Mir begegnen immer wieder Aussagen oder Fragen rund um Pinterest, die auf falschen Glaubenssätzen oder Vorstellungen rund um Pinterest beruhen.

Das ist mir besonders während der Vorbereitung meines Onlinekurses „Pin Your Podcast“ und auch im Launch aufgefallen. Um meine Zielgruppe besser kennenzulernen habe ich ausführlich mit einigen Podcaster:innen und Unternehmer:innen über ihren Content, ihr Business und Pinterest gesprochen.

Dabei ist mir aufgefallen, dass es im Hinblick auf eine Pinterest Nutzung für ihr Business grob drei verschiedene Gruppen von Unternehmer:innen (hier fasse ich der Einfachheit halber Ersteller:innen von Podcast-Episoden, Blogartikeln und anderem Content zusammen) gibt:

Gruppe 1: Ich habe keine Ahnung, was Pinterest ist und wie es funktioniert!

Gruppe 2: Pinterest? Ja, nutze ich schon privat und ich habe mir einen Pinterest Business Account angelegt. Das war’s aber, weil mir die Zeit fehlt oder weil ich nicht wusste, wie ich auf Pinterest weitermachen kann oder muss.

Gruppe 3: Ich nutze Pinterest schon und erziele erste Erfolge. Da ist aber sicher noch Luft nach oben bzw. es besteht Verbesserungspotential.

Pinterest Basic FAQ - alles, was du als Einsteiger über Pinterest wissen musst #silkeschoenweger #pinterestfüranfänger #pintereststart

Falls du Fragen zu von mir genutzten Pinterest-Begriffen hast, schau doch parallel in das Pinterest-ABC.

Die meistgestellten Fragen | FAQ

In den Interviews, Gesprächen und Reaktionen auf meine Umfragen sind mir fünf Fragen bzw. Fragegruppen und Aussagen immer wieder begegnet, die ich hier mit dir teilen möchte. Und natürlich gibt’s auch immer direkt meine Antworten dazu.

Was ist der Vorteil von Pinterest? Was kann ich mit Pinterest bewirken?

Ich habe diese Fragen zu einer Gruppe zusammengefasst, weil es sich um thematisch ähnliche Fragen handelt. Und das ist auch der Klassiker unter allen Fragen, denn natürlich möchte man direkt am Anfang wissen, was Pinterest einem bringt. Und zwar bevor man viel Zeit, Schweiß und Arbeit in diese Plattform investiert.

Ich mache es kurz:

Pinterest ist eine Suchmaschine ähnlich wie Google. Das bedeutet, dass du die Möglichkeit hast, über langlebigen Content auf dieser visuellen Suchmaschine gefunden zu werden und über Klicks auf deine Pins Besucher auf deine Website zu bekommen. Deine Website sollte deine „Homebase“ sein, der Ausgangspunkt jeden Contents. Wenn du die Besucher auf deiner Website hast, kannst du ihnen weiteren Content zur Verfügung und deine Angebote vorstellen. Deshalb möchtest du eigentlich mit jedem Content, den du erstellst, Menschen auf deine „Homebase“ bringen und das kann Pinterest eben besonders gut.

Mit Pinterest kannst du eben diese Pinterest-Nutzer auf deine Website bringen und hast die Möglichkeit, ihnen mit kostenlosem Content, der Möglichkeit sich in deinen Newsletter einzutragen, Blogartikeln etc. weitere Informationen zu dir und deinem Business zu verschaffen.

Mehr Besucher auf der Website = mehr potenzielle Kunden!

Wen kann ich mit Pinterest überhaupt erreichen? Für wen ist Pinterest geeignet?

Es ergibt Sinn, vor dem großen Start auf Pinterest zu schauen, ob sich deine Wunschkunden bzw. deine Zielgruppe überhaupt auf Pinterest befindet.

Vorab: Die Chance, dass sich dein Wunschkunde auf Pinterest tummelt, ist sehr hoch. Hierfür habe ich dir noch ein paar Zahlen aus der aktuellen Statistik von Pinterest mitgebracht

[Quelle: https://www.futurebiz.de/artikel/pinterest-statistiken/]:

Pinterest hat ca. 454 Millionen monatlich aktive Nutzer weltweit

Allein 15 Mio. Menschen aus Deutschland nutzen Pinterest täglich, im DACH-Raum sind es ca. 17 Mio. Menschen

Nutzerzahlen internation im Jahresvergleich um 9% angestiegen

70% der Nutzerinnen sind weiblich (aber die Männer holen auf!)

