Offene Gestalten und dein Online-Business – das haben sie gemeinsam

Offene Gestalten und dein Online-Business – das haben sie gemeinsam

Kennst du das: Das E-Mail-Postfach qillt über, die Buchhaltung müsste unbedingt erledigt werden (und zwar die vom vorletzten Jahr) und zahlreiche administrative und organisatorische Aufgaben wären abzuarbeiten. Außerdem müsstest du noch auf den Kanälen x, y und z posten, schließlich hast du dich dort ja mal angemeldet und es könnten sich dort potenzielle Kund*innen aufhalten. Aber aus irgendeinem Grunde kannst du dich nicht aufraffen, auch nur die kleinsten dieser Aufgaben endlich zu erledigen. Dabei ist es so wichtig, diese sogenannten offenen Gestalten zu schließen. Warum das so ist und was das bedeutet? Das erfährst du hier.

Dies ist mein Beitrag zur Blogparade „Psychische Gesundheit im Online-Business“, die noch bis 22. Mai 2022 läuft.

Offene Gestalten, also unerledigte Aufgaben, im Online-Business schließen - so geht's

Was sind offene Gestalten

Kennst du den Begriff der offenen Gestalt schon? Eventuell hast du jetzt gerade eine etwas irreführende Vorstellung davon, was mit dieser Begrifflichkeit gemeint sein könnte. 

Der Begriff der “Offenen Gestalt” kommt ursprünglich aus der Gestaltpsychologie und meint unerledigte Handlungen

Anja Oschmann schreibt dazu: “In der Gestalttherapie spricht man von offenen Gestalten, wenn Dinge unerledigt bleiben, Situationen ungeklärt sind oder sie nicht erfolgreich zum Abschluss gebracht wurden. Die Gestattherapie geht davon aus, dass der Mensch immer bestrebt ist, diese offenen Gestalten zu schließen. Als offene Gestalten werden Probleme bezeichnet, die den Menschen aufgrund von gemachten Erfahrungen und Erlebnissen im Hier und Jetzt beeinträchtigen. Dabei wird Energie gebunden, welche wieder frei zur Verfügung steht, wenn “die Gestalt” wieder geschlossen wird.” [Quelle: http://www.anja-oschmann.de/wuerzburg-gestalttherapie2/]

Ich selbst habe den Begriff der offenen Gestalt zum ersten Mal in einem Onlineprogramm von Christian Bischoff gehört. In seinem Programm “Veränderung JETZT!” handelt es sich um ein digitales Umsetzungscoaching, bei dem du eine von dir gewünschte Veränderung umsetzen lernst. Dort sprach Christian Bischoff über die offenen Gestalten als unerledigte Aufgaben, die -solange wir sie nicht erledigt haben- unseren Geist unbewusst vereinnahmen und uns belasten

Dies bezog sich in diesem Zusammenhang vor allem auf den privaten Bereich. Diese offenen Gestalten, also unerledigten Handlungen, können z.B. sein

  • der längst überfällige Anruf bei der Mutter oder dem Vater
  • eine unangenehme Aussprache
  • die Erledigung der Steuererklärung
  • das Ausmisten alter Zeitschriften 
  • endlich die Babykleidung abzugeben
  • einen längst überfälligen Arzttermin vereinbaren
  • den Keller aufzuräumen

und so weiter. Oftmals sind es auch Aufgaben, die man ganz schnell in kurzer Zeit erledigen könnte. Dennoch tun wir uns schwer damit, diese Aufgaben anzupacken und abzuhaken. 

Was ist das Problem mit den offenen Gestalten?

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei dem Begriff der offenen Gestalten um einen Begriff aus der Gestaltpsychologie. Da ich keine Psychologin bin und auch ansonsten keine erweiterten Kenntnisse auf den Gebieten der Psychologie oder Gestalttherapie habe, maße ich mir nicht an, diesen Begriff in diesem Kontext zu nutzen. 

Was ich aber dennoch nutzen möchte, sind die Erkenntnisse, die ich aus dem Vorliegen bzw. der Existenz der offenen Gestalten gewonnen habe. Mir ist nämlich einiges klar geworden, nachdem ich von dem Prinzip der offenen Gestalten erfahren habe.

Zunächst habe ich mir eine Liste gemacht mit meinen offenen Gestalten. Darauf stand u.a.

  • Spielsachen aussortieren
  • Schuhe aussortieren 
  • Kleidung von Emma aussortieren und zur Kleiderstube bringen
  • Buchhaltung aufräumen und anders organisieren
  • Adventskalender Inputs erstellen
  • Bücher aussortieren
  • Balkon aufräumen

Alle diese Aufgaben (und noch viel mehr) habe ich seit 01-2022 erledigt. Warum? Weil ich das Prinzip der offenen Gestalten erkannt habe und nachdem ich die erste Aufgabe erledigt hatte, nämlich die Spielsachen auszusortieren, habe ich eine sehr große Erleichterung verspürt. Ich habe mir für jeden Tag vorgenommen, eine offene Gestalt zu schließen, als eine Aufgabe zu erledigen. Und das wurde quasi zum Selbstläufer und ich bin immer mehr ins Tun gekommen.

Alles, was du beschließt zu tun, sind Verabredungen mit dir selbst. Beschließt du, deine Schuhe auszusortieren, dann ist das eine Verabredung, die du eingegangen bist. Solange du diese Aufgabe nicht erledigst oder sie aufgibst, indem du bewusst eine neue Entscheidung triffst, ist die Verabredung “offen”. Sie bindet deine Energie und deine Aufmerksamkeit. Sie läuft dir quasi nachts über die Bettdecke und ruft in dein Unbewusstsein, dass sie noch erledigt werden will.

Eine offene Gestalt zu schließen bedeutet also, diese Aufgabe abzuschließen und seinen Fokus, seine Energie und sein Unterbewusstsein auf etwas Neues ausrichten zu können. 

Wo können sich offene Gestalten im Business zeigen?

Die offenen Gestalten tummeln sich natürlich nicht nur im Privatleben herum sondern auch oder vor allem in unserem Business. Sie begegnen uns in Form von vielen unerledigten Aufgaben und in unserer täglichen Arbeit.

Im Online-Business sind es vor allem Aufgaben wie

  • Erledigung der Umsatzsteuervoranmeldung
  • Abgabe der Steuererklärung
  • Buchhaltung 
  • das Bespielen von Social Media Kanälen
  • das Erstellen von Content in Form von Blogartikeln oder Podcast-Episoden

Horch mal in dich hinein: solange diese Aufgaben unerledigt sind, beschäftigen sie nicht auch deine Gedanken, deine Wahrnehmung und hängen dir nach? 

Für dein Business bedeutet das, dass du bewusst oder unbewusst gedanklich um Themen und Aufgaben kreist und ständig das Gefühl des “eigentlich müsste ich…”, “eigentlich sollte ich…” und “oje, das muss ich auch noch…” vorhanden ist. 

Auch wenn ich keine Psychologin oder Therapeutin bin weiß ich, dass diese Belastung zu sehr viel mehr führen kann, als zu einem schlechten Gefühl. Sind es nicht gerade diese unerledigten Aufgaben, die uns an den Rande oder vielleicht bis in den Burnout führen können?

So kannst du offene Gestalten im Business schließen

Was also kannst du jetzt tun, um zunächst die offenen Gestalten zu ermitteln und sie dann zu schließen?

Aus meinen Augen ist es ein Dreiklang, der dich dabei unterstützen kann:

Ermittle deine offenen Gestalten

Zunächst einmal geht es darum, überhaupt zu erkennen, was deine offenen Gestalten sind. Du kannst sie auch unerledigte Aufgaben, offene Baustellen oder ToDo’s nennen. Darauf kommt es im Ergebnis nicht an. 

Nimm dir die Zeit und schreibe alles auf, was du erledigen willst oder was du schon lange erledigen wolltest. Das wird vermutlich eine richtig lange Liste mit Dingen wie PC aufräumen, Buchhaltung machen, einen Beitrag auf LinkedIn erstellen usw. Schreib alles ungefiltert auf einen Zettel nieder. 

Du kannst hierfür auch hervorragend ein Tool wie z.B. Mindmeister nutzen. Das mache ich mit meinen Kundinnen in meinem 10-Wochen-Programm “Alles im Griff”. Dort setzen wir uns zusammen hin und machen eine Bestandsaufnahme in Form einer Mindmap. Die offenen Gestalten aka unerledigten Aufgaben tauchen dabei wie von selbst auf. 

Triff eine Entscheidung bezüglich der offenen Gestalten

Dann geht es darum, eine Entscheidung zu treffen. Das ist übrigens der Punkt, der meinen Kundinnen mit am schwersten fällt. Es geht nämlich darum, die offenen Gestalten in zwei Kategorien einzuteilen:

  1. Offene Gestalten, die du schließen möchtest
  2. Unerledigte Aufgaben, die du bewusst aufgibst

Letzteres ist aus meiner Sicht der Dreh- und Angelpunkt. Bei jeder meiner Kundin konnte ich in den 1:1 Meetings mindestens einen Social-Media-Kanal ausmachen, bei dem sie mal ein Profil angelegt und diesen Kanal dann nie wieder bespielt haben. Auch dies ist eine offene Gestalt. Etwas, was einen unterbewusst beschäftigt. Etwas, was man “eigentlich erledigen müsste…”. 

Triff eine Entscheidung. Und das kann auch bedeuten, das man etwas bewusst nicht mehr machen will. Das man sich dagegen entscheidet, diesen Kanal nicht (mehr) zu bespielen. 

In meinem Blogartikel “Trau dich, Dinge in deinem Online-Business NICHT zu tun” kannst du dazu noch mehr lesen, wenn du magst.

