Du möchtest die Podcast-Marketing-Maschine so richtig anschmeißen und fragst dich, auf welche Plattform du setzen sollst? Du weißt aber nicht genau, was der Unterschied von Pinterest zu anderen Plattformen ist? Und wieso solltest du Pinterest nutzen, wenn du schon einen Instagram-, Facebook- und/oder LinkedIn-Account hast? In diesem Blogartikel stelle ich dir drei der Social Media Kanäle genauer vor. Ich erläutere dir auch die Unterschiede zwischen Pinterest und diesen Social Media Kanälen sowie ihre Gemeinsamkeiten.

Die unterschiedlichen Plattformen

Zunächst möchte ich dir aber einen Einblick in die unterschiedlichen Plattformen geben, die von Podcaster:innen häufig genutzt werden, um ihre Podcast-Inhalte zu teilen. 

Facebook

Laut einer Statista Umfrage unter regelmäßigen Social Media Nutzern ist Facebook das beliebteste soziale Netzwerk in Deutschland (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/505947/umfrage/reichweite-von-social-networks-in-deutschland/). Dabei gaben sogar 84% der Befragte an, diesen Dienst regelmäßig zu nutzen. 

Bei Facebook kannst du dir ein privates Profil zur Darstellung deiner eigenen Person oder eine eigene Unternehmensseite erstellen. Außerdem gibt es Gruppen zum Austausch, die Möglichkeit sich gegenseitig zu folgen bzw. zu vernetzen sowie einen Messenger zum Austausch via Direktnachrichten. 

Facebook ist also in erster Linie darauf ausgelegt, in den Austausch in Gruppen oder mit anderen Personen zu treten. Natürlich kannst du in diesem Rahmen in bestimmten Gruppen auch deinen (kostenlosen) Content zu teilen. Auch kannst du deine Podcast-Episoden auf deinem Profil anpreisen. Die Reichweite dürfte aber relativ eingeschränkt sein.

LinkedIn

Diese Plattform ist ebenfalls ein webbasiertes soziales Netzwerk zur Pflege bestehender Geschäftskontakte und zum Knüpfen neuer geschäftlicher Verbindungen. LinkedIn ist inzwischen in 24 Sprachen verfügbar und hat über 660 Millionen Anwender in 193 Ländern und Regionen. Im Januar 2021 gab es nach Angaben von LinkedIn selber ca. 16 Millionen Nutzer im DACH-Raum. 

LinkedIn ist grundsätzlich darauf ausgelegt, geschäftliche Kontakte zu pflegen. Dafür kann man ein Profil mit Lebenslauf anlegen, in diesem Profil auf die eigene Website verlinken, neue Kontakte knüpfen und andere Mitglieder empfehlen. Außerdem hat man die Möglichkeit, ein Unternehmensprofil zu erstellen. Darüber hinaus hat LinkedIn noch eine spannende Funktion: Man kann sogenannte Themengruppen gründen. LinkedIn Gruppen bieten Berufstätigen mit ähnlichen Interessen eine Plattform, um Einblicke und Erfahrungen auszutauschen, um Rat zu bitten und wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Bei LinkedIn geht es also hauptsächlich darum, sich mit Menschen auf geschäftlicher Ebene auszutauschen und zu vernetzen. Aber auch hier hast du die Möglichkeit, deinen Content in Form von Podcast-Episoden per Beiträgen zu teilen und so deine Kontakte auf neue Folgen aufmerksam zu machen.

Instagram

Bei Instagram handelt es sich um einen werbefinanzierten Online Dienst zum Teilen von Fotos und Videos. Bereits seit knapp 10 Jahren, nämlich seit 2012, gehört Instagram zu Facebook und stellt eine Mischung aus Microblog und audiovisueller Plattform da. Die Inhalte werden auf Instagram meist in Form von Posts, Storys, Reels oder IGTVs, also Videos, geteilt. Die Nutzer auf Instagram sind eher jünger. 53% der Instagram Nutzer sind zwischen 18 und 29 Jahren alt. 

Instagram bietet die Möglichkeit, eine stärkere Marke, deine Brand, aufzubauen. Als Expert*in mit einem Podcast kannst du auf Instagram Einblicke in dein Leben bieten oder dich bei der Arbeit oder Erstellung von Podcast-Episoden zeigen. Außerdem hast du die Möglichkeit, dich mit Followern auszutauschen und sie z.B. durch kleine Umfragen oder Mitmachaktionen zur Interaktion zu animieren.

Wenn du Marketing betreiben möchtest, um über deinen Podcast mehr Menschen auf deine Angebote aufmerksam zu machen, dann kommst du an Suchmaschinen nicht vorbei!

Pinterest vs Instagram

Da Instagram der Plattform Pinterest am ähnlichsten ist, schauen wir uns hier die Unterschiede, Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten mal genauer an. 

Die Gemeinsamkeiten zwischen Pinterest und Instagram

Ähnlich wie bei Instagram liegt der Fokus bei Pinterest auch auf der visuellen Darstellung von Inhalten bzw. auf Bildern. Bei beiden Plattformen handelt es sich um bildbasierte Onlinedienste und stark wachsende Plattformen. Auch wenn es sich bei Instagram um einen klassischen Social Media Kanal und bei Pinterest um eine visuelle Suchmaschine handelt. Auf beiden Plattformen wirken aber Bilder und Videos besonders gut.

