetzung. Die nehmen sich etwas vor und bleiben dran, bis es erledigt ist. Oder sie wiederholen Dinge einfach so lange, bis die Umsetzung zu einer Routine geworden ist, ohne die sie fast nicht mehr können. 

Ich persönlich halte mich für semi-umsetzungsstark. Während es im privaten Bereich oftmals an der (dauerhaften) Umsetzung von Vorhaben mangelt oder scheitert, kann ich da in Bezug auf meinen Content bessere Erfolge erzielen. Wie ich persönlich das mache, erfährst du gleich auch noch. 

Ich schaffe es nämlich schon seit mehreren Jahren, regelmäßig Longform-Content in Form von Blogartikeln, Podcast-Episoden und Newslettern zu erstellen. Und zwar Woche für Woche. Aber warum funktioniert das bei Content so gut und privat so wenig?

Aufschieberitis den Kampf ansagen und endlich in die Umsetzung kommen - so gehts

Setz dir ein Ziel und behalte es im Auge

Hast du dir in letzter Zeit mal Gedanken darüber gemacht, was du eigentlich mit deinem Business und damit auch mit deinem Marketing erreichen möchtest? Nein? Nun ja, in die Umsetzung zu kommen, ohne dass man ein klares und machbares Ziel vor Augen hat. 

Machbares Ziel bedeutet dabei übrigens nicht, dass es nicht wirklich ambitioniert sein darf. Das darf und sollte es durchaus sein, damit du dich aus deiner “ach so gemütlichen” Komfortzone heraus bewegst und das Ziel für dich persönlich wirklich so erstrebenswert ist, dass du ins Tun kommst. 

Mein Tipp: Setze dich hin, mach es dir gemütlich, hole dir ein Warm- oder Kaltgetränk deiner Wahl und schreibe einmal auf, was du in und mit deinem Business in 3 oder 5 Jahren (das kannst du dir aussuchen) erreicht haben möchtest. Wie stellst du dir deinen optimalen Arbeitstag oder deine wünschenswerteste Arbeitswoche vor?

Möchtest du z.B. nur noch vier Tage die Woche arbeiten? Möchtest du viel auf Reisen gehen oder einfach nur jeden Tag später anfangen zu arbeiten, damit du z.B. vorher noch Sport treiben, meditieren oder in Ruhe in einem Buch lesen kannst?

Schließe die Augen und male dir vor deinem inneren Auge die schönsten aller Zukunftsvisionen. Und lass dich dabei bitte auch nicht von deinem Gehirn einschränken – dieses möchte ja gerne, dass sich so wenig wie möglich ändert. Deshalb wird es dir immer wieder vorgaukeln, du solltest bloß nichts verändern. 

Versuche aber mal ganz aktiv, an diesem Bild deines Wunschtages zu malen und dann schreibe dir in Jetzt-Form, also im Präsens, auf, wie dein Tag aussieht. 

Das kann dann z.B. so aussehen:

“Es ist Dienstag, der 26.05.2026, und ich bin gerade aufgestanden und im Morgenmantel in die Küche gegangen, um mir einen Kaffee in meiner neuen Kaffeemaschine zuzubereiten.“ Gleich werde ich mich anziehen und dann eine Stunde an der Etsch entlang radeln, bevor ich duschen gehe und eine kurze Teambesprechung habe.

Lea und Sophie haben mir den Kursbereich meines neuen Online Programms erstellt und eine Präsentation für mich vorbereitet, auf die ich mich sehr freue. Das letzte Jahr ist so gut gelaufen, dass ich mein Team inzwischen auf 5 Freelancer aufstocken konnte, so dass ich mich um die technischen Belange nicht mehr selbst kümmern muss.

Danach werde ich meine nächste Workation in Holland planen – das mache ich immer noch gerne selbst, weil ich Spaß an Reiseplanung habe…”

Das ist wirklich nur ein Beispiel – es ist wichtig, dass du dir wirklich einmal überlegst, was dein Ziel ist und wofür du arbeitest und ein Business führst. Wenn das “warum” klar ist, kann das “wie” folgen.  

Behalte jederzeit die Übersicht über dein Marketing

Was ich bei vielen meiner Kundinnen sehe, ist, dass sie gar nicht so ganz genau wissen, was sie tun. Viele stecken im ständigen Reaktions-Modus und haben die Übersicht über ihr Marketing und ihre Marketingaktivitäten vor lauter To Do’s und Hustle-Modus nahezu verloren. 

Wenn du aber gar nicht weißt, welche Marketing-Kanäle du wann bespielst oder bespielen solltest, welche Marketing-Aktivitäten sinnvoll sind und du stattdessen immer nur reagierst statt zu agieren, dann scheitert schon daran oft die Umsetzung. 

Ich rate deshalb dazu, sich erst einmal anzuschauen

  • welche Marketing-Kanäle man schon bespielt (aktiv und auch solche, die brach liegen)
  • welche Marketingaktivitäten du
  • wie oft vornimmst
  • wie sinnvoll diese Marketingaktivitäten sind (Stichwort: ROI)

In diesem Zusammenhang möchte ich dir meinen Blogartikel “Silkondo – so kannst du ganz einfach in deinem Marketing aufräumen” empfehlen. Denn im eigenen (Online-) Marketing aufzuräumen ist der erste Schritt, um sich einen Überblick zu verschaffen. 

Du kennst das vielleicht auch aus anderen Lebensbereichen: Fehlt dir die Übersicht über alle wichtigen Parameter, dann ist es sehr schwierig, mit einer bestimmten Aufgabe loszulegen. Man wird quasi ausgebremst und lässt es dann lieber bleiben. Da ist nichts mit Umsetzung. 

Also verschaffe dir eine Übersicht und dann erstelle dir einen funktionierenden Fahrplan für die Umsetzung!

Gib Aufschieberitis keine Chance und committe dich!

Ganz häufig werde ich gefragt, wie ich es schaffe, so viel Content zu produzieren. In der Regel veröffentliche ich alle zwei Wochen einen neuen Blogartikel, alle zwei Wochen eine neue Podcast-Episode, schreibe jede Woche einen Newsletter und bin noch auf LinkedIn vertreten. 

Meine Antwort lautet dann immer gleich: Es ist (auch) mein Job. Ich habe es mir vorgenommen und es meinen Newsletter-Abonnentinnen versprochen (im Bezug auf den Newsletter). Ich habe mich also mir selbst und meinen potenziellen Kundinnen gegenüber verpflichtet (wie gesagt, das klappt beruflich viel besser, als privat 🙈). 

Deshalb gibt es bis auf wenige Ausnahmen meinen Content wie folgt:

  • Blogartikel alle zwei Wochen Donnerstag um 09:09 Uhr
  • Podcast-Episoden alle zwei Wochen um 05:05 Uhr
  • Newsletter jede Woche um 12:12 Uhr
  • LinkedIn-Beiträge im besten falle 2x pro Woche (an der Regelmäßigkeit arbeite ich noch)

Mein Zeitplan sieht vielleicht ein bisschen streng oder ungewöhnlich aus, aber er hilft mir, dranzubleiben und das ist ja im Endeffekt das, was zählt. Und ich sage das nicht, um dich zu frustrieren sondern um dir zu zeigen: Mit ein bisschen Umsetzungwillen und -stärke klappt das!

Deshalb mein Tipp: Committe dich und zieh das dann auch durch. Klingt einfach und das ist es im Grunde auch. Die Aufschieberitis hat wenig Chancen, wenn du deinem Content eine Priorität einräumst und diese Priorität dann auch einhältst. 

Dazu zählt aber eben auch, dass dir zum einen die Wichtigkeit deines Contents für dein Marketing bewusst ist und du diese Wichtigkeit auch umsetzen möchtest. Versprich dir gegenüber, deinen Leser*innen, Zuhörer*innen, Kund*innen, wieviel Content du wann produzierst und dann liefere. 

Ganz wichtig an dieser Stelle auch noch: Trau dich, dieses Versprechen einzugehen. Dir reißt niemand den Kopf ab, wenn du es dann mal nicht einhalten kannst. Aber es wird dir hoch angerechnet, wenn du regelmäßig Content produzierst und veröffentlichst. Von o.g. Personen und von Google!

Starte lieber unperfekt

Ganz viel hat das “in die Umsetzung kommen” aber auch damit zu tun, nicht der Perfektion zu verfallen. Denn theoretisch könnte jeder Blogartikel, jede Podcast-Episode, jeder Newsletter und jeder LinkedIn-Post vielleicht – oder auch ganz sicher – noch besser werden. Trotzdem gilt:

Regelmäßigkeit schlägt Perfektion. Immer.

Wie gut sind nicht veröffentlichte Blogartikel oder nicht geschriebene Newsletter? Siehst du 🙂 

Und auch wenn ich das immer wieder höre, dass man “keine guten Texte” schreiben könne oder “nichts zu erzählen habe”. Wer sagt das denn?

Hier kann es übrigens auch helfen, sich professionelle Hilfe zu holen. Denn wenn dich dieser Hang zum Perfektionismus davon abhält, überhaupt ins Tun zu kommen, dann ist das nicht nur sehr schade, sondern mitunter schädlich für dein Business. Da lohnt es sich also vielleicht, noch mal näher hinzuschauen.

Oder du nutzt den Tipp ganz unten im Artikel 🔽

Und noch etwas: Ich habe es schon in vorherigen Blogartikeln erwähnt und möchte es noch mal wiederholen: Während meiner Schulzeit hätte mir niemand (meine Person eingeschlossen) zugetraut, dass ich regelmäßig Blogartikel und Newsletter schreibe. Ganz im Gegenteil. 

Aber wir sind nicht mehr in der Schule. Du bist verantwortlich und du musst niemanden Rechenschaft ablegen. Also: Go for it!

Vertraue dir selbst

Als letzten Punkt habe ich dir einen direkten Mindset-Tipp mitgebracht – auch wenn die anderen Punkte natürlich auch alle mit Glaubenssätzen und Mindset zu tun haben. 

Ich möchte dir aber an dieser Stelle mal sagen, dass du dir gerne vertrauen darfst. Du bist die Chefin in deinem Business, du triffst Entscheidungen. Das ist dein Job.

Wenn du klargestellt hast, dass du eine gute Entscheidung im Bezug auf dein Marketing getroffen hast, du also vielleicht einen Marketingkanal weglässt, dafür aber einen anderen Kanal regelmäßig bespielst, dann hast du eine Entscheidung gefällt. Vertraue dir selbst, dass diese Entscheidung jetzt gerade die beste Entscheidung ist, die du treffen konntest. 

Verstehe mich nicht falsch: Der Weg zur Entscheidung ist schwierig und vielleicht kannst du den nicht alleine gehen. Ich jedenfalls kann es nicht, hole mir immer Hilfe von meinem Coach, die mir dann und wann einen Schubser gibt oder mir einfach die richtigen Fragen stellt. 

Wenn du dich selbst also schwer damit tust, den richtigen Weg zu finden, um z.B. einen Marketing-Fahrplan zu erstellen, dann hole dir die passende Hilfe. 

Aber wenn du die Entscheidung getroffen hast, dann vertraue dir selbst, dass diese für deine aktuelle Situation die bestmögliche Entscheidung war und stelle nicht immer wieder alle Entschlüsse auf den Prüfstand. Das ist nämlich nur eine Form der Prokrastination und die hält dich auch von der Umsetzung ab. 

Zusatztipp: Coworking

Wenn alle anderen Parameter klar sind und du weißt, dass dir “nur” der letzte Anstupser fehlt, dann komm doch in die Marketing-Zeit, dem umsetzungsstarken Coworking für dein Online-Marketing.

Wir treffen uns zwei Mal im Monat für jeweils 3 Stunden zum gemeinsamen Coworking und ich stehe auch zu Beginn des jeweiligen Coworkings für kurze Fragen rund um das Marketing und die Content-Kreation zur Verfügung.

👉🏻 Hier bekommst du mehr Infos über die Marketing-Zeit!

Silkondo – so kannst du ganz einfach in deinem Marketing aufräumen

Silkondo – so kannst du ganz einfach in deinem Marketing aufräumen

Marie Kondo und ihr Prinzip, das allgemein als KonMari-Methode bekannt ist, ist dir wahrscheinlich ein Begriff. Es gibt ja kaum eine Möglichkeit, um die japanische Aufräumerin herumkommen. Eine meiner Kundin hat mal über mich gesagt, dass ich ihr persönliches Silkondo wäre, weil ich ihr zeige, wie sie in ihrem Business und Marketing aufräumen und sich auf die Dinge zu konzentrieren kann, die wirklich gerade wichtig sind.

Was ich unter Silkondo verstehe und wie du ganz einfach damit starten kannst, dein Online-Business und Online-Marketing ein bisschen zu auszumisten, aufzuräumen und neu zu ordnen, erfährst du hier. 

