Kennst du das: Das E-Mail-Postfach qillt über, die Buchhaltung müsste unbedingt erledigt werden (und zwar die vom vorletzten Jahr) und zahlreiche administrative und organisatorische Aufgaben wären abzuarbeiten. Außerdem müsstest du noch auf den Kanälen x, y und z posten, schließlich hast du dich dort ja mal angemeldet und es könnten sich dort potenzielle Kund*innen aufhalten. Aber aus irgendeinem Grunde kannst du dich nicht aufraffen, auch nur die kleinsten dieser Aufgaben endlich zu erledigen. Dabei ist es so wichtig, diese sogenannten offenen Gestalten zu schließen. Warum das so ist und was das bedeutet? Das erfährst du hier.
Podcast-Episode „Könnte das der Grund sein, warum du manche To Do’s nicht erledigt bekommst“ zum Blogartikel
Was sind offene Gestalten
Kennst du den Begriff der offenen Gestalt schon? Eventuell hast du jetzt gerade eine etwas irreführende Vorstellung davon, was mit dieser Begrifflichkeit gemeint sein könnte.
Der Begriff der “Offenen Gestalt” kommt ursprünglich aus der Gestaltpsychologie und meint unerledigte Handlungen.
Anja Oschmann schreibt dazu: “In der Gestalttherapie spricht man von offenen Gestalten, wenn Dinge unerledigt bleiben, Situationen ungeklärt sind oder sie nicht erfolgreich zum Abschluss gebracht wurden. Die Gestattherapie geht davon aus, dass der Mensch immer bestrebt ist, diese offenen Gestalten zu schließen. Als offene Gestalten werden Probleme bezeichnet, die den Menschen aufgrund von gemachten Erfahrungen und Erlebnissen im Hier und Jetzt beeinträchtigen. Dabei wird Energie gebunden, welche wieder frei zur Verfügung steht, wenn “die Gestalt” wieder geschlossen wird.” [Quelle: https://www.anja-oschmann.de/?s=offene+gestalten]
Ich selbst habe den Begriff der offenen Gestalt zum ersten Mal in einem Onlineprogramm von Christian Bischoff gehört. In seinem Programm “Veränderung JETZT!” handelt es sich um ein digitales Umsetzungscoaching, bei dem du eine von dir gewünschte Veränderung umsetzen lernst. Dort sprach Christian Bischoff über die offenen Gestalten als unerledigte Aufgaben, die -solange wir sie nicht erledigt haben- unseren Geist unbewusst vereinnahmen und uns belasten.
Dies bezog sich in diesem Zusammenhang vor allem auf den privaten Bereich. Diese offenen Gestalten, also unerledigten Handlungen, können z.B. sein
der längst überfällige Anruf bei der Mutter oder dem Vater
eine unangenehme Aussprache
die Erledigung der Steuererklärung
das Ausmisten alter Zeitschriften
endlich die Babykleidung abzugeben
einen längst überfälligen Arzttermin vereinbaren
den Keller aufzuräumen
und so weiter. Oftmals sind es auch Aufgaben, die man ganz schnell in kurzer Zeit erledigen könnte. Dennoch tun wir uns schwer damit, diese Aufgaben anzupacken und abzuhaken.
Was ist das Problem mit den offenen Gestalten?
Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei dem Begriff der offenen Gestalten um einen Begriff aus der Gestaltpsychologie. Da ich keine Psychologin bin und auch ansonsten keine erweiterten Kenntnisse auf den Gebieten der Psychologie oder Gestalttherapie habe, maße ich mir nicht an, diesen Begriff in diesem Kontext zu nutzen.
Was ich aber dennoch nutzen möchte, sind die Erkenntnisse, die ich aus dem Vorliegen bzw. der Existenz der offenen Gestalten gewonnen habe. Mir ist nämlich einiges klar geworden, nachdem ich von dem Prinzip der offenen Gestalten erfahren habe.
Zunächst habe ich mir eine Liste gemacht mit meinen offenen Gestalten. Darauf stand u.a.
Spielsachen aussortieren
Schuhe aussortieren
Kleidung von Emma aussortieren und zur Kleiderstube bringen
Buchhaltung aufräumen und anders organisieren
Adventskalender Inputs erstellen
Bücher aussortieren
Balkon aufräumen
Alle diese Aufgaben (und noch viel mehr) habe ich seit 01-2022 erledigt. Warum? Weil ich das Prinzip der offenen Gestalten erkannt habe und nachdem ich die erste Aufgabe erledigt hatte, nämlich die Spielsachen auszusortieren, habe ich eine sehr große Erleichterung verspürt. Ich habe mir für jeden Tag vorgenommen, eine offene Gestalt zu schließen, als eine Aufgabe zu erledigen. Und das wurde quasi zum Selbstläufer und ich bin immer mehr ins Tun gekommen.
