Ursprünglich sollte an dieser Stelle eine umfassende Anleitung für die Erstellung von Story-Pins erscheinen, so dass du dieses Format auch für deinen Pinterest-Auftritt schnell und einfach nutzen kannst.

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Neuigkeiten von Pinterest

Allerdings hat mir Pinterest da in der letzten Woche, genauer am 11.06.2020, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Da kam nämlich direkt über die Pinterest Creator Community das Update von Pinterest zum Instagram Import und Story Pins.

 

Die wichtigsten Infos aus diesem Update sind:

  • Ab dem 22. Juni werden Story Pins außerhalb der USA pausiert
  • Der automatische Import von Instagram-Inhalten ist nicht mehr möglich
  • Verifizierte Instagram-Konten bleiben weiterhin verifiziert

 

Zuletzt heißt es in der Mitteilung noch „Pinterest experimentiert kontinuierlich mit neuen Funktionen. Diese Änderungen sorgen dafür, dass Pinterest für Content-Creator noch besser wird!“

Puuuuuh, da war die Überraschung schon relativ groß. Zumal ich mich doch voll und ganz darauf eingestellt hatte, einen ausführlichen Blogartikel zu Story-Pins zu veröffentlichen.

Was ist ein Story-Pin?

Story-Pins waren in der DACH-Region ein relativ neues Pin-Format. Erst Ende 2019 wurden dieses Pin-Format außerhalb der USA ausgerollt und bot die Möglichkeit, eine Story auf Pinterest zu teilen. Es ging also tatsächlich darum, mithilfe von maximal 20 Seiten mit Bildern oder Videos, Text und Link, eine längere Geschichte zu erzählen. Dieses Pin-Format gab Unternehmen die Möglichkeit, auf ihre Produkte noch umfassender aufmerksam zu machen und ihre Reichweite zu steigern.

Hintergrund der Story-Pins war es also vor allem, die Nutzer von Pinterest zum Ausprobieren anzuregen und gleichzeitig schon Tipps zur Umsetzung mithilfe von mehreren Bildern oder Videos zu geben. Es ging deshalb nicht – im Unterschied zu Instagram-Storys – darum, einen authentischen Blick hinter die Kulissen zu bieten.

Die Änderungen von Pinterest im Detail

Schauen wir uns aber die Mitteilung von Pinterest noch mal genauer an:

Interessant ist, dass Story-Pins nicht grundsätzlich aus dem Pin-Portfolio von Pinterest herausfallen, sondern nur außerhalb der USA pausiert werden. Man munkelt, dass Story-Pins hier einfach nicht so beliebt sind und sich der Erfolg, den diesen Pin-Format in den USA hat, nicht auf die Pinterest-Nutzer außerhalb der USA habe übertragen lassen.

Ob dies tatsächlich der Grund für die Aussetzung der Story-Pins ist, vermag ich an dieser Stelle nicht zu sagen. Ich bin gespannt, ob es hierzu noch weitere Mitteilungen seitens Pinterest geben wird.

Es ist aber sicherlich so, dass das Format Story-Pin ungewöhnlich für Pinterest ist. Der Story-Pin funktioniert in der Handhabung ähnlich, wie z.B. eine Story bei Instagram, d.h. um sich weitere Bilder oder Videos anzuschauen, „wischt“ man weiter. Diese Nutzung des Wischens dürfte jedoch den meisten Pinterest-Nutzern nicht bekannt sein bzw. ungewohnt für sie sein, da die Zielgruppe bei Pinterest deutlich älter ist als bei Instagram.

Pinterest teilte darüber hinaus noch mit, dass bereits erstellte Story-Pins bestehen bleiben, auch wenn man diese nicht mehr bearbeiten und „in naher Zukunft“ auch nicht mehr anklicken kann. Es bringt also im Ergebnis nichts, sich noch um seine bestehenden Story-Pins zu bemühen und sie z.B. zu überarbeiten.

Reaktionen

Meine Kolleginnen haben unterschiedlich auf die Neuigkeiten reagiert – da war so ziemlich alles von „wow, damit habe ich nicht gerechnet“ bis „ist nicht schlimm, das Format hat bei mir eh nicht funktioniert“ dabei. Da ich selbst bisher noch keine Story-Pins genutzt habe, betrifft mich persönlich diese Änderung nicht so stark. Es wäre aber sicher ein Format gewesen, welches ich -z.B. für meine Kundinnen- mal getestet hätte.