Fange an, die offenen Gestalten zu schließen

Und dann geht’s an die Arbeit. Die offenen Gestalten, die noch auf deiner Liste stehen, wirst du jetzt abarbeiten. Eine nach der anderen. Sie werden zu deiner To Do Liste. Schritt für Schritt nimmst du dir eine unerledigte Aufgabe nach der anderen vor und arbeitest sie ab. Eine pro Tag. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Klingt unsexy, ich weiß. 

Ich weiß aber auch, wie gut es sich anfühlt, offene Gestalten zu schließen. Dinge zu erledigen, die man schon lange vor sich herschiebt. Vielleicht merkst du auch während der Erledigung, dass vieles viel schneller abläuft und du den Haken dahintersetzen kannst, als du dachtest. Denn wenn es einfach nur noch ums Abarbeiten geht, dann spielt dir der Kopf vielleicht auch nicht mehr so große Streiche, was Perfektionismus & Co. angeht. 

Deinen chaotischen und überfüllten Schreibtisch aufzuräumen oder endlich die Buchhaltung zu erledigen führt auch dazu, dass du stolz darauf bist, etwas erledigt zu haben. Es wirkt sich also auch positiv auf deine Psyche aus. 

Also, worauf wartest du noch? Schließe die offenen Gestalten und verschaffe dir das Gefühl, endlich in deinem Business wieder durchatmen zu können. 

Du musst die offenen Gestalten nur finden, kategorisieren und abarbeiten. Viel Erfolg dabei!


Deinen einzigartigen Wunschkunden definieren – so geht’s richtig

Deinen einzigartigen Wunschkunden definieren – so geht’s richtig

Die Zielgruppe festlegen? Den Wunschkunden definieren? Sowas brauche ich nicht. Und außerdem will ich mich nicht einschränken lassen. Ich kann mit meinem Angebot jedem helfen! Arrrrgh da rollen sich mir ein kleines bisschen die Zehennägel auf. Stimmt das wirklich, dass du mit deinem Angebot JEDEM helfen kannst und ist es überhaupt sinnvoll, das auch zu wollen? Warum also überhaupt einen Wunschkunden definieren?

Versteh mich nicht falsch, ich habe am Anfang genau so gedacht – oder fast. Ich bin als Virtuelle Assistentin für Podcast Service, Pinterest Marketing und Backoffice gestartet. Ungefähr einen Monat lang. Dann war mir schon klar, dass die Dinge wenig miteinander zu tun haben und ich wahrscheinlich auch ganz unterschiedliche Menschen ansprechen will und sollte, nämlich

  • den coolen Podcaster, der seine Episoden geschnitten haben will, 
  • die Selbständige, die Pinterest nutzen will, um Traffic auf ihre Website zu bringen und
  • gefühlt alle anderen, denn Backoffice „fällt ja bei jedem an“. 

Das hat sich ca. einen Monat angefühlt wie eine sichere Bank. Denn ist es taktisch klug, sich bei der Zielgruppe oder dem Wunschkunden einzuschränken? Muss das überhaupt sein? Und was genau ist der Unterschied zwischen einer Zielgruppe und einem Wunschkunden. Wie definiert man den Wunschkunden richtig? Das alles erfährst du in dieser Anleitung.

Wunschkunden-definieren-so-umgehst-du-eine-Marketing-Bruchlandung

Hinweis: Auch wenn ich viel davon halte, in meinen Texten grundsätzlich zu gendern, habe ich mich für diesen Artikel entschieden, von „dem Wunschkunden“ zu sprechen.

Kenne deinen Wunschkunden

Wofür ist es denn überhaupt wichtig, seine Zielgruppe oder seinen Wunschkunden zu kennen und worin bestehen die Unterschiede zwischen Zielgruppe und Wunschkunde?

Wenn du dir überhaupt keine Vorstellung über deine Zielgruppe oder deinen Wunschkunden machst, dann führt das dazu, dass du mit großer Wahrscheinlichkeit mit deinem Marketing eine Bruchlandung hinlegst. 

Die Chancen, dass du dann 

  • entweder nur von deinen Wünschen und Vorlieben ausgehst (statt denen deiner Kunden) oder
  • einfach alles und jeden ansprechen willst, weil das könnten ja alles potentielle Kunden sein

sind einfach zu groß. 

Dein Marketing ist ungenau, du benutzt nicht die Worte und Ausdrücke, die deine Kund*innen nutzen würden und dein hart erarbeiteter Content verpufft einfach so und deine Angebote werden nicht wahrgenommen. 

Wenn du wissen möchtest, wie du Angebote richtig erstellen kannst im Online-Business und warum kein Angebot auch keine Lösung ist, dann schau gerne in diesen Blogbeitrag. Dort erläutere ich dir genau, worauf du bei der Erstellung von Angeboten achten solltest.

Zielgruppe oder Wunschkunde – was ist der Unterschied?

Was ist denn aber eigentlich der genaue Unterschied zwischen einer Zielgruppe und einem Wunschkunden und wie wirkt sich das auf deine Kommunikation aus?

Per Definition ist eine Zielgruppe die “Gesamtheit aller effektiven oder potenziellen Personen, die mit einer bestimmten Marketingaktivität angesprochen werden sollen.” [Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon]. Zielgruppen sind also z.B. Frauen oder Männer, Nutzer bestimmter Medien, Veganer oder Vegetarier, Mütter, Väter, Selbständige, Unternehmer, Angestellte. 

Und ein Wunschkunde? Ein Wunschkunde, auch Kundenavatar oder Persona genannt, ist eine tatsächliche oder fiktive Person, die als Vorbild bzw. stellvertretend für eine ganze Zielgruppe für unser Marketing steht und genauer definiert wird hinsichtlich demographischer, soziographischer und weiterer Merkmale.

Kurz gesagt pickst du dir beim Wunschkunden eine Person aus deiner Zielgruppe heraus, definierst sie genauer und nutzt sie als “Ansprechpartner” für dein Marketing

Warum ein Wunschkunde einer Zielgruppe vorzuziehen ist

Du merkst vielleicht selbst, eine Zielgruppe kann eine sehr große Anzahl von Menschen enthalten und sehr ungenau sein. Diese Zielgruppendefinition beschränkt sich nämlich klassischerweise auf folgende Kriterien:

  • Geografisch: Land, Region, Stadt, etc.
  • Demografisch: Alter, Geschlecht, Familienstand, etc.
  • Soziografisch: Einkommen, Bildungsstand, Berufstätigkeit, etc. 

Selbst die Lieblingsantwort vieler meiner Kundinnen “Meine Zielgruppe sind selbständige Frauen zwischen 30 und 50, die [hier kommt ihr jeweiliges Thema rein] brauchen” macht es nicht sehr viel besser. 

Beispiel

Um das Problem deutlicher zu machen, gibt’s hier ein kleines Beispiel zweier selbständiger Frauen zwischen 30 und 50:

Annika Perlbach, wohnhaft in Wipperfürth, Angestellte in Elternzeit und nebenberuflich selbständig, 35 Jahre alt, verheiratet, Mutter, Jahreseinkommen ca. 40.000 €. Annika ist naturverbunden und tierlieb. Sie geht in ihrer Mutterrolle komplett auf und bemüht sich jetzt in der Elternzeit auch noch ihr nebenberufliches Business zu wuppen. Sie will Mütter dabei unterstützen, gelassener im Mamaalltag zu bleiben. In ihrer Freizeit verbringt sie viel Zeit mit ihren zwei Kindern. Für Hobbies fehlt ihr tatsächlich die Zeit. Ihren Urlaub verbringt sie am liebsten in Deutschland an der Ostsee auf dem Campingplatz. Ihren Mann kennt Annika seit der Schulzeit. Sie sind seit 12 Jahren verheiratet und verbringen viel Zeit miteinander. 

oder

Natascha Trunk, wohnhaft in München, Selbständige und Unternehmerin, 45 Jahre alt, verheiratet, Jahreseinkommen ca. 120.000 €. Natascha ist eine echte Macherin und mag es überhaupt nicht, wenn ihr Dinge nicht gelingen. In ihrer Freizeit reist sie gerne, spielt Tennis und trifft sich mit Freundinnen. Sie liebt es, mehrmals im Jahr auf Workations zu sein und ganz in ihrem Business aufzugehen. Da ihre Kinder inzwischen erwachsen sind, unternehmen sie und ihr zweiter Ehemann viele Reisen auch gerne in ferner Länder. 

Das Problem der Zielgruppe

Du merkst vielleicht schon: Die Zielgruppe an sich kann also nicht wirklich gut dazu dienen, den richtigen Content und die perfekten Angebote zu erstellen, denn schon diese beiden fiktiven Personen sind trotz der geografischen, demografischen und soziografischen Vorgaben so unterschiedlich, dass man sie nicht zusammen in einen Topf werfen kann

Da ist die Möglichkeit, sich einen Wunschkunden zu erstellen, schon sehr viel besser. Denn hier kommen noch weitere Merkmale außer der vorgenannten Kriterien hinzu, mit denen du deinen Wunschkunden definieren kannst, und zwar genauer als bei der Zielgruppe. 

Solche Merkmale können sein

  • Interessen
  • Hobbies
  • Werte
  • Wünsche
  • Träume
  • Ängste
  • Lebensführung
  • Probleme und Fragen (hinsichtlich deines Angebots)

Wunschkunden definieren Schritt für Schritt

Jetzt geht es ins Eingemachte. Deinen Wunschkunden definieren, also der Person, mit der dir das Arbeiten richtig Spaß macht, Leben einzuhauchen, auch das sollte dir Spaß bereiten. Nimm dir Zeit dafür und mache es dennoch nicht zu schwierig. Wenn du bestimmte Merkmale nicht benennen kannst, ist das vollkommen okay.