Alles, was du beschließt zu tun, sind Verabredungen mit dir selbst. Beschließt du, deine Schuhe auszusortieren, dann ist das eine Verabredung, die du eingegangen bist. Solange du diese Aufgabe nicht erledigst oder sie aufgibst, indem du bewusst eine neue Entscheidung triffst, ist die Verabredung “offen”. Sie bindet deine Energie und deine Aufmerksamkeit. Sie läuft dir quasi nachts über die Bettdecke und ruft in dein Unbewusstsein, dass sie noch erledigt werden will.
Eine offene Gestalt zu schließen bedeutet also, diese Aufgabe abzuschließen und seinen Fokus, seine Energie und sein Unterbewusstsein auf etwas Neues ausrichten zu können.
Wo können sich offene Gestalten im Business zeigen?
Die offenen Gestalten tummeln sich natürlich nicht nur im Privatleben herum sondern auch oder vor allem in unserem Business. Sie begegnen uns in Form von vielen unerledigten Aufgaben und in unserer täglichen Arbeit.
Im Online-Business sind es vor allem Aufgaben wie
Erledigung der Umsatzsteuervoranmeldung
Abgabe der Steuererklärung
Buchhaltung
das Bespielen von Social Media Kanälen
das Erstellen von Content in Form von Blogartikeln oder Podcast-Episoden
Horch mal in dich hinein: solange diese Aufgaben unerledigt sind, beschäftigen sie nicht auch deine Gedanken, deine Wahrnehmung und hängen dir nach?
Für dein Business bedeutet das, dass du bewusst oder unbewusst gedanklich um Themen und Aufgaben kreist und ständig das Gefühl des “eigentlich müsste ich…”, “eigentlich sollte ich…” und “oje, das muss ich auch noch…” vorhanden ist.
Auch wenn ich keine Psychologin oder Therapeutin bin weiß ich, dass diese Belastung zu sehr viel mehr führen kann, als zu einem schlechten Gefühl. Sind es nicht gerade diese unerledigten Aufgaben, die uns an den Rande oder vielleicht bis in den Burnout führen können?
So kannst du offene Gestalten im Business schließen
Was also kannst du jetzt tun, um zunächst die offenen Gestalten zu ermitteln und sie dann zu schließen?
Aus meinen Augen ist es ein Dreiklang, der dich dabei unterstützen kann:
Ermittle deine offenen Gestalten
Zunächst einmal geht es darum, überhaupt zu erkennen, was deine offenen Gestalten sind. Du kannst sie auch unerledigte Aufgaben, offene Baustellen oder ToDo’s nennen. Darauf kommt es im Ergebnis nicht an.
Nimm dir die Zeit und schreibe alles auf, was du erledigen willstoder was du schon lange erledigen wolltest. Das wird vermutlich eine richtig lange Liste mit Dingen wie PC aufräumen, Buchhaltung machen, einen Beitrag auf LinkedIn erstellen usw. Schreib alles ungefiltert auf einen Zettel nieder.
Du kannst hierfür auch hervorragend ein Tool wie z.B. Mindmeister nutzen. Das mache ich mit meinen Kundinnen in meinem 10-Wochen-Programm “Alles im Griff”. Dort setzen wir uns zusammen hin und machen eine Bestandsaufnahme in Form einer Mindmap. Die offenen Gestalten aka unerledigten Aufgaben tauchen dabei wie von selbst auf.
Triff eine Entscheidung bezüglich der offenen Gestalten
Dann geht es darum, eine Entscheidung zu treffen. Das ist übrigens der Punkt, der meinen Kundinnen mit am schwersten fällt. Es geht nämlich darum, die offenen Gestalten in zwei Kategorien einzuteilen:
Offene Gestalten, die du schließen möchtest
Unerledigte Aufgaben, die du bewusst aufgibst
Letzteres ist aus meiner Sicht der Dreh- und Angelpunkt. Bei jeder meiner Kundin konnte ich in den 1:1 Meetings mindestens einen Social-Media-Kanal ausmachen, bei dem sie mal ein Profil angelegt und diesen Kanal dann nie wieder bespielt haben. Auch dies ist eine offene Gestalt. Etwas, was einen unterbewusst beschäftigt. Etwas, was man “eigentlich erledigen müsste…”.
