Lange Zeit wurde Pinterest als Marketing Plattform komplett unterschätzt. Das ist nur was für DIY-Branchen oder Rezepte hieß es da häufig. Nicht noch eine Social Media Plattform hieß es von anderen. So nutzten viele UnternehmerInnen weiterhin lieber die klassischen Social Media Plattformen wie Facebook, Instagram, Twitter, Xing oder LinkedIn. 

Inzwischen verzeichnet Pinterest über 416 Millionen Nutzer weltweit. Das bedeutet eine Steigerung um 39% im Jahresvergleich [Quelle: Pinterest Business]. Auch hat es sich inzwischen herumgesprochen, dass es sich bei Pinterest nicht um keine klassische Social Media Plattform handelt sondern um eine (visuelle) Suchmaschine. So wird Pinterest auch für UnternehmerInnen immer spannender. 

Du hast Pinterest-Marketing überhaupt nicht auf deiner Marketing-Agenda? Vielleicht denkst du aber auch schon länger darüber nach, Pinterest-Marketing für dein Business zu nutzen, wusstest aber bisher noch nicht, wie du starten sollst. 

In diesem Blogartikel zeige ich dir, warum du dir es dir nicht leisten kannst, als Online UnternehmerIn auf Pinterest Marketing zu verzichten. Außerdem erfährst du, wie schwierig es tatsächlich ist, auf Pinterest zu starten. 

Bild mit Aufschrift Du kannst es dir nicht leisten, auf Pinterest Marketing zu verzichten

Menschen lieben (bewegte) Bilder

In dieser Überschrift steckt super viel drin. Zum einen handelt es sich bei Pinterest um eine visuelle Plattform. Das bedeutet, dass Pinterest hauptsächlich über schöne Bilder und ansprechende Videos funktioniert. 

Dadurch, dass die Plattform ihren Fokus auf die Visualisierung von Inhalten setzt, passt sie sich an den veränderten Medienkonsum an. Die Menschen lieben Bilder und Videos und genau das ist es, was Pinterest anbietet. Der Pinterest-Nutzer sieht den Inhalt, der sich hinter einem Pin befindet, zunächst visuell dargestellt und aufbereitet und kann sich so inspirieren lassen und Ideen sammeln. 

Außerdem handelt es sich um eine Suchmaschine wie Google oder Youtube und nicht um einen Social Media Kanal. Dies hat den Vorteil, dass man den Besucher dieser Plattform durch den am Pin angebrachten Link auf die eigene Website bringt. Man macht sich also nicht abhängig von fremden Plattformen, auf denen sich Algorithmen ändern und im schlimmsten Fall Accounts einfach gesperrt werden können. 

Pinterest ist die Möglichkeit, deine Inhalte zu präsentieren

Du erstellst schon jede Menge Content auf deiner Website, der aber nicht gefunden wird?

Da ist Pinterest eine tolle Möglichkeit, über die visuelle Suchmaschine auf deine Inhalte aufmerksam zu machen und dann direkt auf den entsprechenden Blogartikel, die Podcast-Episode, das Video oder ein Produkt zu verlinken. 

Pinterest wird zudem von Google indexiert. Dein Unternehmensprofil und die von dir erstellten Pins werden mit der richtigen Suchmaschinenoptimierung (SEO) auch in den Google-Suchergebnissen angezeigt.

Willst du auf diese Möglichkeit und Chance, deine Inhalte einem großen Publikum zu präsentieren, verzichten?

Du kannst dich als Expertin positionieren

Du bist extrem gut in dem, was du anbietest und brennst für dein Business? Das ist super gut – aber nur dann, wenn es jemand mitbekommt. 

Auf Pinterest suchen die Nutzer nach Lösungen, ohne dass sie das konkrete Ergebnis vor Augen haben. Über 90% der Suchanfragen auf Pinterest erfolgen ohne Markennennung. Dabei suchen die Nutzer in erster Linie nach Ideen und Inspirationen. 67% der deutschen Nutzer finden auf Pinterest Inspiration, wenn sie nach Produkten suchen und 58% der Nutzer in Deutschland haben neue Marken oder Produkte auf Pinterest entdeckt [Quelle: Pinterest Business].Es geht also nicht darum, ein konkretes Produkt oder eine spezielle Dienstleistung zu suchen. Denn dafür wird in der Regel Google genutzt. 

