Seit Ende 2018 gibt es dieses spannende Pin-Format: Den Karussell-Pin, der Content Creator die Möglichkeit bietet, ihre Produkte oder Leistungen visuell noch ausführlicher zu präsentieren. Lange Zeit war der Karussell-Pin nur für Werbeanzeigen verfügbar.

Seit Neustem kann man den Karussell-Pin aber auch ohne Ads nutzen und da die Story Pins mit dem 22.06.2020 ausgesetzt werden, werden Karussell-Pins jetzt sicher auch für die Erstellung organischer Pins interessanter.

Ich stelle dir dieses Pin-Format ausführlich vor und freue mich, wenn du es dann auch mal für dich ausprobierst (und mich daran teilhaben lässt, wie dieses Format für dich funktioniert).

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Was ist ein Karussell-Pin?

Ein Karussell-Pin ist ein Pin mit maximal fünf Bildern, mit denen man eine Art Slideshow erstellen und bei der man durch Wischen die aufeinander folgenden Bilder anschauen kann. Es werden mehrere Grafiken zusammengefügt, die mehrere Beschreibungen und URL enthalten können. Karussell-Pins sind deshalb eine Mischung aus klassischem „statischen“ Pin und den Story-Pins (die am 22.06.2020 außerhalb der USA ausgesetzt werden – mehr Infos dazu und zu den Änderungen bezüglich Instagram findest du hier).

Der Pinterest-Nutzer sieht den Karussell-Pin im Homefeed wie einen normalen Pin, kann aber direkt im Feed schon durch die verschiedenen Bilder bzw. Grafiken blättern. Die Nutzer können auch auf das Karussell tippen und sich dann durch alle Karten und die angefügten Webseiten wischen.

Wichtig: Wenn sich jemand einen Karussell-Pin merkt, dann wird der gesamte Pin mit allen Seiten gemerkt.

Vorteile von Karussell-Pins

Der Karussell-Pin bietet dir als Content Creator die Möglichkeit, verschiedene Features eines Produkts oder Arbeitsabläufe darzustellen. Besonders im Food- und DIY-Bereich, in dem Herstellungsschritte und Arbeitsabläufe dargestellt werden, eignet sich der Karussell-Pin deshalb sehr gut. Aber auch wenn du einen Shop hast oder Hersteller von Produkten bist, kannst du deine Produkte aus verschiedenen Perspektiven darstellen.

Da die Story-Pins nun ausgesetzt sind, bieten sich Karussell-Pins als Möglichkeit an, im Rahmen einer Abfolge von Bildern eine kleine Geschichte zu erzählen. Mit 5 aufeinander folgenden Bildern lässt sich hier schon ein kleines Storytelling erzielen.

Die Vorteile von Karussell-Pins auf einen Blick

  • Schritt-für-Schritt-Anleitungen
  • Produkte aus verschiedenen Perspektiven darstellen
  • Storytelling (als „Ersatz“ für die Story-Pins)
  • 5-fache Werbefläche, da fünf Bilder zu einer Slideshow aneinandergereiht werden können

So erstellst du einen Karussell-Pin

Für die Erstellung eines Karussell-Pins brauchst du ein Unternehmenskonto, also einen Pinterest Business Account.

Bisher lassen sich Karussell-Pins nur über das Pinterest-Interface am PC und noch nicht über die Smartphone-App erstellen. Leider funktioniert auch die Erstellung über Tailwind* noch nicht – ich hoffe aber sehr, dass Tailwind diese Möglichkeit bald anbieten wird.

Pin erstellen auswählen

Im ersten Schritt gehst du entweder auf das + rechts oben oder (wie bei mir) links oben auf „Erstellen“ und wählst „Pin erstellen“ aus.

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Dann erstellst du zunächst einen ganz normalen „statischen“ Pin mit Grafik, Titel, Beschreibung und URL.

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Du solltest dabei auf folgendes achten:

  • Die Grafik sollte ein Format von 1000 x 1500 px haben. Hierbei handelt es sich derzeit um das Standardformat für Pinterest-Grafiken. Mehr dazu kannst du hier nachlesen. Alle Grafiken, die du für den Karussell-Pin nutzt, müssen die gleiche Größe haben.
  • Der Titel des Pins sollte bereits aussagekräftige Keywords enthalten
  • Besonderes Augenmerk solltest du auf die Pinbeschreibung legen. Schreibe eine mit relevanten Keywords versehene Pinbeschreibung, die sowohl gut lesbar ist als auch die wichtigen Informationen, die du vermitteln möchtest, enthält.
  • Nutze eine URL, die direkt auf den passenden Inhalt auf deiner Webseite verlinkt.