Triff eine Entscheidung. Und das kann auch bedeuten, das man etwas bewusst nicht mehr machen will. Das man sich dagegen entscheidet, diesen Kanal nicht (mehr) zu bespielen.
Und dann geht’s an die Arbeit. Die offenen Gestalten, die noch auf deiner Liste stehen, wirst du jetzt abarbeiten. Eine nach der anderen. Sie werden zu deiner To Do Liste. Schritt für Schritt nimmst du dir eine unerledigte Aufgabe nach der anderen vor und arbeitest sie ab. Eine pro Tag. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Klingt unsexy, ich weiß.
Ich weiß aber auch, wie gut es sich anfühlt, offene Gestalten zu schließen. Dinge zu erledigen, die man schon lange vor sich herschiebt. Vielleicht merkst du auch während der Erledigung, dass vieles viel schneller abläuft und du den Haken dahintersetzen kannst, als du dachtest. Denn wenn es einfach nur noch ums Abarbeiten geht, dann spielt dir der Kopf vielleicht auch nicht mehr so große Streiche, was Perfektionismus & Co. angeht.
Deinen chaotischen und überfüllten Schreibtisch aufzuräumen oder endlich die Buchhaltung zu erledigen führt auch dazu, dass du stolz darauf bist, etwas erledigt zu haben. Es wirkt sich also auch positiv auf deine Psyche aus.
Also, worauf wartest du noch? Schließe die offenen Gestalten und verschaffe dir das Gefühl, endlich in deinem Business wieder durchatmen zu können.
Du musst die offenen Gestalten nur finden, kategorisieren und abarbeiten. Viel Erfolg dabei!
Ich habe eine ganze Weile darüber nachgedacht, ob ich einen Blogartikel mit dem Titel „Trau dich, Dinge in deinem Online-Business nicht (mehr) zu machen“ schreiben sollte. Wäre es nicht viel sinnvoller, dir zu erzählen, wie du mit dieser tollen Strategie im Nullkommanichts Kund*innen findest oder warum du unbedingt auf dieses oder jenes shiny object setzen solltest? Aber nein sagen ist wichtig, oder?
Naja das Ding ist: Ich bin nicht deine Muddi 😉 Und ich bin der festen Überzeugung, dass du auch ganz alleine sehr gut Entscheidungen treffen kannst. Naja vielleicht nicht ganz alleine. Warum das nämlich ein Problem sein kann und wozu es führt, davon möchte ich in diesem Artikel sprechen.
Podcast-Episode 027: Nein! Trau dich, Dinge in deinem Business NICHT MEHR zu machen!
Nein sagen zu „Immer mehr und mehr und mehr“
Ich sehe so viele Selbständige und Unternehmerinnen, die sich unglaublich viel Arbeit aufhalsen. Und zwar nicht für oder mit Kunden sondern rund um ihr Business. Sie schreiben fleißig Blogartikel und starten jetzt auch noch einen Podcast, sie posten auf Instagram, Facebook und Linkedin, vielleicht schreiben sie auch noch wöchentlich einen Newsletter.
Noch dazu muss alles perfekt sein und da braucht man noch den zweiten oder dritten Kurs zum Thema XY, damit man auch wirklich weiß, wie es funktioniert.
Das Problem ist: Das bringt in den seltensten Fällen Umsatz. Nicht mal wenn du dir einen Onlinekurs anschaust, in dem es um die Erstellung eines Online Kurses geht, bringt dir das direkt mehr Pinkepinke in die Geldbörse. Du bist in erster Linie abgelenkt von dem, was dir Geld bringen könnte.
That’s what I call “Power-Prokrastination”
Ich habe dieses Verhalten liebevoll Power-Prokrastination getauft. Du arbeitest unheimlich viel und bist immer super busy, aber unterm Strich kommt kein Euro dabei raus. Du prokrastinierst also hinsichtlich des Geldverdienens, indem du dich mit unwichtigen Tätigkeiten ganz doll ablenkst.
Versteh mich nicht falsch, dass wir mit jeder unserer Handlung als Selbständige Umsatz generieren ist utopisch. Aber viele verlieren den Fokus aus den Augen und verfallen in den Hustle-Modus an Stellen oder mit Tätigkeiten, die eben kein Geld in die Kasse spülen.
Da ist es sinnvoll, all das, was man so den ganzen Tag treibt, genauer unter die Lupe zu nehmen.