Podcast-Episode #036: Silkondo – so räumst du dein Online-Marketing auf

Das Marie Kondo Prinzip

Wie funktioniert denn jetzt diese KonMari-Methode genau? Grundsätzlich gibt Marie Kondo mit diesem Prinzip ihren Anhängern ein Modell an die Hand, mit dem Ordnung und Aufräumen zu einer erfüllenden und sinnhaften Aufgabe werden soll. Grundlage hierfür sind traditionelle japanische Ideen wie das Wabi Sabi, ein japanisches ästhetisches Konzept. 

Die KonMari-Methode funktioniert, in einfachen Worten erklärt, wie folgt:

Die Methode funktioniert nach 5 Regeln (manchmal werden auch 6 oder 7 genannt), welche möglichst genau befolgt werden sollten, um einen dauerhaften Weg zu einem besseren, aufgeräumten Leben zu gehen. Denn Ziele des Aufräumens sind vor allem auch Zustände der Inneren Ordnung und Zufriedenheit. 

Es gibt dazu ein japanisches Sprichwort:

„Die Unordnung im Zimmer entspricht der Unordnung im Herzen.“

– Japanisches Sprichwort –

Der ganzheitliche Ansatz des Marie Kondo Prinzip umfasst vor allem folgende fünf Punkte, mit denen man es schaffen soll, langfristig zu einem ordentlichen und perfekt aufgeräumten Zuhause zu gelangen. Grundlage dafür ist das “sich von Dingen trennen”, also das Ausmisten, Aussortieren und Wegwerfen von Gegenständen, die keine Freude in einem auslösen. Das bedeutet eben auch, sich von überschüssigem Ballast zu befreien, Platz zu schaffen und jedem Gegenstand, der noch verbleibt, einen eigenen Platz zuzuweisen.

Die fünf Schritte im Einzelnen:

  1. Es sollte alles auf einmal, in einem Zeitraum von maximal 6 Monaten, aufgeräumt werden
  2. Die Dinge werden nach Kategorien auf einem Haufen gesammelt, und zwar nach folgender festgelegter Reihenfolge: Kleidung, Bücher, Dokumente, Komono (Verschiedenes): Küche, Bäder etc., Persönliches: Fotos, Erinnerungsstücke etc.
  3. Bei jeder Sache ist zu entscheiden, ob sie behalten werden soll oder nicht, wobei es dabei um die Frage geht, ob dieser Gegenstand “mich glücklich macht” 
  4. Jeder Gegenstand, der bleiben darf, bekommt seinen eigenen Platz und wird nach Benutzung dorthin zurückgelegt
  5. Wenn die Dinge an ihrem Platz richtig verstaut werden, also z.B. bei Kleidung nach Marie Kondos Falttechnik, muss man theoretisch nie wieder aufräumen

Du siehst, die KonMari-Methode ist eine relativ strikte, festgelegte Methode, was vielleicht auch wichtig ist, damit es funktionieren kann. 

Silkondo und Marie Kondo - das sind die Gemeinsamkeiten

Silkondo – die Ähnlichkeiten zu Marie Kondo

Jetzt will ich nicht behaupten, dass das Ausmisten in deinem Online-Marketing der Anwendung der KonMari-Methode vollständig gleicht. Ich bin auch nicht ganz so streng, was die Schritte eines Ablaufes angeht. Aber ein Grundprinzip ist gleich zum Prinzip von Marie Kondo: Es geht darum, sich von Dingen zu befreien, die einen nicht glücklich machen.

Alles auf einmal aufräumen

Marie Kondo schlägt ja vor, dass man alles auf einmal oder zumindest in einem zusammenhängenden Zeitraum aufräumen soll. 

Das ist sicherlich auch im Business bzw. im Marketing wichtig, damit man die grundlegenden Informationen nicht mehrere Male zusammentragen muss. Es geht ja vor allem darum, sich einen Überblick zu verschaffen über das eigene Business, über das eigene Marketing. Denn das Marketing aufräumen, loslassen, Priorität setzen geht eben nur dann, wenn man eine Gesamtübersicht hat.

Es ist also auch bei “Silkondo” sinnvoll, erst einmal alles zusammenzutragen, um das Marketing aufräumen zu können. Mit meinen Kundinnen mache ich das in der Regel so, dass wir das Marketing (ich nutze in der Folge diesen Begriff, weil das mein Hauptthema ist, auch wenn andere Bereiche des Business mit reinspielen) erst einmal auseinandernehmen, um es genau betrachten zu können. 

Hierfür nutze ich sowohl in meinen Impulscoachings (sofern dies das Thema des Coachings ist) also auch im „Alles im Griff-Programm“ gerne eine Mindmap. Mit dieser können wir ganz hervorragend zusammentragen, was schon alles vorhanden ist an Marketing-Aktivitäten und Marketing-Kanälen. 

Dazu gehört aber auch, dass meine Kundinnen äußern dürfen, welche Marketing-Aktivitäten noch auf ihrer To Do- oder Wunschliste stehen (und ja, das muss nicht immer das gleiche sein). Welche zusätzlichen Kanäle möchten sie gerne bespielen oder von welchen Aktivitäten denken sie, dass sie diese auch noch unternehmen sollten? 

Wie eine solche Mindmap zum Marketing aufräumen aussehen könnte, siehst du hier:

Diese Mindmap wurde genutzt, um die Marketing-Aktivitäten der Kundin zu erfassen, das Marketing aufzuräumen, auszumisten und dann einen Fahrplan zu erstellen

Diese Mindmap wurde genutzt, um die Marketing-Aktivitäten der Kundin zu erfassen, das Marketing auszumisten, 
aufzuräumen und dann einen Fahrplan zu erstellen

Diese Mindmap habe ich zusammen mit meiner Kundin im Rahmen des „Alles im Griff-Programms“ in der ersten gemeinsamen Session erstellt. Sie war Ausgangsbasis für die Erarbeitung eines Marketing-Fahrplans

Diese Mindmap habe ich zusammen mit meiner Kundin im Rahmen des "Alles im Griff-Programms" in der ersten gemeinsamen Session erstellt. Sie war Ausgangsbasis für die Erarbeitung eines Marketing-Fahrplans

Marketing aufräumen durch Sammeln nach Kategorien

Beim Sammeln nach Kategorien hinkt der Vergleich vielleicht ein bisschen. Nach der KonMari-Methode ist es für den Erfolg des Aufräumens wichtig, dass alle Dinge aus einer Kategorie zusammengetragen werden, und zwar aus allen Räumen, um dann entscheiden zu können, was bleibt und was gehen muss. 

Ich würde sagen, dass wir das bei Schritt 1 von “Silkondo” schon automatisch mitmachen. Aber falls nicht, dann fände ich es wichtig, dies an dieser Stelle nachzuholen. 

Es macht nämlich aus meiner Sicht einen Unterschied, welche Arten von Online-Marketing du betreibst, also ob und welchen Longform- oder Basis-Content du erstellst, welche Social Media-Kanäle du bespielst, ob du Ads schaltest, ob du E-Mail-Marketing betreibst, usw. Hier geht es nämlich auch darum zu erkennen, ob deine Marketingaktivitäten ausgewogen sind und aufeinander aufbauen.

Mit einer Mindmap, die man z.B. mit Mindmeister oder Xmind erstellen kann, kann man sich den Stand der Dinge sichtbar machen. Und das führt bei meinen Kundinnen sehr oft zu “Aha-Erlebnissen”, zum einen weil sie sehen, wie viel sie tatsächlich in Sachen Marketing machen und zum anderen, weil sie merken, dass überhaupt kein Fokus vorhanden ist. 

Im Rahmen des “Alles im Griff-Programms” würde ich an dieser Stelle auch schon eine Art Beliebtheitsskala ansprechen, um diese dann im nächsten Schritt weiter auszuführen. 

Entscheidung: Behalten oder gehen lassen

Bei der Marie Kondo Formel darf sich die aufräumende Person beim Ausmisten immer wieder die Frage stellen “Does it spark joy?” oder “Macht mich dieser Gegenstand glücklich?”. Diese Frage soll man sich nach Marie Kondo bei jedem Gegenstand, der sich in der Wohnung befindet und den man zum Ausmisten und Aufräumen in die Hand nimmt, stellen.

Und dann heißt es, konsequent sein, denn all das, was keinen essentiellen Zweck erfüllt und keine Glücksgefühle in einem auslöst, kann und sollte wirklich aussortiert werden. All das, was hingegen Freude bereitet und ein (mehr oder weniger großes) Glücksgefühl auslöst, darf bleiben.

Ich habe das übrigens Anfang letzten Jahres mit meinem Kleiderschrank gemacht und dabei über 200 (!) Kleidungsstücke aussortiert. Und ich hätte nicht behauptet, dass ich ein Style- oder Klamotten Junkie wäre. Aber tatsächlich besitzt man so unglaublich viele Dinge, die “einfach da sind” und im schlimmsten Falle noch negative Gefühle in uns auslösen, weil man “sie eigentlich mal wieder anziehen” müsste. Ich habe übrigens damals mit dem Programm von Kristina von 1m² ausgemistet.

Ich habe – genau wie die KonMari-Methode es vorgibt – dazu alle meine Kleidungsstücke auf einen Platz geworfen, jedes einzelne Kleidungsstück in die Hand genommen und überlegt, wie es mir mit dieser Klamotte geht, ob sie etwas positives in mir auslöst. Bei mir hat das ganz hervorragend funktioniert und über die deutlich bereinigten Schubladen und Fächer im Kleidungsschrank freue ich mich noch immer.  

Beim Aufräumen im Online-Marketing funktioniert es ein kleines bisschen pragmatischer. Hier kann vermutlich nicht ausschließlich das bleiben, was Freude in uns auslöst oder einen Zustand der Glückseligkeit. 

Trotzdem fordere ich meine Kundinnen immer dazu auf, in sich hineinzuhören, mit welchem Content-Kanal, mit welcher Marketing-Aktivität sie sich wohlfühlen. 

Stell dir also die Frage: Ist das hilfreich / sinnvoll für mein Marketing oder kann das weg?

Ich bin nämlich der festen Überzeugung, dass man Dinge vor allem dann dauerhaft schaffen und umsetzen kann, wenn man Freude daran hat. So schreibe ich inzwischen richtig gerne Blogartikel und Newsletter und nehme Podcast-Episoden auf. Social Media hingegen fällt mir schwer, es macht mir nicht richtig Freude, vor allem auch vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit und der Halbwertszeit von Posts z.B.. Das Dinge wie Administration im Business auch gemacht werden müssen, obwohl sie vielleicht nicht so viel Freude spenden, ist eh klar. Aber das wäre dann ein neues Thema, nämlich inwiefern man Dinge auslagern kann und sollte.

Es geht also auch in diesem Zusammenhang darum, sich die einzelnen Marketing-Aktivitäten anzuschauen und gehen zu lassen, was 

  • einem nicht gut tut
  • einem überhaupt keine Freude macht
  • nicht zu weiteren Kund*innen führt
  • nur Zeit kostet

Platz zuweisen

Jetzt kommt bei der – wie ich finde – spannendste Teil bei der KonMari-Methode, nämlich den Dingen den richtigen Platz in der Wohnung zuzuweisen. Das geht vielleicht mit Kleidungsstücken auch dank der KonMari-Falttechnik noch relativ einfach (T-Shirts aufzustellen, statt liegend aufeinander zu stapeln hat mein Leben revolutioniert! 😉), aber was ist mit dem ganzen Kleinkram? Denn auch wenn in einer idealen Ordnungssituation theoretisch jeder Gegenstand seinen festen Platz in der Wohnung hat, so stellt sich das im wahren Leben doch oftmals als schwieriger heraus, als gedacht. 

Der Trick ist, so konsequent wie möglich zu sein: Alle Teller kommen an einen Platz, alle Gläser in einen Schrank, alle Handtücher an einen Ort usw. Natürlich gibt es immer noch so Dinge, die irgendwie nirgendwo hingehören – bei Marie Kondo heißen sie “Komono” – aber auch die befinden sich dann einfach gesammelt in der Mischmaschschublade (die hast du auch oder? 😄).

Auch bei “Silkondo” ist ein gewisses Maß von Konsequenz gefragt und auch von Selbstvertrauen, dass die Entscheidungen, die man im Schritt zuvor getroffen hat, gerade die besten sind, die man treffen konnte. Jetzt heißt es, nicht nach den Shiny Objects – also nach den schnellen Lösungen – am Wegesrand zu schauen, sondern konsequent die Kanäle zu bespielen, die da sind. 