Vielleicht hast du ja das große Glück und hast schon mit Personen gearbeitet, die deinem Wunschkunden ziemlich nah kommen. Dann notiere dir mal bestimmte Merkmale, die bei all diesen Personen aufgetreten sind. Auch das kann dir helfen, deinen Wunschkunden zu definieren. Solche Hinweis können z.B. sein:

  • wie war die Zusammenarbeit
  • wie haben sie auf Angebote reagiert
  • wie hat die Kommunikation funktioniert
  • was hast du als besonders angenehmen in der Zusammenarbeit empfunden
  • mit welchen Fragen sind sie auf dich zugekommen
  • welche Hoffnungen und Wünsche hatten sie

Und jetzt geht es darum, genau eine Person mit folgenden Merkmalen zu erstellen. Wichtig ist: Die Merkmale sollen dir als Hinweise dienen. Häng dich nicht zu sehr an einzelnen Punkten auf. Versuche aber dennoch, eine “konkrete Person” zu erschaffen.

Schnapp dir also gerne ein Blatt Papier und mach dir Notizen. Ersatzweise kannst du dir auch hier eine Vorlage für die Definition deines Wunschkunden herunterladen (bitte ausdrucken und handschriftlich ausfüllen – ich glaube an die Magie der Handschrift).

Name, Alter, Geschlecht, Familienstand

Zunächst fangen wir mit den “hard facts” an. Was ist das für eine Person, mit der du zusammenarbeiten möchtest? Gib ihr gerne einen Namen. Wie alt ist sie (keine Altersspanne), möchtest du lieber mit Frauen oder Männern zusammenarbeiten, ist dein Wunschkunde weiblich oder männlich (oder divers). Außerdem solltest du Informationen hinzufügen, welchen Familienstand die Person hat und ob sie Kinder hat (ggfs. in welchem Alter). 

Wohnsituation, Finanzen, Beruf

Dann kümmern wir uns um Wohnort, Wohnsituation, die Finanzen und den Beruf. Schreib alles auf, was dir die Person näher bringt: Wie lebt dein Wunschkunde? Ist sie ein Stadtmensch oder lebt sie auf dem Land. Wie schaut ihre finanzielle Situation aus und welchen Beruf übt sie aus. Wie erfolgreich ist sie darin?

Interessen, Hobbies, Werte

Wir verlassen nun die klassische Zielgruppendefinition und kommen zu richtig spannenden Kriterien. Jetzt geht es ans Wunschkunden definieren anhand der kommenden Kriterien, z.B. welche Interessen, Hobbies und Werte dein Wunschkunde hat.

Achte hier insbesondere darauf, dass du keine Kopie von dir selbst niederschreibst (außer natürlich, du möchtest mit Menschen zusammenarbeiten, die 1:1 genauso sind, wie du selbst). Insbesondere bei den Werten können sich da ganz andere Dinge ergeben. Horch da in dich rein, was ihr wichtig sein sollte, damit sie dein Wunschkunde sein kann oder ob es auch Punkte oder Eigenschaften bzw. Werte gibt, die für dich ein “no-go” wären. 

Wünsche, Träume, Ängste

Auch ein spannendes Thema beim Wunschkunden definieren, welches insbesondere auch bei der Erstellung deiner Angebote relevant wird: Welche Wünsche, Träume und Ängste hat dein Wunschkunde? Was treibt sie um. Wovon hätte sie gerne mehr, wovon weniger? 

Welches konkrete Problem hat dein Wunschkunde?

Nun geht es darum, welches konkrete Problem die Person hat. Was könnte es für ein Thema sein, mit dem diese Person zu dir kommt. Bleib dabei nicht an der Oberfläche. Wenn dir dein Wunschkunde z.B. sagt, sie wünscht sich mehr Kund*innen, dann ist damit gemeint: Ich will mehr Umsatz machen. Schau also genau hin, ob die Person sich mehr von etwas wünscht (also z.B. Umsatz) oder weniger von etwas haben möchte (z.B. Gewicht verlieren).

Deinen Wunschkunden definieren bedeutet auch, konkret zu werden!

Warum bist du die richtige Person, um das Problem zu lösen?

Jetzt heißt es “Butter bei die Fische”: Dein Kundenavatar ist quasi fertig. Aber jetzt kommt die Frage aller Fragen: Warum bist du die richtige Person, um das Problem zu lösen? Warum soll oder kann dein Wunschkunde nicht zu jemand anderen gehen? Was ist dein sogenannter USP (unique selling point), also was macht dich besonders im Vergleich zu anderen Anbieterinnen. Schreib alles auf, was dir einfällt, warum du genau die richtige für den Job bist.  

Unklar? Sprich mit den Menschen

Du kommst nicht so richtig weiter bei der Erstellung deines Wunschkunden? Ja das kann passieren, vor allem dann, wenn du noch nicht mit so vielen tollen Kund*innen zusammengearbeitet hast. Aber dafür gibt’s ja Möglichkeiten, sich umzuhören. Jedenfalls solltest du nicht raten, was die Menschen für Probleme haben

Sprich mit den Menschen, nutze Umfragen (z.B. in deinem Newsletter) oder Interviews (diese Möglichkeit habe ich z.B. genutzt, um mein Angebot “Alles im Griff – Das Programm” zu erstellen). Geh in den Austausch und schreib dir alles auf, was die Menschen dir sagen. Das sind wertvolle Worte, die du dann z.B. auch bei der Contenterstellung oder bei der Angebotserstellung wiederverwenden kannst 

Wichtiger Tipp bei der Definition deines Wunschkunden

Es gibt auch Stimmen die sagen, dass es nichts bringt, sich seinen Wunschkunden zu definieren, denn damit würde man sich quasi eine*n Kund*in backen, die es so nicht gibt. 

Das ist isoliert betrachtet ein guter Einwand. Deshalb möchte ich dir zum Abschluss der Definition deines Wunschkunden noch einen Tipp mitgeben:

Dein Wunschkunde ist nicht in Stein gemeißelt und nur weil es jetzt diese Person gibt, heißt das nicht, dass du andere Personen, die von dieser Person abweichen, ausschließt. Dein Kundenavatar soll dir nur eine konkrete Vorstellung von deinen Wünschen vermitteln und dir insbesondere die Erstellung von Angeboten und Content erleichtern. 

Aus eigener Erfahrung weiß ich nämlich, dass wenn du deinen Wunschkunden definiert hast und du z.B. Content in Form eines Blogartikels produzierst und dir dabei vorstellst, du würdest ihn für diese Person schreiben, du dich wahrscheinlich um einiges leichter tust, die richtigen Worte zu finden. Außerdem gibt es ja noch folgende Marketing-Weisheit:

Wer alle ansprechen will, spricht niemanden an!

Meine Wunschkundin ist Marie. Ich habe noch nie mit einer Marie zusammengearbeitet oder mit einer Person, die ganz genau Maries Merkmalen entspricht. Aber ich habe schon mit ganz vielen tollen Frauen zusammengearbeitet, mit denen ich jederzeit wieder zusammenarbeiten würde. Und all diese tollen Frauen machen Marie zu meiner Wunschkundin, denn ich überarbeite meinen Kundenavatar auch immer mal wieder. Und das solltest du auch tun. 

Dadurch, dass ich meine Marie habe, fällt es mir viel leichter, Blogartikel wie diesen zu schreiben, also Content zu erstellen. Dazu zählen auch Posts auf Social Media oder mein wöchentlicher Newsletter. Ich stelle mir beim Schreiben diese eine fabelhafte Person vor, der ich mit meinem Content weiterhelfen will und kann. Deshalb ergibt es für mich schon Sinn, einen Wunschkunden zu definieren.

Nutze also deinen Kundenavatar als Möglichkeit, dir die Arbeit zu erleichtern, indem du mit diesem Kundenavatar eine klare Vorstellung kreierst. Lass dich nicht begrenzen sondern begreife die Definition deines Wunschkunden als Chance, den richtigen Content und die richtigen Angebote für genau die richtige Person zu erstellen. 

Viel Spaß damit!

Hier findest du noch einmal die Vorlage, mit der du dir deinen Wunschkunden definieren kannst. 

Angebote richtig erstellen für dein Online-Business: Kein Angebot ist auch keine Lösung

Angebote richtig erstellen für dein Online-Business: Kein Angebot ist auch keine Lösung

Auf die Frage nach ihren Angeboten reagieren viele Selbständige und Unternehmerinnen mit einem enttäuschten bis entnervten Achselzucken. Das Thema “tolle Angebote kreieren” oder “Angebote richtig erstellen” ist für viele ein sehr schwieriges, weil auch unbekanntes und neues Thema. Die meisten der Selbständigen kommen aus einem Angestelltenverhältnis oder sogar -wie ich- aus einem Beamtenverhältnis. Da hat man mit der Erstellung von Angeboten wenig bis gar nichts zu tun. Woher soll man also wissen, wie genau man ein Angebot richtig erstellt und es dann auch noch ansprechend positioniert?!

Meist geht also mit der Erstellung von Angeboten eine gehörige Portion Überforderung einher: Was ist ein gutes Angebot, wie viele Angebote brauche ich und wie kann ich das Angebot oder die Angebote am besten meinen potenziellen Kund*innen anbieten sind nur einige der Fragen, die sich die Selbständigen oft stellen. 

In diesem Blogartikel geht es also vor allem um die Frage, wie du ein tolles Angebot in deinem Online-Business erstellst und warum kein Angebot auf der Website zu haben auch keine Lösung ist. 

Angebote richtig erstellen – fokussiere dich

Ich kenne natürlich, genauso wie du wahrscheinlich auch, das Gefühl, dass ich mindestens 1000 Ideen für Angebote und Produkte habe, die ich am allerliebsten direkt alle anbieten möchte. Schließlich braucht die Welt da draußen meine Angebote. Also werden auf Teufel komm raus neue Angebote kreiert und sich dann gewundert, dass niemand zuschlägt.

