Du hast richtig viel Erfahrung und Expertise in deinem Bereich, aber die Menschen da draußen werden nicht wirklich auf dich aufmerksam. Das liegt aber nicht daran, dass dein Podcast nicht hochwertig und gut wäre oder sich niemand für das interessiert, was du zu sagen hast. Vielmehr wird deine Show nicht gefunden, weshalb wenig Hörer:innen überhaupt erfahren können, welchen hochwertigen Content du bietest.

Du möchtest dir die Infos zu diesem Thema lieber anhören? Dann bitte hier lang:

Die gute Nachricht ist: Du musst dich nicht endlos (z.B. auf Social Media) abstrampeln, um auf deinen Podcast aufmerksam zu machen. Vielmehr geht es darum, einige grundlegende Schritte in der Suchmaschinenoptimierung zu nutzen, damit Menschen über Google auf deinen Podcast aufmerksam werden können. 

Da du beim Podcast SEO auch einiges falsch machen kannst, verrate ich dir hier die 6 häufigsten Fehler, die verhindern, dass du mit deinem Podcast sichtbar wirst. Außerdem gebe ich dir Tipps, wie du es besser machen kannst.

Bild mit Text "Nutze Podcast SEO damit Menschen deinen Podcast finden können"

Du stellst keine Texte zu deinem Podcast zur Verfügung

Als Podcaster:in kennst und nutzt du sie sicher: die Shownotes. Shownotes sind begleitende Informationen zu einem Podcast bzw. Podcast-Episoden, die in der Regel eine kurze Zusammenfassung der Inhalte, weiterführende Links z.B. auf die eigene Website oder eine Handlungsaufforderung, einen CTA (call-to-action), enthalten.

Diese Kurznotizen stellen aber keinen Text dar, der sich 1:1 für Google wie ein Blogartikel verwenden lässt. Denn Shownotes kommen nicht an einen hochwertigen, performanten Content in Form eines sorgfältig geschriebenen Blogartikels heran. 

Investiere unbedingt Zeit darin, hochwertige Texte zu deinem Podcast zur Verfügung zu stellen. Das kannst du machen, indem du die Shownotes stark erweiterst oder z.B. dein Script für den Podcast überarbeitest und in Form eines kurzen Blogartikels auf deine Website stellst. Im besten Fall lässt du deinen Podcast transkribieren (überarbeiten nicht vergessen!) oder erstellst einen umfassenden Blogartikel zu deiner Show. Warum das auch für Pinterest sinnvoll ist, kannst du in dem Blogartikel “Podcast richtig auf der Website einbinden – so geht’s” nachlesen.

Du schenkst Suchbegriffen nicht die ausreichende Beachtung

Keywords sind King! Mir ist schon klar, dass du das wahrscheinlich nicht lesen möchtest. Aber um dich deiner Zielgruppe richtig präsentieren zu können, musst du ihre Sprache sprechen. Das übersehen viele Podcaster:innen und schenken Schlüsselsuchbegriffen – so genannten Keywords – keine oder zu wenig Beachtung. 

Wenn du Keywords richtig einsetzt, dann hilft dir das, in Podcast-Apps oder bei der Websuche besser gefunden zu werden. Ist übrigens bei jeder Suchmaschine, also auch Pinterest oder YouTube, das gleiche. Deshalb ist die ausführliche Keywordrecherche und das Ermitteln, wie dein:e Wunsch-Hörer:in spricht, das A&O, um auch gefunden zu werden.

Nimm dir also die Zeit und mach dir eine klare Vorstellung von deiner Zielgruppe und wie sie spricht. Eine umfangreiche und professionelle Keywordrecherche ist der Kern jeder Suchmaschinenoptimierung – und das gilt eben auch für Podcasts. Im übrigen kannst du die Ergebnisse der Keywordrecherche auch prima als Grundlage zur Erstellung eines Redaktionsplan für den Podcast nutzen!

Hier findest du mehr Informationen zur Keywordrecherche auf Pinterest: Der Pinterest SEO Guide.

Du optimierst deinen Podcast nicht für Google

Vielleicht blickst du nicht richtig durch, wo was wann bei welcher Plattform erscheint oder indexiert wird. Du beachtest nicht, dass inzwischen Podcasts auch als Suchergebnisse bei Google erscheinen. Es ist tatsächlich auch ein bisschen kompliziert und deshalb verstehe ich den Struggle zu gut. 

Google ist die mit Abstand größte Suchmaschine mit einem Marktanteil von rund 95 Prozent. Das liegt zum einen sicher an der Bekanntheit, zum anderen auch an der Erwartung der Nutzer:innen, hier am schnellsten das beste Suchergebnis zu erhalten. Es ist deshalb wichtig, dass du mit deinem Podcast auch bei den Googleergebnissen aufscheinst, damit Menschen deine Show als Lösungsmöglichkeit für ihr Problem oder als Inspiration für ihr Interesse entdecken können. 

Du kannst die Indexierung deiner Podcast-Episoden für Google einfacher machen, indem du strukturierte Daten verwendest. Denn auch wenn im Moment nur Titel und die Beschreibung der Podcast-Episoden bei Google ausgespielt werden und auch dein Podcast nur gefunden wird, wenn das Wort “podcast” in die Suchleiste mit eingegeben wird: Es ist gut, immer auch mit einem Auge bei Google zu sein.

Du präsentierst deinen Podcast nicht auf deiner Website

Du verlinkst nur ganz heimlich irgendwo auf deine Podcast-Episoden oder andere Plattformen wie Spotify, Apple Podcasts & Co., ohne die Podcast-Episoden selbst auf deiner Website zu präsentieren. Dann verschenkst du jede Menge Potenzial, um auf deinen Content aufmerksam zu machen. 