Die Unterschiede zwischen Pinterest und Instagram

Kommen wir zunächst zu den Unterschieden zwischen Pinterest und Instagram:

Suchmaschine vs. Social Media Kanal

Der wichtigsten Unterschied zwischen den Plattformen ist die Art an sich: Pinterest ist eine Suchmaschine ähnlich wie Google oder YouTube, Instagram ist ein Social Media Kanal. Somit werden Inhalte auf Pinterest über die sogenannten Keywords, also Suchbegriffe, ausgespielt. D.h. sie unterliegen einem bestimmten Algorithmus. Instagram als Social Media Kanal hingegen arbeitet nicht mit Keywords, also Suchwörtern, sondern spielt Inhalte aufgrund von Hashtag-basierten Algorithmen aus. 

Langzeit-Content vs. schnelllebiger Content

Ein weiterer Unterschied ist die Art der geteilten Inhalte: Bei Pinterest wird sogenannter Evergreen Content geteilt, während Instagram auf Echtzeit-Marketing setzt. Die Halbwertszeit von Inhalten auf Instagram ist daher wesentlich geringer als die von Pins auf Pinterest. Dies bedeutet im Ergebnis auch wieder, dass die Inhalte auf Instagram sich schneller ändern und weniger langlebig sind. Auf Pinterest wird mit den Pins langanhaltender Content kreiert, der sich auch Monate nach der Veröffentlichung durch das Teilen der Pins noch verbreitet.

Kuratierte Inhalte vs. Persönliche Inhalte

Auch die Strategie ist bei den Plattformen jeweils eine andere: Während Pinterest auf kuratierte Inhalte setzt, d.h. es werden ausgewählte Inhalte von der eigenen Website geteilt, bietet Instagram mit dem Einblick in das eigene Leben eher persönliche Inhalte. 

Interessen und Inspiration vs. Persönliche Beziehung zu Menschen

Die Nutzer Intention ist ebenfalls bei Pinterest und Instagram unterschiedlich: Auf Pinterest geht es darum, die persönlichen Interessen zu befriedigen bzw. Ideen zu verwirklichen und Inspiration zu sammeln. Bei Instagram geht es hingegen in erster Linie um die persönliche Beziehung, d.h. Menschen verbinden sich mit Freunden, weil es um die Person selbst geht. 

Traffic vs. Interaktion

Aber auch die strategische Ausrichtung an sich, also was mit dem Content auf den Plattformen erreicht werden kann, ist nicht gleich: Wenn es um den sogenannten Referral Traffic geht, dann liegt Pinterest hier klar vorne.

Der Begriff „Referral Traffic“ wird von Google Analytics verwendet, um den Traffic anzuzeigen, der von anderen Webseiten auf die eigene Website kommt. Immer wenn also jemand auf einer Website einen Link anklickt und auf deine Website kommt, ist das Referral Traffic.

Bei Pinterest ist nahezu jeder Pin mit der Website verknüpft und der Traffic entsteht eben dann, wenn der Pinterest Nutzer sich von Pinterest auf die Website durchklickt. Bei Instagram geht es nicht um Traffic sondern um Interaktion und Branding. Außerdem hat Instagram kein Interesse daran, die Möglichkeit einer Direktverlinkung zu schaffen, denn die Nutzer sollen auf der Plattform bleiben. Deshalb ist nur die Einstellung eines Links in die sogenannte Bio möglich.

Fazit

Anders als auf Instagram, Facebook oder LinkedIn geht es bei Pinterest nicht in erster Linie um Interaktion mit anderen NutzerInnen dieser Plattform sondern um die Darstellung von eigenen Inhalten mit Mehrwert und langanhaltendem Content. Es geht also bei der Suchmaschine um die Zurverfügungstellung von Informationen, die längerfristig interessant sind und Gültigkeit haben, also z.B. DIY-Anleitungen, Rezepte, Produkte oder Dienstleistungen.

Außerdem kann man von anderen Plattformen wie Instagram, Facebook etc. aus nicht direkt bzw. nur über Umwege auf die eigene Website verlinken. Hier liegt ein großer Pluspunkt von Pinterest. Bei den meisten Pin-Formaten auf Pinterest muss eine externe URL angegeben werden, so dass die Nutzer*innen aktiv auf die eigene “Homebase”, also die Website, geschickt werden können. 

Mit den Pinnwänden können Themen von den Pinterest-NutzerInnen thematisch sortiert und für später gemerkt werden. Ob es sich um Rezepte, DIY-Anleitungen, Tipps zur Persönlichkeitsentwicklung oder Inspirationen aus Podcast-Episoden handelt. Theoretisch kann sich der Pinterest-Nutzer zu jedem Thema eine Pinnwand anlegen und dort relevante Pins anheften. Dies ist auf anderen Plattformen nicht bzw. nicht so übersichtlich möglich.

Meine Empfehlung für dich als Expert*in mit einem Podcast

Auf Instagram den Podcast promoten ist zwar ganz schön, bringt dich aber nicht direkt weiter, wenn du deine Dienstleistungen und Angebote verkaufen möchtest. Der beste Weg ist aus meiner Sicht nicht ein entweder oder sondern ein entweder und!

Instagram ist dann eine tolle Plattform, wenn du dein Branding aufbauen möchtest und natürlich auch deine Follower auf neue Podcast-Episoden aufmerksam machen möchtest. Die Chance, dass sie dann aber direkt die Plattform Instagram verlassen, um auf deiner Website oder Podcast-Plattformen in deinen Podcast reinzuhören, sind aber sehr gering. Pinterest hingegen kannst du direkt nutzen, um Menschen mit den Inhalten deiner Podcast-Episoden zu inspirieren und sie über die Pins direkt auf deine Website zu bringen. 

Wenn du Marketing betreiben möchtest, um über deinen Podcast mehr Menschen auf deine Angebote aufmerksam zu machen, dann kommst du an Suchmaschinen nicht vorbei. Deshalb solltest du auch Pinterest Marketing als eine der Promotionsmöglichkeiten in dein Marketing-Portfolio mit aufnehmen.

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