Deshalb-ist-kein-Angebot-auf-der-Website-zu-haben-auch-keine-Loesung-Angebote-richtig-erstellen

Die Gefahr des Bauchladens

So funktioniert es leider nicht. Das führt nämlich in der Regel zum sogenannten Bauchladen, einer Ansammlung von vielen unterschiedlich mehr oder weniger ausgereiften Angeboten. Da ist für den Betrachter von außen oft gar nicht mehr erkennbar, wofür du stehst und was dein eigentliches Business-Thema ist. Wie aber kannst du jetzt deine Angebote richtig erstellen und was ist die richtige Menge an Angeboten?

Fokus auf ein Angebot oder wenige aufeinander aufbauende Angebote

Wie wäre es, wenn du dich zunächst auf ein Angebot fokussierst? Ich kann den Aufschrei fast hören. Das geht nicht! Alle meine Ideen sind gut und werden von der Welt da draußen gebraucht! Vielleicht sucht ja jemand gerade Angebot B, was ist, wenn ich nur Angebot A anbiete?

Ich würde mal behaupten, das ist Berufsrisiko. Sorry, aber da sind wir wieder bei dem Punkt mit dem Bauchladen. Du kannst und du solltest nicht für jede Eventualität etwas auf Lager haben sondern dich auf weniger aber dafür gute Angebote fokussieren und weniger, dafür aber die richtigen Angebote erstellen.

Das hat übrigens auch bei der Vermarktung deines Angebots einen großen Vorteil: Es macht einen Unterschied, ob du über ein Angebot sprichst, es von allen Seiten beleuchten und darstellen kannst oder ob du das parallel bei mehreren Angeboten versuchst. Glaub mir, das funktioniert nicht. Die Konzentration auf ein Angebot bündelt auch deine Energien für die Vermarktung dieses einen Angebotes. Und wenn das läuft kannst du dich ja gerne einem weiteren Angebot zuwenden.

Der Wunsch deiner potenziellen Kund*innen

Wie findest du denn jetzt heraus, welches das richtige Angebot ist und welche Angebote (zur Zeit) noch nicht gebraucht werden? Raten ist da nicht die allerbeste Möglichkeit, um herauszufinden, welches das richtige Angebot sein könnte. Auch dein Bauchgefühl ist kein guter Ratgeber. Jedenfalls nicht an dieser Stelle.

Eine aus meiner Sicht gute Idee ist es immer, sich am Wunsch deiner potenziellen Kund*innen zu orientieren. Wo drückt der Schuh deiner Wunschkund*innen? Welche Fragen stellen sie dir? Welche Lösungen erhoffen sie sich? Wenn du dir diese Fragen stellst, dann bist du dem richtigen Angebot schon auf der Spur. Arbeite ganz genau heraus, womit du den Interessent*innen helfen könntest. Und dann frage potenzielle Kund*innen, wie ihnen deinen Angebot gefällt, bitte um Feedback. So findest du heraus ob du wirklich dabei bist, das richtige Angebot zu erstellen.

Erstelle ein erkennbares Angebot

Bist du auch schon mal auf Websites gewesen und hast das dort angepriesene Angebot nicht verstanden? Bitte mach es deinen Interessent*innen nicht so schwer!

Angebot klar formulieren

Wenn du ein Angebot erstellst, dann formuliere es so klar wie möglich. Hol dir hier gegebenenfalls Hilfe von einem Copywriter, also einem Werbetexter. Es ist wichtig, dass der oder die Interessent*in versteht, was genau das Angebot ist, was in der Leistung inkludiert ist und welche Lösung oder welches Ergebnis er oder sie erwarten darf. 

Wenn dein*e Interessent*in das nicht erkennen kann, wird er oder sie nicht kaufen. Ende der Geschichte.

Biete nicht zu viele Optionen deines Angebotes an

Auch das habe ich schon ganz häufig gesehen: Es gibt gefühlt 232912 verschiedene Varianten einer Dienstleistung oder eines Angebotes. Die potenziellen Kund*innen sollen dann selber entscheiden (dürfen), welches Angebot sie annehmen wollen, um eine Lösung für ihr Problem zu bekommen. 

Hier hast du es dir aber vermeintlich leicht und deinen Kund*innen unnötig schwer gemacht. Womit du das Problem deine*r Kund*in löst, welches also das richtige Angebot oder die richtige Dienstleistung für sie ist, das zu entscheiden ist deine Aufgabe, nicht ihre. Im Zweifelsfalle sind sie auch gar nicht in der Lage, das zu entscheiden, weil sie nicht wissen, welche Dienstleistung das gewünschte Ergebnis erbringt. Genauso wenig können sie entscheiden, ob es dafür 1, 5 oder 10 Stunden braucht. 

Auch wenn ich ein großer Fan von Paket-Angeboten im Gegensatz zu Stunden-Angeboten bin: Du entscheidest, wie die Lösung aussieht. Biete auch nur diese an.

Weise deutlich auf dein Angebot hin

Eine Angebotsseite ist nicht die einzige Webseite, auf der du über dein Angebot sprechen darfst. Hast du einmal ein Angebot erstellt, so kannst und solltest du auch an anderen bzw. verschiedenen Stellen deutlich auf dieses Angebot hinweisen

So bietet sich dafür schon der Header oder ein andere Teil deiner Startseite an. Außerdem kannst du über bestimmte Angebote auch im Blogartikel sprechen, wenn es zum Thema des Artikels passt. Hier kommt es natürlich auch darauf an, ob es sich eher um ein niedrig- oder höherpreisiges Angebot handelt. 

Außerdem darfst und solltest du auch Social Media Kanälen wie Instagram, Facebook oder LinkedIn darüber sprechen, womit du deinen potenziellen Kund*innen Lösungen anbietest. Und last but not least gibt es da auch noch das Email-Marketing. Erzähl unbedingt auch deiner Community im Newsletter davon, wenn du ein neues tolles Angebot für sie kreiert hast. Sie sind übrigens die wärmste Zielgruppe, die du hast, denn sie folgen dir schon durch das Abonnement deines Newsletters und sind deshalb besonders an dir und deiner Arbeit interessiert. 

Kein Angebot auf der Website ist auch keine Lösung

Puuuuuh, wenn ich sehe, dass sich auf einer Website gar kein Angebot findet, dann fühle ich mich so:

Aus meiner Sicht gibt es nicht einen einzigen plausiblen Grund, kein Angebot auf der Website zu haben. 

Stell dir mal vor, jemand hat von dir gehört oder folgt dir schon eine Weile. Das Thema, mit dem du unterwegs bist, ist gerade sehr relevant für diese Person geworden. Nun möchte sich diese*r Interessent*in informieren, wie er oder sie mit dir zusammenarbeiten kann und dann…NICHTS. Kein Angebot. Keine Möglichkeit, Geld bei dir auszugeben. 

Das ist, als wenn du zu Aldi gehst und die Regale sind komplett leer. Es gibt kein einziges Produkt, welches du kaufen kannst. Das ist irgendwie enttäuschend. Und war passiert dann? Die Person geht zu LIDL. Oder REWE. Und du bist raus. Außerdem merken sich Menschen diese Enttäuschung viel eher und höchstwahrscheinlich besucht die Person nicht so schnell deine Website wieder. 

Also bitte: Stell ein Angebot auf deine Website. Nicht irgendein Angebot. Aber mach es nicht zu kompliziert. Erstelle ein Angebot, welches die Möglichkeit bietet, dich und deine Arbeitsweise kennenzulernen. Dein kein Angebot auf der Website zu haben führt nur dazu, nichts zu verkaufen und potenzielle Käufer*innen zu vergrätzen. Nicht gut. 

Falls du noch mehr zu dem Thema lesen, warum Interessent*innen nicht bei dir kaufen, dann schau doch in diesen Blogartikel: 7 Gründe, warum die Menschen nicht bei dir kaufen

So kannst du also Angebote richtig erstellen

  • Achte darauf, dass du nicht zuviele verschiedene Angebote oder Dienstleistungen anbietest
  • Lege deinen Fokus darauf, ein wirklich gutes Angebot zu erstellen
  • Beachte bei der Erstellung deines Angebots die Wünsche, Nöte und Sorgen deiner Wunschkund*innen
  • Erstelle ein erkennbares Angebot, indem du es klar formulierst, nicht zu viele Optionen anbietest und immer wieder deutlich auf dein Angebot hinweist
  • Kein Angebot auf deiner Website zu haben ist keine Lösung, denn so verkaufst du nichts und vergräulst noch potenzielle Käufer*innen

Mehr Leichtigkeit im Online-Business – die 9 besten Tipps

Mehr Leichtigkeit im Online-Business – die 9 besten Tipps

Leichtigkeit im Online-Business, das wünscht sich wahrscheinlich jede Selbständige oder Unternehmerin, wenn sie an ihr Business denkt. Leider ist von dieser viel gepriesenen Leichtigkeit oft nichts zu spüren, denn die Tage im Business sind geprägt von Aufgaben und To Do’s, von ganz viel Arbeit und noch mehr Social Media Kanälen, die bespielt werden wollen. 

Wie soll das denn jetzt funktionieren mit dieser berühmten “Leichtigkeit im Online-Business”? Das Business fühlt sich nämlich ziemlich anstrengend und ganz und gar nicht leicht an. Hier habe ich dir 9 Tipps für mehr Leichtigkeit im Online-Business mitgebracht. Vielleicht sind Anregungen für dich dabei, wo du beginnen kannst, auch dein Online-Business ein bisschen leichter und entspannter zu gestalten.

Mehr-Leichtigkeit-in-deinem-Business-so-gehts

Organisiere dich und gib deinem Arbeitstag Struktur

Ich habe es probiert, einfach in den Tag hinein zu leben und zu arbeiten. Also bei mir funktioniert es nicht. Ohne eine gewissen Monats-, Wochen- und Tagesplanung schaffe ich weitaus weniger, als wenn ich mir diese Zeit nehme und meine Aufgaben strukturiere. Aus diesem Grunde rate ich auch dir von Herzen: Organisiere dich und gib deinem Arbeitstag Struktur. 