Du solltest in der Regel wenigstens eine Landingpage für deinen Podcast erstellen. Meine Seite für “Pin Your Podcast” sieht z.B. so aus: Pin Your Podcast.

Wenn du deinen Podcast noch präsenter zeigen willst, dann gibst du den Podcast-Episoden jeweils ein eigenes zuhause, indem du für jede Podcast-Episode eine eigene Webseite erstellst, z.B. www.deine-domain.com/dein-podcast-name/podcast-episode001/

Das hast einen weiteren großen Vorteil, wenn du Pinterest-Marketing nutzen möchtest: Du hast weitere URL zur Verfügung, auf die du mit deinen Pins von Pinterest auf deine Website verlinken kannst. Außerdem zieht Pinterest über die Rich Pins Metadaten zu den jeweiligen Episoden von deiner Website, weshalb du Metadaten auf die Episoden anpassen kannst und solltest. Denn Pinterest wird auch von Google indexiert, so dass sich die Arbeit doppelt lohnt.

Du nutzt Google Podcast nicht

Google Podcasts ist die Podcast-Anwendung von Google selbst. Diese wurde 2018 für Android veröffentlicht und erlaubt seit 2020 auch Zugriffe an verschiedenen Orten. 

Damit Google deinen Podcast in die Suchergebnisse aufnimmt, musst du einen gültigen RSS-Feed einrichten. Die Abkürzung RSS steht für “rich site summary”. Es handelt sich um Dateiformate für Web-Feeds. Sie zeigen die Änderungen auf deiner Website, z.B. auf der Startseite deines Podcast, die dann von Google erfasst werden können. Bei den meisten Hostern, wie z.B. Podigee, wird der entsprechende Feed-Link automatisch erstellt. 

Dank Google Podcasts kann der Nutzer direkt bei Google deinen Podcast als Ergebnis sehen und auch dort anhören. Das funktioniert ähnlich, als wenn du deinen Podcast bei Spotify oder Apple Podcasts anbietest. Es hat aber den großen Vorteil, das Google systemübergreifend nutzbar ist. Das bringt dir Reichweite, mehr Website-Besucher und ist einfach zu bewerkstelligen. 

Dein Podcast ist nicht mobile friendly

Du hörst Podcasts am liebsten auf dem Desktop-PC und vergisst deshalb, dass die allermeisten Podcast-Hörer:innen die Show auf dem Smartphone hören. Du hast deshalb weder deine Website noch die Landingpage für den Podcast auf die Benutzerfreundlichkeit für Smartphone-User getestet.

Die Nutzer hören Podcasts aber vor allem unterwegs auf ihrem Smartphone und rufen sie nicht über Desktop-PCs auf. Deswegen ist es wichtig, dass sowohl die Landingpage deines Podcasts als auch die einzelnen Webseiten, auf denen die Episoden geteilt werden, mobile friendly sind.

Auf diese Dinge kannst du achten, wenn du deinen Podcast fit für unterwegs machen willst: Achte auf ein modernes Content-Management-System wie WordPress und verbessere die Ladegeschwindigkeit deiner Website mittels ausgewählter Plugins. Platziere die wichtigsten Informationen zu deinen Podcast-Episoden ganz oben, damit die Nutzer:innen nicht so weit scrollen müssen. Achte auf eine ausreichende Schriftgröße und darauf, dass alles gut anklickbar ist. Bei guten Content-Management-Systemen kannst du das durch eine Vorschau testen. 

So machst du es auch deinen Website-Besucher:innen leichter, deinen Podcast zu konsumieren. 

Zusatztipp

Dein Podcast läuft total gut und du rankst schon ganz oben mit deinem Thema. Denkst du das oder weißt du das wirklich? Wunderst du dich vielleicht darüber, dass du weniger Website-Besucher hast und weniger Kommentare auf dem Blog?

Mein Podcast-Mentor Gordon Schönwälder von den Podcast-Helden hat in einer seiner letzten Podcast-Episoden des PODCAST LOVES BUSINESS-Podcast erzählt, dass sein SEO-Ranking abgeschmiert ist und warum es wichtig ist, doch ab und zu in den Podcast-Zahlen reinzuschauen. 

“Ranking ist ein harter Wert” so konstatiert Gordon. Es geht am Ende immer darum, Hörer:innen richtig viel Mehrwert zu liefern. 

Also schaue ab und zu in deine Zahlen, z.B. in die Podigee-Analytics, um wirklich einschätzen zu können, wie dein Podcast läuft. Dazu gehört auch, dass du checkst, wie dein Podcast auf Google rankt, z.B. mittels Google Analytics oder die Google Search Console. Und dann heißt es optimieren. 

Die Podcast-Episode von Gordon kannst du übrigens hier anhören. 

Fazit 

Mit ein paar einfachen Kniffen kannst du den Unterschied machen und mehr Menschen auf deinen Podcast und deine Podcast-Episoden aufmerksam machen. Das wird gegenüber anderen Podcastern schon einen Unterschied machen. 

Eine weitere Möglichkeit, deinen Podcast bekannter zu machen ist übrigens, weitere Suchmaschinen für deinen Podcast zu nutzen, z.B. YouTube oder Pinterest.

Wenn du wissen möchtest, wie du deinen Podcast mit Pinterest-Marketing bekannter machen kannst, dann schau dich gerne hier noch auf dem Blog um oder buche dir ein Strategiegespräch bei mir – dann reden wir darüber, wie wir deiner Show zu mehr Ruhm verhelfen können!

Auflistung der Podcast SEO Fehler, wie kein Text zum Podcast, keine Keywords, nicht für Google optimiert, Podcast nicht auf der Website, kein Google Podcasts, Podcast ist nicht mobile friendly