Wir dürfen uns fokussieren. Das hat doch auch etwas beruhigendes, oder? Wir dürfen die Dinge, die von außen auf uns einprasseln und von denen jeder behauptet, sie wären der „neueste Trend“ und man müsse unbedingt mitmachen, einfach ignorieren. Wer spricht heute noch über Clubhouse – niemand. 

Wir weisen den Aufgaben in unserem Marketing einen Platz zu. Wir geben ihnen die Wichtigkeit, die sie verdient haben. Wir lassen uns nicht beirren, denn wir haben eine gute Entscheidung für uns und unser Business getroffen. Stand heute. 

Alle Dinge richtig verstauen – Der perfekte Fahrplan

Dieser Punkt baut ein bisschen auf dem vorherigen auf: Nachdem du allen Dingen einen festen Platz zugewiesen hast, geht es eben auch darum, die Dinge richtig zu verstauen, damit sie alle zu jeder Zeit gesehen und damit auch genutzt werden können. 

Du kennst vielleicht die Bilder, die oft mit Marie Kondo verbunden werden: Eine Schublade voller ordentlich zusammengelegter Kleidungsstücke, möglichst geordnet nach Farben, aufgestellt statt liegend. Diese Art und Weise des Faltens, also Marie Kondos Falttechnik, und das ordentliche Aufreihen von Kleidung ist ein Grundprinzip der KonMari-Methode, die es empfiehlt, jedes Kleidungsstück zu einem rechteckigen Päckchen zusammenzufalten. Und zwar unabhängig davon, welche Grundform das Kleidungsstück hat. 

Da die Kleidungsstücke nun die gleiche Form haben, können sie ohne Probleme stehend aneinandergereiht ganz platzsparend aufbewahrt werden. Dies hat eben zur Folge, dass man nicht nur die obersten Stücke eines Kleiderstapels wahrnimmt und damit oftmals immer die gleichen Kleidungsstücke anzieht, während tiefer liegende Hosen, Pullover und Shirts in Vergessenheit geraten. 

Auch bei “Silkondo” bringen wir die Ergebnisse der letzten Schritte in die richtige Reihenfolge. 

Wir erstellen nämlich einen Fahrplan für die Marketing-Aktivitäten, die bleiben dürfen. Und dieser Fahrplan ist entscheidend geprägt auch von äußeren Umständen, weswegen die Betrachtung des gesamten Business wichtig ist, z.B.:

  • wieviele Stunden möchtest du pro Woche arbeiten
  • welche familiären Verpflichtungen gibt es
  • welche fixen Zeiten für die Arbeit mit Kund*innen ist einzuplanen
  • welche Bedingungen dürfen geschaffen werden, damit du Marketing machen kannst
  • wobei brauchst du Unterstützung

Und aus all diesen unterschiedlichen Parametern setzt sich dieser Fahrplan für die nächsten Wochen und Monate zusammen, damit du weißt, was deine Priorität ist und wann du welche Marketingaktivitäten in welchem Umfang machen möchtest. 

Der Fahrplan ist aber auch “nur” eine aktuelle Aufnahme des Geschehens und sollte von Zeit zu Zeit nachjustiert werden. Denn natürlich können wir in unsere Überlegungen einbeziehen, dass du z.B. für die Erstellung eines Blogartikels Zeit X brauchst. Wenn du aber nun merkst, dass du immer Zeit X + 3h brauchst, dann fehlt diese Zeit natürlich an anderer Stelle. 

Dann ist es wichtig, diese Zeit nicht von der Freizeit oder sonstigen persönlichen Unternehmungen abknapsen, sondern beim Marketing nachzusteuern. Schließlich wollen wir ja weniger Hustle-Modus und nicht mehr, oder?

Übrigens noch ein Tipp: Ich glaube übrigens nicht und sehe auch an mir selbst, dass das Ausmisten im eigenen Marketing alleine einfacher funktioniert. Nicht umsonst lasse ich mich bezüglich meines Business von Coaches beraten. Erwarte also nicht unbedingt, dass du es ganz alleine schaffst, dich in deinem Marketing von wenig sinnvollen Marketing-Kanälen zu trennen, auszumisten, dein Marketing aufzuräumen und dir einen (neuen) Fahrplan für deine Marketing-Aktivitäten zu erstellen.

Du darfst und solltest dich dabei unterstützen lassen – um nicht unnötig Zeit (und damit auch Geld) zu verplempern.

Fazit

Ich muss immer noch schmunzeln, wenn ich daran denke, wie meine Kundin sagt, du bist meine persönliche Silkondo. Aber irgendwie hat sie schon ein bisschen recht, oder? 

Wenn du Lust hast, dein Marketing auch ein bisschen zu entrümpeln, um aus dem Hustle-Modus rauszukommen und dir einen für dich funktionierenden Fahrplan für deine Marketingaktivitäten zu erstellen, dann komm in mein Alles im Griff-Programm. Ich würde mich freuen, dich zu begleiten. 


Du möchtest mich vorher noch ein bisschen besser kennenlernen? Dann ist vielleicht mein Angebot für 0,00 € eine gute Möglichkeit: Die 15-Punkte-Matrix

Ich hätte nie gedacht, dass ich mal Marketing mache – meine wahre Businessgeschichte

Ich hätte nie gedacht, dass ich mal Marketing mache – meine wahre Businessgeschichte

Wenn mir jemand Anfang 2019 erzählt hätte, dass ich mal etwas mit Marketing oder Online Marketing mache, hätte ich wahrscheinlich nur müde gelächelt und erwidert, dass ich doch kein „Marketing-Fuzzie“ bin. Ich hätte nämlich wirklich nie gedacht, dass ich mal Marketing mache…

Marketing hatte in meinen Gedanken und in meinem Empfinden entweder etwas super hippes oder etwas Schmieriges an sich – und ich habe im Nachhinein keine Ahnung mehr, woher das überhaupt kommt. 

Und jetzt schreibe ich diesen Blogartikel, um dir zu erzählen, was in den letzten 4 Jahren passiert ist und wie es dazu gekommen ist, dass ich von der Beamtin zur Marketing-Sparringspartnerin wurde. Meine wahre Businessgeschichte eben.

Podcast-Episode #035: Meine wahre Businessgeschichte – von der Beamtin und Virtuellen Assistentin zur Marketing-Beraterin

Und wie bei jeder guten Geschichte fängt es mit einem “Once upon a time” an…

2019 – Once upon a time…

Nachdem meine Tochter im April 2017 zur Welt kam, durfte ich meine Mutterschaft zunächst in vollen Zügen genießen. Jedesmal, wenn ich meinen Mann darauf ansprach, dass ich mir Arbeit suchen wollte (denn ursprünglich wollte ich nur ein Jahr Babypause machen), winkte er ab und meinte „lass dir ruhig Zeit“.

Und das war wirklich fein, denn mir war relativ schnell klar, dass meine Tochter auch aufgrund meines fortgeschrittenen Alters und weil ich mein Glück, ein gesundes Kind zur Welt gebracht zu haben, nicht überstrapazieren wollte, ein Einzelkind bleiben würde.

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt - ich hätte nie gedacht, dass ich mal Online-Marketing mache

Ich bin gelernte Diplom-Juristin und Diplom-Verwaltungswissenschaftlerin. Zuletzt habe ich in München beim Deutschen Patent- und Markenamt gearbeitet und zu der Zeit, als ich mit meiner Tochter schwanger wurde, gab es noch Telearbeit im Ausland. Das hätte mir die Möglichkeit gegeben, von Südtirol aus für meinen bisherigen Arbeitgeber zu arbeiten. Und das war zwar kein ausschlaggebendes Kriterium gewesen, um nach Südtirol zu gehen, aber es hatte meine Entscheidung enorm erleichtert.

Die Ernüchterung

Sechs Wochen vor der Entbindung aber kam die Ernüchterung: Die Telearbeit im Ausland wurde abgeschafft und damit war der Traum, von Italien aus zu arbeiten und bei meiner Familie bleiben zu können, hinfällig.

Zwei Jahre hatte ich das Problem “Arbeit” jetzt also vor mir hergeschoben, obwohl es mir schon nach einem Jahr wieder in den Fingern kribbelte, etwas zu tun. Nur ein paar Stunden die Woche arbeiten, ein bisschen was anderes sehen, als Windeln und andere Muttis. Nicht falsch verstehen, ich habe es ganz lange Zeit genossen und weiß, dass ich da sehr privilegiert war. Aber ich habe immer gerne gearbeitet. Und irgendwann hat es einfach angefangen, mir zu fehlen. 

Mitte 2019 bin ich dann also losgezogen, um mir hier in Südtirol eine Arbeit zu suchen. Das müsste ja mit dem Teufel zugehen, wenn ich nicht für 15 oder 20 Stunden die Woche etwas finden würde.

Ich fand nichts. “Überqualifiziert”, “wir können Ihnen nicht das zahlen, was sie bekommen müssten” und “fehlende Italienischkenntnisse” waren die Aussagen, die ich mir am meisten anhören durfte. Was für eine Ernüchterung. 

Ich konnte sie nicht überzeugen, dass es mir eigentlich nur um die Arbeit ging und mir die Entlohnung fast egal war.

Eine Idee findet mich

Völlig ratlos überlegte ich schon, wie ich mich zwischen Deutschland und Italien aufsplitten sollte – entweder zu Lasten meiner Familie oder zu Lasten meines Berufes. Ich fand keine Lösung. 

Bis Silvia in mein Leben trat. Ich weiß gar nicht mehr, wie es passiert ist. Sie war einfach da. Auf Facebook. Und sie stellte mir die Frage aller Fragen: Warum machst du dich nicht als virtuelle Assistenz selbständig?

Ich hatte von virtueller Assistenz noch nie gehört. Überhaupt war alles, was virtuell ablief, mir ziemlich fremd. Außer das Zocken, bei dem ich meinen Mann kennengelernt hatte. Aber auch da war es nur das eine Spiel – World of Warcraft – und sonst musste ich in Sachen “online sein” und Technik ziemlich an die Hand genommen werden. 

Und dann fing ich an zu lesen. Was ist virtuelle Assistenz? Was muss ich dafür wissen? Welche Voraussetzungen braucht man? Wo kann ich das lernen? Und dann das erste Mal der Gedanke “Selbständigkeit”. Das war gedanklich so weit weg und doch schien es die Lösung für alles zu sein.

Entschlusskräftig bin ich ja

Wer mich kennt weiß: Ist der Entschluss einmal gefasst, wird durchgezogen. Ich habe 

  • mich also belesen
  • einen Termin beim Steuerberater gemacht (in Italien geht’s nicht ohne)
  • mir einen Kurs zum Kauf einer Website gekauft (Danke an Michaela Dyck für “Meine Power Webseite”) 
  • meine Website mit WordPress und Divi selbst gebaut
  • mir ein Branding ausgedacht
  • mir einen Kurs für Virtuelle Assistentinnen gesucht (Danke an Nadine Abdussalam für Virtual Assistant Women)
  • mich in eine Membership eingebucht und 
  • unendlich viel gelesen und alles aufgesaugt rund um Virtuelle Assistenz. 

Als dann die Frage aufkam, welche Dienstleistungen ich als virtuelle Assistentin anbieten möchte, lief mir ein Webinar von Sascha Feldmann (Digitalfrei) über den Weg: Pinterest wäre der heiße Shice für 2020 prognostizierte er. Gesagt, getan. Und bei Nadine habe ich gelernt, wie man Podcast schneidet, ebenfalls gesagt, getan. Und Backoffice…das kann ja auch nicht schaden und kann ich so aus dem Ärmel schütteln mit meiner beruflichen Erfahrung. 

Tja und so fing meine kurze Karriere als Virtuelle Assistentin an.

Ein Podcast-Interview mit Sascha Feldmann über meinen Start kannst du dir auch im Digitalfrei-Podcast #111 anhören.

2020 – mein erstes Jahr in der Selbständigkeit

Was dann passierte, kann man nicht anders als steil nennen.

Ich fing an, meine Freundin Friederike Rainer von Herzenskinder (auch eine Deutsche in Südtirol) in ihrem Business zu unterstützen. Sie fing an, auf Pinterest aktiv zu sein und startete einen eigenen Podcast und bei beidem unterstützte ich sie und konnte mich so in Sachen Pinterest-Marketing und Podcast-Betreuung fit machen.

Außerdem lernte ich durch die Membership, in der ich war, unzählige selbständige Frauen und Unternehmerinnen kennen, die ich in ihrem Business in Sachen Pinterest unterstützen durfte. Die meisten Aufträge bekam ich in dieser Zeit – wie auch danach – durch Weiterempfehlung.

Ich war auf Summits als Speakerin und bei Business-Kolleginnen in ihren Programmen zu Gast. Auch etwas, was mir extrem viel Spaß gemacht hat.