Du brauchst auch keine Angst zu haben, dass dir mit Organisation und Struktur deine Leichtigkeit im Online-Business verloren gehen könnte. Ganz im Gegenteil. Du wirst merken, dass du sehr viel Zeit einsparst, wenn du dir einmal Gedanken über deine Aufgaben und ToDo’s machst und sie dann einfach abarbeiten kannst, als wenn du jedes Mal neu überlegst, was jetzt ansteht. 

Welche Tools du dafür verwendest, bleibt natürlich ganz dir überlassen. Ich habe – auch dank Claudia Kauscheder – die besten Erfahrungen mit Trello gemacht. Ich liebe dieses Tool und die 1-Minute-ToDo Liste nach Linnenberger. Wenn du mehr dazu erfahren möchtest, kannst du gerne bei Claudia im auf https://abenteuerhomeoffice.at nachschauen. Dort findest du auch den “Selbstmanagement mit Trello”-Kurs.

Natürlich kannst du dir auch eine einfache To Do Liste auf Papier erstellen oder Zeitblöcke in deinen Kalender eintragen. Wichtig ist eben nur, dass du dir einmal Gedanken machst und nicht jedes Mal wieder überlegen musst, wie du deine nächste Priorität setzen solltest.

Konzentriere dich auf weniger aber guten Content

Ich sehe so viele Selbständige, die sich komplett an der Contenterstellung aufreiben. Noch mehr Blogartikel schreiben, noch zusätzlich einen Podcast erstellen und YouTube-Videos aufnehmen, täglich mehrmals auf Social Media aktiv sein. 

Ich verstehe das sehr gut, schließlich ist Content King. Andererseits schwingt bei vielen vielleicht auch und gerade hinsichtlich Aktivitäten auf Social Media Kanälen das Gefühl mit, dass wenn sie irgendetwas davon weglassen würden, vielleicht der Kunde hinter genau dieser Ecke hätte gelauert haben könnte. 

An diese Theorie glaube ich persönlich nicht und kann dich nur darin bestärken: Suche dir lieber weniger Content-Teile und Social Media Kanäle heraus und bespiele diese mit einer ordentlichen und regelmäßigen Frequenz. Du erreichst mehr, wenn du regelmäßig Blogartikel erstellst, als wenn du mal bloggst, mal einen Podcast aufnimmst und dann mal wieder ein Video oder zwischenzeitlich mehrere Wochen Pause einlegst, weil du es einfach nicht mehr schaffst. 

Es ist schier nicht möglich, sich aufzuteilen. Auch da ist Fokus und Prioritäten setzen angesagt.

Verknüpfe das miteinander, was du schon hast

Du hast sicher schon ganz viel auf deiner Website gemacht, hoffentlich Angebote eingestellt und Content erstellt. Außerdem hast du vielleicht ein E-Mail-Marketing und bist auf einem oder mehreren Social Media Kanälen aktiv. 

Gibt es denn auf deinen Kanälen eine Verbindung untereinander? Gibt es die Möglichkeit in deinem Blogartikel, Teil deines Newsletter-Verteilers zu werden? Erzählst du von deinen Angeboten nicht nur auf der Angebotsseite? 

Sorge dafür, dass du die einzelnen Bausteine, die es in deinem Business schon gibt, gut miteinander zu verbinden, um deinen Außenauftritt zu stärken und deine Aktivitäten möglichst effizient auszunutzen. Auch das führt zu mehr Leichtigkeit in deinem Online-Business, da du alle Aktivitäten bestmöglich ausnutzt und weniger machen musst.

Alles-im-Griff-das-Programm-Interesse-Blog

Weiche shiny objects gekonnt aus

Kennst du diese gemeinen “shiny objects”, die man ganz häufig am Wegesrand findet? Ein super ansprechendes kostenfreies Angebot hier, ein toller Onlinekurs, der scheinbar alle Probleme löst, dort. Ich will ehrlich sein: Ich bin davor auch nicht gefeit. 

Meist springe ich aber schneller auf diese sogenannten “shiny objects” an, wenn mir selbst die klare Linie in meinem Business fehlt. Wenn ich keinen Fahrplan habe, in dem ich meine Prioritäten für die nächsten Tag und Wochen festgehalten habe. Dann lasse ich mich ganz schnell ablenken und erhoffe mir eine leichtere Lösung für meine aktuellen Aufgaben irgendwo da draußen.

Weiche diesen shiny objects gekonnt aus und fokussiere dich auf dich. Mit diesem Fokus merkst du auch die Leichtigkeit, die du dir für dein Business wünscht. Noch mehr Challenges, Freebies, Onlinekurse werden dir kaum Erleichterung bringen. 

Better done than perfect für mehr Leichtigkeit im Online-Business

Perfektionismus kann einem das Leben unglaublich schwer machen. Kennst du das auch? Da werden Blogartikel nicht veröffentlicht, weil man nicht zufrieden ist. Stundenlang an Grafiken für Instagram-, Facebook- und LinkedIn-Posts herumgeschraubt, bis man sie selbst zur Veröffentlichung freigibt. Mit dem Podcast wird nicht gestartet, weil man sich nicht entscheiden kann, wie das Cover aussehen soll oder wie man den Podcast nennen soll. 

Dieser Perfektionismus oder auch Entscheidungsmüdigkeit kann einen lähmen und belasten. Befreie dich von (deinem) Perfektionismus. Niemand weiß, wie deiner Meinung nach der Blogartikel noch hätte besser sein können. Keiner ahnt, was du an der Grafik noch verändern wollen würdest. Und niemand denkt über ein Podcast-Cover länger nach, schließlich zählt im Endeffekt der Inhalt (okay und Podcast-SEO 😉). 

Denk immer daran: Deine Vorstellung von etwas kennt die Welt da draußen nicht. Im Zweifelsfalle ist also das, was du “etwas weniger perfekt” veröffentlichst absolut perfekt für die Welt da draußen. 

Positives Mindset – was läuft gut

Der Mensch ist leider darauf ausgelegt, den Fokus auf das zu richten, was nicht so gut läuft. Vielleicht hast du weniger Content erstellt, als du ursprünglich wolltest. Oder du hast weniger Plätze in deinem neuen Programm verkauft, als du eigentlich vor hattest.

Letzteres kenne ich gut: Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, meine Premiere von “Alles im Griff – DAS Programm” mit 8 Teilnehmerinnen zu durchlaufen. Nicht etwa, weil 8 Teilnehmerinnen eine ganz wichtige Zahl sind, die wesentlich besser wäre als 6 oder 7 Teilnehmerinnen. Nein, einfach weil ich mir eingebildet habe, es sollten 8 Teilnehmerinnen sein. 

Jetzt starte ich nächste Woche das Programm mit 7 Teilnehmerinnen. Bin ich jetzt traurig, dass es 1 weniger ist, als ich mir ausgedacht hatte? Nein, überhaupt nicht. Ich feiere jede der 7 Teilnehmerinnen, die mit mir diesen Weg gehen, um auch für sich mehr Leichtigkeit in ihr Online-Business zu bringen. Ich freue mich so sehr darüber, dass sie mir ihr Vertrauen schenken, bin gespannt auf ihre konstruktive Kritik in der Premieren-Runde und kann die gemeinsame Reise kaum erwarten. 

Richte deinen Fokus auf das, was gut läuft. Und zwar ganz explizit. Das kannst du z.B. mit einem Erfolgstagebuch machen. Ich z.B. nutze mein Bullet Journal täglich, um meine positiven Erlebnisse, und zwar sowohl berufliche als auch private, niederzuschreiben.

Bring’ Ruhe in dein Business

Ich schreibe seit Neustem nicht mehr „selbstständig“ sondern „selbständig“. Warum? Weil mich das Wort “selbstständig” immer an “selbst und ständig” erinnert hat und das ist so negativ koniert für mich, dass ich es ändern wollte. 

Was hat das jetzt mit Ruhe im Business zu tun? Selbständige trauen sich meiner Erfahrungen seltener zu, einfach mal 5e gerade sein zu lassen, sich eine Auszeit zu nehmen und zu genießen, dass sie ihre Tage eigentlich selbst gestalten können. Sie stecken tiefer im Hustle-Modus, als wenn sie noch im Angestelltenverhältnis tätig wären. 

Genieße die Möglichkeit, Ruhe in dein Business zu bringen. Sei nicht ständig erreichbar und schaue z.B. nur 2 Mal am Tag in deine Emails, morgens und am Nachmittag. Überlege, ob du tatsächlich telefonisch erreichbar sein muss oder ob du nicht lieber Email als das präferierte Kommunikationsmedium nutzen möchtest. Starte deinen Tag mit einer schönen Morgenroutine, um dich auf deinen eigenen schönen Arbeitstag in deinem Business einzustimmen. Und mache über den Tag ausreichend Pausen, damit du in deiner Energie bleiben kannst. 

Grenzen setzen und „nein“ sagen

Auch das ist ein Punkt, bei dem gedanklich noch viele in der Angestellten-Denkweise bzw. im Mangel-Mindset hängengeblieben sind. Ich kann doch jetzt nicht “nein” sagen, dann vergraule ich mir einen potenziellen Kunden und der geht zu einem anderen Dienstleister.

Doch, kannst du. Und solltest du auch. Du hast dir hoffentlich Gedanken darüber gemacht, wie und mit wem du in deinem Business zusammenarbeiten möchtest und wie du dir einen perfekten Arbeitstag für dich vorstellst. Falls nicht, dann hol das unbedingt nach, denn so lernst du, Grenzen zu setzen, wenn jemand etwas von dir verlangt oder einfordert, was du nicht leisten möchtest. 

