Heute möchte ich ein wichtiges Thema ansprechen, ohne dass du dein Pinterest-Marketing wahrscheinlich nicht dauerhaft durchhalten kannst: Deinen Pinterest-Workflow, mit dem du deine Nerven schonen und auf Pinterest Zeit sparen kannst.

Wir alle haben nur 24 Stunden am Tag und es kann sich manchmal fast unmöglich anfühlen, alle Dinge zu erledigen. Da gibt es persönliche Verpflichtungen, du hast ein Business zu führen, Content für deinen Podcast erstellen und dann auch noch Marketing auf Pinterest betreiben. Das alles reicht aus, um der Überforderung und Verzweiflung nahe zu sein.

Du magst lieber hören als lesen: Dann geht’s hier zur aktuellen Podcast-Episode

Aber hier teile ich mit dir meine besten Tipps, wie du dir selbst einen Workflow für dein Pinterest Marketing erarbeiten kannst und so viel Zeit und Energie bei deinem Pinterest Marketing sparen kannst. 

Denn zum Glück kannst du mit dem richtigen Pinterest-Workflow, der zu dir und deinem Leben passt, Zeit (und Geld, denn Zeit = Geld) für die Dinge sparen, die dir im Leben wirklich wichtig sind. 

In diesem Blogartikel und in der Podcast-Episode werde ich einige meiner zeitsparenden Pinterest-Tipps und -Strategien teilen, damit du die Zeit, die du mit deinem Pinterest-Marketing verbringst, bewusst nutzen kannst.

Wichtig ist an dieser Stelle, dass du für dich die passenden Dinge aussuchst, die dich auf dem Weg zu deinem eigenen Workflow unterstützen. Denn nur weil ich mit Methode A gut zurecht komme, muss es nicht deine beste Methode sein.

Voraussetzungen

Um sich mit dem passenden Workflow zu beschäftigen, sollten zunächst einige grundlegende Voraussetzungen für das Pinterest-Marketing erfüllt sein:

  • ein fertiges Pinterest-Profil, welches du auch schon mit Keywords optimiert hast
  • mindestens 2 oder 3 Podcast-Episoden, also fertigen Content, damit du etwas zum Pinnen hast
  • dein Podcast ist auf deiner Website eingebunden – und zwar in der richtigen Form
  • eventuell hast du auch schon mit Pinterest-Marketing losgelegt, willst jetzt aber deinen Workflow optimieren
  • für dein Pin-Design nutzt du Canva(ich nutze Canva-Pro – warum, erfährst du später)
  • Du hast einen Tailwind-Account für die automatisierte Pinterest-Planung oder du möchtest die Pinterest-eigene Planungsfunktion nutzen

So, dann lass uns loslegen und deinen eigenen Workflow ermitteln. Bist du bereit?

In welchem Rhythmus möchtest du dein Pinterest Marketing erledigen?

Aus meiner Sicht ist das eine ganz wichtige Vorüberlegung, in welchen zeitlichen Abständen du dein Pinterest-Marketing erledigen möchtest. 

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Immer dann, wenn du ein neues Content-Stück, also z.B. eine Podcast-Episode, erstellt hast, machst du auch dein Pinterest Marketing
  • Alle zwei Wochen nimmst du dir die Zeit und planst deine Pins ein
  • Du nimmst dir ca. alle vier Wochen Zeit für dein Pinterest-Marketing

Hier ist es ganz wichtig, auf dich selbst zu hören, was dir am sympathischsten ist. Wie ist deine grundsätzliche Arbeitsweise? Wie oft erstellst du Content? Womit fühlst du dich wohl?

Für mein eigenes Pinterest-Marketing und auch für das meine Kund:innen setze ich mich normalerweise alle zwei Wochen hin. Das hat sich für mich selbst als guten Zeitabstand erwiesen. Wenn ich sehr viel Content auf einmal zur Verfügung habe, reicht auch schon mal ein monatlicher Rhythmus.

