“Pinterest ist ein bisschen wie Google, nur für Bilder eben.”

Caroline Preuss

Du bist bereits auf Pinterest gestartet und hast die ersten Erfolge auf der Plattform erzielt? Das ist klasse, denn Pinterest funktioniert super, um organische Reichweite für deinen Content, z.B. deinen Blog oder deinen Podcast, zu erzielen. 

Vielleicht lassen aber die größeren Erfolge auf Pinterest noch auf sich warten obwohl doch alle Welt behauptet, dass Pinterest der Traffic-Booster schlechthin ist. 

Das kann theoretisch viele Faktoren haben, aber wahrscheinlich liegt es daran, dass du deine Keywords, also die Suchbegriffe, mit denen du auf Pinterest gefunden werden möchtest, noch nicht optimiert hast oder optimal verwendest.

Ich habe dir deshalb diesen Guide zusammengestellt. Wenn du ihn gelesen hast weißt du, wie eine Keywordrecherche funktioniert und wo du die gefundenen Suchbegriffe sinnvoll einsetzen kannst. 

Schau doch mal nach, ob du dein Pinterest SEO noch verbessern kannst, damit sich deine Bemühungen auf der Plattform Pinterest auch tatsächlich lohnen. 

Pinterest-Tipps zu Pinterest SEO. Mit gutem Pinterest SEO kannst du deinen Traffic steigern und mehr Kunden auf deine Website holen.

Werde dir klar über den Sinn von SEO

Pinterest ist doch ein Social Media Kanal – wozu brauche ich denn da SEO? Und was ist das überhaupt genau?

Zunächst: Nein, Pinterest ist keine soziales Netzwerk sondern eine visuelle Suchmaschine. Und das sollte dich schon zum Aufhorchen bringen, denn bei Suchmaschine denkst du wahrscheinlich direkt an Google. Und was machst du mit dem Content auf deine Webseite in Bezug auf Google? Genau, du optimierst ihn! Du machst eine Keywordrecherche z.B. auf Ubersuggest oder nutzt Google Suggest, um herauszufinden, wonach die Menschen in deiner Branche suchen. 

So ähnlich funktioniert es auch bei Pinterest und mit Pinterest SEO. Aber zunächst noch mal zum Thema SEO allgemein.

SEO ist die Abkürzung für search engine optimization und bedeutet ins Deutsche übersetzt Suchmaschinenoptimierung. Die Suchmaschinenoptimierung bezeichnet diejenigen Maßnahmen, die dazu dienen, die Sichtbarkeit einer Website und ihrer Inhalte für Benutzer einer Websuchmaschine zu erhöhen. Die Optimierung bezieht sich auf die Verbesserung der unbezahlten Ergebnisse im organischen Suchmaschinenranking und schließt direkten Traffic und den Kauf bezahlter Werbung aus [Quelle: wikipedia.org/wiki/Suchmaschinenoptimierung].

Pinterest benötigt, damit dein Content auf der Suchmaschine gefunden werden kann, die richtigen Suchbegriffe. Nur wenn die Suchmaschine weiß, worum es sich bei deinem Content handelt, kann sie diesen auch für die Nutzer richtig ausspielen. Eigentlich ganz logisch oder?

Pinterest als visuelle Suchmaschine muss also deine Inhalte verstehen, erkennen, dass du hochwertige Inhalte für die Plattform erstellst und diese den Menschen ausspielen, die nach den von dir genutzten Keywörtern suchen. 

Finde die passenden Keywords für Pinterest

Pinterest hat als Suchmaschine einen ganz besonderen Algorithmus, der natürlich auch sinnvoll gefüttert werden will. Hierfür musst du Keywords, also Suchwörter oder Suchbegriffe nutzen, damit Pinterest deine Inhalte entsprechend zuordnen kann.

Wie findest du denn nun die passenden Keywords, also wirklich relevante Suchbegriffe, auf Pinterest?

Es gibt drei tolle Möglichkeiten, um deine relevanten Keywords für Pinterest zu recherchieren. Allerdings muss ich direkt dazu sagen, dass eine ausführliche Keywordrecherche ein bisschen Zeit in Anspruch nimmt. Wenn du die Keywordrecherche aber einmal gewissenhaft durchgeführt hast, dann hast du später weniger Arbeit. 

Die drei Möglichkeiten der Keywordrecherche sind

  1. Autosuggest
  2. Guided Search
  3. Alphabetische Suche/ABC-Suche

Also, schnapp dir ein “Papier und Stift” und los geht’s mit der Suchmaschinenoptimierung für Pinterest:

Autosuggest

Die erste Möglichkeit zur Suche der für dich relevanten Keywords ist es, verschiedene Suchbegriffe in die Suchleiste einzugeben und noch nicht Enter zu drücken. 

Hier habe ich als Beispiel den Suchbegriff “Kaiserschmarrn” gewählt:

Wie du siehst, schlägt Pinterest dir nun verschiedene Begriffe im Zusammenhang mit dem von dir eingegebenen Suchbegriff vor. Diese zusammengesetzten Begriffe, wie z.B. “Kaiserschmarrn Rezept” oder “Kaiserschmarrn Thermomix Rezept” nennt man Longtail-Keywords und sie sind besonders sinnvoll. Das Prinzip kennst du vielleicht schon von der Google. Dort funktioniert die automatische Ergänzung durch weitere Begriffe ganz ähnlich. 