“Kannst du mal eben…?” Nein, das kannst du nicht „mal eben“ erledigen. Diese Aufgabe kostet Zeit und gehört vergütet. 

Gerade am Anfang meiner Selbständigkeit war ich in einem ständigen “overdelivering-Modus”, was im Endeffekt zu einem sehr sehr schlechten Stundensatz geführt hat. Aber ziemlich schnell habe ich gemerkt, dass es Menschen gibt, die -wenn auch unbewusst- ihre To Do’s oder Aufgaben auf einen rüberschieben und das man gut daran tut, sich hier klar abzugrenzen. 

Je mehr Dinge du dir von außen aufladen lässt, desto weniger schaffst du effektiv – auch für dich und dein eigenes Business. Oder du brennst energetisch aus. Sei achtsam mit dir und deinen persönlichen Grenzen und verteidige sie.

Hol dir Hilfe!

Gerade am Anfang einer Selbständigkeit fällt es schwer, Dinge z.B. an eine virtuelle Assistenz auszulagern. 

Ich verstehe das sehr gut, denn ich gehöre auch zu der Fraktion “Das schaffe ich schon irgendwie alles selbst”. Aber weißt du was: Das musst du nicht! Im Grunde ist es ein reines Rechenexempel, denn das, wofür du lange brauchst, weil dir die Aufgabe nicht liegt, du dich erst reinarbeiten musst oder dich einfach nicht gut auskennst, das machen andere mit “links”. 

Wenn du dir jetzt deinen Stundenansatz anschaust und was du in der Zeit mit deinem Kernbusiness verdienen könntest, in der du

  • an deiner Website rumschraubst
  • Social Media Grafiken erstellst
  • dein Pinterest-Marketing erledigst
  • eine ActiveCampaign Automation aufsetzt
  • deine neue Landingpage baust

obwohl das nicht Themen sind, die mit deinem Kernbusiness zu tun haben, dann kostet dich das vermutlich ein Vielfaches dessen, was du jemand anderem für die Erledigung der Aufgabe zahlen müsstest.

Versteh mich nicht falsch: Es ist gut zu wissen, wie Dinge funktionieren. Auch und vor allem wenn man sie auslagern möchte. Denn nur so kannst du den Preis für das Auslagern einer Tätigkeit oder eines Aufgabenbereichs auch nachvollziehen. 

Trau dich, auch schon auf kleiner Ebene Aufgaben abzugeben. Such dir z.B. eine vertrauensvolle virtuelle Assistenz, die dich ein bisschen unterstützt. Wichtig nur an dieser Stelle: Achte auf einen fairen Stundensatz. Das ist mir ein Herzensanliegen. Eine VA für 25,00 € klingt zwar verlockend, hat aber mit einem realistischen Stundensatz für eine selbständige Person nichts zu tun und führt im Zweifelsfalle auch zu keinen guten Arbeitsergebnissen.

Fazit zu mehr Leichtigkeit im Online-Business

Es gibt zahlreiche Stellschrauben, mit denen du dir mehr Leichtigkeit im Online-Business verschaffen kannst. Wichtig ist vor allem, dass du achtsam mit dir bist und darauf achtest, was dir in deinem Business wichtig ist. 

Eine erfüllende Selbständigkeit darf sich leicht anfühlen. Du als Selbständige hast die Möglichkeit, dir deinen Arbeitsalltag und deine Business-Bedingungen so zu setzen, wie du es dir wünscht.

 

Trau dich, Dinge in deinem Online-Business NICHT zu tun

Trau dich, Dinge in deinem Online-Business NICHT zu tun

Ich habe eine ganze Weile darüber nachgedacht, ob ich einen Blogartikel mit dem Titel “Trau dich, Dinge in deinem Online-Business nicht (mehr) zu machen” schreiben sollte. Wäre es nicht viel sinnvoller, dir zu erzählen, wie du mit dieser tollen Strategie in nullkommanichts Kund*innen findest oder warum du unbedingt auf dieses oder jenes shiny object setzen solltest?

Naja das Ding ist: Ich bin nicht deine Muddi 😉 Und ich bin der festen Überzeugung, dass du auch ganz alleine sehr gut Entscheidungen treffen kannst. Naja vielleicht nicht ganz alleine. Warum das nämlich ein Problem sein kann und wozu es führt, davon möchte ich in diesem Artikel sprechen. 

Immer mehr und mehr und mehr

Ich sehe so viele Selbständige und Unternehmerinnen, die sich unglaublich viel Arbeit aufhalsen. Und zwar nicht für oder mit Kunden sondern rund um ihr Business. Sie schreiben fleißig Blogartikel und starten jetzt auch noch einen Podcast, sie posten auf Instagram, Facebook und Linkedin, vielleicht schreiben sie auch noch wöchentlich einen Newsletter.

Noch dazu muss alles perfekt sein und da braucht man noch den zweiten oder dritten Kurs zum Thema XY, damit man auch wirklich weiß, wie es funktioniert. 

Das Problem ist: Das bringt in den seltensten Fällen Umsatz. Nicht mal wenn du dir einen Onlinekurs anschaust, in dem es um die Erstellung eines Online Kurses geht, bringt dir das direkt mehr Pinkepinke in die Geldbörse. Du bist in erster Linie abgelenkt von dem, was dir Geld bringen könnte. 

That’s what I call “Power-Prokrastination”

Ich habe dieses Verhalten liebevoll Power-Prokrastination getauft. Du arbeitest unheimlich viel und bist immer super busy, aber unterm Strich kommt kein Euro dabei raus. Du prokrastinierst also hinsichtlich des Geldverdienens, indem du dich mit unwichtigen Tätigkeiten ganz doll ablenkst.  

Versteh mich nicht falsch, dass wir mit jeder unserer Handlung als Selbständige Umsatz generieren ist utopisch. Aber viele verlieren den Fokus aus den Augen und verfallen in den Hustle-Modus an Stellen oder mit Tätigkeiten, die eben kein Geld in die Kasse spülen. 

Da ist es sinnvoll, all das, was man so den ganzen Tag treibt, genauer unter die Lupe zu nehmen. 

Vielleicht ist aber auch ein Problem, dass dir die Klarheit in deinem Business fehlt. Das führt nämlich auch häufig zur Prokrastination. Hier kannst du mehr darüber lesen: Das bedeutet Klarheit im Business und dafür brauchst du sie

Was machst du denn so den ganzen Tag?

Womit verbringst du deinen Arbeitstag? Hast du mal kritisch überprüft, wofür du deine Zeit wirklich verwendest? Und wieviel Zeit pro Tag denkst du an das Verkaufen deiner Angebote?

Wenn ich nicht wirklich konzentriert darauf achte und mein neues “Lieblingstool” Prima:Time verwende, dann kann ich mich ganz toll in diesen Aufgaben verlieren:

  • CheckIn mit meinem Business-Buddy (wichtig, aber oft ausgedehnter als nötig)
  • Zero Inbox (ohne die 2 Minuten Regel zu beachten)
  • Facebook-Gruppen schauen (urrrrgh – das macht nicht mal richtig Spaß)
  • Canva-Bilder für Instagram oder LinkedIn erstellen (und dem Perfektionismus verfallen)
  • Social-Media-Planung (mindestens 5 mal wieder umplanen und viel zu viel vornehmen)
  • Onlinekurse anschauen (und “vergessen”, in die Umsetzung zu kommen)

Das ist nur ein kleiner Auszug dessen, womit ich mich gut ablenken kann. Geld bringt das alles nicht direkt. Und Sichtbarkeit auch nicht. Wenn du mehr darüber lesen willst, schau mal in meinen Blogartikel Deshalb wirst du mit deinem Online Business nicht einfach sichtbar

Deshalb dürfen die Aufgaben, die in meiner “Critical Now”-Liste in Trello stehen auch gerne mal kritisch überprüft werden darauf, ob sie direkt oder wenigstens zeitnah zu mehr potenziellen Kund*innen führen. 

Zahlen lesen will gelernt sein

Weißt du, welche deiner Content- und Marketing-Aktivitäten tatsächlich Kund*innen zu dir bringen? Ich bin ganz ehrlich: Ich habe lange Zeit weder geschaut, welche Blogartikel gut laufen noch wie meine Posts und Aktivitäten auf Social Media ankamen, wie sich Follower- oder Impressionszahlen entwickelt haben. Lediglich die Zahlen auf Pinterest hatte ich -aus wohl nachvollziehbaren Gründen- halbwegs im Blick. 

Die wenigsten der Selbständigen und Unternehmerinnen, mit denen ich mich austausche, tracken ihre Business-Zahlen regelmäßig und konsequent. Oder sie tracken sie, werten sie aber nicht aus. Dann kann man es eigentlich auch bleiben lassen. 

Die Magie fängt ja da an, wo man Vergleiche anstellt. Wo man die Veränderungen der Kennzahlen zeitlich oder auf Kanäle bezogen miteinander vergleicht und umfassend betrachtet. Wo man sich die Mühe macht hinzuschauen, wie z.B. Interessent*innen auf die Website kommen und wo man viel Zeit und Mühe in einen Kanal steckt, bei dem aber überhaupt noch kein einziger zahlender Kunde rausgesprungen ist.

Woher kommen deine Kund*innen?

Dafür musst du sicher kein Zahlen-Crack sein. Es fängt nämlich im Grunde auch schon damit an, dass du dir notierst, über welche Kanäle deine Kund*innen zu dir gekommen sind. Hat sich jemand über einen Blogartikel ein Erstgespräch gebucht? Wurdest du auf ein Angebot im Newsletters angesprochen? Oder hat dich eine deiner Kund*innen weiterempfohlen? Ist jemand auf Instagram auf dich aufmerksam geworden und hat dir eine (sinnvolle!) Direktnachricht geschickt? Du weißt es nicht mehr genau? Dann frag sie doch. 