Eine erste wichtige Entscheidung

Irgendwann wurde mir aber auch klar, dass sich 

  • mit Backoffice nicht so wirklich viel verdienen ließ
  • ich mich auf einen Bereich fokussieren sollte, damit ich darin richtig gut werden könnte.

Ich verabschiedete mich also schweren Herzens von dem Thema Podcast und leichten Herzens vom Thema Backoffice und ging „all in“ mit Pinterest. 

Und 2020 – als Corona kam – ging Pinterest durch die Decke, was mir natürlich beruflich zugutekam. Ich war total ausgebucht, musste Aufträge abgeben, weil ich es alleine und vor allem mit einem Kleinkind an meiner Seite nicht schaffen konnte. 

Pinterest als es noch cool war

Ich machte unzählige Weiterbildungen zum Thema Pinterest, unter anderem bei Barbara Riedl-Wiesinger von Kaleidocom und bei Alexandra Polunin (danke an die Rockstars! 🤘🏻🎸). Überhaupt investierte ich in dieser Zeit relativ viel Geld in mich und mein Business – einfach weil es mir sinnvoll erschien und mich die Online-Welt in ihren Bann gezogen hatte. So viele, schier unendliche Möglichkeiten hatten sich mir aufgetan. Es war so ganz anders, als in meinem bisherigen beruflichen Leben. Es schien keine Grenzen zu geben.

Es war eine richtig gute Zeit. Ich war absolut überzeugt von dem Thema Pinterest als visuelle Suchmaschine und der Möglichkeit, mehr Traffic auf die eigene Website zu holen. Denn mit dem Thema Social Media haderte ich sowohl für mich selbst als auch für meine Kundinnen. Zu unsicher erschien es mir, wertvollen Content nur auf Fremdplattformen zu erstellen ohne direkt die Möglichkeit, auf die eigene Website zu verlinken. 

Pinterest lief jedenfalls richtig gut an und ich habe mit tollen Frauen zusammenarbeiten dürfen. Ich habe mein Wissen erweitert und je mehr ich mich weitergebildet habe, desto mehr konnte ich wiederum meine Kundinnen auch über Pinterest hinaus unterstützen. Bald ging es nicht mehr nur um Pinterest-Marketing selbst sondern auch darum, ob die Website an sich gut aufgebaut war, um die Kundenreise, um besseren Content, den man auf Pinterest verwenden könnte usw.

Aber irgendwann merkte ich auch, dass ich in Bezug auf Pinterest-Marketing “eine von vielen” wurde. Mit der Corona-Krise waren die virtuellen Assistentinnen und Pinterest-Marketing-Expertinnen aus dem Boden geschossen wie Pilze. Es fühlte sich nicht mehr gut an, einfach nur Pinterest Marketing anzubieten. Irgendetwas fehlte.

Und dann kam Pin Your Podcast

Ich suchte mir also Unterstützung für mein Business und nahm meine eigene Positionierung noch einmal genauer unter die Lupe. Dafür buchte ich ein Programm von Heike Friedrich von Wortkreation.

In diesem Programm fiel der Groschen – ich wollte mich noch spitzer positionieren und so entstand Pin Your Podcast, also Pinterest-Marketing für Podcast:innen. Ziemlich viel Überzeugungsarbeit, die ich da leisten musste, aber mit meiner super spitzen Positionierung fühlte ich mich richtig wohl und gut aufgestellt. 

Der große Vorteil war, dass ich meine zwei Business-Sparten, Pinterest und Podcast wieder zu einem Thema zusammenfügen konnte. 

Bereits Anfang 2020 habe ich meinen Blog gestartet und über Pinterest-Marketing geschrieben. Insgesamt über 40 Blogartikel zum Thema Pinterest habe ich verfasst. Manchmal wöchentlich, oft im 14-tägigen Rhythmus. Außerdem schrieb ich jede Woche einen Newsletter – den MyPinPodLetter.

2021 – wenn das Bauchgefühl zuschlägt

Oh man, was für ein Jahr. Corona-Krise bis obenhin. HomeOffice für mich (gewollt) und “Smart Working” für meinen Mann (eher ungewollt). Wochenlanges aufeinander hocken. 

Und dazwischen Arbeit für meine Kundinnen. Weiterhin. Aber es wurde schon relativ schnell in 2021 eher zäh. Pinterest hatte den Aufschwung aus 2020 dafür genutzt, sich sehr zu verändern. Mehr in Richtung Social Media mit den dann neu eingeführten Idea Pins – also quasi Instagram Reels in grün. 

Mir gefiel die Entwicklung überhaupt nicht. Meine Hauptargumente für Pinterest, nämlich dass es sich um eine Suchmaschine handelt, mit der man mehr Besucher:innen auf die eigene Website holen kann, bröselten unter meinen Fingern dahin. Denn faktisch wollte Pinterest die Nutzer:innen jetzt mit aller Macht auf der eigenen Plattform halten, weshalb man bei den Idea Pins schon nicht mehr auf die eigene Website verlinken konnte. Ich fand’s richtig doof.

Ich blieb trotzdem dabei und Pinterest treu. Vielleicht waren das nur Probeballons, die sie da losließen, redete ich mir ein. Bald würde sich die Plattform sicher wieder zurückentwickeln zu der Suchmaschine, die sie vorher war. Jedenfalls hoffte ich das sehr. 

Ein Traum geht in Erfüllung

Ich war von dem Thema Pin Your Podcast also immer noch so überzeugt, dass ich meinen eigenen Podcast startete – den Pin Your Podcast – Podcast. Ein Traum ging für mich in Erfüllung. 

Zuvor hatte ich die große Freude, mit dem Podcast-Helden Gordon Schönwälder zusammenzuarbeiten. Eine Content-Ideen-Maschine at it’s best. Mit ihm zusammen habe ich meinen Podcast entwickelt und er hat es geschafft, in mir die Liebe für das Mindmapping zu wecken, indem er mit mir in dem Online-Tool Mindmeister sowohl den Podcast entwickelte als auch einen Redaktionsplan für ein ganzes Jahr. 

Ich bin immer noch völlig geflashed, wenn ich daran zurückdenke. 

Content Content Content

Und dann habe ich neben Blogartikel und Newsletter auch noch angefangen, jede Woche eine Podcast-Episode zu erstellen, also einzusprechen, zu schneiden und zu veröffentlichen. Gestartet wurde der Podcast – natürlich – am 04.05.. May the forth. Ich war schon immer ein bisschen nerdig unterwegs 😂

Episoden-Cover vom Pin Your Podcast Podcast

Wie Content in seiner Dauerhaftigkeit und Regelmäßigkeit geht, habe ich bei Claudia Kauscheder von Abenteuer HomeOffice gelernt. Und Trello. Und mich besser zu organisieren. Ich glaube, ich bin ein richtiges Fan-Girl von Claudia, weil ich mir einfach unglaublich viel von ihr abschauen konnte.  

Ich bin also in den Content-Planungs-Club eingetreten (in dem ich immer noch bin, weil es da so nett ist und weil ich den Austausch schätze). Ziel war es, regelmäßig guten Content für meine Website zu erstellen, ohne mich zu überfordern. Und ich denke, dazu bin ich inzwischen – auch dank der vielen Übung – sehr gut in der Lage. 

Wenn der Spaß sich verabschiedet

2021 war finanziell ein gutes Jahr. Ich habe für mich und mein Business, für mein Online Marketing und vor allem für mein Content Marketing unglaublich viel gelernt. 

Aber es hat keinen Spaß mehr gemacht. Die Zweifel, ob Pinterest wirklich noch eine Plattform ist, für die ich aktiv Werbung machen möchte, wurden immer größer und ich damit immer unzufriedener. 

Ich bin niemand für halbe Sachen. Ich kann nicht behaupten, dass irgendetwas super funktionieren wird, wenn ich davon nicht einmal selbst überzeugt bin. Und das ich sowas nicht gut kann, habe ich gemerkt, als ich mein Programm “Pin Your Podcast” gelauncht habe. 

Es war eine Nullnummer, obwohl es ein finanziell mega gutes Angebot war. Aber ich konnte es nicht verkaufen, weil ich nicht zu 1000% dahinter stand. Ich war froh, dass niemand gekauft hat. Ich hätte mich nur noch weiter gequält. 

Mir wurde klar: Pinterest ist es nicht mehr. Und diese Klarheit wog schwer, denn es war doch eigentlich alles perfekt. Meine Brand, der Name, mein Logo, mein Podcast. 

Aber ich habe mich nicht selbständig gemacht, um unglücklich zu sein.

Also was nun?

2022 – jetzt machen wir es auf meine Art

Über drei Monate habe ich gebraucht, um die Entscheidung zu treffen und mich von Pinterest zu verabschieden. Zahlreiche Gespräche mit Business-Freundinnen, meinem Coach und 500,00 € für eine Coaching-Stunde später war klar: Pinterest ist Vergangenheit. 

Und auch da bin ich ja wieder konsequent: Wenn ich mich einmal dafür entschieden habe, mich zu verabschieden, dann aber auch richtig. Leider war mir -natürlich- nicht direkt zu 1000% klar, wie mein neues Online-Business-Leben aussehen sollte. Aber Pinterest musste weg. Sowohl der Podcast, als auch die Website, als auch Blogartikel. Lediglich einige Kundinnen betreute ich weiter – wobei auch da die Betreuung weit über das reine Pinterest-Marketing hinausging.

Also machte ich Nägel mit Köpfen und

  • überarbeitete die Website umfassend
  • verabschiedete den Podcast „Pin Your Podcast“ in die Rente
  • löschte über 40 Blogartikel
  • benannte meinen Newsletter in Marketingpost um und schrieb eine Erklärungs-E-Mail an meine Newsletter-Abonnent*innen und 
  • machte mich auf die Suche nach meiner Passion

Was will ich denn eigentlich?

Bereits im Vorfeld hatte ich mir überlegt, was mir in meiner Arbeit in den vergangenen zwei bis drei Jahren am meisten Spaß gemacht hat und worauf ich Wert lege. Genauso wichtig war für mich aber auch zu erkennen, was ich nicht mehr möchte. Ich erstellte mir also eine Liste mit “Davon möchte ich mehr” und “Das möchte ich nicht mehr” – Stichworten. 

Auf der “Davon möchte ich mehr”-Liste stehen Dinge wie

  • Frauen in ihrem Business unterstützen
  • ihnen zu mehr Klarheit in ihrem Marketing verhelfen
  • nachhaltiges Content-Marketing
  • umfassende und individuelle Betrachtung des Marketings
  • individuelle und persönliche Betreuung
  • beratende Tätigkeit

Auf der “Das möchte ich nicht mehr”-Liste stehen hingegen Stichpunkte wie

  • eine Fremdplattform bewerben
  • ausschließlich done for you Tätigkeiten annehmen
  • Social Media Marketing 
  • ausschließlich Selbstlernkurse erstellen

Aber wie findet man für all das eine Nische oder eine Ausrichtung?

Interviews sind der Oberhammer

Ganz ehrlich: Wenn du mal nicht mehr weiterweißt, dann führe Interviews. Frag Menschen, wobei sie Hilfe brauchen und du wirst unendlich viele Antworten finden. 

Und das habe ich gemacht. Anfang 2022 habe ich zahlreiche Interviews mit selbständigen Frauen und Unternehmerinnen geführt und sie gefragt, was ihnen an ihrem Business gefällt, was sie sich anders wünschen würden, wie ihnen eine gute Fee helfen könnte usw. 

Diese Interviews waren so augenöffnend und so toll, dass ich mich entschlossen habe, ein Programm für diese Frauen auf die Beine zu stellen. Das “Alles im Griff – Programm”

Wichtiger Teil meiner Businessgeschichte: Mein zweiter Podcast ALLES IM GRIFF im Online Marketing

Alles im Griff – der Fahrplan für’s Online-Marketing

Im März ging es schon los und ich führte die erste Runde des 10-Wochen-Programms “Alles im Griff” durch. Mit 8 fantastischen Frauen. Eine super anstrengende und super schöne Zeit mit ganz vielen Coaching-Sessions im 1:1 und unglaublich vielen Learnings für mich. 

Ich merkte, dass ich auf einem guten Weg war mit diesem Programm. Es ging mir darum, zusammen mit den Frauen anzuschauen, welche Marketing-Aktivitäten sie bereits unternahmen, welche davon sinnvoll oder weniger sinnvoll waren, wie ihre Website und sonstigen Marketing-Kanäle aufgestellt sind und wo Verbesserungspotential besteht, damit sie sich einen Marketing-Fahrplan zurechtlegen können, der wirklich sinnvoll, durchführbar und erfolgsversprechend ist. 

Und das haben wir geschafft. 8 mal. Mit 8 verschiedenen Frauen. Ganz individuell. Und darauf bin ich sehr sehr stolz. 