Batche deine Content-Planung für den Podcast und die Content-Erstellung für Pinterest

Wenn du deine eigenen Podcast-Episoden planst und erstellst, wie gehst du dann vor? Setzt du dich zunächst hin, machst eine Keyword-Recherche, notierst dir die wichtigsten Stichpunkte, nimmst die Podcast-Episode auf und schreibst dann die Shownotes?

Denke beim Erstellen deiner Podcast-Episoden schon an Pinterest! Da du ja auch für Pinterest eine Keywordrecherche gemacht hast (bzw. gemacht haben solltest) weißt du, welche Begriffe dort gesucht werden. Kannst du diese Keywords in deine Contenterstellung einfließen lassen? 

Vielleicht möchtest du auch mal eine Podcast-Episode machen, die explizit auf dein Pinterest-Marketing-Konto einzahlt? Das ist vor allem deshalb keine schlechte Idee, weil Pinterest von Google indexiert wird. 

Jedenfalls kannst du deine Content-Planung für den Podcast und die Content-Erstellung für Pinterest gut batchen, also bei der Erstellung des einen Teils auch schon an den anderen Teil denken. 

Schreiben der Shownotes

Beim Schreiben deiner Shownotes, wenn du also noch voll im Thema bist, dann notiere dir doch schon die Texte für die Pin-Grafik, die Pin-Titel und die Pin-Beschreibungen. Das spart dir eine Menge Zeit und Arbeit, wenn es dann tatsächlich an das Einplanen deiner Pins geht. Denn wenn die Texte stehen, ist der Rest ein Kinderspiel. 

Also nimm dir die wenigen Minuten und Schreiben die Pin-Texte im direkten Zusammenhang mit der Erstellung der Shownotes (oder des Blogartikels).

Erstelle zügig Pin-Grafiken zu deinem Content

Nun hast du deinen Rhythmus festgelegt und deinen Content in Form von Podcast-Episoden (oder Blogartikel) erstellt und die Pin-Texte verfasst. Jetzt geht es an die Erstellung der Pin-Grafiken. Worauf du bei der Erstellung von Pin-Grafiken für deine Podcast-Episoden grundsätzlich achten solltest, erfährst du hier.

Bezüglich des Workflows bei der Erstellung von Pin-Grafiken gibt es auch hier wieder verschiedene Möglichkeiten:

  • Entweder du setzt dich nach der Erstellung deines Contents direkt hin und kreierst die passenden Pin-Grafiken zum Content. Das hat den Vorteil, dass du dann noch ganz im Thema drin bist
  • Ich rate aber eher dazu, dass im Rahmen deines festgelegten Pinterest-Marketing-Rhythmus zu machen. Denn wenn du die Texte für die Pin-Grafiken schon vorliegen hast, ist das Erstellen der Grafiken selber ein Kinderspiel – auch, wenn ein zeitlicher Abstand besteht

Wenn du nicht von Natur aus mit einer künstlerischen Ader gesegnet bist, kann das Erstellen von Pin-Grafiken, die den Pinterest-Nutzer zum klicken animieren, eine echte Herausforderung sein. Und ganz ehrlich – die Erstellung von schönen, abwechslungsreichen und klickstarken Pinterest-Grafiken kann ganz schön viel Zeit in Anspruch nehmen. 

Verwendung von Canva-Vorlagen bzw. Templates

Glücklicherweise kann dir die Verwendung von Canva-Vorlagen bzw. Templates das Leben erleichtern. Wenn du noch kein Canva-Pro-Konto hast, empfehle ich dir dringend dazu, auf Pro upzugraden. Das hat mehrere Vorteile:

  • Mehrere Brandings hochladen
  • dein Logo hinterlegen
  • die Größe deiner Designs mit einem Klick ändern
  • Hintergründe entfernen uvm. 