Ich z.B. habe die meisten meiner Pinterest-Kund*innen durch Weiterempfehlungen und über das Netzwerken, auch z.B. auf Facebook, bekommen. Ich denke, das wird sich auch jetzt mit der Neuausrichtung in meinem Business nicht ändern. Übrigens haben Kundinnen, die mir Folgekunden gebracht haben, Striche in einer Liste bekommen. Je mehr Striche, desto wertvoller diese Kundin. 

Das mag eigenartig klingen ist aber doch irgendwie logisch: Wenn ich ganz viel Instagram mache, aber nicht eine einzige zahlende Kundin über diesen Kanal generiert habe, dafür aber eine meiner Kundinnen mir eine oder mehrere weitere Kundinnen gebracht hat. Wo stecke ich wohl mehr Zeit rein?

Der Kunde hinter der nächsten Ecke

Du würdest gern weniger Zeit mit deinem Online-Marketing verbringen, traust dich aber nicht, weil du nicht weißt, hinter welcher digitalen Ecke gerade der nächste Kunde wartet? 

Tipp von mir: Kunden lauern nicht hinter der nächsten Ecke. Potenzielle Kund*innen werden auf dich aufmerksam, weil du dich auf bestimmte Kanäle und Aktivitäten fokussiert hast und dort wirklich sichtbar geworden bist, über deinen Content und deine Angebote sprichst und sich dieser potenzielle Kunde davon angesprochen fühlt. 

Auf Kanäle fokussieren heißt aber auch, nicht fünf verschiedene Dinge gleichzeitig und dann nur mit halber Kraft zu machen.

Du traust dich nicht, auf Kanälen nicht mehr aktiv zu sein? Dann lies mal weiter…

Entscheiderin in deinem Business bist du

Eine meiner Interviewpartnerinnen in der Vorbereitung zu meinem Programm “Alles im Griff” hatte einen ganz spannenden Satz gesagt, als ich sie fragte, womit sie in ihrem Business strugglen würde: 

Ich habe ja nie gelernt, wie eine Selbständige oder Unternehmerin zu denken und zu handeln. Ich war immer angestellt.

Interviewpartnerin von „Alles im Griff – DAS Programm“

Dieser Satz enthält aus meiner Sicht ganz viel Wahres: Die meisten Frauen, die sich selbständig machen, waren zuvor in einem Angestellten- oder Beamtenverhältnis tätig. Dort ist man es gewöhnt, dass man oft nur -wenn überhaupt- begrenzte Entscheidungsbefugnis hat. Die wichtigen Entscheidungen treffen die Chefs und man ist nicht gezwungen, finanzielle, administrative oder marketing-technische Entscheidungen zu treffen.  

Hinzu kommen noch jede Menge Angestellten-Glaubenssätze, die man vielleicht in die Selbständigkeit mitgenommen hat:

  • “Ohne Fleiß kein Preis”
  • “Es darf sich nicht leicht anfühlen”
  • “Es muss schwierig sein”

Kennst du das vielleicht auch? Das ist nicht verwerflich und sehr verständlich. Denn tatsächlich haben wir in der Regel mit Beginn bzw. Eintritt in die Selbständigkeit kein Business-Bootcamp besucht, in dem unser Mindset auf unternehmerisches Denken gepolt wurde. Trotzdem sind die Glaubenssätze vor allem eins: Mangeldenken per excellence. 

Trau dich, Dinge nicht (mehr) zu  machen

Wenn du die Entscheiderin in deinem Business, in deinem Unternehmen, in deiner Selbständigkeit bist: Wer darf dann die Entscheidungen treffen?

DU. Niemand sonst. Es ist DEIN Business.

Du darfst, kannst und sollst die Entscheidungen treffen, 

  • was du in deinem Business machst
  • welche Marketingaktivitäten du unternimmst
  • wieviel und welchen Content du erstellst
  • wie oft und mit wem du über deine Angebote sprichst usw.

Wahrscheinlich hast du dich aus freien Stücken -wenn auch vielleicht durch besondere Umstände ausgelöst- dazu entschieden, selbständig zu sein. Eventuell auch aus dem Wunsch heraus, eigene Entscheidungen treffen zu dürfen. Ist es dann nicht kurios, davor zurückzuschrecken, Entscheidungen zu treffen?

Nun ist es an der Zeit.

Trau dich,

zu bestimmten Maßnahmen und Aktivitäten “nein” zu sagen, wenn du weißt, sie zahlen auf dein eigentliches Ziel nicht ein

dich von irgendwelchem Experten-Sprech zu befreien, was du eigentlich unbedingt und ganz dringend tun solltest

für dich und deine Business-Vision einzustehen

Dinge loszulassen und dich nicht von der Angst, wenn du das jetzt nicht mehr machst könnte dir ein*e Kund*in durch die Lappen gehen, unterkriegen zu lassen

Solltest du dir dabei Unterstützung wünschen, dann schau dir doch gerne mein „Alles im Griff – DAS Programm“ an. Dort unterstütze ich dich dabei, dein Business ganz genau unter die Lupe zu nehmen, eine Bestandsaufnahme zu machen und Dinge, die dir nicht tauglich sind, gehen zu lassen.

Fazit

Es bringt nichts, wenn du immer mehr und immer mehr auf Instagram, Facebook, deinem Blog, deinem Podcast, im Newsletter machst, wenn es dir keine zahlenden Kund*innen bringt. Traue dich, eine Entscheidung bezüglich sinnvoller Marketing-Kanäle und -Aktivitäten zu treffen und fokussiere dich lieber auf weniger Dinge. Trau dich, Dinge, die du ausprobiert und die dir nichts gebracht haben, gehen zu lassen. Du bist die Entscheiderin. Du darfst und sollst die Entscheidungen treffen, die dein Business betreffen und die zu Wachstum und mehr Umsatz führen können.

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei!

7 Gründe, warum die Menschen nicht bei dir kaufen

7 Gründe, warum die Menschen nicht bei dir kaufen

Wenn aus Interessenten keine Kunden werden, dann ist es wichtig für dich als Selbständige oder Unternehmerin zu hinterfragen, woran das liegen könnte. Neben der Enttäuschung, dass die Menschenmassen “bei dem super Angebot” nicht zugegriffen haben, spürst du hoffentlich auch ehrliches Interesse daran, herauszufinden, woran es denn gelegen haben könnte. Denn vermutlich hast du ganz viel Zeit und Energie in Website, Social Media Marketing und auch in dein Angebot gesteckt. Und trotz dieser Mühen kommt unterm Strich nicht viel dabei herum.

Heute verrate ich dir sieben Gründe, warum Menschen nicht bei dir kaufen – und was du tun kannst, um besser auf dich und dein richtiges (!) Angebot aufmerksam zu machen. Denn ich gehe davon aus, dass du in deinem Thema, also fachlich, richtig gut bist und weißt, was du tust. So habe ich auch die Interviewpartnerinnen wahrgenommen, mit denen ich mich im Rahmen der Entwicklung meines neuen Angebots unterhalten habe. 

Und dennoch unterlaufen ihnen und vielleicht auch dir Fehler, die dazu führen, dass die Interessent*innen sich von dir nicht abgeholt fühlen und deshalb nicht kaufen können oder wollen. Hier kommen die 7 häufigsten Gründe, warum Menschen nicht bei dir kaufen:

# 1 Du hast kein Angebot

Man soll es fast nicht glauben, dass es das überhaupt gibt, aber ich habe in den letzten Wochen so viele Websites gesehen, auf denen überhaupt kein Angebot zu finden ist. Da wird schlichtweg nicht kommuniziert, wie ich mit der Website-Inhaberin, der Unternehmerin, zusammenarbeiten kann. 

Wenn du ein Online-Business hast und du möchtest damit Geld verdienen, dann musst du den Menschen zeigen und sagen, wie sie mit dir zusammenarbeiten können. Sind sie nämlich bereits auf deiner Website gelandet, bringen sie schon ein gewisses Grundinteresse mit. Vielleicht hast du sie über einen Social Media Kanal, über deinen Newsletter oder auch über Pinterest auf deine Website geschickt und dann finden sie keine Möglichkeit, dir ihr Geld zu geben. 

Damit legst du die Hemmschwelle unnötig hoch. Im besten Fall kannst du mehrere Angebote anbieten. Wenigstens aber solltest du ein kostenloses Angebot bzw. ein Angebot für 0,00 € (Freebie) und ein weiteres Bezahlangebot offerieren. 

Außer, du möchtest mit deinem Business kein Geld verdienen. Dann lässt du das Angebot einfach weg. Aber dann bitte auch nicht wundern 😉

# 2 Dein Angebot ist unklar

Vielleicht können deine potentiellen Kunden aber auch nicht erkennen, welchen Mehrwert du mit deinem Angebot bietest. Ihnen fehlen schlichtweg alle notwendigen Informationen über die Transformation, die sie erreichen können, wenn sie mit dir zusammenarbeiten. Du vermittelst in deinem Angebot nicht das Ergebnis, welches sie durch die Zusammenarbeit mit dir erzielen können. 

Sobald ein Angebot unklar formuliert oder dargestellt ist, werden unbewusst Zweifel beim potentiellen Käufer gesät. Brauche ich das wirklich? Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich mit dem Angebot erreiche, was ich mir wünsche? Führt dieses Angebot wirklich zum Ziel oder ist es rausgeschmissenes Geld?

Beschreibe dein Angebot glasklar und versuche auch, spannende und super kreative Namen für dein Angebot zu vermeiden – auch die führen nicht zu mehr Klarheit beim Interessenten, ganz im Gegenteil.