Womit verbringst du deinen Arbeitstag? Hast du mal kritisch überprüft, wofür du deine Zeit wirklich verwendest? Und wieviel Zeit pro Tag denkst du an das Verkaufen deiner Angebote?
Wenn ich nicht wirklich konzentriert darauf achte und mein neues “Lieblingstool” Prima:Time verwende, dann kann ich mich ganz toll in diesen Aufgaben verlieren:
CheckIn mit meinem Business-Buddy (wichtig, aber oft ausgedehnter als nötig)
Zero Inbox (ohne die 2 Minuten Regel zu beachten)
Facebook-Gruppen schauen (urrrrgh – das macht nicht mal richtig Spaß)
Canva-Bilder für Instagram oder LinkedIn erstellen (und dem Perfektionismus verfallen)
Social-Media-Planung (mindestens 5 mal wieder umplanen und viel zu viel vornehmen)
Onlinekurse anschauen (und “vergessen”, in die Umsetzung zu kommen)
Das ist nur ein kleiner Auszug dessen, womit ich mich gut ablenken kann. Geld bringt das alles nicht direkt. Und Sichtbarkeit auch nicht. Wenn du mehr darüber lesen willst, schau mal in meinen Blogartikel Deshalb wirst du mit deinem Online Business nicht einfach sichtbar
Deshalb dürfen die Aufgaben, die in meiner „Critical Now”-Liste in Trello stehen, auch gerne mal kritisch überprüft werden darauf, ob sie direkt oder wenigstens zeitnah zu mehr potenziellen Kund*innen führen. Ist es sinnvoller, diese Aufgabe zu erfüllen oder ist Nein sagen die bessere Entscheidung?
Zahlen lesen will gelernt sein
Weißt du, welche deiner Content- und Marketing-Aktivitäten tatsächlich Kund*innen zu dir bringen? Ich bin ganz ehrlich: Ich habe lange Zeit weder geschaut, welche Blogartikel gut laufen noch wie meine Posts und Aktivitäten auf Social Media ankamen, wie sich Follower- oder Impressionszahlen entwickelt haben. Lediglich die Zahlen auf Pinterest hatte ich -aus wohl nachvollziehbaren Gründen- halbwegs im Blick.
Die wenigsten der Selbständigen und Unternehmerinnen, mit denen ich mich austausche, tracken ihre Business-Zahlen regelmäßig und konsequent. Oder sie tracken sie, werten sie aber nicht aus. Dann kann man es eigentlich auch bleiben lassen.
Die Magie fängt ja da an, wo man Vergleiche anstellt. Wo man die Veränderungen der Kennzahlen zeitlich oder auf Kanäle bezogen miteinander vergleicht und umfassend betrachtet. Wo man sich die Mühe macht hinzuschauen, wie z.B. Interessent*innen auf die Website kommen und wo man viel Zeit und Mühe in einen Kanal steckt, bei dem aber überhaupt noch kein einziger zahlender Kunde rausgesprungen ist.
Woher kommen deine Kund*innen?
Dafür musst du sicher kein Zahlen-Crack sein. Es fängt nämlich im Grunde auch schon damit an, dass du dir notierst, über welche Kanäle deine Kund*innen zu dir gekommen sind. Hat sich jemand über einen Blogartikel ein Erstgespräch gebucht? Wurdest du auf ein Angebot im Newsletters angesprochen? Oder hat dich eine deiner Kund*innen weiterempfohlen? Ist jemand auf Instagram auf dich aufmerksam geworden und hat dir eine (sinnvolle!) Direktnachricht geschickt? Du weißt es nicht mehr genau? Dann frag sie doch.
Ich z.B. habe die meisten meiner Pinterest-Kund*innen durch Weiterempfehlungen und über das Netzwerken, auch z.B. auf Facebook, bekommen. Ich denke, das wird sich auch jetzt mit der Neuausrichtung in meinem Business nicht ändern. Übrigens haben Kundinnen, die mir Folgekunden gebracht haben, Striche in einer Liste bekommen. Je mehr Striche, desto wertvoller diese Kundin.
Das mag eigenartig klingen ist aber doch irgendwie logisch: Wenn ich ganz viel Instagram mache, aber nicht eine einzige zahlende Kundin über diesen Kanal generiert habe, dafür aber eine meiner Kundinnen mir eine oder mehrere weitere Kundinnen gebracht hat. Wo stecke ich wohl mehr Zeit rein?