Mir war aber auch klar, dass ich nicht werde in jeder Runde 8 Frauen mit wöchentlichen 1:1 Coachings unterstützen können. Das ist sowohl für mich zeitlich als auch energetisch eine Herausforderung, die ich nicht annehmen möchte. Aber auch für die Teilnehmerinnen war das eine sehr anstrengende, weil sehr intensive Phase – schließlich nehmen sie ihr Marketing (und somit auch ein Stück weit ihr Business) komplett auseinander und setzen es neu wieder zusammen.

Deshalb ist das Programm jetzt ein kleines bisschen verändert. Mit Video-Einheiten, die man sich anschauen kann, wann man möchte und wöchentlichen Q&A in der Gruppe, weil der Austausch mit “Leidensgenossinnen” so unglaublich wertvoll ist. Es gibt aber weiterhin 1:1 Calls mit den Teilnehmerinnen, denn natürlich sind ihre Themen auch ganz individuell und da heißt es, auf jede Teilnehmerin gesondert einzugehen. Und das ist auch etwas, was mir unglaublich viel Spaß macht. 

Da ich das Programm nicht mehr launche sondern du jederzeit einsteigen kannst, können wir jetzt direkt damit starten, dein Online-Business und dein Marketing auf Vordermann zu bringen, aufzuräumen, auszusortieren und dir einen Marketing-Fahrplan zu entwickeln, der dir ein Wegweiser für die nächsten Monate in deinem Business ist. Hier bekommst du alle Informationen zum Programm: Alles im Griff Programm

2023 – so wie ich es mag

Ich bin eher lahm in das neue Jahr gestartet. Ich war auch nicht ganz sicher, wann genau ich “Alles im Griff – Das Programm” wieder starten möchte. 

Und auch hier wieder: Nachdem ich den Termin für den Start von „Alles im Griff – Das Programm“ auf den 06.03.2023 festgelegt hatte, habe ich richtig Bock auf eine neue Runde toller Frauen und sie auf dem Weg zu ihrem individuellen Marketing-Fahrplan zu begleiten. Das wird mega!

Ansonsten konzentriere ich mich auf meinen Content in Form von Blogartikel, meinem “ALLES IM GRIFF im Online Marketing”-Podcast und meinem Newsletter. Und regelmäßigen LinkedIn-Post (an letzterem darf ich noch arbeiten, aber dank Ute Blindert und ihrem LinkedInCamp bekomme ich das wohl auch noch auf die Reihe 😄). 

Und ich möchte jeden Monat ein Webinar abhalten. Nichts ewig langes, sondern eine halbe Stunde Input zu einem Marketing-Thema. Pitchfrei. Eine Möglichkeit, mich live kennenzulernen.

Und natürlich gibt es weiterhin mein Impulscoaching, eine Stunde 1:1 mit mir, wo wir an einer speziellen Frage zu deinem Marketing arbeiten.

Last but not least wird es dieses Jahr noch eine weitere Möglichkeit geben, mit mir zu arbeiten. Ich feile gerade an meinem Content-Coaching oder Umsetzungs-Coaching (der Name ist immer noch nicht gefunden), bei dem ich Selbständige und Unternehmerinnen unterstütze, bei einem bestimmten Thema in die Umsetzung zu kommen. Das kann sein

  • regelmäßig Blogartikel zu schreiben
  • einen regelmäßigen Newsletter zu veröffentlichen
  • endlich einen Podcast zu starten
  • Content-Planung usw.

Dabei geht es mir hauptsächlich darum, die Sache anzugehen, bei Fragen zur Verfügung zu stehen und Impulse geben zu können und dabei zu helfen, dauerhaft umzusetzen. Ich schubse an, solange es das Anschubsen braucht. Wenn du meinen Newsletter bekommst, dann erfährst du als erstes, wenn dieses Angebot zur Verfügung steht – und bekommst als Beta-Testerin Sonderkonditionen.

Und ja, ich mache das gerne, was ich mache. Ich liebe es, Frauen in ihrem Business zu unterstützen. Ich liebe den Austausch von Ideen, Meinungen, Problemen und Herausforderungen. Ich wünsche mir Unterstützung untereinander, mehr Netzwerken (deshalb geht’s nächste Woche auch zum CoachCamp nach Köln) und ich freue mich unendlich darauf, was dieses Jahr für mich bringt. 

Das war sie, meine wahre Businessgeschichte. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal Marketing mache 😂

Ich danke dir von Herzen für’s Lesen – alles Gute für dich!

Dies ist mein Beitrag zur Blogparade “Once upon a time” von Beatrice Krammer von Onlinemagie.

Mindfucks im Online-Marketing – wie du deine Glaubenssätze in 4 Schritten überprüfen kannst

Mindfucks im Online-Marketing – wie du deine Glaubenssätze in 4 Schritten überprüfen kannst

Wahrscheinlich gibt es 12 Trillionen Blogartikel, die sich rund um Glaubenssätze im Business drehen und ich habe nicht vor, dass dies der 12 Trillionen und erste Blogartikel dazu wird. Dennoch merke ich in der Zusammenarbeit mit meinen Kundinnen immer wieder, wie sehr diese von ihren Mindfucks und Glaubenssätzen ausgebremst werden. 

Dies soll also eher eine Bremslockerung sein, als dass ich dir sage, dass du deine Glaubenssätze wegmeditieren sollst (no affront – das kannst du gerne zusätzlich ausprobieren). Mir geht es darum, dich verbal an den Schultern zu nehmen, ein bisschen durchschütteln und dir zu sagen: Wer entscheidet – du oder dein Repitlienhirn?  

Podcast-Episode #030: Mindfucks und negative Glaubenssätze – so wirst du sie los

In diesem Blogartikel findest du also vielleicht ein paar deiner eigenen Mindfucks wieder, du erfährst etwas darüber, was das Hirn da so anstellt und ich gebe dir ein paar Tipps mit an die Hand, was du gegen deine negativen Glaubenssätze tun kannst. Let’s go!

Welche Mindfucks hast DU?

Es gibt eine Menge negativer Glaubenssätze – ich nenne sie hier provokativ Mindfucks – die wir miteinander herumtragen. Die haben wir ja auch schön von Lehrern und manchmal sogar Eltern eingetrichtert bekommen. Und wenn die doch etwas zu uns sagen und wir Vertrauen zu diesen Menschen haben, muss dann nicht automatisch stimmen, was sie zu oder über uns sagen?

Ich kann das nicht / ich bin zu dumm dafür

Ein Klassiker unter den Mindfucks. Du kennst das wahrscheinlich auch: Eine neue Aufgabe liegt vor dir, z.B. der Start deines Blogs, deines Podcasts, deines Newsletters oder irgendeiner anderen Sache, die du nie zuvor gemacht hast. 

Bäm! Da kommen die Zweifel, denn bisher hast du noch keinen proof of concept – du kannst (dir selbst) noch nicht positiv bestätigen, dass du in der Lage bist, diese Aufgabe zu lösen. 

Ich darf keine Fehler machen

Autsch… stelle dir mal vor, du hättest wirklich in deinem Leben noch nie einen Fehler machen dürfen. Oder es hätte ein “Game Over” Zeichen gegeben, sobald irgendetwas nicht so geklappt hätte, wie du es dir vorgestellt hast. 

Wärst du dann jetzt an dem Punkt, an dem du bist?

Hättest du gelernt zu laufen, wenn du nie hättest hinfallen dürfen? Hättest du gelernt, Fahrrad zu fahren oder zu schwimmen, wenn nie hätte etwas schiefgehen dürfen? Wohl nicht. 

Ich muss alles alleine schaffen

Bingo! Damit sind wir bei meinem größten Mindfuck. Ich weiß nicht, was in meiner Erziehung falsch gelaufen ist – sorry Mami! – aber ich bin überhaupt nicht gut darin, um Unterstützung oder Hilfe zu bitten

Und das gilt nicht nur für mein Berufsleben. Wie gerne würde ich die Grafikerstellung für meine LinkedIn-Beiträge oder Blogartikel abgeben und zögere immer noch, weil ich mir denke “Das schaffe ich doch auch alleine, so lange dauert es doch nicht”. 

Ne, tut’s vielleicht auch nicht. Aber es macht mir nicht mal besonders viel Spaß. Und es kostet mich Zeit, in der ich lieber etwas machen würde, worin ich richtig gut bin und dass mir Freude bereitet. Grafiken machen andere viel besser als ich!

Bevor ich…muss ich erst noch…!

Auch ein typischer Fall von Mindfuck, auf den ich sehr gerne reingefallen bin. Deshalb habe ich im ersten Jahr meiner Selbständigkeit unverhältnismäßig viele Onlinekurs gemacht (oder vielmehr angefangen) und war nicht nur in einer Membership. 

Nicht falsch verstehen: Einiges davon war durchaus sinnvoll, weil es mich direkt weitergebracht hat. Anderes hingegen hätte ich mir (zumindest zu diesem Zeitpunkt) auf jeden Fall sparen können. Und meine Zweifel haben die Onlinekurse auch selten ausgeräumt. Denn Onlinekurs ist das eine, Umsetzung das andere. 

Grüße vom Impostor

Warum muss ich bei Impostor eigentlich immer an ein kleines wieselartiges Tier denken? Hmmm. Naja, Impostor kennst du doch sicher auch, oder? 

Also Imposter-Syndrom oder auch „Hochstapler-Syndrom“ wird eine Beobachtung bezeichnet, dass viele sehr erfolgreiche Frauen glauben, dass sie nicht besonders intelligent seien, ihre Leistungen von anderen überschätzt würden und es nur eine Frage der Zeit sei, bis sie auffliegen und jeder erkennt, wie dumm sie eigentlich sind. Hier findest du noch mehr Informationen zum Imposter-Syndrom: Wie man das Hochstapler-Phänomen überwinden kann

Arrrgh, während ich das schreibe, gruselt es mich. Was ist nur los in der Welt, dass wir nicht voller Stolz und im Brustton der Überzeugung gut und wertschätzend über uns und unsere Leistungen sprechen, sondern uns lieber klein machen und verstecken?

Was ist los mit diesem Reptiliengehirn?

Woran liegt es jetzt also, dass wir mit so vielen Mindfucks herumlaufen – und zwar trotz Meditation und Persönlichkeitsentwicklung? Man sollte doch meinen, wir könnten uns auf vernünftige Art und Weise mit diesen Glaubenssätzen auseinandersetzen und sie nach und nach beseitigen. 

Die Angst

Ich bin keine Neurowissenschaftlerin, deswegen ist das hier eine Erklärung, die darauf ausgelegt ist, dass sie einfach verständlich ist. Erwarte also bitte keine neurowissenschaftlichen Abhandlungen über Hirnstamm, limbisches System und Reptiliengehirn!

Kurz gesagt: Schuld an allem ist das Reptiliengehirn oder korrekter gesagt, das limbische System. Das Reptiliengehirn wird so genannt, weil es das evolutionsgeschichtlich älteste Teilstück des menschlichen Gehirns ist. Es verarbeitet entscheidende Umweltreize und ist für instinkthafte Reaktionen verantwortlich – so sichert dieser Hirnstamm, also das Reptiliengehirn, unser Überleben. 

Negative Erfahrungen

Einen wichtigen Punkt habe ich oben auch bereits angesprochen: Die negativen Erfahrungen, die jeder von uns bereits gesammelt hat.  Daraus können sich bereits in sehr jungen Jahren negative Überzeugungen – Mindfucks – entwickeln, die sich eben nur selten wieder von alleine abbauen. 

Haben wir schmerzvolle Erfahrungen gemacht, weil wir für unser Handeln abgelehnt oder zurechtgewiesen worden sind, dann speichert sich dieser Umstand in unserem Körper ab und bremst uns aus. Und das ist auch völlig verständlich. Wir Menschen finden es einfach nicht geil, wenn wir etwas falsch machen, abgestraft oder getadelt werden. 

Was du gegen Mindfucks und negative Glaubenssätze tun kannst

Ich habe das oben im Text so ein bisschen abgetan, dass du versuchen könntest, gegen deine negativen Glaubenssätze anzumeditieren. Denn ganz so hart, wie das hier klingt, meine ich das überhaupt nicht. 

Meditation alleine wird nicht die Lösung sein. Vermute ich jedenfalls. Aber ich habe dir vier Schritte mitgebracht, die eventuell helfen könnten. Naja 4 ½.

Mach dir deine Mindfucks und negativen Glaubenssätze bewusst

Ja, da starten wir direkt in die Matschepampe unserer Vergangenheit. Und ich sag dir, das ist nicht immer lustig. Ich z.B. bin bei der Aufdeckung einiger meiner negativen Glaubenssätze – und ich bin da sicher noch nicht am Ende angelangt – auf den Trichter gekommen, dass die Art meines Vaters, mit mir zu sprechen, nicht gerade die allerbeste war. 

