200 Folgen Podcast. Über vier Jahre „ALLES IM GRIFF im Online-Marketing“.
Wenn ich das so aufschreibe, wird mir selbst noch mal bewusst, wie viel Zeit da eigentlich vergangen ist. Heute gibt’s trotzdem keine Best-of-Liste und auch keine „Konfettistimmung“ – auch wenn ich super happy über und stolz auf dieses Jubiläum bin.
Ich möchte diesen Meilenstein lieber nutzen, um ganz ehrlich zurückzuschauen. Nicht auf die einzelnen Themen, sondern auf das, was sich in meinem Denken über all diese Folgen hinweg wirklich verändert hat, wie ich auf Marketing Blockaden gestoßen bin und was das für die weiteren 200 😉 Episoden von „ALLES IM GRIFF im Online-Marketing“ bedeutet.

Der Blick zurück auf den Anfang
Als ich mit diesem Podcast gestartet bin, war mein Fokus ziemlich klar umrissen: Es ging natürlich um Marketing, um Strategie, um Struktur. Aber auch um Sichtbarkeit, um Positionierung, um Content-Planung. Newsletter aufbauen, Blogartikel schreiben, Podcasts produzieren. Themen, zu denen ich nach wie vor zu hundert Prozent stehe, die wichtig und richtig sind.
Gutes Marketing braucht eine Grundlage. Es braucht Klarheit über das eigene Angebot. Es braucht eine Wunschkundin vor Augen, an die sich alles richtet. Und es braucht eine bewusste Reduktion auf die Kanäle, die wirklich zu einem passen, damit man sich nicht verzettelt und damit man sich authentisch zeigen kann. Dauerhaft. Diese Basics sind bis heute nicht falsch geworden.
Aber irgendwann, ich könnte gar nicht genau festmachen, wann das war, ist mir etwas aufgefallen. Ich hatte das Gefühl, dass diese Ebene alleine oft nicht ausgereicht.
Über diese Erkenntnisse und darüber, wie sich der Podcast weiterhin entwickeln darf, spreche ich in der aktuellen Podcast-Episode #200. Viel Spaß beim Reinhören:
Wenn Wissen allein nicht reicht
Besonders in meinen langen Mentoring Begleitungen im Rahmen des „Alles im Griff Marketing Mentoring“ ist mir das mit der Zeit immer deutlicher geworden. Da haben meine Kundinnen und ich über Monate hinweg gemeinsam an Strategie, Positionierung und Content-Planung gearbeitet. Wir haben uns alle wichtigen Assets für ein solides Fundament im Online-Marketing angeschaut, egal ob Website, Content-Marketing, E-Mail-Marketing, Newsletter usw.
Und meine Kundinnen haben es verstanden. Es war für sie schlüssig, es hat für sie Sinn ergeben. Sie konnten mir haargenau spiegeln, wie ihr Fahrplan aussieht und warum dieser Fahrplan, den sie sich selbst entwickelt haben, der richtige für sie ist.
Trotzdem hat es nach der gemeinsamen Zeit oft an der Umsetzung gehakt.
Diese Diskrepanz zwischen dem, was jemand weiß, und dem, was jemand tatsächlich tut, ließ sich nicht einfach wegerklären. Es lag nicht daran, dass die Strategie falsch war.
Ich konnte einer Kundin in unseren Terminen vielfach sagen, dass sie sichtbar sein darf, dass sie gut ist in dem, was sie tut, dass sie sich nicht verstecken muss. Sie hat genickt und mir auf der rationalen Ebene geglaubt. Aber es gibt eben auch eine weitere Ebene. Und solange dort diese tiefe Einsicht fehlt, hilft der beste Marketingplan wenig.
Genau an diesem Punkt habe ich angefangen, von Marketing Blockaden zu sprechen, wenn ich mit Kundinnen über dieses Phänomen rede. Denn es geht nicht um fehlendes Wissen, sondern um etwas, das im Weg steht, obwohl der Weg selbst längst klar ist.
An diesem Punkt wurde mir klar: Es gibt eine Ebene unter der Strategie, die sich mit reinem Marketingwissen allein nicht erreichen lässt. Wenn ich meinen Kundinnen wirklich helfen möchte, reicht das Was nicht aus. Es braucht auch das Warum. Warum komme ich nicht in die Umsetzung? Was hält mich auf?
Deshalb habe ich mich im Frühjahr entschieden, zusätzlich eine Ausbildung zum Neuro Coach zu machen. Nicht als Ersatz für meine Arbeit als Online Marketing Coach, das bleibt weiterhin der Kern von dem, was ich tue. Sondern als eine zweite, noch intensivere Ebene dazu.
Zwei Beispiele aus dem Alltag
Nehmen wir Prokrastination. Früher habe ich gesagt: such dir einen fixen Termin, schreib den Newsletter, trau dich, ihn abzuschicken.
Das stimmt nach wie vor, und ich stehe voll dahinter. Aber es greift zu kurz.
Wenn jemand einen Newsletter immer wieder aufschiebt, kann das daran liegen, dass sich das Veröffentlichen für sie gefährlich anfühlt. Dann ist die eigentliche Frage nicht, wann man schreibt, sondern was man eigentlich vermeiden möchte, indem man es nicht abschickt.
Oder nehmen wir die Positionierung. Ich habe immer gesagt: kläre, wem du hilfst und womit.
Auch das stimmt weiterhin. Aber manchmal bleibt jemand in ihrer Positionierung unscharf, nicht weil ihr das Wissen fehlt, sondern weil Klarheit bedeutet, sich festzulegen. Und sich festzulegen bedeutet, sich zu zeigen. Gesehen zu werden kann sich verletzlich anfühlen.
Unser Gehirn ist gleichzeitig geniale und ziemlich tückische Maschine. Es versucht genau das zu vermeiden, wenn es einmal eine Erfahrung gemacht hat, bei der Sichtbarkeit mit Kritik oder Ablehnung verbunden war. Und dann kann ich mir noch so oft sagen, dass mir nichts passieren wird. Wenn diese Botschaft in meinem System nicht ankommt, verändert sich nichts.
Und natürlich muss man auch erstmal verstehen und akzeptieren, dass man nicht einfach faul oder undiszipliniert ist, wenn man nicht in die Umsetzung kommt sondern dass oftmals etwas anderes dahintersteckt.
Es stimmt nichts nicht mit dir
Wenn ich dir aus dieser Jubiläumsfolge nur einen Satz mitgeben könnte, dann diesen:
Es stimmt nichts nicht mit dir.
Was du erlebst, hat einen Grund. Dieser Grund liegt meistens nicht in deiner Strategie, sondern tiefer, in Mustern, die sich während deines bisherigen Lebens eingeprägt haben und seither unterbewusst mitlaufen.
Das Gute daran, diese Muster sind nicht für immer. Sie lassen sich verstehen. Und schon das Verstehen verändert etwas.
Ich möchte dir mit diesem Podcast in Zukunft noch mehr dabei helfen, genau diese Zusammenhänge zu erkennen. Nicht, weil ich glaube, dass du unbedingt ein Coaching brauchst, sondern weil ich weiß, dass viele von euch diese Diskrepanz kennen.
Das Gefühl, eigentlich zu wissen, was zu tun wäre, und trotzdem nicht ins Tun zu kommen. Und die gefährliche Frage, die sich daraus oft ergibt: was stimmt eigentlich nicht mit mir, dass ich das nicht hinbekomme.