Schreibe dir zunächst alle Begriffe auf, die du mit der Kombination aus deinem brancheninternen Keyword und den von Pinterest vorgeschlagenen Begriffen erhältst. 

Guided Search/Geführte Suche

Bei der geführten Suche gibst du auch wiederum einen für dich relevanten Suchbegriff ein und drückst dieses Mal Enter. Bei häufig gesuchten Schlagworten erscheinen nun farbige Kacheln, die weitere Suchbegriffe enthalten. 

Notiere dir diese Ergebnisse, also deinen Suchbegriff in Zusammenhang mit den Kacheln. Dies sind wiederum Longtail-Keywords. Die Häufigkeit der Nutzung von Suchbegriffen ist bei der linken Kachel am höchsten und nimmt nach rechts ab. 

Gehe auch auf einzelne Kacheln und schau, ob dort wiederum neue Kacheln erscheinen. 

Die für dich und dein Business relevanten Suchbegriffe solltest du dir herausschreiben. 

Alphabetische-/ABC-Suche

Die alphabetische oder ABC-Suche ist die aufwendigste der drei Keywordsucharten. Aber sie kann dir auch viele neue Begriffe liefern, an die du vielleicht bisher nicht gedacht hast. 

Sie funktioniert denkbar einfach: Du gibst deinen Suchbegriff und “a” ein und notierst dir die aufscheinenden, für dich relevanten Keywords. Dann nimmst du dein Suchwort und “b” usw. 

Arbeite dich einmal durch das ABC und berücksichtige noch zusätzlich Keywords, die Besucher über Google auf deine Webseite bringen.

Die ABC-Suche mit Kaiserschmarrn + a
Die ABC-Suche mit Kaiserschmarrn + b

Tipp nach Abschluss der Keywordrecherche

Wenn du dich durch alle Möglichkeiten durchgearbeitet hast, bist du super in Sachen Pinterest Keywords aufgestellt. Nutze wenn möglich viele Longtail-Keywords, denn je exakter, desto besser. 

Beachte die Sprache deiner KundInnen

Die Sprache, die du für dein Thema und dein Business verwendest, ist nicht zwangsläufig die Sprache deiner KundInnen. Beachte, dass du die Expertin für das Thema bist und dich wahrscheinlich auch wie ein Profi ausdrückst.

Hör also genau zu, wie deine KundInnen sprechen. Welche Worte verwenden sie in Bezug auf dein Business? Wie formulieren sie ihre Fragen? Nutzen sie ggfs. ganz andere Begriffe?

Beispiel: 

Vielen ist der Unterschied zwischen den Begriffen Webseite – Website – Homepage nicht bekannt. So bezeichnet die Homepage lediglich die Startseite der ganzen Website, während es sich bei der Webseite um eine einzelne Seite der Website handelt. 

Wenn du jetzt -korrekterweise- von Website sprichst, weil du eben alle Webseiten, die Startseite, den Blog etc. meinst und der oder die Pinterest-NutzerIn verwendet jedoch -fälschlicherweise- den Begriff Homepage, dann redet ihr aneinander vorbei.

Hör also gut zu, wie deine KundInnen und andere Menschen, die potenziell deinen Content auf Pinterest suchen könnten, sprechen. 

Solltest du deutsche oder englische Keywörter verwenden?

Vielleicht arbeitest du in einem Business-Bereich, in dem viele englische Begriffe verwendet werden. So geht es mir z.B. mit Pinterest und Onlinemarketing. 

Die Faustregel lautet: Halte deine Suchbegriffe in der Sprache, in der deine Website geschrieben ist. Entscheide dich für eine Sprache und konzentriere dich auf die entsprechende Zielgruppe. 

Wenn der Suchbegriff im englischen und deutschen Sprachraum gleich verwendet wird kombiniere es mit einem passenden deutschen Begriff. Übersetze aber keine feststehenden Begriffe, wie z.B. Online Business, ins Deutsche. Das würde der Pinterest-Nutzer bei seiner Suche ja auch nicht tun. 

Nutze die Keywords an den richtigen Stellen auf Pinterest

Jetzt hast du die Fleißarbeit “Keywordrecherche” abgeschlossen. Wo solltest du denn jetzt deine neu gefundenen relevanten Suchbegriffe einsetzen?

Setze sie überall dort ein, wo es möglich ist, also zunächst in deinem Profil, und zwar bei

  • Profilname/angezeigter Name/Unternehmensname
  • im Text “Über dein Profil” (Profilbeschreibung)
  • im Text auf der Pin-Grafik
  • im Pin-Titel
  • in der Pin-Beschreibung
  • im Pinnwand-Titel
  • und in der Pinnwand-Beschreibung

Wichtig dabei ist, es, dass du dein Pinterest-Profil und deine Inhalte nicht wahllos mit Suchbegriffen vollstopfst sondern vernünftige Sätze verwendest. Andernfalls kannst du Gefahr laufen, dass Pinterest das als Spam einstuft und deine Reichweite reduziert. 