Der Kunde hinter der nächsten Ecke
Du würdest gern weniger Zeit mit deinem Online-Marketing verbringen, traust dich aber nicht, weil du nicht weißt, hinter welcher digitalen Ecke gerade der nächste Kunde wartet?
Tipp von mir: Kunden lauern nicht hinter der nächsten Ecke. Potenzielle Kund*innen werden auf dich aufmerksam, weil du dich auf bestimmte Kanäle und Aktivitäten fokussiert hast und dort wirklich sichtbar geworden bist, über deinen Content und deine Angebote sprichst und sich dieser potenzielle Kunde davon angesprochen fühlt.
Auf Kanäle fokussieren heißt aber auch, nicht fünf verschiedene Dinge gleichzeitig und dann nur mit halber Kraft zu machen.
Du traust dich nicht, auf Kanälen nicht mehr aktiv zu sein? Dann lies mal weiter…
Entscheiderin in deinem Business bist du – Nein sagen lernen
Eine meiner Interviewpartnerinnen in der Vorbereitung zu meinem Programm “Alles im Griff” hatte einen ganz spannenden Satz gesagt, als ich sie fragte, womit sie in ihrem Business strugglen würde:
Ich habe ja nie gelernt, wie eine Selbständige oder Unternehmerin zu denken und zu handeln. Ich war immer angestellt.
Interviewpartnerin von „Alles im Griff – DAS Programm“
Dieser Satz enthält aus meiner Sicht ganz viel Wahres: Die meisten Frauen, die sich selbständig machen, waren zuvor in einem Angestellten- oder Beamtenverhältnis tätig. Dort ist man es gewöhnt, dass man oft nur – wenn überhaupt – begrenzte Entscheidungsbefugnis hat. Die wichtigen Entscheidungen treffen die Chefs und man ist nicht gezwungen, finanzielle, administrative oder marketingtechnische Entscheidungen zu treffen. Nein sagen muss man also erst lernen.
Hinzu kommen noch jede Menge Angestellten-Glaubenssätze, die man vielleicht in die Selbständigkeit mitgenommen hat:
“Ohne Fleiß kein Preis”
“Es darf sich nicht leicht anfühlen”
“Es muss schwierig sein”
Kennst du das vielleicht auch? Das ist nicht verwerflich und sehr verständlich. Denn tatsächlich haben wir in der Regel mit Beginn bzw. Eintritt in die Selbständigkeit kein Business-Bootcamp besucht, in dem unser Mindset auf unternehmerisches Denken gepolt wurde. Trotzdem sind die Glaubenssätze vor allem eins: Mangeldenken per excellence.
Trau dich, Dinge nicht (mehr) zu machen und nein zu sagen
Wenn du die Entscheiderin in deinem Business, in deinem Unternehmen, in deiner Selbständigkeit bist: Wer darf dann die Entscheidungen treffen?
DU. Niemand sonst. Es ist DEIN Business.
Du darfst, kannst und sollst die Entscheidungen treffen,
was du in deinem Business machst
welche Marketingaktivitäten du unternimmst
wieviel und welchen Content du erstellst
wie oft und mit wem du über deine Angebote sprichst usw.
wann ein nein zu anderen das ja zu dir selbst und damit die bessere Entscheidung ist
Wahrscheinlich hast du dich aus freien Stücken -wenn auch vielleicht durch besondere Umstände ausgelöst- dazu entschieden, selbständig zu sein. Eventuell auch aus dem Wunsch heraus, eigene Entscheidungen treffen zu dürfen. Ist es dann nicht kurios, davor zurückzuschrecken, Entscheidungen zu treffen?
Nun ist es an der Zeit.
Trau dich,
Zu bestimmten Maßnahmen und Aktivitäten „nein“ zu sagen, wenn du weißt, sie zahlen auf dein eigentliches Ziel nicht ein
Dich von irgendwelchem Experten-Sprech zu befreien, was du eigentlich unbedingt und ganz dringend tun solltest
Für dich und deine Business-Vision einzustehen
Dinge loszulassen und dich nicht von der Angst, wenn du das jetzt nicht mehr machst, könnte dir ein*e Kund*in durch die Lappen gehen, unterkriegen zu lassen.
Solltest du dir dabei Unterstützung wünschen, dann schau dir doch gerne mein „Alles im Griff – DAS Programm“ an. Dort unterstütze ich dich dabei, dein Business ganz genau unter die Lupe zu nehmen, eine Bestandsaufnahme zu machen und Dinge, die dir nicht tauglich sind, gehen zu lassen.