Sehr oft habe ich gehört, dass ich etwas nicht richtig mache. Dass meine Lösung nicht funktionieren kann oder seine Lösung auf jeden Fall die bessere ist. Und dann fängt man langsam aber sicher an, an sich und seinen Entscheidungen, seinen Lösungen, zu zweifeln. 

Und ja, wenn das vom eigenen Vater kommt, ist das noch mal doppelter Shice, denn wenn nicht die Eltern zu 1000% hinter einem stehen und einen unterstützen, so wie man ist, wer denn dann?

Zu erkennen, welche negativen Glaubenssätze du da im Laufe deines Lebens angesammelt hast, ist aber der erste Schritt. Und das ist super wichtig. Du solltest dir viel Zeit dafür nehmen. Und wenn du das Gefühl hast, dass es sinnvoll ist, dann hole dir auch Hilfe. Denn das kann ganz schön tief gehen!

Hinterfrage deine Glaubenssätze aktiv

Das ist ein super spannender Punkt, der oftmals zu kurz kommt. Angenommen, du hast den Glaubenssatz, dass du nicht gut genug bist, um z.B. einen Newsletter zu schreiben. 

Dann hinterfrage doch mal diesen Glaubenssatz. Stimmt das wirklich, dass du nicht gut genug bist, dass du es nicht schaffen kannst? Wer sagt das? Wessen Stimme hörst du in deinem Ohr? Musst du glauben, was diese Stimme sagt? Ist es die Wahrheit?

Das ist ein Punkt, an dem meine Kundinnen ganz oft nicht wissen, was sie sagen sollen. Sie können für diesen negativen Glaubenssatz ja auch faktisch keinen Beleg anführen. Selbst wenn ein Deutschlehrer, wie in meinem Falle, steif und fest behauptet hat, ich würde keine drei zusammenhängenden Sätze fehlerfrei schreiben können – stimmt das (jetzt) so?

Seit über drei Jahren schreibe ich fast wöchentlich Newsletter und/oder Blogartikel. Vermutlich habe ich in meinem Leben deutlich mehr geschrieben als er. Und selbst wenn nicht: Was weiß er schon? Er kannte die 14-jährige Silke, aber er kennt mich nicht. 

Also: Schau dir deine Mindfucks und negativen Glaubenssätze genau an und hinterfrage sie kritisch. Schreib auf, zu welchen Ergebnissen du dabei kommst. 

Verändere deine negativen Glaubenssätze

Jetzt hast du schon herausgefunden, was für Mindfucks du hast und das diese vermutlich nicht der Wahrheit entsprechen oder es genauso wenig Beweise für die Richtigkeit wie auch dafür gibt, dass sie nicht der Wahrheit entsprechen. 

Jetzt geht es an die Transformation. Und dafür kannst du gerne Meditationen, Affirmationen oder andere unterstützende Hilfsmittel verwenden. 

Wichtig ist einfach, dass du deine negativen Glaubenssätze Schritt für Schritt veränderst. Und dieses Schritt für Schritt ist wichtig, weil dein Gehirn sonst nicht bereit ist, dir auch nur einen Funken zu glauben und das ganze mitzumachen. 

Warst du bisher der Ansicht, dass du keine Blogartikel veröffentlichen kannst, weil du einfach nicht schreiben kannst, dann hilft es dir nichts, wenn du dir vorsagst, dass du plötzlich super schreiben kannst. Die Spannbreite zwischen “ich kann es nicht” und “ich kann es jetzt” ist einfach zu groß. 

Also brich es in kleinere Schritte runter. Du kannst vielleicht keinen ganzen Blogartikel schreiben, aber vielleicht eine halbe Seite zu einem Thema, welches du wirklich super spannend findest. Du kannst es “noch” nicht, aber du möchtest es lernen. Du kannst noch nicht einen ganzen Blogartikel, aber vielleicht einen Abschnitt schreiben. Ich denke, es ist klar, was ich meine. 

Podcast-Episode #078: 9 negative Glaubenssätze im Online-Marketing und ihre positive Wendung

Die negative Glaubenssätze

Ich habe dir hier „hands on“ noch 9 Glaubenssätze zusammengefasst, die wir vermutlich alle kennen. Ich möchte dir meine Betrachtung dieser Glaubenssätze näherbringen und Tipps geben, wie du mit diesen negativen Glaubenssätzen umgehen kannst:

Mindset-Fuckup #1: Der ‚Ich bin nicht gut genug‘ Gedanke

In der Welt des Online-Business und Unternehmertums ist der „Ich bin nicht gut genug“ Gedanke ein weitverbreiteter Mindset-Fuckup, der sich wie ein Schatten über viele Selbständige legt. Dieser Gedanke ist geprägt von Selbstzweifeln und einem mangelnden Selbstwertgefühl, und er kann verheerende Auswirkungen auf unser Business und unsere persönliche Entwicklung haben. Hier lässt, wie schon oben erwähnt, das Imposter-Syndrom grüßen.

Beispiele, wie sich dieser Gedanke negativ auswirken kann:

  • Verzögerung bzw. Prokrastination: Wenn wir uns ständig sagen, dass wir nicht gut genug sind, zögern wir oft, wichtige Schritte zu unternehmen. Wir verschieben Projekte, weil wir Angst haben, zu versagen, und verpassen dadurch Chancen.
  • Perfektionismus: Der Glaube, nicht gut genug zu sein, kann dazu führen, dass wir nach Perfektion streben. Wir überarbeiten unsere Arbeit immer wieder und verbringen zu viel Zeit mit Details, anstatt vorwärtszukommen.
  • Selbstsabotage: Dieser Gedanke kann uns dazu bringen, uns selbst zu sabotieren, indem wir uns vor Herausforderungen scheuen oder uns nicht trauen, unsere Ideen zu teilen.

Lösungsansätze, um dieses Mindset zu überwinden:

  1. Selbstreflexion: Bewusstsein ist der erste Schritt zur Veränderung. Reflektiere über deine Selbstzweifel und frage dich, woher sie kommen. Oft sind sie das Ergebnis von negativen Erfahrungen oder äußeren Einflüssen.
  2. Affirmationen: Ersetze negative Gedanken durch positive Affirmationen. Sag dir selbst regelmäßig, dass du fähig und wertvoll bist. Diese positiven Selbstbekräftigungen können dein Selbstbewusstsein stärken. Das gilt auch, wenn man sich selbst für nicht spirituell hält. Die positive Sprache mit sich selbst – ungefähr so, wie man mit einer guten Freundin sprechen würde – hat nichts mit Hokuspokus zu tun.
  3. Fehler akzeptieren: Niemand ist perfekt, und Fehler sind ein natürlicher Teil des Lernprozesses. Sie sind keine Bestätigung dafür, dass du nicht gut genug bist, sondern Chancen, um zu wachsen.
  4. Mentorinnen und Unterstützung: Suche nach Mentorinnen oder Gleichgesinnten, die dich ermutigen und unterstützen. Der Austausch mit anderen kann helfen, Selbstzweifel zu überwinden.
  5. Erfolge feiern: Konzentriere dich auf deine Erfolge, egal wie klein sie sind. Feiere deine Fortschritte und erinnere dich daran, was du bereits erreicht hast.

Der „Ich bin nicht gut genug“ Gedanke ist ein Hindernis, das viele von uns überwinden müssen. Mit Selbstreflexion, positiven Affirmationen und Unterstützung kannst du dieses Mindset überwinden und das Selbstvertrauen entwickeln, das du brauchst, um in deinem Online-Business erfolgreich zu sein.

Mindset-Fuckup #2: Die Angst vor dem Scheitern

Diese Angst ist weit verbreitet und betrifft viele Online-Unternehmerinnen. Die Furcht vor dem Scheitern kann dazu führen, dass man sich zögerlich oder gar nicht auf neue Projekte einlässt. Sie hindert daran, Risiken einzugehen und Chancen zu ergreifen, da man befürchtet, nicht erfolgreich zu sein.

Dies kann zu einem Stillstand im Business führen, da Fortschritt und Wachstum oft mit einem gewissen Risiko verbunden sind. Die Angst vor dem Scheitern kann auch zu Perfektionismus führen, was die Produktivität und Kreativität einschränken kann.

Praktische Tipps, um die Angst vor dem Scheitern zu bewältigen:

  1. Risikobereitschaft: Akzeptiere, dass Scheitern ein natürlicher Teil des unternehmerischen Lebens ist. Sieh es als Chance, zu lernen und zu wachsen.
  2. Konkrete Ziele: Setze klare, erreichbare Ziele für deine Projekte. Wenn du weißt, was du erreichen möchtest, fällt es leichter, den Fokus zu behalten und die Angst vor dem Scheitern zu minimieren.
  3. Selbstmitgefühl: Sei nachsichtig mit dir selbst. Niemand ist fehlerfrei, und Misserfolge sind Gelegenheiten, um besser zu werden.
  4. Lerne aus Fehlern: Analysiere Misserfolge, um herauszufinden, was schief gelaufen ist, und nutze dieses Wissen, um beim nächsten Mal besser abzuschneiden.
  5. Netzwerk: Suche Unterstützung und Austausch mit anderen Unternehmerinnen. Sie können wertvolle Einblicke und Ratschläge bieten. Eine Möglichkeit, sich mit anderen Unternehmerinnen auszutauschen ist z.B. mein umsetzungsstarkes Coworking, die Marketing-Zeit

Die Angst vor dem Scheitern ist normal, aber sie sollte dich nicht davon abhalten, dein Online-Business voranzutreiben. Mit den richtigen Herangehensweisen und einer positiven Einstellung kannst du diese Angst überwinden und mutiger in die Zukunft blicken.

Mindset-Fuckup #3: Vergleich mit anderen Online-Unternehmerinnen

Das ständige Vergleichen mit anderen Online-Unternehmerinnen kann äußerst schädlich für das eigene Wohlbefinden und den Geschäftserfolg sein. Dieser Glaubenssatz führt oft zu negativen Gedanken und Selbstzweifeln.

Man sieht die vermeintlichen Erfolge anderer und beginnt, sich selbst in Frage zu stellen. Dies kann zu Angst, Frustration und einer Abwärtsspirale des Selbstvertrauens führen. Zudem lenkt der ständige Vergleich von den eigenen Stärken und Zielen ab, was die persönliche Entwicklung und das Businesswachstum behindern kann.

Das, was für andere in ihrem Business funktioniert, muss nicht der richtige Weg für dich sein. Schau auf dich selbst und bleibe bei dir selbst, um deinen eigenen authentischen Weg finden zu können.

Wie man aufhört, sich mit anderen zu vergleichen und stattdessen auf sich selbst fokussiert bleibt:

  1. Bewusstsein entwickeln: Erkenne, dass jeder seinen eigenen Weg hat und Erfolg auf unterschiedliche Weisen definiert. Vergleiche dich nur mit deiner früheren Version und setze realistische Ziele für dich selbst.
  2. Limitiere den Social-Media-Konsum: Verbringe weniger Zeit auf Social-Media-Plattformen, wenn du merkst, dass der Vergleich mit anderen dein Selbstwertgefühl beeinflusst.
  3. Schaffe dein eigenes Maß: Setze klare Ziele und KPIs für dein Business, die auf deine individuellen Bedürfnisse und Werte zugeschnitten sind, und messe deinen Fortschritt daran.
  4. Suche Unterstützung: Tausche dich mit Mentorinnen oder Gleichgesinnten aus, die dich ermutigen und unterstützen, ohne dich zu bewerten.
  5. Praktiziere Selbstliebe: Erinnere dich daran, dass du einzigartig und wertvoll bist. Pflege Selbstliebe und Selbstfürsorge, um dein Selbstvertrauen zu stärken.

Der Schlüssel liegt darin, sich auf den eigenen Fortschritt und die persönliche Entwicklung zu konzentrieren, anstatt sich ständig mit anderen zu vergleichen. Indem du diese Gewohnheit durch positive Denkmuster und gezielte Selbstfürsorge ersetzt, kannst du ein gesünderes und erfolgreicheres Online-Business aufbauen.

Mindset-Fuckup #4: Die Fixierung auf Perfektion

Die Fixierung auf Perfektion ist ein häufiger Glaubenssatz, der Online-Unternehmerinnen beeinflusst. Perfektionismus führt dazu, dass man unangemessenen Druck auf sich selbst ausübt, um jedes Detail in Projekten oder Inhalten bis zur Vollkommenheit zu optimieren.

Dies kann zu lähmender Prokrastination, erhöhtem Stress und einer geringeren Produktivität führen. Es kann auch dazu führen, dass Chancen verpasst werden, da man zögert, etwas zu veröffentlichen oder zu starten, solange es nicht „perfekt“ ist.