Vielmehr kannst du den Nutzern auf Pinterest deine Inhalte in Form von Lösungen oder Inspirationen anbieten. Das bietet dir die Möglichkeit, auf deine Produkte oder Dienstleistungen aufmerksam zu machen und dich so auch als kleines Unternehmen zu positionieren. Du kannst also sowohl deine Marke als auch deinen Expertenstatus demonstrieren.

Dein Ziel ist es also, die Pinterest-Nutzer in ihrem Inspirationsprozess abzuholen und ihnen das Produkt anzubieten, von dem sie noch gar nicht wussten, dass sie danach suchen. 

Wenn du dich jetzt fragst, wonach die Pinterest NutzerInnen wohl suchen und was du ihnen im Rahmen des Inspirationsprozesses anbieten kannst, dann habe ich einen einfachen Tipp: Du kannst eine Keywordrecherche auf Pinterest machen, indem du Schlagworte in das Suchfeld eingibst. So erhältst du die relevanten Suchbegriffe und erfährst, was gesucht wird und worauf du deinen Fokus legen solltest. Mehr Tipps dazu findest du im Blogartikel Pinterest SEO Guide

Du willst dich nicht ständig mit einer Plattform beschäftigen

Der von dir bei Pinterest erstellte Content ist weitaus langlebiger, als der, den du für Social Media erstellst. Und Zeit ist wohl etwas, was wir als Selbstständige und Unternehmerinnen nie im Überfluss haben oder? 

Während Pinterest Pins inzwischen eine Halbwertszeit von ca. 4 Monaten haben, hat deine Audience auf Social Media meist nur wenige Minuten oder Stunden etwas von deinen Inhalten. Du kannst davon ausgehen, dass ein LinkedIn Post ungefähr 21 Stunden hält, ein Facebook Beitrag 5 Stunden und ein Tweet auf Twitter hat eine Lebensspanne von ungefähr 18 Minuten. Das bedeutet im Gegenzug aber, das Content, den du für Pinterest in Form von Pins erstellst, auch nach Monaten und sogar Jahren noch Traffic auf deine Website bringen kann. Die Arbeit, die du also in Pinterest steckst, zahlt sich länger aus. 

Außerdem kannst du dein Pinterest Marketing, wenn einmal alles eingerichtet ist, an ein oder zwei Tagen im Monat erledigen. Keine Interaktionen mit Nutzern, kein kommentieren, liken, live gehen. Du kannst dein Pinterest Management klar planen,  strukturieren und z.B. zusammen mit der Erstellung von Blogartikeln erledigen. Außerdem bietet es sich auch an, das Pinterest-Management auszulagern. Eben weil keine (persönlichen) Interaktionen mit den Nutzern der Plattform notwendig sind. 

Wenn du dein Pinterest Marketing also effizient und effektiv betreibst, sparst du dir eine Menge Zeit, die sonst für die Bewerbung deiner Inhalte auf Social Media draufgeht. Dass du trotzdem nicht ganz auf Social Media verzichten kannst und solltest, habe ich dir in diesem Blogartikel dargestellt. 

Du kannst über Pinterest verkaufen

Ich hatte ja schon angedeutet, dass Pinterest den vornehmlich weiblichen Nutzerinnen als Inspirationsquelle für Ideen und Lösungen dient. Die Plattform hilft aber auch ca. 90% der Nutzer dabei, eine Kaufentscheidung zu treffen und ca. 70% der Pinterest Nutzer kaufen ein Produkt, nachdem sie es auf Pinterest gesehen haben. 