Das gilt meines Erachtens nur nicht für die Pinnwand-Beschreibung. Hier kannst du gerne eine Vielzahl von Suchbegriffen verwenden. 

Weitere Tipps für dein Pinterest-Profil

Pinterest-SEO besteht genauso wie die Suchmaschinenoptimierung für Google nicht nur aus Keywords und Suchbegriffen. Vielmehr handelt es sich um ein SEO-Gesamtpaket, welches aus vielen Bestandteilen besteht.

Deshalb solltest du neben der Suche von Keywords auch auf folgende Dinge wert legen:

  • Erstelle ein Unternehmensprofil und fülle es vollständig und unter Beachtung der relevanten Keywords aus
    • Tipps dazu findest du hier
  • Verifiziere deine Website (hier kannst du dir eine Anleitung herunterladen)
  • Nutze einen “Pin-It-Button” auf deiner Website bzw. auf deinem Blog, z.B. das WordPress-Plugin Tasty Pins
  • Aktiviere und nutze Rich Pins.
    • Es gibt Artikel-, Produkt- und Rezept-Rich Pins. Rich Pins enthalten zusätzliche Metadaten, die direkt von deiner verifizierten Website gezogen werden. Sie führen zu mehr Sichtbarkeit und höheren Klickraten, weil sie besser ausgespielt werden. 
  • Halte deine Pinnwände so spezifisch, wie möglich
    • Es handelt sich um dein Unternehmensprofil. Themenfremde Pinnwände haben hier nichts zu suchen. Falls du etwas merken möchtest, was nicht zu deiner Nische passt, nutze geheime Pinnwände
  • Achte auf die Qualität deiner Pins
    • Die besten Keywordrecherche nützt nichts, wenn deine Inhalte nicht ansprechend dargestellt werden. Lege daher Wert auf ansprechende Pin-Grafiken, gute Pin-Texte, korrekte Rechtschreibung und die Umsetzung deines Brandings.
    • Mehr Infos zur Erstellung von klickstarken Pins findest du hier
  • Genauso wichtig wie der erste Eindruck auf Pinterest ist der zweite Eindruck auf deiner Website. Der Pinterest-Nutzer muss auf der Website finden, was du im auf Pinterest versprochen hast. 

Optimiere deinen Blog für Pinterest

In den meisten Fällen wird von Pinterest auf Blogartikel, also auf den Blog einer Website verwiesen. 

Achte auch hier auf die Qualität deiner Inhalte und mach es dem Pinterest-Nutzer möglichst einfach, deinen Content verstehen zu können und auch weiter teilen zu können. 

Verwende einen sinnvollen Titel und eine relevante URL für deinen Blogartikel, die wenn möglich schon ein Longtail-Keyword beinhaltet. 

Fülle unbedingt die Metabeschreibung (z.B. bei Yoast SEO) aus. Nur dann können über die Rich Pins weitere Informationen zu deinen Inhalten gezogen werden. Den Text der Meta-Beschreibung freizulassen ist überhaupt nicht sinnvoll. 

Füge pinfähige Grafiken in deinen Blogartikel ein, und zwar im besten Falle ein oder zwei Grafiken. Diese sollten die Größe 600x900px haben und direkt oben oder ganz unten mit einer Handlungsaufforderung in den Blogpost eingefügt werden. 

Zusätzlich kannst du einen Pin-It Button direkt auf der Grafik integrieren (z.B. Tasty Pins für WordPress).

Nutze auch Teilen-Button auf deinem Blog, wie z.B. das WordPress-Plugin “Shariff Wrapper”. Damit gibst du den Pinterest-Nutzern, die auf deine Website gewechselt sind die Möglichkeit, sich dein Profil auf Pinterest anzuschauen und deine Inhalte zu teilen. 

Verwende bei den Alt-Texten deiner Grafiken und Bilder im Blogpost relevante Keywords, wenn möglich sogar Longtail-Keywords, um auch hier noch mal einen sinnvollen Effekt zu erzeugen. 

Fazit

Ich hoffe, diese Guide konnte dir ein bisschen die Scheu vor Pinterest SEO nehmen. Ich bin davon überzeugt, dass sich die Arbeit, die man sich einmal mit der Recherche der Keywords macht, absolut lohnt. Also, mach eine ausführliche Recherche und füge die gefundenen relevanten Suchbegriffe an die entsprechenden Stellen deines Pinterest Profils, deinen Pinnwänden und Pins ein. 

Und dann evaluiere von Zeit zu Zeit mithilfe von Pinterest Analytics, ob deine organische Reichweite positive Veränderungen zeigt. Ich bin mir sicher, dass das klappt. 

Falls es nicht so ist, dann lass uns gerne sprechen. Buche dafür meinen Strategie-Call, in dem wir kostenfrei eine halbe Stunde über dich, dein Business und Pinterest sprechen. 

Pinterest für Anfänger - Warum du SEO für Pinterest brauchst und was Keywörter mit deinem Traffic zu tun haben