Wege, um den Drang nach Perfektion zu reduzieren und produktiver zu sein:

  1. Setze realistische Ziele: Definiere klare, erreichbare Ziele für deine Projekte und Inhalte. Vermeide es, nach unerreichbarer Perfektion zu streben.
  2. Zeitmanagement: Setze Zeitlimits für Aufgaben und Projekte. Dies zwingt dich, effizienter zu arbeiten und verhindert, dass du zu viel Zeit mit Details verschwendest.
  3. Priorisierung: Identifiziere die wichtigsten Elemente in deinem Business und deinen Inhalten. Konzentriere dich auf das, was den größten Mehrwert bietet, anstatt dich in unwichtigen Details zu verlieren.
  4. Feedback einholen: Suche nach konstruktivem Feedback von anderen, um zu lernen und zu wachsen. Akzeptiere, dass Perfektion nicht erreichbar ist, und dass du dich ständig verbessern kannst.
  5. Selbstfürsorge: Pflege deine mentale und physische Gesundheit. Wenn du dich gut fühlst, kannst du besser mit Stress und Druck umgehen.

Indem du den Drang nach Perfektionismus reduzierst und dich auf die Qualität und Relevanz deiner Arbeit konzentrierst, kannst du produktiver und effizienter arbeiten und gleichzeitig Stress reduzieren. Perfektion ist oft ein unerreichbares Ziel, aber kontinuierliche Verbesserung und Fortschritt sind realistisch und erreichbar.

Mindset-Fuckup #5: Der Glaube an den Overnight-Erfolg

Der Glaube an einen sofortigen Erfolg, auch als „Overnight-Erfolg“ bekannt, kann in der Welt des Online-Business zu unrealistischen Erwartungen führen. Viele Unternehmerinnen träumen davon, über Nacht berühmt und erfolgreich zu werden, ohne die harte Arbeit und den langfristigen Einsatz zu berücksichtigen, die oft erforderlich sind.

Oftmals sehe ich Online-Selbständige und Kundinnen, die stur Programme a la „Erstelle deinen Onlinekurs und werde reich“ durcharbeiten und dann enttäuscht sind, wenn sie auf ein paar Beta-Teilnehmerinnen sitzen bleiben. Der Glaube, man brauche nur mal eben einen Kurs erstellen und könne damit reich werden, also quasi einen Overnight-Erfolg fabrizieren, kann und wird zu Enttäuschung, Frustration und einem Gefühl des Scheiterns führen, wenn die Realität nicht den Erwartungen entspricht. Es kann auch dazu führen, dass man ungeduldig wird und aufgibt, bevor sich langfristige Erfolge einstellen.

Realistische Erwartungen und die Bedeutung von Durchhaltevermögen:

Es ist wichtig, realistische Erwartungen zu haben und zu verstehen, dass Erfolg in der Regel ein schrittweiser Prozess ist. Langfristiges Durchhaltevermögen und kontinuierliche Arbeit sind entscheidend. Insbesondere die Arbeit an der Basis, der Aufbau einer Community und die regelmäßige Contenterstellung erfordern einen lange Atem.

Erfolge kommen oft erst nach vielen Versuchen und langer Anstrengung. Akzeptiere Rückschläge als Teil des Weges und nutze sie als Gelegenheit zur Verbesserung. Erfolg basiert auf kontinuierlicher Weiterentwicklung, stetigem Lernen und der Bereitschaft, sich den Herausforderungen des Unternehmertums zu stellen.

Indem du realistische Erwartungen setzt und auf langfristiges Durchhaltevermögen setzt, kannst du die Frustration des Glaubens an einen sofortigen Erfolg vermeiden und deinen Weg zum Erfolg auf eine nachhaltige und erfüllende Weise gestalten.

Mindset-Fuckup #6: Der ‚Mehr ist besser‘ Gedanke in der Contenterstellung

Der Glaube, dass „mehr Content besser ist“, kann Online-Unternehmerinnen einem immensen Druck aussetzen. Der ständige Bedarf an neuen Blogartikeln, Videos, Social-Media-Posts und anderen Inhalten kann überwältigend sein. Dieser Druck kann zu Stress, Burnout und Qualitätsverlust führen, da die Fokussierung auf Quantität oft auf Kosten der Qualität geht.

Es ist leicht, sich in einem hamsterradähnlichen Zyklus zu verfangen, in dem die Produktion von Content immer wichtiger wird und die eigentlichen Ziele aus den Augen verloren werden.

Während der Druck, ständig neuen Content zu produzieren, überwältigend sein kann, ist es gleichzeitig wichtig, ein festes Commitment zur regelmäßigen Content-Erstellung aufrechtzuerhalten. Konsistenz in der Veröffentlichung von relevantem Content ist entscheidend, um eine engagierte Zielgruppe aufzubauen und Suchmaschinenoptimierung zu betreiben.

Empfehlungen, wie Online-Unternehmerinnen eine nachhaltige Content-Strategie entwickeln können, die Qualität über Quantität stellt:

  1. Überprüfung des eigenen Handelns: Überprüfe regelmäßig, ob die Marketing-Tätigkeiten in Sachen Contenterstellung noch notwendig und zielführend sind. Traue dich gegebenenfalls auch, dich von Kanälen zu verabschieden.
  2. Planung und Organisation: Erstelle einen klaren Content-Plan, der langfristige Ziele berücksichtigt. Setze Prioritäten und plane, welche Themen am wichtigsten sind.
  3. Qualität vor Quantität: Fokussiere dich auf hochwertige Inhalte, die einen Mehrwert für deine Zielgruppe bieten. Lieber weniger, aber relevanter und besser recherchierter Content, der längerfristig relevant bleibt.
  4. Wiederverwendung: Nutze Content-Marketing-Assets mehrfach. Ein gut recherchierter Blogartikel kann als Grundlage für Videos, Podcasts oder Social-Media-Beiträge dienen.
  5. Outsourcing: Erwäge, Teile deiner Content-Erstellung an Profis auszulagern, um den Druck zu reduzieren.
  6. Messung und Anpassung: Analysiere die Performance deiner Inhalte und passe deine Strategie entsprechend an. Konzentriere dich auf das, was funktioniert, und optimiere deine Bemühungen.

Indem du eine Content-Strategie entwickelst, die Qualität über Quantität stellt und gleichzeitig auf langfristige Konsistenz setzt, kannst du den Druck der Content-Produktion bewältigen und effektiver und nachhaltiger in deinem Online-Business agieren.

Mindset-Fuckup #7: Die Angst vor dem Teilen von Expertenwissen

Diese Angst ist weit verbreitet und hat ihre Wurzeln in der Sorge, dass das Teilen von Expertenwissen zu mehr Wettbewerb führen könnte. Online-Unternehmerinnen befürchten oft, dass andere in ihrer Nische von ihrem Wissen profitieren könnten, ohne etwas im Gegenzug anzubieten.

Die Angst vor Nachahmung oder dem Verlust von Wettbewerbsvorteilen kann dazu führen, dass wertvolles Fachwissen zurückgehalten wird, anstatt es in Content-Marketing oder Beratung zu nutzen.

Ratschläge, wie man diese Angst überwindet und die Vorteile des Teilens von Wissen im Content-Marketing erkennt:

  1. Vertrauen entwickeln: Vertraue in deine Fähigkeiten und deinen einzigartigen Ansatz. Jeder hat seine individuellen Stärken, und das Teilen von Wissen kann dich als Expertin positionieren.
  2. Fokussiere auf deine Zielgruppe: Betone, dass das Teilen von Wissen in erster Linie deiner Zielgruppe dient. Du hilfst ihnen, Probleme zu lösen und Mehrwert zu erhalten.
  3. Nischenpositionierung: Konzentriere dich auf deine spezifische Nische und Zielgruppe. Dies ermöglicht es dir, dich als Expertin in diesem Bereich zu etablieren, anstatt breit und allgemein zu agieren.
  4. Wettbewerbsvorteile: Das Teilen von Wissen kann dazu beitragen, deinen Expertenstatus zu stärken und neue Kunden anzuziehen. Betrachte Wettbewerb als Ansporn zur Verbesserung, nicht als Bedrohung.
  5. Community und Zusammenarbeit: Schaffe eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten und vernetze dich. Die Zusammenarbeit mit anderen kann neue Chancen eröffnen und dazu beitragen, die Angst vor dem Teilen von Wissen zu mindern.

Das Überwinden der Angst vor dem Teilen von Expertenwissen erlaubt es, die Vorteile des Content-Marketings voll auszuschöpfen. Dein Wissen kann nicht nur anderen helfen, sondern auch dein eigenes Business stärken, indem es Vertrauen aufbaut und dich als führende Expertin in deiner Nische etabliert.

Mindset-Fuckup #8: Der Glaube, dass Content-Marketing sofortige Ergebnisse bringen muss

Dieser Glaubenssatz bezieht sich auf den weit verbreiteten Irrglauben, dass Content-Marketing sofortige und unmittelbare Ergebnisse liefern muss. Viele Online-Unternehmerinnen setzen sich selbst unter Druck, rasche Erfolge zu erzielen, sei es in Form von hohen Website-Zugriffszahlen, Leads oder Verkäufen.

Dieser Druck kann zu Frustration führen, wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden und der Content nicht sofort die gewünschten Ergebnisse erzielt.

Betonung der Bedeutung von Geduld und langfristiger Planung im Content-Marketing und wie dies langfristige Erfolge fördern kann:

Es ist wichtig zu erkennen, dass Content-Marketing ein langfristiger Ansatz ist, der Zeit und Engagement erfordert. Der Glaube an sofortige Ergebnisse kann dazu führen, dass Online-Unternehmerinnen ungeduldig werden und ihre Bemühungen aufgeben, bevor sie die Früchte ihrer Arbeit ernten können. Geduld ist eine Tugend im Content-Marketing. Langfristige Planung, kontinuierliches Lernen und die Anpassung der Strategie sind Schlüsselkomponenten für nachhaltige Erfolge.

Indem man den Fokus von schnellen Erfolgen auf langfristige Ziele verlagert, kann man eine Content-Marketing-Strategie entwickeln, die kontinuierlich wächst und langfristige Ergebnisse erzielt. Die Geduld und Ausdauer, die in die Pflege von hochwertigem Content investiert werden, werden letztendlich zu einer starken Online-Präsenz und einem treuen Publikum führen.

Mindset-Fuckup #9: Ich muss an meinem Business festhalten, so wie ich es mir einmal ausgedacht habe

Dieser Glaubenssatz ist geprägt von einer unflexiblen Haltung gegenüber dem eigenen Business und Marketing. Viele Online-Unternehmerinnen neigen dazu, an ihren ursprünglichen Geschäftsideen und Marketingstrategien festzuhalten, selbst wenn sie nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen.

Diese unflexible Haltung kann dazu führen, dass man in den sogenannten „Hustle-Modus“ gerät, in dem man viel Zeit und Energie in die Arbeit investiert, ohne dass dies in Form von neuen Kunden oder Umsatz belohnt wird.

Es ist entscheidend zu erkennen, dass ein Business und die damit verbundenen Marketingstrategien sich im Laufe der Zeit entwickeln müssen. Eine unflexible Haltung kann den Fortschritt behindern und zu Frustration führen.

Es ist wichtig, sich regelmäßig die Zeit zu nehmen, um das Business und das Online-Marketing kritisch zu überprüfen. Dies kann durch die Zusammenarbeit mit einem Coach oder Mentorin erleichtert werden, der/die frische Perspektiven und Expertise bietet. Die Bereitschaft zur Anpassung und Verbesserung ist der Schlüssel zur langfristigen Nachhaltigkeit und zum Erfolg im Online-Business.

Eine Möglichkeit, das eigene Business und Marketing zu überprüfen, ist „Alles im Griff – Das Programm„. Hier schauen wir uns gemeinsam die wichtigsten Bereiche deines Business und Online-Marketing an und sprechen darüber, an welchen Stellschrauben du drehen kannst, um mit weniger Arbeit und weniger Stress mehr Kund*innen anziehen zu können. Schluss mit Überforderung im Online-Marketing, die dir nichts bringt außer volle To Do Listen!

Komm in die Umsetzung

Und das ist der Punkt, der bei vielen leider unter den Tisch fällt. Wenn du deine Glaubenssätze aufgespürt hast, wenn du sie hinterfragt hast und Schritt für Schritt begonnen hast, sie zu transformieren, dann lass diese neuen Gedanken und positiveren Glaubenssätze nicht völlig verloren in der Luft hängen. 