Fazit
Es bringt nichts, wenn du immer mehr und immer mehr auf Instagram, Facebook, deinem Blog, deinem Podcast, im Newsletter machst, wenn es dir keine zahlenden Kund*innen bringt. Traue dich, eine Entscheidung bezüglich sinnvoller Marketing-Kanäle und -Aktivitäten zu treffen, nein zu sagen und dich lieber auf wenige Dinge zu fokussieren. Trau dich, Dinge, die du ausprobiert und die dir nichts gebracht haben, gehen zu lassen. Du bist die Entscheiderin. Du darfst und sollst die Entscheidungen treffen, die dein Business betreffen und die zu Wachstum und mehr Umsatz führen können.
Ich wünsche dir viel Erfolg dabei!
Wenn du über deinen Wunsch, nein sagen zu lernen, sprechen möchtest, dann buche dir doch ein kostenfreies Kennenlerngespräch!
Kennst du als Selbständige oder Unternehmerin das Gefühl, dass du irgendwie im Nebel watest und weißt, du hast immer noch wichtige Dinge zu erledigen? Du wirst nie richtig fertig und oftmals muss das Wochenende herhalten, damit du Aufgaben, die du unter der Woche nicht geschafft hast, aufholen kannst. Verlierst du auch das eigentliche Ziel aus den Augen und fühlst dich deshalb nicht wirklich wohl? Wohl jede Selbständige oder Unternehmerin kennt dieses Gefühl. Das Gefühl, dass die Klarheit im Business fehlt. Und dieses Gefühl führt über kurz oder lang zu Unwohlsein und Unsicherheit. Im schlimmsten Falle fühlst du dich handlungsunfähig, weil du als Selbständige die Klarheit im Business nicht ins Tun kommst.
Die Podcast-Episode zum Blogartikel
Du hörst lieber Podcast, als Blogartikel zu lesen? Dann höre gerne in diese Podcast-Episode „3 einfache Schritte für mehr Klarheit im Business“ rein:
Was bedeutet Klarheit im Business?
Da stellt sich zunächst die Frage, was Klarheit im Business überhaupt ist und wofür sie wichtig ist.
Klarheit bezeichnet die Eindeutigkeit, Transparenz und Konkretheit deiner Ziele, Handlungen und Werte. Klarheit bedeutet also auch die Möglichkeit, einen Fokus auf ein bestimmtes Ziel zu lenken, welches mit entsprechenden Handlungen und Werten verknüpft ist. Hast du als Selbständige oder Unternehmerin Klarheit für dein Business, dann kennst du deine nächsten Handlungsschritte.
An dieser Klarheit mangelt es jedoch allzu häufig, denn als Selbständige oder Unternehmerin hast du faktisch immer viel zu tun. Unabhängig von deinem Kernbusiness, also dem, womit du als Selbständige oder Unternehmerin dein Geld verdienst, gibt es gefühlt noch 1000 Dinge für das Business zu erledigen.
Du hast nicht nur dein Kernbusiness, sondern auch noch gefühlt 1000 andere Dinge für dein Business zu erledigen – kein Wunder, dass da der Fokus und die Klarheit im Business verloren gehen können
Silke Schönweger
Du bist eben nicht lediglich Anbieterin von Dienstleistungen, Projekten und Angeboten, sondern auch für das Marketing zuständig, für die Contenterstellung, für die Administration und viele weitere Dinge, die im Zusammenhang mit dem Business stehen. Auslagern bzw. Arbeiten abgeben ist eine Möglichkeit – aber traust du dir das schon zu?
Neue Projekte und Dinge, die erledigt werden müssen
Oftmals fängst du Dinge an, weil du eine tolle Idee hast. Eine Idee für ein kleines Produkt z.B. Dann erstellst du dieses Produkt und dieses zieht zahlreiche Folgeaufgaben mit sich: Erstellen eines Funnels mit Opt-In-Formular, Automation oder E-Mail-Sequenz, Landingpage, ggfls. Verkaufsmöglichkeiten usw. So fängst du immer wieder neue Projekte oder Themen an und bringst sie aber nicht immer zuende. Die Liste der Aufgaben und To Do’s wird immer länger. Die Klarheit geht verloren und du hast wieder mindestens eine unerledigte Baustelle mehr.
Das Problem mit den “shiny objects”
Dann gibt es noch die vielen “shiny objects” da draußen: Kostenlose oder günstige Angebote, Produkte und Dienstleistungen, die du scheinbar alle genau jetzt brauchst – so jedenfalls kommt es dir vor, weil du eben in deinem eigenen Business unklar bist. Du weißt gerade gar nicht so richtig, was du brauchst und was dir genau weiterhelfen würde. Also lässt du dich von diesen shiny objects leicht ablenken, weshalb dir noch mehr Fokus verloren geht.
