Gefühlt bestand der ganze Monat März nur aus dem „großen C“ (entschuldige, aber ich mag den Ausdruck „Corona-Krise“ nicht), denn die Zeit, die wir jetzt bereits in Ausgangssperre sind, dehnt sich scheinbar endlos in die Vergangenheit aus. Dass dem aber nicht ganz so war, möchte ich euch gleich zeigen:

Judith „Sympatexter“ Peters hat uns, als sie das Thema „Rückblick März 2020“ im Rahmen der Challenge „Quarantexte“ auf Facebook vorgestellt hat, den Tipp mitgegeben, mal in unseren Bildern auf dem Smartphone nachzuschauen, was im März noch so los war.

Und tatsächlich habe ich das Smartphone neben mir liegen und mal geschaut, ob es nicht noch etwas anderes als das „große C“ gab…

Der letzte Spaziergang vor der Ausgangssperre

Den letzten Familienausflug außerhalb unseres Grundstücks haben wir am 11.03.2020 gemacht – Wahnsinn, das ist jetzt fast vier Wochen her. Seitdem verbringen wir unsere (Nachmit-)Tage ausschließlich im Garten auf unserem Grundstück.

Es war ein wunderschöner Frühlingstag im März, ein Mittwoch, wie ich erstaunt festgestellt habe. Wieso war mein Mann an einem Mittwoch daheim? Normalerweise ist er unter der Woche in Bozen, um zu arbeiten.

Und da fällt mir ein, dass es der erste Tag war, an dem er nicht mehr nach Bozen zur Arbeit gefahren, sondern von daheim gearbeitet hat. Und das geht jetzt schon vier Wochen so. Klappt aber besser, als ich vorher gedacht hätte. Wie das bei uns funktioniert, könnt ihr in meinem BlogartikelWie Corona mein Leben beeinflusst“ nachlesen.

Und jeden Tag geht die Sonne auf

Mit der Ausgangssperre hatte ich tatsächlich einige Tage sehr zu kämpfen. Ich habe darüber auch schon in diesem Blogartikel geschrieben.

Ein paar Tage habe ich morgens gegen 06:15 Uhr auf die beschneiten Bergspitzen geschaut, die die frühen Sonnenstrahlen in rotes Licht eintauchte und war von einer tiefen Traurigkeit eingenommen.

Kennst du das Gefühl, dass man hat, wenn ein ganz lieber Mensch gestorben ist? Das Gefühl, dass doch eigentlich die Welt stillstehen müsste. Der Gedanke „Wie kann sich denn die Welt einfach weiterdrehen“? Wie kann jeden Morgen die Sonne wunderschön über den Bergen aufgehen, ganz so, als wäre nichts?

Ungefähr so habe ich mich ein paar Tage gefühlt. Vielleicht denkst du jetzt, dass ich ganz fürchterlich übertreibe, es ist ja nur eine Ausgangssperre…

 

 

Sicher hast du damit auch recht. Und inzwischen konnte ich diese traurigen und etwas verstörenden Gedanken auch  beiseite schieben. Mir ist klargeworden, dass sie in großem Maße mit meiner Morgenroutine zu tun hatten. Vor dem „großen C“ hat meine Morgenroutine nämlich wie folgt ausgesehen:

  • Aufstehen
  • großes Glas warmes Wasser trinken
  • Meditation
  • Anziehen und ca. 45 Minuten schnelles Spazierengehen inkl. Sonnenaufgang

Die drei ersten Punkte habe ich beibehalten und auf den letzten Punkt muss ich seit der Ausgangssperre verzichten. Ich hoffe, dass ich auch diese liebgewonnene Routine bald wieder aufnehmen kann.

In der Zwischenzeit erfreue ich mich einfach jeden Morgen per Ausblick aus dem Fenster an dem wunderschönen Naturschauspiel und daran, dass wir gesund sind und vielleicht auch die Welt ein kleines bisschen gesunden kann in dieser Zeit.

Kleine besondere Momente

Was für unzählige, wunderschöne, kleine und besondere Momente wir in den vier Wochen des März miteinander verbracht haben!

Meine Tochter und ich haben die gemeinsame Bastelleidenschaft (wieder) entdeckt und waren schon für Ostern ganz fleißig. Sie ist jetzt drei Jahre alt und hat eine unglaubliche Freude daran, erst die Ostereier aus- und dann durchzuschneiden. Und ich lerne, meinen „inneren Monk“ im Zaum zu halten und darüber zu lachen und zu genießen, welchen Spaß sie dabei hat.

Im Übrigen durfte ich feststellen, wie befreiend es auch für die Seele sein kann, nichts vorzuhaben. Einfach jeden Tag zu schauen, was meine Tochter machen möchte ohne, dass man Termine außer Haus wahrnehmen muss. Ich weiß das inzwischen sehr zu schätzen. Das entschleunigt uns sehr.

Große Momente

Arbeitsmäßig gab es tatsächlich große Momente im März. Ich habe zwei neue ganz wunderbare Frauen als Kundinnen für mein Angebot Pinterest-Marketing finden können.

Außerdem habe den Pinterest-Workshop am 14.04.2020 mit meiner Kollegin Daniela Kietzmann von Pinterest-Service.de vorbereitet.

Ich bin unglaublich stolz, dass wir schon einige Frauen überzeugen konnten, an diesem Workshop teilzunehmen und sie mit uns zusammen an ihrem Pinterest-Business-Account arbeiten wollen.

Das ist für mich ein Meilenstein und da die Vorbereitung schon so viel Freude gemacht hat, wird es hoffentlich nicht der letzte Workshop sein.

Vorschau April

Und der April? Hoffentlich wird er nicht gänzlich vom „großen C“ eingenommen. Und falls doch, können wir vielleicht weiterhin die Zeit so gut genießen, wie schon im März.

Themen im April:

  • der 3. Geburtstag unserer Tochter
  • der Pinterest-Workshop am 14.04.2020
  • Arbeit Arbeit Arbeit
Ich freue mich sehr, wenn du mir auch deinen persönlichen Monatsrückblick für März schilderst. Wie ist es dir ergangen, was hast du erlebt? Was hat dir gut getan und worauf möchtest du im April achten? Schreib mir doch gerne eine E-Mail oder hinterlass mir eine Nachricht in den sozialen Medien. Ich freue mich drauf!

Pass auf dich auf und bleib gesund!