Nähre diese positiven Glaubenssätze mit positiven Erfahrungen. Du hast 200 Wörter geschrieben? Perfekt! Du hast begonnen, Blogartikel-Themen zu sammeln? Super! Komm in die Umsetzung und kümmere dich Schritt für Schritt darum, deine Mindfucks und negativen Glaubenssätze Lügen zu strafen.

  • Du kannst das!
  • Du darfst Fehler dabei machen!
  • Du darfst dir Hilfe holen!
  • Du kannst jetzt direkt starten!

Fazit

Mindfucks und negative Glaubenssätze sind nervig und sie bremsen dich aus. Du bist aber durchaus in der Lage, das nicht mehr zuzulassen und deine negativen Glaubenssätze zu transformieren. Du hast Lust, über deine Mindfucks zu sprechen? Dann lass uns bei einer Tasse Kaffee darüber austauschen, wie du deinen Mindfucks auf Nimmerwiedersehen sagen kannst. Schreib mir einfach eine Mail und wir verabreden uns. Ich freue mich auf dich! info@silkeschoenweger.com oder du nimmst hierüber Kontakt zu mir auf.

Angebote bewerben – 7 smarte Wege, um auf deine Angebote aufmerksam zu  machen

Angebote bewerben – 7 smarte Wege, um auf deine Angebote aufmerksam zu machen

Einzelunternehmer*innen sind mitunter sehr gut darin, Angebote zu entwickeln. Angebote bewerben ist jedoch etwas, was ihnen schwer fällt, um dadurch mehr Kund*innen zu gewinnen und dadurch Umsatz zu generieren. 

Es ist aber wichtig, die eigenen Angebote zu bewerben, damit Kund*innen überhaupt von den  Möglichkeiten Kenntnis erlangen können, mit dir zusammenzuarbeiten. Es ist wichtig, mit den Angeboten wahrgenommen zu werden. 

Die Angebote zu bewerben und Geld damit zu verdienen, sollte kein schlechtes Gewissen bei dir hervorrufen. Du bietest etwas an, was andere Menschen brauchen können. Den Menschen die Möglichkeit vorzuenthalten, dir etwas abzukaufen, ist weder sinnvoll, noch nett oder clever 😉 

Kennst du das Gefühl, ein Angebot zu sehen, was gerade deinen größten Schmerz lindert oder deinen größten Wunsch erfüllt? Versuche, dich an dieses Gefühl zu erinnern und es auch bei deinen potenziellen Kund*innen auszulösen. 

Beachte dabei eins: Ob deine potenziellen Kund*innen in der Lage sind, dein Angebot zu kaufen, ob sie sich dein Angebot finanziell leisten können, ist dabei nicht dein Business. Du machst das Angebot zu deinen Konditionen. Ob sie es annehmen, ist ganz alleine ihre Sache.

Podcast-Episode: 7 smarte Ideen, auf deine Angebote aufmerksam zu machen

Umsonst arbeiten ist keine Lösung – und dich schlecht fühlen auch nicht

An dieser Stelle möchte ich gerne noch einen Mindf**k ansprechen, dem du vielleicht auch unterliegst. 

Wenn du eine Dienstleistung in Anspruch nimmst, egal ob Friseur, Kino oder etwas anderes, gehst du dann davon aus, dass du diese Dienstleistung kostenlos in Anspruch nehmen kannst? Ganz sicher nicht. 

Wer eine Dienstleistung anbietet, hat Kosten und möchte hoffentlich auch Gewinn einstreichen. Sonst sind wir wieder bei der Hobby- statt Business-Thematik. Und für das Anbieten von Dienstleistungen Geld in Empfang zu nehmen, bedeutet lediglich den Austausch von Energie. Arbeitsleistung, Dienstleistung oder Produkt gegen Geld.

Angebote bewerben - das geht auch, ohne wie ein Marktscheier zu verkaufen

 

So wie du nicht erwartest, dass dir die Friseurin die Haare umsonst schneidet, so sollten auch deinen potenziellen Käufer*innen nicht davon ausgehen, dass sie bei dir etwas umsonst oder besonders günstig bekommen. Du kannst es dir nicht leisten, deine Zeit zu verschenken und das ist auch okay so!

Wenn du also Preise für dein Angebot festgelegt hast, dann steh auch dazu. Eiere nicht herum. Du hast dir Gedanken gemacht, wie viel Zeit in der Entwicklung, Bewerbung und Durchführung deiner Angebote liegt. Der festgelegte Preis zählt. Nachgeben führt nur dazu, dass du dich und deine Arbeit nicht wertgeschätzt fühlst. Und das ist ein richtig doofes Gefühl (und überträgt sich im Übrigen auch unbewusst auf dein Gegenüber, ergibt also doppelt keinen Sinn). 

Und noch eins: Der Wert deines Angebotes richtet sich nach der Transformation, die Menschen durch dich erreichen können. Und welcher Grad der Transformation das ist, bestimmst du. Und damit auch den Preis. Trau dich!

So kannst du deine Angebote bewerben, ohne übertrieben verkäuferisch zu wirken

Ich kann gut nachvollziehen, wenn du keine so große Lust hast, ständig über deine Angebote zu sprechen und du nicht salesy wirken möchtest. Das mag ich auch nicht so gerne. Aber es gibt ein paar nette Möglichkeiten, über die eigenen Angebote zu sprechen, ohne dabei übertrieben marktschreierisch oder verkäuferisch zu wirken. 

Erzähle im Newsletter von deiner Arbeit

Eine tolle Möglichkeit, von deinen Angeboten zu erzählen, ist einfach von deiner Arbeit zu erzählen. Berichte, was dir in der Zusammenarbeit mit deinen Kund*innen aufgefallen ist, wie du ihnen weiterhelfen konntest, welche Probleme ihr beseitigt habt.

Es geht dabei nicht darum, mit dem Zaunpfahl zu winken. Aber je ehrlicher und authentischer du davon berichtest, was passiert, wenn man mit dir zusammenarbeitet, desto besser kann man sich davon von außen ein Bild machen. Und so kannst du deine Angebote bewerben, sogar ohne direkt über Angebote zu sprechen.

Dabei geht es auch nicht um höher, schneller, weiter, sondern um ehrliche Teilhabe. Deine Newsletter-Community interessiert sich für dich und deine Arbeit, sondern würden sie diesen Newsletter nicht konsumieren. Gib ihnen etwas von deinem Leben, deiner Arbeit, deinem Schaffen zurück. 

Schreibe Blogartikel über Interviews mit deinen Kund*innen

Eine schöne Möglichkeit ist es auch, ein Interview mit deine*r Kund*innen zu verschriftlichen und sie einfach erzählen zu lassen, wie sie sich vor der Zusammenarbeit, während der gemeinsamen Arbeit und jetzt danach fühlt. 

Durch diesen Dreiklang können die Leser*innen deines Blogs sich in die Situation deiner Kund*in hineinversetzen und unbewusst merken, ob sie sich an einem ähnlichen Ausgangspunkt befinden. Außerdem stellen sie so fest, ob sie das, was deinen Kund*in erreicht hat, auch erleben möchten. 

Ein, wie ich finde, schönes Beispiel für einen solchen Blogartikel ist der von Eve Hoyer, die mich im Herbst 2022 interviewt hat: Neupositionierung von der Umsetzerin zur Beraterin – ein Erfahrungsbericht. Darin erzähle ich ganz ehrlich, wie es mir vor und während der Umpositionierung gegangen ist. Lies gerne mal rein. 

Biete dein Angebot im Nachgang zum Freebie an

Du hast ein Freebie bzw. ein Angebot für 0,00 €? Perfekt! Dann nutze doch eine hilfreiche Begleitsequenz aus vielleicht drei oder fünf weiteren E-Mails dazu, dass man dich, deine Arbeit und weitere (Folge-) Angebote besser kennenlernen kann. 

Sie es mal so: Die Person, die sich dein kostenloses Angebot gesichert hat, ist mithilfe deines Freebies einen Schritt weitergekommen. Da ist doch logisch, dass man im Nachgang dazu sagt: “Übrigens, mit diesem Angebot könntest du jetzt weitermachen” – richtig? Es ist also vollkommen in Ordnung, auf diese Art weitere Angebote zu bewerben.

Alles andere ist doch unterlassene Hilfeleistung! 😉

In deinen Profil-Texten auf Social Media

Ich bin jetzt nicht so der größte Social Media Fan, aber was die Leute in ihrer Profilbeschreibung stehen haben, finde ich immer mega spannend. Soll das doch quasi der Pitch oder die Essenz dessen sein, was sie so den ganzen Tag tun und wofür sie stehen. 

Diese Möglichkeit, dein Angebot unterzubringen solltest du auch unbedingt nutzen und die Profilbeschreibung je nach aktuellem Angebot anpassen: Möchtest du gerade 

  • ein Freebie
  • ein Beta-Programm
  • einen Online-Kurs
  • deinen Podcast 

oder ähnliches bewerben? Erzähl unbedingt auch im Profil auf Instagram oder LinkedIn davon! Und packe einen passenden Link dazu – um es den Menschen so einfach wie möglich zu machen, sich das Angebot genauer anschauen zu können. 

Behind the scenes Stories auf Instagram oder Facebook

Auf diese Möglichkeit bin ich eigentlich erst so richtig durch Kathy Ursinus gekommen. Denn ich glaube fast, sie ist die “Queen of behind the scenes”-Videos gewesen, jedenfalls in meiner Bubble. Mit diesen kleinen Stories hat sich mich mitgenommen auf dem Weg der Produktentwicklung und mir gezeigt, was ich mit ihren Angeboten machen kann und wie sie mir weiterhelfen. 

Das kannst du – wenn du Social Media nutzt – auch für dich anwenden. Erzähle davon, wie du ein Produkt entwickelst, wie du vorgehst, was die nächsten Schritte sind, wann es dein Angebot zu kaufen gibt usw. Es gibt Menschen, die fiebern regelrecht mit, wenn es darum geht, ein Angebot in die Welt zu bringen.  

Erwähnte dein Angebot im Nachgang zum Newsletter-Text

Schreibst du schon einen regelmäßigen Newsletter? Am besten jede Woche? Falls nicht, dann schau mal hier:

Falls du aber schon regelmäßig schreibst und wertvolle Tipps und Infos mit deiner Newsletter-Community teilst, dann kannst und solltest du natürlich auch auf die Möglichkeiten, mit dir zusammenzuarbeiten, aufmerksam zu machen. Und was eignet sich da besser als dein Newsletter – der direkte Draht zu Menschen, die Interesse an dir, deiner Arbeit und deinen Angeboten haben?

Setze also gerne einen Absatz in deinen Newsletter, in dem du auf die Möglichkeiten, mit dir zusammenzuarbeiten, aufmerksam machst. Bei mir sieht das gerade übrigens so aus, wobei ich diesen Abschnitt nicht jede Woche in den Newsletter packe: 

Bei der Entwicklung deiner Angebote auf Beta-Variante aufmerksam machen

Als ich mein Online-Programm “Alles im Griff” entwickelt habe, habe ich zuvor mehr als 15 Interviews mit potenziellen Kundinnen geführt, um genau herausfinden zu können, was sie brauchen und wie sie sich das Programm wünschen würden. Denn nur weil ich mir eine bestimmte Vorgehensweise ausdenke und für gut erachte, muss das für die Teilnehmerinnen des Programms nicht passen. 

Diese Interview-Teilnehmerinnen waren sehr am Programm interessiert und als Dankeschön für ihre Zeit und ihre Antworten habe ich ihnen das Angebot gemacht, sie als erste von dem Start des Beta-Programms zu informieren. 6 der 8 Teilnehmerinnen der Beta-Runde waren Interviewpartnerinnen, die das Programm mit mir entwickelt und dann in der Beta-Runde weiterentwickelt haben. 

Das war eine klassische Win-Win-Situation, weil sie genau wussten, worauf sie sich einlassen und ich schon vorab erkennen konnte, ob sie meine Wunschkundinnen für das Programm sind. 

Das Programm biete ich übrigens inzwischen laufend an. Falls du also Interesse daran hast, dein Marketing ordentlich aufzuräumen und dir einen Fahrplan für dein Marketing im 2. Halbjahr 2023 und 2024 zu erarbeiten, dann schau dir gerne mein Angebot an:

Fazit

Ich persönlich glaube, dass der Trick ist, zu verkaufen, ohne zu verkaufen. Einfach indem du über das sprichst, was du den ganzen Tag machst. Also über deine Arbeit, die Produktentwicklung, deine Struggle, vielleicht auch deine Mindset-Themen. Angebote bewerben ohne aktiv zu werben.

Je authentischer du dich in deinem Business und in deinem Marketing auch im Bezug auf deine Angebote zeigst, desto weniger fühlt es sich für dich nach Verkaufen und Marktschreierei an und desto lieber werden deine potenziellen Kund*innen genauer hinschauen und hinhören. 

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