Was bedeutet es jetzt, wenn wir keine Story-Pins mehr nutzen können?

Ich selbst finde das nur übersichtlich schlimm. Wir haben noch weitere tolle Pin-Formate, die auch in der Usability bisher viel besser waren, so z.B. der Karussell-Pin oder der Video-Pin. Den Karussell-Pin gibt es außerdem jetzt ohne Ads, so dass man ihn einfach mal ausprobieren kann. Zum Karussell-Pin gibt es dann nächste Woche eine ausführliche Anleitung! Und ich gehe einfach mal davon aus, dass Pinterest den Karussell-Pin nicht auch aussetzen wird 😉

Und ansonsten schadet es auch nicht, Bewährtes zu verbessern und seine Standard-Pins noch ein bisschen zu perfektionieren. Tipps hierzu findest du in meinem Blogartikel.

Die Änderungen in Bezug auf Instagram

 

Seit 2018 hat Pinterest seinen Nutzern die Möglichkeit angeboten, ihren Instagram-Account mit dem Pinterest-Account zu verbinden und den Instagram-Account hierfür zu verifizieren. Dies eröffnete den Nutzern die Möglichkeit, die Bilder des Instagram-Accounts auf Pinterest zu pinnen. Die Verifizierung war wichtig, damit die Inhalte des Instagram-Accounts auch dem Inhaber zugeordnet werden konnten.

 

Darüber hinaus hatte diese den Vorteil, dass die von Instagram gepinnten Bilder nun wie die Pins behandelt wurden, die von der bei Pinterest verifizierten Webseite gepinnt wurde. Deshalb erhielten auch die Instagram-Pins Analytics-Werte, so dass man sich die Zahlen zu Impressionen, Klicks und monatliche Reichweite anschauen konnte. Außerdem gab es über Automatisierungstools die Möglichkeit, den Import von Instagram-Inhalten in Pinterest zu automatisieren.

 

Da Pinterest in seiner neusten Mitteilung davon spricht, dass „der automatische Import von Instagram-Inhalten“ nicht mehr möglich ist, gehe ich davon aus, dass der Import zumindest noch manuell möglich ist. Dies ergibt auch Sinn, da Pinterest und Instagram zahlreiche Gemeinsamkeiten aufweisen, wie z.B.  dass beides visuelle Plattformen sind und auf beiden Plattformen Hashtags verwendet werden.

 

Bisher wurden die Instagram-Posts automatisch auf Pinterest gepinnt. Nun ist eine solche Automatisierung nur noch mit einem Automatisierungsservice, wie z.B. IFTTT (If This Than That) oder Zapier möglich. Mit diesen Tools kann man Handlungsfolgen in diversen Diensten auslösen, so dass Posts auf Instagram über diese Tools automatisiert auf Pinterest gepinnt wurden.

 

Damit gibt man allerdings ein großes Maß an Kontrolle aus der Hand. Eventuell ist dies der Grund, warum die Pins nicht mehr automatisch auf Pinterest gepinnt sondern zumindest ein Automatisierungstools dazwischengeschaltet werden soll bzw. muss.

 

So lange aber weiterhin das Teilen von Inhalten von Instagram auf Pinterest möglich ist und sofern man sich hier die Handhabung erleichtern möchte, gibt es ja auch die Möglichkeit, andere Planungstools, wie z.B. Tailwind* zu verwenden und seine Beiträge von Instagram auf Pinterest einzuplanen.

Hast du Instagram mit Pinterest verbunden? Oder bisher Story-Pins verwendet? Teil es mir gerne in den Kommentaren mit!

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Ich freue mich, wenn dir dieser Artikel gefallen hat und du ihn oder die Pins teilst!

1 Kommentar

  1. Wellensittiche Blog

    Bei mir haben die Story Pins richtig gezogen und extreme Reichweiten erreicht. Umso enttäuschter bin ich, dass das Format eingestellt worden ist. So ein Pech!

    Antworten

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