Um deinen Pinterest-Marketing Workflow zu optimieren rate ich dir dazu, dass du dir Templates mit verschiedenen Pin-Designs erstellst (Canva hat jede Menge Vorlagen im Angebot) oder dir einmalig welche kaufst (z.B. von Sophies Logomanufaktur* oder Kaleidocom*).

Diese Vorlagen kannst du dann immer wieder nutzen und mit wenigen Klicks so verändern, dass du deinen abwechslungsreichen Pinterest-Feed gestalten kannst. 

Mein Tipp: Lass dich ganz viel inspirieren – auch auf Pinterest selbst – was das Pin-Design angeht. Aber mach nicht bei jeder Pin-Grafik-Erstellung eine Wissenschaft daraus.

Extra-Tipp: Wenn du die Pin-Grafiken in der Größe 2:3, also 1000×1500 px, erstellt hast, dann kannst du mit Canva-Pro eine Kopie erstellen und die Pin-Grafik-Größe auf 600×900 px verkleinern. Dieses kleinere Pin-Format nutzt du dann, um ein oder zwei Pin-Grafiken auf der Seite deiner Podcast-Episode bzw. in deinem Blogartikel einzufügen. So hast du 

  1. eine schnelle Möglichkeit, von deiner Website aus selbst zu pinnen und 
  2. eröffnest du Besucher:innen deiner Website, von dort aus Pin-Grafiken auf ihrem Pinterest-Account zu merken 

Hier im Blogartikel kannst du schon sehen, wie ich das umsetze.

Pins automatisiert mit einem Planungstool oder mit dem Pin-Builder erstellen

Eines schonmal vorweg: Es ist nicht effizient, sich jedes Mal bei Pinterest anzumelden, um einen Pin zu pinnen und sich dann wieder auszuloggen. Das ist nicht nur nervig, sondern auch eine riesige Zeitverschwendung, alles andere stehen und liegen zu lassen, nur um einen Pin zu platzieren. Eh klar, oder?

Deswegen komme ich ohne weitere Umschweife zu den Planungstools:

Ich war ganz lange eine große Freundin von Tailwind. Bin ich eigentlich immer noch. Aber da sich die “best practice” Vorgaben von Pinterest hinsichtlich der Menge der Pins so verändert haben, ist es aus meiner Sicht auch möglich, am Anfang ohne Tailwind Plus auszukommen.

Tailwind* selbst ist ein Partner von Pinterest und das aus meiner Sicht zuverlässigste Automatisierungstool für Pinterest. 

Dennoch möchte ich dir die verschiedenen Möglichkeiten, deine Pins auf Pinterest zu teilen, erläutern. So kannst du für deinen Workflow die beste Entscheidung treffen:

Möglichkeit 1: Der Pin-Builder von Pinterest

Die kostengünstigste Möglichkeit ist es, den Pin-Builder von Pinterest zu nutzen, der dir mit einem Pinterest Business Profil zur Verfügung steht. In dem Falle erstellst du direkt in Pinterest deinen Pin. Du setzt Pin-Grafik, Pin-Titel, Pin-Beschreibung und URL zusammen, wählst die passendste Pinnwand aus und veröffentlichst den Pin. Pinterest bietet dabei die Möglichkeit, die Veröffentlichung bis zu 13 Tage in die Zukunft zu planen. 

Das bedeutet zwingend, dass du dich mindestens alle 14 Tagen hinsetzt und dein Pinterest-Marketing erledigst. 

Außerdem kannst du über den Pin-Builder direkt Pins von deiner Website merken (wenn du pinnbare Grafiken in deine Blogartikel bzw. bei deinem Podcast-Episoden eingefügt hast). Diese Pins kannst du nicht vorplanen.

Möglichkeit 2: Tailwind Free Trial

Mit der neuen Marschrichtung von Pinterest hin zu weniger Pins, hat sich auch der Free Trial – also der kostenlose Plan – von Tailwind geändert: Du kannst jetzt nur noch 20 Pins pro Monat kostenlos teilen. 