Das Ergebnis: Verlust der Klarheit im Business
Das Ergebnis ist der komplette Verlust der Klarheit für dein Business, dessen, was du als nächstes erreichen möchtest und was deinen Fokus verdient hätte. Du verzettelst dich, weichst vom Weg ab und gerätst eben in diesen dichten Nebel und die Unsicherheit.
Und das schlimmste ist: Diese Unklarheit überträgt sich in deinen Außenauftritt. Denn wenn dir nicht klar ist, wo du gerade deine Priorität setzt, wie soll dann dein*e potenzielle Kund*in sich auskennen? Meist ist das insbesondere auf der Website erkennbar, wo die klare Struktur und die Nutzerführung nicht oder nur wenig erkennbar sind.
So kannst du deine Klarheit im Business finden
Wie kannst du aber jetzt als Unternehmerin deine Klarheit im Business wiederfinden bzw. dir Klarheit verschaffen, was überhaupt für dich und dein Business wichtig ist. Und zwar immer vor dem Hintergrund, dass du das große Ganze im Auge behältst, nämlich wohin die große Reise gehen soll.
Hier habe ich dir drei Tipps mit Anregungen bzw. Fragen mitgebracht, die du dir stellen kannst. Nimm dir dafür auch gerne die Zeit und schreibe die Antworten auf die Fragen nieder. Am besten machst du das handschriftlich, weil du dadurch die besseren kognitiven Ergebnisse erzielen kannst.
Tipp Nummer 1: Was und wen möchtest du mit deinem Business erreichen?
Als du dich selbständig gemacht und dein Business begonnen hast, hattest du eine bestimmte Vision von dem, was du mit deinem Business erreichen möchtest oder? Du wolltest ein besonderes Ergebnis mit deiner Tätigkeit erzielen und anderen Menschen helfen. Vielleicht hast du eine bestimmte Fähigkeit, die du nutzen willst, um Menschen zu unterstützen. Oder du verkaufst ein Produkt, welches anderen Menschen nützt.
Und du hast dir wahrscheinlich überlegt, mit wem du zusammenarbeiten möchtest, wer von deinen Dienstleistungen und Produkten am besten profitieren kann.
Was auch immer dieser ursprüngliche Gedanke deines Business war: Besinn dich dahin zurück, was und wen du mit deinem Business erreichen möchtest. Mit wem möchtest du gerne zusammenarbeiten, wem kannst du helfen? Was sind deine Fähigkeiten und Talente, mit denen du das tust. Was kannst du vielleicht besser oder machst du anders als andere? Damals hattest du deine Klarheit im Business noch. Schreib gerne mal in Ruhe auf, was du ursprünglich alles vor hattest.
Tipp Nummer 2: Welche Ziele hast du als Selbständige oder Unternehmerin?
Wenn du einen Sinn in dem siehst, was du als Selbständige oder Unternehmerin tust bzw. warum du dich dazu entschieden hast, selbständig zu sein und ein Business zu gründen, dann steckt darin eine Menge Klarheit für dich.
Du bist selbständig oder Unternehmerin geworden, weil du ein bestimmtes Ziel vor Augen hattest. Ich z.B. will mir meine Zeit so gut es geht selbst einteilen, damit ich viel Freizeit für mich habe und mich um meine Tochter kümmern kann. Ich will flexibel sein und viel Geld verdienen.
Warum hast du dich selbständig gemacht? Warum hast du dich entschieden, vielleicht aus dem vermeintlich sicheren Hafen des Angestellten-Daseins auszusteigen und dein eigenes Business zu gründen. Was ist also deine Motivation, der Sinn hinter dem, was du tust?
Tipp Nummer 3: Verschaffe dir Klarheit im Business und behalte sie bei
Du kannst zahlreiche Tools oder auch Unterstützungen nutzen, um dir Klarheit im Business zu verschaffen. Ein Tool habe ich dir vorab schon angedeutet: Das Journaling. Ob du es Journaling nennst oder dir einfach so Notizen machst, spielt eigentlich keine Rolle.
Ich selbst bin großer Freund des Journalings und habe für meine Business-Ziele und meine Vision ein eigenes Journal, um meine eigene Business-Weiterentwicklung nachvollziehen zu können (oder auch einfach noch mal nachschlagen, was man sich mal überlegt hatte).