Auf das Karussell wechseln

Im nächsten Schritt klickst du unten Links auf „+ Karussel erstellen“. Damit wechselst du tatsächlich erst in die Karussell-Erstellung, denn bisher hast du nur einen normalen „statischen“ Pin erstellt.

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Sobald du in die Erstellung des Karussell-Pin gewechselt bist, erscheinen links unter der Grafik Punkte, welche die Anzahl der hinterlegten Grafiken und damit Karussell-Seiten anzeigen. Rechts unter der Grafik erscheinen Pfeile, mit denen du zwischen den verschiedenen Karussell-Seiten hin und herwechseln und Veränderungen oder Verbesserungen vornehmen kannst.

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Die Karussell-Seiten ergänzen

Jetzt fügst du bis zu fünf weitere Grafiken zu deinem Karussell-Pin hinzu. Hierfür musst du jeweils die gleiche Pin-Größe (1000×1500 px) nutzen.

Du hast jetzt außerdem die Möglichkeit, entweder den Haken bei „Gleichen Text und gleiche URL für jedes Bild verwenden“ stehenlassen oder jede Karussell-Seite mit einem neuen Pin-Titel, einer neuen Pin-Beschreibung und einer neuen URL zu versehen.

Welche Vorgehensweise sich für dich besser eignet, findest du am besten raus, in dem du beides ausprobierst. Wenn du jede Karussell-Seite nicht nur mit neuer Pin-Grafik, sondern auch mit neuem Titel, neuer Beschreibung und ggfls. Neuer URL ausstattest, kostet das auch entsprechend mehr Zeit. Allerdings hast du dadurch auch die Möglichkeit, mehr Keywords und Hashtags in deinem Pin unterzubringen.

Auf eine relevante Pinnwand pinnen

Zuletzt wählst du eine Pinnwand aus, auf die der Karussell-Pin abgelegt werden soll. Diese bleibt natürlich -unabhängig von der Anzahl der Seiten des Karussell-Pins und ob du unterschiedliche URLs verwendet hast- immer gleich, da es sich ja um einen Pin handelt.

So sieht dann der fertige Karussell-Pin in der Übersicht im Feed aus:

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Best Practices bei Karussell-Pins

Zuletzt noch ein paar best practices für Karussell-Pins, damit diese auch tatsächlich erfolgreich werden.

 

Mehrere verschiedene Seiten erstellen

Nutze unbedingt die Möglichkeit, beim Karussell-Pin alle möglichen fünf Seiten als Slideshow erstellen zu können, sprich nutze auch alle fünf Seiten aus. Mit einem Karussell-Pin, der nur aus zwei oder drei Seiten besteht, verschenkst du das Potenzial des Karussell-Pins.

 

Unterschiedliche Keywords und Hashtags nutzen

Wenn du, wie oben dargestellt, fünf verschiedene Grafiken für den Karussell-Pin verwendest, dann solltest du unbedingt den Haken bei „Gleichen Text und gleiche URL für jedes Bild verwenden“ entfernen und für jede Seite unterschiedliche Texte im Titel und in der Beschreibung verwenden, damit du möglichst viele relevante Keywords und Hashtags unterbringen kannst. Ob du auch unterschiedliche URL verwendest, richtet sich nach dem Pin-Inhalt.

 

Handlungsaufforderung (call to action) einfügen

Du kannst die verschiedenen Beschreibungen auch dazu nutzen, Handlungsaufforderungen bzw. Call-To-Actions einfügen, um die Nutzer von Pinterest direkt zu einer Handlung zu bewegen. Schreibe also gerne mal „hol dir das E-Book hier“ oder „Klick hier für mehr Infos“ oder ähnliches und probiere für dich aus, was gut funktioniert.

 

Rezension einfügen

Genauso kannst du die Beschreibungstexte auch für Rezensionen nutzen. Füge die Feedbacks deiner Kunden oder Testimonials in die Pin-Beschreibung ein, so dass die Pinterest-Nutzer, die deinen Karussell-Pin anschauen schon eine Vorstellung davon bekommen, wie es ist, mit dir zu arbeiten oder dein Produkt zu nutzen.

 

Fazit

Der Karussell-Pin ist zwar nur der „kleine Bruder“ des Story-Pins, stellt aber, nachdem der Story-Pin jetzt erst einmal ausgesetzt wurde, eine gute Alternative zu statischen Pins dar. Du kannst mehr Inhalte, mehr Grafiken, mehr Keywords und auch mehrere URLs im Vergleich zum klassischen Pin unterbringen.

Hast du schon Karussell-Pins erstellt? Wie sind deine Erfahrungen mit diesem Format? Teile es mir gerne in den Kommentaren mit!

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Ich freue mich, wenn dir dieser Artikel gefallen hat und du ihn oder die Pins teilst!

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