Ganz ehrlich: Das ist nur für den Anfang etwas, denn damit kommst du ganz schnell an deine Grenzen. 20 Pins pro Monat sind weniger als ein Pin pro Tag und außerdem fehlen beim Free Trial tolle Funktionen wie die tollen Tailwind Analytics.

Möglichkeit 3: Tailwind Pro

Bei Tailwind Pro hast du 200 Pins pro Monat inklusive – und das reicht im Moment locker, um auf Pinterest etwas erreichen zu können. Wenn du eventuell noch einen alten Pinterest-Plan hast, kannst du sogar noch unbegrenzt viele Pins über Tailwind teilen. Denk aber immer an die best practices von Pinterest: Mehr ist nicht mehr gleich besser!

Wie Tailwind grundsätzlich funktioniert, kannst du hier nachlesen. 

Möglichkeit 4: Direkt aus Canva heraus in Pinterest einplanen

Diese Funktion habe ich – ehrlich gesagt – noch überhaupt nicht getestet, weil ich

  • bisher bei allen Accounts Tailwind Pro nutzen
  • gehört habe, dass die Funktion noch ziemlich buggy sein soll und nicht wirklich gut funktioniert

Aber wer weiß – bei Canva tut sich immer sehr viel. Vielleicht schaffen sie es, eine echte Konkurrenz für den Pinterest Pin-Builder oder eine Alternative zu Tailwind zu werden.

Entscheide dich an dieser Stelle, wie du deine Pins möglichst zeiteffizient einplanen kannst. Welche Variante möchtest du wählen, womit kommst du am besten zurecht?

Verwende zweckmäßige Inhalte auf Pinterest wieder

Für deinen Workflow rund um deine Content Erstellung und -Vermarktung solltest du dir auch überlegen, wie du verschiedene Inhalte für die Plattformen weiterverwenden kannst

Viele von uns erstellen Inhalte für mehrere Plattformen. Anstatt diese Inhalte jedoch für Pinterest wiederzuverwenden, fangen wir bei Null an und verschwenden viel Zeit damit, Dinge immer wieder zu tun. Stattdessen können wir unsere bestehenden Inhalte für die Pinterest-Nutzer:innen optimieren. 

Du erstellst Audiogramme z.B. über die Headlinerapp für deine Social Media Kanäle? Dann mach doch direkt einen Video-Pin für Pinterest daraus. 

Du hast einige tolle Zitate in deiner Podcast-Episode? Extrahiere sie und mache Pins daraus! 

Du erstellst Instagram Reels? Mach Idea-Pins daraus!

Teile von Podcast-Episoden, YouTube-Videos, Facebook- oder Instagram-Lives können ebenfalls für Pinterest wiederverwendet werden. 

Überlege dir also bei der Contenterstellung für andere Kanäle schon, wie du die Einzelteile für Pinterest nochmal nutzen kannst, lege sie dir dann schon in die entsprechende Ordner für Pinterest und mache dir hilfreiche Notizen.

Wenn es dann an die Content-Erstellung (also Pins) für Pinterest geht, greifst du auf diese Inhalte zurück und kannst so eine Menge Zeit sparen.

Fazit

So ein richtiger Workflow macht den Unterschied, ob du das Pinterest-Marketing dauerhaft durchziehst oder nicht. Setze dich deshalb ganz in Ruhe hin, schaue dir die einzelnen Arbeitsschritte von der Podcast-Episode bis zum Pinnen auf Pinterest an und überlege dir, wie du deinen Workflow optimieren kannst.

 

Du hast das Gefühl, dass du das alleine nicht schaffst oder du wünscht dir eine Abkürzung und Unterstützung dabei, deinen Workflow zu erarbeiten?

Kein Problem: Mit dem 1:1-Coaching schauen wir uns dein Pinterest-Marketing von A bis Z an und erarbeiten ein für dich passendes Unternehmensprofil und einen Workflow, den du super in deine Contenterstellung und -produktion integrieren kannst. 

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