Eine weitere Möglichkeit ist es, dir Unterstützung durch eine außenstehende Person zu suchen. Das hat den Vorteil, dass du dich mit deinen Gedanken rund um die Klarheitsfindung nicht alleine um dich und deine Gedanken drehst, sondern einen Gesprächspartner bzw. Sparringspartner hast, der dir auch mal die richtigen Fragen stellen und deine Antworten reflektieren kann. Oft reicht da auch schon ein Impulsgespräch, um eine Menge Klarheit zu schaffen.
Der Weg, um die Klarheit im Business (wieder) zu finden ist nicht immer angenehm und es bedeutet Arbeit und die Bereitschaft zu reflektieren. Hast du diese Klarheit im Business aber gefunden, dann verschafft sie dir eine Menge Zugkraft für die nächsten Wochen und Monate in deinem Business.
Was kannst du nun konkret tun um Klarheit im Business zu finden?
Die Frage, die sich hinter dem Finden der Klarheit versteckt ist die, was als nächstes ansteht. Zwar ist im Sinne der Klarheit das große Ganze wichtig, wie z.B. der Sinn und deine Vision. Aber die Sinnfindung und deine Vision selbst bringen dich nicht direkt ins Handeln.
Schritt 1: Was ist dein nächstes kleineres Ziel
Frage dich also zunächst, was als nächstes ansteht und worauf du hinarbeitest.
Möchtest du mehr Reichweite erlangen, Kund*innen generieren, Umsatz erzielen. Dieses einzelnen Ziele haben natürlich einen gewissen Zusammenhang und sind auch nicht untrennbar. Dennoch kommt es auf den Fokus an.
Mit einem kostenlosen Angebot bzw. eine Freebie kannst du z.B. nicht direkt Umsatz erzielen. Hier geht es zunächst um den Wachstum deiner Newsletter-Liste und damit um die Erhöhung deiner Reichweite und Stärkung deiner Community.
Schritt 2: Wem willst du dein Angebot anbieten
Die nächste Frage dreht sich um deine*n Wunschkund*in.
Überlege dir auch hier ganz genau, mit wem du (als nächstes) zusammenarbeiten möchtest. Wo stehen die Menschen, wo haben sie ihre Herausforderungen, womit kannst du ihnen konkret weiterhelfen. Geh da ganz genau rein und führe ggfls. eine Analyse in Form von Interviews oder Fragebögen durch, um auch wirklich zu verstehen, wer gerade welches Angebot braucht.
Was genau möchtest du anbieten? Bezugnehmend auf Schritt 1 und 2 kannst du dir jetzt überlegen, welches das richtige Angebot für die richtigen Menschen ist, damit du dein festgelegtes Ziel erreichen kannst.
Das können z.B. sein
ein neues Freebie bzw. Angebot für 0,00 Euro
ein neues bezahltes Angebot
ein Workshop
ein Webinar
der Launch eines Kurses usw.
Hier kommt es eben darauf an, an welchem Punkt du dich gerade im Business befindest und welches Angebot für welche*n Kund*in das beste Ergebnis erzielt.
Wenn du nun die Ergebnisse der Schritte 1 bis 3 festgelegt hast, dann solltest du die Klarheit im Business bezüglich deiner Ziele, Handlungen und Werte haben. Konzentriere dich auf genau diese Ergebnisse und setze andere Ziele, andere Zielgruppen und andere Angebote auf eine gedankliche oder tatsächliche “Später-Liste”.
Erstelle nun dein entsprechendes klares Angebot und achte darauf, dass du auch klar kommunizierst, für wen dieses Angebot ist, d.h. baue rund um dein Angebot einen Funnel auf und führe den Nutzer auf deiner Website so zu deinem Angebot, dass er versteht,
wer du bist
was du anbietest
dass du es für ihn oder sie anbietest
und wie du ihm oder ihr konkret weiterhelfen kannst.
Klarheit im Inneren führt zu Klarheit im Außen. Du musst nur in die Umsetzung kommen, z.B. im Rahmen von „Alles im Griff“. Hol dir deine Klarheit im Business (zurück)!
Ich bin Silke, Online-Marketing- und Content-Coach für selbstständige Frauen, die gestressten Marketing-Muffeln hilft, ihr Online-Marketing mit Leichtigkeit und Authentizität zu meistern, indem ich mit ihnen maßgeschneiderte Strategien entwickle, die nicht nur effektiv sind, sondern auch Spaß machen und perfekt zu ihrer Persönlichkeit passen."