# 3 Du zeigst dich nicht

Würdest du einer unbekannten Person dein Geld geben und hoffen, dass es schon so passen wird? Wohl eher nicht. Wenn du dein Geld für etwas ausgiebst, dann möchtest du -vor allem bei höherpreisigen Ausgaben- doch wissen, von wem du etwas kaufst, ob die Person dir sympathisch ist und ob du dir wirklich vorstellen kannst, mit genau diesem Menschen zusammenzuarbeiten. 

Viele Selbständige oder Unternehmerinnen zeigen sich aber auf ihrer Website überhaupt nicht. Es gibt keine Über mich Seite (Extratipp: Auf der “Über mich Seite” geht es nicht um dich!), es gibt keine Fotos oder Videos von der Website-Inhaberin und auch sonst keinerlei Hinweise darauf, wie die Person gestrickt ist, der die Website gehört. 

Sprich über dich und zeige dich. Trau dich, auf deiner eigenen Website ganz präsent zu sein. Mit Fotos, mit Videos wenn du magst, sprich über deine Werte, sei authentisch. Jemand, der Interesse an einer Zusammenarbeit mit dir hat, wird sich freuen, wenn er dich ein bisschen besser kennenlernen kann – und sei es auch nur virtuell. Und er kauft auch eher, weil er Vertrauen zu dir aufbauen konnte. 

# 4 Die Menschen fühlen sich nicht angesprochen

Dein Angebot ist eigentlich für alle Menschen interessant und du tust dich total schwer, dich auf eine bestimmte Personengruppe zu beschränken? Ist das wirklich so?

Es ist eine alte Marketing-Weisheit, mit der ich jetzt um die Ecke komme, aber sie ist so wahr, dass ich sie tatsächlich auspacken muss:

Wenn du dich an alle richtest, dann erreichst du letztlich niemand. Und wenn du alle ansprechen willst, dann fühlt sich niemand angesprochen. 

Glaubste nicht? Wenn du nicht gerade etwas verkaufst, was wirklich (!) jeder benötigt, wie z.B. Zahnpasta oder Toilettenpapier, dann solltest du dir den Satz jetzt doch noch mal durchlesen. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Er ist wahr. 

Es ist wichtig, dass du dir genau überlegst, mit wem du zusammenarbeiten und wem du dein Angebot unterbreiten möchtest. Dabei ist auch wichtig, dass du nicht nur auf demografische Angaben wie Geschlecht, Alter, Wohnort etc. achtest sondern auch darüber nachdenkst, was das für Menschen sind und wie sie ticken. Was haben sie für Werte, was ist ihnen wirklich wichtig im Leben, welches Hobbies haben sie und wovon träumen sie?

Nur wenn du das herausgearbeitet hast, kannst du ein Angebot kreieren, von dem Menschen sich angesprochen fühlen und das sie gerne kaufen möchten. 

# 5 Du zeigst dein Angebot nicht

Die Variante ist fast so wenig nice wie #1 oder vielleicht sogar noch schlimmer? Du hast ein Angebot ermittelt und zeigst es nicht. Du sprichst einfach nicht darüber. Fast so, als sollte niemand davon erfahren, was du dir da tolles ausgedacht hast. Könnte ja jemand kaufen wollen!

Warum schreibst du nicht im Newsletter davon, dass du ein neues Angebot erstellst oder erstellt hast? Aus welchem Grund können Menschen sich nicht in die Warteliste eintragen, wenn sie sich für ein Angebot wie z.B. einen Online Kurs oder ein Programm von dir interessieren? Weshalb sprichst du auf Social Media nicht über den Prozess, wenn du ein Angebot erstellst oder es launchst. 

Dafür gibt es aus meiner Sicht nur zwei mögliche Gründe:

  1. Du findest das Angebot nicht gut
  2. Du willst kein Geld verdienen

Punkt 1 sollte schon deshalb nicht eintreten, weil du hoffentlich dein Angebot mithilfe von potenziellen Kund*innen entwickelt und dir jede Menge Gedanken gemacht hast. Und wenn Punkt 2 stimmt, dann bist du in der Selbständigkeit vielleicht nicht ganz richtig aufgehoben oder solltest dir zumindest einen Money Mindset Coach gönnen. 

Also bitte sprich über dein Angebot. Gib den Menschen die Möglichkeit, Interesse zu zeigen und dein Angebot anzunehmen. Ansonsten möchte ich dich nochmal auf meine Aussage aus dem letzten Blogartikel “Dein optimaler Marketing-Mix – das solltest du beachten” aufmerksam machen: 

Wenn du nicht ausreichend auf dein tolles Angebot aufmerksam machst, könnte das als unterlassene Hilfeleistung ausgelegt werden!

# 6 Du hast keinen angemessenen Preis für dein Angebot

Uuuuuh Preise. Ein ganz heikles Thema. Meiner Erfahrung nach hat fast jede Selbständige ein Money Mindset Thema. Das ist auch nicht wirklich verwunderlich, wir haben da “von Hause aus” eine Menge mitgegeben bekommen. Bei mir waren es z.B. so Glaubenssätze wie 

  • Ich muss hart arbeiten, um Geld zu verdienen
  • Ich muss viel leisten für mein Geld
  • Über Geld spricht man nicht oder
  • Ich kann nicht gut mit Geld umgehen

Ist natürlich alles Bull**** aber an seinem Money Mindset kann man arbeiten 😉. Und ohne dass ich jetzt zu tief in das Thema einsteigen möchte (vielleicht gibt es dazu noch mal einen eigenen Blogartikel): 

Dein Money Mindset bestimmt auch den Preis für dein Angebot. Meist fällt dieser nämlich entweder deutlich zu hoch noch häufiger deutlich zu niedrig aus. In den seltensten Fällen wird auch bei der Preisgestaltung an den Mehrwert gedacht, der mit dem Angebot geliefert wird.

Es ist völlig okay, wenn du anfangs bei der Preisgestaltung unsicher bist. Wir machen das hier alle meist zum ersten Mal. Aber achte mal darauf, was dir zu deinen Preisen zurückgespiegelt wird. Wie sind die Reaktionen der Wunschkund*innen, wenn du über dein Angebot und den Preis sprichst. Und vor allem: Wie fühlst du dich selbst dabei, wenn du über deine Angebote und Preise sprichst. Fühlt sich das gut an? Weißt du, dass du ein gutes Preis-Leistungsverhältnis anbieten kannst. Und spüre auch dich in dich hinein, was es mit dir macht, wenn du deinen Preis zu niedrig angesetzt hast. Wie fühlt sich das für dich an?

Test deine Preise, bis sie zu dir, deinem Angebot und deinen Wunschkunden passen. Und je selbstsicherer du dann deine Preise kommunizierst, desto weniger werden sie hinterfragt.

# 7 Du hast keine Kundenreise

Achja, die customer journey aka Kundenreise…mein Lieblingsthema. Sagt dir nichts? Oder nicht so richtig? 

Customer Journey (ugs. zu dt.: Die Reise des Kunden) ist ein Begriff aus dem Marketing und bezeichnet den Weg, bzw. die einzelnen Zyklen, die ein potenzieller Kunde durchläuft, bevor er sich für den Kauf eines Produktes entscheidet. Aus Sicht des Marketing bezeichnet die Customer Journey alle Berührungspunkte (Touchpoints) – sowohl online, als auch offline – eines Konsumenten mit einer Marke, einem Produkt oder einer Dienstleistung. Hierzu zählen nicht nur die direkten Interaktionspunkte zwischen Kunden und Unternehmen (Anzeige, Werbespot, Webseite usw.), sondern auch die indirekten Kontaktpunkte, an denen die Meinung Dritter über eine Marke, ein Produkt oder eine Serviceleistung eingeholt wird (Bewertungsportale, Userforum, Blog usw.). Kunden informieren sich zunehmend über diese indirekten Kontaktpunkte, welche von den Unternehmen nicht unmittelbar beeinflusst werden können. Ein tiefgehendes Verständnis der gesamten Customer Journey (inkl. direkter und indirekter Kontaktpunkte) ist Grundvoraussetzung für eine kundenorientierte Marketing- und Vertriebsausrichtung [wikipedia.de]

Kurz gesagt: Die Kundenreise führt dazu, dass der Kunde über viele Berührungspunkte immer wieder die Möglichkeit hat, von deinen Angeboten Kenntnis zu nehmen, um sich dann schlussendlich zum Kauf des Angebots entscheiden zu können. 

Leider gibt es auf vielen Websites keine oder eine unvollständige Kundenreise. Und eins ist wichtig zu verstehen: Wenn du die Interessent*innen schon auf deiner Website hast, wie z.B. über Social Media, Pinterest, Google whatever, dann hast du schon mehr als die halbe Miete! Sie sind in deiner Homebase. Hier hast du zu 100% in der Hand, wie es für den potentiellen Kunden weitergeht. Lass ihn nicht im Regen stehen. 

Zeig dem Interessenten z.B., wie er

  • ein kostenfreies Angebot von dir findet
  • sich in den Newsletter eintragen kann
  • ein Angebot von dir kaufen kann
  • den nächsten spannenden Blogartikel findet
  • mehr über dich erfahren kann usw.

Nur wenn du dem potentiellen Kunden eine funktionierende Kundenreise bieten kannst, kann er die Schritte bis zu einem möglichen Kauf auch durchlaufen. Fühlt er sich bei dir nicht aufgehoben, dann ist er weg, bevor du bis 3 zählen kannst. 

Warum Interessenten nicht bei dir kaufen

Damit mehr Menschen von dir und deinen Angeboten profitieren können, beachte diese sieben Schritte in deinem Online-Business

  1. Erstelle ein tolles Angebot
  2. Formuliere dein Angebot klar und unmissverständlich
  3. Zeige dich
  4. Sprich die Menschen an
  5. Zeige dein Angebot
  6. Ermittle einen angemessenen Preis
  7. Sorge für eine grandiose customer journey