Hör dir die Jubiläumsfolge an
Wenn du diese Episode in voller Länge hören möchtest, findest du sie hier: https://alles-im-griff.podigee.io/200-neue-episode. Ich erzähle darin noch ausführlicher, wie sich mein Blick auf Marketing über die Jahre verändert hat, welche Learnings mich in meiner aktuellen Ausbildung besonders beschäftigt haben und was das ganz konkret für deine eigene Arbeit bedeuten kann.
Was von 200 Folgen bleibt
200 Folgen, über vier Jahre, fast jede Woche ein neuer Impuls. Wenn ich darauf zurückblicke, bin ich vor allem dankbar. Dankbar für all die Kundinnen, die mir ihre Fahrpläne, ihre Zweifel und ihre kleinen und großen Fortschritte anvertraut haben. Und dankbar für dich, weil du hier liest und dich mit diesen Themen auseinandersetzt, ganz gleich, ob du meinen Podcast schon lange verfolgst oder gerade erst über diesen Artikel dazugestoßen bist.
Was ich aus diesen 200 Folgen vor allem mitnehme, ist diese eine Erkenntnis: gutes Marketing braucht beides. Die Strategie an der Oberfläche und das Verständnis für das, was darunter liegt. Genau dort möchte ich in Zukunft noch genauer hinschauen, gemeinsam mit dir.
Wenn du wissen möchtest, wo du mit deinem Marketing gerade wirklich stehst und was für dich der nächste sinnvolle Schritt sein könnte, dann lade ich dich herzlich zu meiner kostenlosen Marketing-Standortbestimmung ein. Und wenn du regelmäßig Impulse wie in diesem Artikel möchtest, dann abonniere gerne meine „MarketingPost“, meinen Newsletter.

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