79% der Pinterest Nutzerinnen sind zwischen 18 und 44 Jahren, 23% über 45 Jahre

Die Interaktionen mit organischen Pinterest Shopping Pins steigen um 44%

4 Mio. Inhalte täglich werden auf Pinterest in Deutschland gespeichert

2 Mrd. Suchanfragen jeden Monat

77% der aktiven Pinterest Nutzer haben neue Produkte oder Marken auf Pinterest entdeckt

Videoaufrufe sind auf Pinterest um 200% gestiegen

97 % der 1.000 beliebtesten Suchanfragen haben keinen Markenbezug

85 % der aktiven Nutzer haben über Pinterest eine Marke oder ein Produkt entdeckt

Um genauer herauszufinden, ob deine Nische und dein Thema schon auf Pinterest vertreten sind, rate ich dir zu einer kurzen Keywordrecherche auf Pinterest. Dazu machst du vor deinem Start auf Pinterest eine Suche nach deinen Themenbereichen und deiner Nische über die Suchfunktion von Pinterest. Hierfür kannst du die verschiedenen Suchmöglichkeiten, wie z.B. über Autosuggest, die Guided Search Funktion (nur Videos) oder die alphabetische Suche verwenden.

Wenn du dann Suchbegriffe findest, die genau zu deiner Nische passen, dann weißt du, dass es Nutzer auf Pinterest gibt, die nach deinen Lösungen suchen.

 

Ich habe doch schon Facebook und Instagram. Warum sollte ich dann noch Pinterest nutzen?

Entgegen der weiterläufigen Meinung ist Pinterest (wie schon oben erwähnt) kein Social-Media-Kanal, sondern eine visuelle Suchmaschine. Pinterest ist damit Google, YouTube oder Amazon näher als z.B. Facebook oder Instagram.

Das bedeutet aber auch, dass die Entscheidung nicht lauten sollte, ob du Facebook, Instagram oder Pinterest nutzen solltest. Die Frage sollte lauten, welchen einen Social-Media-Kanal du neben Pinterest in dein Marketing Portfolio aufnehmen sollst.

An dieser Stelle möchte ich ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern: Als ich begann, mich intensiv mit meiner Selbstständigkeit zu beschäftigen, habe ich mich natürlich gefragt, auf welchen Kanälen ich unbedingt sichtbar sein muss. Da ich Instagram zu dem Zeitpunkt noch nicht genutzt habe, war Facebook das erste, was mir in den Sinn kam.

Da ist aber meine Zielgruppe nicht oder nur in Gruppen vertreten, also ist das nicht der optimale Kanal für mich. Also ab zu Instagram! Dort habe ich meine Zielgruppe gefunden und tausche mich mit ihnen regelmäßig über Pinterest und andere Dinge aus. Ich nutze diesen Kanal aber nicht in erster Linie, um Werbung für meine Produkte zu machen. Vielmehr möchte ich im Austausch mit den Instagram-Nutzern herausfinden, wo meinen Wunschkundinnen der Schuh drückt und was ich ihnen rund um Pinterest an Infos, Tipps und Angeboten zur Verfügung stellen kann und was ihnen weiterhilft.

Auf die Webseite bringe ich meine potenziellen Kundinnen u.a. über Pinterest, denn hier präsentiere ich Lösungen rund um Pinterest und die Pinterest-Nutzer:innen klicken sich über meine Pin-Grafiken direkt auf meinen Podcast bzw. Blog. Auf Pinterest findet aber kein Austausch im Sinne einer Community statt, es ist eben kein soziales Netzwerk!

Es ist daher problematisch, Pinterest nur als einen weiteren Social-Media-Kanal zu sehen, weil Pinterest

  • faktisch kein Social-Media-Kanal ist und damit
  • die Zeiten, die man auf Instagram, Facebook & Co. Für Interaktionen verwendet bzw. verwenden muss, wegfallen.

Nutze Pinterest lieber, um deinen eigenen Content, gleich in welcher Form, zu verbreiten. Hast du einen Podcast, einen Blog, einen YouTube-Kanal, Produkte oder Videos? Dann kannst du diesen Content verwenden, um Pin-Grafiken für Pinterest zu erstellen und auf den von dir erstellten Mehrwert aufmerksam zu machen.

Die 5 häufigsten Fragen zu Pinterest von Anfängern zum Pinterest Start | Pinterest für Anfänger | Pinterest Tipps #silkeschoenweger

Wie groß ist der Aufwand für Pinterest oder auch „Ich habe keine Zeit für Pinterest, was jetzt“?

Es ist richtig, dass die Einrichtung und der Start auf Pinterest einige Zeit in Anspruch nehmen. Denn es ist wichtig, dass der Pinterest-Business-Profil einmal richtig aufgesetzt wird, inklusive Optimierung des Profils, Nutzung von Keywords, Einrichtung und Optimierung der Pinnwände etc.

Wenn aber das Profil aufgesetzt ist und du ein Automatisierungstool wie Tailwind* nutzt, dann kannst du deinen Pinterest Business Account mit einem Zeitaufwand von ca. zwei Vormittagen im Monat inklusive Erstellung der Pin-Grafiken selbst betreuen.

Also: Mit einem Zeiteinsatz am Anfang und ein bisschen Übung ist das Management des Pinterest Accounts kein übertriebener zeitlicher Aufwand. Vor allem in Relation zu Social Media Kanälen inklusive der dortigen notwendigen Zeiten für Interaktionen mit den anderen Nutzern.