Außerdem sind Pinterest-NutzerInnen viel affiner für Online-Shopping als Nicht-Pinterest-NutzerInnen. Wenn du also hauptsächlich online tätig bist, solltest du deine Dienstleistungen und Produkte unbedingt auch online auf dieser Suchmaschine präsentieren. Hierfür spricht auch, dass die Pinterest-NutzerInnen sehr kauffreudig sind. Sogar 77% der Nutzer in Deutschland suchen auf Pinterest nach Inspiration für ihren nächsten Kauf [Quelle: Pinterest Business]. 

Übrigens spielt es keine Rolle, ob du eine Expertenseite hast, auf der du deine Produkte und Dienstleistungen anbietest oder einen Shop – es kommt lediglich darauf an, wie du deine Inhalte präsentierst und dass die technischen Voraussetzungen erfüllt sind. 

Wie du dir ein Unternehmensprofil auf Pinterest anlegen kannst, kannst du hier nachlesen. 

Was du brauchst, um auf Pinterest zu starten

Viele scheuen den Start auf Pinterest, weil sie meines Erachtens einen falschen Eindruck davon haben, was sie für den Start brauchen. 

Im Endeffekt sind es nur drei Dinge, die du brauchst: Content, Startenergie und einen langen Atem. Was genau meine ich damit?

Content

Bevor du dein Unternehmen, dein Business, deinen Blog auf Pinterest präsentierst, brauchst du ein gewisses Maß an Content. Das ist aber tatsächlich weniger, als du vielleicht denkst. Es reichen schon 3-5 Blogartikel oder ein Shop mit einigen Produkten aus, um loslegen zu können. Du solltest aber bereit sein und einplanen, immer wieder neuen Content zu produzieren, denn Pinterest mag frischen Content und spielt Pins von aktiven Websites besser aus. 

Startenergie

Pinterest ist die perfekte Möglichkeit, zu prokrastinieren. Sorry, wenn ich das so deutlich sagen, aber das erlebe ich immer wieder. 

“Ich würde ja total gerne auf Pinterest starten, aber ich habe einfach keine Zeit.” 

Es erscheint zunächst alles andere wichtiger: Content, eine noch tollere Website, Social Media Aktivitäten, usw. Aber bei einer Suchmaschine zu prokrastinieren kostet doppelt so viel Zeit. Denn bis deine Inhalte auf Pinterest so richtig an Fahrt gewinnen, kann es auch schon mal zwei, drei oder auch sechs Monate dauern. Je länger du also damit wartest, endlich loszulegen, desto mehr verzögert sich der Erfolg auf der Plattform. Deshalb mein Tipp: Blocke dir zwei Tage, an denen du dich um die Erstellung deines Unternehmens-Profils auf Pinterest sowie um Keywordrecherche & Co kümmerst. 

Langer Atem

Du brauchst einen langen Atem. Ich habe es eben schon ein bisschen angedeutet: Der Erfolg auf Pinterest kommt nicht über Nacht. Das tut er bei keiner Suchmaschine. Pinterest selber spricht von 6-9 Monaten Laufzeit eines Accounts, bevor man verlässliche Aussagen über den Erfolg oder Nichterfolg tätigen kann. Da heißt es, loszulegen und dran zu bleiben. Aber mit ein bisschen Übung kostet das Pinterest-Management nur wenig Zeit im Monat und du kannst es locker schaffen, dranzubleiben. Tipps zum Zeitmanagement auf Pinterest, findest du in diesem Blogartikel

Bild mit einem rosafarbenen Stift und einem Text Verzichte auf keinen Fall auf Pinterest Marketing für dein Business

Fazit

Du siehst vielleicht, dass es keinen Sinn ergibt, nicht so bald wie möglich auf Pinterest zu starten. Pinterest ist eine kostenlose Plattform, die du mit etwas Startenergie in relativ weniger Zeit bespielen kannst. Warte nicht zu lange, dein Unternehmen auf der visuellen Suchmaschine zu präsentieren. 

Wenn du Lust hast, dann schnall dir mein kostenloses Pdf, mit dem du feststellen kannst, ob Pinterest eine tolle Möglichkeit für dich und dein Business ist: https://silkeschoenweger.com/freebies/