Und da gibt es ja auch noch die Möglichkeit, sich sowohl für den Aufbau des Pinterest Business Accounts als auch für das Management des Pinterest Accounts Hilfe zu holen. Denn Pinterest lässt sich hervorragend in die Hände einer Expertin für Pinterest-Management geben.

 

Wie funktioniert Pinterest überhaupt?

Es ist schwierig, ein so komplexes Thema in ein paar Sätze zu packen. Dennoch möchte ich versuchen, die Funktionsweise von Pinterest kurz darzustellen.

Da Pinterest eine visuelle Suchmaschine ist, kommt es auf eine ansprechende visuelle Darstellung deines Contents an. Der Content, also der Mehrwert oder die Lösungen, die du anbietest, müssen so aufbereitet sein, dass sie den oder die Pinterest-Nutzer/in direkt anspricht. Dazu zählen hochwertige Bilder/Grafiken, kurze gute Texte und keywordreiche Pin-Beschreibungen. Das funktioniert übrigens auch für Podcast-Episoden sehr gut. Wie das geht, erfährst du hier.

Die Pins werden dann auf deine Online-Pinnwände gepinnt, die du nach deinen eigenen Interessen bzw. nach den Interessen und Probleme der Nutzer gestalten kannst. Auf den Pinnwänden kannst du die Bilder also anheften, um sie dir zu merken bzw. um sie für Nutzer zu sammeln.

Pinterest-Nutzer sind Planer, d.h. sie suchen nach Ideen, Inspirationen und Lösungen. Es geht also nicht vorrangig darum, sich mit anderen Nutzern zu vernetzen, sondern Lösungen oder Inspirationen zu bieten.

Ursprünglich galt Pinterest als besonders gut für Branchen wie Mode, Essen, Kosmetik, Architektur und DIY. Inzwischen kannst du aber selbst in Bereichen, die nicht grundsätzlich Bildmaterial hergeben, wie z.B. Dienstleistungen, Tricks anwenden, wie du ohne (eigene) Fotos Pins erstellen kannst.

 

Beispiel

Ich möchte dir anhand einer kleinen Nutzerreise darstellen, wie Pinterest funktionieren kann:

Marie ist selbstständig mit einem kleinen Onlineunternehmen, bei dem es um Reiseplanung für Familien geht und sie hat gerade mit dem Bloggen begonnen. Sie schreibt in ihrem Blog vor allem zu den Themen Familienurlaube in Europa und nachhaltiges Reisen. Außerdem hat sie gerade einen Podcast zu diesen Themen gestartet. Sie weiß nicht so genau, auf welchem Social-Media-Kanal ihre Zielgruppe ist und wie sie ihren Podcast und Blog strategisch aufbauen kann.

Klara ist Unternehmerin. Sie unterstützt andere Unternehmerinnen und Selbstständige dabei, ihre Online Strategie, den für sie perfekten Social-Media-Kanal ihrer Zielgruppe zu finden und außerdem, eine Content Strategie für die Contentkanäle, also Podcast oder Blog zu erstellen.

Marie sucht auf Pinterest z.B. nach den Begriffen „Content Marketing Strategie“, „Podcast Tipps“, „Blog Tipps“ oder „Zielgruppe finden“. Und genau diese Begriffe hat Klara, als sie ihre Pins erstellt hat, als Keywords eingesetzt. Deshalb wird Marie auf Klaras Pins aufmerksam, klickt sie an und landet auf Klaras Website. Dort kann sie sich über Klaras Blog schon zu vielen Themen, die sie gerade interessieren und zu denen sie Hilfe gesucht hat, informieren. Und weil Marie der Content von Klara richtig gut gefällt, holt sich Marie erst Klaras Freebie und bucht dann ihren Onlinekurs. In diesem lernst sie in vier Wochen, wie sie ihre Zielgruppe findet, ihren Blog SEO-optimiert und eine Podcast- bzw. Blog-Content-Strategie entwickelt. Und vielleicht arbeitet Maria danach auch noch im 1:1-Coaching mit Klara zusammen, um ihr Business weiterzuentwickeln.

Fazit

Wenn du deinen hochwertigen Content, den du auf der Website bereitstellst, über Pinterest den Pinterest-Nutzern zur Verfügung stellst, kannst du ohne übertriebenen Aufwand mehr Reichweite und mehr Traffic für deine Website generieren.

Klingt doch super, oder?

 

Hast du noch mehr Fragen rund um Pinterest, die ich dir beantworten kann? Schreib mir gerne in die Kommentare!

Ich freue mich, wenn dir dieser Artikel gefallen hat und du ihn oder die Pins teilst!

*Anmerkung: Ich bin von diesem Tool absolut überzeugt. Deshalb nehme ich am Affiliate-Programm von Tailwind teil und bekomme eine kleine Provision, wenn du die mit einem (*) gekennzeichneten Link klickst. Dir entstehen hierdurch aber keine Mehrkosten!

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.